Talking Heads - Weserburg Podcast

Ingo Clauß, Janneke de Vries, Tom Flory

Der Kunstbetrieb aus nächster Nähe. In der Reihe Talking Heads laden wir interessante Menschen zum Gespräch. Mit Künstler*innen, Sammler*innen, Expert*innen, Direktor*innen und vielen andere stecken wir die Köpfe zusammen. Es geht um aktuelle Themen, grundlegende Fragen, persönliche Geschichten und Hintergründe und immer wieder um die Ausstellungen und Projekte der Weserburg Museum für moderne Kunst. Denn die Frage ist: Was soll das alles bedeuten? Durch das Programm führen abwechselnd die Kurator*innen der Weserburg – mal im Museum, mal im Atelier, mit und ohne Publikum, aber immer rund um die Kunst Gefördert durch die VGH-Stiftung

  1. 020 Martin Reichmann

    09/05/2024

    020 Martin Reichmann

    Kunst aus Beton. Anlässlich seiner ersten institutionellen Einzelausstellung in der Weserburg spricht Kurator Ingo Clauß mit dem Künstler Martin Reichmann (*1989 in Bremerhaven, lebt in Bremen). Im Mittelpunkt stehen ungeschliffene Betonskulpturen, die auf Kulturgüter verschiedener Epochen verweisen: Gebrochene Säulen, die nichts mehr tragen, abgeformte Objekte zwischen Alltagsfundstück, Antiken-Kitsch und künstlerischem Entwurf. Oder mit den Worten Reichmanns gesprochen: „ruinierte Relikte, lackierte Geschichte, kalzifizierte Gehirne.“ Für die Ausstellung verwandelte er den Projektraum kurzerhand zu einer Betongießerei und das Museum damit in eine Künstlerwerkstatt. Im Gespräch gibt Martin Reichmann Einblicke in seinen künstlerischen Prozess: Warum Beton der Werkstoff seiner Wahl ist, wie er ihn entdeckte und was er damit verbindet. Auch der Einfluss von Techno und Musikkultur auf seine Arbeiten wird thematisiert. Martin Reichmann studierte an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel und der Hochschule für Künste Bremen, wo er 2022 seinen Abschluss als Meisterschüler bei Ingo Vetter absolvierte. 2022 wurde Reichmann der Karin Hollweg Preis verliehen, einer der höchstdotierten Förderpreise aller Kunsthochschulen in Deutschland. Für seine Ausstellung in der Weserburg „Hyper!ons Epiphysis“ sind neue Arbeiten entstanden. Sie ist bis zum 22. September 2024 in Bremen zu sehen. Zum Künstler: [http://martin-reichmann.de]( http://martin-reichmann.de) Zur Ausstellung in der Weserburg: [https://weserburg.de/ausstellung/martin-reichmann-hyperons-epiphysis/](https://weserburg.de/ausstellung/martin-reichmann-hyperons-epiphysis//) Mehr Infos zur Weserburg unter: [https://weserburg.de/](https://weserburg.de/) Fragen und Anregungen zum Podcast unter: info@weserburg.de

    43 min
  2. 018 Barbara Thumm

    09/22/2022

    018 Barbara Thumm

    Barbara Thumm, langjährige Galeristin, Weggefährtin und Verwalterin des Nachlasses von Teresa Burga, im Gespräch mit Weserburg-Direktorin Janneke de Vries. Im Podcast erzählt sie vom langen künstlerischen Weg, den Teresa Burga von ihrem Studium der Architektur in den 1950er Jahren bis zu ihren internationalen Ausstellungserfolgen über sechs Jahrzehnte später gegangen ist. Es geht auch um die politische und kulturelle Situation in Burgas Heimatland Peru und um die Frage, warum ihr Schaffen lange als "unperuanisch" galt. Oder um ihre künstlerischen Kernthemen, ihre nicht enden wollende Neugier und ihre persönliche Situation als bewusst unverheiratete und kinderlose Frau in einer patriarchalen Gesellschaft. Außerdem spielen Spazierstock und die Beweglichkeit der Hüfte eine nicht unwesentliche Rolle. Das Schaffen der peruanischen Künstlerin Teresa Burga (1935-2021) blieb Jahrzehnte unter dem Radar des internationalen Kunstbetriebs, bevor um 2010 die überfällige (Wieder-)Entdeckung einsetzte - da war Burga bereits Mitte 70. Heute ist sie weltbekannt und gilt längst als eine der wichtigen Protagonist*innen von Pop Art und Konzeptkunst in Lateinamerika. Die Weserburg Museum für moderne Kunst gibt mit "Die Seiltänzerin" bis zum 6. November 2022 einen Einblick in das zeichnerische Oeuvre von 2012 bis zu ihrem Tod 2021 und kombiniert es mit Arbeiten auf Papier und einer raumgreifenden Installation aus den 1960er Jahren. Mehr Infos zur Ausstellung in der Weserburg Weserburg: [https://weserburg.de/ausstellung/teresa-burga/https://weserburg.de/ausstellung/teresa-burga/ Zur Galerie Barbara Thumm: [https://bthumm.de/] (https://bthumm.de/) Anregungen und Fragen zum Podcast:

    37 min
  3. 015 Silvia Bächli

    06/15/2022

    015 Silvia Bächli

    Anlässlich ihrer großen Einzelausstellung in der Weserburg spricht Direktorin Janneke de Vries mit Silvia Bächli (*1956 in Baden, lebt in Basel). Die Schweizer Künstlerin gilt als eine der wichtigsten zeichnerischen Positionen ihrer Generation. Seit 40 Jahren bereichern ihre Arbeiten in Tusche, Kohle, Pastellkreide oder Gouache die älteste Gattung der Bildenden Kunst mit neuen und unerwarteten Impulsen. Im Gespräch gibt Silvia Bächli faszinierende Einblicke in den künstlerischen Prozess: Wie entstehen ihre Zeichnungen? Welche Impulse sind wichtig? Wie reagiert sie auf die Räume, in denen sie ausstellt? Neben dem zeichnerischen Werk geht es dabei auch um eine neuere Gruppe kleinformatiger Skulpturen, die ebenfalls in der Ausstellung in Bremen zu sehen ist und das Werk auf besondere Weise ergänzt und fortführt. Silvia Bächli ist in bedeutenden öffentlichen Sammlungen vertreten, darunter befinden sich Arbeiten im Kunstmuseum Basel, im Centre Georges Pompidou in Paris oder auch im New Yorker MoMA, um nur einige wenige Sammlungen hervorzuheben. Neben den zahlreichen internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen hat die Künstlerin 2009 die Schweiz auf der Biennale in Venedig vertreten. Sie war darüber hinaus 24 Jahre lang Professorin an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Der Podcast wird gefördert durch die VGH-Stiftung. Zur Künstlerin: [https://www.silviabaechli.ch](https://www.silviabaechli.ch) Zur Ausstellung in der Weserburg: [https://weserburg.de/ausstellung/silvia-baechli/](https://weserburg.de/ausstellung/silvia-baechli/) Mehr Infos zur Weserburg unter: [https://weserburg.de/](https://weserburg.de/) Fragen und Anregungen zum Podcast unter: info@weserburg.de

    29 min

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