Psychotrip - Reise durch die Welt der Psychologie

Stephanie Sievers & Roland Beintner

Psychotrip - Eine Reise durch die Welt der Psychologie in 80 Folgen. Psychologie ist mehr als Couchen und abgeschlossene Türen. Dass sich hinter dem Namen dieser Naturwissenschaft noch viel mehr verbirgt, möchten wir gerne mit diesem Podcast zeigen. Das Prinzip: Eine*r von uns stellt kurz ein Thema vor, der oder die Andere lässt sich davon überraschen - zum Beispiel interessante Phänomene aus der Sozial- oder Arbeitspsychologie oder Effekte unseres Gehirns. Dazu diskutieren wir fröhlich verbundene Themen und lernen gemeinsam etwas Neues. Kontakt: kontakt@psychotrip-podcast.de

  1. Jul 17

    PTBS nach dem Einsatz: Dissoziation und Moral Injury

    Der Körper ist längst in Sicherheit, aber ein Teil der Psyche ist noch im Einsatzgebiet - so geht es unserem (fiktiven) Soldaten, der für diese Folge als Beispiel dient. Da kann schon ein laut knallender Feuerwerkskörper zu einem großen Problem werden. PTBS (also Posttraumatische Belastungsstörungen) sind zwar ein geläufiger Begriff, doch gibt es viele interessante Aspekte: vom Auslöser über das Symptombild bis zur Behandlung. Das meiste davon ist auch allgemeingültig, aber ein paar Besonderheiten gibt es bei Einsatzkräften dann doch - zum Beispiel den Umgang mit Scham und Schuld in männerdominierten Umgebungen. Shownotes: Alliger-Horn, C. (2019). Spezifische Komponenten der Psychotraumatherapie einsatzbedingter psychischer Erkrankungen bei deutschen Soldaten [Habilitationsschrift, Medizinische Fakultät Charité-Universitätsmedizin Berlin].Alliger-Horn, C., Zimmermann, P. L., & Schmucker, M. (2016). Guilt, Shame and Compassionate Imagery in War: Traumatized German Soldiers with PTSD, a Pilot Study. Journal of Clinical Medicine, 5(10), 90. https://doi.org/10.3390/jcm5100090.Fiedler, P. (2013). Dissoziative Störungen (2., überarbeitete Auflage). Hogrefe.Gebhardt, C., Alliger-Horn, C., Mitte, K., & Glaesmer, H. (2017). All-or-nothing thinking: The processing of emotional expressions in traumatized post-deployment soldiers. Journal of Anxiety Disorders, 47, 69–74. https://doi.org/10.1016/j.janxdis.2016.12.004.Hellenthal, A., Zimmermann, P., Willmund, G., Lovinusz, A., Fiebig, R., Bozoyan, C., Maercker, A., & Alliger-Horn, C. (2017). Einsatzerlebnisse, moralische Verletzungen, Werte und psychische Erkrankungen bei Einsatzsoldaten der Bundeswehr. Verhaltenstherapie, 27(4), 244–252. https://doi.org/10.1159/000470848.Köhler, K., Eggert, P., Lorenz, S., Herr, K., Willmund, G., Zimmermann, P., & Alliger-Horn, C. (2017). Effectiveness of Eye Movement Desensitization and Reprocessing in German Armed Forces Soldiers With Post-Traumatic Stress Disorder Under Routine Inpatient Care Conditions. Military Medicine, 182(5/6), e1672–e1680. https://doi.org/10.7205/MILMED-D-16-00307.Lühr, K., Zens, C., & Müller-Engelmann, M. (2021). Therapie-Tools Posttraumatische Belastungsstörung. BeltzSchubbe, O. (Hrsg.). (2016). Traumatherapie mit EMDR: Ein Handbuch für die Ausbildung (5., überarbeitete Auflage). Vandenhoeck & Ruprecht.Willmund, G., Zimmermann, P., Alliger-Horn, C., Varn, A., Fischer, C., Parent, I., Sobottka, A., Bering, R., Rose, C., Ströhle, A., & Köhler, K. (2021). Equine-assisted psychotherapy with traumatized couples—Improvement of relationship quality and psychological symptoms. Journal of Marital and Family Therapy, 47(4), 925–944. https://doi.org/10.1111/jmft.12485.Zimmermann, P., Firnkes, S., Kowalski, J., Backus, J., Alliger-Horn, C., Willmund, G., Hellenthal, A., Bauer, A., Petermann, F., & Maercker, A. (2015). Zusammenhänge zwischen Psychischer Symptomatik und Persönlichen Werten bei Bundeswehrsoldaten nach einem Auslandseinsatz. Psychiatrische Praxis, 42(8), 436–442. https://doi.org/10.1055/s-0034-1370242.Zimmermann, P., Fischer, C., Lorenz, S., & Alliger-Horn, C. (2016). Changes of Personal Values in Deployed German Armed Forces Soldiers with Psychiatric Disorders. Wehrmedizinische Monatsschrift, 60(1), 7–14.Zimmermann, P., Wesemann, U., Willmund, G., & Alliger-Horn, C. (2016). Traumafolgestörungen in der Bundeswehr: Konzepte der Prävention und Behandlung. Nervenheilkunde, 35(6), 391–395. https://doi.org/10.1055/s-0037-1616402

  2. Jan 6

    Datenfälschung - ein Wissenschaftskrimi

    Wenn Wissenschaft wackelt: Warum Forschende Daten fälschen – und was das über das System verrät Was passiert, wenn wissenschaftliche Daten nicht die Wahrheit zeigen – sondern nur so aussehen sollen? In dieser Folge geht um Anfälligkeiten des Systems der Forschung: um geschönte Ergebnisse, zweifelhafte Praktiken und die Frage, warum Fehlverhalten überhaupt entsteht. Anhand eines konkreten Falls aus Harvard lässt sich gut nachvollziehen, welche Anreize bestehen, wie Manipulationen durchgeführt werden (können) und was es benötigt, um sie auffliegen zu lassen. Hauptquelle und -credits: https://datacolada.org Weitere Quellen: https://www.newyorker.com/magazine/2023/10/09/they-studied-dishonesty-was-their-work-a-liehttps://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12855328/https://www.businessinsider.com/stanford-president-resigns-flawed-scientific-research-student-paper-2023-7https://stanforddaily.com/2022/11/29/stanford-presidents-research-under-investigation-for-scientific-misconduct-university-admits-mistakes/https://www.wgbh.org/news/education-news/2025-05-25/in-extremely-rare-move-harvard-revokes-tenure-and-cuts-ties-with-star-business-professorhttps://de.wikipedia.org/wiki/Francesca_Ginohttps://de.wikipedia.org/wiki/Data_Coladahttps://www.buzzfeednews.com/article/stephaniemlee/dan-ariely-honesty-study-retractionhttps://www.businessinsider.com/dan-ariely-duke-fraud-investigation-2024-2?op=1https://journals.sagepub.com/doi/abs/10.1177/08902070241293621?download=truehttps://www.uni-marburg.de/en/fb04/team-heck/news/news/personality-trait-and-dishonesty

  3. 10/04/2025

    Geheimnisse und Tabus

    Was macht Geheimnisse so mächtig? In dieser Folge tauchen wir ein in das Verborgene – und fragen uns, warum Menschen Dinge für sich behalten, welche Rolle Scham, Schuld und Angst dabei spielen und wie Geheimnisse Beziehungen prägen. Es geht um Tabus und soziale Sanktionen, um den Unterschied zwischen privat und geheim, um belastende Gedanken und entlastendes Teilen. Wir sprechen über die Forschung zu Geheimnissen, über ihre Wirkung auf Authentizität, Wohlbefinden und Nähe – und darüber, wann Schweigen verbindet und wann es einsam macht. Eine Folge über verborgene Wahrheiten, innere Konflikte – und die Kunst, Geheimnisse loszulassen. Wissenschaftliche Quellen Übersicht der Geheimnisse: https://www.columbia.edu/~ms4992/secrets/keepingsecrets.htmlMaas, J., Wismeijer, A. A. J., Van Assen, M. A. L. M., & Aquarius, A. E. A. M. (2012). Is it bad to have secrets? Cognitive preoccupation as a toxic element of secrecy. International Journal of Clinical and Health Psychology, 12(1), 23–37.Slepian, M. L. (2024). The new psychology of secrecy. Current Directions in Psychological Science, 33(3), 139–145; https://doi.org/10.1177/09637214241226676Boland, F. K., Slepian, M. L., & Ward, S. (2024). Who has secrets and who keeps them? Individual differences in disclosure and secrecy. Social Psychological and Personality Science, 15(7), 824–837. https://doi.org/10.1177/19485506241254562Slepian, M. L., & Koch, A. (2021). Identifying the dimensions of secrets to reduce their harms. Journal of Personality and Social Psychology: Attitudes and Social Cognition, 120(6), 1431–1456. https://doi.org/10.1037/pspa0000202Slepian, M. L., & Greenaway, K. H. (2018). The benefits and burdens of keeping others' secrets. Journal of Experimental Social Psychology, 78, 220-232.https://doi.org/10.1016/j.jesp.2018.02.005Slepian, M. L., Chun, J. S., & Mason, M. F. (2017). The experience of secrecy. Journal of Personality and Social Psychology, 113(1), 1–33. https://doi.org/10.1037/pspa0000085Populärwissenschaftliche und weitere Quellen Neue Narrative #07; Was passiert, wenn niemand hinsieht. 37 Grad; Lebenslügen und Familiengeheimnisse; https://www.zdf.de/video/reportagen/37-grad-104/37-lebensluegen-und-familiengeheimnisse-100Psychologie Heute; Nachgeforscht: Herr Slepian, warum ist es belastend, mit Geheimnissen zu leben? (Von Susanne Ackermann): https://www.psychologie-heute.de/leben/artikel-detailansicht/40957-nachgeforscht-herr-slepian-warum-ist-es-belastend-mit-geheimnissen-zu-leben.htmlSpektrum.de; Warum wir Geheimnisse haben; https://www.spektrum.de/news/psychologie-warum-wir-geheimnisse-haben/1568206ZDFHeute; Die Scham muss die Seite wechseln; https://www.zdfheute.de/video/heute-journal/scham-wechselt-seite-100.htmlManager Magazin; https://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/a-880884.html

  4. 06/12/2025

    Radikalisierung

    Wie wird aus Unzufriedenheit Radikalität? In dieser Folge schauen wir auf die psychologischen Mechanismen hinter Radikalisierung: Was treibt Menschen in extreme Positionen? Welche Rolle spielen Gruppenzugehörigkeit, soziale Ausgrenzung und unerfüllte Grundbedürfnisse? Und warum sind radikale Überzeugungen nicht automatisch mit Gewalt verbunden? Wir ordnen ein, räumen mit Mythen auf – und fragen, wie Radikalisierung überhaupt erkannt oder verhindert werden kann. Populärwissenschaftliche QuellenTerra Xplore mit Eric Mayer: Aussteiger aus Neonazi-Szene: Einsamkeit ist gefährlich! (abrufbar unter: https://www.youtube.com/watch?v=Bc52rf99Z5Y&ab_channel=TerraXplore) Deep und Deutlich: Ex-Neonazi Philip Schlaffer über Radikalisierung, Hass und Vergebung (abrufbar unter: https://www.youtube.com/watch?v=CKqRDcXFeqI&ab_channel=ARD) FSP (2023): Radikalisierung ist weder linear noch spezifisch (abgerufen unter: https://www.psychologie.ch/de/news/radikalisierung-ist-weder-linear-noch-spezifisch) Wissenschaftliche QuellenTobias Rothmund und Eva Walther (2024); Psychologie der Rechtsradikalisierung; Kohlhammer Verlag Moritz Valentin Fischer und Michaela Pfundmair (2019); Die Psychologie der terroristischen Radikalisierung: Wie sich Menschen radikalisieren und Prävention gestaltet werden kann; Psychologische Rundschau, 70 (2), 138–141 Prof. Dr. Michaela Pfundmair; Psychologie der Radikalisierung; Vortrag am 17.10.2023 BDP Expert Talk: Psychologie der Radikalisierung (abrufbar unter: https://www.bdp-verband.de/termine/detailansicht/2021/07/07_00.00/bdp-expert-talk-psychologie-der-radikalisierung)

  5. 04/24/2025

    Social Media und Wohlbefinden

    "Social Media ist für unsere psychische Gesundheit das, was Fast Food für die Ernährung ist." Wir beide sind uns einig: Das unterschreiben wir. Also jedenfalls zu Beginn dieser Folge. Ob die These doch irgendwie stimmt? Hört selbst! Quellen: Social Media Report: https://www.marketingcenter.de/sites/mcm/files/downloads/research/lmm/literature/kaczinski_hennig-thurau_sattler_social_media_and_society_report_2019.pdfStudien: https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0747563219303723https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5369147https://www.liebertpub.com/doi/10.1089/cyber.2016.0758https://link.springer.com/article/10.1007/s40429-021-00398-0https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S2352250X22000094https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2666560324000367 Problematic Social Media Use: https://www.sozialministerium.at/dam/jcr:70c544dc-e6b5-4368-8844-c5dce27b9ff7/pretest_von_skalen_zur_erfassung_von_digitalen_suechten_eb_2019_01_16_0-fehler.pdfhttps://www.uu.nl/sites/default/files/social-media-disorder-scale-development-and-validation.pdfhttps://www.addictioncenter.com/behavioral-addictions/social-media-addiction/https://mental.jmir.org/2022/4/e33450 https://www.researchgate.net/publication/373906218_The_Loop_and_Reasons_to_Break_It_Investigating_Infinite_Scrolling_Behaviour_in_Social_Media_Applications_and_Reasons_to_Stophttps://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33550200/ Sonstiges: https://en.wikipedia.org/wiki/Timeline_of_social_mediahttps://www.mediensuchthilfe.info/unsere-frageboegen-zum-download/

  6. 03/21/2025

    Psychologie des Sterbens - Thanatopsychologie

    Was passiert psychologisch, wenn wir mit dem eigenen Sterben oder dem Tod nahestehender Menschen konfrontiert sind? In dieser Folge tauchen wir in die Thanatopsychologie ein und beleuchten, wie Menschen mit dem Sterben umgehen, welche psychologischen Interventionen helfen können und warum Würde am Lebensende eine zentrale Rolle spielt. Populärwissenschaftliche Quellen Wittkowski, J. (2025), Thanatopsychologie, abgerufen unter: https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/thanatopsychologie/15519#:~:text=Die%20Thanatopsychologie%20besch%C3%A4ftigt%20sich%20ferner,(n)%20Gegenstand%20der%20Thanatopsychologie (am 18.01.2025)Dorsch (2025), Thanatopsychologie, abgerufen unter: https://dorsch.hogrefe.com/stichwort/thanatopsychologie (am 18.01.2025)Quarks (2025) So sterben wir, abgerufen unter: https://www.youtube.com/watch?v=_qWWAke-PE0&ab_channel=Quarks (am 18.01.2025) Wissenschaftliche QuellenKübler-Ross: Interviews mit Sterbenden. Verlag Herder GmbH, Freiburg im Breisgau 2018 (Neuausgabe der erw. Ausgabe 2009) Deutsche Übersetzung: © 1971 Kreuz VerlagManuel Trachsel und Andreas Maercker (2016); Lebensende, Sterben und Tod in Fortschritte der Psychotherapie (Hogrefe) Ralf T. Vogel (2023); Psychodynamische Psychotherapie am Lebensende in Praxis der psychodynamischen Psychotherapie (Hogrefe) Schramm, A., Berthold D. , Weber, M., und Gramm, J.; „Dignity Therapy“ – Eine psychologische Kurzintervention zur Stärkung von Würde am Lebensende; Zeitschrift für Palliativmedizin 2014; 15(3): 99-101Pestinger, M. und Fegg, M. (2012); Psychologische Unterstützung von Patienten in Palliative Care; In Psychologie und Palliativ Care im Kohlhammer Verlag Schmermer, C. und Vyhnalek, B. (2012); Krisenintervention; In Psychologie und Palliativ Care im Kohlhammer Verlag

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