PhiloPod - Denken, das weiterbringt.

PHILOSKOP Cornelia Mooslechner-Brüll

Steckst du manchmal fest? Fragst du dich, ob das schon alles war, wie man eine gute Entscheidung trifft oder was ein erfülltes Leben wirklich ausmacht? Du bist nicht allein. Mein Name ist Cornelia Mooslechner-Brüll, und als philosophische Praktikerin begleite ich dich im Philo Pod auf der Suche nach Antworten. Gemeinsam nehmen wir die großen Themen des Lebens unter die Lupe: Liebe und Verlust, Glück und Zweifel, Sinn und Tod. In Gesprächen mit inspirierenden Gästen, durch Rezensionen philosophischer Neuerscheinungen und praktische Impulse finden wir Klarheit, wo vorher Verwirrung war. Dies ist kein Podcast für schnelle Antworten, sondern für die richtigen Fragen – die Fragen, die dein Leben verändern. Bist du bereit, dein Leben zu prüfen? Dann hör jetzt rein. Mehr Inspiration findest du auf www.philoskop.org. Nähere Infos über PHILOSKOP https://www.philoskop.org/und weiteren Veranstaltungen unterhttps://www.philoskop.org/termine 

  1. 2d ago

    Warum wir nicht still sitzen können – Pascal und die Zerstreuung

    "Das ganze Unglück des Menschen kommt daher, dass er sich nicht ruhig in seinem Zimmer zu halten weiß." Diesen Satz hat Blaise Pascal um 1660 geschrieben. Er klingt, als hätte er unser Handy gekannt. In dieser Folge geht es um einen Mann, dessen Lebenslauf klingt, als wären es drei verschiedene Menschen gewesen: ein Wunderkind, das mit sechzehn über Kegelschnitte schreibt. Ein Erfinder, der mit neunzehn eine Rechenmaschine baut. Ein Physiker, nach dem bis heute die Einheit für den Druck heißt. Und ein Mann, der eine Nacht lang etwas erlebt, das er nur mit einem Wort beschreiben kann – und den Zettel darüber acht Jahre lang in seine Jacke eingenäht mit sich trägt. Ich erzähle sein Leben und gehe dann durch vier Gedanken aus seinem Abschnitt über die Zerstreuung: Warum wir es im eigenen Zimmer nicht aushalten. Warum ein Jäger den Hasen nicht will, wenn man ihn ihm schenkt – und was das mit endlosem Scrollen zu tun hat. Warum wir die Ruhe ausgerechnet durch Unruhe suchen. Und warum die Langeweile nicht der Feind ist, sondern ein Wegweiser. Dazu ein Widerspruch von Voltaire, der Pascal einfach umdreht: Die Unruhe sei kein Elend, sondern der Motor. Und ein Experiment aus dem Jahr 2014, bei dem Menschen sich lieber Elektroschocks gaben, als fünfzehn Minuten allein nachzudenken. Zwei Drittel der Männer. Ein Viertel der Frauen. Einer hundertneunzigmal. Meine Frage an euch: Was ist euer Hase? Was jagt ihr, obwohl ihr ihn geschenkt gar nicht haben wolltet? ERWÄHNTE WERKE Blaise Pascal: Gedanken (Pensées), 1670, übers. von Heinrich Hesse Voltaire: Bemerkungen zu Pascals Gedanken (Philosophische Briefe, 25. Brief, 1734) Timothy D. Wilson u. a.: Just think. The challenges of the disengaged mind. Science 345 (2014) MEHR VON MIR Philosophische Einzelgespräche: https://www.philoskop.org/einzel Erstgespräch buchen: https://www.philoskop.org/buchen Philosophie Masterclass – 2.500 Jahre Philosophie in 6 Modulen: https://www.philoskop.org/philosophie-masterclass Alle Angebote: https://www.philoskop.org Ich bin Cornelia Mooslechner-Brüll, Philosophin und philosophische Praktikerin in Wien. Wer so richtig ins Thema Lebenskunst einsteigen möchte, sieht sich hier um! hier kannst du lernen mit Kindern zu philosophieren alle philosophischen Veranstaltungen finden sich hier und hier geht's zum Newsletter Ich freu mich auf eine Begegnung! Cornelia Mooslechner-Brüll

    Warum wir nicht still sitzen können – Pascal und die Zerstreuung
  2. Oct 13

    Über die erste Feministin? Christine de Pizan und die Stadt der Frauen

    Paris, um 1405: Eine Schriftstellerin liest die Frauenverachtung ihrer Zeit – und beginnt, an sich selbst zu zweifeln. „Und so verließ ich mich mehr auf fremde Urteile als auf mein eigenes Gefühl und Wissen", schreibt Christine de Pizan. Was sie aus diesem Moment macht, ist keine Streitschrift, sondern eine Stadt. In dieser Folge erzähle ich von einer Witwe, die um 1400 ihre ganze Familie mit dem Schreiben ernährt, den ersten großen Literaturstreit Frankreichs anzettelt und mit dem „Buch von der Stadt der Frauen" ein Bauwerk aus Argumenten errichtet: Jede Frage ist ein Spatenstich, jede Frau ein Stein. Es geht um vier Gedanken, die bis heute verblüffend scharf sind: · warum ein einziges Gegenbeispiel mehr wiegt als tausend Autoritäten · warum Originalität nicht heißt, die Steine selbst zu brechen · warum Mädchen nicht dümmer sind, sondern nur nicht in die Schule dürfen · warum man einen Raum braucht, in dem man nicht ständig widerlegt wird Und natürlich um die Frage aus dem Titel: War Christine de Pizan eine Feministin? Die Antwort ist interessanter als ein einfaches Ja. Erwähnte Werke · Christine de Pizan: Das Buch von der Stadt der Frauen (1404/05), übersetzt von Margarete Zimmermann · Christine de Pizan: Sendbrief an den Gott Amor (1399) · Christine de Pizan: Ditié de Jehanne d'Arc (1429) · Der Streit um den Rosenroman (1400–1402) · Miranda Fricker: Epistemic Injustice (2007) Mehr von mir 🎓 Philosophie Masterclass – 2.500 Jahre Philosophie in 6 Modulen, die Denkerinnen mittendrin: https://www.philoskop.org/philosophie-masterclass 📚 Lesekreis „Die andere Hälfte der Philosophie": https://www.philoskop.org/lesekreise 💬 Philosophische Einzelbegleitung: https://www.philoskop.org/einzel 🌐 Alle Angebote: https://www.philoskop.org PHILOSKOP – Klar denken. Frei handeln. Wer so richtig ins Thema Lebenskunst einsteigen möchte, sieht sich hier um! hier kannst du lernen mit Kindern zu philosophieren alle philosophischen Veranstaltungen finden sich hier und hier geht's zum Newsletter Ich freu mich auf eine Begegnung! Cornelia Mooslechner-Brüll

    Über die erste Feministin? Christine de Pizan und die Stadt der Frauen
  3. Oct 8

    Über die Aufmerksamkeit - mit Simone Weil

    Der berühmteste Satz Simone Weils über die Aufmerksamkeit stammt aus einem Dankesbrief. 1942 schreibt sie dem Dichter Joë Bousquet, der seit dem Ersten Weltkrieg gelähmt in einem abgedunkelten Zimmer lag und einen ihrer Texte sorgfältig gelesen hatte: Die Aufmerksamkeit sei die seltenste und reinste Form der Großzügigkeit. Kein Aphorismus also — ein Danke. In dieser Folge geht es um das Leben dieser außergewöhnlichen Denkerin: um das Mädchen neben einem mathematischen Wunderkind, um die Lehrerin, die man die rote Jungfrau nannte, um das Jahr in der Fabrik, das ihr Denken umwarf, um Spanien, um die religiösen Erfahrungen einer überzeugten Agnostikerin — und um einen frühen Tod mit vierunddreißig Jahren. Vor allem aber geht es um ihren wichtigsten Begriff. Weil zerstört die Vorstellung, Aufmerksamkeit sei Anstrengung. Sie ist für sie ein Aussetzen des eigenen Denkens: eine negative Anstrengung, die darin besteht, die eigene fertige Antwort nicht zu geben. Wer sich anstrengt, ist nicht aufmerksam — er ist angestrengt. Und am Ende mündet das in einen Satz, der jedem Empathie-Ratgeber widerspricht: Die Fülle der Nächstenliebe besteht darin, einen anderen Menschen fragen zu können, was er gerade durchmacht. Nicht „Ich weiß, wie du dich fühlst", sondern „Erzähl mir davon." Fünf Gedanken zur Aufmerksamkeit, verständlich und ohne Vorwissen — und zum Schluss zwei Einwände gegen Simone Weil, die ich nicht verschweige. MEINE FRAGE AN SIE Wann hat Ihnen zuletzt jemand wirklich zugehört? Und woran haben Sie es gemerkt? ERWÄHNTE WERKE Betrachtungen über den rechten Gebrauch des Schulunterrichts und des Studiums im Hinblick auf die Gottesliebe (1942) Schwerkraft und Gnade (1947) Die Einwurzelung (1949) Warten auf Gott / Das Unglück und die Gottesliebe (1950) Die Ilias oder das Poem der Gewalt (1940/41) Fabriktagebuch (1934/35) MEHR VON MIR Philosophische Einzelbegleitung: https://www.philoskop.org/einzel Alle Angebote: https://www.philoskop.org PHILOSKOP — Klar denken. Frei handeln. Wer so richtig ins Thema Lebenskunst einsteigen möchte, sieht sich hier um! hier kannst du lernen mit Kindern zu philosophieren alle philosophischen Veranstaltungen finden sich hier und hier geht's zum Newsletter Ich freu mich auf eine Begegnung! Cornelia Mooslechner-Brüll

    Über die Aufmerksamkeit - mit Simone Weil
  4. Aug 31

    Vibia Perpetua — Das älteste "Ich" einer Frau

    Karthago, im Jahr 203: Eine 22-jährige Frau sitzt im Gefängnis, stillt noch ihr Kind und wartet auf ihre Hinrichtung. In diesen Nächten schreibt sie Tagebuch — und dieser Text gilt als einer der frühesten, in denen eine Frau in ihrer eigenen Stimme über sich selbst spricht. In dieser Folge lese ich Perpetuas Gefängnistagebuch als das, was es auch ist: ein philosophisches Argument. Ihr Vater fleht sie an, nachzugeben. Sie zeigt auf einen Krug und fragt ihn, ob man ihn anders nennen könne, als er ist. Und wendet die Antwort auf sich selbst an. Mit Hannah Arendts Unterscheidung zwischen dem Was und dem Wer eines Menschen (Vita activa, 1958) wird sichtbar, worum es hier wirklich geht — und warum diese Frage heute in jedem Familien-, Team- und Sorgekonflikt wiederkehrt. Leitfrage: Was heißt es, ganz zu sich zu stehen, wenn alle anderen etwas anderes von dir verlangen — und die, die es verlangen, dich lieben? Erwähnte Texte · Passio Sanctarum Perpetuae et Felicitatis, um 203 · Hannah Arendt, Vita activa oder Vom tätigen Leben, 1958 🍂 Im Herbst lese ich fünf Denkerinnen im Online-Lesekreis „Die andere Hälfte der Philosophie" — Perpetua ist Abend 1. Infos & Anmeldung: Lesekreis  🎓 Philosophie Masterclass — 2.500 Jahre in 6 Modulen: philoskop.org/philosophie-masterclass  📩 Newsletter mit Denkimpulsen: Newsletter PHILOSKOP — Klar denken. Frei handeln. Wer so richtig ins Thema Lebenskunst einsteigen möchte, sieht sich hier um! hier kannst du lernen mit Kindern zu philosophieren alle philosophischen Veranstaltungen finden sich hier und hier geht's zum Newsletter Ich freu mich auf eine Begegnung! Cornelia Mooslechner-Brüll

    Vibia Perpetua — Das älteste "Ich" einer Frau
  5. Jul 14

    Der gepanzerte Mann — toxische Männlichkeit mit Beauvoir, Bourdieu und bell hooks

    „Ein Mann weint nicht." Vier Wörter, die fast jeder Mann kennt — und eine ganze Erziehung. Diese Folge nimmt den Begriff „toxische Männlichkeit" auseinander: woher er wirklich kommt, was er meint und was nicht, und warum ausgerechnet die falsche Ansprache junge Männer in die Arme der Manosphere treibt. Inhaltsüberblick: Herkunft und eigentliche Bedeutung von „toxischer Männlichkeit" — ein Begriff, der oft missverstanden wirdRaewyn Connells Konzept der hegemonialen MännlichkeitBeauvoirs „man wird es" — auf Männlichkeit übertragenBourdieus männliche Herrschaft als Falle für die Herrschenden selbstTheweleits „Körperpanzer" und bell hooks' Gedanke der SelbstverstümmelungEine Ehrenrettung der Stoa, die zu oft mit Gefühllosigkeit verwechselt wirdZeitkritik: die Manosphere, Andrew Tate und Michael Kimmels „gekränkter Anspruch"Joseph Roths „Radetzkymarsch" als Trauerarbeit um eine untergehende MännlichkeitBezug zum Festival „Bühne der Macht" und dem Workshop „Männlichkeit verstehen und neu denken"Empfohlene Literatur: Simone de Beauvoir — „Das andere Geschlecht" (1949)Pierre Bourdieu — „Die männliche Herrschaft" (1998)Klaus Theweleit — „Männerphantasien" (1977/78)bell hooks — „The Will to Change: Men, Masculinity, and Love" (2004)Michael Kimmel — „Angry White Men" (2013)Joseph Roth — „Radetzkymarsch" (1932)Weitere Ressourcen: www.philoskop.org, Philosophie Masterclass, E-Learning-Kurse, Newsletter, 1:1 Beratung / Philosophische Praxis Wer so richtig ins Thema Lebenskunst einsteigen möchte, sieht sich hier um! hier kannst du lernen mit Kindern zu philosophieren alle philosophischen Veranstaltungen finden sich hier und hier geht's zum Newsletter Ich freu mich auf eine Begegnung! Cornelia Mooslechner-Brüll

    Der gepanzerte Mann — toxische Männlichkeit mit Beauvoir, Bourdieu und bell hooks
  6. Jul 9

    Zwischen Vollzug und Willkür — Hartmut Rosas „Situationen und Konstellationen" im Härtetest

    Fühlst du dich manchmal wie ein bloßes Rädchen im Getriebe – im Job voller Formulare, beim Scrollen zwischen Klick und Nicht-Klick? Genau dieses Unbehagen beschreibt der Soziologe Hartmut Rosa in seinem Buch „Situationen und Konstellationen": Wir verlieren die Fähigkeit zu handeln und werden zu bloßen Vollzieher•innen von Algorithmen, Checklisten und Regeln. In dieser Folge fassen wir zunächst Rosas Diagnose zusammen – und nehmen sie dann gründlich auseinander. Mit Adorno und Wittgenstein zeigen wir, warum Rosa selbst in genau das binäre Schwarz-Weiß-Denken verfällt, das er kritisiert.  Mit Kant, Harry Frankfurt und Jon Elster fragen wir, ob eine Regel zu befolgen wirklich Freiheitsverlust bedeutet – oder manchmal die reifste Form von Selbstbestimmung ist.  Mit Max Weber, Aristoteles und der kognitiven Psychologie (Kahneman) schauen wir, warum das romantisierte Bild des „weisen Richters", der nach Gefühl statt nach Gesetz urteilt, empirisch ins Wanken gerät – und warum feste Regeln oft gerade die Machtlosen schützen. Und wir fragen, warum Rosa ausgerechnet die quantitativen Daten nutzt, deren Logik er das ganze Buch über verdammt. Ein Härtetest für ein Buch, das enorm plausibel klingt – und trotzdem an einigen entscheidenden Stellen ins Stolpern gerät. Erwähnt in dieser Folge: Hermann Schmitz, Theodor W. Adorno, Ludwig Wittgenstein, Immanuel Kant, Harry Frankfurt, Jon Elster, Hannah Arendt, Max Weber, Aristoteles, Emmanuel Levinas, Michel Foucault. Wenn dich Fragen wie diese beschäftigen und du tiefer einsteigen willst: 🧭 Philosophie Masterclass – für alle, die philosophisches Denken nicht nur hören, sondern als Praxis erlernen wollen: https://www.philoskop.org/philosophie-masterclass  📚 E-Learning-Kurse (u. a. „Philosophisch leben", „Weisheit der Stoa"): https://www.philoskop.org/stoa🗣️ 1:1 Beratung / Philosophische Praxis: https://www.philoskop.org/einzel  📩 Newsletter – wöchentlich ein philosophischer Impuls: https://www.philoskop.org/kontakt Alle Angebote findest du gesammelt auf www.philoskop.org Wer so richtig ins Thema Lebenskunst einsteigen möchte, sieht sich hier um! hier kannst du lernen mit Kindern zu philosophieren alle philosophischen Veranstaltungen finden sich hier und hier geht's zum Newsletter Ich freu mich auf eine Begegnung! Cornelia Mooslechner-Brüll

    Zwischen Vollzug und Willkür — Hartmut Rosas „Situationen und Konstellationen" im Härtetest
  7. Jun 29

    Das Antlitz des Anderen mit Emmanuel Levinas

    Das Antlitz des Anderen: Levinas und die Ethik als erste Philosophie Was passiert in dem Moment, wenn jemand zurückschaut? Nicht feindlich, nicht freundlich — einfach: er schaut. Für Emmanuel Levinas ist genau dieser Moment der Ausgangspunkt der gesamten Philosophie. In dieser Folge tauchen wir in sein Hauptwerk Totalität und Unendlichkeit (1961) ein — eines der wirkungsmächtigsten und gleichzeitig schwierigsten Bücher des 20. Jahrhunderts. Mein Versprechen: Du verstehst danach, was Levinas eigentlich sagen will — und warum es dich etwas angeht. Was dich erwartet: Wer war Emmanuel Levinas — und warum ist sein Leben untrennbar von seiner Philosophie? Levinas wächst in Litauen auf, bringt die Phänomenologie nach Frankreich, wird im Zweiten Weltkrieg in ein deutsches Arbeitslager deportiert. Seine Familie wird ermordet. Seine Philosophie ist keine akademische Übung — sie ist eine Antwort auf das Böse, das entsteht, wenn Menschen das Antlitz des Anderen nicht mehr sehen. Wo steht Levinas in der Philosophiegeschichte? Er kommt von Husserl und Heidegger — und macht dann eine radikale Wendung. Beide, sagt er, haben den Anderen letztlich assimiliert: zu einem Inhalt meines Bewusstseins, zu einem Teil meiner Welt gemacht. Levinas will den Anderen als wirklich, absolut Anderen denken. Die Schlüsselbegriffe, ohne die Levinas kaum zu lesen ist: Das Selbe, der Andere, das Antlitz, Unendlichkeit, Totalität, Epiphanie, Verantwortung, Ethik als erste Philosophie. Der dramatischste Satz im Text: „Du wirst keinen Mord begehen." — Nicht als religiöses Gebot. Sondern als das, was das Antlitz des Anderen durch seine bloße, schutzlose Präsenz spricht. Levinas im Vergleich — kurz und klar: Husserl, Heidegger, Sartre, und ein Bezug zur letzten Folge über Hermann Schmitz. Und schließlich: Was bedeutet das für dein Leben? Vier konkrete Fragen, die nicht loslassen. Fragen für deine Woche: Wann hast du zuletzt jemanden wirklich als Antlitz wahrgenommen — nicht als Funktion, nicht als Typ?Gibt es Menschen in deinem Alltag, die du in eine Kategorie einsperrst und damit unsichtbar machst?Wie fühlt sich Verantwortung an, die du nicht gewählt hast — und wie gehst du damit um?Levinas sagt, der Frieden ist ursprünglicher als der Krieg. Glaubst du das?Literatur zur Folge: Emmanuel Levinas: Totalität und Unendlichkeit. Versuch über die Exteriorität (frz. Original 1961, dt. Übersetzung: Verlag Karl Alber) — Abschnitt: Antlitz und Ethik Zum Einstieg empfohlen: Emmanuel Levinas: Ethik und Unendliches. Gespräche mit Philippe Nemo — kurz, zugänglich, auf Deutsch erhältlich. Mehr von PHILOSKOP: 🌐 www.philoskop.org 📚 E-Learning-Kurse: Philosophisch leben · Weisheit der Stoa · Philosophie Masterclass 🎓  Ausbildung Philosophieren mit Kindern: www.philosophierenmitkindern.com  📩 Newsletter abonnieren — philosophische Impulse, direkt ins Postfach Ich freue mich auf eine Begegnung. Cornelia Mooslechner-Brüll Wer so richtig ins Thema Lebenskunst einsteigen möchte, sieht sich hier um! hier kannst du lernen mit Kindern zu philosophieren alle philosophischen Veranstaltungen finden sich hier und hier geht's zum Newsletter Ich freu mich auf eine Begegnung! Cornelia Mooslechner-Brüll

    Das Antlitz des Anderen mit Emmanuel Levinas

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Steckst du manchmal fest? Fragst du dich, ob das schon alles war, wie man eine gute Entscheidung trifft oder was ein erfülltes Leben wirklich ausmacht? Du bist nicht allein. Mein Name ist Cornelia Mooslechner-Brüll, und als philosophische Praktikerin begleite ich dich im Philo Pod auf der Suche nach Antworten. Gemeinsam nehmen wir die großen Themen des Lebens unter die Lupe: Liebe und Verlust, Glück und Zweifel, Sinn und Tod. In Gesprächen mit inspirierenden Gästen, durch Rezensionen philosophischer Neuerscheinungen und praktische Impulse finden wir Klarheit, wo vorher Verwirrung war. Dies ist kein Podcast für schnelle Antworten, sondern für die richtigen Fragen – die Fragen, die dein Leben verändern. Bist du bereit, dein Leben zu prüfen? Dann hör jetzt rein. Mehr Inspiration findest du auf www.philoskop.org. Nähere Infos über PHILOSKOP https://www.philoskop.org/und weiteren Veranstaltungen unterhttps://www.philoskop.org/termine 

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