Förderbande – ein Podcast der NRW-Stiftung

NRW-Stiftung / Marija Bakker und Cornelia Wegerhoff

Spannende Kulturstätten, sehenswerte Museen und Denkmäler, artenreiche Flora und Fauna und besondere Naturschutzgebiete – Nordrhein-Westfalen hat einiges zu bieten. In unserem Podcast „Förderbande“ fördern wir kleine wie große, wohlbekannte wie bisher verborgene Schätze zu Tage, die es von der Eifel bis zum Teutoburger Wald und vom Niederrhein bis zum Siegerland zu entdecken gibt. Gemeinsam mit wechselnden Gästen geben wir Einblicke in unsere Arbeit und werfen einen Blick hinter die Kulissen unserer Förderprojekte.

  1. Jul 9

    Folge 49: Nach der Flutkatastrophe 2021 - Engagiert statt resigniert

    Erst ist es „nur“ Regen, dann eine Katastrophe. Selbst kleinste Flüsse verwandeln sich im Juli 2021 in reißende Fluten: Im Ahrtal, aber auch in großen Teilen von Nordrhein-Westfalen. Menschen sterben, Existenzen werden vernichtet. Eine Schneise der Verwüstung zieht sich durch die betroffenen Gemeinde und Städte. Es herrschen Trauer und Entsetzen. Aber nach der Flut werden auch überall die Ärmel hochgekrempelt. Der Schlamm muss weg. „Wenn er antrocknet, wird er wie Beton“, sagt Gertrudis Symann aus Bad Münstereifel. Dort steht nach der Flut mit der historischen Altstadt auch das Schwanen-Apotheken-Museum mit seiner einzigartigen historischen Offizin mannshoch im Wasser. In Solingen wird unter anderem das Schleifermuseum Balkhauser Kotten überschwemmt, in Nettersheim auch die Biologische Station im Kreis Euskirchen. Es sind also dieses Mal gleich drei Beispiele, von denen wir euch erzählen: Bewegende Geschichten, aber auch ein toller Beleg dafür, was Menschen bewegen können, wenn sie in der Not zusammenhalten. Also nein, diese Förderbande-Folge ist keine durchgehend traurige Story, sondern super optimistisch! Auch die NRW-Stiftung unterstützt damals ihre betroffenen Partner in Vereinen und ehrenamtlichen Initiativen schnell und unbürokratisch mit einem Soforthilfeprogramm. Aber wir sind ehrlich: Fünf Jahre danach zeigt sich auch, dass nach der Flut neben Schaufeln, Schubkarren und Geld auch ziemlich viel Geduld gefragt war. Und dass die ehrenamtlichen Kräfte inzwischen noch mal gut Verstärkung gebrauchen könnten. Vielleicht ja euch? Host: Cornelia Wegerhoff Studiogast: Nicole Molinari, Vorsitzende des Kuratoriums Balkhauser Kotten e. V. In Bad Münstereifel: Gertrudis Symann, Sprecherin des Arbeitskreises Apothekenmuseum Günter Kirchner, Vorsitzender des Förderkreises für Denkmalpflege in der Stadt Bad Münstereifel e. V. In Nettersheim: Stefan Meisberger, wissenschaftlicher Leiter und Geschäftsführer der Biologischen Station im Kreis Euskirchen e. V. In Solingen: Ralf Hartkopf, Stellvertretender Vorsitzender Kuratorium Balkhauser Kotten e. V. Für die NRW-Stiftung: Stefan Ast, Geschäftsführer Produktion: Tizian Satlek, sounds fresh Tonstudio Das Schwanen-Apothekenmuseum in Bad Münstereifel ist wieder geöffnet! Freitag, Samstag, Sonntag, jeweils von 14 bis 17 Uhr Eintrittspreise: Erwachsene: 3 Euro, Kinder: 1 Euro Mehr Infos zum Balkhauser Kotten in Solingen: www.balkhauser-kotten.de Mehr Infos zur Arbeit der Biologischen Station im Kreis Euskirchen: www.biostationeuskirchen.de Mehr Infos zur NRW-Stiftung: www.nrw-stiftung.de

  2. Jun 11

    Folge 48: Archäologisches Freilichtmuseum Oerlinghausen – Packende Zeitreise

    Uiii-juiiii-juiiii-juiiiii! Als Karl Banghard bei uns im Studio zu Gast ist, kann er tatsächlich vorführen, wie es in der Steinzeit geklungen hat. Das müsst ihr euch anhören! In unserer neuen Förderbande-Folge dreht sich diesmal alles um die Vergangenheit. Wir besuchen das Archäologische Freilichtmuseum Oerlinghausen im Teutoburger Wald. Wir treffen wir Jäger und Sammler, eine echte Wikingerfamilie und den Mann, der einen „Knochenjob“ übernommen hat – auf überraschend kunstvolle Weise, wie sich zeigt. Und spätestens, wenn Jung und Alt in der Museumstasche den Feuerstein entdecken, springt echt der Funke über. Ehrenamtliche Kräfte mischen in Oerlinghausen auch ordentlich mit. Denn anders als sonst in Nordrhein-Westfalen üblich wird dieses Freilichtmuseum von einem Verein getragen. Eine Aufgabe mit historischer Verantwortung, denn das Archäologische Freilichtmuseum wurde 1936 als „Germanengehöft“ im Kontext nationalsozialistischer Propaganda gegründet. Sie vereinnahmte die Geschichte damals ideologisch. Das verklärte Bild vom „ewig kampfbereiten“ Germanen, der in blitzblanken, weiß getünchten Häusern lebte, ein vermeintliches Symbol der Reinheit, sei historisch schlichtweg falsch, stellt Museumsdirektor und Prähistoriker Karl Banghard klar. Und die Germanen hätten auch keine weiße Kleidung getragen, wie damals dargestellt. Sie hätten in ihren bunten Klamotten eher ausgesehen wie die „Fruchtzwerge“. Ideologien entlarven, Zeichen setzen und Geschichte auf wissenschaftlich fundierter Basis zum packenden Erlebnis machen – das unterstützt auch die NRW-Stiftung. Kommt mit auf Zeitreise! Host: Cornelia Wegerhoff Studiogast: Karl Banghard, Direktor des Archäologischen Freilichtmuseums Oerlinghausen Aus der Vergangenheit vor Ort: Das Wikinger-Paar Alexandra und Tristan (Living-History-Gruppe „Hvergelmir“) Aus der Gegenwart vor Ort: Dirk Becker, Vorsitzender des Vereins Archäologisches Freilichtmuseum Oerlinghausen e. V. Diana, Andreas, Bruno und Henry von der ehrenamtlichen Lehmbau-Gruppe Roman Mahr, Museumspädagoge Söhnke Raimann, Museums- und Archäotechniker NRW-Stiftung: Markus Roos, Abteilung Heimat- und Kulturpflege Ein besonderer Dank geht an die Besucherfamilie von Linda und Andre. Produktion: Arnold Kaup, sounds fresh Tonstudio Website des Archäologischen Freilichtmuseums Oerlinghausen: www.afm-oerlinghausen.de Das Freilichtmuseum ist von April bis Oktober geöffnet. Von November bis März sind nach Anmeldung Gruppenbesuche möglich. Literatur-Hinweis: Karl Banghard: Die wahre Geschichte der Germanen. Verlag Propyläen. Mehr Infos zur NRW-Stiftung: www.nrw-stiftung.de

  3. May 14

    Folge 47: Weißstörche im Kreis Minden-Lübbecke

    Die Geräuschkulisse in Petershagen im nordöstlichen Zipfel Nordrhein-Westfalens kann schon mal anders klingen als an anderen Orten. Man sollte sich auch nicht wundern, wenn plötzlich Gespräche verstummen und Leute fasziniert nach oben gucken. Auf etlichen Dächern oder in Baumkronen klappert es nämlich gehörig. Hier wohnt der Storch. Er baut sein Nest, paart sich, zieht die Jungen groß und stolziert durch die Gegend. Ganz familiär. Für Ortsansässige ist das der Normalfall. Anfang Mai 2026 liegt die Zahl der Storchenpaare bei 190 Paaren. Vor etwa 40 Jahren sieht die Welt ganz anders aus. Nur noch 3 Paare leben damals hier – und das sind die letzten in ganz Nordrhein-Westfalen. Darum gründet sich 1987 das „Aktionskomitee zur Rettung der Weißstörche im Kreis Minden-Lübbecke“. Und weil der Vogel vor allem Lebensraum braucht, sucht der Verein finanzkräftige Unterstützung und findet: die Nordrhein-Westfalen-Stiftung, die ja kurz selbst kurz zuvor, 1986, ihre Arbeit aufgenommen hat. Ein perfektes Match und der Beginn einer bis heute andauernden Freundschaft. Im Lauf der nächsten Jahre werden Nester flottgemacht, Vögel beringt und vor allem: etliche Flächen gekauft und in fruchtbares Grünland umgewandelt. „Wir haben dem Storch das Büffet gedeckt“, sagt Stefan Ast, Geschäftsführer der NRW-Stiftung. Dass sich daran nicht nur der Storch, sondern viele andere Arten satt essen und erholen können, ist dabei das erklärte Ziel. Trotzdem steht der Storch als Symbolfigur für das Projekt, denn er thront nicht nur hoch oben in den Horsten, er steht auch für eine lange Kulturgeschichte, die uns Menschen prägt. Eine beflügelnde Geschichte! Host: Marija Bakker Studiogast: Dr. Dr. Alfons Rolf Bense, Aktionskomitee Weißstörche im Kreis Minden-Lübbecke e. V. NRW-Stiftung: Stefan Ast, Geschäftsführer Vor Ort: Evelyn Hotze, Stabstelle Stadtmarketing Petershagen Lothar Meckling, Aktionskomitee Weißstörche Eberhard Holthöfer, Hermann Humcke, Fährverein Hävern - Windheim e. V. Andrea Humke, Hof Humke, Jössen Produktion Thilo Ruthmann-Schultheis, sounds fresh Weiterführende Links: https://www.nrw-stiftung.de - Infos/Kontakt Nordrhein-Westfalen-Stiftung, Antragsformulare, Ansprechpartner:innen https://stoerche-minden-luebbecke.de/home - Infos/Kontakt Aktionskomitee Weißstörche e.V. mit Link zur StorchenCam https://stoerche-minden-luebbecke.de/fileadmin/user_upload/sonstiges/Radwandern_Storchenroute_Petershagen.pdf - Flyer Storchenroute https://www.teutoburgerwald.de/natur/in-der-natur/tour/storchenroute-petershagen - Storchenroute als Fahrradtour https://www.komoot.com/de-de/smarttour/e72224622/storchenroute-von-petershagen-bis-schluesselburg-und-zurueck - Storchenroute komoot https://petrasolara.de/ - Infos und Fahrplan Weserfähre Petra Solara (Fährverein Hävern – Windheim e.v.) https://www.petershagen.de/Stadtmarketing/ Infos Stadtleben und Umgebung

  4. Apr 9

    Folge 46: B.C. Koekkoek-Haus in Kleve – ein Palais mit Grandezza

    Wie er ausgesprochen wird, das weiß der Kuckuck. Und in Kleve am Niederhein wissen es natürlich auch alle. Schließlich ist kein anderer Künstlername so eng mit der Stadt verbunden wie seiner: Barend Cornelis Koekkoek. Wenn Sie möchten, dürfen Sie auch B.C. sagen. Schon zu Lebzeiten (1803-1862) war der Niederländer ein Star, wurde als „Prinz der Landschaftsmalerei“ verehrt. Echte Könige waren seine Stammkunden. Und damals wie heute schwärmen die Menschen: In diese Gemälde möchte man am liebsten hineinlaufen. Machen wir!!! In dieser Förderbande-Folge spazieren wir durch die „Große Waldlandschaft“, ein Meisterwerk der Romantik, und wir besuchen das strahlend schöne B. C. Koekkoek-Haus. Es wurde zweieinhalb Jahre saniert und ist endlich wieder eröffnet. Wobei... der Begriff „Haus“ ist ziemlich untertrieben. Der Maler hat es auf dem Höhepunkt seiner Karriere in Kleve bauen lassen. Und schon auf den ersten Blick wird klar: Erfolg verleiht Flüüüüüügel. „Das Palais könnte in Florenz stehen. Das ist italienische Grandezza am Niederrhein“, schwärmt Stefan Ast, Geschäftsführer der NRW-Stiftung, seit 1997 Eigentümerin des einzigartigen Künstlerhauses. Die Nutzung wurde damals gleich an die Klever Bürgerinnen und Bürger weitergereicht, die sich ehrenamtlich im „Museum für Romantik“ engagieren. Beppi und Gerard zum Beispiel, Landsleute von B.C.Koekkoek, die die „niederländische Seele“ im Hause spüren lassen. Gezellig een dagje uit? Dann Koekkoek doch mal! Host: Cornelia Wegerhoff Studiogast: Ursula Geisselbrecht-Capecki, künstlerische Leiterin des B.C. Koekkoek-Hauses Im Koekkoek-Haus: Wilfried Röth, Vorstandsvorsitzender der „Freunde Klever Museen“ Beppi und Gerard van Kessel, ehrenamtliches Helferpaar Barend und Werner van Ackeren, Architekten NRW-Stiftung: Stefan Ast, Geschäftsführer Produktion: Erik Gierich, sounds fresh Tonstudio Website des Koekkoek-Hauses: https://www.koekkoek-haus.de Kurzfilm: „Romantik am Niederrhein - Das Museum B. C. Koekkoek-Haus in Kleve“: https://vimeo.com/1134190009 Literatur: Ursula Geisselbrecht, Guido de Wird: „B.C.Koekkoek-Haus – Kleve“ Aus der Reihe „Künstlerhäuser in NRW“, erschienen im Wienand-Verlag Mehr Infos zur NRW-Stiftung: https://www.nrw-stiftung.de

  5. Mar 12

    Folge 45: Fleuthkuhlen am Niederrhein: Heiligtum mit nassen Füßen

    Es ist eigentlich klar, dass die Eiszeit ihre Spuren im Land hinterlassen hat, aber dass sie uns mit einem quicklebendigen Hotspot der Artenvielfalt grüßt und dabei sogar zum einschneidenden Erlebnis werden kann, ist vielleicht doch überraschend. Kurzer geographischer und historischer Überblick: Wenn man die Orte Geldern, Kapellen und Issum am Niederrhein auf der Landkarte anguckt, ergeben sie ein Dreieck. Mittendrin schlängelt sich die Issumer Fleuth durchs Land, ein schmaler Fluss, der in „nacheiszeitlichen“ Rinnen fließt. Das heißt: hier hat der Rhein vor Urzeiten Wasser- und Steinmassen durchs Land geschoben und dabei ein Muster in der Landschaft hinterlassen. Im Lauf der Zeit sind darin Gewässer und Niedermoore entstanden und mit ihnen eine einmalige Tier- und Pflanzenwelt. Das, was davon heute noch übrig ist, sind die Fleuthkuhlen, Feuchtgebiete von ungeahnter Schönheit. Dass die nicht vertrocknen, ist wiederum der Issumer Fleuth zu verdanken, darum wird sie auch das Rückgrat der Region genannt. Durch intensive Landwirtschaft und Entwässerungen drohte dieses seltene System zu kippen und vermutlich wäre heute nicht mehr viel übrig, wenn nicht eine Gruppe engagierter Leute schon in den frühen 1990ern gesagt hätte: Hier ist Handlungsbedarf. Mit Hilfe der NRW-Stiftung werden Flächen gekauft und unter Schutz gestellt. Die Pflege dieser Flächen liegt beim Naturschutzzentrum Gelderland. Was das genau heißt, warum man bei der Arbeit auch ein Heiligtum mit nassen Füßen betritt und was dabei zum einschneidenden Erlebnis werden kann, das hören Sie in dieser Podcastfolge. Host: Marija Bakker Studiogast: Monika Hertel, NABU-Kreisverband Kleve NRW-Stiftung: Alexander Kappes, Abteilung Naturschutz Vor Ort: Stefan Wallney, Geschäftsführer NABU-Naturschutzzentrum Gelderland Michael Papenkort, ehrenamtlicher Mitarbeiter Produktion: Arnold Kaup, sounds fresh Weiterführende Links: https://www.nrw-stiftung.de Infos zur Nordrhein-Westfalen-Stiftung, Antragsformulare, Ansprechpartner:innen https://www.nrw.nabu.de/natur-und-landschaft/natur-erleben/einrichtungen/gelderland/index.html Infos und Kontakt NABU-Naturschutzzentrum Gelderland

  6. Feb 12

    Folge 44: Museum für Fotokopie für Mülheim an der Ruhr

    Kopiert haben die Menschen immer schon, aber noch nie waren sie darin so effizient, so schnell wie heute. In der digitalen Textverarbeitung sind es nur wenige Klicks um seitenweise zu duplizieren. Der Weg dahin war allerdings lang und wäre ohne die Erfindung der Fotokopie kaum möglich gewesen. Was viele nicht wissen: Eine wichtige Fotokopiertechnik kommt aus dem Rheinland und ist der Chemikerin Edith Weyde zu verdanken: die sogenannte Blitzkopie, oder auch Copyrapid. So dröge und technisch es erst einmal klingen mag – Kopierer haben die Welt verändert. Und zwar nicht nur die der Buchhaltung. Copyshops werden über viele Jahre zu einem Begegnungsort und in der Kunst entsteht ein neues Genre: die Copy-Art. Hier zeigt sich die spielerische, kreative Seite der Technikgeschichte. Im Museum für Fotokopie in Mülheim an der Ruhr lässt sich der Weg der Kopiertechnik und Copy Art nicht nur nachvollziehen, jede und jeder darf auch selbst an die historischen Geräte. Das Museum versteht sich als offene Werkstatt und das passt zum Gesamtsetting, denn es ist eingebettet in das soziokulturelle Kunsthaus „Macroscope e. V.“ Für die NRW-Stiftung ist der Ort wie eine Wundertüte, die echte Schätze bereithält. Darum hat sie gern den Museumsraum mitfinanziert. Also, Deckel hoch, Ohren auf, hier sind echte Kopier-Originale zu entdecken. Host: Marija Bakker Studiogast: Therese Schuleit, freie Kuratorin, Museum für Fotokopie NRW-Stiftung: Gregor Wessel, Heimat- und Kulturpflege Vor Ort: Klaus Urbons, Künstler und Museumsgründer Produktion: Tizian Satlek, sounds fresh Weitere Quellen: Youtube-Video MeyneXOne: https://www.youtube.com/shorts/J-EZRAc5kGg?feature=share WDR-Interview mit Edith Weyde, Sommer 1986, von Paul Patrick Nelles und Patrick Odijk. Weiterführende Links: https://www.nrw-stiftung.de Infos zur Nordrhein-Westfalen-Stiftung, Antragsformulare, Ansprechpartner:innen https://museum-fotokopie.de M.F.F. – Museum für Fotokopie – jeden Donnerstag 16:00-19:00 Uhr geöffnet, Kontaktmöglichkeiten für Führungen, Kopierführerschein etc. auf der Homepage https://www.makroscope.eu Makroscope – Webseite des soziokulturellen Kunsthauses

  7. Jan 8

    Folge 43: Dezentrales Stadtmuseum Warendorf: Der Blick hinter die Fassaden

    1980 in Warendorf: Etliche historische Häuser sind in desolatem Zustand. Kaum jemand interessiert sich für sie, also könnten die Gebäude aus dem 17. oder 18. Jahrhundert doch auch einfach weg? Platz schaffen für eine schöne breite Straße, damit der Autoverkehr gut fließt! Die Logik ist zeitgemäß, doch es regt sich Widerstand. Die Altstadtfreunde Warendorf treten auf den Plan und sorgen nicht nur für einen Sinneswandel in der Stadtgesellschaft, sie befreien auch wunderschöne Fachwerkfassaden aus dem Dornröschenschlaf, und entwickeln ein Konzept, das den Bürgerinnen und Bürgern die historischen Schätze ihrer Stadt ganz neu zugänglich macht: ein Museum, in dem man hinter die Fassaden schauen und authentische Räume erleben kann. Orte, an denen Menschen schon vor Jahrhunderten gelebt und Spuren hinterlassen haben. Wer zum Beispiel das Gadem betritt, ein kleines Arbeiterhäuschen am Rand der Altstadt, steht mitten im Leben zweier sehr armer Familien im Jahr 1925. Jeder Gegenstand hier fügt sich historisch und atmosphärisch ein, erzählt aber auch vom Engagement und vom Fachwissen, das durch die Altstadtfreunde Warendorf mit eingezogen ist. Das gilt auch für das klassizistische Bürgerhaus, wenige Straßen weiter, wo eine Bildtapete aus dem 19. Jahrhundert ihre wundersame Geschichte erzählt, wo aber auch Konzerte stattfinden und zum geselligen Treffpunkt werden. Besonders auffallend aber: Wann immer man Altstadtfreunde trifft, bekommt man Altstadtfreude zu spüren. Die NRW-Stiftung hat sich schon früh begeistern lassen für die vielen guten Ideen und im Lauf der Jahrzehnte diverse Projekte mitfinanziert. Völlig klar, dass diese Geschichte weitergeht, sie ist einfach gut. Host: Marija Bakker Studiogast: Cristina Costas, Altstadtfreunde Warendorf e. V. NRW-Stiftung: Mona Wehling, Heimat- und Kulturpflege In Warendorf: Alfred Smieszchala, Laurenz Sandmann, Bettina Sallermann, Altstadtfreunde Warendorf e. V. Produktion: Tizian Satlek, sounds fresh Tonstudio Weiterführende Links: Infos zu allen Orten des dezentralen Stadtmuseums Warendorf und zur Arbeit des Vereins https://www.altstadtfreunde-warendorf.de Infos zur Nordrhein-Westfalen-Stiftung, Antragsformulare, Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner https://www.nrw-stiftung.de Direkt zum Förderprojekt https://www.nrw-stiftung.de/entdecken/foerderprojekte/dezentrales-stadtmuseum-in-warendorf.html

  8. 12/11/2025

    Folge 42: Beethoven-Haus Bonn – Ganz besondere Note(n)

    Auf dem Münsterplatz in Bonn (und nicht nur da) steht er ja auf einem ziemlich hohen Sockel: Ludwig van Beethoven, legendärer Komponist, Musik-Ikone und berühmtester Sohn der Stadt. Klassik-Fans aus der ganzen Welt pilgern zum Beethoven-Haus, wo er im Dezember 1770 geboren wurde. Aber die Ausstellung dort holt das Genie auf sympathische Weise vom Sockel runter, zeigt ihn auf Augenhöhe – als Mensch. Ludwig van Beethoven liebte es zum Beispiel, seinen Freunden Geschenke zu machen. Jaja, auch Freundinnen... Das Geschenk „Für Elise“ ist ein Klassiker. Aber Beethoven verschenkte beispielsweise auch das Originalmanuskript des 4. Satzes seines Streichquartetts Opus 130, „Alla danza tedesca“. Der Violinist und Vertraute Karl Holz erhielt die Notenblätter wohl zum Dank dafür, dass er bei den Druckvorbereitungen so sorgfältig Korrektur gelesen hatte. Und das war echt nötig. Beethoven hat nämlich immer wieder Noten gestrichen und korrigiert. Es war eben nicht immer auf Anhieb genial, was der große Komponist so zu Papier brachte. Wieso Beethoven seine Werke sogar „rasiert“ hat, was die Originalhandschriften für die Musikforschung bedeuten und wie der „letzte Tanz“ von Beethoven 2025 weltweit für Schlagzeilen sorgte, das erzählt – Tatatataaaa !!! – diese Förderbande-Folge. Da ist dieses Mal reichlich Musik drin und natürlich auch die NRW-Stiftung. „Wie wir sie nicht anders kennen“, freut sich NRW-Kulturministerin Ina Brandes. Host: Cornelia Wegerhoff Studiogast: Malte C. Boecker, Direktor des Beethoven-Hauses Vor Ort: Dr. Nicole Kämpken, Leiterin des Museums im Beethoven-Haus Dr. Julia Ronge, Kustodin des Beethoven-Hauses Beim Festakt: Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW NRW-Stiftung: Gregor Wessel Wir danken dem Beethoven-Haus für die freundliche Zurverfügungstellung der ausgewählten Musik-Zitate aus dem Mediaguide sowie aus dem Klangraum des Museums, sowie der Linon Medien KG für den O-Ton „Beethoven als Teenager“. Musikzitat aus dem Festakt: Das Avada String Quartet mit dem Quartett B-Dur, op. 130, 4. Satz „Alla danza tedesca“, Ludwig van Beethoven. Produktion: Joschka Arenz, sounds fresh Tonstudio Website des Beethoven-Hauses Bonn: www.beethoven.de Link zum Festakt anlässlich des Sammlungserwerbs am 7.1.2025: https://youtu.be/FrwVaxADW8Q Mehr Infos zur NRW-Stiftung: www.nrw-stiftung.de

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