Einfach Recht - Antworten rund ums Arbeitsrecht!

Sandro Wulf, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Arbeitsrecht und zertifizierter Mediator

Die moderne Arbeitswelt im deutschen Arbeitsrecht. Hier geht es um Themen rund ums Verhältnis des Arbeitgebers, Mitarbeiter, Betriebsrat, Personalrat und weiterer Beteiligter. Aktuelle Tendenzen in der Rechtsprechung, der Gesetzgebung und Gestaltung von Arbeitsverhältnissen.

  1. 5d ago

    Die EU-Chatkontrolle durchsucht unsere digitale Kommunikation!

    Die EU-Chatkontrolle durchsucht unsere digitale Kommunikation! Private Nachrichten, geschäftliche E-Mails und sensible Daten in der Cloud: Digitale Kommunikation kann automatisiert nach verdächtigen Inhalten durchsucht werden – ohne konkreten Anfangsverdacht gegen den einzelnen Nutzer und ohne vorherige richterliche Anordnung. Anfang Juli 2026 hat das Europäische Parlament den Weg für die Fortsetzung der sogenannten Chatkontrolle freigemacht. Besonders brisant: Bei der entscheidenden Abstimmung am 9. Juli 2026 stimmten 314 Abgeordnete gegen die Regelung und nur 276 dafür. Dennoch scheiterte die Ablehnung, weil dafür die absolute Mehrheit von 361 Stimmen erforderlich gewesen wäre. Wie kann eine Mehrheit Nein sagen und trotzdem verlieren? In dieser Sonderfolge von „Einfach Recht“ verlässt Rechtsanwalt Sandro Wulf bewusst das klassische Arbeitsrecht. Er spricht über ein Verfahren, das grundlegende Fragen zu Demokratie, Rechtsstaat und digitaler Vertraulichkeit aufwirft. Im Mittelpunkt stehen insbesondere folgende Fragen: Welche Mails, Chats und digitalen Inhalte können automatisiert kontrolliert werden? Weshalb ist dafür kein konkreter Verdacht gegen den einzelnen Nutzer erforderlich? Was geschieht, wenn ein Algorithmus vermeintlich verdächtige Inhalte erkennt? Wie zuverlässig sind solche automatisierten Systeme? Warum können auch unbescholtene Bürger und Unternehmen von Fehlmeldungen betroffen sein? Was bedeutet die Chatkontrolle für geschäftliche Kommunikation, Personalunterlagen und Berufsgeheimnisse? Wie konnte die Regelung trotz einer Mehrheit der abgegebenen Gegenstimmen das Parlament passieren? Welche Bedeutung hat dieses Verfahren für das Vertrauen in die europäischen Institutionen? Der Schutz von Kindern vor sexualisierter Gewalt ist ein zwingendes gesellschaftliches Ziel. Aber rechtfertigt dieses Ziel, die digitale Kommunikation von Millionen Menschen ohne individuellen Anlass automatisiert durchsuchen zu lassen? Für Unternehmen stellt sich zusätzlich die Frage, wie vertraulich geschäftliche E-Mails, Personalinformationen, Gesundheitsdaten und andere sensible Dokumente tatsächlich noch sind, wenn sie über große Kommunikations- und Cloudplattformen verarbeitet werden. Besonders betroffen sind Berufsgeheimnisträger wie Rechtsanwälte, Ärzte und Steuerberater, aber auch Arbeitgeber, Geschäftsführer und Personalabteilungen. Sandro Wulf ordnet die Entwicklung juristisch, unternehmerisch und aufgrund seiner persönlichen Erfahrungen mit staatlicher Überwachung in der DDR ein. Seine zentrale These: Eine technische Überwachungsstruktur bleibt nicht zwangsläufig auf den Zweck beschränkt, für den sie ursprünglich geschaffen wurde. Deshalb müssen wir frühzeitig darüber sprechen, welche Grenzen ein demokratischer Rechtsstaat auch bei einem legitimen und wichtigen Ziel einhalten muss. Rechtsanwälte Wulf & Collegen Ihre Kanzlei für Arbeitsrecht in Magdeburg und Stendal 🌐 Kanzlei und Rechtsberatung:https://www.kanzlei-wulf.de 🎙️ Podcast „Einfach Recht“:https://www.kanzlei-wulf.de/podcast/ 📚 Aktuelle Beiträge zum Arbeitsrecht:https://www.kanzlei-wulf.de/news/arbeitsrecht/ 📧 Kontakt:info@kanzlei-wulf.de 🔗 LinkedIn – Rechtsanwalt Sandro Wulf:https://www.linkedin.com/in/sandrowulf/ Abonnieren Sie „Einfach Recht – Antworten rund ums Arbeitsrecht“ und verpassen Sie keine neue Folge. Diese Folge dient der allgemeinen rechtlichen und politischen Information. Sie ersetzt keine individuelle rechtliche oder datenschutzrechtliche Beratung. #Chatkontrolle #EUChatkontrolle #Datenschutz #EUParlament #DigitaleÜberwachung #Grundrechte #Rechtsstaat #Demokratie #Unternehmen #Firmenmails #Cloud #Berufsgeheimnis #Kinderschutz #EinfachRecht #arbeitsrecht #rechtsanwalt #podcast

  2. Jul 13

    Die unterschätzte Elternzeit-Falle für Arbeitgeber!

    Die unterschätzte Elternzeit-Falle für Arbeitgeber Ein Mitarbeiter beantragt Elternzeit – aufgeteilt in mehrere Abschnitte über die nächsten Jahre. Für viele Arbeitgeber klingt das nach reiner Personalplanung. Ein aktuelles Urteil des Bundesarbeitsgerichts zeigt: Es steckt weit mehr dahinter. In dieser Folge geht es um die Entscheidung des BAG vom 18.06.2026 (Az. 2 AZR 213/25) und die Frage, die viele Personalabteilungen unterschätzen: Löst ein einziges, gebündeltes Elternzeitverlangen den besonderen Kündigungsschutz mehrfach aus – auch dann, wenn der Mitarbeiter gerade ganz normal arbeitet? Ich erkläre, warum das Gericht den Wortlaut des § 18 BEEG so auslegt, weshalb die sechsmonatige Wartezeit des Kündigungsschutzgesetzes hier keine Rolle spielt, und ob dadurch faktisch eine Kettenwirkung des Sonderkündigungsschutzes entsteht. Außerdem: der oft unterschätzte Zeitrahmen der Elternzeit – die meisten glauben, es geht nur um zwölf Monate. Tatsächlich kann sich der Anspruch über die ersten acht Lebensjahre eines Kindes erstrecken. Eine Folge für alle, die in Personalverantwortung stehen – ob als Geschäftsführung, HR oder Führungskraft. 📩 Kontakt zur Kanzlei Wulf & Collegen: https://kanzlei-wulf.de/kontakt/✉️ E-Mail: info@kanzlei-wulf.de🌐 Blog & weitere Informationen: https://www.kanzlei-wulf.de🎧 Spotify: https://open.spotify.com/show/6DT5FNmnN7k46IQvgPppMO🎧 Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/us/podcast/einfach-recht-antworten-rund-ums-arbeitsrecht/id1517321290 Wenn dir diese Folge geholfen hat: Abonniere „Einfach Recht" und hinterlasse gern eine Bewertung – so erreichst du, dass mehr Arbeitgeber und HR-Verantwortliche rechtssicher handeln können. Sandro Wulf Rechtsanwalt / Fachanwalt f. ArbG / zertifizierter Mediator

  3. Jul 5

    Arbeitsrecht im Umbruch? Was das Reformpaket wirklich taugt!

    Arbeitsrecht im Aufbruch? Was das Reformpaket der Bundesregierung für Arbeitgeber wirklich bedeutet Krankschreibung ab dem ersten Tag, sachgrundlose Befristung bis 48 Monate, weniger Kündigungsschutz für Hochverdiener, Steuerbonus auf Abfindungen: Das Reformpaket „Ein Programm für Aufschwung und Beschäftigung” der Bundesregierung sorgt für Schlagzeilen. Doch was davon ist geltendes Recht? Die klare Antwort: nichts. In dieser Folge ordne ich die 34 Punkte des Koalitionsausschusses ein und erkläre, warum Arbeitgeber, Geschäftsführer und HR-Verantwortliche jetzt nicht abwarten, sondern Einfluss nehmen sollten. Die Themen dieser Folge: Warum das Reformpaket kein Gesetz ist und wie das Gesetzgebungsverfahren wirklich abläuft. Die AU-Pflicht ab Tag 1 als Reform, die keine ist, denn § 5 EFZG erlaubt Arbeitgebern das schon heute. Befristung neu gedacht: 48 Monate, sechs Verlängerungen, gelockertes Vorbeschäftigungsverbot, und warum die Reform selbst ein Verfallsdatum trägt. Kündigungsschutz für Hochverdiener ab rund 177.000 Euro: Systembruch im KSchG? Abfindungen mit Steuervorteil: Warum Sprinterklauseln zum Standard im Aufhebungsvertrag werden. Klar, verständlich und ohne juristisches Fachchinesisch – genau so, wie Sie es von „Einfach Recht” kennen. Kanzlei Rechtsanwälte Wulf & Collegen – Magdeburg und Stendal Homepage und Termin online buchen: https://kanzlei-wulf.de/kontakt/ Sie haben ein Thema, das Sie gerne in einer der nächsten Folgen besprochen sehen wollen? Schicken Sie mir Ihre Frage oder Ihren Fallvorschlag (anonymisiert) per E-Mail an: sandro.wulf@kanzlei-wulf.de Wenn Ihnen diese Folge weitergeholfen hat: Abonnieren Sie „Einfach Recht” auf Spotify, Apple Podcasts oder YouTube. Hinterlassen Sie eine 5-Sterne-Bewertung – das hilft anderen, den Podcast zu finden. Ihr Sandro Wulf, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Arbeitsrecht und zertifizierter Mediator bei den Rechtsanwälten Wulf & Collegen in Magdeburg und Stendal. #Arbeitsrecht #Reformpaket #Befristung #Kündigungsschutz #KSchG #Abfindung #Krankschreibung #Arbeitsunfähigkeit #Aufhebungsvertrag #Arbeitgeber #HR #Mittelstand #FachanwaltArbeitsrecht #SandroWulf #WulfundCollegen #Magdeburg #Stendal #EinfachRecht #LegalPodcast #Personalrecht

  4. Jun 29

    Homeoffice - Gerichte greifen in die unternehmerische Entscheidung ein!

    Kein Homeoffice-Anspruch – und trotzdem verliert der Arbeitgeber? Warum eine Rückholanordnung ins Büro rechtlich scheitern kann. Viele Arbeitgeber gehen davon aus: Wurde Homeoffice nie vertraglich vereinbart, kann der Mitarbeiter jederzeit wieder ins Büro zurückbeordert werden. So einfach ist es nicht. In dieser Folge von „Einfach Recht“ bespreche ich eine aktuelle Entscheidung des Arbeitsgerichts Düsseldorf (Urteil vom 11.02.2026 – 3 Ca 6587/25). Das Gericht stellt klar: Allein eine jahrelang gelebte Homeoffice-Praxis begründet noch keinen Anspruch auf dauerhaftes Arbeiten von zu Hause. Trotzdem verlor der Arbeitgeber den Prozess. Warum? Weil das Gericht zwei Fragen sauber voneinander trennt: Entsteht durch jahrelanges Homeoffice ein vertraglicher Anspruch? Und wenn nicht: Unter welchen Voraussetzungen darf der Arbeitgeber sein Direktionsrecht ausüben und den Arbeitsort ändern? Ich erläutere, weshalb § 106 GewO in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle spielt, was unter einer Entscheidung nach „billigem Ermessen“ zu verstehen ist und welche Anforderungen Gerichte an die Begründung einer Rückholanordnung stellen. Außerdem ordne ich die Entscheidung kritisch ein und diskutiere die Frage, ob Gerichte unternehmerische Organisationsentscheidungen inzwischen intensiver überprüfen als früher. Wann entsteht durch Homeoffice ein vertraglicher Anspruch? Warum eine jahrelange Praxis allein regelmäßig nicht ausreicht. Die Bedeutung des Direktionsrechts nach § 106 GewO. Was „billiges Ermessen“ in der Praxis bedeutet. Warum der Arbeitgeber trotz fehlenden Homeoffice-Anspruchs den Prozess verlor. Welche Anforderungen künftig an Rückholanordnungen gestellt werden könnten. Konkrete Empfehlungen für Geschäftsführer, Personalabteilungen und Arbeitgeber. Wenn Sie Homeoffice-Regelungen ändern möchten, sollten Sie Ihre Entscheidung nicht nur treffen, sondern auch nachvollziehbar begründen und dokumentieren. Eine sorgfältige Ausübung des Direktionsrechts kann im Streitfall entscheidend sein. ArbG Düsseldorf, Urteil vom 11.02.2026 – 3 Ca 6587/25 Aktuelle Urteile, Praxistipps und Hintergrundbeiträge finden Sie im Blog der Rechtsanwälte Wulf & Collegen: 🌐 https://www.kanzlei-wulf.de Wenn Ihnen die Folge gefallen hat, freue ich mich über eine Bewertung, ein Abonnement und eine Weiterempfehlung an Geschäftsführer, HR-Verantwortliche und Kolleginnen und Kollegen. #Arbeitsrecht #Homeoffice #Personalmanagement #HR #Geschäftsführer #Direktionsrecht #Arbeitsvertrag #Führung #EinfachRecht #SandroWulf #KanzleiWulf #WulfUndCollegen

  5. Jun 18

    KI gegen die Justiz – Droht die digitale Überforderung der Gerichte?

    KI gegen die Justiz – Droht die digitale Überforderung der Gerichte? In dieser besonderen digitalen Folge von „Einfach Recht“ verlasse ich das klassische Format der Solo-Folge und nutze die Möglichkeiten moderner KI-Technologie, um ein Thema zu beleuchten, das die Zukunft unseres Rechtsstaates maßgeblich beeinflussen könnte. Künstliche Intelligenz verändert die juristische Arbeit bereits heute grundlegend. Anwälte, Unternehmen und sogar Privatpersonen können mit wenigen Klicks umfangreiche Schriftsätze, Klagen und rechtliche Stellungnahmen erstellen. Was früher Stunden oder Tage in Anspruch nahm, gelingt inzwischen innerhalb weniger Minuten. Doch während die Anwaltschaft und Rechtsuchende immer stärker auf KI setzen, stellt sich eine entscheidende Frage: Kann die Justiz mit dieser Entwicklung überhaupt Schritt halten? In dieser Episode spreche ich über die zunehmende technologische Schieflage zwischen den Gerichten auf der einen Seite und den Verfahrensbeteiligten auf der anderen Seite. Denn während KI die Erstellung von Klagen massiv beschleunigt, kämpfen viele Gerichte weiterhin mit Personalmangel, hohen Aktenbergen und einer oftmals nur teilweise digitalisierten Infrastruktur. Du erfährst: warum KI die Anzahl gerichtlicher Verfahren erheblich steigern kann, weshalb viele Gerichte bereits heute an ihre Belastungsgrenzen stoßen, welche Risiken durch automatisiert erzeugte Massen-Schriftsätze entstehen, warum fehlerhafte KI-Texte wertvolle richterliche Arbeitszeit binden, welche Pilotprojekte bereits den Einsatz von KI in der Justiz erproben, welche rechtlichen Grenzen für den Einsatz von KI durch Richter gelten, warum die Waffengleichheit zwischen Bürgern, Anwälten und Gerichten zunehmend unter Druck gerät, und welche Investitionen notwendig sind, um die Funktionsfähigkeit des Rechtsstaates langfristig zu sichern. Diese Folge richtet sich an Unternehmer, Personalverantwortliche, Juristen, Mitarbeiter von Behörden und alle, die verstehen möchten, welche Auswirkungen die Digitalisierung und Künstliche Intelligenz auf die deutsche Justiz haben werden. Denn die eigentliche Frage lautet nicht mehr, ob KI die juristische Arbeit verändert, sondern ob unsere Gerichte schnell genug auf diese Entwicklung reagieren können. 🌐 Kanzlei Wulf & Collegenhttps://www.kanzlei-wulf.de 🎙 Podcast „Einfach Recht“https://www.kanzlei-wulf.de/blog 💼 LinkedIn – Sandro Wulfhttps://www.linkedin.com/in/sandro-wulf/ 📘 Facebook – Rechtsanwälte Wulf & Collegenhttps://www.facebook.com/kanzleiwulf 📸 Instagram – Kanzlei Wulf & Collegenhttps://www.instagram.com/kanzleiwulf 📧 Kontaktinfo@kanzlei-wulf.de #Arbeitsrecht #Rechtsstaat #Justiz #KünstlicheIntelligenz #KI #LegalTech #Digitalisierung #Gerichte #Richter #Anwalt #Rechtsanwalt #EinfachRecht #SandroWulf #WulfUndCollegen #HR #Unternehmer #Deutschland #JuristischeKI #ZukunftDerJustiz #RechtUndTechnologie Melde dich gerne bei mir unter info@kanzlei-wulf.de. Abonniere den Podcast, um keine Folge zu verpassen, und hinterlasse mir gerne eine Bewertung, wenn dir die Episode gefallen hat. Schau dazu auch gern auf dem Blog der Kanzlei Wulf & Collegen unter www.kanzlei-wulf.de vorbei. Bis zur nächsten Folge – bleib rechtlich auf der sicheren Seite! Dein Sandro Wulf, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Arbeitsrecht und zertifizierter Mediator.

  6. Jun 14

    Zwischenzeugnis Teil 2 - Die Zeugnisfalle!

    Die Zeugnisfalle – Teil 2 zum Zwischenzeugnis!Warum ein gutes Zwischenzeugnis Jahre später zum Problem des Arbeitgebers werden kann! Ein Zwischenzeugnis wirkt auf den ersten Blick wie eine Formalität. Der Mitarbeiter fragt danach, die Personalabteilung erstellt es und häufig wird lieber etwas zu positiv formuliert, um Diskussionen zu vermeiden. Doch genau darin liegt eine erhebliche Gefahr. Denn was heute als freundliche Bewertung formuliert wird, kann morgen im Kündigungsschutzprozess, bei einer Abmahnung oder beim Streit um das Endzeugnis zum Problem werden. In dieser Folge von Einfach Recht zeige ich, warum Arbeitgeber Zwischenzeugnisse nicht unterschätzen sollten und welche rechtlichen Folgen sich aus einem zu guten Zwischenzeugnis ergeben können. Im Mittelpunkt steht die Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts zur Bindungswirkung von Zwischenzeugnissen. Das BAG hat entschieden, dass der Arbeitgeber bei der Erteilung eines späteren Endzeugnisses grundsätzlich an die Bewertungen eines zuvor erteilten Zwischenzeugnisses gebunden ist, soweit dieselben Zeiträume betroffen sind. Eine spätere Abweichung ist nur möglich, wenn sich Leistung oder Verhalten des Arbeitnehmers nach Erteilung des Zwischenzeugnisses wesentlich verändert haben. In dieser Folge erfahren Sie: ✅ Warum Zwischenzeugnisse vor Gericht eine erhebliche Rolle spielen können ✅ Weshalb ein zu positives Zwischenzeugnis spätere Kündigungen erschweren kann ✅ Welche Auswirkungen Zwischenzeugnisse auf Abmahnungen und Endzeugnisse haben ✅ Warum Arbeitgeber Leistungsänderungen dokumentieren sollten ✅ Welche Bedeutung die BAG-Entscheidung vom 16.10.2007 – 9 AZR 248/07 hat ✅ Wie Arbeitgeber Zwischenzeugnisse strategisch sinnvoll einsetzen können ✅ Warum ein Zwischenzeugnis häufig Anlass für ein wichtiges Mitarbeitergespräch sein sollte Für Arbeitgeber, Geschäftsführer, Personalverantwortliche und HR-Abteilungen ist diese Folge besonders relevant. Denn häufig liegt das Risiko nicht in der Frage, ob ein Zwischenzeugnis erteilt werden muss, sondern in der Frage, was darin steht. BAG, Urteil vom 16.10.2007 – 9 AZR 248/07, NZA 2008, 298 Der Arbeitgeber ist bei der Erteilung eines Endzeugnisses grundsätzlich an die Bewertungen eines zuvor erteilten Zwischenzeugnisses gebunden, soweit dieselben Zeiträume betroffen sind. Eine spätere Abweichung setzt nachvollziehbare Veränderungen in Leistung oder Verhalten des Arbeitnehmers voraus. Rechtsanwälte Wulf & CollegenArbeitsrecht für Arbeitgeber, Geschäftsführer, HR-Abteilungen und Arbeitnehmer 📧 E-Mail: info@kanzlei-wulf.de 🌐 Website: https://kanzlei-wulf.de 🎙️ Podcast „Einfach Recht“https://www.kanzlei-wulf.de/einfachrecht 💼 LinkedIn – Sandro Wulfhttps://de.linkedin.com/in/kanzleiwulfmd 📸 Instagram – Wulf & Collegenhttps://www.instagram.com/kanzleiwulf/ ▶️ YouTube – Rechtsanwälte Wulf & Collegenhttps://www.youtube.com/@rechtsanwalteundfachanwalt1379 🎧 Spotify – Einfach Rechthttps://open.spotify.com/show/6DT5FNmnN7k46IQvgPppMO 📘 Facebook – Rechtsanwälte Wulf & Collegenhttps://www.facebook.com/kanzleiwulf Wenn Ihnen die Folge gefallen hat, freue ich mich über ein Abo, eine Bewertung und das Teilen der Folge mit Kollegen, Führungskräften und Personalverantwortlichen. #Arbeitsrecht #Zwischenzeugnis #Arbeitszeugnis #Kündigung #Personalabteilung #HR #Arbeitgeber #Geschäftsführer #BAG #Zeugnisrecht #KanzleiWulf #EinfachRecht #SandroWulf #Arbeitsvertrag #Personalführung #Kündigungsschutz #Rechtsanwalt #FachanwaltArbeitsrecht

  7. May 31

    KI - Richtlinie 2026!

    KI-Richtlinien im Unternehmen 2026 – Was Arbeitgeber jetzt wissen müssen Ab dem 2. August 2026 gilt die EU-KI-Verordnung (AI Act) vollständig. Viele Unternehmen haben noch keine KI-Nutzungsrichtlinie, keine Betriebsvereinbarung und keine Schulungsnachweise – obwohl Teile der Verordnung bereits seit Februar 2025 gelten. In dieser Folge von Einfach Recht ordne ich ein, was das für Arbeitgeber, HR-Verantwortliche und Betriebsräte konkret bedeutet. Darum geht es in dieser Folge: Was die KI-Verordnung seit Februar 2025 und seit August 2026 verbindlich vorschreibt – und welche Fristen noch ausstehen. Warum private KI-Nutzung durch Mitarbeiter (eigener ChatGPT-Account, kein Firmenaccount) und betrieblich eingeführte KI-Systeme rechtlich zwei völlig verschiedene Welten sind. Wann der Betriebsrat nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG zwingend beteiligt werden muss – und was passiert, wenn das unterbleibt. Welche KI-Systeme seit dem 2. Februar 2025 absolut verboten sind (Emotionserkennung, Social Scoring, biometrische Echtzeit-ID) und welche Bußgelder drohen. 7 konkrete Compliance-Schritte, die Sie als Arbeitgeber sofort angehen können. Am Ende der Folge wissen Sie: Welche KI-Tools in Ihrem Unternehmen sofort geprüft werden müssen.Was eine rechtssichere Betriebsvereinbarung zu KI mindestens enthalten muss.Wie Sie Schulungspflichten nach Art. 4 KI-VO nachweissicher erfüllen.Wo die härtesten Bußgeldrisiken liegen – und wie Sie sie vermeiden. Mehr Informationen:www.kanzlei-wulf.de Kontakt:info@kanzlei-wulf.de 🌐 Homepage:https://kanzlei-wulf.de 📧 Kontakt:info@kanzlei-wulf.de 🔗 LinkedIn:https://www.linkedin.com/in/sandro-wulf-arbeitsrecht📸 Instagram:https://www.instagram.com/kanzleiwulf/▶️ YouTube:https://www.youtube.com/channel/UCrQwjHCOFa81UwDsWw9oDiQ🎧 Spotify:https://creators.spotify.com/pod/profile/sandro-wulf📘 Facebook:https://facebook.com/@einfachrecht Rechtliche Fundstellen dieser Folge: VO (EU) 2024/1689 – KI-Verordnung (AI Act), Art. 4, 5, 26, 50, Anhang III Nr. 4§ 87 Abs. 1 Nr. 6, § 95, § 80 Abs. 2 BetrVG§ 106 GewO | § 613 BGB | Art. 22, 28, 35 DSGVOBAG, 8.3.2022, Az. 1 ABR 20/21 (Microsoft 365 – Mitbestimmungspflicht)ArbG Hamburg, Januar 2024, Az. 24 BVGa 1/24 (private KI-Nutzung)

  8. May 25

    Greift der Staat jetzt in die Unternehmerfreiheit ein?

    Mitbestimmung oder Mitregierung?Greift der Staat jetzt in die Unternehmerfreiheit ein? Die Fraktion Die Linke fordert aktuell eine massive Ausweitung der Mitbestimmung in Unternehmen. Diskutiert werden stärkere Beteiligungsrechte von Betriebsräten bei: Investitionsentscheidungen,Produktionsentscheidungen,Standortfragen,Transformationsprozessen,Digitalisierung und KI-Systemen.Teilweise steht sogar ein echtes Initiativrecht im Raum. Doch was bedeutet das eigentlich praktisch für Unternehmen in Deutschland? Wo endet soziale Mitbestimmung — und wo beginnt wirtschaftliche Mitregierung? In dieser Folge analysiere ich die aktuellen politischen Anträge juristisch, wirtschaftlich und strategisch: Warum diese Forderungen tief in die unternehmerische Leitungsfreiheit eingreifen könntenWeshalb die Diskussion verfassungsrechtlich hochsensibel istWelche Auswirkungen dies auf Investitionen und den Standort Deutschland haben kannWarum viele Unternehmen diese Entwicklung derzeit unterschätzenUnd weshalb die eigentliche Veränderung oft schrittweise erfolgt — über Digitalisierung, KI-Mitbestimmung und neue BeteiligungsrechteDabei geht es nicht um politische Polemik, sondern um eine nüchterne arbeitsrechtliche und wirtschaftliche Einordnung. Denn am Ende steht eine entscheidende Frage: Wer führt künftig eigentlich noch das Unternehmen? Ein Unternehmer, der das wirtschaftliche Risiko trägt?Oder zunehmend kollektive Mitbestimmungsorgane? Eine kritische Folge für: GeschäftsführerUnternehmerHR-AbteilungenFührungskräfteBetriebsräteund alle, die sich mit der Zukunft des Arbeitsrechts beschäftigen.Rechtsanwalt Sandro WulfFachanwalt für Arbeitsrecht & zertifizierter Mediator Mehr Informationen:www.kanzlei-wulf.de Kontakt:info@kanzlei-wulf.de 🌐 Homepage:https://kanzlei-wulf.de 📧 Kontakt:info@kanzlei-wulf.de 🔗 LinkedIn:https://www.linkedin.com/in/sandro-wulf-arbeitsrecht 📸 Instagram:https://www.instagram.com/kanzleiwulf/ ▶️ YouTube:https://www.youtube.com/channel/UCrQwjHCOFa81UwDsWw9oDiQ 🎧 Spotify:https://creators.spotify.com/pod/profile/sandro-wulf 📘 Facebook: https://facebook.com/@einfachrecht

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Die moderne Arbeitswelt im deutschen Arbeitsrecht. Hier geht es um Themen rund ums Verhältnis des Arbeitgebers, Mitarbeiter, Betriebsrat, Personalrat und weiterer Beteiligter. Aktuelle Tendenzen in der Rechtsprechung, der Gesetzgebung und Gestaltung von Arbeitsverhältnissen.

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