bto – der Ökonomie-Podcast von Dr. Daniel Stelter

Dr. Daniel Stelter

bto – beyond the obvious – der Ökonomie-Podcast von Dr. Daniel Stelter. Der Ökonom und Strategieberater bringt Wirtschaft und Finanzen auf den Punkt. Unverblümt und unabhängig gibt Stelter pointierte Antworten auf die Wirtschaftsfragen unserer Zeit. Featured by Handelsblatt. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  1. 2d ago

    Die Demografie macht alles schlimmer

    Unter dem Titel The Great Demographic Reversal (dt. Die große demografische Wende) veröffentlichten die Ökonomen Charles Goodhart und Manoj Pradhan im Jahr 2020 ein vielbeachtetes Buch. Im Februar 2021 waren die beiden zu Gast im bto-Podcast. Die These aus ihrem Buch war provokant: Die Zeit der niedrigen Inflation ist historisch beendet, weil zwei einmalige Angebotsschocks – der Eintritt Chinas und Osteuropas in den Welthandel plus der Anstieg der weiblichen Erwerbsbeteiligung – auslaufen. Die Demografie kehrt sich um, das Arbeitsangebot schrumpft, die Abhängigenquote verschlechtert sich. Inflation, Zinsen und Löhne müssen strukturell höher sein. Sieben Jahre später haben Goodhart und Pradhan ein Nachfolgebuch vorgelegt: The Unanchored Central Banker. Die These wurde verschärft: Die Fiskalpolitik ist so unsustainable geworden, dass Geldpolitik in ihrer bekannten Form nicht mehr funktionieren kann. Notenbanken werden gezwungen sein, häufiger in Bondmärkte einzugreifen. Und Goodhart, geboren 1936, sagt in seinem aktuellen Interview: „Von nun an wird die demografische Entwicklung das Leben immer schlimmer und schlimmer machen. (a. d. eng./Red.)“  Inzwischen liegen zwei aktuelle deutsche Publikationen vor – beide aus dem Juli 2026 –, die Goodharts These direkt bestätigen: der ifo Schnelldienst (70 Prozent für Rente und Gesundheit) und eine Kronberger-Kreis-Studie (Tragfähigkeit der Eurozone durch demografischen Druck ernsthaft gefährdet). Zeit für ein bto REFRESH. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Buch The Great Demographic Reversal – Ageing Societies, Waning Inequality, and an Inflation Revival (2020) von Charles Goodhart und Manoj Pradhan: https://tinyurl.com/ynfa5tzk  Buch The Unanchored Central Banker — Fiscal Dominance and the Future of Monetary Policy (2026) von Charles Goodhart und Manoj Pradhan: https://tinyurl.com/8rue2rc3  Pressemitteilung Mehr als zwei Drittel aller Sozialausgaben fließen in Rente und Gesundheit ( 2.7.2026) des ifo Instituts München: https://tinyurl.com/3j43cs9s   Studie Ist der Euro zukunftsfest? (Juli 2026) des Kronberger Kreis (Feld/Fuest/Haucap/Hey/Wieland/Wigger): https://tinyurl.com/386864bz  beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein exklusives Angebot für alle „bto – beyond the obvious – featured by Handelsblatt”-Hörer*innen: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen lang für 1 Euro und bleiben Sie zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage informiert.  Mehr erfahren Sie unter: https://handelsblatt.com/mehrperspektiven   Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Die Demografie macht alles schlimmer
  2. 5d ago

    Innovationskiller Kündigungsschutz

    Der Innovationsforscher Olivier Coste und der Ökonom Yann Coatanlem waren im Februar 2025 zu Gast bei bto und stellten in Episode 280 eine damals noch wenig beachtete These vor: Europas Innovationslücke gegenüber den USA erklärt sich am wenigsten aus Kultur oder Kapital – sie ist eine direkte Folge der Kosten des Scheiterns. Dort, wo Restrukturierung teuer und langwierig ist, wird nicht disruptiv investiert. Heute, eineinhalb Jahre später, wird die These breit diskutiert und ist sogar ein bisschen Regierungspolitik geworden. Das ifo Institut München publizierte die deutsche Übersetzung der Cost-of-Failure-Analyse der beiden Franzosen Anfang 2026. Und am 2. Juli 2026 hat die schwarz-rote Koalition ein Reformpaket verabschiedet, das erstmals seit Jahrzehnten den Kündigungsschutz für Gutverdiener lockert. Aber die Schwelle liegt bei 177.450 Euro Jahreseinkommen – weit über der Empfehlung. Was aus seiner wissenschaftlichen Idee geworden ist, bespricht Daniel Stelter in einem Update mit Olivier Coste. Außerdem werfen wir einen Blick auf die Gegenposition von Professor Enzo Weber vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Working Paper Cost of Failure, Disruptive Innovation and Targeted Flexicurity (Oktober 2025) von Olivier Coste und Yann Coatanlem: https://tinyurl.com/4aeda296  Aufsatz Überwindung von Europas Innovationsschwäche: Kosten des Scheiterns, disruptive Innovation und gezielte Flexicurity (Januar 2026) von Yann Coatanlem und Olivier Coste in ifo Schnelldienst: https://tinyurl.com/mn7n5vxa  Beitrag Warum nicht mal Jobwechsel auf Probe? (30. Juni 2026) von Prof. Dr. Enzo Weber in DIE ZEIT: https://tinyurl.com/4ms3nxx6  Beitrag Zweifel an den Plänen der Koalition zum Kündigungsschutz (31. Juli 2026) in Süddeutsche Zeitung: https://tinyurl.com/4a3zyxjv  Kolumne Der wahre Grund für Europas Innovationsrückstand (5. Februar 2025) von Daniel Stelter in Handelsblatt: https://tinyurl.com/y9dzatcm  beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Das Handelsblatt ordnet ein, was aktuelle Wirtschafts- und Politikthemen konkret bedeuten – klar, relevant und auf den Punkt – und jetzt zum Vorteilspreis: 12 Monate lang mit 50 % Rabatt. Ein Angebot für alle, die hinter die Schlagzeilen blicken wollen. Für kurze Zeit unter: handelsblatt.com/rabatt50.   Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Innovationskiller Kündigungsschutz
  3. Aug 5

    Kein Niedergang, nur Veränderung?

    Am 19. Juli 2026 hat der Industrieexperte Prof. Dr. Harro Heilmann bei n-tv ein bemerkenswertes Interview gegeben. Der Titel: „Das ist kein Niedergang, sondern eine Veränderung“. Seine Kernthese: Die Deindustrialisierung Deutschlands sei überzeichnet, der Rückgang des Industrieanteils am BIP von 21,9 auf 20,6 Prozent zwischen 2023 und 2025 sei kein Drama. Der Produktionsindex werde „missbräuchlich“ verwendet, die Bruttowertschöpfung sei der bessere Maßstab, und die deutsche Wirtschaft schlage sich resilient. Acht Tage später, am 27. Juli 2026, haben Dr. Alexander Schiersch und Prof. Dr. Alexander Kritikos vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin genau das Gegenteil dargelegt: Deutschlands Deindustrialisierung ist hausgemacht, sie ist real, und sie ist strukturell – Investitionsschwäche, Bürokratie, Verwaltungsversagen. Beide argumentieren mit denselben makroökonomischen Daten, kommen aber zu entgegengesetzten Schlüssen. Wer hat recht? Im bto-Archiv liegt ein Konzept, an dem sich die ganze Debatte entzündet: die Unterscheidung von Produktion und Bruttowertschöpfung, die Prof. Dr. Timo Wollmershäuser vom ifo Institut Ende 2024 in Episode 271 unter dem Titel „Deindustrialisierung nur ein Mythos?“ erklärt hat. Wollmershäusers These – damals mit dem entscheidenden Wörtchen „noch“ versehen – ist heute die Grundlage der Heilmann-Argumentation. Was daran stimmt und was heute anders zu beurteilen ist, klären wir in dieser Folge. Zeit für ein bto REFRESH. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Interview Das ist kein Niedergang, sondern eine Veränderung (19. Juli 2026) mit Prof. Dr. Harro Heilmann bei n-tv: https://tinyurl.com/mrk3fb84  Medienbeitrag Warum Deutschland zurückfällt (28. Juli 2026) von Dr. Alexander Schiersch und Prof. Dr. Alexander S. Kritikos: https://tinyurl.com/4eyb3mhx  Analyse Struktureller Wandel im Verarbeitenden Gewerbe: Produktion unterzeichnet Bruttowertschöpfung (Februar 2024) von Dr. Robert Lehmann und Prof. Dr. Timo Wollmershäuser in ifo Schnelldienst: https://tinyurl.com/mtyd9tuz   beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Das Handelsblatt ordnet ein, was aktuelle Wirtschafts- und Politikthemen konkret bedeuten – klar, relevant und auf den Punkt – und jetzt zum Vorteilspreis: 12 Monate lang mit 50 % Rabatt. Ein Angebot für alle, die hinter die Schlagzeilen blicken wollen. Für kurze Zeit unter: handelsblatt.com/rabatt50.   Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Kein Niedergang, nur Veränderung?
  4. Aug 2

    Rebellische Maschinen – KI außer Kontrolle

    Der KI-Sommer 2026 ist noch längst nicht vorbei, hat aber schon ordentlich Schlagzeilen produziert. Claude erpresst einen Vorstand, Gemini schützt seine Autonomie gegen den Willen von Google, ein malaysischer Premier-Chatbot rät zur Nicht-Wahl seines eigenen Chefs, OpenAI-Modelle brechen aus der Sandbox aus und hacken Hugging Face. Was folgt daraus? Der Ruf nach mehr Regulierung, nach dem AI Act, nach Ethikkodizes. Aber ist das die richtige Antwort? Daniel Stelter spricht mit Professor Dr. Christoph Lütge, Ordinarius für Wirtschaftsethik an der Technischen Universität München (TUM) und Direktor des Institute for Ethics in Artificial Intelligence (IEAI) an der TUM. Lütge gilt als einer der profiliertesten Wirtschaftsethiker Deutschlands und steht in der Tradition der Ordnungsethik von Karl Homann. Seine Position: Ethik entsteht durch Regeln, nicht durch Appelle. Warum das gerade für Künstliche Intelligenz gilt, warum der AI Act zu starr ist und warum Deutschland ohne eigene KI und ohne industriellen Strom auch keine relevante KI-Ethik-Debatte führen kann, sind die Inhalte dieses Expertengesprächs. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Arbeitspapier Artificial Intelligence and Productivity in Europe (April 2025) des Internationalen Währungsfonds (IWF), Autorengruppe: https://tinyurl.com/9mfszcn4   Blogbeitrag zur KI-Ausrichtungsforschung Agentic Misalignment in Summer 2026 – Case studies of frontier models sabotaging code, assisting fraud, mislabeling, and coaching whistleblowers (Juli 2026), Autorengruppe: https://tinyurl.com/4skxzts9   Beitrag Anthropic Report Reveals Claude Has 96% Probability of Extortion (Juli 2026) auf der chinesischen Technologie- und Nachrichtenplattform WINZHENG: https://tinyurl.com/4cfu3msc  Beitrag Anthropic caught Gemini 3.1 Pro quietly sabotaging a training run it disagreed with, 15. Juli 2026 (Zusammenfassung Fallstudie Covert Sabotage aus dem Anthropic-Report) auf Ground Truth: https://tinyurl.com/2z9h9k8m  Beitrag PMX.AI-Panne: Malaysias KI-Chatbot rät Bürgern, Premier nicht zu wählen (Juli 2026) auf dem IT-Nachrichtenportal BornCity: https://tinyurl.com/4js8e32a  Buch Ethik des Wettbewerbs – Über Konkurrenz und Moral, von Christoph Lütge, Verlag C.H. Beck, München 2014: https://tinyurl.com/4c5uevwu  beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Das Handelsblatt ordnet ein, was aktuelle Wirtschafts- und Politikthemen konkret bedeuten – klar, relevant und auf den Punkt – und jetzt zum Vorteilspreis: 12 Monate lang mit 50 % Rabatt. Ein Angebot für alle, die hinter die Schlagzeilen blicken wollen. Für kurze Zeit unter: handelsblatt.com/rabatt50.   Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Rebellische Maschinen – KI außer Kontrolle
  5. Jul 29

    Was uns ökonomisch glücklich macht

    Die bisher größte Meta-Analyse von 168 Studien zu wirtschaftlicher Ungleichheit war das Thema der vorangegangenen bto-Episode #409. Daniel Stelter sprach mit dem Sozialpsychologen Nicolas Sommet, dem federführenden Autor der Meta-Studie. Ergebnis: Wirtschaftliche Ungleichheit hat im Durchschnitt der Menschen keinen Effekt auf ihr Wohlbefinden oder ihre psychische Gesundheit. Anders gesagt, Ungleichheit macht im Durchschnitt nicht unglücklich. Die naheliegende Anschlussfrage ist, was macht Menschen denn dann glücklich? Der World Happiness Report 2026 hat im März geantwortet – und Deutschland ist überraschend um fünf Plätze auf Rang 17 nach oben gerückt. Der Ipsos Happiness Index 2026 bestätigt: 72 Prozent der Deutschen bezeichnen sich als glücklich, acht Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Wichtigster Unglücksfaktor: nicht Ungleichheit, sondern die eigene Finanzsituation. Passend dazu holen wir das Original-Interview mit Prof. Bruno S. Frey aus dem Archiv. Frey, Jahrgang 1941, Permanent Visiting Professor an der Universität Basel und Mitgründer des Center for Research in Economics and Well-Being (CREW), gilt als einer der Pioniere der ökonomischen Glücksforschung. Sein Standardwerk „Happiness and Economics“ von 2002 (mit Alois Stutzer) begründete dieses Feld. Sein Gespräch mit Daniel Stelter zeigt, warum Deutschland heute überhaupt aufsteigen konnte – und was Frey schon 2022 gewusst hat. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Bericht World Happiness Report 2026 (März 2026) des Wellbeing Research Centre Oxford, Autorengruppe: https://tinyurl.com/r7p5kmnr Buch Happiness and Economics – How the Economy and Institutions Affect Human Well-Being von Bruno S. Frey und Alois Stutzer, Princeton University Press 2002: https://tinyurl.com/4we6u25h  Buch Happiness – A Revolution in Economics von Bruno S. Frey, MIT Press 2008: https://tinyurl.com/574w3m2v  Buch Demokratische Wirtschaftspolitik – Theorie und Anwendung von Bruno S. Frey, Lars P. Feld, Melanie Häner, Christoph A. Schaltegger und Gebhard Kirchgässner, Verlag Franz Vahlen 2024: https://tinyurl.com/mupy84re   Buch Automated Democracy – Die Neuverteilung von Macht und Einfluss im digitalen Staat von Bruno S. Frey und Christian R. Ulbrich, bpb – Bundeszentrale für Politische Bildung 2025: https://tinyurl.com/jf27cdjn   beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Das Handelsblatt ordnet ein, was aktuelle Wirtschafts- und Politikthemen konkret bedeuten – klar, relevant und auf den Punkt – und jetzt zum Vorteilspreis: 12 Monate lang mit 50 % Rabatt. Ein Angebot für alle, die hinter die Schlagzeilen blicken wollen. Für kurze Zeit unter: handelsblatt.com/rabatt50.   Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Was uns ökonomisch glücklich macht
  6. Jul 26

    Der Hebel gegen Armut

    SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hat angekündigt, Vermögen- und Erbschaftsteuer noch im Jahr 2026 zum „Schlüsselthema“ seiner Partei zu machen. Die Erhöhung der „Reichensteuer“ genügt den Genossen nicht. Noch mehr Umverteilung soll es sein. Nur auf diese Weise – so die Behauptung – ließe sich in Deutschland „Gerechtigkeit“ herstellen. In der Sozialpolitik wird „gerecht“ gerne mit „gleich“ verwechselt. Die Politiker berufen sich dabei auf Forschungen, die einen Zusammenhang zwischen Gleichheit und Zufriedenheit der Bevölkerung herstellen wollen. Doch das Fundament trägt nicht.  Im Dezember 2025 hat ein internationales Forscherteam die bisher größte Meta-Analyse zum Zusammenhang zwischen Ungleichheit und Wohlbefinden veröffentlicht. Dafür wurden 168 Studien ausgewertet, die 11,4 Millionen Menschen aus über 38.000 geografischen Einheiten umfassten. Das Ergebnis ist eindeutig: „Menschen, die an Orten mit größerer Ungleichheit leben, berichten im Durchschnitt kein geringeres Wohlbefinden als jene an 'gleicheren' Orten“.  Die politische Konsequenz: Nicht Umverteilung, sondern Wachstum, das Menschen aus der Armut herausholt, ist der wirksame Hebel für öffentliche Gesundheit und Wohlbefinden.  Über die Studie spricht Daniel Stelter mit dem Sozialpsychologen Dr. Nicolas Sommet. Er ist Forschungsleiter am LIVES Centre der Universität Lausanne und war der federführende Autor der Studie. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Beitrag No meta-analytical effect of economic inequality on well-being or mental health, Autorengruppe der Studie, veröffentlicht im Wissenschaftsmagazin nature (Dezember 2025)(Bezahlschranke): https://tinyurl.com/34y7hhet  Nature Research Briefing Economic inequality does not equate to poor well-being or mental health (Dezember 2025) von Nicolas Sommet und Annahita Ehsan (Bezahlschranke): https://tinyurl.com/3ffh5rzv  Zusammenfassung zum Buch The Spirit Level — Why More Equal Societies Almost Always Do Better von Richard Wilkinson und Kate Pickett auf Equality Trust: https://tinyurl.com/bddnzt4y  Bulletin The influence of economic policies on social environments and mental health der Weltgesundheitsorganisation WHO (Mai 2024), Autorengruppe: https://tinyurl.com/4hvsvbmm  beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Das Handelsblatt ordnet ein, was aktuelle Wirtschafts- und Politikthemen konkret bedeuten – klar, relevant und auf den Punkt – und jetzt zum Vorteilspreis: 12 Monate lang mit 50 % Rabatt. Ein Angebot für alle, die hinter die Schlagzeilen blicken wollen. Für kurze Zeit unter: handelsblatt.com/rabatt50.   Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Der Hebel gegen Armut
  7. Jul 22

    Kahlschlag im Autoland

    Die Disruption in der Autoindustrie ist gravierend und die Folgen für europäische Anbieter sind entsprechend hart. In Europas Antriebsstrang-Produktion sind bis zum Jahr 2040 rund 726.000 der aktuell 1,6 Millionen Arbeitsplätze bedroht – ein Minus von 45 Prozent. Zu diesem dramatischen Ergebnis kommt die am 16. Juli 2026 vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO veröffentlichte Studie „ELAB 2040 – Wertschöpfung und Beschäftigung in der Automobilindustrie“.  Diese Entwicklung darf allerdings nicht überraschen, denn sie ist seit Jahren absehbar gewesen. Und es ist nicht (allein) das Verbrenner-Aus, das die Industrie erschlägt. Es ist die Frage, wo die neue Wertschöpfung entsteht – und ob Deutschland dabei überhaupt noch eine Rolle spielt. Bereits im März 2022 sprach Daniel Stelter in Folge 128 mit Henning Rennert, Partner bei strategy&, der globalen Strategieberatung von PwC, über den Strukturwandel in der deutschen Automobilindustrie. Zeit für ein bto REFRESH. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Studie ELAB 2040 – Wertschöpfung und Beschäftigung in der Automobilindustrie des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO: https://tinyurl.com/3baw3rnc   Beitrag IG Metall warnt vor Panikmache und nimmt Teile der Industrie in die Pflicht der IGM Bayern: https://tinyurl.com/e372m674  Presseinformation „Automobilstandort Deutschland immer stärker unter Druck“ (März 2026) der Unternehmensberatung EY: https://tinyurl.com/y9t8p5fv   beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein bisschen mehr Luft im Sommer? Dann ist jetzt die perfekte Zeit, Ihrem Wissensvorsprung ein Upgrade zu geben – mit dem Handelsblatt. Das liefert Ihnen verlässliche Fakten, exklusive Hintergründe und eine klare Einordnung wirtschaftlicher Entwicklungen. Mit unserem Sommer-Special ist der Einstieg supereinfach: Sie erhalten jetzt 6 Wochen für nur 1 Euro vollen Zugriff auf alle digitalen Inhalte. Sichern Sie sich dieses besondere Angebot unter handelsblatt.com/sommer26   Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Kahlschlag im Autoland
  8. Jul 19

    Europas Schwäche im Kampf um die Arktis

    Wiederholt hat der amerikanische Präsident die Übernahme Grönlands gefordert – so auch beim Nato-Gipfel im Juli 2026 in Ankara. „Das sollte von den Vereinigten Staaten kontrolliert werden, nicht von Dänemark“, sagte Donald Trump zum türkischen Präsidenten Erdoğan. Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen wies die Forderung erneut zurück. Europa reagierte reflexartig, mit Empörung und dem üblichen Verweis auf die Souveränität Dänemarks. Die eigentliche Frage wird dabei aber übersehen: Ist Europa überhaupt in der Lage, die geostrategisch vielleicht wichtigste Region der 2030er Jahre zu sichern? Oder benennt Trump – undiplomatisch, aber analytisch treffend – nur das Vakuum, das China und Russland nur allzu gern füllen würden? Der Wettlauf um die Arktis könnte der bedeutendste geopolitische Umbruch unserer Zeit sein. Das Meereis schmilzt viermal schneller als das Eis auf dem Rest der Erde, neue Handelsrouten öffnen sich, riesige Vorkommen an Öl, Gas und Seltenen Erden werden zugänglich. Russland und China bauen ihre Präsenz systematisch aus. Und Europa steckt einmal mehr im „geopolitischen Schraubstock“, wie das FERI Cognitive Finance Institute in seiner Arktis-Analyse formuliert. Daniel Stelter spricht mit Dr. Heinz-Werner Rapp, Gründer und Leiter des FERI in Bad Homburg, über den Klimawandel als geopolitischen Katalysator, über die mehr als 36 Millionen Tonnen Seltene Erden, die Grönland beherbergt, über die Nordostpassage, die die Handelsroute vom chinesischen Ningbo nach England um zwanzig Tage verkürzt und über die Frage, ob Europa die Tragweite dieser Umbrüche überhaupt begreift. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Cognitive Briefing Kampf um die Arktis — Globaler Wettlauf um Rohstoffe, Macht und strategische Dominanz (12-2025) des FERI Cognitive Finance Institute: https://tinyurl.com/2kuaws2w  beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein bisschen mehr Luft im Sommer? Dann ist jetzt die perfekte Zeit, Ihrem Wissensvorsprung ein Upgrade zu geben – mit dem Handelsblatt. Das liefert Ihnen verlässliche Fakten, exklusive Hintergründe und eine klare Einordnung wirtschaftlicher Entwicklungen. Mit unserem Sommer-Special ist der Einstieg supereinfach: Sie erhalten jetzt 6 Wochen für nur 1 Euro vollen Zugriff auf alle digitalen Inhalte. Sichern Sie sich dieses besondere Angebot unter handelsblatt.com/sommer26   Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Europas Schwäche im Kampf um die Arktis
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