Let's talk SCIENCE!

Graduiertenzentrum der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Unser Podcast „Let‘s talk SCIENCE!“ beschäftigt sich mit Forschung und der Kommunikation darüber. Unsere Gäste sind Forschende, die ihre wissenschaftlichen Ergebnisse normalerweise auf der Bühne der Science Show mit der Öffentlichkeit teilen. Außerdem begrüßen wir Alumni des Zertifikatsprogramms Wissenschaftskommunikation des Graduiertenzentrums der CAU und darüber hinaus Expertinnen und Experten rund um das Thema Wissenschaftskommunikation, auch von außerhalb der Kieler Universität. Sie alle haben eines gemeinsam: Sie teilen und diskutieren mit uns ihre Einblicke und Gedanken.

  1. Oct 20

    #54 Melissa Solano Marchini: Kaleidoscope Dialogues – Wissenschaft trifft Gesellschaft

    Was passiert, wenn Wissenschaft nicht im Hörsaal oder Labor bleibt, sondern dorthin geht, wo Menschen ohnehin zusammenkommen – in Bars, ins Kino oder an andere Orte mitten in der Stadt? In unserer zweiten Folge mit Melissa Solano Marchini sprechen wir über Wissenschaftskommunikation und ein Projekt, das genau diesen Gedanken verfolgt: Kaleidoscope Dialogues. Die von Promovierenden gegründete Initiative bringt Wissenschaft und Gesellschaft in ungezwungener Atmosphäre zusammen. Statt klassischer Vorlesungen gibt es verständliche Kurzvorträge, Diskussionen, kleine Experimente und vor allem viel Raum für Fragen und Austausch. Was in Kiel begann, findet inzwischen auch in Berlin statt – und soll perspektivisch noch weiter wachsen.  Melissa erzählt, wie sie selbst zur Wissenschaftskommunikation gekommen ist und welche Rolle das Zertifikatsprogramm des Graduiertenzentrums dabei gespielt hat. Ein Präsentationskurs wurde für sie zum Aha-Moment: Wissenschaft verständlich zu vermitteln bedeutet eben nicht nur, eine gute PowerPoint zu bauen. Stimme, Auftreten, Sprache und die Frage, was ein Publikum eigentlich braucht, um einem Thema folgen zu können, verändern die Art, wie Forschung vermittelt werden kann.  Bei Kaleidoscope wird genau das praktisch. Gemeinsam mit anderen engagierten Menschen begleitet Melissa die Vortragenden schon bei der Entwicklung ihrer Beiträge: Welche Geschichte soll erzählt werden? Was muss erklärt werden? Welche Fachbegriffe können und müssen weg? Und wie lässt sich das Publikum aktiv einbeziehen? Dabei geht es nicht darum, die eigene Dissertation möglichst kompakt auf die Bühne zu bringen, sondern Wissen und Begeisterung für ein Thema zu teilen.  Doch im Gespräch geht es auch um eine grundsätzliche Frage: Welchen Stellenwert geben wir Wissenschaftskommunikation eigentlich im Forschungsalltag? Melissa sieht sie als Verbindung zwischen Wissenschaft und Gesellschaft – und auch als Möglichkeit, etwas von dem zurückzugeben, was öffentlich finanzierte Forschung überhaupt erst ermöglicht. Gleichzeitig findet Wissenschaftskommunikation noch immer häufig zusätzlich zur eigentlichen Forschungsarbeit und vielfach ehrenamtlich statt. Für Melissa sollte sie deshalb bereits bei der Planung und Finanzierung von Forschungsprojekten mitgedacht werden.  Wir sprechen darüber, warum verständliche Wissenschaft trotzdem wissenschaftlich korrekt bleiben muss, wo die Grenzen zwischen Vereinfachung und Verfälschung liegen und weshalb gute Wissenschaftskommunikation mehr sein kann als die bloße Vermittlung von Ergebnissen: ein echter Austausch zwischen Forschung und Gesellschaft.

  2. Oct 2

    #53 Melissa Solano Marchini: Was macht unseren Stoffwechsel wirklich gesund?

    Was bedeutet es eigentlich, metabolisch gesund zu sein? Körpergewicht und BMI liefern darauf nur einen Teil der Antwort. Denn auch Menschen mit Übergewicht können ein vergleichsweise geringes Risiko für kardiometabolische Erkrankungen haben – während normalgewichtige Menschen durchaus erhöhte Risikofaktoren aufweisen können. Genau an diesem Punkt setzt die Forschung von Melissa Solano Marchini an.   Melissa blieb nach ihrem Masterstudium für ihre Promotion am Institut für Diabetologie und klinische Stoffwechselforschung des UKSH – und hat diese im Juli erfolgreich abgeschlossen. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit Entzündungsprozessen und oxidativem Stress und untersucht, welche Rolle sie für unterschiedliche metabolische Phänotypen und die Entstehung chronischer Erkrankungen spielen. Dabei schaut sie auch darauf, welchen Einfluss Ernährung, körperliche Aktivität und das Mikrobiom haben können.   In dieser Folge sprechen wir darüber, was Ernährungswissenschaft eigentlich alles umfasst und warum Melissas Promotion weit über klassische Ernährungsfragen hinausgeht. Wir klären, was hinter Begriffen wie oxidativem Stress, Biomarkern und kardiometabolischen Erkrankungen steckt – und wie sich aus epidemiologischen Daten, klinischen Studien und Laborarbeit Erkenntnisse über Prozesse gewinnen lassen, die in unserem Körper ablaufen. Melissa nimmt uns aber auch mit hinter die Kulissen ihrer Promotion. Drei unterschiedliche Forschungsprojekte bedeuteten für sie drei ziemlich unterschiedliche Arbeitswelten: Proband*innen rekrutieren und betreuen, Blutproben verarbeiten, im Labor experimentieren, große Datensätze analysieren und schließlich Manuskripte schreiben. Ihr Promotionsalltag veränderte sich dadurch über die Jahre immer wieder grundlegend.  Und nicht alles verlief so, wie es zu Beginn geplant war. Melissa erzählt sehr offen davon, wie frustrierend solche Phasen sein können – und warum negative Ergebnisse in der Wissenschaft trotzdem Ergebnisse sind, auch wenn sie im gegenwärtigen Publikationssystem deutlich weniger sichtbar werden.   Dabei wird das Gespräch auch persönlich: Was macht es mit einem, wenn sich die eigene Arbeit über Monate oder Jahre nicht so entwickelt wie erhofft? Wie trennt man die eigene wissenschaftliche Leistung vom eigenen Selbstbild? Und wie findet man nach einer Promotion heraus, welcher Weg eigentlich als Nächstes kommen soll? Melissa spricht über Zweifel während ihrer Promotionszeit und darüber, warum für sie heute sowohl weitere Forschung als auch Industrie und Wissenschaftskommunikation denkbare Wege sind.  Shownotes: Wissenschaftskommunikation am Graduiertenzentrum: https://www.gz.uni-kiel.de/de/young-scientist-in-society/wissenschaftskommunikation https://bsky.app/profile/gcscicom.bsky.social Zu Gast: Melissa Solano Marchini: https://www.linkedin.com/in/melissa-solano-marchini/ https://www.uksh.de/diabetologie-kiel/Wir+über+uns/Team.html https://www.precisionmedicine.de/en/persons/solano-marchini-melissa-72737 https://www.researchgate.net/scientific-contributions/M-Solano-Marchini-2279505084 Institut für Diabetologie und klinische Stoffwechselforschung, UKSH: https://www.uksh.de/diabetologie-kiel/ GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel: https://www.geomar.de Kaleidoscope Dialogues: https://www.kaleidoscopedialogues.com/ https://www.graduiertenzentrum.uni-kiel.de/en/science-dialogue/kaleidoscope-dialogues Night of the Profs: https://www.wissenschafftzukunft-kiel.de/de/science_comes_to_town/night.php Leitlinien zur guten Wissenschaftskommunikation: https://www.wissenschaft-im-dialog.de/projekte/leitlinien-zur-guten-wissenschafts-pr/ Science Show: https://www.scienceshow.uni-kiel.de/de/herzlich-willkommen Produktion: livin studios: https://livinstudios.de

  3. Sep 4

    #52 Ulrich Hoffmann: Wer muss Wissenschaft eigentlich kommunizieren?

    Wie wird aus komplexer Forschung eine Geschichte, die auch außerhalb des eigenen Fachgebiets verstanden wird? Und wer ist eigentlich dafür verantwortlich, diese Brücke zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu bauen? In der zweiten Folge mit Ulrich Hoffmann geht es um Wissenschaftskommunikation – und um zwei Perspektiven, die bei ihm auf besondere Weise zusammenkommen. Seit vielen Jahren arbeitet Ulrich als Journalist und Autor. Heute promoviert er außerdem in Philosophie und hat am Graduiertenzentrum der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel das Zertifikatsprogramm Wissenschaftskommunikation absolviert. Vieles von dem, was dort vermittelt wird, kannte er bereits aus seiner journalistischen Praxis. Gleichzeitig, erzählt er, habe ihm das Programm erstmals einen theoretischen Rahmen für Arbeitsweisen gegeben, die er zuvor vor allem intuitiv angewandt hatte.  Gemeinsam sprechen wir darüber, was Wissenschaftskommunikation eigentlich ausmacht und wo sie beginnt. Muss jede*r Wissenschaftler*in die eigene Forschung selbst für eine breite Öffentlichkeit aufbereiten können? Oder braucht es gerade für diesen Transfer Menschen, deren Expertise in der Kommunikation liegt? Ulrich berichtet aus seiner journalistischen Arbeit mit Forschenden und davon, warum Verständlichkeit und wissenschaftliche Genauigkeit manchmal in einem Spannungsverhältnis stehen. Dabei geht es auch um die Frage, was gute Wissenschaftskommunikation gesellschaftlich leisten kann. Wie schaffen wir Vertrauen in Wissenschaft, ohne ihre Unsicherheiten und offenen Fragen zu verschweigen? Welche Rolle spielt Medienkompetenz in einer digitalen Öffentlichkeit, in der wissenschaftlich fundierte Informationen neben Desinformation und ungeprüften Behauptungen stehen? Für Ulrich ist gerade diese Fähigkeit, Quellen und ihre Glaubwürdigkeit einordnen zu können, eng mit der Frage verbunden, wie Wissenschaftskommunikation zur Demokratieförderung beitragen kann.  Außerdem erzählt Ulrich von seinen Erfahrungen im Zertifikatsprogramm Wissenschaftskommunikation: von Visual Science Communication über Slide Writing und Storytelling bis zu neuen Perspektiven auf das eigene Schreiben. Dabei zeigt sich, dass Weiterbildung nicht immer bedeutet, etwas vollkommen Neues zu lernen – sondern manchmal auch, Bekanntes neu zu verstehen, zu hinterfragen und bewusster einzusetzen.  Eine Folge über Wissenschaft und Journalismus, verständliche Sprache, die Verantwortung guter Kommunikation – und darüber, warum Wissenschaftskommunikation vielleicht gerade dann besonders gut funktioniert, wenn Forschung und Kommunikation ihre jeweiligen Stärken zusammenbringen.

  4. Aug 24

    #51 Ulrich Hoffmann: Aus Leidenschaft promovieren – Philosophie, Journalismus und die Frage nach Überkonsum

    Nicht jede Promotion beginnt mit einer ausgeschriebenen Stelle an einer Universität. Ulrich Hoffmann hat zunächst viele Jahre als Journalist, Autor und Übersetzer gearbeitet, bevor ihn eine philosophische Fragestellung nicht mehr losließ: Wenn wir wissen, was gegen die Klimakrise getan werden müsste – warum handeln wir trotzdem nicht? In dieser Folge erzählt Ulrich von seinem ungewöhnlichen Weg in die Wissenschaft. Er berichtet, warum er sich nach seinem Berufsleben noch einmal für ein Philosophiestudium entschied, wie aus einer persönlichen Fragestellung schließlich ein Promotionsprojekt wurde und weshalb Leidenschaft manchmal der wichtigste Antrieb für Forschung ist. Im Mittelpunkt steht seine Dissertation zum Thema Überkonsum. Gemeinsam sprechen wir darüber, wie aus ersten Ideen wissenschaftliche Fragestellungen entstehen, warum eine Promotion häufig ganz anders verläuft, als erwartet und weshalb wissenschaftliches Arbeiten oft bedeutet, eigene Annahmen immer wieder zu hinterfragen. Außerdem gibt Ulrich ehrliche Einblicke in seinen Promotionsalltag: vom Balanceakt zwischen freiberuflicher Tätigkeit und Forschung über Schreibprozesse und Literaturrecherche bis hin zu den Momenten, in denen wissenschaftliche Arbeit plötzlich eine ganz neue Richtung einschlägt. Eine Folge über Neugier, philosophisches Denken und die Erkenntnis, dass wissenschaftliche Forschung manchmal genau dort beginnt, wo eine Frage einen einfach nicht mehr loslässt.

  5. Jun 22

    #50 Jan Steffen & Dr.‘in Susanne Landis: Wissenschaftskommunikation im Exzellenzcluster

    Nach unserem Gespräch über Wissenschaftskommunikation als Berufsfeld wird es in dieser zweiten Spezial-Folge konkreter: Gemeinsam mit Jan Steffen und Dr.‘in Susanne Landis schauen wir auf die Frage, wie Wissenschaftskommunikation in großen Forschungsverbünden eigentlich funktioniert. Als Kommunikationsverantwortliche der Exzellenzcluster ROOTS und PMI (Precision Medicine in Chronic Inflammation) bewegen sich beide täglich zwischen Forschung, Öffentlichkeit, Politik, Schulen und Medien. Doch wie kommuniziert man Forschung, wenn hunderte Wissenschaftler*innen aus unterschiedlichsten Disziplinen zusammenarbeiten? Welche Themen finden ihren Weg in Pressemitteilungen, Veranstaltungen oder Social-Media-Beiträge? Und wie entstehen neue Formate, die Forschung für unterschiedliche Zielgruppen zugänglich machen? Dabei sprechen wir auch über die beiden Kieler Exzellenzcluster selbst. Jan erklärt, wie ROOTS die Wechselwirkungen zwischen Menschen und Umwelt über Jahrtausende hinweg erforscht und welche Erkenntnisse sich daraus für aktuelle gesellschaftliche Debatten ergeben können. Susanne gibt Einblicke in PMI und die Forschung zu chronischen Entzündungserkrankungen, Präzisionsmedizin und der engen Zusammenarbeit zwischen Grundlagenforschung und klinischer Praxis. Wir sprechen darüber, wie beispielsweise Archäolog*innen, Historiker*innen, Materialwissenschaftler*innen, Mediziner*innen und Naturwissenschaftler*innen gemeinsam an Fragen arbeiten, die bis in die Gegenwart reichen. Gleichzeitig erfahren wir, wie in der Präzisionsmedizin genetische Daten, klinische Forschung und moderne Technologien zusammengeführt werden, um Krankheiten künftig individueller behandeln zu können. Doch was genau ist eigentlich ein Exzellenzcluster? Warum werden solche Forschungsverbünde über viele Jahre hinweg gefördert, und was macht sie für die Wissenschaft so besonders? Jan und Susanne geben Einblicke in die Strukturen, Ziele und Herausforderungen großer interdisziplinärer Forschungsprojekte – von der Erforschung menschlicher Vergangenheit bis hin zur Entwicklung individualisierter Therapien für chronische Entzündungserkrankungen. Außerdem geht es um Citizen Science, Patient*innenenkommunikation, kreative Wissenschaftsvermittlung und die Frage, wie viel Freiraum Wissenschaftskommunikator*innen eigentlich haben, um neue Ideen und Formate zu entwickeln. Eine Folge über Spitzenforschung, interdisziplinäre Zusammenarbeit und die Herausforderung, komplexe Wissenschaft für unterschiedliche Menschen zugänglich zu machen.

  6. Jun 16

    #49 Jan Steffen & Dr.‘in Susanne Landis: Was gute Wissenschaftskommunikation wirklich ausmacht

    Wissenschaftskommunikation soll Forschung sichtbar machen, Vertrauen schaffen, Menschen erreichen, Nachwuchs gewinnen und gesellschaftlichen Dialog ermöglichen. Aber wer übernimmt diese Aufgabe eigentlich? Die Forschenden selbst? Journalist*innen? Kommunikationsprofis? Oder alle gemeinsam? In unserer ersten Spezial-Folge des Jahres sprechen wir mit zwei Menschen, die Wissenschaftskommunikation täglich gestalten: Jan Steffen vom Exzellenzcluster ROOTS und Dr.‘in Susanne Landis vom Exzellenzcluster PMI (Precision Medicine in Chronic Inflammation). Gemeinsam diskutieren wir eine Frage, die überraschend schwer zu beantworten ist: Was verstehen wir überhaupt unter Wissenschaftskommunikation? Geht es darum, Forschungsergebnisse verständlich zu erklären? Oder darum, sichtbar zu machen, wie Wissenschaft funktioniert – mit Unsicherheiten, Diskussionen und manchmal auch Irrtümern? Jan und Susanne erzählen von ihren eigenen Wegen in die Wissenschaftskommunikation und zeigen, wie unterschiedlich die Perspektiven auf dieses Berufsfeld sein können. Dabei sprechen wir über die Zusammenarbeit zwischen Forschenden und Kommunikationsprofis, über Pressemitteilungen, Schulprojekte, Social Media und die Herausforderung, komplexe Inhalte verständlich zu machen, ohne sie zu vereinfachen. Außerdem werfen wir einen Blick auf die Zukunft: Warum wird Wissenschaftskommunikation in Forschungsanträgen immer wichtiger? Welche Erwartungen werden an Wissenschaftler*innen gestellt? Und warum braucht gute Wissenschaftskommunikation oft deutlich mehr Zeit, Expertise und Ressourcen, als von außen sichtbar wird? Eine Folge über Kommunikation als Übersetzungsarbeit, über unterschiedliche Blickwinkel auf Wissenschaft – und über die Frage, warum Forschung nicht erst dann relevant wird, wenn ein Paper veröffentlicht ist. Shownotes: Wissenschaftskommunikation am Graduiertenzentrum: https://www.gz.uni-kiel.de/de/young-scientist-in-society/wissenschaftskommunikation https://bsky.app/profile/gcscicom.bsky.social Zu Gast: Dr.‘in Susanne Landis: https://www.precisionmedicine.de/ https://www.precisionmedicine.de/de/personen/landis-susanne-74287 https://www.linkedin.com/in/susanne-landis-75446a87/ Jan Steffen: https://www.uni-kiel.de/de/person/steffen-jan-56535 https://www.uni-kiel.de/de/cluster-roots https://www.linkedin.com/in/jan-steffen-b51b58244/ Science Theater: https://www.graduiertenzentrum.uni-kiel.de/de/science-dialog/science-theater Kieler Forschungswerkstatt: https://www.forschungs-werkstatt.de Rent a Scientist: https://www.rent-a-scientist.org Leitlinien zur guten Wissenschaftskommunikation: https://www.wissenschaft-im-dialog.de/projekte/leitlinien-zur-guten-wissenschafts-pr/ Science Show: https://www.scienceshow.uni-kiel.de/de/herzlich-willkommen Produktion: livin studios: https://livinstudios.de

  7. Apr 24

    #48 Dilâra Yilmaz: Wissenschaft für alle? Warum Zugang nicht immer selbstverständlich ist

    Wie in jeder zweiten Folge von Let’s talk SCIENCE! steht auch diesmal die Wissenschaftskommunikation im Mittelpunkt – gemeinsam mit Dilâra Yilmaz. Ausgehend von ihren Erfahrungen im Zertifikatsprogramm an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel spricht Dilâra darüber, wie vielfältig Wissenschaftskommunikation in der Praxis aussehen kann: von Workshops zu Storytelling und Stimme bis hin zu eigenen Formaten wie Lesungen, Veranstaltungen oder Podcasts. Doch schnell wird klar: Es geht um mehr als Formate. Im Zentrum steht die Frage, wer überhaupt Zugang zu wissenschaftlichem Wissen hat – und wer nicht. Dilâra macht deutlich, dass Wissenschaftskommunikation oft schon im Alltag beginnt: in Gesprächen mit Familie, Freund*innen oder Menschen, die keinen direkten Bezug zur Universität haben. Gleichzeitig zeigt sie, wie stark Sprache, Bildungswege und soziale Herkunft darüber entscheiden, ob sich Menschen angesprochen fühlen oder ausgeschlossen bleiben. Die Folge wirft auch einen kritischen Blick auf bestehende Strukturen: Warum wird Wissenschaftskommunikation häufig aus einer stark naturwissenschaftlich geprägten Perspektive gedacht? Warum stehen Ergebnisse im Vordergrund – und nicht der Weg dorthin? Und wie kann Kommunikation gelingen, wenn Forschung nicht in einfache „Erfolgsgeschichten“ passt? Gemeinsam diskutieren wir Chancen und Grenzen unterschiedlicher Formate – von klassischen Veranstaltungen bis hin zu Social Media – und sprechen über Herausforderungen wie Zeit, Sichtbarkeit und den Umgang mit öffentlicher Resonanz. Am Ende bleibt eine zentrale Erkenntnis: Wissenschaftskommunikation ist keine Einbahnstraße. Sie lebt vom Austausch – und davon, zuzuhören, welche Fragen überhaupt gestellt werden.

  8. Apr 10

    #47 Dilâra Yilmaz: Zwischen Text und Kontext – Wie Literaturwissenschaft heute forscht

    In der zweiten Doppelfolge von Let’s talk SCIENCE! tauchen wir ein in die Welt der Geisteswissenschaften – und zeigen, wie vielfältig Promotion jenseits von Labor und Experiment aussehen kann. Zu Gast ist Dilâra Yilmaz, Doktorandin der englischen Literaturwissenschaft an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Dilâra nimmt uns mit auf ihren ganz persönlichen Weg in die Forschung – einen Weg, der alles andere als vorgezeichnet war. Aus einem nicht-akademischen Umfeld kommend, entdeckt sie im Studium ihre Begeisterung für wissenschaftliches Arbeiten und entscheidet sich schließlich, den Schritt in die Promotion zu wagen – trotz Unsicherheiten und struktureller Herausforderungen im Wissenschaftssystem. Im Mittelpunkt der Folge steht ihre Forschung an der Schnittstelle von Literatur und Gesellschaft: Warum sind bestimmte Autorinnen besonders erfolgreich? Welche Rolle spielen Förderstrukturen, Netzwerke und kulturelle Kontexte? Und was passiert eigentlich „rund um den Text“, wenn Literatur entsteht, vermarktet und gelesen wird? Dabei wird schnell klar: Forschung in den Geisteswissenschaften ist weit mehr als Lesen und Schreiben. Dilâra berichtet von umfangreicher Datenerhebung, internationalen Forschungsreisen, Interviews mit Autorinnen, Verlagen und Institutionen – und von der Herausforderung, sich Methoden, Strukturen und Netzwerke oft eigenständig zu erarbeiten. Gleichzeitig sprechen wir über zentrale Fragen der Promotion: Wie viel Freiheit braucht Forschung? Wann wird Selbstständigkeit zur Belastung? Und welche Rolle spielen Austausch, Betreuung und wissenschaftliche Community? Diese Folge zeigt eindrücklich, wie vielfältig wissenschaftliche Wege sein können – und dass gute Forschung nicht nur im Labor entsteht, sondern auch dort, wo Texte, Gesellschaft und persönliche Perspektiven aufeinandertreffen.

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Unser Podcast „Let‘s talk SCIENCE!“ beschäftigt sich mit Forschung und der Kommunikation darüber. Unsere Gäste sind Forschende, die ihre wissenschaftlichen Ergebnisse normalerweise auf der Bühne der Science Show mit der Öffentlichkeit teilen. Außerdem begrüßen wir Alumni des Zertifikatsprogramms Wissenschaftskommunikation des Graduiertenzentrums der CAU und darüber hinaus Expertinnen und Experten rund um das Thema Wissenschaftskommunikation, auch von außerhalb der Kieler Universität. Sie alle haben eines gemeinsam: Sie teilen und diskutieren mit uns ihre Einblicke und Gedanken.