Designerklärer

Christoph Luchs

Was ist Design? Der Podcast Designerklärer hinterfragt für Euch Marken, Werbung, Produkte und Medien. Zusammen mit spannenden Gästen macht sich Diplom-Designer Christoph Luchs auf den Weg, Design zu entschlüsseln und Euch verständlich darzustellen, wie aus Ideen kreative Prozesse werden. Auch das Thema der Ausbildung, Studium und die Arbeitswelt von Designerinnen und Designern wird beleuchtet. Spannende Technologien kommen ebenso zur Sprache wie die Frage, ob Künstliche Intelligenz kreative Arbeit überflüssig machen wird. Neben den Gesprächen werden Bücher, Filme, Serien und Websites vorgestellt, die in den Shownotes abgerufen werden können. Somit könnt Ihr euch selbst auf den Weg durch den Design-Dschungel wagen!

  1. Episode 36

    Hast Du noch dieses Leise Grinsen in der Virtuellen Realität, Martin Wettig?

    In Folge 36 spricht Christoph Luchs mit Martin Wettig über Virtual Reality, Augmented Reality, die Microsoft HoloLens, Microsoft Mesh und die Frage, warum sich VR-Brillen fast 30 Jahre nach den ersten Prototypen im Alltag immer noch nicht durchgesetzt haben. Schon 1996 stand Christoph Luchs in einer der ersten Game-Arcades Deutschlands und setzte sich einen Kilogramm-schweren VR-Helm auf – träge, klobig, aber mit genau dem Grinsen im Gesicht, das Martin Wettig Jahrzehnte später bei jedem erlebt hat, der zum ersten Mal eine Microsoft HoloLens aufsetzt. Dazwischen liegt eine Technikgeschichte voller Versprechen, die bis heute nicht ganz eingelöst wurden. »Wir müssen erst lernen zu definieren, wohin die Reise eigentlich geht.« – Martin Wettig Martin Wettig ist Technical Artist und wissenschaftlicher Visualisierer. Über die Zwischenstation am Planetarium in Berlin kam er 2017 zum HoloLens-Team bei Microsoft – und wurde direkt mit Augmented und Virtual Reality ins kalte Wasser geworfen. Er erklärt, wie die Brille Räume erkennt und Hologramme fest im Raum verankert, warum sie vor allem für Industrieanwendungen gedacht war und warum es trotz spektakulärer Messe-Demos – etwa in Wartung und Motorenbau – kaum produktive Dauereinsätze gab. Ein Grund: Investitionsdruck und fehlende Killer-Apps. Ein anderer, sehr konkreter: Microsofts „Immersive Meetings“ scheiterten in Europa an Datenschutzbestimmungen und sind in Teams bis heute deaktiviert – jedoch in den USA verfügbar. Zahlen unterstreichen das Gefälle – während in Nordamerika rund 20 bis 30 Prozent der privaten Haushalte eine VR-Brille besitzen, liegt der Wert in Europa bei etwa 7 Prozent. Auch bei den folgenden Projekten Microsoft Mesh und Metas Metaverse-Vision beobachtete Wettig, wie ambitionierte Konzepte an mangelnder Definition scheiterten: Niemand hatte klar festgelegt, für wen die Technik eigentlich gedacht ist. Als die Investitionen ausblieben, stellte er sich die Frage, die viele in seiner Situation kennen: Was kann ich, was will ich, wo will ich hin? »Die Realität muss man nicht standardisieren.« – ein Kollege von Martin Wettig bei Microsoft Aus Leidenschaft für Kunst- und Kulturgeschichte fand Wettig einen neuen Weg: fotorealistische virtuelle Museen. Statt kühler, weißer 3D-Räume baut er Umgebungen, die echten Museumsbesuchen bewusst nachempfunden sind – mit Stille, Atmosphäre und der Würde der Kunstwerke als Gestaltungsprinzip. In Zusammenarbeit mit dem Rijksmuseum Amsterdam und Kontakten zum Berliner Museum für Naturkunde entstehen Prototypen, die von hochauflösenden Gemälde-Scans bis zu mikrofotografisch erfassten Insekten reichen. Zentral ist für ihn die Nutzerautonomie: Besucher sollen selbst bestimmen, wie lange sie sich mit einem Werk beschäftigen – ganz ohne Timer oder Spieltrieb-Zwang. Zum Schluss blickt Martin Wetting zusammen mit Christoph Luchs auf die nächste Brillen-Generation: Ray-Ban Meta, Snap, Gerüchte um Apple und die ungelöste Frage nach gesellschaftlicher Akzeptanz smarter Brillen im öffentlichen Raum. Wie Martin Wettig sein virtuelles Museum weiterentwickelt, was er angehenden Technical Artists empfiehlt und warum er beim Einstieg in ein neues Feld weniger auf Marktzahlen als auf echte Leidenschaft setzt, erzählt er im Gespräch mit Christoph Luchs.

    Hast Du noch dieses Leise Grinsen in der Virtuellen Realität, Martin Wettig?

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Was ist Design? Der Podcast Designerklärer hinterfragt für Euch Marken, Werbung, Produkte und Medien. Zusammen mit spannenden Gästen macht sich Diplom-Designer Christoph Luchs auf den Weg, Design zu entschlüsseln und Euch verständlich darzustellen, wie aus Ideen kreative Prozesse werden. Auch das Thema der Ausbildung, Studium und die Arbeitswelt von Designerinnen und Designern wird beleuchtet. Spannende Technologien kommen ebenso zur Sprache wie die Frage, ob Künstliche Intelligenz kreative Arbeit überflüssig machen wird. Neben den Gesprächen werden Bücher, Filme, Serien und Websites vorgestellt, die in den Shownotes abgerufen werden können. Somit könnt Ihr euch selbst auf den Weg durch den Design-Dschungel wagen!

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