Master of Scaling: Marketing messbar machen – mit Ads, Automatisierung & KI

Christoph Mohr, Jörg Ullmann, Master of Search GmbH

Master of Scaling – der Podcast für Geschäftsführer/innen und Marketingverantwortliche in KMU, die ihr digitales Wachstum endlich messbar steuern wollen. Ob Google, Meta oder KI-gestützte Automatisierung: Wir zeigen dir, wie du mit klaren Prozessen, strategischen Entscheidungen und smartem Tracking mehr Sichtbarkeit, mehr Leads und mehr Umsatz erreichst – ganz ohne blindes Agentur-Roulette. In jeder Folge bekommst du konkrete Einblicke, Best Practices und praxisnahe Tipps zu: - Google Ads, Meta Ads & datengetriebenem Kampagnenaufbau - Automatisierung & KI im Marketingalltag - Sauberen Tracking-Setups mit GA4, Consent Mode & Tag Manager - Strategischem Denken statt Tool-Chaos Für alle, die ihr Marketing nicht nur umsetzen, sondern verstehen und skalieren wollen.

  1. 1d ago

    Weihnachtsgeschäft: Was du im Oktober noch tun kannst

    Über den Sommer läuft kaum Werbebudget, kurz vor der Saison wird kräftig aufgedreht. Das klingt vernünftig, kostet im Weihnachtsgeschäft aber oft Geld. Google Ads und Meta Ads brauchen Zeit, um zu lernen, wer bei dir kauft. Wer erst im November startet, bezahlt diese Lernzeit genau dann, wenn die Klickpreise am höchsten sind. ---- Warum Werbekampagnen Vorlauf brauchen Einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt baust du auf, bevor der Markt öffnet. Im Werbekonto ist es genauso: Jede neue oder komplett umgebaute Kampagne startet mit einer Lernphase. • In der Praxis solltest du dafür mindestens eine, besser zwei bis vier Wochen einplanen • In der Lernphase zahlst du in der Regel mehr pro Ergebnis • Im November sind deutlich mehr Mitbewerber aktiv, die Klickpreise steigen ---- Was du im Oktober noch tun kannst • Conversion-Tracking selbst testen: auf eine eigene Anzeige klicken, bestellen und am nächsten Tag prüfen, ob die Conversion mit dem richtigen Wert im Konto ankommt • Saison-Kampagnen jetzt mit kleinem Budget aktivieren, damit Daten zu Klickrate, Anzeigentexten und Suchbegriffen zusammenkommen • Produktfeed im Google Merchant Center und im Meta-Katalog prüfen: Bilder, Preise, Verfügbarkeit, Titel und Beschreibungen • Landingpages ehrlich ansehen: aktuell, klar aufgebaut, überzeugende Texte? • Mit dem Keyword-Planer und Google Trends nachsehen, ab wann die Nachfrage in deinem Bereich anzieht ---- Was du ab Ende November besser lässt In der Hochphase kostet jede neue Lernphase am meisten, weil deine Kunden kaufen möchten und dein Wettbewerb viel Budget einsetzt. Das gilt auch für Black Friday, für den viele Händler schon ein bis zwei Wochen vorher starten. • Keine neuen Kampagnen mit neuer Gebotsstrategie starten • Bestehende Kampagnen nicht grundlegend umbauen • Budget lieber schrittweise von Oktober bis Dezember erhöhen ---- Dein nächster Schritt Geh die Punkte jetzt im Oktober durch. Dann bleibt Zeit, Fehler in Ruhe zu beheben, statt im November kurzfristig Dienstleister zu suchen, die dann selbst kaum Kapazität haben. ---- Du möchtest wissen, ob dein Konto für das Weihnachtsgeschäft bereit ist? Schreib uns kurz: https://www.master-of-scaling.de/kontakt/?utm_source=podcast&utm_medium=beschreibung

  2. 5d ago

    Google Ads Updates: Wo du wieder selbst steuern kannst

    Jahrelang hieß es bei Google Ads: Vertrau der Automatik. Klicks kamen rein, wohin das Budget genau floss, blieb oft offen. Jetzt gibt Google an mehreren Stellen wieder Stellschrauben zurück. Du musst nur wissen, wo sie sitzen. ---- Performance Max: Marke ausschließen, Shopping trotzdem zeigen Viele schließen ihre Markenbegriffe in Performance Max aus, etwa weil eine eigene Markenkampagne läuft. Bei Shops war das bisher ein Zielkonflikt: Wer nach deiner Marke sucht, soll ja trotzdem deine Produkte sehen. • Neues Häkchen bei den Markenausschlüssen: Shopping-Anzeigen bei Suchanfragen mit ausgeschlossenen Marken zulassen • Gilt nur für Shopping-Anzeigen, nicht für Text- oder andere Formate • Meine Empfehlung für Shops mit starker Eigenmarke oder Markenartikeln: setzen ---- Kanäle in Performance Max gewichten (Beta) Den Bericht zur Kanalleistung gibt es schon länger. Er zeigt, wie Google dein Budget zwischen Suche, YouTube, Display, Discover, Gmail und Maps verschiebt. Das erklärt oft, warum Klickpreise und ROAS plötzlich schwanken. • Neu in einer Beta: Kanäle stärker oder schwächer gewichten, teils wohl auch ausschließen • Sinnvoll, wenn ein Kanal viele Klicks, aber keine Anfragen oder Verkäufe bringt • Offene Frage: Wie viel Performance Max bleibt übrig, wenn du am Ende nur noch Suche zulässt? • Wann die Funktion für alle Konten kommt, ist noch nicht bekannt ---- AI Max: Deine Keyword-Arbeit zählt wieder AI Max hat in vielen Konten zu sehr allgemeinen Suchanfragen geführt. Aus „Samsung Galaxy S kaufen" wurde dann schnell nur „Samsung". Laut einer Google-Mitarbeiterin berücksichtigt AI Max genau passende Keywords und Wortgruppen jetzt wieder, statt sie zu überstimmen. • Genau passend und Wortgruppe bleiben die wertvollsten Signale • Deine Keyword-Struktur musst du nicht über den Haufen werfen • AI Max gilt bisher als Voraussetzung für Anzeigen in Googles KI-Umgebungen wie Gemini ---- Promotion Mode: ROAS-Spielraum für Aktionszeiträume (Beta) Für einen festen Zeitraum darfst du deinen Ziel-ROAS in Such- und Performance-Max-Kampagnen bewusst unterschreiten, zum Beispiel um 20 bis 30 Prozent. Danach springt die Kampagne automatisch auf deine Standardeinstellung zurück. • Passt zu Black Friday, Aktionswochen oder Abverkauf einzelner Kategorien • Google bietet im Aktionszeitraum höher, wo die Conversion Rate ohnehin steigt ---- Was wegfällt: kostenlose Shopping-Einträge in der EU Seit Mitte September gibt es in der EU keine kostenlosen Produkteinträge mehr, vermutlich im Zusammenhang mit dem Digital Markets Act. Wer bisher nur über das Merchant Center kostenlose Klicks bekam, sieht dort jetzt null. • Prüf im Merchant Center oder in Google Analytics, ob diese Klicks bei dir weggebrochen sind • War der Kanal relevant, kann schon eine Standard-Shopping-Kampagne mit kleinem Tagesbudget die Lücke schließen ---- Du möchtest wissen, welche dieser Stellschrauben in deinem Konto Geld bringen würde? Schreib uns kurz: https://www.master-of-scaling.de/kontakt/?utm_source=podcast Jede Woche ein Praxisimpuls zu Google Ads und Tracking: https://www.master-of-scaling.de/google-ads-analytics-newsletter/ Die Folge als Video: https://youtu.be/ZH9CTFjKE5E Christoph Mohr ist Google Ads Trainer seit 2015, gemeinsam mit Jörg Ullmann betreut Master of Scaling über 850 Kundenprojekte. LinkedIn: Christoph Mohr https://www.linkedin.com/in/christophmohr/

  3. Sep 27

    ChatGPT Ads: Lohnt sich der neue Kanal für dich?

    Seit Ende August können auch deutsche Unternehmen Werbung in ChatGPT buchen. Seitdem kommt fast täglich dieselbe Frage: Müssen wir da jetzt rein? Die Antwort hängt weniger am Budget als daran, wer deine Kunden sind und in welchem Tarif sie unterwegs sind. ---- Wie Werbung in ChatGPT aussieht Die Anzeige steht unter der Antwort, nicht darin. Sie ist als gesponsert gekennzeichnet und vom Antworttext getrennt. • Werbung beeinflusst die Antworten von ChatGPT nicht • Werbetreibende bekommen die Gespräche der Nutzer nicht zu sehen • Nutzer steuern selbst, wie stark ihre Werbung personalisiert wird • Wer häufiger in den Antworten vorkommen will, braucht gute Inhalte, kein Werbebudget - das sind zwei getrennte Themen ---- Die wichtigste Frage: Wer sieht die Anzeigen überhaupt? Werbung erscheint in den kostenlosen Tarifen und im günstigen Einstiegstarif. Die bezahlten Tarife bleiben nach aktuellem Stand werbefrei. • Entscheider in größeren Unternehmen sitzen häufig in genau diesen bezahlten Tarifen • Für klassisches Geschäftskundengeschäft ist die erreichbare Zielgruppe damit kleiner, als die Nutzerzahlen vermuten lassen • Bei Endkunden und kleineren Betrieben ist die Wahrscheinlichkeit deutlich höher • Das ist der erste Filter, noch vor jeder Budgetfrage ---- Aussteuerung: Gesprächskontext statt Keywords Du buchst keine Suchbegriffe im klassischen Sinne. Das System nutzt den Zusammenhang des laufenden Gesprächs. • Du hinterlegst eher Themen und Situationen als einzelne Keywords • Dazu kommen bekannte Einstellungen: geografische Aussteuerung, Plattform, eigene Zielgruppen • In Europa greift die Aussteuerung je nach Land und Nutzereinstellung auf weniger Daten zurück • Datenschutzfreundlich, aber weniger fein steuerbar als gewohnt ---- Die Formate • Anzeige unter der Antwort: Text, Bild, Link auf deine Seite • Produktfeed-Kampagnen: aus deinem Katalog entstehen Anzeigen mit Bild, Titel, Preis und Bewertung, auch als Karussell • Gesponserte Assistenten: Rückfragen direkt in der Anzeige, aktuell nur mit ausgewählten Partnern • Für den Handel heißt das: Die Qualität deiner Produktdaten wird direkt zum Werbefaktor ---- Steuerung und Messung • Gebote nach Klicks oder ergebnisorientiert • Eigenes Pixel und eine Schnittstelle, über die du Abschlüsse zurückmeldest • Ohne saubere Messung ist jeder Test wertlos, egal wie klein das Budget war ---- Die Zahlen und wie du sie einordnest OpenAI berichtet von einer Milliarde Dollar Jahresumsatz in weniger als 200 Tagen und zehntausenden Werbetreibenden. Als Beispiel nennt OpenAI einen Händler mit dem dreifachen Umsatz je Werbeeuro über 28 Tage und einen Partner, laut dem über 80 Prozent der gewonnenen Besucher Neukunden waren. • Das sind Zahlen des Anbieters über ausgewählte Kunden, kein Branchendurchschnitt • Für den deutschen Markt gibt es noch keine belastbaren Klickpreise • Verlässliche Vergleichswerte zu Google Ads existieren bislang nicht Quellen: https://openai.com/index/expanding-access-to-ai-with-chatgpt-ads/ https://openai.com/index/our-approach-to-advertising-and-expanding-access/ https://ads.openai.com/ ---- Dein Entscheidungsrahmen Ein Test lohnt sich, wenn du Endkunden ansprichst, deine Produktdaten sauber sind und deine Messung funktioniert. Dann kaufst du dir Erfahrung, solange der Wettbewerb dünn ist. Eher noch nichts für dich, wenn deine Entscheider in den bezahlten Tarifen sitzen. Und klar noch nichts, wenn deine Messung nicht steht oder in Google Ads offensichtliche Lücken offen sind. Ein neuer Kanal repariert keinen undichten Trichter, er macht ihn teurer. Wenn du unsicher bist, wo du stehst: master-of-search.de

  4. Sep 23

    Man versteht dich nicht: was das im Verkauf kostet

    Neulich saß eine ganze Kundenrunde in einem Konferenzraum, Laptop in der Mitte, und ich habe die halbe Zeit damit verbracht zu raten, wer gerade spricht. Kluge Leute, gute Gedanken - angekommen ist vielleicht die Hälfte. Diese Folge handelt nicht von Technik. Sie handelt davon, dass schwer verständliche Menschen als weniger überzeugend wahrgenommen werden - und dass dir das niemand sagen wird. ---- Was bei schlechtem Ton im Kopf des Zuhörers passiert Wer dich schlecht versteht, hört nicht weniger. Er arbeitet mehr. Das Gehirn füllt Lücken, rekonstruiert Wörter, rät. Diese Aufmerksamkeit fehlt anschließend deinem Angebot. • Zwei Forscher haben denselben Vortrag in guter und in schlechter Tonqualität gezeigt • Der Inhalt war Wort für Wort identisch • Bei schlechtem Ton hielten die Zuschauer den Redner für weniger intelligent und weniger sympathisch • Auch das Thema selbst wurde als weniger wichtig eingestuft • Übertragen auf dein Verkaufsgespräch: Niemand sagt dir, der Ton war schlecht. Man sagt, wir melden uns Quelle: Newman und Schwarz, Good Sound Good Research, Science Communication https://journals.sagepub.com/doi/abs/10.1177/1075547018759345 ---- Die häufigste Fehlerquelle Sechs Menschen in einem Besprechungsraum und ein Laptop in der Mitte. Dieses eine Mikrofon nimmt alles auf, was im Raum passiert. • Es hebt Stimme und Raum gleichmäßig an, weil es weit entfernt steht • Lüftung, Nachhall und geschobene Stühle landen mit im Gespräch • Wer weiter weg sitzt, ist automatisch schlechter zu verstehen • Glatte Wände, großer Tisch, wenig Stoff sind akustisch der schlechteste Fall ---- Wie wir das bei uns gelöst haben Kein aufwendiges Setup, sondern eine Grundregel: Jeder hat sein eigenes Mikrofon direkt am Mund. • Jede Kollegin und jeder Kollege bei uns hat ein eigenes Headset aus der Jabra Evolve Reihe • Sitzen mehrere im selben Raum, geht trotzdem jeder mit eigenem Gerät in den Termin • Für Podcast und Video nutzen wir das Elgato Wave mit einem Mikrofonprozessor • Der Prozessor gleicht laute und leise Passagen an und hält Störgeräusche draußen • Das Headset ist die Pflicht, der Rest ist die Kür ---- Was du heute ändern kannst, in dieser Reihenfolge • Abstand zwischen Mund und Mikrofon verkürzen - ein einfaches Headset schlägt jedes teure Mikrofon in zwei Metern Entfernung • Jedem Teilnehmer ein eigenes Mikrofon geben, auch wenn alle im selben Haus sitzen • Den Raum entschärfen: Teppich, Vorhang, ein gefülltes Regal schlucken Nachhall • Dich selbst aufnehmen: zwei Minuten sprechen, anhören, ehrlich beurteilen ---- Dein nächster Schritt Mach die Aufnahme. Zwei Minuten in deinem Videotool, danach anhören. Die meisten hören sich dabei zum ersten Mal so, wie ihre Kunden sie jeden Tag hören. Das ist unangenehm und es ist der ehrlichste Test, den es gibt. Wenn du wissen willst, wie das in einer Zusammenarbeit klingt: master-of-scaling.de

  5. Sep 20

    Google Ads selbst machen oder abgeben?

    Es gibt Konten, die laufen in Eigenregie besser als bei jeder Agentur. Und es gibt Konten, die intern nie funktionieren werden, egal wie viel Mühe jemand hineinsteckt. Diese Folge hilft dir bei der Entscheidung, welcher Fall bei dir vorliegt. ---- Wann Eigenregie die richtige Entscheidung ist Manche Unternehmen sollten wir gar nicht betreuen. Das sagen wir auch so im Gespräch. • Das Angebot ist eng und stabil, die Zahl der relevanten Suchbegriffe überschaubar • Jemand im Haus hat wirklich Zeit dafür, nicht nebenbei zwischen zwei Terminen • Das Produktwissen sitzt intern und lässt sich schlecht auslagern • Das Werbebudget ist noch so klein, dass eine Betreuungspauschale den größten Teil davon auffressen würde ---- Die drei Stellen, an denen Eigenregie meistens scheitert Nicht am Handwerk im Konto. Sondern an Dingen, die man von innen schwer sieht. • Messung: Der Conversion-Wert ist geschätzt, das Tracking lückenhaft, also wird auf die falschen Signale optimiert • Zeit: Konten brauchen regelmäßige Aufmerksamkeit, das Tagesgeschäft gewinnt aber fast immer • Blickfeld: Wer nur das eigene Konto sieht, kennt keinen Vergleich und merkt nicht, was fehlt ---- Was intern bleiben sollte, auch wenn du abgibst Abgeben heißt nicht loslassen. Ein paar Dinge gehören immer zu dir. • Das Werbekonto selbst, inklusive Zugriff und Datenhistorie • Das Wissen darüber, was ein Auftrag wert ist und welche Anfragen sich lohnen • Die Rückmeldung aus dem Vertrieb, welche Leads brauchbar waren • Die Entscheidung über Budget und Ziel ---- Die Mischform, über die selten gesprochen wird Zwischen komplett selbst und komplett abgeben liegt mehr, als die meisten denken. • Struktur und Messung einmal sauber aufsetzen lassen, danach selbst weiterführen • Regelmäßige Durchsicht in festen Abständen statt laufender Betreuung • Einzelne Bereiche abgeben und den Rest intern behalten ---- Dein Entscheidungsrahmen Drei Fragen. Erstens: Weißt du, was eine Anfrage und was ein Auftrag bei dir wert ist? Zweitens: Hat jemand im Haus verlässlich Zeit für das Konto, jede Woche? Drittens: Rechtfertigt dein Budget die Kosten einer Betreuung? Dreimal ja spricht klar für Eigenregie. Bei zwei Nein wirst du intern auf Dauer nicht glücklich. Und wenn nur die Messung fehlt, ist das der Punkt, an dem du ansetzt - bevor du irgendetwas abgibst. Wenn du unsicher bist, wo du stehst: master-of-search.de

  6. Sep 16

    Die Fragen, die du jeder Agentur stellen solltest

    Fast jeder, mit dem wir sprechen, hat schon mit einer Agentur gearbeitet. Viele mit zwei, manche mit drei. Und die Frage, mit der sie in ein neues Gespräch gehen, lautet nicht "funktioniert Google Ads", sondern "warum sollte es diesmal anders laufen". Diese Folge beantwortet genau das - ohne über Wettbewerber herzuziehen, sondern anhand dessen, was man im Erstgespräch und im Konto tatsächlich prüfen kann. ---- Warum es beim letzten Mal schiefging In den allermeisten Fällen liegt es nicht daran, dass jemand schlecht gearbeitet hat. Es liegt an Mustern, die sich wiederholen. • Es wurde nie sauber gemessen, also wurde auf Klicks optimiert statt auf Aufträge • Betreut hat am Ende jemand anderes als der, der verkauft hat • Jeder Wechsel hat das Konto zurückgesetzt, statt auf Vorhandenem aufzubauen • Es gab jeden Monat einen Report, aber keine Entscheidung, die daraus folgte ---- Was du im Erstgespräch erkennen kannst Das Verkaufsgespräch ist die einzige Probe, die du vor der Unterschrift hast. Deshalb lohnt es sich, dort genauer hinzuhören. • Wird zuerst nach deinem Geschäft gefragt oder zuerst über Leistungen gesprochen • Sagt dir jemand ehrlich, was er noch nicht weiß, bevor er Zahlen nennt • Wer sitzt nach dem Abschluss tatsächlich im Konto, und ist diese Person im Gespräch dabei • Wird über Aufträge gesprochen oder nur über Klicks, Impressionen und Reichweite • Kommt eine konkrete Zusage zum Ergebnis, bevor überhaupt jemand ins Konto geschaut hat ---- Die Fragen, die du stellen solltest Diese Liste kannst du eins zu eins mitnehmen. Stell sie jeder Agentur, uns eingeschlossen. • Wer arbeitet nach dem Abschluss konkret an meinem Konto • Woran messt ihr Erfolg, und woher kommen diese Zahlen • Was passiert in den ersten dreißig Tagen, und was fasst ihr bewusst nicht an • Wem gehören Konto, Daten und Tracking, wenn wir uns trennen • Wie läuft die Zusammenarbeit, wenn etwas nicht funktioniert • Wann würdet ihr mir von einer Zusammenarbeit abraten ---- Was Transparenz praktisch bedeutet Transparenz ist kein Versprechen, sondern etwas, das man an Details erkennt. • Das Werbekonto gehört dir, nicht der Agentur, und du hast jederzeit Zugriff • Änderungen sind nachvollziehbar, jede Anpassung hat eine Begründung • Der Report erklärt, was daraus folgt, nicht nur, was passiert ist • Ein fester Ansprechpartner statt wechselnder Zuständigkeiten ---- Dein nächster Schritt Nimm die sechs Fragen aus dieser Folge in dein nächstes Gespräch mit. Du wirst nach spätestens zwanzig Minuten wissen, woran du bist - egal mit wem du sprichst. Und wenn du sie uns stellen willst: master-of-search.de

  7. Sep 13

    Offline Conversions: die 7-Tage-Frist, die kaum jemand kennt

    Du hast alles richtig gemacht. Die Aufträge landen im CRM, die Herkunft ist sauber hinterlegt, und einmal im Monat übermittelst du die Abschlüsse als Offline Conversion an Google. Im Konto stehen sie auch drin. Trotzdem erreicht deine Gebotsstrategie den Ziel-ROAS oder Ziel-CPA nicht. Das ist kein Gefühl, dafür gibt es einen konkreten Grund – und er steht in der Google-Dokumentation. ---- Zwei Fristen, von denen die meisten nur eine kennen • 90 Tage hast du Zeit, eine Offline Conversion nach dem Klick zu übermitteln. Danach steht sie korrekt in deinen Berichten, zugeordnet zum Tag des Klicks. • Sieben Tage gelten für die datengetriebene Attribution. Was später hochgeladen wird, läuft an diesem Modell vorbei. • Ab Tag acht heißt das: Conversion-Anzahl, Conversion-Wert, ROAS und CPA sehen sauber aus – das Gebotsmodell rechnet aber ohne diese Daten. • Die datengetriebene Attribution ist heute in den meisten Konten die Standardeinstellung, oft ohne aktive Entscheidung. ---- Wen das wirklich betrifft • Vor allem Lead-Generierung: Anfragen, Termine, Kontaktformulare, Newsletter-Anmeldungen. • Besonders im B2B, wo zwischen erster Anfrage und Vertragsabschluss Wochen oder Monate liegen können. • Weniger Online-Shops, die die Bestellung sofort zurückmelden und später höchstens Storno oder Retoure korrigieren. ---- Das zweite Thema: volatile Conversion-Daten • Zickzack-Kurven bei Conversion-Anzahl oder Conversion-Wert sind für den Algorithmus schwer zu verarbeiten. • Ein einzelner Ausreißertag kann Google das Signal geben, deutlich aggressiver zu bieten – mit mehr Budget, mehr Klicks, höheren Klickpreisen und in der Folge oft schlechterem ROAS. • Auch Tracking-Fehler erzeugen solche Ausschläge, etwa wenn ein Conversion-Code mehrfach ausgelöst wird. • Einzelne Tage lassen sich über eine erweiterte Gebotsanpassung von der Gebotsstrategie ausschließen. Eine garantierte Reaktion ist das nicht, aber wir sehen darauf häufig eine gute Anpassung. ---- Der Entscheidungsrahmen Wenn dein Vertriebsweg kurz ist: lade häufiger hoch, am besten täglich und automatisiert direkt aus dem CRM. Wenn zwischen Klick und Abschluss regelmäßig mehr als sieben Tage liegen: brauchst du eine Zwischenstufe. Melde innerhalb der sieben Tage zurück, ob die Anfrage inhaltlich gepasst hat. Der Algorithmus sucht dann mehr Menschen dieses Typs. Den echten Auftrag kannst du später weiterhin übermitteln, für das Bieten zählt er dann aber nicht mehr. Quelle zum Nachlesen: https://ppc.land/google-ads-attribution-ignores-offline-conversions-uploaded-after-7-days/ Wenn du nicht sicher bist, ob dein Setup trägt, findest du uns auf master-of-search.de

  8. Sep 9

    Google aktiviert AI Max – auch ohne deine Zustimmung

    Du schaust ins Google-Ads-Konto und irgendwas ist anders. Ungewohnte Suchbegriffe, mehr Klicks, höhere Kosten – obwohl du seit Wochen nichts umgestellt hast. Das kann an einer Änderung liegen, die Google seit dem 1. September ausrollt und bis Ende September in allen Konten durch haben will. ---- Was Google gerade aktiviert Google schaltet betroffene Suchkampagnen auf AI Max. Das ist keine neue Kampagnenart, sondern eine Erweiterung deiner bestehenden Suchkampagne. Kommuniziert wurde es, aber bewusst freigeben oder ablehnen kannst du es nicht. • Google darf selbst Sitelinks, Zusatzinformationen, Snippets und Texte von deiner Webseite nehmen • Google ordnet dir Suchbegriffe zu, die es thematisch für passend hält • Die Zielseiten-Erweiterung ist standardmäßig an – Google kann Leute auf eine andere Unterseite schicken als die, die du hinterlegt hast ---- Zwei Einstellungen entscheiden, ob es dich trifft Betroffen bist du nur, wenn eine von zwei Sachen in deinen Kampagneneinstellungen gesetzt ist. • Automatisch erstellte Assets sind aktiviert • Weitgehend passende Keywords sind auf Kampagnenebene geschaltet – nicht gemeint sind einzelne Keywords, die du in weitgehend passender Form eingebucht hast Hast du beides nicht aktiviert und ist AI Max bei dir aus, passiert erstmal nichts. Prüfen lohnt sich trotzdem. ---- Was wir aktuell in den Konten sehen Die Ergebnisse sind gemischt, mit Tendenz nach unten. In einigen Projekten kommen tatsächlich mehr Conversions und sinnvollere Suchbegriffe. Häufiger ist der andere Fall: Anzeigen laufen auf Begriffe, die mit dem Angebot nichts zu tun haben – und das wird schnell teuer. • Im Suchbegriffe-Bericht unter Statistiken und Berichte steht in einer eigenen Spalte, ob ein Begriff über AI Max ausgelöst wurde • Die Abschaltung der dynamischen Suchanzeigen hat Google auf Februar 2027 verschoben, also deutlich nach dem Weihnachtsgeschäft • Ähnlich lief es bei PMax: am Anfang schwach, später deutlich besser – das dürfte hier genauso kommen ---- Deine Entscheidung Läuft AI Max bei dir und du bist mit den Zahlen zufrieden, lass es an. Es wird vermutlich die Grundlage dafür sein, dass Anzeigen später in Gemini und im KI-Modus ausgespielt werden. Siehst du dagegen steigende Kosten, mehr Klicks und Suchbegriffe, die nicht zu deinem Angebot passen, schalte es wieder ab und schau dir erst das Fundament an. Wichtig bleibt in beiden Fällen dasselbe: Meldest du echte Aktionen zurück – Bestellung, Anfrage, Termin, Newsletter-Anmeldung – kann Google sinnvoll optimieren. Meldest du nur den Aufruf der Kontaktseite oder gar nichts, trägt das Fundament diese Erweiterungen nicht. Alles Weitere findest du auf master-of-search.de

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Master of Scaling – der Podcast für Geschäftsführer/innen und Marketingverantwortliche in KMU, die ihr digitales Wachstum endlich messbar steuern wollen. Ob Google, Meta oder KI-gestützte Automatisierung: Wir zeigen dir, wie du mit klaren Prozessen, strategischen Entscheidungen und smartem Tracking mehr Sichtbarkeit, mehr Leads und mehr Umsatz erreichst – ganz ohne blindes Agentur-Roulette. In jeder Folge bekommst du konkrete Einblicke, Best Practices und praxisnahe Tipps zu: - Google Ads, Meta Ads & datengetriebenem Kampagnenaufbau - Automatisierung & KI im Marketingalltag - Sauberen Tracking-Setups mit GA4, Consent Mode & Tag Manager - Strategischem Denken statt Tool-Chaos Für alle, die ihr Marketing nicht nur umsetzen, sondern verstehen und skalieren wollen.

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