Schwarz hören - Petra Schwarz im Gespräch mit Prominenten über Leben und Tod

Petra Schwarz

"Schwarz hören" - Gespräche über Leben und Tod mit (mehr oder weniger) Prominenten. Warum? Der Podcast gibt Anregungen, über das eigene Leben nachzudenken und für den eigenen Abschied "vorzubauen". Vielleicht ja sogar die eigene Abschieds-/Trauerrede selbst zu schreiben und aufzunehmen. So kann man bei der eigenen Feier noch lebendig dabei sein. Wichtig: Lebendig schreiben und lebendig reden ist keine Zauberei. Siehe auch: https:/lebendig-reden.de/rede-meines-lebens/

  1. Sep 21

    Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Michael Niekammer über Leben und Tod

    „Lieber Fischkopp als Holzkopp.“ sagt der 1961 in Warnemünde geborene Text-Autor, Sänger, Schauspieler und Radio-Kollege Michael Niekammer. Er ist ein „wandelndes Lexikon“ in Sachen Schlager und so haben wir uns auch vor mehr als 20 Jahren kennengelernt. „Klatsch und Tratsch und goldene Hits“ hieß die Sendung auf Antenne Brandenburg beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb). „Der Chef liebte so markante Stimmen, wie deine.“ betont Michael Niekammer in dieser Podcast-Episode und erzählt die Geschichte, wie schmerzlich es war, dass eine gewisse Petra Schwarz nun seine Sendung moderierte ... Auf Anraten seines Lebenspartners und Schlagersängers Ekkehard „Ekki“ Göpelt schmiss Micha aber doch nicht hin, woraus dann viel Neues entstanden ist: die Moderation von Veranstaltungen im Schlagerbereich z.B. – bis heute übrigens. Überhaupt hat der gelernte Fernmeldetechniker Michael Niekammer seinem Ekki („… kein Star, mit „Einstufung B“, was 168 DDR-Mark netto pro Auftritt bedeutete …“) viel zu verdanken. Als sich die Beiden kennenlernten, war Micha 17 und „… kurz davor, auf die schiefe Bahn zu geraten.“ Er zog zu Ekki nach Berlin und der war dann „… 37 Jahre lang der Mensch an meiner Seite. Mehr als 10 Jahre waren wir auch ein Liebespaar – bis ich merkte, dass ich nicht schwul bin.“ Also: erst Liebespaar, später Lebenspaar. So beschreibt Michael Niekammer auch sehr eindrücklich, wie Ekki darauf einwirkte, dass Micha seinen Sohn – der erst mit 18 erfahren hatte, wer sein Vater ist – „akzeptierte“ und heute zu ihm und seinen zwei Enkeln ein wunderbares Verhältnis hat. Als Ekki – der „Spiegeltrinker“ war und einen Entzug hinter sich hatte, bei dem Michael mitlitt – schwer erkrankte, pflegte Micha seinen Lebenspartner und begleitete ihn zuletzt auch in den Tod. Was er nicht wollte, war eine vorgefertigte, mit Fehlern behaftete, Trauerrede, wie er es als 13Jähriger bei seinem Vater erlebt hatte. An dem Tag vor nunmehr 10 Jahren, als er die Rede für Ekki hielt, hat Michael gemerkt, „… dass es etwas ganz Besonderes ist, durch eine Trauerrede die Menschen noch einmal mitzunehmen.“ Auch deshalb ist Michael Niekammer länger schon Trauerredner. Wir haben in dieser Episode, die wir im „Kaufmuseum Weißensee“ aufgezeichnet haben, wo am Wochenende 26. und 27. September 2026 zwei Schlagerveranstaltungen im Rahmen des „6. Weißenseer Kultursommer“ mit Michael Niekammer als Präsentator und Petra Schwarz als Gast stattfinden werden, über das Leben gesprochen. Aber natürlich auch – wie sich das für „Schwarz hören“ gehört – über den Tod. Soviel vorab: Seine eigene Trauerrede ist schon fertig und musikalisch wird sich Michael Niekammer mit „Junge, komm bald wieder“ verabschieden … 😉 Viel Spaß mit der 167. Episode von „Schwarz hören“ mit Michael Niekammer.

    Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Michael Niekammer über Leben und Tod
  2. Sep 8

    Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Harald Hauswald über Leben und Tod

    Der bekannte und hochdekorierte Fotograf wollte eigentlich Koch werden. Da sein Vater aber Fotografenmeister mit eigenem Laden war, wurde ihm das Fotografieren quasi „in die Wiege gelegt“. Nachdem es dann doch – trotz Fotografenlehre mit Gesellenbrief in der Tasche – nicht wie vom Vater geplant gelaufen war, kam der 1954 in Radebeul (Sachsen) geborene Harald Hauswald 1978 nach Ostberlin. Dort arbeitete er u.a. im Prenzlauer Berg als Telegrammbote und hatte stets eine Kamera dabei. Ab Anfang der 80er arbeitete Hauswald als Fotograf in der Stephanus-Stiftung Berlin, der größten diakonische Einrichtung in der DDR. „Zuerst hatte ich große Manschetten, Menschen mit Behinderung zu fotografieren; die aber gar kein Problem damit hatte, dass ihnen Jemand diesen ‚Kasten‘ vor die Nase hält. Sie ließen Nähe zu, was mir für meine Straßen-Knipserei sehr geholfen hat.“ In dem Zusammenhang nennt er sich selbst übrigens „Straßenköter“ 😊. „Heute braucht man nur ein Handy und kann sich als Fotograf bezeichnen.“ beklagt der bedeutende kritische Chronist der DDR, der aufgrund seiner zu realitätsnahen Fotos von der DDR-Staatssicherheit unter dem Namen Radfahrer observiert wurde. Als einer der wenigen DDR-Fotografen veröffentlichte er anfangs anonym und ab Mitte der 80er Jahre unter seinem richtigen Namen auch Fotoreportagen in westlichen Magazinen wie GEO, ZEITmagazin oder der „taz“. 1989 wurde Harald Hauswald in den Verband Bildender Künstler der DDR (VBK) aufgenommen und gründete 1990 mit sechs weiteren DDR-Fotografen die Agentur OSTKREUZ. Und mittlerweile kann er auf eine große Ausstellung beim renommierten Ausstellungshaus „C/O Berlin“ 2020/2022 mit 75.000 Besuchern verweisen. Gerade zurück von der „61. Internationalen Kunstbiennale in Venedig“ wird Harald Hauswald beim „6. Weißenseer Kultursommer“ vom 25. bis 27.9.2026 im Studio Weißensee „CulturLawine“ ausstellen und vorher – am 9. September 2026 – zeigt er bei der Veranstaltung „Der Osten lebt – immer noch!?“ – auch während des „6. Weißenseer Kultursommers“ im C*Space – seine Bilder, die er aus dem Fotografen-Graben Ende der 80er Jahre auf der Rennbahn in Weißensee „geknipst“ hat: Bruce Springsteen, Brian Adams und weitere Weltstars – ganz nah. Wie es sich für „Schwarz hören“ gehört, haben wir in dieser Podcast-Episode auch über den Tod gesprochen. „Die meisten Leute, die ich lange kenne, sind bis auf einen alten Freund, alle schon tot.“ Er selbst denkt schon über den Tod nach, aber … Hören Sie selbst … in dieser 166. Episode von „Schwarz hören“ mit Harald Hauswald.

  3. Aug 21

    Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Thomas Rühmann über Leben und Tod

    Seine Leidenschaft ist das „Theater am Rand“ im Oderbruch, das er als „Gesamtkunstwerk“ bezeichnet. Einem Millionenpublikum deutschlandweit bekannt aber ist er als Dr. Roland Heilmann, den er seit der ersten Folge der populären ARD-Krankenhausserie „In aller Freundschaft“ im Jahr 1998 spielt. Auch deshalb, so sagt Thomas Rühmann, lebt er heute – abgesehen von seiner Theater-Arbeit – zurückgezogen. „Ich bin zufrieden, wenn nach einem harten Drehtag das Tor zuklappt.“ Es gilt aber eben auch: „Zufrieden erschöpft sein. Das ist das Schönste.“ Der 1955 in der Altmark (Sachsen-Anhalt) geborene und in Magdeburg aufgewachsene Schauspieler und Musiker, der nicht mit Heinz Rühmann verwandt ist, kommt aus einer Großfamilie. Er hat fünf Schwestern und einen Bruder. Die Kinder verloren ihre Mutter, als sie 36 war. So ist es kaum verwunderlich, dass wir im Gespräch sehr schnell auf das Thema Tod gekommen sind. Die Geschichte seines Vaters thematisiert Rühmann in seinem Solo-Abend: „Lebenslieder“, nicht ohne auch das Leben mit den „beiden Müttern“ zu reflektieren. Auf Anraten des Jugendamtes hatte sein Vater nämlich schnell wieder geheiratet, um die Familie zusammenzuhalten. „Da war nicht wirklich Zeit zum Trauern.“ Aus heutiger Sicht begann aber schon damals „so etwas wie Trauerarbeit“, die Thomas Rühmann immer wieder auch in seinen Inszenierungen leistet, wie er betont. Darüber – über sein Leben, aber eben auch sehr ausführlich über den Tod – hat Thomas Rühmann eindrücklich gesprochen, als ich ihn im Sommer 2026 im „Theater am Rand“ in Zollbrücke direkt an der Oder besucht habe. Was seinen eigenen Tod betrifft, sagt er: „Ich erwische mich manchmal dabei, dass ich in Situationen, die besonders glücklich sind, denke: Jetzt könnte es sein.“ Und er bekräftigt: „Die höchste Zufriedenheit in der Seele des Menschen besteht dann, wenn er sich die Ankunft des Todes einfach frei vorstellen kann.“ In seinem "Theater am Rand" spielt dieser aktuell am 23. August 2026 übrigens auch eine Rolle beim "Thementag Trauer und Tod". Dass nach dem Tod etwa kommt, glaubt er nicht. Deshalb wird er in seinem Leben bis zuletzt Theater machen. Derzeit arbeitet Thomas Rühmann intensiv an der Idee, im kommenden Jahr den Roman „Schwebende Lasten“ von Annett Gröschner in seiner „Heimatstadt“ Magdeburg in Szene zu setzen. Viel Spaß mit dieser Episode von „Schwarz hören“ mit Thomas Rühmann.

    Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Thomas Rühmann über Leben und Tod
  4. Aug 7

    Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Uwe Madel über Leben und Tod

    „Täter – Opfer – Polizei“ heißt „Der rbb Kriminalreport“, den der „Ehrenkommissar“ und „Krimifuchs“ Uwe Madel allsonntäglich präsentiert. Nach einer kurzen Zeit als Nachrichten-Mann – noch im DDR-Fernsehen – gings für den studierten Journalisten im Jahr 1992 als Moderator der beliebten TV-Sendung (damals im Ostdeutschen Rundfunk ORB) los. „Das ist keine True Crime-Unterhaltung“ betont er. „Wir wollen aufklären und nehmen das sehr ernst.“ Denn – so Madel – „… nach dem Mauerfall ist im Osten eine neue Verbrechensfurcht entstanden.“ Geplant war diese Karriere nicht wirklich, sagt der 1965 in Frankfurt/Oder geborene und aufgewachsene Uwe Madel, der aber früher schon gern Krimis gelesen und „Polizeiruf 110“ geschaut hat. Zeitgemäß stellt er heute – neben der Fernsehsendung – übrigens auch im Podcast „Im Visier“ Kriminalfälle aus den Ländern Berlin und Brandenburg vor. Das heißt: Das Thema Tod – neben dem Leben d a s Thema im Podcast „Schwarz hören“ – ist also auch beruflich sein Leben? Irgendwie schon, wenn auch nur 0,025 Prozent der Straftaten in der Region der „Kategorie“ Mord und Totschlag zuzurechnen sind. Hier in dieser Episode erzählt Uwe Madel sehr eindrücklich von einem verschwundenen Mädchen in Berlin, zu dessen Familie er noch lange Kontakt gehalten hat. Zwar wurde ein Mann als Mörder zu lebenslanger Haft verurteilt, aber der Moderator unterstreicht: „Das wirkliche lebenslang, das haben die Angehörigen der Opfer.“ Für diese Podcast-Episode haben wir uns im Sommer 2026 in der Wohnung von Uwe Madel in Berlin-Weißensee getroffen und über sein Leben gesprochen; aber natürlich auch – wie es sich für „Schwarz hören“ gehört – über den Tod. Mit Anfang 20 schon hat Uwe seine Mutter verloren, die damals gerademal Anfang 50 war. „Ich habe bis heute damit zu tun und bin mit meiner Mutter quasi im Dialog. Sehr gern hätte ich gehabt, dass sie meine Entwicklung miterlebt und ihre Enkelinnen kennenlernt.“ Sein Vater – zuletzt ein Pflegefall – ist vor drei Jahren gestorben. Uwe hat ihn begleitet und musste am Ende hart kämpfen, den letzten Willen seines Vaters durchzusetzen, sterben zu dürfen. „Er wollte nicht mehr leben, was aber die Patientenverfügung nicht abgedeckt hat.“ erklärt Uwe Madel und appelliert: „Überlegt genau, was ihr wo und wie festlegt.“ Eine Möglichkeit hierzulande ist das selbstbestimmte Sterben mit Hilfe der „Deutschen Gesellschaft für humanes Sterben“. Dort hatte Uwe seinen Vater auch angemeldet hatte, aber …? Dazu mehr in dieser „Schwarz hören“-Episode. „Die Chance zu haben, selbst zu entscheiden, gehen zu wollen, ist ein Traum.“ resümiert Uwe. Aber vielleicht ist dann doch der Lebensmut noch größer? „Das wahrnehmen zu können, ist die große Kunst.“ Für sich will er eine Seebestattung, woraufhin Uwe Madel dann – wie er sich vorstellt – mit der Host Petra Schwarz „… unter Wasser tanzt“ … 😉. Viel Spaß mit der 164. Episode von „Schwarz hören“ mit Uwe Madel.

  5. Jul 21

    Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Julia Rath über Leben und Tod

    Sie ist – umgangssprachlich – „Knigge-Expertin“ und ganz offiziell „zertifizierte Trainerin für Business-Etikette“. Die studierte Medien- und Kommunikationswissenschaftlerin kommt aus der Personal- und Führungskräfteentwicklung und räumt gleich zu Beginn des Gesprächs mit dem verbreiteten Irrtum auf, dass der „Knigge“ ein „Benimm-Ratgeber“ ist. Vielmehr hat der deutsche Schriftsteller und Aufklärer Adolph Knigge 1788 eine eher soziologisch ausgerichtete Schrift „Über den Umgang mit Menschen“ geschrieben. „Knigge ging es um die soziale Interaktion.“ betont Julia Rath und ergänzt, dass es auch heutzutage darum geht, wertschätzend(er) und rücksichtsvoll(er) miteinander umzugehen. „Die angeblich verstaubten Themen Manieren und Etikette sind wieder im Kommen.“ Und dafür sollte man seine Wirkung (besser) kennen – immer auch ein Schwerpunkt der Host Petra Schwarz, wenn sie Unternehmer und Führungskräfte in Sachen „Charisma“ coacht. Julia Rath hat zeitweise in Südkorea und Spanien gelebt und als Expertin also auch Erfahrungen im Ausland gesammelt. Hierzulande, so gibt sie es als Coach weiter, sollten wir lernen, mit anderen Kulturen und Mentalitäten angemessen (nicht: richtig oder falsch!) umzugehen. Am besten „situationselastisch“ - geht es im Miteinander doch immer um die vier Aspekte: Adressat, Anlass, Kontext und die eigene Rolle. Julia Rath, die mit ihrer Familie in Stuttgart lebt, ist Mitte 40 und hat tatsächlich bereits jetzt mit dem Tod zu tun. Inwiefern? Das erklärt sie in dieser Podcast-Episode und kann sich die „Rede meines Lebens“ – mit einem gewissen Fokus – vorstellen. Hier nur soviel: „Ich finde das eine ganz tolle Übung, um sich darüber Klarheit zu verschaffen, was man will, solange man lebt.“ Smalltalk, Jugendsprache und Duzen oder Siezen sind weitere „heiße Eisen“, die die beiden Kommunikationsexpertinnen in dieser Episode von „Schwarz hören“ besprechen. Viel Spaß beim Hören.

  6. Jul 7

    Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Alexander g. Schäfer über Leben und Tod

    Tatsächlich wird sein Name so außergewöhnlich geschrieben, was mit Alexander g. Schäfers Verehrung für Bertolt Brecht und seiner Affinität zum Theater zu tun hat. Und diese wiederum ist auch von seinem Vater, dem Schauspieler Gerd E. Schäfer, und seinem „Lehrer“, dem genialen Opernregisseur Prof. Erhard Fischer (Staatsoper Unter den Linden) geprägt. Alexander g. Schäfer wurde 1965 in Ost-Berlin geboren und wuchs dort auch auf. Erste Theaterengagements als Bühnendarsteller hatte Schäfer am Hebbel-Theater Berlin, an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin und an der Comödie Dresden. Seit der Wiedervereinigung Deutschlands ist Schäfer als freischaffender Künstler tätig. Als Schauspieler agiert er in Filmen, Fernsehserien, in Kabarett-Theatern und als Regisseur inszeniert er Theaterstücke, Musicals, Varieté-Shows sowie Kabarett-Programme. Darüber hinaus ist er als Drehbuchautor tätig. Persönlich kennengelernt habe ich Alexander g. Schäfer im Sommer 2025 als „Maxe Baumann“ (Hauptrolle und Regisseur) in der Bühnen-Version des „Kult-Schwanks des DDR-Fernsehens“ in der Spargelstadt Beelitz. Auf Teil 1 „Ferien ohne Ende“ u.a. mit Dagmar Gelbke und Bürger Lars Dietrich folgt im Sommer 2026 Teil 2 „Keine Ferien für Max“ (Premiere: 23.7.2026). Die Kostüme für beide Teile hat übrigens sein 6 Jahre jüngerer Bruder, der Kult-Friseur Frank Schäfer, kreiert – über den wir in dieser Podcast-Episode auch sprechen. Ich habe Alexander g. Schäfer in seiner Wohnung in Berlin-Prenzlauer Berg besucht und wir haben über sein Leben gesprochen; u.a. darüber, wie es war, als Schäfer als Kabarettist für die Bundeswehr in Afghanistan auftrat. Und – wie es ich für „Schwarz hören“ gehört – geht es auch um den Tod. „Wir leben alle nicht ewig. Plötzlich und unerwartet kommt der Tod ab einem gewissen Alter nicht.“ betont Alexander und erzählt von seinem Vater, Gerd E. Schäfer, der Alzheimer hatte und 2001 verstarb. Seine Mutter ist im März 2025 mit 91 Jahren gestorben und bei beiden gab es keine Trauerfeier. Warum nicht? Das erklärt er im Gespräch und auch, dass die „Rede meines Lebens“ für ihn nicht relevant ist. Ganz klar ist ihm: „Wenn es los geht, ist Sense.“ Viel Spaß mit der 162. Episode von „Schwarz hören“ mit Alexander g. Schäfer.

  7. Jun 21

    Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Jörg Wagner über Leben und Tod

    Zwei Radio-Journalisten sitzen zusammen, kommen sofort ins Fachsimpeln und wenn der eine der Beiden der Medien-Journalist Jörg Wagner (radioeins-Medienmagazin bis Ende 2025 - Foto: Abschied in der Dach-Lounge des rbb) ist, dann gibt es gleich mal einen kurzweiligen Abriss der Rundfunkgeschichte nach dem Ende des 2. Weltkriegs in Berlin … Erstmals begegnet sind wir uns im DDR-Rundfunk: Ich war ab September 1981 festangestellt beim „Berliner Rundfunk“, einer der damaligen Wellen des DDR-Rundfunks, und später bei Jugendradio DT64 und Jörg Wagner fing im selben Jahr in der „Musikpolitik“ der Redaktion von DT64 als freier Mitarbeiter an. Dort war er dann – mit einer Unterbrechung für die Zeit seines Studiums der Theaterwissenschaften – bis zum Ende des Jugendradios tätig. Als Mit-Herausgeber von: „Power von der Eastside! Jugendradio DT64: Massenmedium und Massenbewegung“ (Ventil Verlag 2024) zeichnet er diese faszinierende Radio-Geschichte, die er im Buch auch als “Phänomen“ bezeichnet, nach. Jörg Wagner bekam das „Radio-Gen“ quasi in die Wiege gelegt und betont: „Meine Eltern waren schon Radioten, als ich zur Welt kam. Und ich glaube, ich wurde von der ersten Sekunde meines Lebens an infiziert.“ Außerdem hat er schon als 6jähriges Kind mit Foto-Equipment hantiert, was er heute fachmännisch für seine professionellen Youtube-Videos „Die Medienhölle“ einsetzt. Was ihn außerdem in Vielem – bis heute – geprägt hat, ist seine Arbeit für das Hörspiel. Ab einem Alter von 10 war er hier bereits aktiv. „Das hat mich wahrscheinlich mehr geprägt, als mein Studium.“ sagt er. Und da war dann noch das Theaterspielen. Jörg hat sich als Schüler – da er in einer Inszenierung von Frank Wedekinds „Frühlings Erwachen“ am Berliner Ensemble mitspielte – schon mit seiner eigenen Beerdigung beschäftigt. Wie ihn überhaupt das Thema Tod schon seit seinem 3. Lebensjahr begleitet: “Damals hatte ich meinen ersten anthropologischen Schock, würden Wissenschaftler sagen.“ Was das genau war, an dieser Stelle nur so viel: Eine Kreuzspinne war „im Spiel“ … Über Jahre hatte Wagner tatsächlich Todesängste. „Ohne wirkliche Gründe hatte ich eine Phobie vorm Sterben.“ Mittlerweile ist er durch eine Therapie von dieser Angststörung befreit und resümiert: „Meine Todesangst hat sich in Sarkasmus bzw. Zynismus gewandelt.“ Vor dem Hintergrund der nunmehr „… Enttäuschung, dass das Leben endlich ist, beschäftigt mich der Tod täglich.“ betont Jörg Wagner. Befragt nach der „Rede meines Lebens“, bekräftigt er sofort: „Die eigene Grabesrede zu halten, ist meine Idee schon immer.“ Wie der DT64-Gründer Sigmar Krause hält er es für wichtig, dass man „die Deutungshoheit über sein Leben behält.“ Und er fügt hinzu: “Ich bin Pessimist. Vom Standpunkt des Todes aus betrachtet, ist es egal, wie lange man lebt. Hier kommt die Episode 161 von „Schwarz hören“ mit Jörg Wagner.

  8. Jun 7

    Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Jürgen Karney über Leben und Tod

    Irgendwie scheint er immer „Auf Sendung!“ (Autobiografie im Bild und Heimat Verlag) zu sein – der 1954 in Berlin geborene gelernte Nachrichtentechniker. Als solcher war er aber nie tätig, da sich schnell herausstellte, dass er beim Fernsehen nicht in der Technik, sondern vor der Kamera brillieren wollte. Mit der TV-Show „Bong“, einer „Hitparade der Popmusik“, durch die auch die heutige „Bauer sucht Frau“-Moderatorin Inka Bause als Sängerin bekannt wurde, erlangte er in der ersten Hälfte der 80er Jahre höchste Popularität. Schon in seiner Schulzeit hatte er – wie man heute sagt – aufgelegt und war später, wie das zu DDR-Zeiten hieß, „Schallplattenunterhalter“ mit „Pappe“. Was es damit auf sich hat, wird im Podcast erklärt, zumal es wieder eine ganz persönliche Geschichte zwischen dem Gast und der Host gibt. Soviel hier schon: Jürgen Karney saß in der Einstufungskommission, die darüber entschieden hat, ob die „Schwarz hören“-Gastgeberin eine „Pappe“ als Moderatorin bekommt … Jürgen Karney hat in den 80er Jahren – so wie Petra Schwarz auch – beim Berliner Rundfunk, einer der Radio-Wellen der DDR gearbeitet und betont: „Schon lange vorher, als Kind, hatte ich ein Faible fürs Radio.“ Die „wahre Geschichte“, wie der frühere DDR-Sender nach Mauerfall durch Karneys Aktivität zum Privatsender „Berliner Rundfunk 91.4“ wurde, wo er jahrelang die Morning-Show moderierte und Programmdirektor war, erzählt er in dieser Podcast-Folge. „Ich musste lernen, zu delegieren und die Fresse zu halten, wenn Andere Recht hatten.“ Seine bisher letzte Radio-Station war „R.SA“ in Sachsen, wo er – zusammen mit Wolfgang Lippert – auch in Corona-Zeiten Radio machte. Anfang 2026 haben wir uns in Berlin-Köpenick – in einem Haus, wo regelmäßig DDR-Rocker zusammenkommen – getroffen und passend zum „Thema“ Schallplattenunterhalter“ stehen wir für das Foto an einer Schallplatten-Bar 😉. Natürlich haben wir übers Leben von Jürgen Karney gesprochen. Länger schon macht Jürgen alles, worauf er gerade Lust hat. Und da er immer aufs Wasser wollte, macht er das jetzt so oft es geht. Seit ungefähr 15 Jahren ist Karney Skipper, segelt um die Welt und bringt es anderen bei. Wie es sich für „Schwarz hören“ gehört, war aber natürlich auch der Tod Thema des Gesprächs. Karney sagt: „Ich weiß, dass er kommt und deswegen macht mich das nicht fertig.“ Und ergänzt: „Mein Bestreben ist es, die Zeit davor, so gesund und so stressfrei wie möglich zu gestalten. Und da hat man viel selber in der Hand.“ Selbstbestimmtes Sterben kann er sich vorstellen, wenn es im eigenen Leben absehbar schlimmer wird. Aber – so Karney: “Ich schiebe den Gedanken natürlich vor mir her.“ Passend zum Thema „Klassentreffen der Ostmusik“, das wir in der letzten Episode von „Schwarz hören“ mit Tobias Künzel beleuchtet haben, nun u.a. das Thema „Radio im Osten“ und also viel Spaß mit der Episode 160 von „Schwarz hören“ mit Jürgen Karney.

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"Schwarz hören" - Gespräche über Leben und Tod mit (mehr oder weniger) Prominenten. Warum? Der Podcast gibt Anregungen, über das eigene Leben nachzudenken und für den eigenen Abschied "vorzubauen". Vielleicht ja sogar die eigene Abschieds-/Trauerrede selbst zu schreiben und aufzunehmen. So kann man bei der eigenen Feier noch lebendig dabei sein. Wichtig: Lebendig schreiben und lebendig reden ist keine Zauberei. Siehe auch: https:/lebendig-reden.de/rede-meines-lebens/

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