DER HARLEYSITE PODCAST

Volker Wolf

Der Harleysite Podcast rund um das Thema Harley-Davidson. Die Harleysite ist im deutschsprachigem Raum, der führende und älteste Blog über Harley-Davidson. Alles was aktuell und wichtig ist, findet ihr auf www.harleysite.de und natürlich im Podcast Bereich. Ich hoffe ihr habt ein wenig Spaß daran und fühlt euch immer gut informiert. Volker Wolf

  1. 1d ago

    Harley-Davidson Quartalszahlen Q2 2026: Gewinn sinkt, Prognose steigt

    Harley-Davidson Quartalszahlen Q2 2026 im Detail Die Harley-Davidson Quartalszahlen für das zweite Quartal 2026 lesen sich auf den ersten Blick widersprüchlich. Der Umsatz sinkt um 6 Prozent auf 1,23 Milliarden US-Dollar, der Nettogewinn bricht um 26 Prozent auf 80 Millionen US-Dollar ein. Und trotzdem hebt das Unternehmen aus Milwaukee die Jahresprognose an. Wer genauer hinschaut, erkennt schnell, warum beides zusammenpasst. Das Kerngeschäft mit Motorrädern wächst wieder, während der Gewinnrückgang fast vollständig auf den gewollten Umbau der Finanzsparte HDFS zurückgeht. ----more---- Bei den Analystenerwartungen liefert Harley-Davidson beim Gewinn klar ab. 0,75 US-Dollar je Aktie stehen erwarteten 0,64 US-Dollar gegenüber, ein Plus von rund 17 Prozent über Konsens. Beim Umsatz gehen die Einschätzungen der Finanzdienste auseinander. Während StockStory einen deutlichen Beat gegenüber erwarteten 1,17 Milliarden US-Dollar sieht, wertet Benzinga den Umsatz als knapp unter der Konsensschätzung. Die Dienste legen offenbar unterschiedliche Schätzungen zugrunde. Motorradgeschäft wächst, Finanzsparte bremst Die eigentliche Nachricht steckt im Segmentblick. Das Motorradgeschäft HDMC steigert den Umsatz um 6 Prozent und verbessert die operative Marge von 5,9 auf 6,6 Prozent. Das operative Ergebnis der Sparte legt um 18 Prozent auf 72 Millionen US-Dollar zu, das bereinigte EBITDA ebenfalls um 18 Prozent auf 115 Millionen US-Dollar. Nach dem schwachen Jahr 2025 mit einem HDMC-Betriebsverlust von 29 Millionen US-Dollar ist das eine spürbare Trendwende. CEO Artie Starrs, seit Oktober 2025 im Amt, spricht von Stärke im heimischen Retail-Geschäft und sieht die Turnaround-Strategie auf Kurs. Dazu gehört die Rückbesinnung auf das klassische Markenprofil ebenso wie günstigere Einstiegsmodelle ab rund 10.000 US-Dollar, mit denen jüngere Fahrer gewonnen werden sollen. Auch neue Modelle wie die in Sturgis erwartete Deadwood stehen für diesen Kurs. HDFS-Umbau kostet kurzfristig Gewinn Dass der Konzerngewinn trotzdem deutlich sinkt, liegt vor allem an der Finanzsparte. Harley-Davidson Financial Services wurde mit dem Deal mit KKR und PIMCO auf ein kapitalschonendes Modell umgestellt. Der Spartenumsatz halbiert sich dadurch mehr als, das operative Ergebnis fällt von 71 auf 22 Millionen US-Dollar. Dieser Rückgang ist eingeplant, denn die Sparte hatte zuvor eine Milliarde US-Dollar Dividende an den Konzern ausgeschüttet. Dazu kommen höhere Rohstoffkosten, ein ungünstigerer Produktmix und Währungseffekte, welche die Bruttomarge von 28,6 auf 27,5 Prozent drücken. Eine Zollrückerstattung wirkte dem entgegen, konnte die Belastungen aber nicht vollständig ausgleichen. Retail nach Regionen: Europa bleibt das Sorgenkind Für europäische Fahrer ist das die zentrale Erkenntnis dieser Quartalszahlen. Der Turnaround findet bislang vor allem in den USA statt. Während Nordamerika um 3 Prozent zulegt, verliert die Region EMEA erneut 9 Prozent. Die Europa-Tour von Artie Starrs im Januar mit Stationen in zehn Städten hat sich in den Verkaufszahlen noch nicht niedergeschlagen. Immerhin gibt es aus Händlersicht eine gute Nachricht. Die weltweiten Lagerbestände liegen 17 Prozent unter Vorjahr, die Höfe sind aufgeräumt und der Preisdruck durch Überbestände nimmt ab. Angehobene Jahresprognose 2026 Bemerkenswert ist vor allem die Ergebnisprognose für das Motorradgeschäft. Noch im Frühjahr hielt Harley-Davidson dort einen operativen Verlust für möglich. Jetzt steht ein klar positiver Korridor im Plan. Die neue Retail-Spanne läge zudem erstmals wieder über dem Vorjahreswert von 132.535 verkauften Motorrädern. Internationale Pressestimmen Die Nachrichtenagentur Reuters, deren Meldung weltweit übernommen wurde, führt den Gewinnrückgang nüchtern auf Rohstoffkosten, Produktmix und Währungseffekte zurück und verweist auf die Strategie günstigerer Einstiegsmodelle. Das US-Portal Benzinga schreibt, der Turnaround gewinne an Momentum, merkt aber an, dass die Aktie vorbörslich dennoch leicht auf rund 27 US-Dollar nachgab. Das Wirtschaftsmagazin Quartz stellt den scheinbaren Widerspruch aus sinkendem Gewinn und angehobener Prognose in den Mittelpunkt. Der Analysedienst StockStory sieht Umsatz und Gewinn klar über den Erwartungen, bleibt für die kommenden zwölf Monate aber skeptisch und rechnet weiter mit rückläufigen Umsätzen. In Frankreich übernahm Boursorama die Reuters-Meldung mit Fokus auf die gestiegenen Materialkosten. Auffällig ist, dass die Börse den Gewinnsprung über den Erwartungen bislang nicht honoriert. Der Markt will offenbar erst Beweise sehen, dass die Erholung im Handel kein Einmaleffekt ist. Einordnung: Was die Zahlen für Europa bedeuten Das zweite Quartal 2026 ist der bislang deutlichste Beleg, dass der Kurs von Artie Starrs im Kerngeschäft greift. Die Bilanz ist aufgeräumter, als die Schlagzeilen vermuten lassen. Wer nur den Gewinnrückgang von 26 Prozent liest, übersieht das wachsende Motorradgeschäft, die niedrigen Händlerbestände und die komfortable Cash-Position von 1,9 Milliarden US-Dollar. Dazu kommen im ersten Halbjahr 158 Millionen US-Dollar für Aktienrückkäufe und 41 Millionen US-Dollar an Dividenden. Offen bleibt die Frage, wann die Trendwende in Europa ankommt. Die 13 angekündigten neuen Modelle auf neuer Plattform und die günstigeren Einstiegsmaschinen dürften dafür die entscheidenden Hebel sein. Das dritte Quartal, traditionell das wichtigste Verkaufsquartal, wird zum eigentlichen Lackmustest für den Turnaround. Quellen: Offizielle Quartalsmitteilung von Harley-Davidson (PR Newswire und Investor Relations), Reuters, Benzinga, Quartz, StockStory, Boursorama. Alle Zahlen wurden über mehrere unabhängige Quellen verifiziert. Titelbild auf Basis eines Harley-Davidson Pressefotos der Deadwood 2026 https://www.harleysite.de/harley-davidson-quartalszahlen-q2-2026/

  2. 2d ago

    Harley Days Willingen 2026: Wie eine Marke einen Ort in die Welt trägt

    Ein Sauerland-Ort geht um die Welt Fünf Tage lang gehörte das Sauerland den Motorrädern. Von Mittwoch, dem 8. Juli, bis Sonntag, dem 12. Juli 2026, verwandelte sich Willingen in den größten Treffpunkt der Harley-Davidson-Gemeinde in Europa. Über 40.000 Besucher kamen in das Upland, ein neuer Rekord nach den mehr als 30.000 Gästen im Vorjahr. Doch die eigentliche Geschichte dieses Wochenendes steht nicht allein in der Besucherstatistik. Sie steht auf der Landkarte. Denn was die Harley Days Willingen 2026 vor allem geleistet haben, ist dies. Sie haben den Namen Willingen weit über das Sauerland hinausgetragen. Die Harley Days Willingen 2026 waren die erste Ausgabe als offizielles Main Event von Harley-Davidson Germany. Mit diesem Status kommt eine Reichweite, die kein Ort dieser Größe aus eigener Kraft erzeugen könnte. Harley-Davidson gibt Willingen eine internationale Bühne, und Willingen hat diese Bühne 2026 mit Leben gefüllt.   ----more---- Internationale Strahlkraft, die schon im Frühjahr begann Wie groß die mediale Wucht der Marke am Standort inzwischen ist, zeigte sich bereits vor dem Sommer. Schon die Snow Show im Frühjahr brachte mediale Berichte bis in die USA und sorgte für eine breite Aufmerksamkeit, die weit über die klassische Motorradpresse hinausreichte. Was im Winter begann, setzte sich im Juli fort. Die Harley Days sind längst mehr als ein Treffen. Sie sind eine Plattform. Die Buchpremiere von „Born to be Fierek“ von Wolfgang Fierek feierte ihre Vorstellung auf dem Event, begleitet von einem großen medialen Marketing in Rundfunk, Fernsehen und Presse. Und mit MontanaBlack, dem reichweitenstärksten deutschen Influencer, war eine der größten Social-Media-Stimmen des Landes mit vielen seiner Freunde vor Ort. Seine Energydrink-Marke GÖNRGY trat dabei zugleich als Eventpartner der Harley Days auf und verband die Reichweite eines Millionenpublikums direkt mit dem Geschehen in Willingen. Jeder dieser Bausteine multipliziert die Sichtbarkeit des Ortes ein weiteres Mal. Auch das Publikum machte den internationalen Charakter greifbar. Unter den Gästen waren Bikerinnen und Biker aus Deutschland, den Benelux-Ländern, Dänemark, Schottland und der Schweiz, um nur einige Länder zu nennen. Willingen war für ein Wochenende ein europäischer Treffpunkt. Von Willingen bis Winterberg: die ganze Region wird zur Bühne Anders als in den Vorjahren blieb das Geschehen 2026 nicht auf der Festwiese hinter dem Sauerland Stern Hotel. Bereits am Mittwoch bezog der Willinger Ortskern das Event mit ein, mit Live-Musik in den Straßen und einem Ort, der die Biker nicht duldete, sondern empfing. Von dort griff die Veranstaltung auf die gesamte Region über. Das Event breitete sich in diesem Jahr bis nach Winterberg aus. Wer am Wochenende durch das Sauerland fuhr, sah vor allem eines. Harley-Fahrer. Sie waren einfach überall. Das Herz blieb das Harley Village. Mehr als 100 Händler und Customizer präsentierten Maschinen, Teile und Bekleidung, eine Fahrstraße führte mitten über das Gelände, der Eintritt war frei. Neuer Ankerpunkt war die Harley-Davidson EXPO, die das Markengeschehen an einem Ort bündelte und der Veranstaltung ein Zentrum gab. Von dieser Reichweite profitiert nicht nur der Veranstaltungsort, sondern die gesamte Region. Willingen steht im Rampenlicht, doch die Gäste füllen die Hotels, Pensionen, Gastronomiebetriebe und Straßen weit über die Ortsgrenzen hinaus. Der Ort und die Region rücken für ein Wochenende gemeinsam ins Zentrum der Aufmerksamkeit, und beide tragen den Namen des Sauerlands weiter, als es jede klassische Tourismuswerbung könnte. Custombike Show, Probefahrten und volles Bühnenprogramm Der handwerkliche Höhepunkt gehörte der Custombike Show. Am Samstag, dem 11. Juli, standen die schönsten Umbauten im Mittelpunkt, bewertet von einer Fachjury. Wer selbst fahren wollte, kam bei den geführten Probefahrten durch das Willinger Upland zum Zug.   Am Abend übernahm die Musik. Auf der Hauptbühne und in der Konzerthalle spielten unter anderem Stevie X, Jimmy Cornett and the Deadmen, Lost Brotherhood und Cherry Gang. Dazu kamen Programmpunkte, die 2026 neu waren oder ausgebaut wurden, darunter die erwähnte Buchpremiere, Hubschrauber-Rundflüge über das Sauerland und die neue Jack’s Inn Area als zusätzlicher Treffpunkt.   Den emotionalen Höhepunkt setzte der Samstagabend. Ein großes Feuerwerk erleuchtete über elf Minuten lang den Himmel über Willingen und verwandelte das Gelände in eine gemeinsame Bühne für Zehntausende. Wer in diesem Moment im Village stand, verstand ohne weitere Worte, warum die Harley Days längst mehr sind als ein Motorradtreffen.   Ein Auftritt wie aus einem Guss Einer der elementaren Bausteine dieses Erfolgs war der sichtbare, geschlossene Auftritt. Alle Beteiligten in der Gastronomie, auf dem Eventgelände und selbst die Mitarbeiter der Company trugen das gleiche Crew-Shirt. Dieser gemeinsame Auftritt machte aus vielen einzelnen Akteuren ein Team und sendete ein klares Signal an die Gäste. Hier zieht der Ort mit der Marke an einem Strang. Das Ergebnis war ein Gefühl, das die Besucher mitnahmen. Sie waren im Sauerland willkommen. Genau diese Willkommenskultur ist das Fundament, auf dem die Strahlkraft der Harley Days ruht. Ein Event kann noch so groß sein, tragfähig wird es erst, wenn die Gäste sich als Teil des Ortes fühlen. Behörden als Partner mit Weitblick Welchen Stellenwert die Harley Days inzwischen genießen, zeigt auch ein Blick auf die politische Ebene. Landrat van der Horst vom Landkreis Waldeck-Frankenberg hat die Schirmherrschaft über das Event übernommen und stellt sich damit sichtbar hinter die Veranstaltung. Ein Signal, das weit über eine Formalie hinausgeht und die Bedeutung der Harley Days für Ort und Region auch offiziell bestätigt. In Willingen haben wir am vergangenen Wochenende wieder gemerkt, wie wichtig eine gute Zusammenarbeit mit den Behörden ist. Gespräche auf Augenhöhe sind ein elementarer Teil des Events. Genau das müssen wir uns bewahren.   Ein Wochenende mit über 40.000 Gästen verlangt zudem eine souveräne Organisation im Hintergrund. Die Behörden begleiteten das Spektakel ruhig und routiniert und standen mit dem Veranstalter in ständigem Kontakt. Ziel ist es, das Event zukunftsorientiert in die richtigen Bahnen zu lenken. Es gibt immer etwas, das sich verbessern lässt, damit die Harley Days in diesem Zeitraum wirklich ein Teil von Willingen sind und jeder mitgenommen wird. Dieser partnerschaftliche Ansatz zwischen Marke, Ort und Behörden ist der Grund, warum das Event nicht nur groß, sondern auch nachhaltig ist. Die Harley Days werden den Ort im Sauerland dauerhaft prägen.   Was 2026 gezeigt hat Die Harley Days Willingen 2026 haben bewiesen, dass ein Markenevent groß und trotzdem nahbar sein kann. Die Aufwertung zum Main Event hat dem Wochenende internationale Reichweite gegeben, ohne den Charakter zu verändern, der Willingen ausmacht. Die Marke trägt den Namen des Ortes in die Welt, und der Ort gibt der Marke ein Zuhause. Am Ende gewinnen beide, der Ort und die Region. Willingen und das gesamte Sauerland stehen sichtbarer da als je zuvor, wirtschaftlich wie im Ansehen, und diese Wirkung reicht weit über das Veranstaltungswochenende hinaus. Genau das ist das eigentliche Kapital dieser Harley Days. Ausblick: Harley Days Willingen 2027  Der Termin steht bereits. Vom 7. bis 11. Juli 2027 geht das Main Event in die nächste Runde. Wer 2026 dabei war, wird die Erwartung an 2027 hoch ansetzen, und die Veranstalter haben mit dieser Ausgabe die Messlatte selbst gelegt. Alle Informationen, Termine und Neuerungen zur kommenden Ausgabe sammeln wir laufend auf der Seite zu den Harley Days Willingen 2027. Willingen und Harley-Davidson haben 2026 gezeigt, was gemeinsam möglich ist. 2027 wird die nächste Gelegenheit, diese Geschichte weiterzuschreiben. #ride https://www.harleysite.de/review-harley-days-willingen-2026/

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