IT Skunk Works - ITAM and More

Jan Hachenberger

Der Podcast „ITAM and More“ bietet persönliche Einblicke in zentrale Themen der IT-Welt – von IT-Strategie und Architektur über Security bis hin zu Asset Management. Als privates Projekt ohne kommerzielle Ausrichtung reflektiert der Podcast reale Erfahrungen aus der Praxis eines CIOs und beleuchtet dabei sowohl operative Herausforderungen als auch strategische Perspektiven. 🎙️ Was erwartet dich? „Tagebuch eines CIOs – Report from the Trenches“: Ehrliche Erfahrungsberichte aus dem IT-Alltag, etwa zu Demand-Management, Dienstleisterwechseln oder der Einführung neuer IT-Systeme.Deep Dives und Experten Gespräche zu aktuellen Themen: Diskussionen über Trends wie Agentic AI oder Herausforderungen in Bereichen wie Data Governance, Enterprise Architkektur und FinOps.🚀 Warum „ITAM and More“? Der Podcast richtet sich an IT-Entscheider:innen, Architekt:innen, Strateg:innen und alle, die IT nicht nur verwalten, sondern gestalten wollen. Inspiriert von der Philosophie der „Skunk Works“ – maximale Autonomie, minimale Bürokratie – steht der Podcast für einen offenen Austausch über die Zukunft der IT. Über diesen privaten Podcast-Kanal teile ich meine persönlichen Einblicke in verschiedenste IT Bereiche wie IT Strategie, Architektur, Security und Asset Management. Die Inhalte stellen meine persönlichen Ansichten dar und sollten nicht als allgemeingültige, belastbare Aussagen verstanden werden. IT-SKUNK-WORKS ist eine inoffizielle "Interessengruppe", in der Ideen zur Zukunft von IT frei ausgetauscht werden. Aus offensichtlichen Gründen verweise ich auf Skunk Works, als Pseudonym für das Advanced Development Program von Lockheed Martin. Diese Organisation hat mit ihren Innovationen die Luftfahrtindustrie maßgeblich geprägt. Grundlage dafür war ein Maximum an Autonomie und ein Minimum an Bürokratie. Kreative Köpfe lassen sich nicht "einsperren" ... Jan Hachenberger

  1. Sep 24

    The IT Singularity - Nachlese zum Forrester Technology & Innovation Forum

    In dieser Folge aus „The Life of a CIO, a Report from the Trenches" 🎙️ geht es um einen Begriff, den ich letzte Woche in Austin überall auf Postern gelesen habe: „Singularity". Und genau deshalb beginnt diese Folge nicht mit IT, sondern mit einem schwarzen Loch. 🤔 Eine Singularität ist der Ort, an dem eine Masse so stark verdichtet ist, dass die bekannten Gesetze der Physik aufhören zu gelten. Forrester überträgt genau dieses Bild auf unsere Disziplin, und die These sitzt: Die vertrauten Bewertungsmodelle der IT greifen nicht mehr. Die Rechnung „eins plus eins gleich zwei", nach der du entscheidest, was du einsetzt und wie lange du planst, wackelt. Der Katalysator heißt KI. 😬 Und das wird konkret. Warum locken dich Anbieter wie SAP plötzlich so gern in Sieben-Jahres-Verträge? Weil die Exklusivität der Kernsysteme erodiert: Workflows, Reporting, Integration wandern aus dem Core an den Edge, und selbst die Business-Logik verliert ihre Alleinstellung, weil KI sie auslesen und nachbauen kann. Ein langer Vertrag wird so schnell zur Entscheidung, die du in zwei Jahren bereust. Dazu die Frage, die jeden Wirtschaftsprüfer nervös macht: Wenn ein KI-Agent die Reihenfolge eines Prozesses selbst bestimmt, ist dann noch nachweisbar, wo der Human in the Loop war? ⚙️ Denk Infrastruktur und Security zu Ende: Ein KI-Agent erkennt, bewertet und behebt Probleme selbst, vorausschauend, ohne dass ein Mensch eingreift. Der klassische Systemadministrator? That's a thing of the past. Bleibt die unbequeme Frage: Was macht die IT dann eigentlich noch? 🧠 Kernbotschaft: Der Maschinenraum lässt sich fast vollständig automatisieren, deine Relevanz nicht. Die neue Rolle der IT liegt im perfekten Fit zwischen dem, was Technologie kann, und dem, was dein Unternehmen wirklich braucht. Wer diesen Schritt verpasst, überlässt die Entscheidung irgendwann dem CFO. Make or buy. In dem Fall: bye. 🚀

    The IT Singularity - Nachlese zum Forrester Technology & Innovation Forum
  2. Sep 14

    Bau das Haus – warum die IT der Zukunft eine Finanzierung braucht, kein Sparbuch

    In dieser Folge von „IT Asset Management and More" 🎙️ geht es um die Frage, warum Unternehmen bei der IT-Transformation aufs Ersparte warten, während sie Häuser, Maschinen und Fahrzeuge ganz selbstverständlich finanzieren. Und genau deshalb beginnt diese Folge nicht mit IT – sondern mit einem Haus. 🤔 Stell dir vor, du könntest heute einfach eins kaufen. Koffer voll Bargeld, zack, meins. Können die wenigsten – und trotzdem wohnen wir nicht ewig im Provisorium. Wir gehen zur Bank, vereinbaren Zins und Tilgung und ziehen ein, lange bevor das Geld zusammengespart wäre. Genau vor dieser Frage steht auch deine IT. Nur geht dort niemand zur Bank. 😬 Dabei ist der Wunschzettel endlos: Legacy ablösen, modernisieren, KI einführen. Mit dem klassischen 80/20-Split zwischen Run und Build löst du diesen Innovationsstau nie auf. In der Folge: wie aus dieser Budget-Frustration unsere Lösung IT Simulate entstanden ist – und ein reales Projekt, in dem ein Unternehmen eine Investition vom Dreifachen seines Build-Budgets kurzerhand über eine Leasinggesellschaft finanziert hat. ⚙️ Kernbotschaft: „Wenn wir genug Geld hätten, wüsste ich, was zu tun ist" ist keine Strategie – die Cost of No Decision läuft jeden Tag weiter. Wenn Business Case und Finanzierung zusammenkommen, schlüsselfertig wie beim Hausbau, bleibt nur eine Frage: Was hindert dich noch? Let's go – bau das Haus. 🚀

    Bau das Haus – warum die IT der Zukunft eine Finanzierung braucht, kein Sparbuch
  3. Sep 5

    Technische Schulden – Die Rechnung, die ihr euch selbst geschrieben habt

    In dieser Folge aus „The Life of a CIO, a Report from the Trenches" 🎙️ geht es um ein Thema, das jeder kennt und kaum jemand offen anspricht: technische Schulden. Die Rechnung, die du dir selbst geschrieben hast, und die vielleicht wichtigste Karrierefrage deiner Rolle: Wie erklärst du sie deinem Vorstand, bevor es jemand anderes tut? 🤔 Stell dir eine Vorstandssitzung vor. Der Vertriebsvorstand hat einen winzigen Wunsch: Auf der Bestellbestätigung soll künftig das Lieferdatum stehen. Ein Feld, ein Datum. Deine Antwort: „Das dauert neun Monate und kostet einen mittleren sechsstelligen Betrag." Du kennst den Blick, der jetzt kommt. Es ist nicht Wut. Es ist der Moment, in dem jemand innerlich beschließt, dass mit deiner IT etwas Grundsätzliches nicht stimmt. Und das Bittere: Du kannst es nicht erklären. 😬 Diese Folge schließt an Make or Buy an. Denn jeder Eigenbau ist ein Tamagotchi, das gefüttert werden will. Was passiert, wenn das Füttern über Jahre ausfällt? Ich erkläre den Unterschied zwischen bewussten Schulden (Hypothek mit Plan) und schleichenden Schulden (nie entschieden, einfach passiert), warum technische Schulden mehr sind als Code (Altsysteme, Wissensmonopole, vergessene Verträge und Lizenzen) und warum niemand darüber spricht: keine Bilanzposition, falsche Incentives, und das unbequeme Vererbungsprinzip von CIO zu CIO. 🧾 Dazu die vier Verkleidungen, in denen sich die Zinsen tarnen, das Schuldenregister in der Sprache des Vorstands (Geld, Zeit, Risiko), die Übersetzungshilfe „Instandhaltungsstau" für die Industrie und drei Tilgungsregeln aus der Praxis: feste Quote statt Großprojekt, tilgen wo du ohnehin baust, und der Mut, manche Systeme sterben zu lassen. ⚙️ Kernbotschaft: Deine Schulden werden präsentiert werden, so oder so. Von dir, von einem Berater oder von einem Ausfall nachts um zwei mit Pressemeldung. Nur bei der ersten Variante behältst du die Kontrolle. 🚀

    Technische Schulden – Die Rechnung, die ihr euch selbst geschrieben habt
  4. Aug 13

    Post Merger Integration - Ein Erfahrungsbericht

    In dieser Folge aus „The Life of a CIO, a Report from the Trenches" 🎙️ geht es um eine der anspruchsvollsten Aufgaben überhaupt: Wie führt man zwei Unternehmen so zusammen, dass man die alten Grenzen nicht mehr erkennt?Weder als Mitarbeiter, noch als Kunde, noch als Partner. Stell dir vor, du bekommst genau diese Aufgabe. Wo würdest du anfangen? Diese Episode ist Teil eins einer Miniserie und legt das Fundament: Warum führt man Unternehmen überhaupt zusammen? Größe, Resilienz, breiteres Sortiment, Marktzugang und natürlich Synergien. Aber genau bei den Synergien wird es tückisch. Wo früher zweimal zwanzig Leute im Personalbereich saßen, sollen es plötzlich dreißig sein. Und dann kommt die eigentliche Arbeit: Prozesse nebeneinanderlegen und ehrlich bewerten. Wo gibt es Doppelungen? Wo fehlte uns immer etwas, das die andere Seite mitbringt? Und wo biegt der eine links und der andere rechts ab, obwohl beide ans selbe Ziel wollen? Ich zeige, wie viele Fragen wirklich an so einer Integration hängen, und warum die Antworten selten trivial sind. 🧩 Der Bogen aus der letzten Folge spannt sich weiter: Auch bei der Fusion gilt Core und Context. Wo unterscheidest du dich vom Wettbewerb, und wo reicht Standard? Und hinter allem stehen Menschen, Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter, die man mitnehmen muss. ⚙️ Kernbotschaft: Eine Post-Merger-Integration entscheidet sich, lange bevor die IT-Systeme angefasst werden. Sie beginnt im Kopf, mit der Erwartung, welches Bild am Ende entstehen soll. Und sie gelingt nur mit möglichst viel Wissen über Menschen, Prozesse und die Technologie dahinter. 🚀

    Post Merger Integration - Ein Erfahrungsbericht
  5. Aug 9

    Make or Buy. Warum du wahrscheinlich die falsche Frage stellst

    In dieser Folge aus „The Life of a CIO, a Report from the Trenches" 🎙️ geht es um eine Entscheidung, die öfter auf deinem Tisch liegt als jede Architekturfrage und trotzdem selten die Aufmerksamkeit bekommt, die sie verdient. Make or Buy. Selbst entwickeln oder einkaufen? 🤔 Stell dir zwei Unternehmen vor, gleiche Branche, gleiche Größe, gleiches Problem. Das eine baut selbst, das andere kauft ein. Fünf Jahre später sitzen beide CIOs auf einer Konferenzbühne und sagen denselben Satz: „Würde ich es nochmal entscheiden, würde ich es andersherum machen." Beide haben sich geirrt. Aber nicht, weil sie die falsche Option gewählt haben, sondern weil sie die falsche Frage gestellt haben. 🎯 Denn Make or Buy ist fast nie eine technische Entscheidung, auch wenn im Meeting alle so tun. Der Entwickler will bauen, weil Bauen Spaß macht. Der Architekt misstraut Standardsoftware aus Prinzip. Der Einkauf will kaufen, weil er Angebote vergleichen kann. Der CFO schaut auf zwei Preisschilder. Und alle verkleiden ihre Eigeninteressen als Sachargument. „Wir sind doch IT-Experten" und „Wir sind doch kein Softwarehaus" sind keine Argumente. Es sind Identitätsaussagen. ⚙️ Mit vier Fragen, die wirklich zählen, der entscheidenden Unterscheidung zwischen Core und Kontext, drei echten Praxisbeispielen (vom Maßanzug, der zur Zwangsjacke wurde, bis zum teuersten aller Wege: Standard kaufen und totkonfigurieren) und einer Warnung vor der KI-Falle: Vibe Coding senkt die Kosten der ersten Version, nicht die von Wartung, Sicherheit und Verantwortung. 🧠 Kernbotschaft: Die Antwort auf Make or Buy lautet fast nie Make oder Buy. Sie lautet Make und Buy. Die Grenze verläuft nicht zwischen den Optionen, sondern mitten durch deine IT-Landschaft: Core oder Kontext, Differenzierung oder Commodity. 🚀

    Make or Buy. Warum du wahrscheinlich die falsche Frage stellst
  6. Jul 19

    Meine Daten gehören mir. Warum Exit-Fähigkeit in jeden SaaS-Vertrag gehört

    In dieser On-the-Road-Episode auf dem Weg nach Frankreich 🚗🎙️ wird es ausnahmsweise mal laut: eine neue Folge aus „The Life of a CIO, a Report from the Trenches" über ein Thema, bei dem ich mich ehrlich gesagt maximal aufrege. Eure Daten gehören euch. Oder etwa doch nicht? 😤 Kein Datenschutz-Vortrag, keine Security-Diskussion. Es geht um etwas viel Grundsätzlicheres: Wenn du eine SaaS-Lösung nutzt und dort kritische Unternehmensdaten liegen, kommst du dann eigentlich auch wieder heraus? Vollständig, strukturiert, revisionssicher, so dass ein Wirtschaftsprüfer damit arbeiten kann? 🔑 Bei uns bei der KWC Professional stand genau diese Frage an, nach dem Verkauf der KWC Home und dem Auslaufen des Transitional Service Agreements. Das Ergebnis war ernüchternd: Es gibt in der SAP Public Cloud keinen definierten Prozess dafür. Weder SAP selbst noch die empfohlenen Dienstleister konnten eine belastbare Antwort geben. Die Rechnung, die wir aufgemacht haben: rund 20 Tage Systemlaufzeit für vier bis fünf Jahre Daten. Und heraus kommen dutzende Flatfiles ohne Verknüpfungslogik, mit denen kein Auditor etwas anfangen kann. 📉 Kernbotschaft: Wenn kritische Unternehmensdaten in einer SaaS-Lösung liegen, lass dir vertraglich zusichern, dass du sie jederzeit vollständig und in dem von dir gewählten Format zurückbekommst. Ohne Wenn und Aber. Ich unterschreibe keinen Vertrag mehr für ein Kernsystem, in dem diese Regelung fehlt. 🚀

    Meine Daten gehören mir. Warum Exit-Fähigkeit in jeden SaaS-Vertrag gehört
  7. Jul 17

    Process versus Progress. Vom Gefängnis der Routine zur Readiness für Veränderung

    In dieser On-the-Road-Episode auf dem Weg zurück ins Homeoffice 🚗🎙️ wird es wieder philosophisch: eine neue Folge aus „The Life of a CIO, a Report from the Trenches" über ein Spannungsfeld, das mir in fast jedem Projekt begegnet. Process versus Progress. Ein Satz, den ich neulich von Kamala Harris gehört habe, gefragt danach, was eigentlich Fortschritt verhindert. 🤔 Kein politisches Thema hier, aber ein hochspannender Gedanke. Denn wir Menschen lieben Routinen. Sie strukturieren unseren Tag, sie sind Risikovermeider, wir wissen: gleicher Input, gleicher Output. Und genau diese Liebe zur Routine wird zum Problem, wenn plötzlich ein Kernsystem ausgetauscht werden soll und alle nur noch in Schema F denken. „So steht das aber im Handbuch. So haben wir das immer gemacht." Der Prozess ist dann so hart in die DNA des Unternehmens gecodet, dass jede Veränderung auf Widerstand trifft. 🧬 Mein Plädoyer: Stabilität hat ihre Zeit. Nach jeder großen Einführung muss sich der Staub setzen, sonst siehst du nicht, wohin du reitest. Aber wer nur noch verwaltet, verliert die Readiness für den nächsten großen Sprung. Wie du diese Grundfitness für Veränderung erhältst, ohne dass die Leute im Dornröschenschlaf versinken, darum geht es heute. 🏃 Mit Praxiseinblicken aus meinem CDIO-Alltag bei der KWC Professional: warum wir unsere Key-User zuerst mit News versorgen, warum Zielkonflikte zwischen Umsatz und Transformation echte Killer sind und warum Angst der schlechteste aller Motivatoren ist. Plus ein kleiner Teaser: Mein zweiter Roman ist im finalen Review und kommt im Oktober. ☕📖 Kernbotschaft: Ein Unternehmen in Bewegung zu bringen, kostet Energie. Nichts bewegt sich von allein. Die Frage ist nur, ob dein Antrieb Angst ist oder die Lust auf etwas Besseres. 🚀

    Process versus Progress. Vom Gefängnis der Routine zur Readiness für Veränderung

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