Schlaflos dank Seattle - Der Liquam Podcast

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Der Business- und Tech-Podcast für alle, die verstehen wollen, wie technologische Innovation Märkte und Unternehmen transformiert. Jede Episode liefert aktuelle Insights und Tech-News und analysiert, wie neue Trends Chancen und Risiken für Unternehmen bieten. Ob Künstliche Intelligenz, digitale Disruption oder neue Geschäftsmodelle: Innovative Unternehmen treiben den Wandel voran und stellen CEOs etablierter Unternehmen vor komplexe Aufgaben – und oft schlaflose Nächte. Mehr unter: www.liquam.com

  1. 4d ago

    Tech-News #170: GPT-6 Astra, AGI, Computer Use, Rabatte auf KI-Tokens, KI als berufliche Grundkompetenz und KI-Tokens als Konsumprodukt

    In Folge 170 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über OpenAIs neues GPT-6 Astra und die Frage, ob damit tatsächlich die „AGI-Ära“ begonnen hat – oder ob AGI weiterhin vor allem ein geschickt eingesetztes Marketing-Label bleibt. Dabei geht es vor allem um die Entwicklung vom Chatbot zum digitalen Kollegen, der Aufgaben selbstständig über mehrere Systeme hinweg erledigen kann.Außerdem schauen wir auf Astra-Demos mit Blender und diskutieren, warum Computer Use zu einer neuen großen KI-Welle werden könnte. Wenn KI künftig komplexe Software wie SAP, Premiere oder Blender bedienen kann, ohne dass Anwender selbst Experten sein müssen, verändert das nicht nur den Zugang zu Software, sondern möglicherweise auch ganze Märkte rund um RPA, APIs und klassische Bedienoberflächen.Ein weiteres Thema ist Meta: Das Unternehmen gewährt massive Rabatte auf die Nutzung seines neuen KI-Modells, wenn Nutzer im Gegenzug erlauben, ihre Prompts und Ergebnisse für das Training zukünftiger Modelle zu verwenden. Wir sprechen darüber, welchen Wert reale Nutzungsdaten offenbar inzwischen haben – und warum daraus gerade für Unternehmen neue Datenschutz- und Compliance-Risiken entstehen.Danach geht es nach New York, wo Schüler bis einschließlich zur 8. Klasse im Unterricht zunächst ein Jahr lang keine generative KI wie ChatGPT einsetzen dürfen. Wir diskutieren, ob Kinder erst grundlegende Fähigkeiten wie Schreiben, Denken und Rechnen selbst beherrschen sollten – oder ob Schulen KI vielmehr kontrolliert und aktiv in den Lernprozess integrieren müssten.Passend dazu verlangt die UBS künftig von Bewerbern für Junior-Positionen ausdrücklich KI-Kompetenz. Für uns stellt sich die Frage, was „KI können“ eigentlich bedeutet: Reicht es, ChatGPT bedienen zu können, oder braucht es ein echtes Verständnis von Halluzinationen, Datenschutz, Modellen und den Risiken, die mit deren Einsatz verbunden sind?Außerdem werfen wir einen Blick nach China, wo KI-Tokens zunehmend wie Mobilfunk-Datenvolumen, Kreditkartenpunkte oder Flugmeilen vermarktet werden. Banken, Mobilfunkanbieter und andere Unternehmen verschenken oder bündeln KI-Nutzungskontingente – ein Hinweis darauf, dass Compute und Token vielleicht gerade vom technischen Backend zum ganz normalen Konsumprodukt werden.Zum Abschluss greifen wir unseren Robotaxi-Wettlauf aus der letzten Folge wieder auf: Uber und das Londoner Startup Wayve haben Waymo geschlagen und als Erste öffentlich zugängliche Robotaxis in London gestartet. Gleichzeitig verbündet sich Uber in den USA ausgerechnet mit Fahrern und Gewerkschaften gegen reine Robotaxi-Plattformen. Dahinter steckt eine klare strategische Frage: Wird Uber selbst langfristig überflüssig – oder schafft es das Unternehmen, zur zentralen Plattform für menschliche und autonome Fahrten zugleich zu werden?

    Tech-News #170: GPT-6 Astra, AGI, Computer Use, Rabatte auf KI-Tokens, KI als berufliche Grundkompetenz und KI-Tokens als Konsumprodukt
  2. Aug 27

    Tech-News #169: AI-Slop bei LinkedIn, Netflix Content-Hub, Black Cab vs. Robocab, Ox Alpha, KI spricht DNA, globale Speicherknappheit und Charts ohne KI

    In Folge 169 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir zum Auftakt noch einmal über LinkedIns neuen „AI-Slop“-Button: Bereits mehr als eine Million Nutzer haben Inhalte als vermeintlichen KI-Slop gemeldet, entsprechende Beiträge verlieren laut LinkedIn deutlich an Reichweite. Wir diskutieren, wie sinnvoll diese menschliche Bewertung überhaupt ist – und ob LinkedIn damit am Ende vor allem wertvolle Trainingsdaten darüber sammelt, wann Inhalte für Menschen „nach KI klingen“. Passend dazu schauen wir nach Australien: Dort schließt die ARIA weitgehend oder vollständig KI-generierte Musik künftig aus den offiziellen Charts aus. Anlass war unter anderem ein KI-generiertes „Like a Prayer“-Cover, das im Juli zum meistgespielten Radiosong Australiens wurde. Wir fragen uns, ob ein kompletter Ausschluss sinnvoll ist – oder ob Transparenz und Kennzeichnung, wie sie andere Plattformen verfolgen, der bessere Weg wären. Danach geht es um Netflix und die mögliche Transformation vom Streamingdienst zum Content-Hub. Netflix prüft offenbar, Angebote anderer Anbieter direkt in die eigene App zu integrieren. Ein Modell, das Amazon und Apple längst verfolgen – mit der Chance auf zusätzliche Erlöse und stärkere Kundenbindung, aber auch mit der Gefahr, dass kleinere Anbieter den direkten Kontakt zu ihren Nutzern verlieren. In London nimmt derweil das Rennen um Robotaxis Fahrt auf. Waymo und das britische Start-up Wayve bereiten autonome Fahrdienste vor, während Londons Taxifahrer zunehmend offensiv dagegen protestieren. Wir diskutieren, warum autonome Taxis kaum noch aufzuhalten sein dürften, welche Rolle Regulierung spielt und ob klassische Taxis und Robotaxis langfristig nicht einfach nebeneinander existieren werden. Amazon erhöht die Preise zahlreicher Echo-, Fire-TV- und Kindle-Geräte teilweise drastisch und verweist auf die globale Speicherknappheit. Auch Apple muss seine Ressourcen neu verteilen und streicht beziehungsweise verschiebt Stellen aus Vision-Pro- und Siri-Teams in neue KI-Projekte. Zum Schluss schauen wir auf zwei besonders spannende KI-Entwicklungen: Mit Ox Alpha ist anonym ein extrem leistungsfähiges Modell mit einem Kontextfenster von einer Million Tokens aufgetaucht und bislang ist völlig unklar, welches Unternehmen oder Labor dahintersteckt. Und Forscher haben generative KI genutzt, um völlig neue DNA-Sequenzen für Viren zu entwerfen. Aus rund 300 KI-Entwürfen entstanden im Labor 16 funktionsfähige Bakteriophagen. Spannend ist für uns dabei weniger die dystopische Schlagzeile, sondern ein grundlegender Gedanke: KI muss Natur möglicherweise gar nicht mehr in menschliche Sprache übersetzen, sondern kann direkt in „Sprachen“ wie DNA, Proteinen oder Molekülen denken und arbeiten. Das könnte für Wissenschaft und Forschung weitreichende Folgen haben.

    Tech-News #169: AI-Slop bei LinkedIn, Netflix Content-Hub, Black Cab vs. Robocab, Ox Alpha, KI spricht DNA, globale Speicherknappheit und Charts ohne KI
  3. Aug 13

    Tech-News #168: KI-Wasserzeichen und KI-Chips von Anthropic, KI-Künstler bei Spotify, KI-Manifest von Zuckerberg, KI-Influencer bei OpenAI und KI-Agent im Fitnessstudio

    In Folge 168 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über die wachsende Gegenbewegung zu KI-generierten Inhalten und darüber, wie Plattformen, Anbieter und Nutzer künftig damit umgehen könnten.Zum Start geht es um Anthropics Pläne, von Claude erzeugte Inhalte unsichtbar und maschinenlesbar zu kennzeichnen. Wir diskutieren, warum solche Wasserzeichen sinnvoll sein können, wo ihre Grenzen liegen und was passiert, wenn KI nicht den eigentlichen Inhalt erstellt, sondern nur Rechtschreibung, Stil oder Formulierungen verbessert. Dabei stellt sich die grundsätzliche Frage: Ist ein Text automatisch weniger wert, nur weil KI daran beteiligt war? Passend dazu schauen wir auf Spotify und den Umgang mit vollständig virtuellen KI-Künstlern. Während KI-Musik nicht verboten wird, sollen sogenannte AI Personas künftig gekennzeichnet und aus automatischen Empfehlungen weitgehend herausgenommen werden. Gleichzeitig zeigt eine Studie, dass Menschen KI-Musik kaum noch von menschengemachter Musik unterscheiden können - sie aber trotzdem wissen wollen, wer oder was dahintersteckt. Danach geht es um Mark Zuckerbergs großes KI-Manifest und seine Vision einer persönlichen Superintelligenz für jeden. Wir sprechen über Metas optimistische Erzählung, die Idee von KI als Freund, Tutor, Berater oder Anwalt und darüber, ob hier echte gesellschaftliche Vision oder vor allem Marketing im Vordergrund steht.Ein besonders anschauliches Beispiel für die Risiken autonomer KI-Agenten liefert ein OpenClaw-Agent, der einen Nutzer auf der Warteliste eines Fitnesskurses nach vorne bringen sollte. Der Agent entdeckte kurzerhand eine Sicherheitslücke und stornierte eigenständig die Reservierung eines anderen Mitglieds. Für uns ein sehr gutes Beispiel dafür, warum bei KI-Agenten nicht nur Ziele, sondern auch klare Grenzen, Berechtigungen und Freigaben definiert werden müssen. Außerdem sprechen wir über Anthropics Einstieg in die Entwicklung eigener KI-Chips. Dabei geht es weniger um einen kompletten Abschied von Nvidia als um spezialisierte Hardware, geringere Kosten pro Token und eine engere Verzahnung von Modellen, Software und Chips.Zum Abschluss schauen wir auf OpenAIs ersten großen Influencer-Brand-Trip im Hudson Valley. Luxusresort, gebrandete Pyjamas, Naturidylle und ChatGPT als Lifestyle-Produkt sollten für positive Aufmerksamkeit sorgen - stattdessen folgte ein Shitstorm rund um Energieverbrauch, Rechenzentren und Greenwashing. Registrieren Sie sich auch gerne für unsere kostenlosen Tech-Updates und erhalten Sie relevante Einblicke direkt in Ihr Postfach. Jetzt anmelden: ⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://www.liquam.com/tech-update⁠

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  4. Jul 30

    Tech-News #167: Open Source & Open-Weight KI, KI in der Hardware, Siri AI & Alexa+, Facebook Verified und Satelliten-Mobilfunk

    In Folge 167 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über den wachsenden Einfluss von Open-Weight-KI und die Frage, ob offene Modelle aus China wie Kimi, Qwen oder DeepSeek in den USA künftig stärker reguliert werden könnten. Wir diskutieren, warum zahlreiche Techunternehmen vor Einschränkungen warnen, weshalb offene Modelle für Unternehmen immer attraktiver werden und warum Anthropic mit seiner sicherheitsorientierten Haltung im Silicon Valley zunehmend auf Widerstand stößt.Außerdem geht es um Googles geplanten KI-Chip „Frozen v2“, bei dem Teile der Gemini-Architektur direkt in die Hardware integriert werden sollen. Wir sprechen darüber, wie Google damit Energieverbrauch und Kosten senken, die Abhängigkeit von Nvidia reduzieren und KI künftig noch enger mit Chips, Cloud und Rechenzentren verbinden könnte.Ein weiteres Thema ist die neue Siri AI in iOS 27. Apple will Siri endlich zu einem persönlichen KI-Assistenten machen, der E-Mails, Nachrichten, Fotos und Kalenderinformationen versteht, mehrere Aufgaben miteinander verknüpft und direkt mit Apps interagiert. Dazu berichten wir über erste Tests, die Rolle von Google Gemini und die Frage, warum viele Funktionen in der EU zunächst nur auf dem Mac und der Vision Pro verfügbar sein könnten.Daneben schildern wir erste Erfahrungen mit Alexa+ in den USA. Amazons neuer Assistent überzeugt vor allem bei Geschwindigkeit, Logik und aktuellen Informationen und kann sogar Produktempfehlungen außerhalb des Amazon-Universums geben.Wir sprechen außerdem über Apples Test von KI-gestützten Gesprächsmitschriften an der Genius Bar, die Chancen automatischer Dokumentation und die Sorge der Mitarbeiter vor möglicher Überwachung. Weitere Themen sind Metas kostenloser Verifizierungsbadge für echte Personen, biometrische Identitätsnachweise wie World und die immer wichtigere Frage, ob hinter einem Profil tatsächlich noch ein Mensch steckt.Zum Abschluss geht es um Amazons Satellitenpläne. Das Unternehmen möchte künftig Smartphones direkt mit Satelliten verbinden und damit Starlink und klassischen Mobilfunkanbietern Konkurrenz machen. Dabei diskutieren wir nicht nur das mögliche Ende von Funklöchern, sondern auch Weltraumschrott, Lichtverschmutzung und die Frage, wer überhaupt darüber entscheiden darf, wie viele Satelliten in den Orbit gebracht werden. Registrieren Sie sich auch gerne für unsere kostenlosen Tech-Updates und erhalten Sie relevante Einblicke direkt in Ihr Postfach. Jetzt anmelden: ⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://www.liquam.com/tech-update⁠

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  5. Jul 9

    Tech-News #166 (Summer Special): AI Compliance - KI-Einsatz zwischen Innovation, DSGVO und EU AI Act - Mit Elena Witt

    Willkommen zu unserem Sommer-Spezial! In dieser Folge verlassen wir die üblichen Tech-News und schließen unsere dreiteilige Reihe Spezial-Reihe zum Bereich Enterprise AI ab. Nachdem wir im letzten Jahr bereits die Business- (Folge 143) und die Technik-Brille (Folge 144) aufgesetzt haben, widmen wir uns heute dem Thema, das viele Unternehmen aktuell umtreibt: Wie setzt man Künstliche Intelligenz rechtssicher und compliant ein? Jeder Mitarbeiter nutzt im Alltag Tools wie ChatGPT oder Copilot, doch was bedeutet das für Ihre Datensicherheit, Ihre Haftung und das Geschäftsgeheimnisschutzgesetz? Wir diskutieren, warum die unkontrollierte "Schatten-IT" durch öffentliche KI-Tools ein massives Risiko für Firmen birgt und wie Sie durch eine eigene Private-Enterprise-AI regulatorische Anforderungen wie den EU AI Act meistern. In dieser Folge sprechen wir über: Der EU AI Act & die Risikoklassen: Was die Verordnung für Unternehmen bedeutet und warum die Einstufung des Use Cases (z. B. im HR-Bereich als Hochrisiko) über die rechtlichen Pflichten entscheidet. Die Schulungspflicht als Hebel: Warum die Belegschaft im Umgang mit KI sensibilisiert werden muss und warum es dabei um Haftungsfragen geht. Am Ende steht immer noch der Mensch in der Verantwortung, nicht die Maschine. Das Use-Case-Register & Modellkarten: Warum jeder KI-Einsatz im Unternehmen präzise dokumentiert werden muss und wie automatisierte Software-Lösungen bei diesem enormen Prüfaufwand unterstützen können. Public AI vs. Private-Enterprise-AI: Warum die Nutzung kostenloser, öffentlicher Tools ohne Datenbeschränkung ein rechtliches Vakuum hinterlässt und wie eine geschlossene Firmen-KI, Compliance "by Design" ermöglicht. Hat diese Folge Ihre strategische und rechtliche Neugier geweckt? Tauschen Sie sich gerne mit uns aus, wie Sie den Spagat zwischen KI-Innovation und rechtlicher Sicherheit in Ihrer Branche meistern. Registrieren Sie sich auch gerne für unsere kostenlosen Tech-Updates und erhalten Sie relevante Einblicke direkt in Ihr Postfach. Jetzt anmelden: ⁠https://www.liquam.com/tech-update

    Tech-News #166 (Summer Special): AI Compliance - KI-Einsatz zwischen Innovation, DSGVO und EU AI Act - Mit Elena Witt
  6. Jun 25

    Tech-News #165: Metas Datenschutz- und Mitarbeiterproblem, OpenAI wirbt bei Werbekunden und Agenturen, Getty-Images-Deal mit OpenAI und Vibe Coding in der Due Diligence

    In der Folge 165 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über Metas neues Datenschutz- und Mitarbeiterproblem: Nach dem internen Tracking-Programm, mit dem Meta Mausbewegungen, Klicks, Tastatureingaben, Screenshots und Arbeitsabläufe von Mitarbeitenden erfassen wollte, sind offenbar große Mengen dieser Daten intern viel zu breit zugänglich gewesen. Rund 45.000 strukturierte Datentabellen sollen betroffen gewesen sein – inklusive Prompts, Transkripten, Bildschirm-Inhalten, Performance-Daten und Klickverhalten. Wir diskutieren, warum solche Daten für KI-Agenten strategisch extrem wertvoll sind, aber gleichzeitig ein massives Vertrauens- und Datenschutzproblem darstellen.Außerdem geht es um die angespannte Stimmung bei Meta. Die Mitarbeitermoral soll laut CTO Andrew Bosworth nahe einem Tiefpunkt der letzten 20 Jahre liegen. Gründe sind unter anderem massive Entlassungen, der harte Sparkurs, der radikale Umbau Richtung KI und eine gefühlte strategische Ziellosigkeit. Wir sprechen darüber, warum Meta zwar enorme Summen in KI und Infrastruktur investiert, aber nach außen bisher kaum sichtbar macht, wohin die Reise eigentlich gehen soll.Danach schauen wir auf OpenAI und die Frage, wie ChatGPT künftig stärker monetarisiert werden soll. OpenAI wirbt inzwischen aktiv bei großen Werbekunden und Agenturen für Werbung in ChatGPT – unter anderem auf den Cannes Lions. Diskutiert wird, ob ChatGPT mit hunderten Millionen wöchentlichen Nutzern zu einer neuen Werbeplattform werden kann, welche Rolle transaktionale Suchanfragen spielen und warum Werbung in einem KI-Chatbot zugleich naheliegend und gefährlich ist.Ein weiteres Thema ist der neue Getty-Images-Deal mit OpenAI. Künftig sollen lizenzierte Getty-Bilder in ChatGPT angezeigt werden, ohne dass sie für das Modelltraining genutzt werden. Wir sprechen darüber, warum die Getty-Aktie daraufhin stark gestiegen ist, warum dieser Effekt trotzdem relativiert werden muss und was der Deal über die zukünftige, visuellere Darstellung von Antworten in ChatGPT verraten könnte.Zum Schluss geht es um Vibe Coding in der Due Diligence. Bain & Company nutzt offenbar KI-gestütztes Nachbauen von Software, um bei Firmenübernahmen den Wert digitaler Produkte zu testen. Die Frage: Wenn sich eine Software mit gutem Prompt in kurzer Zeit nachbauen lässt, ist sie dann wirklich noch ein wertvolles Asset? Wir diskutieren, warum dieser Ansatz als Stresstest interessant sein kann, aber oft zu kurz greift – denn der eigentliche Wert liegt häufig nicht nur im Code, sondern in Integration, Prozessen, Daten, Kunden, Vertrauen, Betriebssicherheit und Marktposition. Zum Abschluss geben wir einen Ausblick auf das kommende Summer Special: Dort geht es um AI Compliance, Datenschutz, EU AI Act und die Frage, wie Unternehmen KI-Anwendungen sicher, regelkonform und praxistauglich aufbauen können. Registrieren Sie sich auch gerne für unsere kostenlosen Tech-Updates und erhalten Sie relevante Einblicke direkt in Ihr Postfach. Jetzt anmelden: ⁠⁠⁠⁠⁠https://www.liquam.com/tech-update⁠

    Tech-News #165: Metas Datenschutz- und Mitarbeiterproblem, OpenAI wirbt bei Werbekunden und Agenturen, Getty-Images-Deal mit OpenAI und Vibe Coding in der Due Diligence
  7. Jun 11

    Tech-News #164: ChatGPT wird zur Super-App, IPOs von OpenAI & Anthropic, Überwachung durch Meta, Apples WWDC 2026 und KI, die sich selbst verbessert

    In Folge 164 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über OpenAIs geplanten Umbau von ChatGPT zur Super-App. Aus dem reinen Chatbot soll eine Plattform werden, die Aufgaben selbstständig erkennt, passende Werkzeuge auswählt und Agenten, Codex, Partnerdienste und Automatisierung miteinander verbindet. Der vielzitierte Satz „Chat is dead“ passt dabei gut zu unserer These: Das Chatten mit KI ist nur eine Übergangsphase. Entscheidend wird, ob KI künftig Prozesse wirklich ausführt. Gleichzeitig diskutieren wir, ob der Super-App-Begriff vor allem strategische Fantasie für den geplanten IPO erzeugen soll – denn OpenAI braucht dringend überzeugende Wachstums- und Monetarisierungsgeschichten.Daran knüpft die Diskussion über den möglichen OpenAI-Börsengang an. OpenAI hat vertrauliche IPO-Unterlagen bei der SEC eingereicht, während auch Anthropic Richtung Börse steuert. Beide Unternehmen werden mit extremen Bewertungen in Verbindung gebracht. Gleichzeitig stehen enorme Infrastrukturkosten, eine große Zahl kostenloser Nutzer und die Frage im Raum, wie aus der beeindruckenden Reichweite von ChatGPT ein tragfähiges Geschäftsmodell entstehen soll.Ein weiterer Themenblock ist Apples WWDC 2026. Die Keynote ordnen wir als eher unspektakulär, aber strategisch wichtig ein: Apple räumt auf, integriert KI stärker in die eigenen Systeme und versucht, Siri endlich zu dem Assistenten zu machen, den viele schon 2024 erwartet hätten. Besonders spannend ist der Vergleich zwischen OpenAIs Super-App-Idee und Apples vertikal integrierter Siri-AI-Strategie. Während Apple durch Kontrolle über Betriebssystem, Apps und Schnittstellen eigentlich die besten Voraussetzungen hätte, blockieren regulatorische Fragen in der EU ausgerechnet den Start auf iPhone und iPad. Wir diskutieren deshalb auch, ob externe KI-Assistenten jemals so nahtlos ins Apple-Ökosystem eingebunden werden können wie Apples eigene Lösung.Anschließend geht es um Meta und die Frage, wie viel Überwachung in KI-Hardware und KI-Training steckt. WIRED hat Code in der Meta AI Companion App entdeckt, der auf ein noch nicht aktiviertes Gesichtserkennungssystem für Ray-Ban- und Oakley-Meta-Brillen hinweist. Wir diskutieren, warum Smart Glasses als Alltagshardware so brisant sind: Sie kombinieren Kamera, Mikrofon, Kontext und potenziell biometrische Erkennung. Aus einer Assistenzfunktion kann sehr schnell eine verteilte Überwachungsinfrastruktur werden. Besonders kritisch sehen wir, dass Meta beim Thema Gesichtserkennung historisch bereits stark vorbelastet ist.Noch eine Ebene weiter geht das interne Meta-Tool Model Capability Initiative. Es soll Mausbewegungen, Klicks, Tastatureingaben und teilweise Screenshots von Mitarbeitenden erfassen, um KI-Agenten besser zu trainieren. Offiziell geht es darum, zu lernen, wie Menschen tatsächlich am Computer arbeiten. Praktisch entsteht aber der Eindruck, dass Mitarbeitende ihre eigenen Automatisierungsnachfolger trainieren. Besonders absurd wirkt die nach Kritik eingeführte Möglichkeit, die Überwachung für 30 Minuten zu pausieren – Privatsphäre in halbstündigen Slots.Zum Abschluss sprechen wir über Anthropics Text „When AI builds itself“ und die Idee rekursiver Selbstverbesserung. Wenn KI-Systeme immer stärker daran beteiligt sind, die nächste Generation von KI zu bauen, beschleunigt sich nicht nur Softwareentwicklung, sondern potenziell auch die KI-Entwicklung selbst. Anthropic warnt vor dieser Dynamik und bringt eine global koordinierte Pause oder Verlangsamung der Frontier-KI-Entwicklung ins Spiel. Wir ordnen das ambivalent ein: Einerseits passt die Warnung zur Safety-DNA von Anthropic, andererseits profitiert ausgerechnet Anthropic aktuell vom eigenen Vorsprung. Die zentrale Frage bleibt: Was passiert, wenn KI nicht nur Arbeit automatisiert, sondern die Werkzeuge baut, mit denen sie sich selbst verbessert?

    Tech-News #164: ChatGPT wird zur Super-App, IPOs von OpenAI & Anthropic, Überwachung durch Meta, Apples WWDC 2026 und KI, die sich selbst verbessert
  8. May 28

    Tech-News #163: Alexa+ KI-Werbung, KI Output-Flut, Googles neue Suche und chinesische Open-Source-Modelle

    In Folge 163 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über Alexa+, KI-Werbung, die steigende Output-Flut durch künstliche Intelligenz, Googles neue agentische Suche und den geopolitischen Streit um chinesische Open-Source-KI.Zum Start geht es um Alexa+ und die Frage, ob Amazon ausgerechnet bei Werbung in KI-Assistenten einen Vorteil haben könnte. Während Werbung bei ChatGPT, Gemini oder Claude schnell wie ein Angriff auf die Neutralität wirkt, ist Amazon bereits Händler, Marktplatz, Empfehlungsmaschine und Werbeplattform. Deshalb könnte Werbung bei Alexa+ für viele Nutzer weniger störend wirken – eher wie eine Produktempfehlung oder Shopping-Hilfe. Gleichzeitig bleibt die Frage, wo Assistenz endet und kommerzielle Beeinflussung beginnt.Anschließend greifen wir ein Thema wieder auf, das durch einen Artikel der New York Times neue Relevanz bekommen hat: KI macht Schreiben billig, aber Lesen teuer. US-Gerichte erleben zunehmend, dass Menschen ohne Anwalt mithilfe von ChatGPT oder Claude umfangreiche, professionell wirkende Schriftsätze einreichen. Für die Kläger sinkt die Hürde, für Gerichte steigt der Prüf-, Lese- und Verwaltungsaufwand. Das gleiche Muster könnte künftig auch Unternehmen treffen – bei Bewerbungen, Beschwerden, Supportanfragen, Ausschreibungen oder Einsprüchen.Danach sprechen wir über die wachsende Verbreitung von KI im Alltag. KI ist längst nicht mehr nur ein einzelnes Tool, das man aktiv öffnet, sondern wandert immer stärker in den Maschinenraum bestehender Produkte: Suche, Mail, Kalender, Office-Software, CRM, Support und Betriebssysteme. Die Nutzung wird selbstverständlich. So wie heute niemand mehr sagt, er nutze Cloud Computing, wenn er Netflix öffnet, wird man künftig vielleicht auch nicht mehr bewusst sagen, dass man KI nutzt – sie läuft einfach mit.Passend dazu diskutieren wir Googles Ankündigungen auf der I/O 2026. Google möchte die Suche stärker in Richtung eines agentischen Informationssystems entwickeln. Statt nur einzelne Fragen zu beantworten, sollen KI-Agenten künftig Themen dauerhaft beobachten, Entwicklungen einordnen und Nutzer proaktiv informieren. Das könnte Suche grundlegend verändern – weg von einzelnen Suchanfragen, hin zu laufender Informationsarbeit. Gleichzeitig bleibt die kritische Frage, wer entscheidet, welche Informationen relevant sind und ob wirklich jede Suche einen Agenten braucht.Zum Schluss geht es um Airbnb und chinesische Open-Source-KI. Airbnb nutzt offenbar Modelle wie Qwen im Kundenservice, was in den USA politische und sicherheitspolitische Fragen auslöst. Der technische Punkt: Wenn ein Open-Source-Modell in einer kontrollierten Umgebung betrieben wird, fließen Daten nicht automatisch nach China. Der politische Punkt: Chinesische Modelle werden immer leistungsfähiger, günstiger und damit für Unternehmen attraktiv. Daraus entsteht eine neue Debatte über KI-Lieferketten, digitale Souveränität und die Frage, aus welchem Land die Infrastruktur stammt, auf der künftig zentrale Unternehmensprozesse laufen. Registrieren Sie sich auch gerne für unsere kostenlosen Tech-Updates und erhalten Sie relevante Einblicke direkt in Ihr Postfach. Jetzt anmelden: ⁠⁠⁠https://www.liquam.com/tech-update

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