Back to the Future of AI

Alexander Thamm

Steigt ein in den DeLorean! Wir werfen den Fluxkompensator an und reisen mit euch zurück in die Zukunft der KI. Künstliche Intelligenz ist dabei, die Welt zu verändern. In meinem Podcast gehen wir auf Zeitreise und tauchen ein in das spannende Universum von Daten und KI. Die Geschwindigkeit, mit der sich Technologien entwickeln, ist atemberaubend und ich bin überzeugt: nach dem Internet ist KI die nächste Technologie, die unsere Welt verändern wird. Wir wollen einen Blick hinter die blendenden Kulissen von Hypes und Buzzwords werfen und diskutieren mit hochkarätigen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von KI. Über 1.500 KI-Projekte durfte ich selbst begleiten und spreche mit Menschen, die KI auch wirklich einsetzen – ein wenig Nerd-Talk ist natürlich auch mit dabei 😉 Welche konkreten Anwendungsmöglichkeiten existieren schon heute? Wohin kann uns die Reise morgen führen und wie kann Europa zu den USA und China aufschließen? Und warum müssen wir keine Angst vor Skynet und dem Terminator haben? Die Antworten auf diese und viele weitere spannende Fragen bekommt ihr in „Back to the Future of AI“ – wir hören uns!

  1. Aug 3

    KI-Transformation im Mittelstand mit Felix Schlenther – Founder @ AI FIRST | Ep. 34

    In dieser Folge von Back to the Future of AI spricht Alexander Thamm mit Felix Schlenther über seinen Weg aus der Berliner Software- und Startup-Welt hin zum Unternehmer und Experten für AI Enablement. Felix schildert, wie er während des Turnarounds eines insolventen Softwareunternehmens erstmals systematisch generative KI einsetzte, um mit einem deutlich verkleinerten Team weiterhin produktiv und wettbewerbsfähig zu bleiben. Er beschreibt, wie LLMs und erste KI-Werkzeuge in Kundenservice, Vertrieb, Marketing, Softwareentwicklung und Produktentwicklung integriert wurden. Die Erfahrungen aus dieser intensiven Transformationsphase zeigten ihm, dass KI nicht nur einzelne Aufgaben beschleunigen kann, sondern Menschen dazu befähigt, mehr Verantwortung zu übernehmen und ihre Fähigkeiten mit größerer Wirkung einzusetzen. Ein Schwerpunkt des Gesprächs liegt auf der Frage, wie mittelständische Unternehmen KI erfolgreich in die Organisation bringen können. Felix erläutert ein mehrstufiges Vorgehen: Zunächst müssen Mitarbeitende KI für ihre individuelle Produktivität nutzen lernen. Anschließend können dezentrale Teams kleinere Anwendungsfälle umsetzen, bevor komplexere Prozesse systematisch analysiert, neu gestaltet und durch spezialisierte Daten- und KI-Teams automatisiert werden. Dabei betont er, dass erfolgreiche KI-Transformation weniger von einzelnen Modellen oder kurzfristigen Technologietrends abhängt als von sauber dokumentierten Prozessen, verfügbaren Daten und einer zugänglichen Systemlandschaft. Ebenso entscheidend sind Führungskräfte, die KI selbst anwenden, klare Ziele setzen und Verantwortliche mit einem starken Mandat ausstatten. Darüber hinaus gibt Felix Einblicke in das eigene KI-Betriebssystem seines Unternehmens. Statt isolierte Agenten mit festen Rollen aufzubauen, versteht er KI-Agenten als flexible Ausführungsebene, die auf Prozesse, Daten, Regeln und Systeme zugreifen kann. Insgesamt macht das Gespräch deutlich, dass die Technologie für produktive Anwendungen längst bereit ist – der entscheidende Engpass liegt heute in der Fähigkeit von Unternehmen, ihre Organisation konsequent zu verändern.

  2. 12/15/2025

    KI zwischen Punk und Perfektion - mit Florian Dohmann - Founder @ Birds on Mars | Ep. 33

    In dieser Folge von Back to the Future of AI begrüßt Alexander Thamm, Gründer und CEO der [at], Florian Dohmann, Mitgründer und Chief Creative von Birds on Mars. Birds on Mars ist einer mittelständischen KI-Beratung, die an der Schnittstelle von Mensch, Maschine und Organisationsidentität arbeitet. Dohmann erzählt, wie er von frühen Big-Data-Projekten bei IBM zum Pionier kreativer und organisatorischer KI-Anwendungen wurde. Er zeigt, warum KI für ihn nur dann Sinn ergibt, wenn sie nicht nur technisch, sondern auch kulturell und strategisch in Unternehmen verankert ist und echten Nutzen stiftet. Ein besonderes Highlight sind seine frühen Experimente mit generativer KI. Dazu gehört die erste „Künstlich Intelligente Muse“ für den Künstler Roman Lipski, entstanden lange bevor Generative KI im Mainstream ankam. Das Projekt brachte ihn bis ins Nationalmuseum China und sogar auf eine Bühne mit Google-CEO Sundar Pichai. Es steht exemplarisch für KI als Inspirationsquelle, nicht als reine Automatisierung. Außerdem betont er, dass verantwortungsvolle KI weit mehr umfasst als Ethik und Bias. Es geht um Wirkung, um Menschen in der Verantwortung, um Wandel und um echte Befähigung von Organisationen. Gleichzeitig sieht er in Agentic AI ein neues Architekturmuster, das digitale Lösungen ermöglicht, die zuvor undenkbar waren. Birds on Mars bewegt sich dabei bewusst „zwischen Punk und Perfektion“: kreativ, mutig und dennoch klar auf Wirkung ausgerichtet. Am Ende entsteht das Bild einer Technologie, die dann transformativ wirkt, wenn Technik, Organisation, Kultur und Verantwortung zusammenkommen. Insgesamt zeichnet Dohmann ein Bild von KI als transformative Basistechnologie, deren wahre Wirkung erst entsteht, wenn Technik, Organisation, Kultur und Verantwortung zusammengedacht werden.

  3. 07/21/2025

    Unlocking Business Value Beyond the AI Buzz - with Stephen Brobst - CTO @ Ab Initio | Ep. 30

    In this episode of Back to the Future of AI, Alexander Thamm, founder and CEO of Alexander Thamm [at] welcomes Stephen Brobst, Chief Technology Officer at Ab Initio and previous longtime CTO of Teradata. Named one of the Top 5 CTOs in the U.S. by ExecRank, Stephen holds numerous patents and has authored hundreds of publications on data management and machine learning. He studied at MIT and Harvard, and served on President Obama’s PCAST advisory council, contributing to the U.S. big data strategy. Their discussion centers on how organizations can move beyond AI hype to create real business value. Stephen emphasizes that data is not valuable in itself; its true worth lies in enabling better, faster decisions. Rather than accumulating vast amounts of data without purpose, companies should treat data as a product, focusing on quality, context, and clear use cases. A critical differentiator in using AI effectively is metadata, which provides the necessary context to reduce hallucinations in generative models and improve overall accuracy. Stephen highlights that while everyone has access to the same AI algorithms, it is how organizations manage and curate their data and metadata that sets them apart. The conversation also explores the evolution from simple reporting to analysis, prediction, and now Generative AI (GenAI), emphasizing the need to start with business value and work backward rather than letting technology drive initiatives. Stephen argues against the “build it and they will come” mentality, advocating instead for clear use cases tied to ROI, continuous data quality improvements, and agile delivery. He also underscores the importance of small, diverse, interdisciplinary teams, noting that collaboration between technical and business stakeholders is key to success in data projects. Looking ahead, he argues, the future of AI will not rely on a single large language model but on a workforce of specialized AI Agents tailored to specific tasks, with an emphasis on using AI to augment human capabilities rather than replacing them. Ultimately, the discussion encourages organizations to move beyond chasing the latest trends and instead focus on how AI can transform their business models, improve decision-making, and deliver tangible value.

  4. 05/26/2025

    Vertical AI & Europäische Rahmenbedingungen - mit Stefan Winners - Founder & CEO @ Winners & Co. GmbH | Ep. 29

    In dieser Folge von Back to the Future of AI begrüßt Alexander Thamm, Gründer und CEO von Alexander Thamm [at], einen Gast, der die digitale Szene in Deutschland nicht nur kennt - sondern sie über viele Jahre sehr erfolgreich mitgestaltet hat. Stefan Winners war CEO von Tomorrow Focus, saß im Vorstand von Hubert Burda Media und hat Plattformen wie HolidayCheck, XING und chip.de groß gemacht.   Seit 2011 investiert er in Digital-, Technologie- und Green-Tech-Unternehmen in Deutschland und den USA – und bringt seine Erfahrung als Investor und Beirat in zahlreiche Firmen ein, darunter Giesecke & Devrient und CEPRES. Als Senior Advisor bei Lakestar begleitete er Europas ersten Tech-SPAC auf dem Weg an die Börse.   Heute berät er mit seiner Firma WINNERS & CO Unternehmen weltweit in digitalen und strategischen Fragen. Basierend auf jahrzehntelanger Erfahrung als Geschäftsführer, Aufsichtsrat und Investor ist Winners überzeugt: Europas beste Chance, im globalen KI-Wettlauf wettbewerbsfähig zu bleiben, liegt nicht darin, generische KI-Modelle wie in den USA nachzubauen – sondern im Fokus auf spezialisierte, vertikale Anwendungen. Besonders in Bereichen wie Gesundheit, Finanzen und Bildung sieht er großes Potenzial, wenn tiefes Fachwissen auf gezielte Innovation trifft – und das ganz ohne enormen Infrastrukturaufwand. Im Gespräch betont Winners, wie wichtig es ist, Unternehmen zu bauen, die nicht nur skalierbar, sondern auch langfristig tragfähig sind. Für ihn beruht nachhaltiger Erfolg auf klarer Differenzierung, exzellenter Führung und der Fähigkeit, auch unter Druck die richtigen Entscheidungen zu treffen. Er gibt ehrliche Einblicke, worauf er bei Start-ups achtet, warum er nicht in Ego-getriebene Gründer investiert und weshalb Empathie, Anpassungsfähigkeit und Umsetzungskompetenz wichtiger sind als Perfektion. Zugleich äußert Winners Kritik am regulatorischen Umfeld in Europa und den Hürden, die es für wachstumsstarke Innovation schafft. Anstelle von Überregulierung fordert er klügere Anreize – etwa steuerliche Vorteile für Startup-Investitionen –, um echtes Wachstum zu fördern. Seine Botschaft ist klar: Wenn Europa in der nächsten Welle technologischer Transformation eine Rolle spielen will, muss es seine Stärken gezielt ausbauen, Unternehmertum fördern und die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, damit KI-Innovationen auf eigenen Füßen gedeihen können.

  5. 03/17/2025

    Über die Bedeutung von Datenqualität - mit Daniel Krauss - Founder, CIO, CHRO @ Flix | Ep. 28

    In dieser neuen Folge von Back to the Future of AI spricht Alexander Thamm mit Daniel Krauss, Mitgründer und Chief Innovation Officer von FlixBus. Gemeinsam diskutieren sie über künstliche Intelligenz, digitale Transformation, Unternehmertum und die regulatorischen Herausforderungen in Europa. Daniel erzählt, wie seine Leidenschaft für Technologie und Wirtschaft Flix von Anfang an zu einer datengetriebenen Strategie geführt hat. Bereits früh setzte das Unternehmen auf Analysen, um Preise und Routen zu optimieren. Dabei betont er, dass nicht die Menge der Daten entscheidend ist, sondern deren Qualität und Relevanz für den praktischen Einsatz von KI. Ein zentrales Thema ist die vergleichsweise zögerliche Einführung von KI in Europa, während andere Regionen längst weiter sind. Daniel kritisiert, dass übermäßige Regulierung, wie der AI Act oder strenge Datenschutzvorgaben, Innovation ausbremsen – während Privatpersonen ihre Daten oft bedenkenlos an ausländische Tech-Konzerne weitergeben. Er plädiert für eine pragmatische, risikobasierte Regulierung, die Fortschritt ermöglicht, anstatt ihn zu behindern. Auch Führung in der digitalen Transformation wird thematisiert. Daniel hebt hervor, wie essenziell klare Kommunikation, Anpassungsfähigkeit und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Agilität und Struktur sind. Er erklärt, wie Flix eine Kultur des kontinuierlichen Lernens etabliert hat und gleichzeitig die Herausforderungen meistert, diese Denkweise in einem wachsenden Unternehmen beizubehalten. Zum Abschluss teilt Daniel seine Vision für Europa: mehr Integration, eine wettbewerbsfähige digitale Strategie und den gezielten Einsatz von KI, um Effizienz zu steigern, anstatt lediglich das Silicon-Valley-Modell zu kopieren. Für ihn ist KI ein mächtiges Werkzeug, das die richtigen Rahmenbedingungen braucht – nicht durch übermäßige Kontrolle eingeschränkt, sondern durch vorausschauende Politik gefördert.

  6. 03/11/2025

    KI in der Energiewirtschaft - mit Dr. Christian Essling - Global Head of Data & AI @ E.ON | Ep. 27

    In dieser neuen Folge von Back to the Future of AI spricht Alexander Thamm mit Dr. Christian Essling. Nach Stationen bei Burda und anderen Unternehmen wechselte Christian zu E.ON, wo er zunächst die Analytics-Abteilung leitete und nun als Global Head of Data & AI die gesamte Datenwertschöpfungskette verantwortet. Hier setzt er mit seinem Team Daten, Künstliche Intelligenz und Algorithmen ein, um Europas größten Energieversorger zu transformieren.   Alex und Christian sprechen über die zentrale Rolle von Daten und KI in der Energiewirtschaft und darüber, welche Chancen und Herausforderungen die digitale Transformation mit sich bringt. Christian erklärt, wie KI und Datenanalysen dazu beitragen, Stromnetze effizienter zu steuern, das Verhalten von Kunden besser vorherzusagen und Geschäftsprozesse zu optimieren. Besonders spannend wird es beim Thema Energiewende: Während früher stabile Verbrauchs- und Erzeugungsmuster die Norm waren, sorgen erneuerbare Energien und die zunehmende Elektrifizierung für immer mehr Unvorhersehbarkeiten. Hier kann KI einen entscheidenden Unterschied machen, indem sie hochkomplexe Optimierungsprobleme löst, die für klassische Computersysteme kaum zu bewältigen wären. Auch Europas Position im globalen KI-Wettlauf ist ein wichtiges Thema. Christian kritisiert die strenge Regulierung und die bürokratischen Hürden, die Innovationen bremsen, während Länder wie die USA oder China deutlich schneller vorankommen. Dennoch sieht er großes Potenzial für Europa – vorausgesetzt, es gelingt, Technologie, Regulierung und Geschäftsmodelle besser aufeinander abzustimmen. Ein weiteres heiß diskutiertes Thema ist der aktuelle Hype um Agentic AI. Christian bleibt skeptisch gegenüber überzogenen Erwartungen und betont, dass der wahre Mehrwert von KI nur dann entsteht, wenn sie gezielt für sinnvolle, messbare Anwendungsfälle eingesetzt wird. Ohne diesen Fokus droht ein erneuter „AI-Winter“, in dem nach hohen Investitionen ohne greifbare Erfolge die Skepsis gegenüber KI wieder zunimmt. Zum Abschluss richtet Christian einen deutlichen Appell an Unternehmen und Führungskräfte: KI sollte gezielt dort eingesetzt werden, wo sie echten Mehrwert schafft – sei es durch optimierte Nutzererfahrungen, effizientere Abläufe oder innovative Geschäftsmodelle.

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