kunstundquer – der Podcast der KulturRegion Stuttgart

Redaktion KulturRegion Stuttgart

Ab jetzt sind wir jeden Monat unterwegs: kunstundquer geht raus aus dem Studio und rein in die Region. Wir treffen Menschen, die hier Kunst und Kultur machen, besuchen Orte, an denen gerade etwas entsteht, und kommen ins Gespräch - direkt vor Ort. Über Ideen, Anfänge und Umwege. Wer und was ist eigentlich kreativ im Ländle? Musik: ComaStudio Song: Floating Abstract_Reinvention Redaktion: KulturRegion Stuttgart Moderation: Jonathan Springer Produktion: HAWKINS & CROSS Media GmbH Gestaltung Grafik: Superultraplus Designstudio 2021-2025 Redaktion: KulturRegion Stuttgart Moderation 2021 - 2025: Ingmar Volkmann & Kimsy von Reischach Musik: Joasinho/Cico Beck, Mitglied der Band The Notwist, Ausschnitt aus dem Track "Nuh Nuh" aus dem Album Meshes, 2016 Produktion: HAWKINS & CROSS Media GmbH Gestaltung Grafik: Superultraplus Designstudio

  1. Sep 1

    Theater mit der ganzen Stadt?

    Was passiert, wenn ein Theater nicht nur für eine Stadt spielt, sondern gemeinsam mit ihren Bewohner*innen entsteht? Im Bandhaus Theater Backnang führen Juliane und Jakob Jonathan durch ein Haus, in dem professionelle Theaterarbeit und bürgerschaftliches Engagement eng zusammengehören. Im Zentrum steht die Backnanger Bürgerbühne: Menschen aus der Stadt entwickeln, proben und spielen hier gemeinsam – unabhängig davon, ob sie bereits Bühnenerfahrung mitbringen. Beim Rundgang durch das mehr als 400 Jahre alte Bandhaus geht es um die Geschichte und den Alltag des Theaters, um gemeinsames Machen und um die Frage, wem ein Theater eigentlich gehört. Juliane und Jakob erzählen, wie Beteiligung gelingen kann, welche Herausforderungen ein kleines Theater zu bewältigen hat und welche Zukunftspläne sie für das Bandhaus haben. Eine Folge über Theater als Treffpunkt, Werkstatt und öffentlicher Raum – und darüber, was entstehen kann, wenn eine Stadt selbst die Bühne betritt. Juliane Putzmann hat an der Theaterwerkstatt Heidelberg die Ausbildung zur Theaterpädagogin absolviert und 2013 mit Jasmin Meindl das Bandhaus Theater Backnang gegründet. Seit Oktober 2024 gestaltet sie den Spielplan mit dem Regisseur und Theaterpädagogen Jakob Dambacher-Walesch. Es ist ihr ein Anliegen, Amateurtheaterspieler*innen an literarische Texte heranzuführen und sie für das Bühnengeschehen zu begeistern. Unter ihrer Regie entstanden unter anderem die Stücke »Romeo und Julia«, »Emil und die Detektive«, »Oh, wie schön ist Panama« und das Freilichtstück »Ein Sommernachtstraum«. Sie macht zudem eine Ausbildung zur Logotherapeutin am Institut für Logotherapie und Existenzanalyse Fürstenfeldbruck. Jakob Dambacher-Walesch ist Veranstaltungskaufmann, Kulturvermittler und Theaterpädagoge. Leitet seit Oktober 2024 gemeinsam mit Juliane Putzmann das Bandhaus Theater Backnang und ist parallel freischaffend, insbesondere mit dem Verein PARTS Collective Stuttgart sowie in anderen Kulturprojekten aktiv. Am Theaterhaus Stuttgart rief er 2013 die Theaterpädagogik und Kulturvermittlung ins Leben und leitete diese bis Ende 2024. Zahlreiche Projekte und Produktionen im Tanz- und Theaterbereich mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen – oftmals im Kollektiv mit anderen Künstler*innen und Kulturvermittler*innen – wurden mit Festivaleinladungen ausgezeichnet (u. a. 2017 Landesamateurtheaterpreis Baden-Württemberg und 2023 Einladung zum Tanztreffen der Jugend in Berlin).

    Theater mit der ganzen Stadt?
  2. Aug 5

    Stuttgart kann Comedy: Raytschel und die »Comedy Cuties«

    Raytschel ist bekannt für selbstironische, ehrliche und manchmal herrlich absurde Alltagsbeobachtungen – direkt, pointiert und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Die Stuttgarter Stand-up-Comedienne war unter anderem bei der »WDR Ladies Night – Youngster Show«, wirkte bei »Falsch Aber Lustig« mit, war Halbfinalistin bei »Rebell Most Wanted« und stand im Finale des Stuttgarter Comedy Clash, dem größten Stand-up-Wettbewerb Deutschlands. Wir treffen Rahel Salomon alias Raytschel am Eugensplatz und begleiten sie bei einem Eis zur UHU Bar. Dort veranstaltet sie gemeinsam mit Joni Zwick und Stephie Zöllner das Open Mic »Comedy Cuties«. Auf dem Weg sprechen wir über harte Arbeit an leichten Pointen, Witze, die nicht zünden, Hater im Internet, Frauen im Comedy-Business und die Frage: Was braucht eine gute Comedy-Community? Gast: Raytschel Rahel Salomon alias Raytschel ist eine Stuttgarter Stand-up-Comedienne. Mit viel Selbstironie, ehrlichen Alltagsbeobachtungen und einer direkten Haltung bringt sie persönliche und gesellschaftliche Themen auf die Bühne. Sie ist Teil des Comedy-Kollektivs Rhythmus & Comedy (R&C) und veranstaltet gemeinsam mit zwei Comedy-Freund*innen, Joni Zwick und Stephie Zöllner, das Open Mic »Comedy Cuties« in der UHU Bar Stuttgart. Die Comedy Cuties Jeden Mittwoch bringen Raytschel, Joni Zwick und Stephie Zöllner mit ihrem Open Mic »Comedy Cuties« frische Stand-up-Comedy in die Stuttgarter UHU Bar. Newcomer*innen und erfahrene Comedians testen hier neue Witze und feilen live vor Publikum an ihrem Material. Einlass ist um 19 Uhr, die Show beginnt um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei beziehungsweise spendenbasiert; wegen der begrenzten Plätze wird eine kostenlose Reservierung über Eventbrite empfohlen. Reservierte Plätze werden nach 19:45 Uhr wieder freigegeben.

    Stuttgart kann Comedy: Raytschel und die »Comedy Cuties«
  3. Jul 15

    Warum übernachtet eine Architekturklasse in einer ehemaligen Jesuitenkapelle?

    In dieser Folge besuchen wir den Kunstverein Neuhausen, einen besonderen Projektraum in einer ehemaligen Jesuitenkapelle auf den Fildern. Dort arbeitet das »The Baukunst Studio« der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart mit dem Kunstverein am Projekt »ResiDensity«: Studierende entwerfen Prototypen für eine zukünftige Künstler*innenresidenz. Bevor geplant wird, wird erst einmal gewohnt. Für die »Self-Residency« verbringen die Studierenden zwei Tage und eine Nacht vor Ort: im Beichtstuhl, unter Planen, in selbstgebauten Schlafsituationen, zwischen Heu, Holz, Wolle, Kälte, Vogelstimmen und bestehenden Langzeitprojekten des Kunstvereins. Dabei geht es nicht nur um die Frage, wo ein Bett stehen kann. Sondern darum, wie Architektur beginnt, wenn man einen Ort nicht leer denkt: Wer wohnt hier schon? Welche Pflanzen, Tiere, Materialien, Geschichten und Nutzungen sind bereits da? Wir sprechen mit Susanne Jakob vom Kunstverein Neuhausen, Prof. Mark Blaschitz und Rafael Rychlik von der ABK Stuttgart sowie mit Studierenden über Komfort, Verantwortung, prozesshaftes Entwerfen und die kleine große Utopien. Das Projekt »ResiDensity« ist ein transdisziplinäres Forschungs- und Entwurfsprojekt des Lehrstuhls für Wohnbau, Grundlagen und Entwerfen / The Baukunst Studio in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Neuhausen. Ziel ist ein Prototyp für eine Residenzmöglichkeit für Künstler*innen im Dialog mit Ort, Geschichte und ökologischem Bestand. Credits / Beteiligte Zu Gast: Susanne Jakob M.A., Prof. Mark Blaschitz, Rafael Rychlik M.A. Projekt: »ResiDensity«, Kunstverein Neuhausen × The Baukunst Studio / Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart Leitung: Prof. Mark Blaschitz Stimmen Studierende / Projektbeteiligte: Kevin Volkov, Simon Henning, Lola Dubac, Amelie Kull, Tim Fürtig, Carlotta Lauven, Ida Butt, Felix Schmitt, Stella Vossen, Merle Bernstein, Nico Singla-Martinez sowie weitere Beteiligte der Klasse. Kunstverein Neuhausen: Künstlerische Leitung Susanne Jakob Quellen: [Baukunst Studio Akademie der Bildenden Künste Stuttgart](https://www.abk-stuttgart.de/studienarbeiten/thebaukunststudio-de/) [Residensity - Kunstverein Neuhausen](https://kvnneuhausen.com/2026/02/01/residensity/)

    Warum übernachtet eine Architekturklasse in einer ehemaligen Jesuitenkapelle?
  4. Jun 8

    Zwischen Seoul und Schwabenland

    atelierJAK ist das deutsch-koreanische Künstlerduo von Andreas Geisselhardt und Jangyoung Jung. Von Leonberg und Stuttgart aus entwickeln die beiden seit vielen Jahren Arbeiten zwischen Skulptur, Film, Installation und Zeichnung, die in Deutschland, Korea, Taiwan und den USA gezeigt werden. Im Zentrum ihres Langzeitprojekts »Soul Blindness« steht die Frage, wie wir die Welt wahrnehmen, erkennen und mit Bedeutung aufladen. Mit großer handwerklicher Präzision und einer bemerkenswerten Offenheit für unterschiedliche Perspektiven schaffen sie Kunst, die weniger Antworten liefert als neue Denk- und Erfahrungsräume eröffnet. Gäste: Jangyoung Jung (*1973 in Korea) und Andreas Geisselhardt (*1974 in Deutschland) studierten freie Kunst u.a. an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Seit 2006 arbeiten sie zusammen, seit 2012 als atelierJAK. Die Arbeiten von Jangyoung Jung und Andreas Geisselhardt entstehen in der Konstellation als Gruppe, der gegenseitigen Auseinandersetzung und zwischenmenschlichen wie kulturellen Ambivalenz. Sie untersuchen die Bedingungen von Wahrnehmung an der Schnittstelle von Bild, Material und Raum. Im Zentrum steht die Frage, wie sich Sehen und Erkennen voneinander lösen lassen. Die Arbeiten erzeugen Situationen, in denen Wahrnehmung instabil wird und Bedeutung nicht unmittelbar gegeben ist, sondern sich erst im Prozess des Betrachtens konstituiert. #kunstundquer #KulturRegionStuttgart #atelierJAK #AndreasGeisselhardt #Gegenwartskunst #Kunstpodcast #KunstundKI #SoulBlindness #Leonberg #StuttgartRegion #InstallationArt #Skulptur #ZeitgenössischeKunst #ArtTalk #PodcastDE

    Zwischen Seoul und Schwabenland
  5. Apr 7

    Buggles Awards: Zwischen Experiment und Szene

    Wir sind unterwegs zu den Buggles Awards in Stuttgart-Obertürkheim, dem Landespreis für Musikvideos in Baden-Württemberg. Auf dem Weg dorthin sprechen wir mit Giovanna Thierry vom Stuttgarter Filmwinter, die den Award mit organisiert – über aktuelle Trends, die Anfänge des Genres und die Frage, warum man Musikvideos überhaupt auf die große Leinwand bringen sollte. Im Kino treffen sich Filmemacher*innen, Musiker*innen und Szene – und schauen gemeinsam Arbeiten, die überraschen oder Statements setzen. Dort sprechen wir vor Award Beginn noch schnell mit dem Ludwigsburger Filmemacher und Nominierten Simon Schares, über seine Arbeit, den Drehprozess, seine persönlichen Lieblingsvideos – und darüber, welche Rolle Traurigkeit spielt. Was bleibt vom Musikvideo im Zeitalter von Scrollen und Streaming? Und was passiert, wenn man sie gemeinsam im Kino sieht? Gäste 🎬 Must-See: Musikvideo-Tipps unserer Gäste Für Giovanna ist »Around the World« von Daft Punk (Regie: Michel Gondry) ein unverzichtbarer Klassiker: Jede Figur steht für ein Instrument, jede Bewegung folgt dem Beat – ein lustiges Spiel aus Rhythmus und Bild, inspiriert von der Idee der »visual music« bei Oskar Fischinger. Simon empfiehlt: die Arbeiten von Keith Schofield – bekannt für pointierten Humor, starke visuelle Ideen und einen bewusst schrägen Zugriff auf Pop. Seine Videos brechen Erwartungen und bleiben genau dadurch im Kopf. Was sind eure ganz persönlichen Musikvideo Klassiker oder Must Sees? Und, gehören die auf die große Leinwand?

    Buggles Awards: Zwischen Experiment und Szene

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