Wer wir sind. - ein Gespräch. ohne Skript. ohne Labels.

Sarah Walther

Wir leben in einer Zeit, in der Menschen oft über Status, Leistung oder Reichweite definiert werden. Interviews folgen festen Fragen, Gespräche dienen der Selbstvermarktung, und wer etwas zu erzählen hat, muss dafür erst eine Bühne bekommen. Dieser Podcast macht es anders. Ich treffe Menschen, die ich vorher nicht kenne – ohne Skript, ohne Vorbereitung, ohne zu wissen, wohin das Gespräch führt. Keine Biografien, keine Label, keine vorgefertigten Narrative. Stattdessen entsteht ein Raum, in dem jemand nicht etwas sein muss, sondern einfach ist. Warum das wichtig ist? Weil wir in einer Gesellschaft leben, die Identität in Schlagworten erfasst, statt sich auf echte Begegnungen einzulassen. Weil viele Gespräche nicht wirklich offen sind, sondern eine Botschaft transportieren sollen. Weil wir verlernt haben, uns überraschen zu lassen. Wer wir sind ist kein Podcast für Expert*innen, keine Bühne für Erfolgsstorys. Es ist eine Annäherung an das, was wir oft übersehen: Menschen in ihrer Unmittelbarkeit. Wir treffen uns genau ein einziges Mal – ohne Drehbuch, ohne Erwartungen. Und genau darin liegt die Essenz dieses Formats. Homepage: https://www.sarahwalther.com Mail: hello@sarahwalther.com Instagram: sarah.walther.leipzig

  1. Wer wir sind. Folge 75 mit Marion

    08/31/2025

    Wer wir sind. Folge 75 mit Marion

    Was bedeutet es eigentlich, Mensch zu sein? Und was verändert sich, wenn man älter wird – nicht nur äußerlich, sondern auch im Blick auf das eigene Leben? Martina erzählt in dieser Folge von Erfahrungen, die so zeitgebunden wirken und doch bis heute hochaktuell sind: vom Körperbild, das durch die Mutter geprägt wird, von Schönheitsidealen, denen man nie so recht entsprechen konnte – „nicht klein genug, nicht zierlich genug, die Brille zu groß“. Von der Energie, die Frauen aufwenden, um sich im Spiegel der Gesellschaft zu betrachten, statt ihre Kraft an anderer Stelle einsetzen zu können. Doch es geht nicht nur um den Körper. Es geht um das Weiterwirken von Familiengeschichten, um den Einfluss der Mutter auf die Tochter, um Erwartungen und Lebensentscheidungen. „Sieh zu, dass du später auf eigenen Füßen stehen kannst“, war ein Satz, den Martina früh gehört hat – und der sie geprägt hat. Gleichzeitig bleibt die Zerrissenheit: beruflich erfolgreich und finanziell unabhängig zu sein, aber dabei mit dem ständigen schlechten Gewissen zu leben, den Kindern nicht genug Zeit zu widmen. Ein Gespräch über Generationen hinweg, über Makel und Selbstbilder, über die Ambivalenz zwischen Beruf und Muttersein. Und darüber, wie die Fragen, die uns prägen, auch dann nicht verschwinden, wenn wir älter werden. Ich möchte mich noch einmal von ganzem Herzen bei Martina bedanken, für dieses bunte und vielseitige Gespräch und all die wichtigen Themen, die sie ganz offen angesprochen und mit mir geteilt hat!

    1h 17m
  2. Wer wir sind. Folge 73 mit Ricarda

    07/06/2025

    Wer wir sind. Folge 73 mit Ricarda

    Was heißt es eigentlich, introvertiert zu sein – jenseits der gängigen Klischees? Ricarda beschreibt, wie sich ihre Introvertiertheit im Alltag zeigt, was ihr nach außen oft nicht angesehen wird und warum gerade stille Menschen häufig unterschätzt werden. Wir sprechen über die Unterschiede zwischen intro- und extrovertierten Denkweisen, über das gesellschaftliche Missverständnis von „Langweiligkeit“ – und über das Unbehagen, wenn andere laut denken, bevor sie fertig sind. Ein Teil des Gesprächs führt nach England, wo Ricarda einige Jahre gelebt hat. Sie erzählt, wie sie den Alltag, die Kultur und das gesellschaftliche Miteinander erlebt hat – und was sie aus dieser Zeit mitgenommen hat. Heute lebt Ricarda mit ihrem Mann, einem Pfarrer, in Deutschland. Auch das bringt Bilder mit sich: Vorstellungen von der Pfarrfrau, von gelebtem Glauben, von Gemeindeleben. Ricarda spricht darüber, wie sie sich von diesen Erwartungen emanzipiert hat – und warum sie trotzdem Verantwortung übernimmt und sich mit ihrer eigenen Haltung darin wiederfindet. Und wir sprechen über das Elternwerden. Über den Wunsch, Mutter zu sein. Über medizinische Eingriffe, die ins Leere laufen. Über den Entschluss zur Adoption, die erste Begegnung mit dem Kind – und die vielen Fragen, die man sich stellt bei einer Adoption stellt. Ein Gespräch über Glaube und Selbstverständnis, über innere Klarheit inmitten äußerer Vorstellungen – und über Wege, die man nicht planen kann, aber dennoch vertrauensvoll gehen kann. Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal von Herzen bei Ricarda bedanken, dass sie sich auf unser Gespräch eingelassen hat, obwohl sie sich lieber hätte vorbereiten wollen, und dass so ein offenes und vertrauensvolles Gespräch daraus entstanden ist.

    1h 28m
  3. Wer wir sind. Folge 71 mit Doris

    06/01/2025

    Wer wir sind. Folge 71 mit Doris

    Was ist Zeit? Und was geschieht, wenn wir aufhören, sie zu füllen? Doris und ich sprechen über Leere – nicht als Mangel, sondern als Möglichkeit. Über das Alleinsein, das sich nicht mit Einsamkeit verwechseln lässt. Über die Unruhe, die sich manchmal wie ein innerer Taktgeber anfühlt. Und über eine Stille, die nie ganz still ist, weil sie uns auf uns selbst zurückwirft. Doris erzählt von der inneren Stimme, die es gut meint. Eine Stimme in ihr, die verlässlich ist, zugewandt, klar. Sie spricht nicht mehr davon, sie zu suchen – sie lebt mit ihr. Dieses innere Vertrauen, sagt sie, ist heute eine Selbstverständlichkeit - die Grundlage ihrer Lebensphilosophie. Wir sprechen über Kontrolle – und wie sie sich lösen lässt, ohne dass wir Halt verlieren. Über die Illusion von Sicherheit. Über das Schreiben als Möglichkeit, sich selbst zu hören. Und über das Atmen als Erinnerung daran, dass Leben nicht planbar ist. Auch sprachen wir über ihre bereits verstorbene Mutter. Eine Frau, die selbst kein Urvertrauen in sich trug – und es doch auf eine stille, eindrückliche Weise weitergegeben hat. Wie das möglich war, und was dieser Blick zurück heute für Doris bedeutet, entfaltet sich im Gespräch wie ein feiner Faden zwischen den Generationen. Ein Austausch über innere Ordnung, über Loslassen ohne Verlust – und über die Möglichkeit, als Frau zugleich weich und stark zu sein. An dieser Stelle möchte ich mich bei Dorit für dieses facettenreiche Gespräch, wobei wir nie den Faden verloren haben, bedanken. Es hat mir ganz viel Freude bereit.

    1h 39m

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Wir leben in einer Zeit, in der Menschen oft über Status, Leistung oder Reichweite definiert werden. Interviews folgen festen Fragen, Gespräche dienen der Selbstvermarktung, und wer etwas zu erzählen hat, muss dafür erst eine Bühne bekommen. Dieser Podcast macht es anders. Ich treffe Menschen, die ich vorher nicht kenne – ohne Skript, ohne Vorbereitung, ohne zu wissen, wohin das Gespräch führt. Keine Biografien, keine Label, keine vorgefertigten Narrative. Stattdessen entsteht ein Raum, in dem jemand nicht etwas sein muss, sondern einfach ist. Warum das wichtig ist? Weil wir in einer Gesellschaft leben, die Identität in Schlagworten erfasst, statt sich auf echte Begegnungen einzulassen. Weil viele Gespräche nicht wirklich offen sind, sondern eine Botschaft transportieren sollen. Weil wir verlernt haben, uns überraschen zu lassen. Wer wir sind ist kein Podcast für Expert*innen, keine Bühne für Erfolgsstorys. Es ist eine Annäherung an das, was wir oft übersehen: Menschen in ihrer Unmittelbarkeit. Wir treffen uns genau ein einziges Mal – ohne Drehbuch, ohne Erwartungen. Und genau darin liegt die Essenz dieses Formats. Homepage: https://www.sarahwalther.com Mail: hello@sarahwalther.com Instagram: sarah.walther.leipzig