Soltis Studiocast

Christoph Soltmannowski, Journalist und Produzent in Zürich, lädt interessante und kreative Gäste in sein Studio ein – meistens aus der Welt von Entertainment, Kultur und Kommunikation.

  1. 4d ago

    31 | Noemi Beza: «Musik ist mein Zufluchtsort und mein Zuhause geworden»

    Sie ist das Gesicht dieses Schweizer Festivalsommers: Noemi Beza, 20, aus dem Thurgau, frisch gekürtes «SRF 3 Best Talent», bei Universal Music unter Vertrag und mit ihrer EP «You'll Find Me There» gerade auf den grossen Bühnen unterwegs. Im Gespräch mit Christoph Soltmannowski erzählt sie, wie sich das anfühlt, wenn plötzlich alles zusammenkommt. Ihre Antwort ist erstaunlich gelassen: «Es hat sich alles mega schön organisch ergeben.» Was von aussen wie ein Blitzstart wirkt, sind für sie drei Jahre kleine Schritte, von denen das Publikum nur einen Teil gesehen hat. Angefangen hat es mit einem Abschlussprojekt in der dritten Sek: ein eigener Song, zum ersten Mal im Studio. Ihr Produzent war der Erste, der ihr sagte, dass man ihre Musik hören will. Davor tanzte sie acht Jahre Ballett und drei Jahre Hip-Hop und erzählt offen, warum sie das Tanzbusiness rückblickend als hart und nicht immer gesund erlebt hat, gerade für junge Mädchen. Im Zentrum des Gesprächs steht «Hear Me», ihr Song über Panikattacken und eine Zeit, in der sie sich kaum mehr aus dem Haus traute. Er entstand in ihrer allerersten Session mit der Musikerin Dana und dem Produzenten BNJI, an einem Tag, an dem es ihr schlecht ging. Statt so zu tun, als wäre alles gut, flossen erst Tränen, dann der Song: «Ich habe erzählt und erzählt, und wir haben geschrieben und geschrieben. Am Abend ist ‹Hear Me› da gewesen.» Heute schreiben ihr Fans, der Song habe sie durch schwere Zeiten getragen. Noemi spricht auch darüber, was ihr damals half: ihre Eltern und eine gute Therapeutin. Und sie erklärt ihre Regel, persönliche Themen erst dann zu veröffentlichen, wenn sie bereit ist, darüber zu reden. Ausserdem im Gespräch: warum sie ihren Stil «Freigeist-Pop» nennt («Ich mache, was ich will»), wie ein Countryfilm mit 14 ihre Liebe zu Banjos und ehrlichen Texten weckte, und wie das Musikvideo zu «You'll Find Me There» in einer 42-Stunden-Aktion am Strand von Finale Ligure entstand, weil Kalifornien dann doch nicht im Budget lag. Sehr persönlich wird es beim Thema Adoption: Noemi wurde in Äthiopien geboren und kam mit vier Monaten in die Schweiz. Diesen Herbst reist sie zum ersten Mal zurück, weil das Kinderhilfswerk, aus dessen Kinderheim sie stammt, sein 40-Jahr-Jubiläum feiert. Eine Konzertanfrage für das Fest hat sie abgelehnt. Sie will dort nicht die Musikerin Noemi Beza sein, sondern einfach ankommen, aufsaugen, geniessen. Und sonst? Arbeitet sie weiterhin 30 Prozent als Pharmaassistentin in der Apotheke, schwärmt von Olivia Dean, Justin Bieber und Nina Chuba, analysiert die Halftime-Show der WM und verrät, warum sie Bierflaschen mit den Zähnen öffnen kann und wie ihr das eine Einladung einer Biermarke einbrachte. Im August steht Noemi Beza am Heitere Open Air in Zofingen (Sonntag, 9. August 2026) und am Open Air Gampel (Freitag, 21. August 2026) auf der Bühne. Kapitel (00:00) Intro (00:08) Festivalsommer: Montreux, Moon and Stars (02:12) Musikalische Familie und das erste Schulprojekt im Studio (03:53) Acht Jahre Ballett: Rückblick auf das Tanzbusiness (05:47) Plattenvertrag mit 20: Universal und SRF 3 Best Talent (08:12) Rastlosigkeit: Musik als Zufluchtsort (10:29) «Hear Me»: über Panikattacken singen (12:21) Wie der Song in einer Session mit Dana und BNJI entstand (14:09) Die Schweizer Musikszene: Support statt Ellenbögen (15:16) Musikvideo-Dreh in Finale Ligure (15:53) Country-Liebe und «Freigeist-Pop» (17:46) Wie ihre Songs entstehen (19:14) Adoption, «Would You Know» und die Reise nach Äthiopien (23:17) Ihr zweites Leben als Pharmaassistentin (26:46) Bühne oder Studio? (28:06) Verstecktes Talent: Bierflaschen mit den Zähnen öffnen (29:06) Pläne: Festivalsommer geniessen, dann neue Musik (31:52) Vorbilder: Justin Bieber, Olivia Dean, Nina Chuba

    31 | Noemi Beza: «Musik ist mein Zufluchtsort und mein Zuhause geworden»
  2. 4d ago

    30 | Frank Richter: Warum «Love my Job» genau das Gegenteil meint

    Frank Richter ist zurück im Studiocast. Diesmal aber nicht zum Arbeiten, wie er gleich zu Beginn klarstellt, sondern zum Plaudern. Und das lohnt sich: Der Comedian und Christoph Soltmannowski teilen einen Background im People-Journalismus, und wenn zwei Ehemalige aus dieser Branche zusammensitzen, kommen Geschichten auf den Tisch, die man so noch nie gehört hat. Frank erzählt von seiner Zeit bei «Glanz & Gloria»: von der Managerin, die eine Frage nach Beatrice Eglis Kindheitsinstrument strich, weil sie «zu privat» sei. Von der Anwaltskanzlei, die pro «Schweini» 10 000 Euro forderte, weil man Bastian Schweinsteiger gefälligst beim vollen Namen zu nennen habe. Und von der Erkenntnis, dass die grössten Stars meist die unkompliziertesten sind, während das Management drumherum die Probleme macht. Christoph hält dagegen: mit einem Bond-Girl, einer Aufpasserin hinter seinem Rücken und einem Weltstar, dessen Presseassistentin keine Fotos wollte. Wegen der grauen Haare. Dazwischen geht es um das Handwerk: Wie wird aus einem TV-Journalisten ein Comedian? Frank erzählt, wie ihn das Blick Live Quiz vor die Kamera brachte und warum er sich am Ende zwischen SRF und Blick entscheiden musste. Er erklärt, weshalb schwarzer Humor in der Schweiz mainstreamtauglich verpackt sein muss, warum das deutsche Publikum schneller lacht und wieso er auf dem Land manchmal bremsen muss, damit die Pointen überhaupt ankommen. Und er hat eine Beobachtung mitgebracht, die hängen bleibt: Gen-Z-Zuschauerinnen schauen bei derben Witzen erst nach links und rechts, ob die anderen lachen. Die Lizenz zum Lachen holt man sich heute offenbar beim Sitznachbarn ab. Natürlich ist auch sein aktuelles Programm «Love My Job» Thema. Der Titel ist ironisch gemeint, denn Frank kann den LinkedIn-Hashtag nicht ausstehen: Wer vom Betriebsausflug auf den Pilatus ein Gruppenfoto mit #lovemyjob postet, will laut ihm vor allem eines, nämlich dem Chef Honig ums Maul schmieren. Über Social Media hat er trotzdem seine Meinung geändert. Sein Fazit nach dem späten Einstieg: Am Anfang ist es cringe, später ist es Content. Und es füllt die Theater. Ausserdem: Wie Sacha Baron Cohen als Ali G an sein Trump-Interview kam, warum Donald Trump überhaupt in «Home Alone 2» mitspielt, was Macaulay Culkin heute macht, wie Joel von Mutzenbecher als Regisseur mit Frank 32 Figuren samt eigener Stimme und Körperhaltung erarbeitet hat und weshalb Frank als kokainsüchtiger HR-Chef in einem Kurzfilm einen Ritterschlag erhielt. Eine Stunde über Comedy, Promis und die Frage, wie viel Inszenierung in der Spontaneität steckt. Reinhören lohnt sich. Alle Termine zu «Love My Job» gibt es auf Frank Richters Website und seinen Social-Media-Kanälen. Kapitel:(00:00) Intro: Taylor Swift und der starke Franken(01:40) Von der Lokalzeitung zu «Glanz & Gloria»(03:47) Beatrice Egli und die zwei Managerinnen(05:34) Bond-Girl, Prinz Albert und Paul McCartneys Haare(08:46) Haartransplantationen und graue Bartkränze(10:17) Blick Live Quiz und der Abschied vom SRF(14:37) Schwarzer Humor und die Grenzen der Comedy(16:55) Warum die Gen Z erst nach links und rechts schaut(20:20) Ali G, Trump und «Home Alone 2»(22:52) Kinderstars: Culkin, Jodie Foster, Sofia Coppola(26:01) Schlagfertigkeit: alles inszeniert?(28:53) Lady Gaga im Hallenstadion und Conan O'Brien(30:18) Deutsches Publikum vs. Schweizer Publikum(32:35) Stadt, Land und der Kantönligeist(35:07) «Love My Job»: Warum der Hashtag nervt(38:28) Social Media: Am Anfang cringe, später Content(42:16) Das vierte Programm und die Tour(43:21) Schauspiel: der kokainsüchtige HR-Chef(45:17) Joel von Mutzenbecher und 32 Figuren(46:44) Böse Mails: Schweini und andere Empörte Tickets gibt es bei Ticketcorner:https://www.ticketcorner.ch/search/?a...Mehr zu Frank Richter aufhttps://www.frankrichter.ch/

    30 | Frank Richter: Warum «Love my Job» genau das Gegenteil meint
  3. 09/25/2025

    28 | Fabian Unteregger, Comedian und Arzt

    In dieser Episode von Soltis Studiocast begrüsst Christoph «Solti» Soltmannowski den bekanntesten Schweizer Parodisten und Comedian Fabian Unteregger. Fabian, ein echtes Multitalent, gewährt offene und humorvolle Einblicke in seinen aussergewöhnlichen Werdegang: Vom Medizinstudium mit Doktortitel über seine Tätigkeit im Marketing bis hin zur Gründung eines Netzwerks für Healthcare-Startups – Fabian verbindet scheinbar mühelos unterschiedlichste Lebensbereiche. Doch wie meistert er die Balance zwischen Comedy, Medizin und Unternehmertum? Fabian erzählt, wie er seine Leidenschaft für Comedy und Parodien entdeckte, von seinen ersten bezahlten Auftritten bis zur Entwicklung seines neuen Bühnenprogramms. Er spricht über die Herausforderungen politischer Satire, den Umgang mit Kritik und die Bedeutung von Authentizität in seinen Parodien – sei es beim Nachahmen von Dialekten oder Persönlichkeiten wie Albert Rösti und Christoph Blocher. Besonders faszinierend: Fabians Liebe zum Helikopterfliegen, die seine systematische Herangehensweise und Technikbegeisterung widerspiegelt, die er auch in seinen Alltag überträgt.Von der Bühne bis zur Startup-Welt, von Künstlicher Intelligenz bis zu abendfüllenden Shows – dieses Interview zeigt Fabian Unteregger als engagierten Künstler und Organisator, der mit Humor und Präzision seine vielseitigen Talente vereint. Freut euch auf ein Gespräch voller Anekdoten und Einblicke.Highlights:• Fabians Werdegang: Medizin, Comedy und Unternehmertum (00:00:08)• Die Kunst der Parodie: Dialekte, Authentizität und bekannte Persönlichkeiten (00:24:44)• Politische Satire: Umgang mit Kritik und Publikumsreaktionen (00:21:59)• Helikopterfliegen und Technikfaszination (00:34:33)• Organisationstipps: Wie Fabian mit Checklisten seinen Alltag meistert (00:35:53)

    28 | Fabian Unteregger, Comedian und Arzt
  4. 12/04/2024

    25 | James Bay: «Die Songs fliegen mir zu»

    Der britische Sänger, Songwriter, Gitarrist und Produzent James Bay (34) ist bekannt und beliebt für kluge Lyrik, ehrliche Bekenntnisse und sein instrumentales Können. Aufgrund grosser Nachfrage wurde sein Konzert am 17. Januar 2025 in Zürich aus dem Volkshaus in die Halle 622 hochverlegt. Tickets: https://www.ticketcorner.ch/artist/ja... //TIME STAMPS// // Album Title Revelation (00:00:23) James reflects on the significance of his album title, "Changes All the Time." Facing Change Through Music (00:02:03) James shares how songwriting helps him cope with life's changes and fears. Life as a Roller Coaster (00:03:25) James describes his life experiences and the emotional roller coaster of his career. Becoming a Father (00:05:55) James talks about the transformative experience of fatherhood and its challenges. Daughter's Reaction to Music (00:07:44) James shares how his daughter recognizes and reacts to his music on the radio. Collaboration on "Up All Night" (00:09:02) James explains the spontaneous creation of his song "Up All Night" and its collaborators. Writing with Brandon Flowers (00:12:27) James recounts his writing session with Brandon Flowers and the creative process involved. Working with Holly Humberstone (00:14:23) James expresses excitement about collaborating with younger artist Holly Humberstone. Dream Collaborations (00:14:44) James shares his desire to collaborate with various artists across different genres. Exploring New Music (00:15:57) James mentions creating a playlist of new music he discovered recently. Roxy Music Influence (00:16:19) James Bay discusses a Roxy Music song that resonated with him, highlighting its impactful lyrics. Creative Process Insights (00:17:08) James Bay shares his creative process, emphasizing the importance of daily practice in songwriting. Melody vs. Lyrics (00:18:54) He explains that melodies come first in his songwriting, while lyrics often take longer to develop. Song Development (00:19:39) Bay talks about how songs can evolve during the writing process, often shifting between instruments. Recording Ideas (00:20:35) He describes using voice notes to capture song ideas, valuing spontaneous creativity. Album Reflection (00:21:21) Bay reflects on his new album, expressing how it authentically represents him as an artist. Magpie Mentality (00:23:03) He discusses his desire to explore various musical styles, comparing himself to a magpie. Impact of Fame (00:24:25) Bay shares how his experiences in the music industry have changed him personally and artistically. Opening for Legends (00:27:11) He reflects on the honor of opening for iconic artists like The Rolling Stones and Bruce Springsteen. Swiss Audience Experience (00:29:51) He shares positive experiences performing for attentive and enthusiastic audiences in Switzerland. Personal Connection to "Dogfight" (00:30:20) Bay reveals the personal significance of his song "Dogfight," relating it to internal struggles. Calm Exterior, Internal Struggles (00:31:32) He discusses the contrast between his calm demeanor and the emotional battles he faces internally. The Creative Process and Personal Struggles (00:32:44) James Bay discusses the therapeutic nature of songwriting and his internal struggles reflected in his music. Deciding to Pursue Music (00:36:17) He recounts the pivotal moment at age 11 when he decided to learn an instrument and connect with others. What Makes a Good Song? (00:38:30) Bay shares insights on the essence of a good song, emphasizing curiosity and the feeling of effortlessness. The Importance of Songs Over Time (00:40:35) He discusses how the significance of songs can evolve throughout one's life, using "Layla" as an example. Future Plans and Collaborations (00:41:50) Bay expresses interest in creating a part two to his album and collaborating more in the future.

    25 | James Bay: «Die Songs fliegen mir zu»

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Christoph Soltmannowski, Journalist und Produzent in Zürich, lädt interessante und kreative Gäste in sein Studio ein – meistens aus der Welt von Entertainment, Kultur und Kommunikation.

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