Wie KI Worte wirken

Helga Boss und Heidi Winsauer

In diesem Podcast sprechen Menschen aus unterschiedlichen Berufen darüber, wie KI unsere Sprache, unsere Kommunikation und unser Denken verändert. Wir teilen Erfahrungen aus dem Alltag und der Arbeitswelt, hinterfragen kritisch und zeigen, wo KI uns unterstützt – und wo wir Mensch bleiben dürfen. Du bekommst praktische Tipps, Inspiration und Denkanstöße für deine eigene Kommunikation im Zeitalter der KI. Der Podcast ist eine Co-Produktion von  Helga Boss https://www.helgaboss.com/ und  Heidi Winsauer https://www.sprechenundbegeistern.at/

  1. 15h ago

    Folge 109 mit Helga Boss - ist dein Prozess reif für die KI

    Prozesse. Welcher ist reif für KI, welcher nicht. Jemand kommt von einer Messe zurück und sagt: „Jetzt machen wir auch was mit KI." Drei Wochen später redet niemand mehr davon. Das Projekt ist offiziell nicht gescheitert, es ist eingeschlafen. Das liegt fast nie an der Technik, sondern an der Auswahl: Wir nehmen meistens den Prozess, der am lautesten weh tut, und das ist ausgerechnet der chaotischste im ganzen Unternehmen. In dieser Folge bekommst du drei nüchterne Fragen, mit denen du jeden Prozess in unter fünf Minuten einsortierst. Du erfährst in dieser Folge: Warum der Prozess, der am meisten nervt, fast immer der falsche Startpunkt istFrage 1: Die Rechnung, mit der du entscheidest, ob sich der Aufwand überhaupt lohnt, und warum du alle beteiligten Personen mitzählen musstFrage 2: Der Zehn-Minuten-Test mit der neuen Mitarbeiterin, an dem die meisten Prozesse hängenbleibenWarum ein Prompt nichts anderes ist als eine Arbeitsanweisung, und was der entscheidende Unterschied zum Menschen istEin Fall aus einer Eventagentur mit vierzehn Leuten: von zwei Stunden auf zwanzig Minuten pro Angebot, bevor überhaupt eine KI im Spiel warFrage 3: Warum nicht die Fehlerhöhe gefährlich ist, sondern die Kombination aus teuer und unsichtbarDer Prozess, an dem ich selbst gescheitert bin, und warum ich meine E-Mails bis heute selber schreibeMein Merksatz aus der Folge: Wenn du es nicht aufschreiben kannst, kannst du es nicht übergeben. Weder an einen Menschen noch an eine Maschine. Deine Aufgabe für diese Woche: Nimm dir zehn Minuten und schreib zwei bis vier Prozesse auf, die sich bei dir am häufigsten wiederholen. Nicht die spannendsten, sondern die alltäglichen. Schick jeden durch die drei Fragen und notier dahinter: loslegen, aufräumen, oder Finger weg. Ich vermute, bei mindestens einem steht Aufräumen. Schick mir dein Ergebnis, wenn du magst, dann mache ich daraus irgendwann eine Folge mit euren Fällen. Du willst wissen, wo dein Unternehmen steht? Alle Infos zur Standortanalyse findest du auf https://helgaboss.com

  2. Aug 18

    Folge 108, Helga Boss über KI-Agenten

    Agenten. Was sie können, was nicht. Alles ist plötzlich ein Agent. Der Chatbot, die Automatisierung, das E-Mail-Tool. Gartner hat dafür sogar einen Begriff geprägt: Agent Washing. In dieser Folge räume ich auf: Was ist wirklich ein KI-Agent, was können Agenten heute schon richtig gut, und wo scheitern sie, und zwar messbar. Du erfährst in dieser Folge: Die kürzeste Definition, die du brauchst: Ein Agent bekommt ein Ziel, kein KommandoDie drei Stufen Chatbot, Automatisierung, Agent und woran du echte Agenten erkennstWo Agenten heute glänzen: Programmieren, Recherche, KundenserviceVier Anwendungsfälle, die ohne Millionenbudget funktionieren: Terminvereinbarung, Rechnungsprüfung, Wissensarbeit im Kundenservice, Lernstrecken in der LehrlingsausbildungWarum 95 Prozent der KI-Pilotprojekte die Erwartungen verfehlen und was die Mathematik der verketteten Schritte damit zu tun hatDie vier Fragen, mit denen du jedes Agenten-Angebot in zwei Minuten einordnen kannstMein Merksatz aus der Folge: Die Frage ist nicht, ob du einen Agenten brauchst. Die Frage ist, ob dein Prozess schon so gut ist, dass ihn ein Agent übernehmen kann. Erst der Prozess, dann die KI. Quellen zur Folge: MIT Project NANDA (2025): The GenAI Divide. State of AI in Business 2025 https://mlq.ai/media/quarterly_decks/v0.1_State_of_AI_in_Business_2025_Report.pdf Gartner (Juni 2025): Prognose zu Agentic-AI-Projektabbrüchen bis 2027 und Begriff Agent Washing https://www.gartner.com/en/newsroom/press-releases/2025-06-25-gartner-predicts-over-40-percent-of-agentic-ai-projects-will-be-canceled-by-end-of-2027 Camunda (Jänner 2026): State of Agentic Orchestration and Automation 2026 https://camunda.com/state-of-agentic-orchestration-and-automation/ Forrester Consulting im Auftrag von Boomi (Juli 2026): The Agentic AI Readiness Gap https://boomi.com/de/resources/resources-library/agentic-chaos-forrester-study/ Fraunhofer IAIS / HNFIZ (2026): KI-Agenten verstehen und anwenden, Konzept Agentic Level https://www.iais.fraunhofer.de/de/publikationen/studien/2026/download_hnfiz-studie_ki-agenten.html Prodigal Tech: Why most AI agents fail in production. The compounding error problem https://www.prodigaltech.com/blog/why-most-ai-agents-fail-in-production Du willst wissen, wo dein Unternehmen steht? Alle Infos zur Standortanalyse findest du auf www.helgaboss.com

  3. Aug 12

    Folge 107 mit Gabriel Stankovic: Wie die Gen Z wirklich mit KI aufwächst

    Gen Z & KI: Wie die junge Generation Algorithmen als Sparringspartner nutzt  Heute habe ich einen ganz besonderen Gast am Mikrofon! Gabriel Stankovic ist 20 Jahre alt, Quereinsteiger aus der Metallbranche und macht aktuell ein Praktikum bei der AI Tech Marketing Agency Empolo. Er vertritt damit die Gen Z – eine Generation, für die Smartphones Alltag sind und die KI wie selbstverständlich in ihr Leben integriert. Ich spreche mit Gabriel darüber, wie er KI als täglichen Lebens- und Fitness-Coach nutzt, wo beim Video-Schnitt trotz Technologie nach wie vor echte Handarbeit gefragt ist und warum er in Beziehungsfragen lieber auf seinen eigenen Kopf vertraut als auf Algorithmen. Inhaltliche Insights: Der persönliche KI-Coach für Fitness & Alltag: Gabriel erzählt, wie er mit der KI als Sparringspartner seine Ernährung getrackt, sein Training optimiert und so über 15 Kilo abgenommen hat – und warum die KI für ihn bei persönlichen Fragen oft die erste Anlaufstelle ist.Content Creation & Video-Schnitt: Warum die KI bei Social-Media-Videos zwar ein genialer Ideengeber ist, der eigentliche Schnitt von Bewegtbild aber immer noch viel Zeit, Fingerspitzengefühl und echte Handarbeit erfordert.Gen Z und das Aufwachsen mit KI: Wie Jugendliche KI im Alltag und in der Schule nutzen, warum Lexika und langes Diskutieren im Freundeskreis oft durch schnelles Nachfragen bei der KI ersetzt werden und warum die Quellenprüfung dabei leider meist auf der Strecke bleibt.Grenzen der künstlichen Intimität: Warum Gabriel bei Beziehungsfragen und Gefühlen ganz bewusst eine Grenze zieht und nicht alles in den Chatbot füttert – und wie er den Trend wahrnimmt, dass KI-Modelle im privaten Bereich als Gesprächspartner genutzt werden.KI-Musik & die Gefahren für Ältere: Warum der Unterschied zwischen echter Musik und KI-Songs hörbar bleibt und weshalb Gabriel die größten Gefahren bei Fakes und Deepfakes eher bei der älteren Generation sieht, die mit dieser Technologie nicht aufgewachsen ist.Geld verdienen mit KI-Werbung: Gabriels Blick auf die Zukunft und wie KI-generierter Content im Marketing neue Möglichkeiten für junge Kreative eröffnet. „Ich frage sehr gerne die KI. Sie versteht mich bei persönlichen Dingen manchmal einfach besser.“ „Wenn es um meine Beziehung geht, ist wirklich mein eigener Kopf im Spiel. Ich kenne meine Freundin besser als jede KI. Das kann eine Maschine nicht ersetzen.“ Wie intensiv nutzt die jüngere Generation in eurem Umfeld bereits KI? Und wo zieht ihr persönlich die Grenze bei der Nutzung im privaten Alltag? Hört gerne rein! Abonniere den Podcast, hinterlasse Heidi und mir eine Bewertung auf deiner Lieblingsplattform und teile deine Gedanken zu dieser Folge mit uns auf LinkedIn!

  4. Aug 5

    Folge 106 mit Marko Kalabota, Empolo, AI Tech Solutions

    KI als Werkzeug: Zwischen Kreativität, Marketing und künstlicher Intimität Marko Kalabota ist Gründer von EMPOLO, AI-Tech-Unternehmer und Experte für Online-Marketing. Im Gespräch mit Helga Boss geht es um die Frage, wie künstliche Intelligenz unsere Sprache, unsere Kreativität und sogar unsere zwischenmenschlichen Beziehungen verändert. Dabei wird schnell klar: KI kann uns enorm unterstützen – sie darf uns das Denken aber nicht vollständig abnehmen. Das erwartet dich in dieser Episode Wenn KI unsere Sprache verändert: Marko bezeichnet sich selbst als KI-Heavy-User und spricht offen darüber, welche Fähigkeiten verloren gehen können, wenn wir Texte und kreative Aufgaben zu früh vollständig an KI-Systeme abgeben.Warum plötzlich alles gleich aussieht: KI macht die Erstellung von Designs einfacher. Wer jedoch blind auf Standardergebnisse vertraut, verschwindet schnell in der Masse.„Wir wollen in diesem Wald der gelbe Regenmantel sein, der hervorsticht.“Wird KI Designer:innen ersetzen? Technische Routinearbeiten verändern sich oder fallen weg. Umso wichtiger werden Konzept, Erfahrung, Kreativität und ein solides Verständnis für Gestaltung. Die KI liefert Ideen – den entscheidenden Feinschliff bringt weiterhin der Mensch.Warum Unternehmen trotz KI Geld im Marketing verbrennen: Marko berichtet von seinen Einblicken bei Meta und erklärt, weshalb auch große Unternehmen an den Grundlagen scheitern: langsame Websites, fehlendes Tracking und Kampagnen ohne klares Ziel. KI kann vieles beschleunigen – ein schlechtes Fundament kann sie jedoch nicht retten.Künstliche Intimität und der KI-Ja-Sager: Was passiert, wenn ein Chatbot uns täglich zuhört, uns bestätigt und immer besser kennenlernt? Helga und Marko diskutieren über emotionale Bindung an KI, Einsamkeit, Filterblasen und die Gefahr, dass echte Kritik und menschliche Begegnungen zunehmend fehlen.Marko Kalabota und EMPOLO Mehr über Marko, seine Arbeit im Bereich KI, Growth Marketing und digitale Lösungen findest du hier: Website von EMPOLOIm Gespräch erwähnte Tools und Ressourcen Google Lighthouse – zur Analyse der technischen Qualität und Performance einer Website.OpenAI Codex – KI-Unterstützung für Programmierung und technische Aufgaben.Claude Code – KI-gestütztes Arbeiten mit Code und digitalen Projekten.Suno – ein KI-Tool zur Erstellung von Musik und Songs.Informationen der Europäischen Kommission zum EU AI ActDeine Meinung ist gefragt Wo unterstützt dich KI bereits – und welche Aufgaben möchtest du ganz bewusst weiterhin selbst übernehmen? Abonniere „Wie Worte wirken“, damit du keine neue Episode verpasst. Wenn dir das Gespräch gefallen hat, freue ich mich über deine Bewertung und darüber, wenn du die Episode mit Menschen teilst, für die KI mehr sein soll als nur der nächste große Hype.

    Folge 106 mit Marko Kalabota, Empolo, AI Tech Solutions
  5. Jul 29

    Helga Solopodcast 29 Juli

    Wenn die KI Märchen erzählt: Was steckt hinter Halluzinationen?  Heute bin ich wieder solo am Mikrofon unterwegs! Ich widme mich in dieser Folge einem Thema, das mir in meinem Alltag als Trainerin und Beraterin ständig begegnet: den Halluzinationen der KI. Das sind diese Momente, in denen dir die KI mit voller Überzeugung und stotterfrei erfundene Zahlen, nicht existente Quellen oder ein Gerichtsurteil präsentiert, das es nie gegeben hat. Ich erkläre dir in dieser Episode, was eine Halluzination überhaupt ist, warum Sprachmodelle so plausibel flunkern und welche 5 konkreten Praxistipps ich dir mitgebe, damit du Fakes ab morgen in deinem Arbeitsalltag sofort entlarvst. Worüber ich in dieser Folge spreche: Die Falle der Souveränität: Warum wir so leicht auf die KI hereinfallen. Wenn wir Menschen unsicher sind, zögern wir oder senken den Blick. Die KI tut das nicht. Sie berechnet stotterfrei das nächste wahrscheinliche Wort und klingt dabei extrem überzeugend – egal, ob die Aussage stimmt oder nicht.Die drei Arten von Halluzinationen: Von frei erfundenen Fakten über plausibel klingende Fach-Quellen (wie erfundene Buchtitel oder Aktenzeichen) bis hin zu den gefährlichsten Fakes: Aussagen, die zu 90 Prozent stimmen, aber bei den entscheidenden 10 Prozent falsch liegen.Warum die KI überhaupt halluziniert: Ein Blick hinter die Kulissen der Modell-Hersteller. Die Sprachmodelle wurden im Training oft dafür belohnt, eine Antwort zu „raten“, anstatt schlicht zuzugeben, dass sie etwas nicht wissen.Aktuelle Daten & Benchmarks: Warum die Websuche die Halluzinationsrate laut Studien von fast 80 Prozent auf rund ein Drittel senken kann – und warum wir selbst bei verlinkten Quellen genau hinsehen müssen.Der Fall Pixonimie: Eine abenteuerliche Geschichte über ein erfundenes Krankheitsbild (inklusive Star-Trek-Anspielungen im Text), das von verschiedenen KI-Systemen eineinhalb Jahre lang als echte Diagnose ausgegeben wurde und sogar in der wissenschaftlichen Fachliteratur landete. Meine 5 Tipps für dich gegen KI-Halluzinationen: Gib der KI eigenes Material (RAG): Stelle der KI Dokumente, PDFs oder Texte zur Verfügung. Wenn sie aus deinen Daten liest statt aus ihrem freien Gedächtnis, sinkt die Halluzinationsrate drastisch.Schalte die Websuche ein: Bei aktuellen und faktenbasierten Anfragen solltest du immer die Live-Websuche aktivieren.Erlaube der KI die Unsicherheit: Sag der KI im Prompt ganz explizit: „Wenn du dir nicht sicher bist, gib es zu oder nenne mir eine Prozentzahl für deine Unsicherheit.“Frage ein zweites Modell (Wisdom of the Crowds): Stelle dieselbe Frage zwei verschiedenen KIs (z. B. ChatGPT und Claude). Wo die Antworten voneinander abweichen, liegt meistens die Wissenslücke.Prüfe alles, was Konsequenzen hat: Zahlen, Verträge, Zitate, Rechtliches und Medizinisches musst du immer selbst verifizieren. Die KI liefert uns den Entwurf – aber die Verantwortung und die Haftung liegen ganz allein bei uns! Bist du auch schon einmal auf eine besonders gut getarnte KI-Halluzination hereingefallen? Und wie prüfst du die Ergebnisse im Alltag? Abonniere den Podcast, hinterlasse Heidi und mir eine Bewertung auf deiner Lieblingsplattform und lass mich auf LinkedIn wissen, welche Erfahrungen du gemacht hast!

  6. Jul 22

    Folge 104 mit Anna Kofler als  Geschäftsführerin von Thynk AI und Gründerin des Projekts AI-Mom

    Digitale Mitarbeiter im Verleih & das Aufwachsen mit KI: Wie Algorithmen unsere Kommunikation und Erziehung verändern In dieser Folge begrüßt die Gastgeberin Helga Boss die Geschäftsführerin von Think AI und Gründerin von AI Mom, Anna Kofler. Zu dritt im Bunde – gemeinsam mit der digitalen Protokollantin Sally – besprechen die beiden Frauen, wie Künstliche Intelligenz unsere Arbeitswelt und die gesellschaftlichen Strukturen revolutioniert. Anna Kofler teilt ihre Erfahrung aus jahrelanger KI-Praxis und erklärt, warum Think AI KIs nicht als reine Software-Tools, sondern als fertig ongeboardete digitale Mitarbeitende mit klaren Fähigkeitsprofilen vermittelt. Zudem gibt sie als „AI Mom“ wertvolle Einblicke in die Frage, wie Eltern ihre Kinder verantwortungsvoll und kritisch an den Umgang mit sprechenden und scheinbar allwissenden Maschinen heranführen können. Darum geht es in dieser Folge: Die neue Disziplin in Meetings: Warum der Einsatz von digitalen Protokollanten wie Sally uns dazu zwingt, Aufgaben am Mikrofon unmissverständlich auszusprechen. Vage Formulierungen wie „Das müssten wir mal machen“ werden durch die KI entlarvt – sie benötigt eine klare namentliche Zuordnung, um fehlerfrei mit Projektmanagement-Tools zu kommunizieren.Der Personalverleih für digitale Köpfe: Wie fertige KI-Mitarbeiter wie Sven Social Media oder Penelope Photo Unternehmen den zeitfressenden Hype-Dschungel ersparen. Anna Kofler erklärt den Weg von internen Needs zu maßgeschneiderten, DSGVO-konformen KI-Kollegen.Erst der Kernprozess, dann das Tool: Warum unzählige Produktivitätsgewinne im endlosen Testen von Software verbraten werden und warum sich die Technologie immer an den bestehenden Workflow des Teams anpassen muss – nicht umgekehrt.Das Vertrauensproblem mit der KI-Stimme: Warum die menschenähnliche, natürliche Sprache von KIs eine psychologische Vertrauensbasis schafft, die gefährlich werden kann. Anna Kofler warnt vor dem blinden Vertrauen in selbstbewusst formulierte Antworten (wie bei der Pilzsuche im Wald) und plädiert für den zwingenden Faktencheck.Künstliche Intimität und Beziehungs-Prompts: Warum Jugendliche heute Konflikte und WhatsApp-Nachrichten von KIs schreiben lassen und welche Gefahr droht, wenn wir verlernen, zwischenmenschliche Reibungen und echte Konflikte selbst auszutragen.Praktische Tipps für Eltern (AI Mom): Wie Mütter und Väter mit ihren Kindern spielerisch KI-Fehler jagen, durch eigene Stimmklone für die Gefahren von Deepfakes sensibilisieren und die KI als kreativen Umsetzer statt als denkerischen Vordenker etablieren. Direkter Kontakt: Anna Kofler auf LinkedIn sowie der dortige AI Mom Newsletter für Eltern und Erziehungsberechtigte.E-Mail-Adresse: anna@thynkAI.atFotocredits: dryven GmbH Habt ihr eure Meetings schon mal von einem digitalen Assistenten mitschreiben lassen? Und wie bereitet ihr eure Kinder auf eine Zukunft vor, in der Maschinen wie Menschen sprechen? Abonniert den Podcast, hinterlasst Helga und Heidi eine Bewertung auf eurer Lieblings-Plattform und diskutiert mit uns auf LinkedIn über die Zukunft der menschlichen Kommunikation!

    Folge 104 mit Anna Kofler als  Geschäftsführerin von Thynk AI und Gründerin des Projekts AI-Mom
  7. Jul 15

    Folge 103 mit Katrin Dubberke als  HR Executive Leaderin und Talentmanagerin

    KI als Spiegel unserer selbst: Warum Prompting eine Selbstoffenbarung ist In dieser Folge begrüßt die Helga Boss die erfahrene HR Executive Leaderin und Talentmanagerin Katrin Dubberke. Katrin bringt eine faszinierende Perspektive auf das Thema Künstliche Intelligenz mit: Für sie ist die KI kein mirakulöses Orakel, bei dem man einfach irgendwas hineinkippt und magisch ein Ergebnis herausbekommt. Die KI ist vor allem ein riesiger, digitaler Spiegel der Person, die davor sitzt. Das Gespräch dreht sich darum, warum der eigene Prompting-Stil so viel über die menschlichen Denkstrukturen verrät, wie man durch echtes Feedback im Dialog mit der KI aus der „Ja-Sager-Falle“ entkommt und warum die eigentliche Herausforderung bei der KI-Transformation in Unternehmen nicht die Technik ist, sondern der Mensch. Darum geht es in dieser Folge: Sprache als Selbstoffenbarung: Warum sich die eigene Persönlichkeit, Detailverliebtheit und die Kommunikationsmuster eins zu eins in den Prompts widerspiegeln – und wie die KI lernt, den Nutzenden genau das zurückzuspiegeln.Das Sparring-Partner-Feedback: Warum es Menschen oft leichter fällt, konstruktive Kritik von einer Maschine anzunehmen als von Kolleginnen, Kollegen oder dem eigenen Partner – und wie man mit der KI in einen echten, zweiseitigen Dialog einsteigt.Die Gefahr des Selbstbestätigungslochs: Warum die ständige Höflichkeit der KI in eine Filterblase locken kann, warum das Tool den Menschen niemals wirklich „versteht“ (sondern nur Wahrscheinlichkeiten berechnet) und wie man sich das kritische Denken bewahrt.Künstliche Intimität vs. echte Nähe: Ein ehrlicher Blick auf die gesellschaftliche Herausforderung, sich nicht in KI-Avataren und digitalen Coaching-Tools zu verlieren, sondern den so wichtigen zwischenmenschlichen Kontakt im echten Leben zu pflegen.KI-Transformation in Unternehmen: Katrins wertvolle Tipps für HR und Führungskräfte. Warum reine Software-Lizenzen und Prompt-Zettel nicht reichen, warum Teams betreute Räume (wie Hackathons) zum Ausprobieren brauchen und warum auch bei der KI-Nutzung die Dosis das Gift macht.Führung im neuen Zeitalter: Warum durch den Einzug der Technologie in Zukunft plötzlich viel mehr Menschen in die Rolle einer Führungskraft schlüpfen – weil eben auch eine KI klare Führung und Richtung braucht. Habt ihr die KI auch schon mal nach Feedback zu eurem eigenen Kommunikationsstil gefragt? Und wie führt ihr eure digitalen Assistenten im Alltag? Abonniert den Podcast, hinterlasst uns gerne eine Bewertung auf eurer bevorzugten Plattform und teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren oder auf LinkedIn! Hier geht es zum direkten Kontakt: Katrin Dubberke auf LinkedIn – für spannenden Austausch rund um die Themen moderne Führung, Transformation und KI im HR-Bereich.

    Folge 103 mit Katrin Dubberke als  HR Executive Leaderin und Talentmanagerin
  8. Jul 8

    Folge 102 mit Helga Boss

    Shit in, Shit out: Warum wir ohne klare Prozesse nur schnelleres Chaos automatisieren Heute bin ich ausnahmsweise solo am Mikrofon! Ich nutze die Gelegenheit, um über mein absolutes Herzensthema zu sprechen, das mir fast in jeder Schulung, jeder Implementierung und jeder Keynote begegnet. Ein Satz, der regelmäßig für große Augen und viel Gelächter sorgt: „Shit in, shit out.“ In dieser Folge räumen wir radikal mit einem weit verbreiteten Missverständnis auf. Viele Unternehmen haben nämlich überhaupt kein KI-Problem – wir haben ein massives Prozessproblem. Wenn wir bestehendes Chaos mithilfe von Künstlicher Intelligenz automatisieren, gewinnen wir am Ende keine Effizienz, sondern produzieren einfach nur schnelleren Blödsinn in Serienproduktion. Ich zeige euch in der heutigen Folge anhand von drei Beispielen aus meiner Praxis, warum das Fundament stimmen muss, bevor wir die KI-Stimme für uns sprechen lassen. Inhaltliche Highlights Die Mythen der Angebotslegung: Wie wir in der Dienstleistungsbranche aus zwei Wochen Wartezeit zwei Tage machten – und warum zwei Drittel dieses Erfolgs rein auf das Aufräumen der internen Abläufe und Preislisten zurückzuführen sind, ganz ohne Technik-Zauberei.Newsletter des Grauens: Warum peinliche Automatisierung statt echter Personalisierung droht, wenn unsere Kundendatenbanken die Pizzeria von nebenan mit langjährigen Partnern auf einer Liste vermischen. Wir erklären, warum KI saubere Segmente braucht, um die passenden Worte zu finden.Das wandelnde Lexikon sichern: Wie wir das jahrzehntelange Erfahrungswissen einer Mitarbeiterin kurz vor der Pensionierung in einen verlässlichen KI-Assistenten gegossen haben – ohne, dass das System mangels klarer Datenbasis anfängt zu halluzinationieren.Die KI als Dokumentations-Hilfe: Unser Praxis-Tipp, wie uns die KI beim lauten Einsprechen und Transkribieren hilft, während wir unsere Prozesse überhaupt erst einmal Schritt für Schritt hörbar machen und aufschreiben. Unsere 5-Punkte-Checkliste: Ist dein Prozess KI-fit? Bevor wir eine KI in unserem Business mit Daten füttern und für uns sprechen lassen, prüfen wir jeden Ablauf anhand von fünf klaren Fragen: Kannst du den Prozess in fünf Sätzen erklären? Machen das alle bei euch im Unternehmen gleich? Sind deine Daten aktuell und an einem einzigen Ort? Ist das Wissen irgendwo niedergeschrieben? Woran erkennst du, dass du erfolgreich bist?  Wie sieht es auf euren digitalen Schreibtischen und in euren Abläufen aus? Habt ihr schon KI-fitte Prozesse oder regiert noch das kreative Chaos? Wir wollen von euren Erfahrungen hören! Abonniert unseren Podcast, hinterlasst uns und Heidi eine Bewertung auf eurer Lieblingsplattform und gebt uns Feedback, welche Themen wir in den nächsten Folgen für euch aufgreifen sollen. Bis zum nächsten Mal!

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In diesem Podcast sprechen Menschen aus unterschiedlichen Berufen darüber, wie KI unsere Sprache, unsere Kommunikation und unser Denken verändert. Wir teilen Erfahrungen aus dem Alltag und der Arbeitswelt, hinterfragen kritisch und zeigen, wo KI uns unterstützt – und wo wir Mensch bleiben dürfen. Du bekommst praktische Tipps, Inspiration und Denkanstöße für deine eigene Kommunikation im Zeitalter der KI. Der Podcast ist eine Co-Produktion von  Helga Boss https://www.helgaboss.com/ und  Heidi Winsauer https://www.sprechenundbegeistern.at/