Dabei sein im Arbeitsleben - Chancen für alle! Der Podcast von dabei-austria.

Dachverband berufliche Inklusion/Michael Landschau und Sandra Knopp/Journalistin

Der Podcast „dabei sein im Arbeitsleben-Chancen für alle“ zeigt auf, wie ein inklusiver Arbeitsmarkt funktionieren kann. Der Dachverband dabei-austria vertritt derzeit bundesweit knapp 200 Projekte, die von 90 Organisationen umgesetzt werden. In unseren Podcast-Episoden blicken wir hinter die Kulissen der dabei-austria Mitgliedsorganisationen in ganz Österreich, die es sich zum Ziel gesetzt haben Menschen mit Behinderungen und Vermittlungseinschränkungen beim Einstieg ins Berufsleben zu begleiten und zu unterstützen. In unseren Audiobeiträgen erzählen unterschiedlichste Menschen ihre Geschichte. Bei uns geht es darum zu zeigen, wozu sie mit gezielter Förderung in der Lage sind, warum ein fairer Job für alle Menschen wichtig ist – und wie es möglich ist seine Kindheitsträume wahr zu machen.

  1. Sep 15

    „Jemand, der an einen glaubt" – Andrea Stoick und Maria Strobl über Fähigkeiten, Übergänge und berufliche Inklusion.

    Der dabei-austria Vorstand ist gewachsen: Seit dem Frühjahr 2026 verstärken Andrea Stoick und Maria Strobl das Vorstandsteam. Andrea Stoick ist Geschäftsführerin der Psychosozialen Zentren gGmbH, kurz PSZ. Sie ist für den Fachbereich Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen zuständig und sagt: "Wichtig ist zu sehen, dass eine Erkrankung nicht das Einzige ist, das einen Menschen definiert und auch nicht seine Leistungs- und Arbeitsfähigkeit an sich definiert, so wie bei anderen Behinderungsarten auch. Menschen mit einer psychischen Erkrankung brauchen andere Rahmenbedingungen als Menschen, die das nicht haben, ähnlich wie bei einer körperlichen Behinderung. Das sind Menschen mit Fähigkeiten, mit Ausbildungen mit Können, die einfach andere Rahmenbedingungen brauchen. Diesen Menschen muss aber auch die Sicherheit gegeben werden, ich kann etwas, ich schaffe etwas. Das finde ich essenziell."  Maria Strobl ist Bereichsleiterin „Inklusive Bildung – Berufliche Inklusion“ bei der Caritas und sagt: "Wir begegnen sehr viel Überforderung. Was wir jetzt erleben, ist, dass sich Jugendliche stark zurückziehen, aber nicht, weil sie faul sind oder nichts machen wollen, sondern weil sie wirklich eine Überforderung spüren. Und deswegen ist es so wichtig, dass man in der Schule schon einen guten Zugang zu den jungen Menschen findet. Das Wichtigste auf diesem Weg hinein ins Erwachsenenleben ist, dass man jemanden hat, der an einen glaubt und der einen unterstützt. Und diese Person, die kann in der Familie, im Umfeld liegen, das ist aber nicht immer der Fall. Diese Rolle können viele Personen übernehmen. Aber es braucht zumindest einen, der an einen glaubt, damit man sich nicht im System verliert."  Im Gespräch geht es um ihre eigenen Berufswege, um die Hürden am Übergang von Schule zu Beruf und über die Bereitschaft passende Rahmenbedingungen zu schaffen.  Mehr Infos:   Psychosoziale Zentren gGmbH: Start  Inklusive Bildung Berufliche Inklusion : Caritas Wien   Psychosoziale Zentren gGmbH: Podcast dabei-austria – Dachverband berufliche Inklusion - Austria

    „Jemand, der an einen glaubt" – Andrea Stoick und Maria Strobl über Fähigkeiten, Übergänge und berufliche Inklusion.
  2. Jun 8

    Zwischen Chatbot und Vertrauensperson: KI in der Jugendberatung

    Chatbots helfen bei Hausübungen, unterstützen beim Schreiben von Bewerbungen und beantworten Fragen, die man früher vielleicht einer Beraterin oder einem Freund gestellt hätte. Wie verändert sich die Arbeit mit Jugendlichen dadurch? Können Chatbots echte Unterstützung bieten? Und wie viel von uns geben wir preis, wenn wir einer KI unsere Fragen, Sorgen und Zukunftspläne anvertrauen? Darum ging es bei den Workshops und Redebeiträgen bei den Jugendcoaching-Fachtagen von dabei-austria im April 2026. Ich habe mich mit drei Vortragenden getroffen und nachgefragt, was Künstliche Intelligenz für die Praxis im Coaching bedeutet.  Daniel Lohninger ist einer der beiden Geschäftsführer der Epicenter Academy, dem Bildungswerk der Non Government Organisation „epicenter works“ mit Sitz in Wien. Die NGO setzt sich für die Grund- und Freiheitsrechte im digitalen Zeitalter ein. Daniel Lohninger ist seit mehr als 15 Jahren dabei und vermittelt den Jugendlichen ein Gefühl dafür, welche Daten von ihnen gesammelt werden und vor allem, was damit passiert.   Unternehmen speichern die Daten ja nicht einfach nur, sondern versuchen, etwas über uns herauszufinden. Das nennt sich Profiling, das heißt, es werden Profile über alle Menschen erstellt und man versucht Eigenschaften herauszufinden über Menschen. Das sind hunderttausende Eigenschaften, sogenannte Datenkategorien, für ein paar Milliarden Menschen gespeichert bei diesen Datenhändlern und das macht uns halt sehr berechenbar. Und das mit Daten werden gehandelt. 94 Prozent der 11- bis 17-jährigen nutzt KI-Chatbots. Das zeigte eine Erhebung von Saferinternet im Februar 2026. 90 Prozent nutzen ChatGPT, knapp ein Viertel der Befragten sogar täglich. Stefan Kühne befasst sich beruflich viel mit Künstlicher Intelligenz. Er ist selbstständiger Lehrbeauftragter und Erwachsenenbildner für die Themen Online-Beratung, digitale soziale Arbeit und KI in der sozialen Arbeitet und unterrichtet an Hochschulen in Österreich und Deutschland.   Und dann sehen wir natürlich einerseits eine ganz starke Nutzung für schulische Zwecke, für Nachhilfe zum Lernen und so was. Aber, und das wäre meine Prognose für die kommenden Jahre, wir sehen eben schon einen hohen Anteil von Jugendlichen. Die diese KI-Chatbots auch zu Themen des persönlichen Lebens fragen. Das sind zu Problemen in der Schule, mit den Eltern, in Beziehungen, in Freundschaften. Das heißt, Jugendliche fangen an, Klammer auf, Erwachsene machen das auch Klammer zu, diese KI Chatbots zu sehr privaten oder auch intimen Themen zu fragen. Und oftmals vertrauen sie diesen Antworten dann auch. Was man beim Einsatz von KI bei Bewerbungsschreiben beachten sollte, darüber spreche ich mit Peter Marsch, Geschäftsführer von Jobsbutler, einem Unternehmen das Menschen bei der Jobsuche und beruflichen Weiterentwicklung unterstützt.  SERVICE:  Rainer Mühlhoff, „Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus, 2025 Reclam-Verlag  Emily Bender, Alex Hanna, The AI-Con – How to fight big techs hype and create the future we want, 2025 Harper Collins  Emily M. Engelhardt/Stefan Kühne, Künstliche Intelligenz in der Beratung. Ein Kompass für die systemische Praxis, 2025 V&R    Podcast: Deutschland-Funk über Peter Thiel:Die Peter Thiel Story (1/6) - Willkommen im Thielverse Deutschland Funk über OpenAI:Die OpenAI Story: Der große Verkäufer Europäische Chatbot-Alternativen:  chat.mistral.ai lumo.proton.me   LINKS: dabei-austria.at Home - Saferinternet.at epicenter.works - epicenter.works Home | epicenter.academy Stefan Kühne Künstliche Intelligenz Onlineberatung TrainingStefan Kühne | Onlineberatung / Training / Jugendarbeit jobsbutler.com

    Zwischen Chatbot und Vertrauensperson: KI in der Jugendberatung
  3. Mar 6

    "Wir sind da!" Gerda Reiter und Christina Spanner: Starke Frauen, starke Berufe

    Wirtschaftliche Unsicherheit, Aufnahmestopps, steigender Druck in Unternehmen – und trotzdem braucht es Perspektiven für Mädchen und Frauen mit Behinderungen. Wie kann das gelingen? Gerda Reiter, Projektleiterin des NEBA-Betriebsservice Key Account Tirol und Vorstandsmitglied von dabei-austria, berät Unternehmen zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen, chronischen und psychischen Erkrankungen.Christina Spanner, Projektleiterin von „Jobfit für Mädels“ bei Innovia in Innsbruck, begleitet junge Frauen mit Beeinträchtigungen am Übergang von Schule in Beruf – in kleinen Gruppen, mit viel Empowerment und klarer Perspektive auf den ersten Arbeitsmarkt. In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Praktikumsplätze schwerer zu bekommen sind, weshalb Lehrstellen aktuell teils bessere Chancen bieten – und warum gerade jetzt mutige Unternehmen gefragt sind. Gerda und Christina bringen auch konkrete Beispiele mit: Eine junge Frau, die sich eigentlich „nur“ beworben hatte – und schließlich über einen kreativen Jobdesign-Prozess eine Teilqualifizierung in einer Bankzentrale begann. Und eine zweite, die gleich mit zwei Stereotypen brach – und ihren Weg zur Berufskraftfahrerin einschlug. Eine Folge über Selbstvertrauen, neue Blickwinkel, offene Betriebe – und darüber, wie aus Chancen echte berufliche Wege werden.   Fotocredit Gerda Reiter: Lisi Lehner für dabei Austria   Christiana Spanner: Innovia

    "Wir sind da!" Gerda Reiter und Christina Spanner: Starke Frauen, starke Berufe
  4. Mar 2

    Teilhabe unter Druck: Was Kürzungen für berufliche Inklusion bedeuten

    Die Arbeitslosigkeit unter Menschen mit Behinderungen ist hoch – und bei jungen Menschen spitzt sich die Lage weiter zu. Mehr als jeder vierte Jugendliche mit Behinderung ist weder in Ausbildung noch im Job. Während die Quote bei jungen Menschen ohne gesundheitliche Einschränkungen bei 7,5 Prozent liegt, ist sie bei Jugendlichen mit Behinderungen auf 26,8 Prozent gestiegen! Der Unterstützungsbedarf nimmt zu, aber gleichzeitig steigt der Spardruck bei Arbeitsmarktprojekten.  Was bedeutet das für jene, deren Einstieg ins Berufsleben ohnehin fragil ist und für Unternehmen die Inklusion als Chance sehen und diese Jugendlichen beschäftigen wollen?  Gleichzeitig gerät der Ausgleichstaxfonds (ATF) unter budgetären Druck. Der ATF finanziert Unterstützungsangebote zur beruflichen Inklusion von Menschen mit Behinderungen – etwa Arbeitsassistenz, Qualifizierungsmaßnahmen, Lohnkostenzuschüsse und andere begleitende Hilfen am Arbeitsplatz. Der finanzielle Bedarf übersteigt die Einnahmen. Zusätzliche Mittel aus dem Bundesbudget für 2026 sollen ab 2027 schrittweise reduziert werden.  Das gefährdet die Stabilität bestehender Unterstützungsangebote und könnte zu weiter steigenden Arbeitslosenzahlen bei Menschen mit Behinderungen führen. Es braucht daher eine nachhaltige Sicherung des Ausgleichtaxfonds.  Über all das spreche ich in dieser Folge mit Eva Skergeth-Lopič, sie ist Vorsitzende von dabei-austria, dem Dachverband für berufliche Inklusion und mit dabei-austria-Geschäftsführerin Christina Schneyder.

    Teilhabe unter Druck: Was Kürzungen für berufliche Inklusion bedeuten
  5. Jan 12

    Was passiert, wenn Arbeit sich dem Menschen anpasst?

    Der erste Beitrag beleuchtet den Alltag von Menschen mit ME/CFS und die Herausforderungen beruflicher Teilhabe. Astrid Edinger von der WUK-Arbeitsassistenz und Verena Hackl von der Medizinischen Universität Wien erklären, wie die chronische Erkrankung erkannt wird, welche Symptome typisch sind und warum ME/CFS oft unsichtbar bleibt. Ein zentraler Ansatz im Umgang mit der Erkrankung ist das sogenannte Pacing – ein bewusstes Energiemanagement, das Überlastung vermeiden soll. Psychotherapie und arbeitsbezogene Unterstützungsangebote können Betroffene dabei begleiten, ihre Belastungsgrenzen einzuhalten und Arbeit – wenn möglich – zu erhalten. Gleichzeitig machen die Expertinnen deutlich, dass es in Österreich nach wie vor an ausreichenden Versorgungsstrukturen, Forschung und Aufklärung fehlt. Der zweite Beitrag zeigt, wie Künstliche Intelligenz neue inklusive Arbeitsmöglichkeiten schafft. Am Beispiel der Datenannotation bei KapschTrafficCom wird deutlich, wie Menschen – insbesondere aus dem Autismus-Spektrum oder mit anderen Beeinträchtigungen – ihre Stärken in Präzision, Detailgenauigkeit und Ausdauer in den KI-Trainingsprozess einbringen. Die Arbeit besteht darin, Bilddaten zu markieren und zu prüfen, um KI-Systeme zuverlässig zu trainieren. Der Verein „Responsible Annotation“ ist aus einem Pilotprojekt hervorgegangen und verfolgt das Ziel, nachhaltige Arbeitsplätze im KI-Umfeld zu schaffen. Neben klaren Strukturen, verständlichen Regeln und einem reizarmen Arbeitsumfeld zeigt der Beitrag vor allem: Wenn Arbeitsbedingungen angepasst werden, entstehen neue berufliche Chancen – und ein Gewinn für Menschen wie für Unternehmen.    Foto: meine Gesprächspartner vom Annotation-Team von Kapsch-TrafficCom  v.l. Martin, Angelo, Daniel, Julian, Kadir und mit dem Mikrofon Sandra  Copyright: Kapsch TrafficCom AG

    Was passiert, wenn Arbeit sich dem Menschen anpasst?

About

Der Podcast „dabei sein im Arbeitsleben-Chancen für alle“ zeigt auf, wie ein inklusiver Arbeitsmarkt funktionieren kann. Der Dachverband dabei-austria vertritt derzeit bundesweit knapp 200 Projekte, die von 90 Organisationen umgesetzt werden. In unseren Podcast-Episoden blicken wir hinter die Kulissen der dabei-austria Mitgliedsorganisationen in ganz Österreich, die es sich zum Ziel gesetzt haben Menschen mit Behinderungen und Vermittlungseinschränkungen beim Einstieg ins Berufsleben zu begleiten und zu unterstützen. In unseren Audiobeiträgen erzählen unterschiedlichste Menschen ihre Geschichte. Bei uns geht es darum zu zeigen, wozu sie mit gezielter Förderung in der Lage sind, warum ein fairer Job für alle Menschen wichtig ist – und wie es möglich ist seine Kindheitsträume wahr zu machen.