Mittelstand hautnah - Klartext für Geschäftsführer und Unternehmer.

Christian Rahn

Wie treffen Unternehmer und Geschäftsführer im Mittelstand bessere Entscheidungen in Marketing, Vertrieb und Unternehmensführung? Mittelstand hautnah bringt echte Erfahrungen aus dem unternehmerischen Alltag. Keine Theorie, keine Hochglanzgeschichten. Themen, die im Tagesgeschäft wirklich anfallen: Marktpositionierung, Budgetentscheidungen, Wachstum unter Druck, der sinnvolle Einsatz von KI im Unternehmen. Jede Folge liefert Einordnung und konkrete Impulse, direkt anwendbar. Host: Christian Rahn, Sparringspartner für Geschäftsführer im Mittelstand.

  1. 4d ago

    Verantwortung übernehmen oder Erwartungen erfüllen – Nachfolge im Familienunternehmen

    Was passiert mit einem Familienunternehmen, wenn der Nachfolgeplan platzt und die Person, die übrig bleibt, sich trotzdem entscheidet weiterzumachen? Und wie führt man ein produzierendes Unternehmen mit 50 Mitarbeitern, wenn man gleichzeitig alleinerziehend ist? Sina Thomas ist Geschäftsführerin der Kletti GmbH in Sandhausen bei Heidelberg. Das Unternehmen stellt Heizsysteme für den Transport thermoplastischer Produkte her – von Klebstoffen bis Schokolade. Gegründet von ihren Eltern, eingestiegen 2008 nach dem VWL-Studium. Der Plan: gemeinsam mit dem Ehemann das Unternehmen übernehmen, die Eltern begleiten den Übergang, dann ziehen sie sich zurück. Ein klassisches Gründerpaar-Modell, eine Generation weiter. 2016 zerbrach dieser Plan. Trennung, kein freundschaftlicher Abgang, und auf einmal stand Sina allein da – privat und unternehmerisch. Was folgte, war kein geordneter Übergang, sondern eine Entscheidung unter Druck: Weitermachen oder aufgeben. Sie hat weitergemacht. Hat 2019 einen Neubau durchgezogen, das Unternehmen von 20 auf 50 Mitarbeiter entwickelt, den Umsatz auf 10 Millionen gebracht. Und das als alleinerziehende Mutter mit einem Sohn, der damals drei Jahre alt war. Im Gespräch erzählt Sina, wie sie sich den Respekt langjähriger Mitarbeiter erarbeitet hat, die sie noch als Teenager kannten. Warum sie lieber eine falsche Entscheidung trifft als gar keine. Und warum die Frage, ob man Verantwortung übernehmen oder Erwartungen erfüllen will, die ehrlichste Frage ist, die sich angehende Nachfolger stellen können. Takeaways Ein Nachfolgeplan kann scheitern – entscheidend ist, was danach kommtAlleinerziehend und Geschäftsführerin schließt sich nicht aus, erfordert aber radikales ZeitmanagementRespekt im Familienunternehmen wird nicht vererbt, sondern erarbeitetLieber eine falsche Entscheidung als gar keine – Stillstand ist das größere RisikoNachfolge beginnt mit einer ehrlichen Frage: Will ich gestalten oder Erwartungen erfüllen?Wachstum braucht Infrastruktur – der Neubau war der Wendepunkt für die Kletti GmbHExterne Perspektiven und unternehmerische Netzwerke helfen bei schweren EntscheidungenGast Sina Thomas ist Diplom-Volkswirtin und seit 2008 im Familienunternehmen Kletti GmbH tätig. Seit 2019 verantwortet sie als Geschäftsführerin den kaufmännischen Bereich. Ihren Weg in die Nachfolge hat sie unter Bedingungen gemeistert, die kein Lehrbuch vorsieht – und das Unternehmen dabei von 20 auf 50 Mitarbeiter geführt. 🔗 LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/sinathomas/ 🌐 Website: https://www.kletti-gmbh.com Host Christian Rahn bewegt sich seit über drei Jahrzehnten zwischen Marken, Märkten und Menschen. Er unterstützt Unternehmer und Führungskräfte dabei, im Marketing Klarheit zu gewinnen. Sein Fokus liegt auf Struktur, Positionierung und sinnvollem Einsatz von KI. Immer mit dem Ziel, Entscheidungen sicherer zu machen. 🔗 LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/rahn-christian-cmo 🌐 Website: https://www.rahn.digital/ ✉️ Mail: podcast@rahn.digital

    Verantwortung übernehmen oder Erwartungen erfüllen – Nachfolge im Familienunternehmen
  2. Jul 14

    Zwischen Meisterbrief und Marketing - Digitalisierung im Handwerk

    Wie gewinnen Handwerksbetriebe heute Kunden und Azubis wenn Empfehlungen allein nicht mehr reichen? Und was passiert, wenn ein Quereinsteiger einen 40 Jahre alten Familienbetrieb digitalisieren will, ohne das Vertrauen der älteren Generation zu verlieren? Louis Baureis ist Quereinsteiger. Kaufmann, BWL-Studium, drei Jahre Konzern-Außendienst. Dann die Entscheidung: zurück in die Schreinerei des Vaters, die seit über 40 Jahren in Viernheim steht. Zehn Mitarbeiter, Privatkundengeschäft, solides Handwerk. Aber eine Firma, die bis dahin ohne Website, ohne digitale Strategie und ohne Social Media funktioniert hat – weil Empfehlungen reichten. Das Gespräch zeigt, was passiert, wenn zwei Generationen aufeinandertreffen: Der Vater, der den Betrieb von null aufgebaut hat und jeden Euro dreimal umdreht. Der Sohn, der 15.000 Euro für eine Website investieren will und erstmal erklären muss, warum. Kein Bruch, sondern ein Prozess. Vertrauen aufbauen, Ergebnisse liefern, Spielraum verdienen. Louis beschreibt offen, wie er die ersten Investitionen durchgesetzt hat und warum ein einziger Kunde, der über die neue Website kam, inzwischen knapp 100.000 Euro Umsatz gebracht hat. Er spricht über die fehlende Wertschätzung für Handwerker in der Gesellschaft, über den Meisterbrief als Qualitätsgarantie und über Betriebe, die über Nachwuchsmangel klagen, aber weder Ausbildungsgehalt noch Außenauftritt auf der Höhe der Zeit haben. Takeaways Empfehlungen sind wertvoll, aber kein Geschäftsmodell für die ZukunftDigitale Sichtbarkeit entscheidet über Kunden- und NachwuchsgewinnungGenerationenwechsel im Familienbetrieb braucht Vertrauen, nicht KonfrontationDer Meisterbrief sichert Qualität – und sollte nicht aufgeweicht werdenWer über Fachkräftemangel klagt, muss zuerst den eigenen Auftritt hinterfragenHandwerkliche Arbeit bietet eine Zufriedenheit, die Bürojobs selten erreichenInvestitionen in Digitalisierung rechnen sich – wenn man sie an Ergebnissen misstGast Louis Baureis führt die Schreinerei Baureis in Viernheim in zweiter Generation – als Quereinsteiger mit kaufmännischem Hintergrund. Er verbindet traditionelles Handwerk mit digitalem Vertrieb und spricht offen über die Realität im Mittelstand: Nachwuchsprobleme, fehlende Sichtbarkeit und den langen Weg, Veränderung im Familienbetrieb durchzusetzen. 🔗 LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/louis-baureis-schreiner/ Host Christian Rahn bewegt sich seit über drei Jahrzehnten zwischen Marken, Märkten und Menschen. Er unterstützt Unternehmer und Führungskräfte dabei, im Marketing Klarheit zu gewinnen. Sein Fokus liegt auf Struktur, Positionierung und sinnvollem Einsatz von KI. Immer mit dem Ziel, Entscheidungen sicherer zu machen. 🔗 LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/rahn-christian-cmo 🌐 Website: https://www.rahn.digital/ ✉️ Mail: podcast@rahn.digital

    Zwischen Meisterbrief und Marketing - Digitalisierung im Handwerk
  3. Jul 7

    KI-Suche für den Mittelstand: SEO, AI-Overviews & Sichtbarkeit 2026

    Wer heute „SEO ist tot" liest, liest eine Schlagzeile – keine Analyse. Die Realität sieht anders aus: Google hat über 2,5 Milliarden Nutzer in den AI-Overviews, der AI-Mode wächst quartalsweise um das Doppelte. Gleichzeitig basieren über 90 Prozent der KI-Suchergebnisse auf dem klassischen Google-Index. Wer dort nicht auftaucht, existiert auch für die KI nicht. Timon Hartung, seit knapp 20 Jahren im SEO- und Online-Marketing tätig, ordnet ein, was sich tatsächlich verändert – und was nicht. Sein Befund: Für mittelständische Unternehmen brechen gerade positive Zeiten an. Denn die KI-Suche belohnt Spezialisierung. Wer eine Sache richtig gut macht und das auf seiner Website klar kommuniziert, hat bessere Chancen als je zuvor, genau die richtigen Anfragen zu bekommen. Weniger Streuverlust, höhere Relevanz. Das Gespräch zeigt, wo die konkreten Hebel liegen: von der technischen Basis über Grounding Pages bis zur Frage, ob Reddit für das eigene Unternehmen überhaupt relevant ist. Und es räumt mit der Vorstellung auf, dass KI-Sichtbarkeit ein völlig neues Spielfeld sei. Die Grundlage bleibt solides Handwerk – ergänzt um ein neues Verständnis dafür, wie Maschinen Vertrauen aufbauen. Takeaways KI-Suchergebnisse basieren zu über 90 Prozent auf dem klassischen Google-IndexWer nicht in den Top 40 bei Google steht, bleibt auch für die KI unsichtbarGrounding Pages kommunizieren neutral, was ein Unternehmen tut – und was nichtInkonsistente Informationen auf der eigenen Website führen zu KI-HalluzinationenReddit ist relevant, wenn echte Nutzer dort über die eigene Branche sprechen – sonst nichtSpezialisierung wird in der KI-Suche stärker belohnt als in der klassischen SucheDer erste Schritt: die eigenen Keywords in ChatGPT, Gemini und Perplexity eingeben und schauen, was passiertGast Timon Hartung ist Gründer des Technologieunternehmens WOXOW und studierter Wirtschaftsinformatiker mit rund 20 Jahren Erfahrung im SEO- und Online-Marketing. Er hat mehrere Unternehmen gegründet – einige erfolgreich, einige nicht – und kennt die Mechanik digitaler Sichtbarkeit aus jeder Perspektive. Wer verstehen will, wie Auffindbarkeit im Netz künftig funktioniert, findet in ihm jemanden, der Hype von Substanz trennt. 🔗 LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/timonhartung/ 🌐 Website: https://woxow.com Host Christian Rahn bewegt sich seit über drei Jahrzehnten zwischen Marken, Märkten und Menschen. Er unterstützt Unternehmer und Führungskräfte dabei, im Marketing Klarheit zu gewinnen. Sein Fokus liegt auf Struktur, Positionierung und sinnvollem Einsatz von KI. Immer mit dem Ziel, Entscheidungen sicherer zu machen. 🔗 LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/rahn-christian-cmo 🌐 Website: https://www.rahn.digital/ ✉️ Mail: podcast@rahn.digital Diese Episode wird unterstützt von Sage - das intelligente Finanzmanagement für wachstumsorientierte Unternehmen. Sage unterstützt seit über 40 Jahren kleine und mittelständische Unternehmen bei Buchhaltung, Finanz- und Geschäftsprozessen. Weniger Buchhaltung. Mehr Fokus auf unternehmerische Entscheidungen. Podcast-Special:Für alle, die weiterdenken, schneller wachsen und datengetrieben entscheiden wollen.20 % Rabatt auf die ersten 12 Monate für alle, die Sage Intacct inklusive Sage Copilot kennenlernen möchten unter https://www.sage.com/de-de/cp/mum/

    KI-Suche für den Mittelstand: SEO, AI-Overviews & Sichtbarkeit 2026
  4. Jun 30

    Gute Kommunikation ist kein Soft Skill, sondern eine Superkraft

    Der häufigste Kündigungsgrund in deutschen Unternehmen ist nicht das Gehalt. Es ist mangelnde Wertschätzung. Und Wertschätzung ist nichts anderes als Kommunikation. Conny Thalheim arbeitet seit über 25 Jahren mit Unternehmen, Marken und Führungskräften an genau diesem Punkt. Ihr Befund: Die meisten Unternehmen investieren in Sichtbarkeit, in Tools, in Prozesse – aber nicht in die Fähigkeit, klar und menschlich miteinander zu sprechen. Das Ergebnis sind Reibungsverluste, die niemand beziffert, aber jeder spürt. Im Gespräch mit Christian Rahn entwickelt sie eine einfache Formel: Strahlkraft, Perspektivwechsel, Herz. Drei Elemente, die kein Budget erfordern, aber die Art verändern, wie Kunden kaufen, Mitarbeiter bleiben und Führung funktioniert. Besonders der Perspektivwechsel – raus aus dem Sendemodus, rein in die Frage, was beim Gegenüber ankommt – fehlt nach ihrer Beobachtung am meisten. Ein zentraler Gedanke des Gesprächs: KI macht Kommunikation nicht besser. Sie macht Mittelmaß schneller. Wer sich differenzieren will, braucht keine besseren Tools, sondern bessere Gespräche. Conny Thalheim zeigt, warum gerade der Mittelstand hier einen Vorteil hat – wenn er ihn nutzt. Takeaways Kommunikation ist keine Abteilungsaufgabe, sondern FührungsverantwortungDer größte Hebel liegt im Perspektivwechsel, nicht in mehr SichtbarkeitKI erzeugt Mittelmaß – Differenzierung entsteht durch echte GesprächeMangelnde Wertschätzung ist der häufigste Grund für KündigungenWer unklar promptet, kommuniziert auch im echten Leben unklarNonverbale Kommunikation wird im digitalen Raum systematisch unterschätztMittelständler mit Nähe zu Mitarbeitern und Kunden haben einen echten VorteilImpulsgeberin Conny Thalheim berät seit über 25 Jahren Unternehmen von Siemens bis Porsche in Sachen Kommunikation. Sie kommt aus der Medienwelt, kennt die Mechanismen von Sprache und Wirkung und sagt klar, wo Unternehmen kommunikativ Potenzial verschenken. Wer wissen will, warum Kommunikation kein Soft Skill ist, sondern ein Wirtschaftsfaktor, sollte ihr zuhören. 🔗 LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/connythalheim/ 🌐 Website: connythalheim.de | workingideas.de Host Christian Rahn bewegt sich seit über drei Jahrzehnten zwischen Marken, Märkten und Menschen. Er unterstützt Unternehmer und Führungskräfte dabei, im Marketing Klarheit zu gewinnen. Sein Fokus liegt auf Struktur, Positionierung und sinnvollem Einsatz von KI. Immer mit dem Ziel, Entscheidungen sicherer zu machen. 🔗 LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/rahn-christian-cmo 🌐 Website: https://www.rahn.digital/ ✉️ Mail: podcast@rahn.digital Diese Episode wird unterstützt von Sage - das intelligente Finanzmanagement für wachstumsorientierte Unternehmen. Sage unterstützt seit über 40 Jahren kleine und mittelständische Unternehmen bei Buchhaltung, Finanz- und Geschäftsprozessen. Weniger Buchhaltung. Mehr Fokus auf unternehmerische Entscheidungen. Podcast-Special:Für alle, die weiterdenken, schneller wachsen und datengetrieben entscheiden wollen.20 % Rabatt auf die ersten 12 Monate für alle, die Sage Intacct inklusive Sage Copilot kennenlernen möchten unter https://www.sage.com/de-de/cp/mum/

    Gute Kommunikation ist kein Soft Skill, sondern eine Superkraft

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