PhiloPod - Denken, das weiterbringt.

PHILOSKOP Cornelia Mooslechner-Brüll

Steckst du manchmal fest? Fragst du dich, ob das schon alles war, wie man eine gute Entscheidung trifft oder was ein erfülltes Leben wirklich ausmacht? Du bist nicht allein. Mein Name ist Cornelia Mooslechner-Brüll, und als philosophische Praktikerin begleite ich dich im Philo Pod auf der Suche nach Antworten. Gemeinsam nehmen wir die großen Themen des Lebens unter die Lupe: Liebe und Verlust, Glück und Zweifel, Sinn und Tod. In Gesprächen mit inspirierenden Gästen, durch Rezensionen philosophischer Neuerscheinungen und praktische Impulse finden wir Klarheit, wo vorher Verwirrung war. Dies ist kein Podcast für schnelle Antworten, sondern für die richtigen Fragen – die Fragen, die dein Leben verändern. Bist du bereit, dein Leben zu prüfen? Dann hör jetzt rein. Mehr Inspiration findest du auf www.philoskop.org. Nähere Infos über PHILOSKOP https://www.philoskop.org/und weiteren Veranstaltungen unterhttps://www.philoskop.org/termine 

  1. Das Antlitz des Anderen mit Emmanuel Levinas

    Jun 29

    Das Antlitz des Anderen mit Emmanuel Levinas

    Das Antlitz des Anderen: Levinas und die Ethik als erste Philosophie Was passiert in dem Moment, wenn jemand zurückschaut? Nicht feindlich, nicht freundlich — einfach: er schaut. Für Emmanuel Levinas ist genau dieser Moment der Ausgangspunkt der gesamten Philosophie. In dieser Folge tauchen wir in sein Hauptwerk Totalität und Unendlichkeit (1961) ein — eines der wirkungsmächtigsten und gleichzeitig schwierigsten Bücher des 20. Jahrhunderts. Mein Versprechen: Du verstehst danach, was Levinas eigentlich sagen will — und warum es dich etwas angeht. Was dich erwartet: Wer war Emmanuel Levinas — und warum ist sein Leben untrennbar von seiner Philosophie? Levinas wächst in Litauen auf, bringt die Phänomenologie nach Frankreich, wird im Zweiten Weltkrieg in ein deutsches Arbeitslager deportiert. Seine Familie wird ermordet. Seine Philosophie ist keine akademische Übung — sie ist eine Antwort auf das Böse, das entsteht, wenn Menschen das Antlitz des Anderen nicht mehr sehen. Wo steht Levinas in der Philosophiegeschichte? Er kommt von Husserl und Heidegger — und macht dann eine radikale Wendung. Beide, sagt er, haben den Anderen letztlich assimiliert: zu einem Inhalt meines Bewusstseins, zu einem Teil meiner Welt gemacht. Levinas will den Anderen als wirklich, absolut Anderen denken. Die Schlüsselbegriffe, ohne die Levinas kaum zu lesen ist: Das Selbe, der Andere, das Antlitz, Unendlichkeit, Totalität, Epiphanie, Verantwortung, Ethik als erste Philosophie. Der dramatischste Satz im Text: „Du wirst keinen Mord begehen." — Nicht als religiöses Gebot. Sondern als das, was das Antlitz des Anderen durch seine bloße, schutzlose Präsenz spricht. Levinas im Vergleich — kurz und klar: Husserl, Heidegger, Sartre, und ein Bezug zur letzten Folge über Hermann Schmitz. Und schließlich: Was bedeutet das für dein Leben? Vier konkrete Fragen, die nicht loslassen. Fragen für deine Woche: Wann hast du zuletzt jemanden wirklich als Antlitz wahrgenommen — nicht als Funktion, nicht als Typ?Gibt es Menschen in deinem Alltag, die du in eine Kategorie einsperrst und damit unsichtbar machst?Wie fühlt sich Verantwortung an, die du nicht gewählt hast — und wie gehst du damit um?Levinas sagt, der Frieden ist ursprünglicher als der Krieg. Glaubst du das?Literatur zur Folge: Emmanuel Levinas: Totalität und Unendlichkeit. Versuch über die Exteriorität (frz. Original 1961, dt. Übersetzung: Verlag Karl Alber) — Abschnitt: Antlitz und Ethik Zum Einstieg empfohlen: Emmanuel Levinas: Ethik und Unendliches. Gespräche mit Philippe Nemo — kurz, zugänglich, auf Deutsch erhältlich. Mehr von PHILOSKOP: 🌐 www.philoskop.org 📚 E-Learning-Kurse: Philosophisch leben · Weisheit der Stoa · Philosophie Masterclass 🎓  Ausbildung Philosophieren mit Kindern: www.philosophierenmitkindern.com  📩 Newsletter abonnieren — philosophische Impulse, direkt ins Postfach Ich freue mich auf eine Begegnung. Cornelia Mooslechner-Brüll Wer so richtig ins Thema Lebenskunst einsteigen möchte, sieht sich hier um! hier kannst du lernen mit Kindern zu philosophieren alle philosophischen Veranstaltungen finden sich hier und hier geht's zum Newsletter Ich freu mich auf eine Begegnung! Cornelia Mooslechner-Brüll

    35 min
  2. Gefühle als Atmosphären mit Hermann Schmitz

    Jun 21

    Gefühle als Atmosphären mit Hermann Schmitz

    Kennst du das Gefühl, wenn die drückende Trauer in einem Raum fast physisch greifbar ist? Oder wenn dich eine plötzliche Panik wie aus dem Nichts packt? Jahrhundertelang hat uns die abendländische Philosophie (und auch die moderne Psychologie) beigebracht, dass Gefühle lediglich private Zustände sind, die unsichtbar in unserem Kopf oder unserer „Seele“ stattfinden. In dieser Episode von PhiloPod dekonstruieren wir diese Illusion. Wir widmen uns dem radikalen Denken von Hermann Schmitz und seiner „Neuen Phänomenologie“. Schmitz holt uns aus dem Gefängnis der inneren Psycho-Box und zeigt auf faszinierende Weise: Wir sind keine isolierten Gehirne. Wir sind leibliche Wesen, und unsere Gefühle sind reale, räumliche Mächte, die uns unmittelbar ergreifen. In dieser Folge erfährst du: Der Irrtum des Psychologismus: Warum die Vorstellung einer privaten, isolierten Innenwelt (oder Seele) eine philosophische Sackgasse ist.Körper vs. Leib: Was der Unterschied zwischen unserem anatomisch messbaren Körper und unserem spürbaren Leib ist.Der vitale Antrieb: Wie das leibliche Wechselspiel aus Enge (Spannung) und Weite (Schwellung) unseren Lebensmotor bildet – und was passiert, wenn dieser durch einen Schreck plötzlich abreißt.Gefühle als Atmosphären und „Halbdinge“: Warum Freude, Trauer oder Wut objektive Kräfte im flächenlosen Raum sind, die den gleichen Realitätsgehalt haben wie der Wind oder eine Melodie.Die Primitive Gegenwart: Was im Moment von extremem Schmerz passiert und warum dies unser absoluter „Nullpunkt“ des Selbstbewusstseins ist.Das Erbe der Neuen Phänomenologie: Warum Hermann Schmitz klassische Denker wie Husserl oder Kant hinter sich lässt und uns den Zugang zu unserer echten, unwillkürlichen Lebenserfahrung zurückgibt.Tauche mit uns ein in eine Philosophie, die du im wahrsten Sinne des Wortes am eigenen Leib spüren kannst! Literatur zur Folge: Die Inhalte dieser Episode basieren auf Hermann Schmitz' Werk: Kurze Einführung in die Neue Phänomenologie (Verlag Karl Alber). Mehr von PhiloPod und zur philosophischen Lebenskunst: Wenn du philosophische Konzepte nicht nur theoretisch durchdenken, sondern praktisch in deinen Alltag integrieren möchtest, besuche unsere Webseite. Dort findest du alle weiteren Episoden, tiefgehende Artikel und Angebote zur philosophischen Praxis: 👉 www.philoskop.org Dir gefällt der Podcast? Dann abonniere uns, hinterlasse eine ehrliche Bewertung und teile diese Folge mit Menschen, die Philosophie nicht nur im Kopf, sondern im echten Leben erfahren wollen! Wer so richtig ins Thema Lebenskunst einsteigen möchte, sieht sich hier um! hier kannst du lernen mit Kindern zu philosophieren alle philosophischen Veranstaltungen finden sich hier und hier geht's zum Newsletter Ich freu mich auf eine Begegnung! Cornelia Mooslechner-Brüll

    30 min
  3. Zurück in den Körper: Wie wir die Welt wirklich begreifen mit Merleau-Ponty

    Jun 5

    Zurück in den Körper: Wie wir die Welt wirklich begreifen mit Merleau-Ponty

    Über diese Folge: Ordnet allein unser Verstand die Welt, während der Körper nur passive Signale empfängt? In dieser Episode von Philo Pod räumen wir mit diesem klassischen Irrtum auf. Anhand von Maurice Merleau-Pontys "Primat der Wahrnehmung" holen wir die Philosophie aus der abstrakten Theorie zurück auf den Boden der Tatsachen – direkt in unseren lebendigen Leib.  Themen dieser Episode: Wahrnehmung vor Verstand: Warum wir die Welt nicht wie ein logisches Puzzle errechnen, sondern durch körperliches Handeln buchstäblich "begreifen". Die "praktische Synthese": Am Beispiel einer Lampe zeigen wir, wie unser Körper selbst verborgene Seiten von Dingen unmittelbar erfasst. Die Begegnung mit dem Anderen: Warum wir andere Menschen nicht erst durch Logik verstehen, sondern ihren Leib direkt als Träger von Handlungen wahrnehmen. Wissenschaft vs. Erfahrung: Wie Merleau-Ponty die abstrakten Modelle der Wissenschaft wieder "auf die Erde" herabbringt und in unserer leiblichen Erfahrung verankert. Mehr von Philo Pod: Weitere Episoden, Artikel und Angebote zur philosophischen Praxis findest du auf www.philoskop.org. Dir gefällt der Podcast? Abonniere uns, lass eine Bewertung da und teile die Folge mit allen, die Philosophie wirklich im Alltag erleben wollen! Wer so richtig ins Thema Lebenskunst einsteigen möchte, sieht sich hier um! hier kannst du lernen mit Kindern zu philosophieren alle philosophischen Veranstaltungen finden sich hier und hier geht's zum Newsletter Ich freu mich auf eine Begegnung! Cornelia Mooslechner-Brüll

    28 min
  4. Der Blick des Anderen mit Jean-Paul Sartre

    Jun 1

    Der Blick des Anderen mit Jean-Paul Sartre

    Sartre und der Blick des Anderen: Wenn wir zu Objekten erstarren Kennst du das Gefühl, dich völlig unbeobachtet zu fühlen – und plötzlich bemerkst du, dass dich jemand ansieht? In dieser Folge von Philo Pod tauchen wir tief in den französischen Existenzialismus ein und widmen uns Jean-Paul Sartres monumentalem Hauptwerk "Das Sein und das Nichts". Wir analysieren Sartres berühmte Philosophie des Blicks und klären, warum die Anwesenheit eines anderen Menschen laut Sartre unseren absoluten "Sündenfall" bedeutet. Wir entschlüsseln eine seiner bekanntesten Passagen – die Schlüsselloch-Szene – und übersetzen sein komplexes philosophisches Vokabular in greifbare Lebensrealität. In dieser Episode diskutieren wir: Der philosophische Hintergrund: Wie Edmund Husserls Phänomenologie und Martin Heideggers Konzepte (wie Faktizität und Zu-Sein-Haben) Sartres radikale Philosophie der Freiheit prägten.Das Schlüsselloch-Experiment: Was in unserem Bewusstsein passiert, wenn wir völlig unreflektiert in einer Handlung aufgehen (das flüchtige "Für-sich" und unser "eigenes Nichts").Der Einbruch des Anderen: Wie wir durch das bloße Geräusch von Schritten plötzlich Scham empfinden, aus unserer Welt herausfallen und zu einem greifbaren Objekt ("An-sich") erstarren.Die Welt als Werkzeugkasten: Wir erklären Sartres Konzepte von "Utensilien", "Utensilienkomplexen" und den "Potentialitäten", die uns die Dinge um uns herum anbieten.Die Entfremdung der Freiheit: Was Sartre mit "transzendierter Transzendenz" meint und warum der Andere der "versteckte Tod" unserer eigenen Möglichkeiten ist, der unsere Freiheit zu einer bloßen Wahrscheinlichkeit macht.Eine intensive, schonungslose, aber am Ende zutiefst befreiende Folge über die Macht der Blicke, die Entstehung der Scham und unsere absolute Freiheit. Mehr von Philo Pod und zur philosophischen Lebenskunst: Besuche unsere Webseite für weitere Episoden, Artikel und unsere E-Learning-Kurse: www.philoskop.org Dir gefällt der Podcast? Dann abonniere uns, hinterlasse eine Bewertung und teile die Folge mit Menschen, die vor kontroversen Debatten nicht zurückschrecken! Wer so richtig ins Thema Lebenskunst einsteigen möchte, sieht sich hier um! hier kannst du lernen mit Kindern zu philosophieren alle philosophischen Veranstaltungen finden sich hier und hier geht's zum Newsletter Ich freu mich auf eine Begegnung! Cornelia Mooslechner-Brüll

    44 min
  5. Raus aus dem Kopf, rein in die Welt – Heideggers „Sein und Zeit“ (Teil 1)

    Apr 15

    Raus aus dem Kopf, rein in die Welt – Heideggers „Sein und Zeit“ (Teil 1)

    Über diese Folge: Sitzen wir als isoliertes Bewusstsein in unserem Kopf und betrachten die Welt da draußen wie durch ein Fenster? Wenn es nach Martin Heidegger geht, ist diese Vorstellung der größte Irrtum der abendländischen Philosophie! In dieser Folge von PhiloPod wagen wir uns an eines der einflussreichsten (und sprachlich berüchtigtsten) Werke des 20. Jahrhunderts: „Sein und Zeit“. Wir entzaubern Heideggers sperriges Vokabular, übersetzen es in den Alltag und klären, warum wir die Welt nicht in erster Linie theoretisch „erkennen“, sondern praktisch in ihr „wohnen“. Macht es euch gemütlich (oder noch besser: macht euch einen Kaffee, das passt perfekt zur Folge!) und lasst uns gemeinsam das philosophische Labyrinth von Heidegger erkunden. In dieser Folge erfährst du: Husserl vs. Heidegger: Wie Heidegger die Phänomenologie seines Lehrers radikal umkrempelt und den Fokus vom „Bewusstsein“ auf die nackte Existenz lenkt.Das Dasein: Warum Heidegger den Begriff „Mensch“ oder „Subjekt“ ablehnt und was die sogenannte „Jemeinigkeit“ bedeutet.In-der-Welt-sein: Warum wir nicht in der Welt sind wie das Wasser in einem Glas, sondern wie wir in unserem Element sind. Und: Warum ein Stuhl streng genommen niemals eine Wand berühren kann.Das Besorgen: Warum unser Normalzustand nicht das kühle, wissenschaftliche Beobachten ist, sondern der völlig vertraute, praktische Umgang mit unserer Umwelt.Der philosophische Paukenschlag: Wie die klassische Erkenntnistheorie entsteht und warum wir Dinge erst dann theoretisch anstarren, wenn unser Werkzeug (oder die Kaffeemaschine) kaputtgeht.Wichtige Begriffe aus der Folge (Mini-Glossar): Dasein: Heideggers Bezeichnung für uns Menschen – das einzige Wesen, das sich Gedanken über seine eigene Existenz macht.In-der-Welt-sein: Die absolute, unauflösbare Einheit von uns und der Welt. Es gibt kein isoliertes „Ich“ ohne Weltbezug.Besorgen: Unser alltäglicher, praktischer Umgang mit den Dingen (z.B. Kaffee kochen, hämmern, Dinge verwenden), bei dem wir völlig in unsere Umwelt vertieft sind.Weltlichkeit: Die Welt ist kein physischer Container voller Objekte, sondern ein Bedeutungsnetz, das durch unser Dasein aufgespannt wird (die Umwelt).📚 Erwähnte Werke & Denker: Martin Heidegger: Sein und Zeit (1927)Edmund Husserl (Begründer der Phänomenologie)Lust auf mehr Philosophie im Alltag? Wenn euch diese Folge geholfen hat, Heidegger ein bisschen besser zu verstehen, lasst gerne eine Bewertung für den PhiloPod da und teilt die Folge mit jemandem, der auch mal den Kopf durchlüftet haben möchte. 🔗 Mehr philosophische Denkanstöße findet ihr auf www.philoskop.org Wer so richtig ins Thema Lebenskunst einsteigen möchte, sieht sich hier um! hier kannst du lernen mit Kindern zu philosophieren alle philosophischen Veranstaltungen finden sich hier und hier geht's zum Newsletter Ich freu mich auf eine Begegnung! Cornelia Mooslechner-Brüll

    19 min
  6. Was schulden wir der Welt? Menschenrechte mit Hannah Arendt und Simone Weil

    Apr 9

    Was schulden wir der Welt? Menschenrechte mit Hannah Arendt und Simone Weil

    Was schulden wir der Welt? Arendt, Weil und die Rettung der Menschenrechte Über diese Folge: In einer Zeit von globalen Krisen, Flucht und dem Erstarken autoritärer Tendenzen stellen wir uns im Philo Pod einer gewaltigen Leitfrage: Was schulden wir der Welt? Um tragfähige Antworten zu finden, blicken wir auf zwei der brillantesten und kompromisslosesten Philosophinnen des 20. Jahrhunderts: Hannah Arendt und Simone Weil. Beide erlebten den Zusammenbruch der traditionellen Menschenrechte durch den Totalitarismus der 1930er und 40er Jahre. Und obwohl sie sich nie begegnet sind, führen sie in ihren Werken eine faszinierende, „beispiellose Unterhaltung“. Während Arendt die Rettung des Menschen im politischen Raum und der Zugehörigkeit sucht, fordert Weil eine radikale ethische Umkehr und spirituelle Aufmerksamkeit. Wir diskutieren, warum eine wahre Rehumanisierung unserer Gesellschaft zwingend beide Wege erfordert. Themen dieser Episode: Die Krise der Menschenrechte: Warum die abstrakte Idee der „angeborenen“ Rechte in der Realität der Staatenlosigkeit und Vertreibung versagt.Hannah Arendts Weg nach außen: Warum das grundlegendste aller Rechte das „Recht, Rechte zu haben“ ist – also die aktive Mitgliedschaft in einer von Menschen geschaffenen politischen Gemeinschaft.Simone Weils Weg nach innen: Warum unsere Verpflichtungen gegenüber anderen unseren eigenen Rechten absolut vorausgehen und wie die Krankheit der „Entwurzelung“ unsere moderne Gesellschaft bedroht.Homers Ilias und die Gewalt: Was uns die Antike über das verdinglichende Wesen der Gewalt lehrt und warum wahrer Kosmopolitismus bedeutet, die Wahrheit unparteiisch zu betrachten und das Leid des Feindes anzuerkennen.Rettung im Alltag: Wie wir unsere Menschlichkeit bewahren – durch Weils radikale spirituelle „Aufmerksamkeit“ für den Leidenden und Arendts politische Übung, im Geiste bei anderen „auf Besuch zu gehen“.Links & Ressourcen: Diese Folge basiert auf dem Vortrag: „Was schulden wir der Welt? Menschenrechte und Kosmopolitismus bei Arendt und Weil neu gedacht“ von Dr.in Cornelia Mooslechner-Brüll.Mehr zur philosophischen Lebenskunst, E-Learning-Kurse und weitere Episoden findet ihr auf unserer Webseite: www.philoskop.orgDir gefällt der Philo Pod? Dann abonniere unseren Podcast, hinterlasse eine positive Bewertung und teile diese Folge mit Menschen, die sich für tiefgründige Philosophie, Politik und gesellschaftliche Verantwortung interessieren! Wer so richtig ins Thema Lebenskunst einsteigen möchte, sieht sich hier um! hier kannst du lernen mit Kindern zu philosophieren alle philosophischen Veranstaltungen finden sich hier und hier geht's zum Newsletter Ich freu mich auf eine Begegnung! Cornelia Mooslechner-Brüll

    48 min
  7. Husserl: Vom philosophischen Lockdown zur geteilten Welt

    Apr 2

    Husserl: Vom philosophischen Lockdown zur geteilten Welt

    Das Rätsel des Anderen (V. Cartesianische Meditation) Willkommen zurück bei PhiloPod! In der letzten Folge haben wir uns mit Edmund Husserl in unser eigenes Bewusstsein eingesperrt (die berühmte Epoché). Wir wussten absolut sicher: Ich existiere. Aber was ist mit dem Rest der Welt? Heute wagen wir den Ausbruch aus diesem philosophischen Lockdown. Wir stellen uns der vielleicht spannendsten Frage der Phänomenologie: Wie können wir jemals wissen, dass die anderen Menschen da draußen wirklich ein Bewusstsein haben und nicht nur seelenlose Roboter sind? Husserl zeigt uns, wie wir durch "Paarung", "Einfühlung" und "Appräsentation" eine gemeinsame Realität erschaffen. Eine Folge über Einsamkeit, echte Empathie und die Gefahr von Filterblasen. 🧠 Der Begriffs-Spickzettel zur Folge Husserls Sprache ist berüchtigt. Hier sind die wichtigsten Begriffe dieser Folge kurz und knackig übersetzt: Primordinal (Die Eigenheitssphäre): Der radikale Nullpunkt der Erfahrung. Das, was absolut und unteilbar nur mir gehört (mein Bewusstseinsstrom und mein von innen gespürter Leib), wenn man alles Kulturelle und Fremde wegdenkt.Appräsentation: Das "Mit-vorstellen". Wir sehen das Bewusstsein des Anderen nie direkt, sondern wir sehen nur seinen physischen Körper. Durch diesen Körper wird uns sein Innenleben appräsentiert (indirekt mitgegeben).Paarung: Ein unbewusster, passiver Prozess unseres Bewusstseins. Wir sehen einen Körper, der uns ähnlich ist, und übertragen automatisch den Sinn unseres eigenen "Ichs" auf ihn.Intersubjektivität: Die geteilte, gemeinschaftliche Welt. Für Husserl gibt es keine "objektive" Realität ohne den Anderen, der diese Realität mit uns teilt und bestätigt.💡 Fragen für deinen Alltag (Philo-Praxis) Nehmt diese Fragen aus der Folge gerne mit in eure Woche und diskutiert sie mit Freunden: Das Rätsel der Empathie: Wenn ich immer nur von meinem Körpergefühl auf dein Körpergefühl schließe – fühle ich dann wirklich mit dir, oder erinnere ich mich in Wahrheit nur an meinen eigenen Schmerz?Die Grenze des Verstehens: Wenn unser Begreifen des Anderen immer auf Ähnlichkeit beruht (Paarung), scheitern wir dann zwangsläufig daran, Wesen zu verstehen, die uns radikal fremd sind?Verlust der Welt: Wenn die "objektive Realität" eine Vergemeinschaftung unserer Perspektiven ist – was passiert heute, wenn diese gemeinsame Basis zerbricht? Leben Menschen in unterschiedlichen digitalen Filterblasen phänomenologisch gesehen in verschiedenen Welten?📚 Lektüre zur Folge Wir haben heute primär gelesen aus: Edmund Husserl: Cartesianische Meditationen. Fokus auf die V. Meditation (§§ 50 bis 55).🔗 Mehr von uns: Alle weiteren Infos wie immer auf unserer Website unter www.philoskop.org. Wenn euch die Folge gefallen hat, lasst uns gerne eine Bewertung da und abonniert den PhiloPod überall dort, wo es Podcasts gibt! Wer so richtig ins Thema Lebenskunst einsteigen möchte, sieht sich hier um! hier kannst du lernen mit Kindern zu philosophieren alle philosophischen Veranstaltungen finden sich hier und hier geht's zum Newsletter Ich freu mich auf eine Begegnung! Cornelia Mooslechner-Brüll

    24 min
  8. Zurück zu den Sachen selbst – Husserls Phänomenologie (möglichst) einfach erklärt

    Mar 27

    Zurück zu den Sachen selbst – Husserls Phänomenologie (möglichst) einfach erklärt

    Zurück zu den Sachen selbst – Husserls Phänomenologie einfach erklärt In dieser Episode knöpfen wir uns einen Denker vor, dessen Ideen unsere Sicht auf die Welt und unser eigenes Bewusstsein radikal verändern können: Edmund Husserl. Husserl wollte die Philosophie endlich zu einer absolut „strengen Wissenschaft“ machen – frei von allen unbewussten Vorurteilen und Automatismen. Wie schaffen wir das? Indem wir aus unserer alltäglichen Sichtweise ausbrechen und lernen, die Welt buchstäblich „in Klammern zu setzen“. Wir tauchen tief in Husserls Meisterwerk „Ideen zu einer reinen Phänomenologie und phänomenologischen Philosophie“ ein und bauen uns unser eigenes phänomenologisches Labor auf. Macht es euch bequem, spitzt die Ohren und lernt euer eigenes Bewusstsein völlig neu kennen! In dieser Folge erfährst du: Die „Natürliche Einstellung“: Warum wir die Welt im Alltag völlig fraglos als „einfach da“ hinnehmen und was die „Generalthesis“ ist.Die Epoché (Einklammerung): Wie wir unsere feste Überzeugung über die Realität der Welt „außer Aktion“ setzen – und warum Husserl dabei einen völlig anderen Weg geht als René Descartes mit seinem universellen Zweifel.Das phänomenologische Residuum: Was bleibt eigentlich noch übrig, wenn wir die gesamte Natur und Welt ausklammern? (Spoiler: Das reine Bewusstsein).Intentionalität: Warum unser Geist wie ein Scheinwerfer funktioniert und unser Bewusstsein immer „Bewusstsein von etwas“ ist.Die reflektive Blickwendung: Die geniale philosophische Methode, mit der wir unser eigenes Wahrnehmen, Fühlen und Denken wissenschaftlich beobachten können.Wichtige Begriffe aus der Folge (Mini-Glossar): Phänomenologie: Eine philosophische Methode, die untersucht, wie uns die Welt im Bewusstsein unmittelbar erscheint, bevor wir sie theoretisch zerdenken.Epoché: Das „Einklammern“ oder die Urteilsenthaltung bezüglich der Existenz der äußeren Welt.Intentionalität: Die Eigenschaft unseres Bewusstseins, immer auf einen Gegenstand gerichtet zu sein (auch wenn dieser nur fiktiv ist).📚 Erwähntes Werk: Edmund Husserl: Ideen zu einer reinen Phänomenologie und phänomenologischen PhilosophieWer so richtig ins Thema Lebenskunst einsteigen möchte, sieht sich hier um! hier kannst du lernen mit Kindern zu philosophieren alle philosophischen Veranstaltungen finden sich hier und hier geht's zum Newsletter Ich freu mich auf eine Begegnung! Cornelia Mooslechner-Brüll

    24 min

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