Hör mal, wer da schreibt

Christian Gaschler und Alexander Fink

Entweder man kann schreiben, oder man lässt es bleiben. Richtig? Falsch! Gute Texte entstehen nicht einfach so. Sie sind das Produkt mühseligen Herumwälzens von Wörtern und Sätzen. Und genau das kann man lernen. Sicher, Talent schadet nie, aber eiserner Wille schlägt faules Talent. In diesem Podcast interviewe ich Autorinnen und Autoren, damit du von ihren Erfahrungen profitierst. Wie haben sie ihren Schreibstil definiert? Warum schreiben sie, wie sie schreiben? Und was begeistert sie am Schreiben? Das werde ich aus meinen Interviewgästen herauskitzeln. Mein Ziel: Ich wünsche mir, dass du deinen Schreibstil entdeckst, definierst, verfeinerst oder schlicht: ihn hinterfragst. Viel Spaß dabei!Hinweis: Am 6. September 2023 erfuhr der Podcast eine Veränderung. Die Episoden bis dahin hatte ich mit meinem Podcast-Buddy Alexander Fink aufgenommen, der leider ausgestiegen ist. Nachzuhören in der Episode »Hör mal, wer da schreibt 2.0«. 

  1. 3D AGO

    #23 »Damals hätte Bushido auch der nächste Herbert Grönemeyer werden können« – mit Lars Amend

    Send a text Zu meinem heutigen Podcast-Gast sagte Bushido einmal: »Du bist der erste Journalist, der versteht, was ich sage.« Lars Amend begleitete den Rapper bei einem Videodreh und schrieb darüber eine Geschichte für eine Zeitung. Und weil sich Bushido von Lars verstanden fühlte, bot er ihm an, seine Biografie zu schreiben. Lars hatte keine Ahnung, wie man eine Biografie schreibt, aber sein Gefühl sagte ihm, er werde das schon hinbekommen.  Die beiden veröffentlichten das Buch 2008 und landeten direkt auf Platz 1 der SPIEGEL-Bestseller-Liste. Bis heute verkaufte es sich über 250.000 Mal. Nach diesem Erfolg kam der Verlagschef auf Lars zu und fragte ihn, ob er sich denn vorstellen könne, ein Buch mit Rudolf Schenker, dem Gitarristen und Bandleader der Scorpions, zu schreiben. Lars war zunächst nicht gerade begeistert. Doch als er sich mit Rudolf in Schwarmstedt traf, war im klar, dass die Zusammenarbeit eine große Chance für ihn ist – die beiden schwangen direkt auf einer Wellenlänge. Bis heute sei es das vermutlich wichtigste Buch, das er geschrieben hat, verriet Lars. Denn Rudolf wurde zu seinem Mentor und beantwortete in dem Buch alle »Fragen des Lebens«, die einem 30-Jährigen eben so durch den Kopf schwirren. Für das Vorwort gewannen sie übrigens Paulo Coelho, Lars hat ihn sogar persönlich in Genf treffen dürfen. Unter anderem darüber sprechen wir in meinem Podcast »Hör mal, wer da schreibt«. Doch es geht um weit mehr. Lars erzählt, wie er vor 20 Jahren über die Musik zur Schriftstellerei kam und mit welcher Einstellung er durchs Leben ging und heute noch geht. Der vielleicht wichtigste Rat: Gib dir selbst kein Nein, bevor du es nicht gehört hast. Ich habe das Gespräch sehr genossen. Und wenn es dir auch gefällt, würde mich freuen, wenn du meinen Podcast bewertest. Gute Unterhaltung! Shownotes: Lars' Homepage: https://www.lars-amend.de/ Lars Instagram-Profil: https://www.instagram.com/larsamend/?hl=de

    1h 24m
  2. 09/18/2024

    #19 So baust du dir eine Personal Brand mithilfe von LinkedIn auf – mit Clara Sophie Bellstedt

    Send a text Wie baue ich mir eine Personal Brand bei LinkedIn auf? Diese Frage schwirrt sicherlich einigen von uns im Kopf herum. Kluge Antworten darauf hat mein heutiger Podcast-Gast: Clara Sophie Bellstedt. Für ihre Kunden erarbeitet Clara die Positionierung, sie optimiert Profiltexte, berät zu Profilbildern und Bannern, erstellt Content-Strategien; und bei Bedarf schreibt sie sogar die Beiträge ihrer Kunden. Sie ist also LinkedIn-Ghostwriterin. Unser Gespräch startet mit der nicht unbedingt leicht zu beantwortenden Frage: Was ist überhaupt eine Personal Brand? Wir haben uns darauf geeinigt, dass eine Personal Brand das ist, was du an der Bushaltestelle einer fremden Person über dich erzählen würdest. Wie wir darauf kommen, erfährst du in der Folge. Im Laufe des Gesprächs schauen wir uns die unterschiedlichen Bausteine des LinkedIn-Profils an. Clara gibt uns folgende Tipps mit auf den Weg: 1) Nutze die 220 Zeichen, die dir für die „Bio“ zur Verfügung stehen, damit sich die  Besucher deines Profils auf die Schnelle ein Bild verschaffen können, wer du bist. Idealerweise nutzt du dabei Keywords wie zum Beispiel „Ghostwriter" oder „Steuerberaterin". 2) Definiere einen griffigen Slogan. Bei Clara ist das „LinkedIn kann auch einfach sein." 3) Gestalte einen Banner in den Farben, mit denen du dich identifizierst. 4) Kenne und finde deine Zielgruppe: Mit wem willst du zusammenarbeiten? Wen willst du anziehen? Die Devise lautet: Klare Ansprache, scharfe Abgegrenzung. Denn falls du alle ansprichst, erreichst du niemanden richtig. 5) Überzeuge in deinem Info-Text. Ob du tendenziell rational oder emotional schreibst, machst du von deiner Zielgruppe abhängig. Orientiere dich an den W-Fragen: Wer bist du? Was machst du? Wofür machst du es? Wie hast du schon anderen geholfen? Abgesehen von diesen wertvollen Gedanken hat Clara einen Rat für uns, wie wir mehrere Bereiche einer Personal Brand miteinander kombinieren können. Als Fallbeispiel diene ich, denn ich bin sowohl Ghostwriter als auch Sprachpfleger und möchte das auch zum Ausdruck bringen. Jetzt willst du wissen, was die Lösung hierfür ist, oder? Wusste ich's doch! ;-) Zum Abschluss gibt uns Clara einen Einblick, wie LinkedIn-Ghostwriting abläuft, vor allem, wie sie den Ton ihrer Kunden trifft. Spätestens an dieser Stelle sprechen wir über Stilistik, über eines meiner Lieblingsthemen. :) Claras LinkedIn-Profil https://www.linkedin.com/in/clara-sophie-bellstedt/

    57 min
  3. 08/07/2024

    #18 Ein Buch schreiben trotz 40-Stunden-Job? Mit gutem Projektmanagement gelingt dir das auch – mit Saskia Hablasch

    Send a text Saskia Hablasch ist das gelungen, wovon viele träumen. Sie hat neben ihrem 40-Stunden-Job ein Sachbuch geschrieben, noch dazu eines, das sich gut verkauft. In 150 praktische Erkenntnisse aus Projektmanagement und Führung gibt uns Saskia kurze, knackige Tipps, wie wir Zeitfresser meiden und unsere Produktivität steigern. Seit über 16 Jahren ist sie im Projektmanagement für IT- und Softwareprojekte tätig, außerdem betreibt sie ein Nebengewerbe und betreut Projektmanager. Dieses Fachwissen floss in ihr Buch ein. In der heutigen Podcastfolge geht es darum, wie wir uns besser organisieren, um neben dem Job ein Buch fertigzustellen. Ein Buch ist ja nichts anderes als ein Projekt. Zugegeben, ein ziemlich großes, trotzdem lässt es sich Schritt für Schritt verwirklichen. Ein paar Tipps habe ich für dich herausgepickt: 1) Definiere für jeden Tag ein festes Zeitfenster, in dem du nichts anderes machst, als an deinem Buch zu arbeiten. Sei dir vorab im Klaren darüber, wann du deine kreativsten Stunden des Tages hast. Dadurch verbessert sich nicht nur die Qualität deiner Arbeit, sonder du bleibst auch motiviert. 2) Gönn dir hin und wieder Pausenzeiten von mehrere Tagen oder Wochen, in denen du das Manuskript ruhen lässt. Das wirkt sich ebenfalls auf die Qualität aus, denn mit etwas Abstand siehst du eher, wie du dein Manuskript verbessern kannst. 3) Gehe mit offenen Ohren durch die Welt. Immer wenn du einen nützlichen Gedanken aufschnappst oder selbst einen hast, notiere ihn für später. Mit dieser Methode senkst du das Risiko, während deiner Schreibzeiten mangels Ideen nichts zustande zu bringen. Doch wir sprechen nicht nur über das Projekt »Buch«, sondern auch über Amazon-Marketing und das Schreiben an sich. Das ist schließlich das Kernthema des Podcasts. ;-) Noch eine Bitte: Falls du diesen Podcast regelmäßig hörst, hinterlasse mir bitte eine Bewertung auf der jeweiligen Plattform. Deine Bewertung hilft, mehr Menschen für das Thema Schreiben zu begeistern. Ich danke dir! Saskias Website https://saskiahablasch.de/ Saskias Bücher https://www.amazon.de/stores/Saskia-Hablasch/author/B0CKLT1558?ref=ap_rdr&isDramIntegrated=true&shoppingPortalEnabled=true

    1h 9m
  4. 07/17/2024

    #17 Bevor du ein Buch schreibst: Führe ein Zielgespräch mit dir selbst – mit Lisa Keskin

    Send a text Welche Botschaft möchtest du an welche Zielgruppe senden? Diese Frage solltest du dir unbedingt stellen, bevor du ein Sachbuch schreibst oder: schreiben lässt. Lisa Keskin klärt diese Frage mit ihren Kunden vorab in einem »Ziele-Workshop«, erst danach beginnt die eigentliche Zusammenarbeit. Als Ghostwriterin liegt ihr viel daran, einen Schreibstil zu wählen, der zu ihren Kunden passt, und das klappt nur, indem sie auf die Feinheiten achtet. Benutzt eine Kundin viele Anglizismen? Drückt sich eine Kunde eher umgangssprachlich aus? Wichtig ist, dass sich das Buch glaubhaft liest. Über 100 Bücher hat sie mittlerweile begleitet, nicht alle als Ghostwriterin, manchmal auch »bloß« als Ratgeberin. Auf meine Frage, welchen einen Tipp sie all denjenigen geben würde, die ein eigenes Buch schreiben wollen, empfiehlt Lisa: Führe ein Zielgespräch mit dir selbst. Was willst du deinen Lesern bieten? Was möchtest du mit dem Buch erreichen? Warum sollten sie dein Buch kaufen? Und wer ist deine Zielgruppe? Puh, gar nicht so leicht zu beantworten. Lisa ist überzeugt, deine Zielgruppe findest du, indem du dich fragst: Wer bist du? Wozu stehst du? Welches Fachgebiet beherrschst du? Falls du mehr über Lisa erfahren möchtest, besuche ihre Website oder werde Teil ihrer Ghostwriting-Academy. Viel Freude beim Hören! Lisas Website https://www.lisakeskin.com/ Lisas Ghostwriting-Academy https://ghostwriting-academy.com/lehrgang-the-write-way/

    1h 3m
  5. 06/26/2024

    #16 Schreibtipps für den Berufsalltag – mit Nadja Buoyardane und Franziska Nauck

    Send a text Schreibst du eher planend oder entdeckend? Soll heißen: Investierst du viel Zeit in die Struktur und den Aufbau deiner Texte, müssen dir also eine Menge Informationen vorliegen, bevor du dich bereit fühlst, oder legst du mit einer vagen Vorstellung los und »entdeckst« das Wesentliche beim Schreiben? Während planendes Schreiben für den roten Faden spricht, fördert entdeckendes Schreiben mehr die Kreativität. Wenn dir bewusst ist, welcher Schreibtyp du bist, kannst du ihn bei Bedarf variieren und von den Vorteilen des jeweils anderen profitieren. Diesen Gedanken fand ich sehr spannend; darauf gebracht haben mich meine heutigen Gäste: Nadja Buoyardane und Franziska Nauck. Sie sind Schreibdidaktikerinnen, das heißt, sie verstehen sich darin, das Schreiben zu lehren. In erster Linie hilft es, wenn wir uns reflektieren, denn dadurch erlangen wir mehr Sicherheit beim Schreiben. Anschließend können wir uns der größten Herausforderung stellen: den Text leserorientiert statt schreiberzentriert zu verfassen. Wir trennen uns von der eigenen Perspektive und setzen uns die Brille der Leser auf. Was wollen sie wissen? Welche Informationen benötigen sie? Wie würden sie es gern vermittelt bekommen? Wenn wir uns an eine konkrete Person richten (zum Beispiel in einer E-Mail), ist dieser Perspektivenwechsel noch relativ einfach. Doch ebenso, wenn unsere Zielgruppe anonym ist (z. B. bei einem Werbeflyer), schwebt uns idealerweise eine konkrete Person vor. Dadurch wird unsere Botschaft klarer. Ein guter Text entsteht letztlich, indem wir den Schreibprozess in seine Bestandteile zerlegen. Welche das im Einzelnen sind, erfährst du in dieser Podcastfolge. Hier erreichst du Nadja und Franziska: Website https://granatgruen.com/ LinkedIn https://www.linkedin.com/in/franziska-nauck-1b907481/ https://www.linkedin.com/in/nadja-buoyardane-02238128/ Oder du wirfst einen Blick in ihr Buch »Verständlich schreiben: Business-Texte strukturiert und leserorientiert formulieren«: https://lmy.de/yBYsR

    58 min

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Entweder man kann schreiben, oder man lässt es bleiben. Richtig? Falsch! Gute Texte entstehen nicht einfach so. Sie sind das Produkt mühseligen Herumwälzens von Wörtern und Sätzen. Und genau das kann man lernen. Sicher, Talent schadet nie, aber eiserner Wille schlägt faules Talent. In diesem Podcast interviewe ich Autorinnen und Autoren, damit du von ihren Erfahrungen profitierst. Wie haben sie ihren Schreibstil definiert? Warum schreiben sie, wie sie schreiben? Und was begeistert sie am Schreiben? Das werde ich aus meinen Interviewgästen herauskitzeln. Mein Ziel: Ich wünsche mir, dass du deinen Schreibstil entdeckst, definierst, verfeinerst oder schlicht: ihn hinterfragst. Viel Spaß dabei!Hinweis: Am 6. September 2023 erfuhr der Podcast eine Veränderung. Die Episoden bis dahin hatte ich mit meinem Podcast-Buddy Alexander Fink aufgenommen, der leider ausgestiegen ist. Nachzuhören in der Episode »Hör mal, wer da schreibt 2.0«.