Schiffspodcast - Dani fährt Schiff

Daniel Barben

Mensch über Bord! Und alles, was sonst noch so auf unseren Schiffen passiert, hörst Du im Schiffspodcast. Volle Fahrt voraus!

  1. Jubiläumsfolge: So entsteht der Schiffspodcast

    1D AGO

    Jubiläumsfolge: So entsteht der Schiffspodcast

    «Tschou, mein Name ist Dani, ich fahre gerne Schiff.» So beginnen die mittlerweile fünfzig Folgen des Schiffspodcasts. In der Jubiläumsfolge jedoch geht es anders weiter: Dani übergibt das Mikrofon an die befreundete Journalistin, Podcasterin und Storytellerin Claudia Salzmann und beantwortet ihre Fragen zum Schiffspodcast. Was fasziniert Dani an Schiffen? Wie (peinlich) finden das seine Kinder? Wie tickt die Schifffanszene? Und was hat eigentlich das Dampfblatt mit allem zu tun? All das erfährst du auf einer Schifffahrt von Thun nach Spiez, bei der du den Schiffspodcast besser kennenlernen kannst. Dani spricht über seine Motivation fürs Podcasten. Ihm geht es um Inhalte, um Menschen und ihre Geschichten. Entsprechend führt er die Interviews unaufgeregt, neugierig und aus echtem Interesse. Seine Gäste sind leidenschaftlich bei der Sache, kommunikativ und offen. Die Schifffahrt bringt Menschen zusammen, die gerne erzählen – und sich freuen, wenn ihr Wissen gehört wird. «Besonders mag ich die Folgen, bei denen ich selbst aktiv werden kann, sei es, ein Dampfboot zu heizen oder eine Führung durch ein Museum zu machen», sagt Dani. Er findet es spannend, das Thema Schifffahrt möglichst weit zu fassen. So geht es im Schiffspodcast auch mal um Musik, Theater oder Gummiboote. Dani produziert den Podcast ehrenamtlich und ohne kommerziellen Druck. Auf dem Thunersee fühlt sich Dani zu Hause. Die Ruhe, das Licht und die bekannten Berge vermitteln ein Gefühl von Gelassenheit. Gleichzeitig reizt ihn die Vielfalt der anderen Schweizer Seen, die jeweils ihren ganz eigenen Charakter haben. Zum Jubiläum nutzt Dani die Gelegenheit, Danke zu sagen: allen Menschen, die den Podcast möglich machen, vor dem Mikrofon mit ihren Geschichten und hinter dem Mikrofon mit Ideen, Tipps und Hinweisen. Ein Dank geht auch an alle, die zuhören, Folgen weiterempfehlen und so dafür sorgen, dass die Begeisterung für Schiffe, Seen und ihre Geschichten weitergetragen wird. Dieser Podcast lebt von Neugier, Austausch und Unterstützung. So kannst Du den Schiffspodcast hören Website: Schiffspodcast.chApple PodcastsSpotifyAmazon MusicDu findest den Schiffspodcast auch bei Instagram und Facebook. Storytellerin Claudia Salzmann: diestorytellerin.ch Nächste Folge nicht verpassen: Digitale Flaschenpost abonnieren Der Schiffspodcast erscheint zwölfmal im Jahr, immer am ersten Montag des Monats. Er zeigt, was hinter den Kulissen der Schweizer Schifffahrt so läuft, erklärt Zusammenhänge und macht Lust auf unsere Schiffe und Gewässer. Er ist ein privates, unabhängiges und ehrenamtliches Projekt.

    39 min
  2. FEB 2

    Unterwegs mit der Basler Fährifrau

    Eine Fahrt mit der Basler Fähre ist eine Auszeit von der Hektik der Stadt.Fährifrau Rosi Tiefenthal gibt im Schiffpodcast einen Einblick in ihren Alltag auf dem Rhein.Die Fähren sind auch heute noch wichtig für Mobilität und Identität in Basel.In Basel fahren vier Rheinfähren. Sie gehören seit Mitte des 19. Jahrhunderts zum Stadtbild. Auch wenn seither mehrere Brücken gebaut wurden, sind sie wichtig für die Basler Mobilität und Identität. Fährifrau Rosi Tiefenthal erzählt im Schiffspodcast von Pendlern, Spaziergängern und Touristen, die den Rhein per Schiff überqueren.  Die Fahrt über den Rhein ist eine Pause vom Stadtleben, die Fähren sind Orte für Begegnungen und Gespräche. Daraus entstand der Ausdruck «Erzähl Du das dem Fährimaa». Fährifrau Rosi Tiefenthal verrät im Schiffpodcast, ob ihr die Passagiere tatsächlich von ihren Sorgen erzählen. Die Basler Fähren sind Gierseilfähren. Sie nutzen die Strömung des Rheins und kommen ohne Motor aus. Mit dem Ruder wird das Schiff schräg zur Strömung gestellt und am Seil über den Fluss geführt. Rosi Tiefenthal erklärt, wie Wasserstand, Strömung und Wind die Manövrierfähigkeit beeinflussen. Die vier Fähren gehören der Stiftung Basler Fähren und sind verpachtet. Jede Fähre wird als eigenständiger Betrieb geführt. Die Einkünfte sind saisonabhängig. Eine Überfahrt kostet zwei Franken. Der Linienbetrieb wird ergänzt durch Anlässe wie Apéros oder Fonduefahrten. Der Unterhalt wird durch die Stiftung, einen Verein, Gönner und Sponsoren ermöglicht. Rosi Tiefenthal arbeitet seit Jahrzehnten auf dem Rhein. Die Nähe zum Wasser, der Kontakt zu Menschen und der Rhythmus des Flusses prägen ihren Alltag. Sie betont im Schiffpodcast, dass sie sich keinen anderen Arbeitsplatz vorstellen kann. Links Fähri-Verein Basel https://www.faehri.ch/faehren Fähre Wild Maa https://www.wild-maa-faehri.ch/ Schiffsradar https://schiffsradar.org Logbuch eines Fährmanns https://lokwort.ch/shop/lebenswege/aare-logbuch-eines-faehrmanns/   Nächste Folge nicht verpassen: Digitale Flaschenpost abonnieren Der Schiffspodcast erscheint zwölfmal im Jahr, immer am ersten Montag des Monats. Er zeigt, was hinter den Kulissen der Schweizer Schifffahrt so läuft, erklärt Zusammenhänge und macht Lust auf unsere Schiffe und Gewässer. Er ist ein privates, unabhängiges und ehrenamtliches Projekt.

    35 min
  3. JAN 5

    Wie Dampf Schiffe und mehr bewegt: Zu Besuch im Dampfzentrum

    Im Dampfzentrum Winterthur sind rund 30 Dampfmaschinen ausgestellt.Ein Highlight ist die oszillierende Dampfmaschine der «Giessbach» vom Brienzersee.Das Zentrum wird ehrenamtlich betrieben.Maschinen zischen, Schwungräder drehen sich, und der Duft von Schmieröl liegt in der Luft. Das Dampfzentrum in Winterthur stellt rund 30 Dampfmaschinen aus in einer Fabrikhalle, wo Sulzer einst Dampfmaschinen gebaut hat. Darunter befindet sich die Maschine des Dampfschiffs Lützelau, eine Dampfturbine des Dampfschiffs Lötschberg, eine Sulzer-Tandemmaschine fürs Tram Basel sowie eine Dreifach-Expansionsmaschine, die für die Weltausstellung 1889 in Paris konstruiert wurde. Ein Highlight ist die oszillierende Maschine des Dampfschiffs Giessbach vom Brienzersee. Bei dieser Bauart befinden sich die Zylinder unterhalb der Kurbelwelle und schwingen während des Betriebs hin und her. Wer heute in der Schweiz mit einem Dampfschiff fährt, findet dort fest montierte Zylinder vor, die über eine schräg liegende Kolbenstange mit Gelenk die Kurbelwelle antreiben.  Dampfmaschinen machten die Schweiz vom Agrar- zum Industriestaat: Sie ermöglichten den Betrieb von Fabriken fernab von Flüssen, trieben Schiffe und Bahnen an und versorgten die Bevölkerung mit Strom. Heutige Technik baut darauf auf, zum Beispiel die Dampfturbine im Atomkraftwerk.  Durch das Zentrum führt uns Andreas Faust, ein gelernter Maschinenmechaniker, der für die Koordination der Führungen verantwortlich ist. Links Dampfzentrum Winterthur: https://www.dampfzentrum.ch Video über das Dampfzentrum: https://www.dampfzentrum.ch/dzw/virtueller-besuch Kempton Steam Museum: https://kemptonsteam.org/collection/triple-expansion-engines Inhaltsverzeichnis 0:00      Maschinen im Dampfzentrum Winterthur 0:15      Einleitung 1:10      Das Dampfzentrum Winterthur 4:15      Geschichte des Dampfzentrums 6:00      Bedeutung der Dampfmaschine 7:50      Dampfmaschinen heute 10:10   Pflege und Unterhalt 13:15   Nachwuchs 16:10   Organisation Dampfzentrum 17:35   Andreas persönlich 20:10   Giessbach-Maschine 23:50   Lützelau-Maschine 24:50   Tandemmaschine Tram Basel 26:40   Lichtmaschine Dampfschiff Beatus 28:15   Maschine für die Weltausstellung in Paris 31:15   Verabschiedung Nächste Folge nicht verpassen: Digitale Flaschenpost abonnieren Der Schiffspodcast erscheint zwölfmal im Jahr, immer am ersten Montag des Monats. Er zeigt, was hinter den Kulissen der Schweizer Schifffahrt so läuft, erklärt Zusammenhänge und macht Lust auf unsere Schiffe und Gewässer. Er ist ein privates, unabhängiges und ehrenamtliches Projekt.

    32 min
  4. 12/01/2025

    Warum Kreuzfahrten süchtig machen - mit Kenner Dario Fahrni

    Wir lernen die grössten Schiffe der Welt kennen. Dario Fahrni führt in die Kreuzschifffahrt ein – ein Gebiet, auf dem er sich auskennt. 20 Kreuzfahrten hat er bereits gemacht und gibt einen Podcast dazu heraus. Kreuzfahrten bieten für Dario Fahrni eine bequeme, erholsame Auszeit – selbst auf riesigen Schiffen wirken die Menschenmassen kaum spürbar.Moderne Schiffe sind schwimmende Freizeitparks; sein Favorit ist die Costa Firenze.Im Podcast gibt er Tipps zu Buchung, Kabinen und Preisen und erzählt von seiner eigenen Kreuzfahrt-Leidenschaft.Für Dario Fahrni ist eine Kreuzfahrt vor allem eines: Ein perfekter Ausstieg aus dem Alltag. «Es ist eine bequeme Art zu Reisen, weil man das Bett und die Bar immer dabeihat», sagt er im Schiffspodcast. Nirgendwo sonst findet er so schnell Erholung wie an Bord eines Schiffes. Und doch sei jede Reise ein kleines Abenteuer. Die Schiffe, die heute über die Meere fahren, sind riesige schwimmende Städte. Die MSC World Europa zum Beispiel bietet Platz für 7000 Passagiere. Dennoch spüre man von den Menschenmassen erstaunlich wenig, sagt Dario Fahrni – und räumt damit mit einem verbreiteten Vorurteil auf. An Bord der Schiffe findet man Rutschbahnen, Kletterparks oder sogar Achterbahnen. Dario Fahrnis Lieblingsschiff ist die Costa Firenze. Im Schiffspodcast erklärt er, warum sie für ihn das schönste Schiff der Welt ist. Im Schiffspodcast gibt Dario Fahrni Tipps, wie man die passende Kreuzfahrt findet, wo man am besten bucht, welche Unterschiede es bei den Kabinen gibt und mit welchem Preis man rechnen muss. «Das Preis-Leistungsverhältnis überzeugt mich immer wieder», sagt er und erzählt von einer einwöchigen Kreuzfahrt, die ihn nur 150 Franken gekostet hat - Essen und Trinken inklusive. Um seine Leidenschaft für Kreuzfahrten zu teilen, produziert Dario Fahrni zusammen mit seinem Kollegen Martin Bähler den Podcast Faszination Kreuzfahrt. «Die grosse Resonanz hat mich überrascht», sagt er – und gibt Einblicke, wie eine Folge entsteht. «Entweder packt einen das Kreuzfahrtfieber nach der ersten oder zweiten Reise – oder gar nicht», sagt Dario Fahrni. Und er erzählt, welche Rolle der Film Titanic in seiner eigenen Begeisterung gespielt hat. Links Podcast Faszination Kreuzfahrt welcomeaboard1990.ch/podcast-faszination-kreuzfahrt MSC-Kreuzfahrten msccruises.ch Costa Kreuzfahrten costakreuzfahrten.ch Reisebüro Cruise-Expert Joel Lendenmann cruise-expert.ch Inhaltsverzeichnis 0:00      Schiffshorn Costa Fierenze 0:05      Begrüssung 1:15      Dario Fahrni 1:50      Faszination Kreuzfahrt 2:40      Die Kreuzfahrtschiffe 8:50      Die Reedereien 10:20   Tipps für die erste Kreuzfahrt 20:10   Podcast Faszination Kreuzfahrt 27:25   Dario beruflich 31:00   Titanic 35:30   Verabschiedung Nächste Folge nicht verpassen: Digitale Flaschenpost abonnieren Der Schiffspodcast erscheint zwölfmal im Jahr, immer am ersten Montag des Monats. Er zeigt, was hinter den Kulissen der Schweizer Schifffahrt so läuft, erklärt Zusammenhänge und macht Lust auf unsere Schiffe und Gewässer. Er ist ein privates, unabhängiges und ehrenamtliches Projekt.

    38 min
  5. 11/03/2025

    Er bringt die «Blümlisalp» auf die Bühne

    In dieser Folge des Schiffspodcasts spricht Autor und Regisseur Michael Klemm über seine «Liebeserklärung» an das legendäre Thunersee-Dampfschiff. Inspiriert wurde er von der wahren Geschichte der «Blümlisalp», die fast zwanzig Jahre lang mit ungewisser Zukunft in einem Baggersee lag, ehe sie dann doch gerettet wurde. Erzählt wird die Geschichte anhand des fiktiven Maschinisten Heinz, der viele Jahre auf dem Schiff gearbeitet hat. Nach der vermeintlich letzten Fahrt bricht für ihn eine Welt zusammen. Er ertränkt seinen Kummer im Alkohol - bis einige seiner Freunde beschliessen, die «Blümlisalp» wieder flottzumachen. Dabei gehe es nicht einzig um die Schönheit des Schiffes, erklärt Michael Klemm. «Die Geschichte erzählt auch etwas über die Gesellschaft. Es geht um Verlust, Engagement und Selbstbestimmung der Menschen.» Im Gespräch mit dem Schiffspodcast zieht Klemm Parallelen bis hin zur künstlichen Intelligenz. Der Regisseur verspricht ein unterhaltsames und lustiges Stück, bei dem auch gesungen wird. «Das Singspiel ist beschwingt, da nimmt man etwas mit und summt vielleicht sogar eine Melodie auf dem Heimweg.» Premiere ist in einem neuen Theater in Hünibach am Thunersee. Als grosses Vorbild dienst das Singspiel «Im weissen Rössl am Wolfgangsee». Im Schiffspodcast erzählt Michael Klemm von seinem Besuch dort. Dabei lernen wir auch den «Kaiser» kennen, ein Schaufelradschiff aus dem Jahr 1873, das bis heute noch fährt. Im Schiffspodcast erzählt Michael Klemm, wie er aus dem Odenwald in Hessen in die Schweiz kam und welcher berühmte Schriftsteller ihn dazu inspiriert hat. Einige Jahre lebte er in Saas-Fee, doch dann war ihm der Schnee zu viel und er zog an den Thunersee. Heute schwärmt er vom Thunersee – «wegen des Südlichen und der Leichtigkeit des Sees.» Links Singspiel «Blümlisalp», ab 7. November 2025 in Hünibach am Thunersee. Informationen und Tickets: grimalditheater.comBordbuch «Blümlisalp», erschienen im Prellbock-Verlag: prellbock.chGeschichte der Schifffahrt auf dem Thuner- und Brienzersee, erschienen im Weber-Verlag: weberverlag.chFrühere Folge des Schiffspodcast: Wie überwintern Dampfschiffe: schiffspodcast.chInhaltsverzeichnis 0:00      Begrüssungspfiff Dampfschiff Blümlisalp0:25      Einleitung1:35      Begrüssung3:40      Michaels Weg ins Berner Oberland8:00      Das Dampfschiff Blümlisalp im Theater9:35      Was ist ein Singspiel11:30   Das Weisse Rössel14:10   Dampfschiff der «Kaiser»16:45   Müsterchen aus dem Singspiel18:45   Der Maschinist Heinz20:15   Gesellschaftskritik23:40   Künstliche Intelligenz28:30   Wie man ein Theaterstück schreibt30:20   Die Umsetzung32:35   Winterarbeit am Dampfschiff Blümlisalp34:00   Wie man ein Theater eröffnet38:30   Verabschiedung40:35   Schlusspfiff Dampfschiff Blümlisalp Nächste Folge nicht verpassen: Digitale Flaschenpost abonnieren Der Schiffspodcast erscheint zwölfmal im Jahr, immer am ersten Montag des Monats. Er zeigt, was hinter den Kulissen der Schweizer Schifffahrt so läuft, erklärt Zusammenhänge und macht Lust auf unsere Schiffe und Gewässer. Er ist ein privates, unabhängiges und ehrenamtliches Projekt.

    41 min
  6. 10/06/2025

    Schifffahrt in der Krise? Kenner Kurt Hunziker ordnet ein

    Kurt Hunziker kennt die Schifffahrt wie kaum ein anderer. Er hat 43 Jahre lang auf dem Schiff gearbeitet, fährt seit der Pensionierung oft mehrmals pro Woche als Passagier mit und analysiert die Schifffahrt seit Jahren als Journalist für die Dampferzeitung. Ruhig und sachlich ordnet er die vergangene Saison ein – und legt den Finger auf die wunden Punkte. Er fordert von den Schifffahrtsgesellschaften mehr Mut und Offenheit. Sie sollen aktiver informieren, wenn ein Schiff ausfällt, und auch den Grund nennen. «Sonst entstehen Gerüchte. Das ist weder für die Passagiere noch für die Gesellschaften gut», sagt er im Schiffspodcast. Weil die Schifffahrt im Fokus der Öffentlichkeit steht, dürfe nichts verheimlicht werden. Auch die Passagierzahlen auf den Schiffen sieht Kurt Hunziker kritisch. Häufig werde betont, wie ruhig und erholsam eine Schifffahrt sei. «Wenn es zu viele Menschen auf dem Schiff hat, kann es mühsam werden», sagt er im Schiffpodcast. Gleichzeitig würdigt er die Bemühungen der Schifffahrtsgesellschaften, Kurse doppelt zu führen und das Personal, das deswegen Überstunden leisten muss. Auf dem Genfersee fiel die Saison 2025 rabenschwarz aus. Im Sommer fuhr kein einziges Dampfschiff. Für Reparaturen, zusätzliche Grenzgängerschiffe und den Bau einer neuen Werft wird eine halbe Milliarde Franken benötigt. Selbst für Kurt Hunziker, der über gute Kontakte zu den Schifffahrtsgesellschaften verfügt, bleiben viele Fragen offen. Einen Wendepunkt für die Schifffahrt sieht Kurt Hunziker in der Corona-Krise. Damals ging qualifiziertes Personal verloren, unter dessen Auswirkung die Branche bis heute leidet. Positiv wertet er jedoch, dass sich die Schifffahrtsgesellschaften zunehmend für Teilzeitmodelle öffnen und damit den Bedürfnissen der jüngeren Generation gerecht werden. Trotz allem blickt Kurt Hunziker zuversichtlich auf die kommende Saison. Die meisten Fahrpläne seien schon online einsehbar. Voraussetzung dafür sei jedoch, dass das Wetter mitspielt. Zudem hänge vieles davon ab, wie sich die weltpolitische Lage – etwa in den USA, Gaza und der Ukraine – entwickelt. «Das wird sich auch auf den Tourismus in der Schweiz auswirken», sagt er. Links Dampferzeitung Inhaltsverzeichnis 0:00 Horn Dampfschiff Schiller 0:35 Einleitung 2:05 Begrüssung 5:10 Dampferzeitung im Internet 9:35 Kurt Hunzikers persönliche Saison 15:20 Letzte Dampfschifffahrten 22:20 Rückblick Sommersaison 2025 25:35 Was ist los auf dem Genfersee? 31:25 Personalmangel 36:00 Warten auf Ersatzteile 37:40 Tiefer Wasserstand 39:00 Luxusangebot Gallia 44:40 Neue Schiffe 51:40 Saisonausblick 53:40 Verabschiedung Nächste Folge nicht verpassen: Digitale Flaschenpost abonnieren Der Schiffspodcast erscheint zwölfmal im Jahr, immer am ersten Montag des Monats. Er zeigt, was hinter den Kulissen der Schweizer Schifffahrt so läuft, erklärt Zusammenhänge und macht Lust auf unsere Schiffe und Gewässer. Er ist ein privates, unabhängiges und ehrenamtliches Projekt.

    55 min
  7. 09/01/2025

    Geschichten aus dem Hafenmuseum

    Im neuen Schiffspodcast nehmen wir euch mit ins Hafenmuseum in Basel. Museumsdirektor Rolf Schlebach führt durch die Ausstellung und erzählt dabei spannende Geschichten. Vom historischen Hafenmodell über die faszinierende Technik im Schiffssimulator bis hin zu persönlichen Erinnerungen– Schlebach gibt einen einzigartigen Einblick in die Welt der Schifffahrt und die Herausforderungen, die das Museum heute meistern muss. Das grosse Hafenmodell ist ein Prunkstück des Hafenmuseums. Das Modell wurde ursprünglich für die Landesausstellung 1939 gebaut. Später wurde es überarbeitet und zeigt heute den Zustand des Hafens im Jahr 1954. Rolf Schlebach nutzt das Modell, um die Geschichte des Rheinhafens zu erzählen – zum Beispiel, wie das Hafenbecken 2 während des Zweiten Weltkriegs mühsam per Hand mit Pickel und Schubkarre ausgehoben wurde. Er weist auch auf ein besonderes Silo hin, das im Modell zu sehen ist. Ein weiteres Highlight des Museums ist der Schiffsimulator. Unter Anleitung eines Instruktors können Hobbykapitäne damit zum Beispiel durch die Schleuse in Antwerpen fahren. «Die Leute sind oft erstaunt, wie träge ein Schiff reagiert», sagt Schlebach. Der Simulator funktioniert in Echtzeit, deshalb dauert die Schleuseneinfahrt etwa eine Viertelstunde. Schlebach will dem Publikum zeigen, welche Hilfsmittel ein Schiffsführer heute hat und wie spannend die Arbeit auf dem Schiff ist. Einer von Rolf Schlebachs Lieblingsorten im Hafenmuseum ist beim Modell des Gütermotorschiffs Nostrano. «Es ist ein sehr spezielles Schiff», sagt Schlebach, der einen Teil seiner Jugend darauf verbracht hat. Es war das erste Schiff der Schweizer Reederei, das vom Schub- zum Schleppschiff umgebaut wurde. Danach kamen die beiden anderen «Italiener» Bodio und Sonvico an die Reihe. Im Schiffspodcast erzählt Rolf Schlebach von der schönsten Fahrt, die er auf der «Nostrano» erlebt hat. Heute fährt Rolf Schlebach mit seinem eigenen Schiff: Dem Schleppboot Jupiter aus dem Jahr 1912. Ursprünglich wurde das Boot mit einer Dampfmaschine betrieben. In seiner Freizeit befährt er damit Gewässer in ganz Europa und bietet Skipper-Trainings an. Er betont, dass es viel nautisches Wissen erfordert, um so ein Schiff zu unterhalten. «Und viel Elan», sagt er, «Rechnen darf man dabei nicht, es ist sehr aufwändig.» Als privates Museum kann das Hafenmuseum nicht mit Beiträgen der öffentlichen Hand rechnen. Neben den Einnahmen aus dem Ticketverkauf und dem Erlös von Sonderführungen ist es deshalb auf Spenden und ehrenamtliche Mitarbeiter angewiesen. Schlebach erzählt, wie er unter diesen Umständen den zwei Millionen Franken teuren Umbau des Museums im Jahr 2020 meistern konnte.   Links Hafenmuseum: https://hafenmuseum.ch/Neues Museum über Schweizer Schifffahrt https://schiffspodcast.ch/episodes/neues-museum-uber-schweizer-schifffahrtBesuch im Tower der Basler Rheinhäfen https://schiffspodcast.ch/episodes/besuch-im-tower-der-basler-rheinhafen  Inhaltsverzeichnis 1:25 Geschichte des Hafenmuseums 5:55 Das Hafenmodell 6:50 Geschichte des Rheinhafens 8:20 Ein spezielles Silo 15:35 Schifferkinderheim 19:55 Rolf Schlebach beruflich 21:00 MS Jupiter 27:05 MS Nostrano 31:20 Der Schiffsimulator 38:25 Organisation des Hafenmuseums 44:40 Ausflugstipps Nächste Folge nicht verpassen: Digitale Flaschenpost abonnieren Der Schiffspodcast erscheint zwölfmal im Jahr, immer am ersten Montag des Monats. Er zeigt, was hinter den Kulissen der Schweizer Schifffahrt so läuft, erklärt Zusammenhänge und macht Lust auf unsere Schiffe und Gewässer. Er ist ein privates, unabhängiges und ehrenamtliches Projekt.

    48 min
  8. 08/04/2025

    Er gibt den Schiffen eine Stimme

    Remo Rey ist Geschäftsführer der Schweizerischen Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh)Seit Frühling ist er auch Präsident des VSSU, des Verbandes der Schweizer SchifffahrtsunternehmenDer Verband vertritt die Interessen der Schifffahrt gegenüber Politik und GesellschaftRey spricht über die Herausforderungen der Branche: lange Ausbildungen, hohe Kosten und umstrittene AngeboteEin Schiff ist kein Postauto: Das erklärt Remo Rey zum Beispiel im Bundeshaus. Als Präsident des Branchenverbands VSSU vertritt er die Anliegen der Schweizer Schifffahrt gegenüber der Politik, dem Tourismus oder der Öffentlichkeit. «Es ist wichtig, dass man gemeinsam hinstehen und seine Bedürfnisse anbringen kann», sagt Rey im Schiffpodcast und erzählt, wie er in das Amt gestartet ist und was ihm dabei wichtig ist. Der Verband der Schweizer Schifffahrtsunternehmen arbeitet eher im Hintergrund. «Ein zentraler Teil ist die Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Verkehr, wo Gesetze und Verordnungen vorbereitet werden.», sagt Rey und stellt weitere Aufgaben des Verbands vor. Dazu gehören die aktuellen Herausforderungen in der Schifffahrt: Lange Ausbildungen erschweren die Personalplanung. Aktuell fahren nicht alle Schiffe in der Schweiz, weil Schiffsführerinnen oder Maschinisten fehlen. Remo Rey erläutert, wo die Ausbildung vereinfacht wird und warum sie dennoch lange dauern muss. Er zeigt auf, wie er als Geschäftsführer der Schifffahrtsgesellschaft URh mit dieser Herausforderung umgeht. Manche Schiffe bleiben in der Werft, weil das Geld für Reparaturen fehlt. Remo Rey erklärt, warum die Schifffahrt teuer ist und dass Schiffsbetriebe auf die Unterstützung der Gesellschaft angewiesen sind. Vor allem Investitionen in klimafreundliche Motoren übersteigen oft die finanziellen Möglichkeiten der Unternehmen. Im Schiffspodcast wird aufgezeigt, wie Schiffe eine Region attraktiver machen. Viel Kritik einstecken muss die Schifffahrt wegen einer exklusiven Luxusfahrt für kleine Gruppen, die auf dem Vierwaldstättersee angeboten wird. Im Schiffspodcast verteidigt Remo Rey das Angebot und wirbt für frische Ideen. Solche Angebote seien notwendig, um Aufmerksamkeit zu erzeugen, sagt Rey. «Die Schifffahrt muss im Gespräch bleiben». Mit klassischen Kursfahrten sei das kaum zu schaffen. Wir nehmen den Schiffspodcast auf dem 100 Jahre alten Motorschiff Konstanz auf, das heute vorab als Hotelschiff dient. Remo Rey erzählt von der Suche nach einer Verwendung für das eher kleine Schiff und wie es ihm ans Herz gewachsen ist. Er spricht auch über das zweite historische Schiff der URh-Flotte: Das Motorschiff Stein am Rhein und seinen Sulzer Zweitaktmotor 6 TW 24 und welche Herausforderungen sich stellen, ihn zu erhalten. Zur Schifffahrt ist Remo Rey eher zufällig gekommen. Davor war er Tourismusdirektor in Winterthur. «Die Schifffahrt vereint vieles, was mir wichtig ist: Gastgeber sein, Gastronomie, touristisches Angebot – aber auch neue Herausforderungen wie Finanzierung und Investitionsplanung», sagt der Betriebsökonom. Nach elf Jahren ist er noch immer mit Begeisterung dabei.   Links Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein URh https://www.urh.ch/ Spenden für MS Stein am Rhein https://www.urh.ch/blog/erhalt-ms-stein-am-rhein Der VSSU https://schweizer-schifffahrt.ch/ Weitere Folge des Schiffspodcasts mit der URh https://schiffspodcast.ch/episodes/so-wird-der-tag-der-offenen-werft-organisiert Inhaltsverzeichnis 0:15      Einleitung 2:05      100 Jahre MS Konstanz 5:15      MS Stein am Rhein 9:25      Neuer Präsident VSSU 13:10   Aufgaben des VSSU 9:15      Gemeinsame Ausbildung 22:10   Personalmangel 33:00   Niedrigwasser 37:25   Finanzierung der Schifffahrt 41:20   Luxusangebote 46:05   Remo Rey persönlich Nächste Folge nicht verpassen: Digitale Flaschenpost abonnieren Der Schiffspodcast erscheint zwölfmal im Jahr, immer am ersten Montag des Monats. Er zeigt, was hinter den Kulissen der Schweizer Schifffahrt so läuft, erklärt Zusammenhänge und macht Lust auf unsere Schiffe und Gewässer. Er ist ein privates, unabhängiges und ehrenamtliches Projekt.

    47 min

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