Black Mojito

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Black Mojito Radio Show: Jeden 4. Freitag im Monat von 20:00 – 22:00 Uhr auf Radio Fratz. Hier zum nachhören.

  1. Keine sicheren Räume?! – »FLINT* only« – Spaltung oder Stärkung?

    11/29/2021

    Keine sicheren Räume?! – »FLINT* only« – Spaltung oder Stärkung?

    Im Nachgang der Veranstaltung „Keine sicheren Räume?“ am  17.09.2020 in Berlin, bei der eine Vertreterin der Dresdner Gruppe  e*space und Kim Posster miteinander diskutierten, moderiert von Jeja  Klein und veranstaltet von ://about party, fanden drei  Folgeveranstaltungen online statt. Hier findet ihr die Mitschnitte. 18. März 2021, 19 Uhr: »FLINT* only« – Spaltung oder Stärkung? Die  Linke will Differenzen ernst nehmen und trotzdem oder gerade dadurch  gemeinsam für Emanzipation streiten. Doch gerade bei der Kategorie  Geschlecht wird offensichtlich, wie sehr sie an diesem Anspruch  scheitert: Sexismus, männerbündische Strukturen und sexuelle Übergriffe  oder sexualisierte Gewalt gehören schließlich auch in der Linken zum  Alltag. Gemeinsame Organisation und politische Praxis von Cis-Männern  und FLINT*s endet so immer wieder in Frust, Enttäuschung und manchmal  der Abkehr von politischer Organisation überhaupt. Da ist es mehr als  verständlich, dass sich eigene FLINT*-Räume, -Gruppen  und-Veranstaltungsformate durchgesetzt haben. Nicht nur, damit FLINT*s  auch mal der (links-)männlichen Dominanz entkommen können, sondern auch  um Prozesse der feministischen (Selbst-)Bildung, Vernetzung und  Bestärkung zu ermöglichen, die zusammen mit Cis-Männern oft unmöglich  erscheinen. Doch ist autonome Organisation von FLINT*s unabhängig von  Cis-Männern schon DIE Antwort auf das Patriarchat oder ist sie nur die  kollektive Verwaltung des sexistischen Elends innerhalb der Linken  herrscht? Was ist noch selbstbewusster Aufbau feministischer  (Gegen-)Macht und was ist schon defensiver Rückzug in sogenannte  Schutzräume, die gar nicht mehr nach dem großen Ganzen fragen können?  Wie können wir dabei von anderen separatistischen Organisierungsformen  lernen? Braucht es mehr Anspruch auf eine feministische Organisierung  mit allen Geschlechtern oder doch mehr Mut zur Spaltung? Und was ist  eigentlich mit den Cis-Männern selbst? Warum scheitert die gemeinsame  Praxis mit ihnen so häufig und sind Organisationsformen von Cis-Männern  vorstellbar, die nicht Männerbünde, sondern die Kritik an Männlichkeit  stärken könnten? Das Podium soll Möglichkeiten und Fallstricke  „separatistischer“ Organisation an Hand von Geschlecht kontrovers  diskutieren. Es diskutieren: * Hanna von FLINTA*ktion * Joha von mybodyisnotyourporn * Lisa u.a. bei vetofeminists * Kim Posster Moderation: Jeja Klein

    1h 45m
  2. Keine sicheren Räume?! – Awareness: Fluch oder Segen?

    11/29/2021

    Keine sicheren Räume?! – Awareness: Fluch oder Segen?

    Im Nachgang der Veranstaltung „Keine sicheren Räume?“ am 17.09.2020 in Berlin, bei der eine Vertreterin der Dresdner Gruppe e*space und Kim Posster miteinander diskutierten, moderiert von Jeja Klein und veranstaltet von ://about party, fanden drei Folgeveranstaltungen online statt. Hier findet ihr die Mitschnitte 25. Februar 2021, 19 Uhr: Awareness: Fluch oder Segen? Awareness-Gruppen gehören inzwischen beinahe zum Chique linker Partys. Sie vermitteln, dass man in Szene-Räumen nicht alleine ist, wenn es zu Übergriffen, Belästigungen oder Rassismus kommt. Doch können die Gruppen damit Gewalt auf Partys vorbeugen, können sie Betroffene wirklich auffangen oder verhindern sie im Gegensatz zum Anspruch eine effektive Veränderung der verunsichernden Normalität? Wir haben unterschiedliche Effekte in linker Feierkultur beobachtet: den unkomplizierten, schnellen Ausschluss belästigender Personen ebenso wie Awareness-Gruppen, die vorrangig dazu da zu sein scheinen, dass Typen, die ihre Hände nicht bei sich lassen wollen, dafür nicht aufs Maul kriegen. An manchen Orten scheinen die Gruppen großes Vertrauen zu genießen. Doch an anderen Orten trauen sich Betroffene nicht, die Gruppen anzusprechen – oder sie sind schlicht nicht wirklich greifbar oder präsent auf der Party. Auch das Phänomen, dass plötzlich fragwürdige Typen als Mitglieder von Awareness-Gruppen Szene-Credibility generieren und sich vor Konsequenzen für ihr eigenes Verhalten schützen, wird immer wieder diskutiert. Was umfasst „Achtsamkeit“ auf Veranstaltungen und wen schließt sie aus, weil bestimmte dazu gehörende Codes nicht bedient werden? Wer hat dann welche Macht? Und was ist eigentlich mit den „fiesesten und häufigsten Tat-Orte[n] sexualisierter Gewalt wie Familien und Beziehungen“? Und gäbe es sie nicht, wäre die Häufigkeit von sexualisierter Gewalt dann nicht noch viel größer? Es diskutieren: Es diskutieren: * Lewamm “Lu” Ghebremariam von der Clubcommission * Anni * Dido Busch * Anni von rave*awareness Es moderiert: Jeja Klein

    1h 40m

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