Lehrerfolg - Der Lehr-Lern-Podcast

Sebastian Peters & Stefan Schmit

Lehrerfolg ist ein Bildungs-Podcast für Lehrkräfte, Dozierende und Bildungswissenschaftler*innen. Wir verbinden lernpsychologische Forschung, didaktische Theorie und konkrete Unterrichtspraxis – mit einem besonderen Schwerpunkt auf Digitalisierung im Bildungsbereich. Der Podcast greift aktuelle wie grundlegende Fragen von Schule, Unterricht und Lernen auf und diskutiert sie kritisch, differenziert und konsequent evidenzorientiert. 

  1. Jul 6

    Folge 17:„Euer Schmerz ist mein Schmerz“ – Eine Analyse der Programme von Herr Schröder

    Schreibe uns unter kontakt@lehrerfolg.de In dieser Folge unseres Podcasts richten wir den Blick auf die Bühnenprogramme des Comedians Herr Schröder – allerdings nicht unter der Frage, warum sie lustig sind, sondern was in ihnen eigentlich geschieht. Welche Bilder von Schule, Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern werden dort entworfen? Und welche Funktion erfüllt das gemeinsame Lachen über Schule? Ausgehend von Überlegungen zum kollektiven Erinnern – insbesondere von Maurice Halbwachs, Jan Assmann, Pierre Nora und Astrid Erll – analysieren wir, wie Herr Schröder mit gemeinsamen Schulerinnerungen arbeitet. Reclam-Heftchen, Bundesjugendspiele, lyrisches Ich oder Medienwagen werden dabei zu Erinnerungsorten, an denen sich geteilte Erfahrungen bündeln und durch das Publikum immer wieder bestätigt werden. Deutlich wird: Die Programme erzählen Schule vor allem als Ort der Zumutung, des Scheiterns und der Absurditäten des Alltags. Dabei fragen wir, welche Bilder von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften entstehen, welche Rolle Bildungsinhalte spielen und weshalb das Publikum durch sein gemeinsames Lachen selbst Teil dieses kollektiven Erinnerungsprozesses wird. Die Folge diskutiert außerdem, ob Herr Schröders Programme als Satire verstanden werden können oder ob sie vielmehr eine Form des emotionsorientierten Copings darstellen, die Belastungserfahrungen gemeinschaftlich bearbeitet, zugleich aber bestehende Deutungsmuster eher bestätigt als hinterfragt. Abschließend werfen wir einen Blick auf den Zusammenhang von Nostalgie, Zeitgeist und dem großen Erfolg dieser Programme – und fragen, weshalb gerade diese Form der Erinnerung heute auf so große Resonanz stößt. Diese Episode lädt dazu ein, populäre Comedy nicht nur als Unterhaltung zu betrachten, sondern als kulturelle Praxis, die kollektive Erinnerungen prägt und damit auch Einfluss darauf nimmt, wie wir Schule wahrnehmen und über sie sprechen.

  2. Mar 2

    Folge 16: Kindheit heute – Aufwachsen zwischen Vielfalt, Fragmentierung und demografischem Wandel

    Schreibe uns unter kontakt@lehrerfolg.de In dieser Folge unseres Podcasts richten wir den Blick auf Kindheit heute – und auf die Bedingungen, unter denen Kinder und Jugendliche in einer Gesellschaft aufwachsen, die sich tiefgreifend verändert hat. Was bedeutet es, jung zu sein in einer Welt, die fragmentierter, vielfältiger und zugleich älter wird? Und welche Folgen hat das für Bildung und gesellschaftliches Zusammenleben? Ausgehend von aktuellen soziologischen Analysen – insbesondere dem Buch „Kinder: Minderheit ohne Schutz“ – beleuchten wir zentrale Entwicklungen: die Fragmentierung von Lebenswelten, die Realität superdiverser Kindheiten, den demografischen Wandel hin zu einer alternden Gesellschaft sowie die oft widersprüchliche, ambivalente Adressierung von Kindern zwischen Aufwertung im Diskurs und Vernachlässigung in der Praxis.  Deutlich wird: Kindheit ist heute kein gemeinsamer Erfahrungsraum mehr. Lebensbedingungen unterscheiden sich stark nach sozialem Umfeld, Ressourcen und Wohnort. Zugleich wachsen viele Kinder in bislang unbekannter Vielfalt auf – während ihre Generation zahlenmäßig zur Minderheit geworden ist.  Die Folge fragt nach den Konsequenzen für Schule, Bildung und Generationenverhältnisse: Welche Herausforderungen entstehen für pädagogisches Handeln? Was bedeutet es für Kinder, wenn über ihre Zukunft gesprochen wird, ohne sie einzubeziehen? Diese Episode lädt dazu ein, Kindheit als Spiegel gesellschaftlicher Veränderungen zu verstehen – und darüber nachzudenken, wie Bildung und Gesellschaft Kindern Orientierung, Teilhabe und echte Zukunftsperspektiven eröffnen können.

  3. 11/12/2025

    Folge 15: Willkommen bei TikTok!

    Schreibe uns unter kontakt@lehrerfolg.de In dieser Folge unseres Podcasts tauchen wir tief ein in die Welt von TikTok – jener Plattform, die das Medienverhalten junger Menschen grundlegend verändert hat. Wir fragen: Was bedeutet es für eine Generation, mit TikTok aufzuwachsen? Und welche Konsequenzen hat das für Schule, Bildung und gesellschaftliches Zusammenleben? Wir zeichnen die Entwicklung von sozialen Medien von den frühen Blogger-Zeiten bis zur algorithmischen Logik der „Für dich“-Seite nach, beleuchten die Sozialgeschichte digitaler Plattformen und rekonstruieren den Aufstieg von TikTok – von der Musik-App musical.ly zum globalen Phänomen. Zugleich werfen wir einen kritischen Blick auf aktuelle Daten zur Mediennutzung Jugendlicher und auf internationale Studien der OECD und UNICEF, die Chancen und Risiken digitaler Welten differenziert herausarbeiten. Dabei wird deutlich: TikTok ist mehr als nur Unterhaltung – es ist ein Spiegel gesellschaftlicher Dynamiken, ein Lernraum und zugleich ein Raum der Überforderung. Die Folge lädt dazu ein, das digitale Leben von Jugendlichen nicht vorschnell zu bewerten, sondern zu verstehen – und Bildung so zu denken, dass sie auch in der TikTok-Generation Orientierung, Kreativität und kritisches Bewusstsein fördert. Diese Episode inspiriert zum Mitdenken und Umdenken – über Medien, Schule und die Frage, wie Lernen in einer algorithmisch gesteuerten Welt gelingen kann.

About

Lehrerfolg ist ein Bildungs-Podcast für Lehrkräfte, Dozierende und Bildungswissenschaftler*innen. Wir verbinden lernpsychologische Forschung, didaktische Theorie und konkrete Unterrichtspraxis – mit einem besonderen Schwerpunkt auf Digitalisierung im Bildungsbereich. Der Podcast greift aktuelle wie grundlegende Fragen von Schule, Unterricht und Lernen auf und diskutiert sie kritisch, differenziert und konsequent evidenzorientiert.