Kretschmanns Erbe - der Podcast zur Landtagswahl 2026

Sören S. Sgries

Vor der baden-württembergischen Landtagswahl am 8. März 2026 ist unter den Regierungsparteien im Südwesten ein Wettstreit darum entbrannt, wer wohl der würdigste „Erbfolger“ des grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann sei. Im neuen RNZ-Podcast „Kretschmanns Erbe“ schauen Politikredakteur Sören Sgries und Prof. Felix Hörisch, Politikwissenschaftler an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit in Mannheim, analytisch auf die 15-jährige „Ära Kretschmann“. Sie stellen die aktuellen Spitzenkandidaten ausführlich vor und diskutieren deren Stärken und Schwächen. Und natürlich kommen auch die Oppositionsparteien nicht zu kurz. Ihr habt Tipps, Anregungen und Kritik? Dann schreibt uns an podcast@rnz.de!

  1. Das (Über-)Leben der Anderen

    2D AGO

    Das (Über-)Leben der Anderen

    In Folge 4 von „Kretschmanns Erbe“ richten RNZ-Redakteur Sören Sgries und Politikwissenschaftler Prof. Felix Hörisch den Blick auf die Oppositionsparteien im ba Die SPD kämpft mit strukturellen Schwächen im Südwesten und der Frage, ob sie noch Volkspartei sein kann. Bei der FDP geht es um das politische Überleben – und das nicht allein im eigenen „Stammland“. Die rechtsextreme AfD könnte deutlich zulegen und setzt auf eine Strategie der Verharmlosung trotz klarer Radikalität im Kern. Und die Linke? Sie steht überraschend vor dem erstmaligen Einzug in den Landtag – mit jungem Führungsteam und klarer Programmatik.   In Folge 4 von „Kretschmanns Erbe“ richten RNZ-Redakteur Sören Sgries und Politikwissenschaftler Prof. Felix Hörisch den Blick auf die Oppositionsparteien im baden-württembergischen Landtagswahlkampf. Die Folge analysiert: Ob die SPD sich vom Volkspartei-Anspruch verabschieden muss. Ob die FDP überhaupt noch eine Überlebenschance hat. Ob die AfD trotz oder wegen ihrer weiteren Radikalisierung so stark in den Umfragen ist. Ob die Linkspartei mit ihrem „feministischen“ Spitzentrio die Hoffnungen der Grünen zunichte machen können. Ein Gespräch über Koalitionsarithmetik, Themenkonjunkturen und die Frage, wie sich das politische Kräfteverhältnis im Südwesten nach dem 8. März 2026 neu ordnen könnte. Der Blick in die wissenschaftliche Literatur verrät dann, welche Chancen eigentlich die Teilnahme an einem TV-Duell mit sich bringt – und warum das vor allem für CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel, aber auch für den AfD-Kandidaten Stimmengewinne bedeuten könnte. Literatur zur Folge: Maier, J. & Jansen, C. (2018): Steigert die Rezeption von TV-Duellen das Vertrauen in die Spitzenkandidaten? Ein Vergleich von Fernsehdebatten auf Bundes- und Landesebene. Z Politikwiss, 28, 1–30. https://doi.org/10.1007/s41358-018-0121-8 Waldvogel, T. (2020): TV-Duelle und Landtagswahlen: Ein wirkungsvolles Instrument der Wahlkampfkommunikation? Zeitschrift für Politik, 67(3), 335–368. Verfügbar unter: https://www.jstor.org/stable/10.2307/48749363 Ihr habt Tipps, Anregungen und Kritik? Dann schreibt uns an podcast@rnz.de!

    55 min
  2. Jung & unbekannt: Manuel Hagel

    FEB 10

    Jung & unbekannt: Manuel Hagel

    CDU-Kandidat Hagel hat starke strukturelle Vorteile. Ob es ihm gelingt, den Umfrage-Vorsprung bis zum 8. März zu halten, bleibt eine der spannendsten Fragen. Manuel Hagel soll für die CDU das schaffen, woran viele vor ihm gescheitert sind: Nach dem Ende der Ära Winfried Kretschmanns soll Baden-Württemberg wieder schwarz regiert werden. Mit 37 Jahren wäre er der jüngste Ministerpräsident des Landes – erfahren in der Partei, aber ohne Regierungserfahrung. Ein weiteres Manko: Gerade im Vergleich zum grünen Konkurrenten hat er die geringeren Bekanntheits- und Beliebtheitswerte. In der dritten Folge von „Kretschmanns Erbe“ sprechen RNZ-Redakteur Sören Sgries und Politikwissenschaftler Prof. Felix Hörisch über Hagels politischen Aufstieg, seinen konservativen Kurs, seine bewusste Distanz zum Kabinett und seine positive Wahlkampfstrategie. Sie ordnen Umfragewerte ein, analysieren seine Chancen im Duell mit Cem Özdemir und erklären, warum Themen wie Wirtschaft, Sicherheit und Kompetenz derzeit den Wahlkampf prägen. Die Folge zeigt: Hagel hat starke strukturelle Vorteile – doch ob es ihm gelingt, den aktuellen Umfrage-Vorsprung bis zum 8. März zu halten, bleibt eine der spannendsten Fragen dieser Landtagswahl.   Literatur zur Folge: Hagel, M. (Hrsg.) (2026) 75 Jahre Baden-Württemberg. 75 Stimmen: Vertrauen. Vielfalt. Visionen. 1. Aufl. Freiburg im Breisgau: Verlag Herder. Elsässer, L., Hense, S. & Schäfer, A. (2017) ‘„Dem Deutschen Volke“? Die ungleiche Responsivität des Bundestags’, Zeitschrift für Politikwissenschaft, 27(2), S. 161–180. https://doi.org/10.1007/s41358-017-0097-9  Reinbold, J., Kurz, K.R., Schleehauf, R., Fröhle, M. & Jäckle, S. (2025) ‘Campaigning for whom? Analyzing the salience of key issues in vote choice across social and partisan groups during the German 2025 electoral campaign’, Zeitschrift für Vergleichende Politikwissenschaft. Advance online publication. https://doi.org/10.1007/s12286-025-00644-z  Schäfer, A. (2013): Wahlbeteiligung und Nichtwähler. Aus Politik und Zeitgeschichte: https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/172972/wahlbeteiligung-und-nichtwaehler/  Ihr habt Tipps, Anregungen und Kritik? Dann schreibt uns an podcast@rnz.de!

    44 min
  3. Ohne Amtsbonus: Cem Özdemir

    FEB 3

    Ohne Amtsbonus: Cem Özdemir

    Cem Özdemir ist der prominenteste Politiker der Grünen – und der wichtigste Hoffnungsträger der Partei, die trotz Umfrage-Rückstand noch gewinnen möchte. In der zweiten Folge von „Kretschmanns Erbe“ analysieren Politikwissenschaftler Professor Felix Hörisch und RNZ-Politikredakteur Sören Sgries, warum die Grünen alles auf Cem Özdemir setzen, wie seine politische Biografie ihn geprägt hat und welche strukturellen Nachteile seine Kandidatur mit sich bringt.  Die Folge zeigt: Wie seine Aufstiegsgeschichte vom Sohn türkischer Einwanderer zum Bundesminister seine politische Rolle prägt. Warum der Griff nach dem Ministerpräsidentenamt auch für Özdemir persönlich die „letzte Chance“ sein könnte. Weshalb die Grünen den Wahlkampf stark auf seine Person zuspitzen. Und warum das neben dem fehlenden Amtsbonus seine größte Schwäche sein könnte. Zum Abschluss liefert die Politikwissenschaft die entscheidenden Fakten für den Stammtisch: Welche Faktoren entscheiden eigentlich darüber, ob ein Politiker im Wahlkampf bekannt oder beliebt wird? Was bringt eine Krawatte auf dem Wahlplakat? Eine fundierte Einordnung der grünen Schlüsselperson im Rennen um die Staatskanzlei – und der zweite Teil der Podcast-Reihe über Macht, Nachfolge und politische Strategien zur Landtagswahl am 8. März 2026 in Baden-Württemberg. Redaktion: Sören S. Sgries Produktion: Marcel Schreiner Grafik: Lisa Hellmuth Ihr habt Tipps, Anregungen und Kritik? Dann schreibt uns an podcast@rnz.de! Literatur zur Folge: Henkel-Waidhofer, J.& Henkel, P. (2025): Cem Özdemir. Brücken bauen. Paderborn: Bonifatius Verlag. Özdemir, C. (1997): Ich bin Inländer. Ein anatolischer Schwabe im Bundestag. München: dtv Verlagsgesellschaft. Rosar, U., Althans, R. & Junghänel, L. (2024): Kandidierenden-Attraktivität und Wahlerfolg – Eine Untersuchung zu parteispezifischen Unterschieden in der Wirksamkeit der physischen Attraktivität von Direktkandidierenden bei den Bundestagswahlen 2005 bis 2021. Z Vgl Polit Wiss 18, 531–566 (2024). https://doi.org/10.1007/s12286-025-00629-y Hohmann, D. (2023): Mobilisierung in Deutschland: Zur Wirkung von sozialen Online-Netzwerken und Haustürbesuchen auf die Wahlbeteiligung. http://dx.doi.org/10.17169/refubium-37015 Jäckle, S. & Metz, T. (2016): Brille, Blazer oder Bart? Das Aussehen als Determinante des Wahlerfolgs von Bundestags-Direktkandidaten. Politische Vierteljahresschrift, 57(2), 217–246. https://doi.org/10.5771/0032-3470-2016-2-217 Mechtel, M. (2014): It’s the occupation, stupid! Explaining candidates’ success in low-information elections. European Journal of Political Economy, 33, 53–70. https://doi.org/10.1016/j.ejpoleco.2013.11.008 Faas, T. & Hohmann, D. (2014): Mobilisierung bei Nebenwahlen: Ein Feldexperiment zu Mobilisierungspotenzialen von Wahlkämpfen anlässlich der Kommunalwahl 2014 in Rheinland-Pfalz. Projektbericht, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Institut für Politikwissenschaft. http://methoden.politik.uni-mainz.de/files/2014/12/Kommunalwahlen_Projektbericht.pdf https://www.zeit.de/politik/2025-10/cem-oezdemir-interviewpodcast-alles-gesagt

    46 min
  4. Was Kretschmann hinterlässt

    JAN 27

    Was Kretschmann hinterlässt

    15 Jahre Kretschmann – Ausnahmeerscheinung, Landesvater, Pragmatiker. Doch was bleibt wirklich von seiner Amtszeit? Eine Ära endet: 15 Jahre lang hat Winfried Kretschmann in Baden-Württemberg regiert – länger als jeder andere Ministerpräsident des Landes. Als erster grüner Regierungschef in Deutschland gilt er als politische Ausnahmeerscheinung. Doch was bleibt wirklich von seiner Amtszeit? In der ersten Folge von „Kretschmanns Erbe“ analysieren Politikwissenschaftler Professor Felix Hörisch und RNZ-Politikredakteur Sören Sgries, wie Kretschmann an die Macht kam, wie sich sein Politikstil verändert hat und warum seine Regierungszeit weniger von einschneidenden Reformen als von einem Wandel der politischen Kultur geprägt war. Die Folge zeigt: Warum der Machtwechsel 2011 eher Ergebnis einer Ausnahmesituation war. Weshalb der große Reformimpuls auf die erste Legislaturperiode begrenzt blieb. Wie Kretschmann sich vom grünen Reformer zum landesväterlichen Pragmatiker entwickelte. Und warum sein größter strategischer Fehler die fehlende Regelung der Amtsnachfolge sein könnte. Zum Abschluss liefert die Politikwissenschaft die entscheidenden Fakten für den Stammtisch: Wie stark ist der Amtsbonus wirklich – und was bedeutet es für die Landtagswahl 2026, dass erstmals kein amtierender Ministerpräsident antritt? Eine fundierte Bestandsaufnahme der Kretschmann-Ära – und der Auftakt zu einer Podcast-Reihe über die Zukunft der Landespolitik in Baden-Württemberg. Redaktion: Sören S. Sgries Produktion: Marcel Schreiner Grafik: Lisa Hellmuth Ihr habt Tipps, Anregungen und Kritik? Dann schreibt uns an podcast@rnz.de! Literatur zur Folge: Hörisch, F. & Wurster, S. (Hrsg.) (2017): Das grün-rote Experiment in Baden-Württemberg: Eine Bilanz der Landesregierung Kretschmann 2011–2016. Wiesbaden: Springer Fachmedien. Hörisch, F. & Wurster, S. (Hrsg.) (2021): Kiwi im Südwesten: Eine Bilanz der zweiten Regierung Kretschmann 2016–2021. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH. Seitzer, D. (2025): Winfried Kretschmann. Im Herzen grün – Die Biografie. Hamburg: Rowohlt Verlag. Kretschmann, W. (2018): Worauf wir uns verlassen wollen. Für eine neue Idee des Konservativen. Frankfurt a.M.: S. Fischer Verlag. Ihr habt Tipps, Anregungen und Kritik? Dann schreibt uns an podcast@rnz.de!

    41 min
  5. Der Trailer zu Kretschmanns Erbe

    JAN 22

    Der Trailer zu Kretschmanns Erbe

    Im neuen RNZ-Podcast „Kretschmanns Erbe“ schauen Sören Sgries und Prof. Felix Hörisch analytisch auf die 15-jährige „Ära Kretschmann“ und mögliche Nachfolger. Vor der baden-württembergischen Landtagswahl am 8. März 2026 ist unter den Regierungsparteien im Südwesten ein Wettstreit darum entbrannt, wer wohl der würdigste „Erbfolger“ des grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann sei. Cem Özdemir, der 60-jährige Grünen-Spitzenkandidat mit Berliner Regierungserfahrung? Oder doch Manuel Hagel, der 37-Jährige, dem in den vergangenen zehn Jahren ein rasanter Aufstieg in der Landes-CDU gelang, die er nun zurück an die Macht, in den Chefsessel in der Villa Reitzenstein führen möchte? Im neuen RNZ-Podcast „Kretschmanns Erbe“ schauen Politikredakteur Sören Sgries und Prof. Felix Hörisch, Politikwissenschaftler an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit in Mannheim, analytisch auf die 15-jährige „Ära Kretschmann“. Sie stellen die aktuellen Spitzenkandidaten ausführlich vor und diskutieren deren Stärken und Schwächen. Und natürlich kommen auch die Oppositionsparteien nicht zu kurz. Als Bonus gibt es in jeder Folge Erhellendes aus der politikwissenschaftlichen Forschung. Welche Rolle spielt der Amtsbonus? Wie wird man bekannt im Land? Wem vertrauten Wähler am meisten? Welche Effekte haben Auftritte in TV-Duellen? Redaktion: Sören S. Sgries Produktion: Marcel Schreiner Grafik: Lisa Hellmuth Ihr habt Tipps, Anregungen und Kritik? Dann schreibt uns an podcast@rnz.de!

    4 min

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Vor der baden-württembergischen Landtagswahl am 8. März 2026 ist unter den Regierungsparteien im Südwesten ein Wettstreit darum entbrannt, wer wohl der würdigste „Erbfolger“ des grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann sei. Im neuen RNZ-Podcast „Kretschmanns Erbe“ schauen Politikredakteur Sören Sgries und Prof. Felix Hörisch, Politikwissenschaftler an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit in Mannheim, analytisch auf die 15-jährige „Ära Kretschmann“. Sie stellen die aktuellen Spitzenkandidaten ausführlich vor und diskutieren deren Stärken und Schwächen. Und natürlich kommen auch die Oppositionsparteien nicht zu kurz. Ihr habt Tipps, Anregungen und Kritik? Dann schreibt uns an podcast@rnz.de!

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