The Pioneer World Briefing von Chelsea Spieker und Sigmar Gabriel

Der geopolitische Podcast von und mit Sigmar Gabriel, dem ehemaligen Außenminister und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland. Im Gespräch mit The Pioneer-Moderatorin Chelsea Spieker ensteht einmal im Monat ein Navigationssystem für eine Welt im Wandel. Ein Podcast von The Pioneer. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

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  1. Sep 23 • Subscribers Only

    „Keine antisemitische Partei in Berlins Rathaus“

    Ex-Vizekanzler Sigmar Gabriel über die Berlin-Wahl, den Iran-Konflikt und Deutschlands Wirtschaft. Diese Ausgabe des World Briefing wurde live vor Publikum beim MyWay-Strategiegipfel 2026 in Berlin aufgezeichnet. Neue Weltordnung: Welche Chance hat Europa? Die USA ziehen sich zunehmend aus ihrer traditionellen Rolle als Weltordnungsmacht zurück und konzentrieren sich auf den strategischen Wettbewerb mit China. Für Sigmar Gabriel ist das nicht nur ein Risiko: Viele Länder wollten sich weder von den USA noch von China oder Russland führen lassen, sagt er im Talk mit Chelsea Spieker. Ein geeintes und wirtschaftlich starkes Europa könne für sie zu einem attraktiven Partner werden. USA, China und Iran: Wie verschieben sich die globalen Kräfteverhältnisse? Gabriel hält eine schnelle Lösung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran für unwahrscheinlich. Zugleich blickt er auf das Verhältnis zwischen Donald Trump und Xi Jinping: Die USA seien militärisch und technologisch weiterhin stärker, China hole jedoch auf. Europas Einfluss hänge deshalb nicht allein von seiner Verteidigungsfähigkeit ab – entscheidend seien wirtschaftliche Stärke und Innovationskraft. Deutschland im „perfekten Sturm“: Was muss sich ändern? Günstige Energie, offene Märkte, sichere Handelswege und China als großer Absatzmarkt: Viele Voraussetzungen für Deutschlands wirtschaftlichen Erfolg hätten sich ins Gegenteil verkehrt. Gabriel fordert mehr Tempo bei Investitionen, weniger Bürokratie und mehr Mut zum Risiko. Mit Blick auf die jüngsten Wahlen kritisiert er zudem die Vergesellschaftungspläne der Berliner Linken und äußert sich deutlich zu einer möglichen Zusammenarbeit mit der SPD. Produktion: Lorenz Lanig Redaktion: Marc Saha

    „Keine antisemitische Partei in Berlins Rathaus“
  2. Aug 26 • Subscribers Only

    “USA und China zeigen sich gerade als geopolitische Schwächlinge”

    World Briefing live bei der MyWay: Am 24. September treffen Chelsea Spieker und Sigmar Gabriel beim MyWay-Strategiegipfel im Kongresszentrum Westhafen in Berlin aufeinander. Dort zeichnen sie eine neue Folge des World Briefing live vor Publikum auf. Interesse? Alle Informationen und Tickets gibt es auf der MyWay-Website (https://myway.thepioneer.de/). Der Iran sitzt am längeren Hebel: Sechs Monate Krieg gegen den Iran – und trotz der militärischen und wirtschaftlichen Übermacht der USA ist kein Ende in Sicht. Im Gespräch mit Chelsea Spieker zieht Ex-Vizekanzler Sigmar Gabriel eine ernüchternde Bilanz: Washington sei ohne klare Strategie in den Konflikt geraten, während auch Peking kaum Einfluss auf Teheran ausüben könne. Ausgerechnet der Iran sitze derzeit gegenüber beiden Großmächten „am längeren Hebel“. Europas Chance: Die Schwäche der Großmächte verändert nach Gabriels Einschätzung die internationale Ordnung – und könnte Europa neue Spielräume eröffnen. Er plädiert für engere politische Bündnisse mit Staaten, die sich weder von Washington noch von Peking führen lassen wollen. Deutschland, Frankreich, Großbritannien oder Kanada könnten dabei vorangehen. „Das ist eigentlich Europas Chance“, sagt Gabriel – vorausgesetzt, die Europäer schaffen es, gemeinsam zu handeln. Putin testet den Westen: Mit Blick auf Russland warnt Gabriel davor, die zunehmenden Provokationen an der NATO-Ostflanke zu unterschätzen. Drohnen und russische Kampfjets seien Tests, mit denen Wladimir Putin auslote, wie weit er gehen könne. Steuert die Welt damit auf eine noch größere Katastrophe zu? Gabriel sieht keinen unmittelbar bevorstehenden Weltkrieg, wohl aber eine ernsthafte Gefahr: „Die beste Möglichkeit, ihn davon abzuhalten, ist, Stärke zu zeigen.“ Produktion: Till Zobel Redaktion: Marc Saha

    “USA und China zeigen sich gerade als geopolitische Schwächlinge”
  3. Jun 3 • Subscribers Only

    „Trump hat den Zenit seiner Macht überschritten “

    Ex-Vizekanzler Sigmar Gabriel über den Iran, Trumps schwindende Macht und Europas neue Verantwortung Cordoba 2.0. Deutschland ist erstmals mit seiner Bewerbung für einen nicht-ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat gescheitert. Statt dessen zieht u.a Österreich in das Gremium ein. Im Gespräch mit Chelsea Spieker ordnet Sigmar Gabriel das Ergebnis als mehr als nur eine verlorene Abstimmung ein. Für ihn ist es auch ein Signal vieler Staaten des Globalen Südens, die Deutschland zunehmend als „Anhängsel der USA oder von Israel“ wahrnehmen. Nichts Neues im Osten. Auch im Nahen Osten wird sichtbar, wie sehr sich die Machtverhältnisse verschieben. Die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran kommen nur schleppend voran, die Straße von Hormus bleibt ein geopolitischer Hebel und Israels Rolle in der Region wächst weiter. Gabriel beschreibt Donald Trumps Lage dabei als strategische Sackgasse: Der US-Präsident habe gedacht, „das geht so einfach wie in Venezuela“, sitze nun aber „mittendrin in einem Riesen-Schlamassel und weiß nicht, wie er rauskommt“. Erwachsenes Europa. Beim Blick auf Russland, China und die Zukunft Europas wird das Gespräch grundsätzlich. Während die USA sich zunehmend aus Europa und dem Nahen Osten zurückziehen, müsse der Kontinent endlich eigenständiger werden. Für Gabriel ist dabei eine Entwicklung unübersehbar: „Der Gipfelpunkt der Macht von Donald Trump scheint überschritten zu sein.“ Die eigentliche Herausforderung für Europa beginne allerdings erst danach. Produktion: Till Zobel Redaktion: Marc Saha

  4. Mar 2 • Subscribers Only

    „Trumps Iran-Strategie ist eine Wette mit vielen Unbekannten.“

    Ich habe Zweifel an einem Regime-Change durch Luftbombardements.“ Ex-Vizekanzler und Ex-Außenminister Sigmar Gabriel hält im Gespräch mit Chelsea Spieker die militärische Strategie der USA im Iran für ein riskantes Kalkül. Die Hoffnung, durch massive Angriffe das Regime in Teheran ins Wanken zu bringen, sei hochspekulativ – zu viele Faktoren seien unberechenbar, zu wenig spreche für eine geschlossene Opposition im Land. Eskalation mit globaler Sprengkraft. Die Angriffe treffen nicht nur den Iran, sondern die gesamte Weltwirtschaft. Steigende Öl- und Gaspreise, Unsicherheit an den Märkten und wachsender Druck auf Europa zeigen, wie schnell sich ein regionaler Krieg international ausweitet. „Sie merken, die Welt ist total aus den Angeln.“ Gabriel warnt vor einer Dynamik, in der keine Seite die volle Kontrolle über die Eskalation hat. Europa zwischen Abschreckung und Illusionen. Während Frankreich sein nukleares Schutzversprechen ausweitet, mahnt Gabriel zur strategischen Nüchternheit. Deutschland müsse vor allem konventionell abschreckungsfähig werden – nicht über eigene Atomwaffen spekulieren. „Wir tun so, als seien wir hilflos, sind wir gar nicht.“ Entscheidend sei die Kombination aus militärischer Stärke und Verhandlungsbereitschaft. In diesem Podcast analysieren Sigmar Gabriel und Chelsea Spieker die Risiken von Trumps Iran-Strategie, die Rolle Chinas und Russlands – und die Frage, wie Europa in einer zunehmend enthemmten Weltordnung bestehen kann. Produktion: Till Robert Schmidt

  5. Feb 13 • Subscribers Only

    „Europa verliert sich in Nebenkriegsschauplätzen“

    “Under destruction” ist das Motto der 2026er Ausgabe der Münchner Sicherheitskonferenz. Im Studio des Tagungsortes „Hotel Bayerischer Hof“ analysieren Ex-Vizekanzler Sigmar Gabriel und The Pioneer-Host Chelsea Spieker, was im Jahr 1 nach der „JD Vance-Rede“ passiert ist. Ein Talk über eine transatlantische Beziehung im Umbruch. Die große US-Delegation zeige, sagt Gabriel: „Wir haben ja immer den Eindruck, die Vereinigten Staaten wollen eigentlich nichts mehr von uns – aber das stimmt so nicht.“ Der Kanzler habe den richtigen Ton getroffen: Europa müsse „mehr tun für unsere eigene Sicherheit“, zugleich bleibe ein „starker europäischer Pfeiler in der NATO“ der richtige Weg. Kommunikations-Hot Spot MSC. Sowohl Sigmar Gabriel als auch Chelsea Spieker haben die Konferenz zum Austausch genutzt, haben sich Panels und Speaker angehört, aber auch Hintergrundgespräche geführt. In Gesprächen mit internationalen Unternehmen spürt Gabriel wachsende Unsicherheit – geopolitisch wie wirtschaftlich. Gerade deshalb müsse Europas Leitmotiv lauten: „Economy first.“ Ohne wirtschaftliche Stärke lasse sich weder Verteidigung noch sozialer Zusammenhalt finanzieren. Schwäche, so Gabriel, „imponiert Donald Trump nicht“. Europa abwehrbereit? Deutlich skeptisch ist er gegenüber einer vorschnellen Nuklear-Debatte. „First things first“ – Europa müsse erst seine konventionelle Verteidigungsfähigkeit glaubwürdig aufbauen. Wer jetzt über eigene Atomwaffen diskutiere, schüre Ängste: „Ich würde nicht unterschätzen, wie viele Menschen Angst vor dieser Diskussion haben.“ Lösung für die Ukraine? Zum Ukraine-Krieg mahnt Gabriel zur Geschlossenheit mit den USA. Ein eigener europäischer Verhandlungs-Pfad wäre „lebensmüde“ und würde Putin in die Hände spielen. Sein Fazit aus München: kein Durchbruch – aber „ein Schritt nach vorne und nicht zurück“. Produktion: Till Robert Schmidt Redaktion: Marc Saha

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