IRMIMI – Irgendwas mit Mittelalter

katrinstupp

Irgendwas mit Medien? Nein, irgendwas mit Mittelalter! IRMIMI erweckt mittelalterliche Handschriften und ihre Storys zum Leben. Denn sie erzählen uns, was war, und erlauben uns, in die Welt von damals einzutauchen und unsere vielleicht etwas besser zu verstehen. Denn Handschriften sind mehr als beige Fetzen!

  1. Sep 13

    #73: Schreiberin unbekannt: Guda und die verschollenen Bücher

    Inhalt 00:00:00 Vorgeplänkel 00:14:40 Thema der Folge   Im 12. Jahrhundert malt sich eine Frau namens Guda in einen verzierten Buchstaben und schreibt dazu: Sie hat dieses Buch geschrieben und gemalt. War sie eine Ausnahme? Oder sehen wir nur sie und den Rest nicht? Ein Forschungsteam hat 2025 zum ersten Mal nachgezählt, wie viele mittelalterliche Handschriften von Frauen abgeschrieben wurden. Grundlage sind Kolophone, also kurze Notizen am Ende einer Handschrift, in denen sich die Schreibenden manchmal verewigt haben. Das Ergebnis: Von 23.774 Notizen stammen mindestens 254 sicher von Frauen, also rund 1,1 Prozent. Hochgerechnet könnten Frauen im Mittelalter über 110.000 Bücher abgeschrieben haben, und rund 8.000 davon müssten heute noch existieren. Wir klären den Unterschied zwischen Autorin und Schreiberin und lernen Birgitta kennen, die ihr eigenes Werk nicht ganz so gelungen fand. Außerdem geht es darum, warum die 1,1 Prozent nur eine Untergrenze sind. Und warum die spannendste Erkenntnis der Studie keine Entdeckung ist, sondern eine Lücke. IRMIMI Links Komm in den IRMIMI Club "Das Skriptorium"! IRMIMI Merch gibt es hier bei podmerch.de! Melde dich hier für meinen Newsletter an Ich freue mich auch über Sternchen auf Spotify :) IRMIMI ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling, schau gerne mal vorbei! Musik: Gates Of Glory" BY "Alexander Nakarada" #Mittelalter #Deutschland #Europa #Forschung

  2. May 10

    #71: Das Lorscher Arzneibuch: Schimmel, Salben und undankbare Patienten

    Das Lorscher Arzneibuch ist das älteste erhaltene medizinische Buch Deutschlands – geschrieben um 800 von Mönchen in einem hessischen Kloster, die nicht nur Rezepte sammelten, sondern die Medizin vor dem Christentum verteidigen mussten. Wir schauen heute: Was steckt in den 482 Rezepten, warum brauchte ein Arzneibuch ein theologisches Vorwort und wie landet ein Buch aus Lorsch am Ende in Bamberg? UNESCO-Weltdokumentenerbe, mittelalterliche Käseschimmel-Therapie und ein Arzt, der vorher bezahlt werden will: alles dabei ;) Viel Spaß beim Hören! Eure Katrin Einen (ergänzenden) Blogartikel zum Lorscher Arzneibuch gibt es hier Lorscher Arzneibuch (Bamberg, Staatsbibl., Msc. Med. 1) Informationen im Handschriftencensus Direkt zum Digitalisat   Links und Quellen UNESCO / Staatsbibliothek Bamberg: Eintrag zum Weltdokumentenerbe „Lorscher Arzneibuch", online verfügbar (abgerufen 2025) Stoll, Ulrich: Einleitung zur wissenschaftlichen Erschließung des Lorscher Arzneibuches, Institut für Geschichte der Medizin der Universität Würzburg, 1989 Fischer, Klaus-Dietrich: Aufsatz zur kritischen Auseinandersetzung mit den Thesen Gundolf Keils zum Lorscher Arzneibuch, 2010 Stoll, Ulrich / Keil, Gundolf (Übers.): Das Lorscher Arzneibuch. Übersetzung der Handschrift Msc. Med. 1 der Staatsbibliothek Bamberg. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 1989. IRMIMI Links Komm in den IRMIMI Club "Das Skriptorium"! Melde dich hier für meinen Newsletter an! Ich freue mich auch über Sternchen auf Spotify :) IRMIMI ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling, schau gerne mal vorbei! Musik: Gates Of Glory" BY "Alexander Nakarada"

  3. Mar 8

    #68: Sie haben Post. Vielleicht. Briefe im Mittelalter und warum sie manchmal lebensgefährlich waren.

    Wann habt ihr zuletzt einen Brief geschrieben? Also so mit der Hand, mit Stift und so? ;) Briefe schreiben klingt erstmal irgendwie nach Schulzeit, Karopapier und Brieffreundschaften. Aber im Mittelalter war ein Brief manchmal eine Waffe, manchmal ein Liebesbeweis und manchmal der Grund, warum man von Piraten gekapert wurde. Lasst uns in die mittelalterliche Briefkultur schauen: Wer überhaupt schreiben konnte (Ihr wisst es sicher!), wie die ars dictaminis das Briefeschreiben zur Kunstform machte und was päpstliche Geheimdokumente mit dalmatinischen Piraten zu tun haben. Und außerdem: Warum eure letzte Bewerbungs-E-Mail strukturell aus dem 12. Jahrhundert stammt … Viel Spaß beim Hören!   Links und Quellen Grażyna Kryszczuk: Briefe im Mittelalter / Listy średniowieczne, in: Annales Universitatis Mariae Curie-Skłodowska, Vol. XIX, Sectio FF, Lublin 2001. Wolfgang Achnitz: [Rezension] Christine Wand-Wittkowski, Briefe im Mittelalter. Der deutschsprachige Brief als weltliche und religiöse Literatur. Herne 2000. Klaus Herbers: Verlust – Veränderung – Ersatz: Beispiele der Briefpraxis im 9. Jahrhundert. Roland Zingg: Grundsätzliche Überlegungen zu Briefen und Briefsammlungen des früheren Mittelalters bezüglich Quellengattung und Überlieferung.   IRMIMI Links Musik: Gates Of Glory" BY "Alexander Nakarada" Komm in den IRMIMI Mitgliederbereich "Das Skriptorium"! Melde dich hier für meinen Newsletter an! Ich freue mich auch über Sternchen auf Spotify :) IRMIMI ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling, schau gerne mal vorbei!

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