Kurzerklärt - Der Jurapodcast

Nomos Verlag & Sebastian Baur

Der Lern-Podcast für Jurastudium, Referendariat und Staatsexamen. Kurzerklärt – Der Jurapodcast ist deine digitale Arbeitsgemeinschaft zum Anhören. Wir begleiten dich verständlich, strukturiert und auf Augenhöhe durch das Jurastudium, das Referendariat und die Vorbereitung auf das Erste und Zweite Staatsexamen. In jeder Folge bereiten wir die wichtigsten Themen aus Öffentlichem Recht, Strafrecht und Zivilrecht kompakt, verständlich und klausurorientiert auf. Egal ob Gutachtenstil, Prüfungsschemata, klassische Fälle oder aktuelle Examensprobleme: Hier bekommst du juristisches Wissen so erklärt, dass du es wirklich lernen, wiederholen und in der Klausur anwenden kannst. Ideal für die Examensvorbereitung, zum Wiederholen und für unterwegs – dein Jura-Podcast für Studium, Referendariat und Examen.

  1. 20h ago

    Erstsemesterfolge: Schwerpunktsetzung und Meinungsstreit in der Klausur | Teil 1

    Willkommen zu einem Doppel in unserer Erstsemester-Reihe! In diesen beiden Folgen geht es um zwei Fähigkeiten, die in jeder Klausur über die Note entscheiden und die eng zusammenhängen: die Darstellung und Lösung von Meinungsstreiten (Teil 1) und die richtige Schwerpunktsetzung (Teil 2). Im ersten Teil klären wir, was ein Meinungsstreit überhaupt ist und — besonders wichtig — wann ihr ihn ausführen müsst. Die entscheidende Regel: Ein Streit wird nur dann dargestellt und entschieden, wenn die verschiedenen Ansichten im konkreten Fall zu unterschiedlichen Ergebnissen führen. Wir zeigen den sauberen Aufbau — das Problem aus dem Sachverhalt heraus aufwerfen, die vertretenen Ansichten mit ihren Argumenten darstellen (eine Ansicht, andere Ansicht, Rechtsprechung bzw. herrschende Meinung) und erst dann entscheiden, wenn es nötig ist. Dabei geht es um echtes Argumentieren mit den Auslegungsmethoden (Wortlaut, Systematik, Historie, Telos) und darum, dass es in der Klausur auf die vertretbare, gut begründete Lösung ankommt, nicht auf die „richtige”. Ein zentraler Punkt: Streitstände werden immer am Fall abgehandelt, nie als abstrakter Lehrbuchexkurs. Im zweiten Teil geht es um die Schwerpunktsetzung — die Kunst, zu erkennen, worauf es im konkreten Fall ankommt. Wir zeigen, wie ihr Schwerpunkte identifiziert (Hinweise im Sachverhalt, ungewöhnliche Details, der Bearbeitervermerk), wie ihr eure Zeit und euren Platz entsprechend verteilt und wie ihr die Steuerung zwischen ausführlichem Gutachtenstil für Problematisches und knappem Stil für Unproblematisches beherrscht. Und wir sprechen über die typischen Fehler: Nebenschauplätze ausbreiten, das Hauptproblem übersehen oder alles gleich wichtig behandeln. Zusammen geben euch die beiden Folgen das Werkzeug, um in der Klausur das Wesentliche zu treffen und es überzeugend darzustellen. Ihr erfahrt, was ein Meinungsstreit ist und wann ihr ihn überhaupt darstellen und entscheiden müsstwie ihr einen Streit sauber aufbaut — Problem aufwerfen, Ansichten mit Argumenten darstellen, begründet entscheidenwie ihr mit den Auslegungsmethoden argumentiert und warum es auf die vertretbare Lösung ankommtwie ihr Schwerpunkte im Sachverhalt und im Bearbeitervermerk erkennt und Zeit sowie Platz richtig verteiltwelche typischen Fehler ihr bei Streitdarstellung und Schwerpunktsetzung vermeidetSupport the show 🔗 Links & Ressourcen:  🌐 Unsere Website 🎙️ Alle Folgen & Infos 🗞️Podcast Recht Aktuell 📋Playlists nach Fachgebiet sortiert: Alle Folgen Strafrecht Alle Folgen Öffentliches Recht Alle Folgen Zivilrecht Alle Folgen Ersti-Woche 🤝 Unterstütze uns:  ⭐️ Bewerte unseren Podcast → auf Spotify & Apple Podcasts 📢 Empfiehl uns weiter → an deine Kommiliton:innen & Kolleg:innen 📱 Folge uns auf Social Media:  Instagram LinkedIn Kurzerklärt LinkedIn Sebastian Baur

    Erstsemesterfolge: Schwerpunktsetzung und Meinungsstreit in der Klausur | Teil 1
  2. 1d ago

    SR271 Strafrecht AT | Vorsatz | Gegenstand des Vorsatzes

    🎙️ Neues Jahr, neue Struktur — ab 1. Januar! Kurzerklärt bekommt einen neuen Rhythmus für deinen Weg vom ersten Verstehen bis zur Klausur: Öffentliches Recht, Zivilrecht und Strafrecht ziehen in jeweils eigene Podcasts, sodass du genau dein Rechtsgebiet abonnieren kannst. Jede Woche nach festem Plan — montags Grundlagen in der Erklär-AG, mittwochs Wiederholung mit Karteikarten, freitags ein aktuelles Urteil eingeordnet, samstags Anwendung in der Großen Übung. Verstehen, wiederholen, einordnen, anwenden. Dazu bei „Mehr Kaffee als Kommentar”: dienstags Examensvorbereitung, donnerstags Referendariat, sonntags die klassische Folge — und für alle Saarheim-Fans jeden zweiten Sonntag ein neuer Saarheimer Fall. Such dir deine Podcasts aus, abonniere sie und sei zum Start dabei: Dein Rechtsgebiet. Dein Rhythmus. Folgenbeschreibung: Weiter geht es mit den Grundlagen zum Vorsatz — und heute dreht sich alles um die zentrale Frage: Worauf muss sich der Vorsatz eigentlich beziehen? Nach einer kurzen Wiederholung der letzten Folge (Wissen und Wollen der Tatbestandsverwirklichung, Wissens- und Willenselement, Koinzidenzprinzip nach § 16 Abs. 1 Satz 1, § 8 StGB sowie § 15 StGB als vor die Klammer gezogene AT-Norm) arbeiten wir uns anhand kleiner Fälle durch die verschiedenen Deliktsarten. Ausgangspunkt ist der Grundsatz: Der Vorsatz muss alle objektiven Tatbestandsmerkmale erfassen — es muss Kongruenz von objektivem und subjektivem Tatbestand bestehen (§ 16 StGB). Was das konkret heißt, zeigen wir Schritt für Schritt: bei Erfolgsdelikten (Handlung, Erfolg und Kausalverlauf in seinen wesentlichen Zügen — Laptop-Fall) und Tätigkeitsdelikten (§ 153 StGB), bei den objektiven Bedingungen der Strafbarkeit, die gerade nicht vom Vorsatz umfasst sein müssen (§ 231 StGB, Schlägerei), bei Unterlassungsdelikten (§ 13 StGB, Kenntnis der garantenstellungsbegründenden Umstände) und bei Qualifikationen (§ 224 StGB). Besonders wichtig sind die Erfolgsqualifikationen: Hier muss sich der Vorsatz auf das Grunddelikt beziehen, für die schwere Folge genügt nach § 18 StGB wenigstens Fahrlässigkeit (§ 227 StGB — Merksatz: Vorsatz hinsichtlich des Grunddelikts, mindestens Fahrlässigkeit hinsichtlich der besonderen Folge). Dazu ordnen wir Regelbeispiele als Strafzumessungsregeln ein (§ 243 StGB) und die überschießende Innentendenz, bei der eine besondere Absicht über den objektiven Tatbestand hinaus festzustellen ist (Zueignungsabsicht bei § 242 StGB, Bereicherungsabsicht bei §§ 263, 253 StGB). Zum Abschluss übertragen wir alles in den Gutachtenstil: Wie ihr den subjektiven Tatbestand sauber aufbaut und welche drei Klausurregeln ihr euch merken solltet. Ihr erfahrt, warum der Vorsatz grundsätzlich alle objektiven Tatbestandsmerkmale erfassen muss (Kongruenz, § 16 StGB)worauf sich der Vorsatz bei Erfolgs-, Tätigkeits- und Unterlassungsdelikten beziehtwarum objektive Bedingungen der Strafbarkeit (§ 231 StGB) nicht vom Vorsatz umfasst sein müssenwie Qualifikationen, Erfolgsqualifikationen (§ 18 StGB) und Regelbeispiele subjektiv zu behandeln sindwas die überschießende Innentendenz verlangt und wie ihr den subjektiven Tatbestand im Gutachten aufbautSupport the show 🔗 Links & Ressourcen:  🌐 Unsere Website 🎙️ Alle Folgen & Infos 🗞️Podcast Recht Aktuell 📋Playlists nach Fachgebiet sortiert: Alle Folgen Strafrecht Alle Folgen Öffentliches Recht Alle Folgen Zivilrecht Alle Folgen Ersti-Woche 🤝 Unterstütze uns:  ⭐️ Bewerte unseren Podcast → auf Spotify & Apple Podcasts 📢 Empfiehl uns weiter → an deine Kommiliton:innen & Kolleg:innen 📱 Folge uns auf Social Media:  Instagram LinkedIn Kurzerklärt LinkedIn Sebastian Baur

    SR271 Strafrecht AT | Vorsatz | Gegenstand des Vorsatzes
  3. 3d ago

    Erstsemesterfolge: Wie geht der Gutachtenstil?

    Willkommen zu einer neuen Erstsemesterfolge! Nachdem wir uns allgemein angeschaut haben, wie man eine gute Klausur schreibt, nehmen wir uns heute das wichtigste Handwerkszeug im Detail vor: den Gutachtenstil. Er ist die Sprache, in der ihr eure juristische Prüfung aufschreibt — und wer ihn von Anfang an beherrscht, spart sich im ganzen Studium viel Ärger. Wir klären zuerst, warum überhaupt im Gutachtenstil geprüft wird: Er macht euren Gedankengang Schritt für Schritt nachvollziehbar und zwingt euch, ergebnisoffen zu prüfen, statt das Ergebnis vorwegzunehmen. Dann gehen wir die vier Schritte durch, aus denen jede Gutachtenprüfung besteht: den Obersatz als Hypothese (im Konjunktiv — „A könnte … haben”), die Definition der Voraussetzungen, die Subsumtion, bei der ihr die Definition auf euren konkreten Sachverhalt anwendet, und das Ergebnis als Schlusssatz (im Indikativ). Gerade die Subsumtion ist der Punkt, an dem Punkte gewonnen oder verschenkt werden — denn hier geht es um echtes Anwenden am Sachverhalt, nicht um das bloße Wiederholen der Definition. Außerdem grenzen wir den Gutachtenstil vom Urteilsstil ab (Ergebnis zuerst, dann Begründung) und klären die entscheidende Frage: Wann prüft ihr ausführlich im Gutachtenstil und wann genügt der knappe Urteils- bzw. Feststellungsstil? Die Antwort steuert ihr über die Schwerpunktsetzung — Problematisches wird ausgeführt, Unproblematisches knapp festgestellt. Zum Schluss schauen wir uns die typischen Anfängerfehler an und wie ihr mehrere Prüfungspunkte sauber ineinander verschachtelt. Ihr erfahrt, warum im Gutachtenstil geprüft wird und was ihn vom Urteilsstil unterscheidetwie die vier Schritte Obersatz, Definition, Subsumtion und Ergebnis aufgebaut sindwarum die Subsumtion am Sachverhalt das Herzstück ist und wie sie gelingtwann ihr ausführlich im Gutachtenstil prüft und wann der knappe Urteils- bzw. Feststellungsstil genügtwelche typischen Anfängerfehler ihr vermeidet und wie ihr mehrere Prüfungspunkte sauber verschachteltSupport the show 🔗 Links & Ressourcen:  🌐 Unsere Website 🎙️ Alle Folgen & Infos 🗞️Podcast Recht Aktuell 📋Playlists nach Fachgebiet sortiert: Alle Folgen Strafrecht Alle Folgen Öffentliches Recht Alle Folgen Zivilrecht Alle Folgen Ersti-Woche 🤝 Unterstütze uns:  ⭐️ Bewerte unseren Podcast → auf Spotify & Apple Podcasts 📢 Empfiehl uns weiter → an deine Kommiliton:innen & Kolleg:innen 📱 Folge uns auf Social Media:  Instagram LinkedIn Kurzerklärt LinkedIn Sebastian Baur

    Erstsemesterfolge: Wie geht der Gutachtenstil?
  4. 4d ago

    Erstsemesterfolge: Wie schreibe ich gute Klausuren?

    Willkommen zu einer neuen Erstsemesterfolge! Heute geht es um eine Fähigkeit, die über euren gesamten Studienerfolg entscheidet und die man — anders als viele denken — tatsächlich lernen kann: das Klausurenschreiben. Wir schauen uns an, wie ihr aus eurem juristischen Wissen eine überzeugende Klausur macht, und zwar entlang von vier Bausteinen: Sprache, Stil, Technik und die Frage, was eine wirklich gute Klausur ausmacht. Bei der Sprache klären wir, warum Präzision und Sachlichkeit zählen, wie ihr die juristische Fachsprache sauber einsetzt und Umgangssprache vermeidet. Beim Stil steht der Gutachtenstil im Zentrum — Obersatz, Definition, Subsumtion, Ergebnis — und ihr lernt, wann ihr ihn einsetzt und wann der knappere Urteilsstil für Unproblematisches genügt. Denn genau diese Steuerung zwischen „ausführlich” und „knapp” trennt in der Klausur die Spreu vom Weizen. Bei der Technik geht es um das Handwerk: den Sachverhalt sorgfältig erfassen, eine Lösungsskizze anlegen, die Zeit richtig einteilen und die Prüfung sauber aufbauen. Und zum Schluss bringen wir alles zusammen zu der Frage: Wie schreibe ich eine gute Klausur? Es geht darum, Schwerpunkte und Probleme zu erkennen, am Sachverhalt zu argumentieren statt Wissen abzuladen, Streitstände nur dort auszubreiten, wo sie der Fall verlangt, und am Ende eine lesbare, strukturierte Arbeit abzugeben. So habt ihr von Anfang an das Rüstzeug, mit dem ihr jede Klausur angehen könnt. Ihr erfahrt, worauf es bei der juristischen Sprache ankommt — Präzision, Sachlichkeit und der richtige Einsatz der Fachsprachewie der Gutachtenstil aufgebaut ist (Obersatz, Definition, Subsumtion, Ergebnis) und wann ihr zum Urteilsstil wechseltwie ihr technisch vorgeht: Sachverhalt erfassen, Lösungsskizze erstellen, Zeit einteilen und den Aufbau strukturierenwarum das Erkennen von Schwerpunkten und Problemen über die Note entscheidetwie ihr am Sachverhalt argumentiert und eine lesbare, überzeugende Klausur abgebtSupport the show 🔗 Links & Ressourcen:  🌐 Unsere Website 🎙️ Alle Folgen & Infos 🗞️Podcast Recht Aktuell 📋Playlists nach Fachgebiet sortiert: Alle Folgen Strafrecht Alle Folgen Öffentliches Recht Alle Folgen Zivilrecht Alle Folgen Ersti-Woche 🤝 Unterstütze uns:  ⭐️ Bewerte unseren Podcast → auf Spotify & Apple Podcasts 📢 Empfiehl uns weiter → an deine Kommiliton:innen & Kolleg:innen 📱 Folge uns auf Social Media:  Instagram LinkedIn Kurzerklärt LinkedIn Sebastian Baur

    Erstsemesterfolge: Wie schreibe ich gute Klausuren?
  5. 6d ago

    ÖR163 Verfassungsprozessrecht | Verfassungsbeschwerde | Aufbau

    Wir bleiben im Verfassungsprozessrecht — und nach dem Überblick zur Technik aus der letzten Folge nehmen wir uns heute das mit Abstand wichtigste Verfahren vor: die Verfassungsbeschwerde. Ziel der Folge ist, euch den kompletten Aufbau zu skizzieren und an den entscheidenden Stellen schon ein Problembewusstsein zu entwickeln. Zuerst werfen wir einen Blick von oben auf die Gesamtstruktur, dann gehen wir die einzelnen Punkte im Überblick durch. In der Zulässigkeit arbeiten wir uns durch die bekannten Stationen: die Zuständigkeit des BVerfG (Art. 93 Abs. 1 Nr. 4a GG, §§ 13 Nr. 8a, 90 ff. BVerfGG), die Beschwerdefähigkeit (das weite „jedermann” und die Grundrechtsfähigkeit), die Prozessfähigkeit, den tauglichen Beschwerdegegenstand (jeder Akt öffentlicher Gewalt) und — als engmaschigstes Sieb — die Beschwerdebefugnis: die Möglichkeit, selbst, gegenwärtig und unmittelbar in eigenen Grundrechten verletzt zu sein. Dazu kommen die Rechtswegerschöpfung (§ 90 Abs. 2 BVerfGG) und der Grundsatz der Subsidiarität sowie Form und Frist (§ 23 Abs. 1, § 92, § 93 BVerfGG). In der Begründetheit skizzieren wir den Prüfungsaufbau und den richtigen Maßstab: Bei Freiheitsgrundrechten die Dreiteilung Schutzbereich, Eingriff und verfassungsrechtliche Rechtfertigung (Schranken, Schranken-Schranken, Verhältnismäßigkeit), bei Gleichheitsgrundrechten die Prüfung von Ungleichbehandlung und Rechtfertigung. Außerdem schauen wir auf die Besonderheit der Urteilsverfassungsbeschwerde, bei der das BVerfG keine Superrevisionsinstanz ist, sondern nur die Verletzung spezifischen Verfassungsrechts prüft. So habt ihr das vollständige Gerüst, um eine Verfassungsbeschwerde in der Klausur sicher aufzubauen. Ihr erfahrt, wie die Verfassungsbeschwerde insgesamt aufgebaut ist — von der Zulässigkeit bis zur Begründetheitwelche Zulässigkeitsstationen ihr prüft und warum die Beschwerdebefugnis das Gegengewicht zum weiten „jedermann” istwas Rechtswegerschöpfung (§ 90 Abs. 2 BVerfGG) und Subsidiarität bedeuten und worauf ihr bei Form und Frist achtetwie ihr die Begründetheit aufbaut — Schutzbereich, Eingriff und Rechtfertigung bei Freiheitsgrundrechtenwarum das BVerfG keine Superrevisionsinstanz ist und was bei der Urteilsverfassungsbeschwerde giltSupport the show 🔗 Links & Ressourcen:  🌐 Unsere Website 🎙️ Alle Folgen & Infos 🗞️Podcast Recht Aktuell 📋Playlists nach Fachgebiet sortiert: Alle Folgen Strafrecht Alle Folgen Öffentliches Recht Alle Folgen Zivilrecht Alle Folgen Ersti-Woche 🤝 Unterstütze uns:  ⭐️ Bewerte unseren Podcast → auf Spotify & Apple Podcasts 📢 Empfiehl uns weiter → an deine Kommiliton:innen & Kolleg:innen 📱 Folge uns auf Social Media:  Instagram LinkedIn Kurzerklärt LinkedIn Sebastian Baur

    ÖR163 Verfassungsprozessrecht | Verfassungsbeschwerde | Aufbau
  6. Oct 21

    SR270 Strafrecht AT | Vorsatz | Einstieg | Zeitpunkt des Vorsatzes

    Heute geht es um einen der zentralen Begriffe des Strafrechts: den Vorsatz. An ihm führt in strafrechtlichen Klausuren kaum ein Weg vorbei — von den Tötungs- und Körperverletzungsdelikten über Eigentums- und Vermögensdelikte bis zur Abgrenzung von der Fahrlässigkeit. Und der Vorsatz ist weit mehr als die schnell auswendig gelernte Formel vom „Wissen und Wollen der Tatbestandsverwirklichung”: Dahinter steht die Frage, unter welchen Voraussetzungen der Staat einem Menschen ein strafrechtlich relevantes Verhalten persönlich zurechnen darf. Wir starten bei der gesetzlichen Grundlage: § 15 StGB macht vorsätzliches Handeln zum Regelfall und stellt Fahrlässigkeit nur unter Strafe, wo das Gesetz es ausdrücklich anordnet. Anhand zweier Fälle — der gezielten Tötung und dem unvermeidbaren tödlichen Verkehrsunfall — zeigen wir, warum die bloße Verwirklichung des objektiven Tatbestands nicht genügt und warum der Vorsatz das Kernstück des Handlungsunrechts bildet. Dazu ordnen wir kurz das Verhältnis von Vorsatz und Fahrlässigkeit ein (Aliud- und Plus-Minus-Verständnis) — für die Klausur genügt: Wer den Vorsatz verneint, muss an eine Fahrlässigkeitsstrafbarkeit denken (§§ 222, 229 StGB). Dann erarbeiten wir die Definition: Aus § 16 StGB (Tatbestandsirrtum) folgt das Wissenselement, nach Rechtsprechung und herrschender Lehre tritt das Willenselement hinzu — kognitive und voluntative Komponente. Wir werfen einen kurzen Blick auf die Abgrenzung von dolus eventualis und bewusster Fahrlässigkeit (Billigungstheorie — eine eigene Folge folgt), vertiefen das Wissenselement (sachgedankliches Mitbewusstsein, Parallelwertung in der Laiensphäre) und klären schließlich den Zeitpunkt: Der Vorsatz muss „bei Begehung der Tat” vorliegen (§ 16 Abs. 1 Satz 1, § 8 StGB — Koinzidenzprinzip). Deshalb sind dolus antecedens (vorher) und dolus subsequens (nachher) unbeachtlich. Ihr erfahrt, warum es § 15 StGB gibt und weshalb die Verwirklichung des objektiven Tatbestands allein nicht zur Strafbarkeit führtwarum der Vorsatz das Kernstück des Handlungsunrechts ist und wie sich Vorsatz und Fahrlässigkeit unterscheidenworaus sich Wissens- und Willenselement ergeben (§ 16 StGB) und was dolus eventualis von bewusster Fahrlässigkeit trenntwas beim Wissenselement genügt — sachgedankliches Mitbewusstsein und Parallelwertung in der Laiensphärezu welchem Zeitpunkt der Vorsatz vorliegen muss (Koinzidenzprinzip) und warum dolus antecedens und dolus subsequens unbeachtlich sindSupport the show 🔗 Links & Ressourcen:  🌐 Unsere Website 🎙️ Alle Folgen & Infos 🗞️Podcast Recht Aktuell 📋Playlists nach Fachgebiet sortiert: Alle Folgen Strafrecht Alle Folgen Öffentliches Recht Alle Folgen Zivilrecht Alle Folgen Ersti-Woche 🤝 Unterstütze uns:  ⭐️ Bewerte unseren Podcast → auf Spotify & Apple Podcasts 📢 Empfiehl uns weiter → an deine Kommiliton:innen & Kolleg:innen 📱 Folge uns auf Social Media:  Instagram LinkedIn Kurzerklärt LinkedIn Sebastian Baur

    SR270 Strafrecht AT | Vorsatz | Einstieg | Zeitpunkt des Vorsatzes
  7. Oct 20

    Erstsemesterfolge: Einführung ins besondere Verwaltungsrecht

    Willkommen zu einer neuen Erstsemesterfolge! Letztes Mal haben wir uns das Allgemeine Verwaltungsrecht angeschaut — die Regeln, die für jedes Verwaltungshandeln gelten und sozusagen „vor die Klammer gezogen” sind. Heute machen wir den nächsten Schritt und werfen einen ersten Blick auf das Besondere Verwaltungsrecht: die einzelnen Sachgebiete, in denen die Verwaltung tatsächlich tätig wird. Wir klären zunächst das Zusammenspiel: Das Allgemeine Verwaltungsrecht stellt die Werkzeuge bereit — allen voran den Verwaltungsakt und das Verfahren nach dem VwVfG —, während das Besondere Verwaltungsrecht die jeweiligen Ermächtigungsgrundlagen und die materiellen Maßstäbe für das konkrete Sachgebiet liefert. Wer einen Verwaltungsakt prüft, holt sich die Ermächtigungsgrundlage also aus dem Besonderen Verwaltungsrecht und baut die Prüfung mit den Regeln des Allgemeinen Teils auf. Danach geben wir euch einen Überblick über die wichtigsten Referenzgebiete, die euch im Studium und im Examen immer wieder begegnen: das Polizei- und Ordnungsrecht als Kern der Gefahrenabwehr, das Kommunalrecht, das öffentliche Baurecht (Bauplanungs- und Bauordnungsrecht) sowie weitere Felder wie das Wirtschaftsverwaltungs- und Umweltrecht. Außerdem erklären wir, warum vieles davon Landesrecht ist und es deshalb nicht das eine große Gesetzbuch für das Besondere Verwaltungsrecht gibt. Damit habt ihr die Landkarte, um euch in den einzelnen Gebieten zurechtzufinden. Ihr erfahrt, wie sich das Besondere vom Allgemeinen Verwaltungsrecht unterscheidet und wie beide zusammenspielenwarum die Ermächtigungsgrundlage aus dem Besonderen Verwaltungsrecht kommt und der Prüfungsaufbau aus dem Allgemeinen Teilwelche Referenzgebiete besonders wichtig sind — Polizei- und Ordnungsrecht, Kommunalrecht, Baurecht und mehrwarum das Polizei- und Ordnungsrecht als Einstieg in die Gefahrenabwehr eine zentrale Rolle spieltwarum viele Materien Landesrecht sind und es kein einheitliches Gesetzbuch für das Besondere Verwaltungsrecht gibtSupport the show 🔗 Links & Ressourcen:  🌐 Unsere Website 🎙️ Alle Folgen & Infos 🗞️Podcast Recht Aktuell 📋Playlists nach Fachgebiet sortiert: Alle Folgen Strafrecht Alle Folgen Öffentliches Recht Alle Folgen Zivilrecht Alle Folgen Ersti-Woche 🤝 Unterstütze uns:  ⭐️ Bewerte unseren Podcast → auf Spotify & Apple Podcasts 📢 Empfiehl uns weiter → an deine Kommiliton:innen & Kolleg:innen 📱 Folge uns auf Social Media:  Instagram LinkedIn Kurzerklärt LinkedIn Sebastian Baur

    Erstsemesterfolge: Einführung ins besondere Verwaltungsrecht
  8. Oct 19

    ZR143 Schuldrecht AT | Erlöschen von Schuldverhältnissen | Die Tilgungsreihenfolge | §§ 366, 367 BGB

    🎙️ Neues Jahr, neue Struktur — ab 1. Januar! Kurzerklärt bekommt einen neuen Rhythmus für deinen Weg vom ersten Verstehen bis zur Klausur: Öffentliches Recht, Zivilrecht und Strafrecht ziehen in jeweils eigene Podcasts, sodass du genau dein Rechtsgebiet abonnieren kannst. Jede Woche nach festem Plan — montags Grundlagen in der Erklär-AG, mittwochs Wiederholung mit Karteikarten, freitags ein aktuelles Urteil eingeordnet, samstags Anwendung in der Großen Übung. Verstehen, wiederholen, einordnen, anwenden. Dazu bei „Mehr Kaffee als Kommentar”: dienstags Examensvorbereitung, donnerstags Referendariat, sonntags die klassische Folge — und für alle Saarheim-Fans jeden zweiten Sonntag ein neuer Saarheimer Fall. Such dir deine Podcasts aus, abonniere sie und sei zum Start dabei: Dein Rechtsgebiet. Dein Rhythmus. Folgenbeschreibung: Weiter geht es mit dem Erlöschen von Schuldverhältnissen: Nachdem wir in der letzten Folge die Erfüllung nach § 362 BGB kennengelernt haben, bleiben wir heute bei der Erfüllung — schauen uns aber eine Konstellation an, in der uns § 362 BGB allein nicht weiterhilft. Nämlich dann, wenn der Schuldner mehrere gleichartige Schulden hat und seine Leistung nicht ausreicht, um alle zu tilgen. Zahlt Basti auf Kaufpreis und Darlehen 300 Euro — welche Schuld ist erloschen? Genau das klärt die Tilgungsreihenfolge, die wir innerhalb der Erfüllung bei „Anspruch nicht erloschen“ prüfen. Wir gehen den Aufbau Schritt für Schritt durch. Zuerst die Tilgungsbestimmung des Schuldners nach § 366 Abs. 1 BGB: eine einseitige, empfangsbedürftige Erklärung, die ausdrücklich oder konkludent erfolgen kann, spätestens im Zeitpunkt der Leistung — und wenn der Schuldner sie versäumt, geht das Bestimmungsrecht nicht auf den Gläubiger über, sondern verloren. Dazu klären wir kurz die Rechtsnatur (Willenserklärung oder geschäftsähnliche Handlung — mit geringer praktischer Bedeutung, da die §§ 104 ff. BGB jeweils gelten) und die Anfechtung nach § 119 BGB samt der entstehenden Zuordnungslücke. Den roten Faden liefert dabei der Pachtfall des OLG Düsseldorf (26.11.2009 – 10 U 42/09): Geht die Leistungsbestimmung ins Leere und wird nicht unverzüglich angefochten, greift § 366 Abs. 2 BGB. Dann die gesetzliche Tilgungsreihenfolge des § 366 Abs. 2 BGB mit der Merkformel Fälligkeit, Sicherheit, Lästigkeit, Alter — und als Auffanglösung die verhältnismäßige Tilgung. Schließlich § 367 BGB für Nebenforderungen: zuerst Kosten, dann Zinsen, dann Hauptforderung, wobei der Schuldner hier — anders als bei § 366 BGB — nicht einseitig abweichen kann (§ 367 Abs. 2 BGB). Zum Schluss zeigen wir, wie § 366 und § 367 in zwei Schritten zusammenspielen, und geben einen Ausblick auf die Tilgungsbestimmung bei beschränkt Geschäftsfähigen und im Bereicherungsrecht. Ihr erfahrt, wann die Tilgungsreihenfolge relevant wird und wo ihr sie in der Klausur prüftwas eine Tilgungsbestimmung nach § 366 Abs. 1 BGB ist, wann sie vorliegen muss und was bei Fehlern passiert (Anfechtung nach § 119 BGB, Zuordnungslücke)wie die gesetzliche Reihenfolge des § 366 Abs. 2 BGB funktioniert — Fälligkeit, Sicherheit, Lästigkeit, Alter und die verhältnismäßige Tilgungwie § 367 BGB Kosten, Zinsen und Hauptforderung verteilt und warum der Schuldner davon nicht einseitig abweichen kannwie § 366 und § 367 BGB in zwei Schritten zusammenspielen Support the show 🔗 Links & Ressourcen:  🌐 Unsere Website 🎙️ Alle Folgen & Infos 🗞️Podcast Recht Aktuell 📋Playlists nach Fachgebiet sortiert: Alle Folgen Strafrecht Alle Folgen Öffentliches Recht Alle Folgen Zivilrecht Alle Folgen Ersti-Woche 🤝 Unterstütze uns:  ⭐️ Bewerte unseren Podcast → auf Spotify & Apple Podcasts 📢 Empfiehl uns weiter → an deine Kommiliton:innen & Kolleg:innen 📱 Folge uns auf Social Media:  Instagram LinkedIn Kurzerklärt LinkedIn Sebastian Baur

    ZR143 Schuldrecht AT |  Erlöschen von Schuldverhältnissen |  Die Tilgungsreihenfolge | §§ 366, 367 BGB

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