Gönn dir Erfolg - Der Podcast für Macher:innen

Swantje Tannert

Motiviert Promoviert wird breiter, damit noch mehr Macher:innen ihren Zielen ein Stück näher kommen. Dieser Podcast will dich ganzheitlich inspirieren und dir auf diversen Ebenen Tools an die Hand geben, dein Traumleben zu gestalten. Dazu gehören neben allgemeinen motivationspsychologischen Kniffen auch die Optimierung von Zielen und Visionen, Zeitmanagment und Planung, Bewegung, Schlaf und Ernährung und ganz wichtig: Routinen.

  1. 2d ago

    Enjoy the Rhythm - Leben in Wellen

    Warum fühlt sich eine intensive Arbeitsphase manchmal völlig okay an – während uns ein scheinbar ganz normaler Alltag irgendwann wie ein Hamsterrad vorkommt? Unser Leben ist voller Rhythmen: Jahreszeiten, Wochenenden, Feste und Ferien. Auch viele Berufe haben ihre eigenen Hoch- und Ruhephasen. An Hochschulen wechseln sich zum Beispiel Semester mit intensiver Lehre, Prüfungszeiten, Forschungsphasen und Konferenzzeiten ab. In dieser Folge geht es darum, warum solche Wechsel psychologisch sinnvoll sein können – und warum Motivation nicht nur davon abhängt, wie viel wir leisten, sondern auch davon, ob wir Fortschritt, einen Abschluss und einen neuen Anfang erleben. Wir schauen unter anderem auf: • die Goal-Gradient-Hypothese und die Frage, warum eine sichtbare Ziellinie motivieren kann • proximale Ziele und die Bedeutung überschaubarer Etappen • den „Endowed Progress Effect": Warum uns schon das Gefühl motiviert, ein Stück geschafft zu haben • den Fresh Start Effect und die erstaunliche psychologische Kraft von Montagen, Geburtstagen, Neujahr oder einem neuen Semester • Temporal Landmarks und die Frage, warum Menschen Zeit in Kapitel einteilen • Recovery: Warum Erholung mehr sein kann als Nichtstun • den Wechsel unterschiedlicher Anforderungen und Tätigkeiten • die Gefahr von Arbeitsphasen, in denen auf jeden Peak einfach der nächste Peak folgt • und die Frage, ob wir Work-Life-Balance vielleicht grundsätzlich falsch denken. Denn vielleicht muss ein gutes Leben gar nicht jeden Tag perfekt ausbalanciert sein. Vielleicht entsteht Balance über die Zeit. Vielleicht brauchen wir Phasen, in denen wir Gas geben – aber auch einen Punkt, an dem etwas wirklich geschafft ist. Einen Wechsel. Ein Tal. Und irgendwann wieder einen neuen Anfang. Oder kurz gesagt: Vielleicht brauchen wir keine perfekte Balance. Vielleicht brauchen wir gute Wellen.

    Enjoy the Rhythm - Leben in Wellen
  2. Sep 27

    Angst macht engstirnig - Wege zu einem positiven Umgang

    Angst ist nicht einfach nur ein unangenehmes Gefühl. Sie verändert, worauf wir achten, wie wir Probleme lösen, welche Risiken wir sehen, wie kreativ wir sind – und sogar, wie wir andere Menschen interpretieren. Und das ist zunächst ziemlich sinnvoll: Unser Angstsystem soll uns vor Gefahren schützen. Schwierig wird es, wenn unser Gehirn auch eine kritische Mail, einen Vortrag, eine berufliche Entscheidung oder einen Konflikt behandelt, als müssten wir gerade vor einem Säbelzahntiger fliehen. In dieser Folge geht es unter anderem darum: • warum Angst unseren Aufmerksamkeitsfokus verengt • warum wir unter Stress funktionieren können – obwohl uns das viel mehr kognitive Ressourcen kostet • was die Attentional Control Theory damit zu tun hat • warum die berühmte Yerkes-Dodson-Kurve häufig zu einfach interpretiert wird • wie Angst Arbeitsgedächtnis, Problemlösen und Kreativität beeinflusst • warum wir unter Druck eher auf Bekanntes und Routinen zurückgreifen • wie Angst unsere Entscheidungen und unsere Risikowahrnehmung verändert • warum ein neutraler Kommentar plötzlich wie ein Angriff wirken kann • was Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol eigentlich mit der Stressreaktion zu tun haben • warum Cortisol nicht einfach „das böse Stresshormon" ist • wie Sexualhormone und Angst zusammenhängen können • warum manche Frauen im Verlauf ihres Zyklus Unterschiede in Angst und Stresssensitivität erleben • was sich während Pubertät, Schwangerschaft, Postpartum und Perimenopause verändern kann • warum Angststörungen bei Frauen häufiger diagnostiziert werden • was wir über Testosteron, Altern und Angst bei Männern wissen • warum Angst nicht immer mit einem Gedanken beginnt, sondern auch der körperliche Zustand eine Rolle spielen kann • was Schlaf, Koffein, Stoffwechsel, Darm-Hirn-Kommunikation und körperliche Belastung damit zu tun haben könnten • warum wir bei einfachen Hormonerklärungen vorsichtig sein sollten • und was „Choking under Pressure" darüber verrät, warum wir ausgerechnet dann Fehler machen können, wenn uns etwas besonders wichtig ist. Vor allem geht es aber um eine Frage, die im Berufsleben unglaublich hilfreich sein kann: Ist die Situation gerade wirklich gefährlicher geworden – oder betrachtet mein Gehirn sie gerade durch eine Gefahrenbrille?

    Angst macht engstirnig - Wege zu einem positiven Umgang
  3. Sep 20

    Kopf leer - Mir fällt nichts ein!

    Kopf leer - Mir fällt nichts ein Heute hatte ich keine Idee für eine Podcastfolge. Wirklich keine. Und irgendwann dachte ich: Cooles Thema! Denn Ideen brauchen wir überall: beim Schreiben, Forschen, Unterrichten, Problemlösen, Gestalten – und manchmal schon bei der Frage, was wir jemandem zum Geburtstag schenken sollen. Aber warum gibt es Tage, an denen unser Kopf scheinbar komplett leer ist? In dieser Folge geht es darum, warum kreative Flauten ganz unterschiedliche Ursachen haben können, weshalb ein voller und gestresster Kopf sich erstaunlich leer anfühlen kann, wie unser innerer Kritiker Ideen vernichtet, bevor wir sie überhaupt richtig wahrnehmen, warum zu viele Möglichkeiten Kreativität manchmal schwieriger machen, weshalb Einschränkungen und Constraints neue Ideen fördern können, was Fixierung und Functional Fixedness mit Ideenlosigkeit zu tun haben, warum Kreativität neuen Input braucht – aber manchmal auch gerade eine Pause davon, was der Inkubationseffekt ist, warum uns Lösungen so häufig beim Duschen, Laufen, Spazierengehen oder kurz vor dem Einschlafen einfallen, welche Rolle Mind-Wandering und reizärmere Momente dabei spielen, warum wir vielleicht nicht jede freie Minute mit Smartphone, Podcasts und anderem Input füllen sollten, und wann eine kreative Flaute möglicherweise gar kein Kreativitätsproblem, sondern ein Erholungsproblem ist. Außerdem gibt es eine kleine Kreativitäts-Notfallapotheke für Situationen, in denen die Idee trotzdem HEUTE kommen muss: schlechte Ideen produzieren, Probleme umdrehen, künstliche Grenzen setzen, Perspektiven wechseln, zufällige Verbindungen herstellen, das Medium wechseln, bewegen und inkubieren. Und natürlich geht es auch um KI und Kreativität. KI kann eine fantastische Divergenzmaschine sein: Sie liefert in Sekunden neue Perspektiven, Analogien und Ideen. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass ihre Vorschläge unser eigenes Denken verankern und viele Menschen auf ähnliche Ideen bringen. Das spannende Paradox: KI kann den Einzelnen kreativer machen und gleichzeitig die Vielfalt unserer Ideen verringern. Deshalb mein Vorschlag: Erst Mensch → dann Pause → dann Maschine → dann wieder Mensch. Denn vielleicht müssen wir die unangenehme Leere manchmal ein bisschen länger aushalten. Wenn wir nach acht Sekunden Ideenlosigkeit eine KI fragen, bekommen wir wahrscheinlich etwas Brauchbares. Aber wir werden nie erfahren, was uns nach acht Minuten selbst eingefallen wäre.

    Kopf leer - Mir fällt nichts ein!
  4. Sep 13

    Diskussionen - kämpfen, klären, aussteigen

    Muss ich wirklich jede Diskussion führen? Wann lohnt es sich, hart zu widersprechen – und wann ist es klüger, auszusteigen? Und ist eine Diskussion eigentlich dann besonders gut, wenn am Ende alle einer Meinung sind? In dieser Folge geht es um die Psychologie hitziger Diskussionen und um die Frage, wie wir aus ihnen möglichst viel herausholen können. Wir schauen uns an, warum Widerspruch erstaunlich produktiv sein kann, weshalb zu schnelle Konsenssuche manchmal sogar schadet und was hinter dem Ansatz der Constructive Controversy steckt. Außerdem geht es darum, wie wir erkennen, ob wir über Fakten, Interpretationen, Begriffe, Perspektiven oder Lösungen streiten, warum zwei Menschen manchmal beide recht haben und trotzdem aneinander vorbeireden, wann wir überhaupt versuchen sollten, jemanden zu überzeugen, wie sich Diskussionen mit Freund, Fremden und Vorgesetzten unterscheiden, ob Toughness tatsächlich kompetent wirkt, welche Rolle Macht, Status, Wärme und Kompetenz spielen, warum Schweigen manchmal stärker sein kann als das nächste Argument, wie wir falsche Aussagen korrigieren, ohne die gesamte Diskussion eskalieren zu lassen, warum „Das stimmt nicht" etwas völlig anderes ist als „Du lügst", wie Face-Saving eine festgefahrene Diskussion retten kann, wann eine Sache schlicht nicht zur Diskussion steht, und wie man ein Gespräch beendet, wenn das Gegenüber den Ausstieg nicht akzeptieren möchte. Mit dabei sind unter anderem Constructive Controversy nach Johnson & Johnson, Resistance to Persuasion und Reaktanz, Psychological Safety nach Amy Edmondson, das Warmth-Competence-Modell, Dominanz vs. Prestige sowie Goffmans Konzept von Face und Face-Work. Am Ende gibt es einen kleinen psychologischen Entscheidungsbaum für die nächste hitzige Diskussion: Was für ein Gespräch ist das? Was möchte ich erreichen? Was steht auf dem Spiel? Wer sitzt mir gegenüber? Und welche Gesprächsstrategie bringt mich meinem eigentlichen Ziel näher? Denn manchmal ist die beste Diskussion die, in der ich meine Meinung ändere. Manchmal entwickeln wir gemeinsam eine dritte, bessere Lösung. Manchmal bleiben wir unterschiedlicher Meinung. Und manchmal ist die klügste Antwort einfach: „Das diskutiere ich nicht."

    Diskussionen - kämpfen, klären, aussteigen
  5. Sep 6

    Tapering - Bremsen, um schneller zu werden

    Der Halbmarathon steht kurz bevor – und ausgerechnet kurz vor dem Wettkampf soll ich weniger laufen. Dieses sogenannte Tapering ist sportwissenschaftlich gut begründet: Die Fitness bleibt weitgehend erhalten, während die angesammelte Ermüdung zurückgeht. Doch gerade ehrgeizigen Menschen fällt es oft schwer, rechtzeitig aufzuhören. In dieser Folge erfährst du: was beim Tapering im Körper passiert, wie das Fitness-Fatigue-Modell unsere Leistung erklärt, welche Taper-Strategien sich in Studien bewährt haben, warum Intensität und Routine teilweise erhalten bleiben sollten, weshalb Tapering Angst und Kontrollverlust auslösen kann, wo engagiertes Training in zwanghaftes Verhalten übergeht, warum auch nach dem Wettkampf eine Erholungsphase wichtig ist, wie Post-Race Blues entstehen können, und wie der Wiedereinstieg gelingt, ohne die Regeneration zu übergehen. Anschließend übertragen wir das Prinzip auf andere Lebensbereiche: Brauchen wir auch vor einer Klausur eine Art kognitives Tapering? Kann ein Urlaub vor schweren Zeiten wirklich Kräfte speichern? Was bedeutet Prehabilitation vor einer Operation? Und warum fällt es manchen Menschen selbst bei Krankheit schwer, sich auszuruhen? Dabei geht es um Spacing, Retrieval Practice und Gedächtniskonsolidierung, um die Effort-Recovery-Theorie, das Recovery Paradox, allostatische Last, Präsentismus und die sogenannte Stresssucht. Die zentrale Frage lautet: Wann verbessert weitere Anstrengung unser Ergebnis noch – und wann dient sie nur dazu, unsere Unsicherheit zu beruhigen? Erholung ist nicht das Gegenteil von Leistung. Sie ist ein Teil ihres Rhythmus.

    Tapering - Bremsen, um schneller zu werden
  6. Aug 23

    The Strength of Weak Ties - Man trifft sich immer zweimal im Leben

    In dieser Folge geht es um die berühmte „Strength of Weak Ties"-Theorie von Mark Granovetter – und darum, warum die ehemalige Kollegin, der Vater vom Schulhof, die Frau aus dem Zug oder die Bekanntschaft vom Conference Dinner manchmal Informationen und Verbindungen haben, die unsere engsten Freund gar nicht haben können. Wir schauen uns an, warum Weak Ties Brücken zwischen sozialen Welten bilden, was eine riesige LinkedIn-Studie über ihren Einfluss auf berufliche Chancen herausgefunden hat und warum selbst kurze Gespräche mit Bekannten und Fremden unser Wohlbefinden steigern können. Außerdem geht es um die ganz praktische Frage: Wie entstehen solche Beziehungen eigentlich? Wir sprechen über Pendeln und familiar strangers, Fitnessstudios, Alumni-Treffen, Golfplätze und Konferenzen – und über reale Geschichten, in denen beiläufige Begegnungen zu Unternehmen, Kooperationen und millionen- oder sogar milliardenschweren Entscheidungen beigetragen haben. Und natürlich geht es auch um Networking für Menschen, die auf das klassische Networking überhaupt keine Lust haben: Wie spricht man Fremde an? Wie nutzt man Konferenzen, ohne jede Session und jede Kaffeepause maximal durchzutakten? Was macht man als introvertierter Mensch? Wie führt man Gespräche, in denen der andere tatsächlich zu Wort kommt? Und wie pflegt man lose Kontakte, ohne daraus einen zweiten Vollzeitjob zu machen? Am Ende steht eine Netzwerkregel, die erstaunlich gut zur Forschung passt und die meine Mutter mir schon als Kind mitgegeben hat: „Man trifft sich immer zweimal im Leben."

    The Strength of Weak Ties - Man trifft sich immer zweimal im Leben

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Motiviert Promoviert wird breiter, damit noch mehr Macher:innen ihren Zielen ein Stück näher kommen. Dieser Podcast will dich ganzheitlich inspirieren und dir auf diversen Ebenen Tools an die Hand geben, dein Traumleben zu gestalten. Dazu gehören neben allgemeinen motivationspsychologischen Kniffen auch die Optimierung von Zielen und Visionen, Zeitmanagment und Planung, Bewegung, Schlaf und Ernährung und ganz wichtig: Routinen.