Gönn dir Erfolg - Der Podcast für Macher:innen

Swantje Tannert

Motiviert Promoviert wird breiter, damit noch mehr Macher:innen ihren Zielen ein Stück näher kommen. Dieser Podcast will dich ganzheitlich inspirieren und dir auf diversen Ebenen Tools an die Hand geben, dein Traumleben zu gestalten. Dazu gehören neben allgemeinen motivationspsychologischen Kniffen auch die Optimierung von Zielen und Visionen, Zeitmanagment und Planung, Bewegung, Schlaf und Ernährung und ganz wichtig: Routinen.

  1. 2d ago

    Immer zu viel und nie genug - Mein Leben mit ADHS

    680 offene Browser-Tabs, tausend Ideen im Kopf und ständig neue Projekte. Willkommen in meinem Leben mit ADHS! Eigentlich wollte ich nur einen E-Mail-Anhang speichern. Stunden später habe ich Snacks bestellt, einen Internetvertrag bearbeitet, WhatsApp-Nachrichten beantwortet und mich über mein Onlinebanking geärgert. Nur die Datei? Die habe ich natürlich nicht gespeichert. In dieser sehr persönlichen Folge von Gönn dir Erfolg nehme ich euch mit in meinen Kopf. Ich erzähle von meinem kreativen Chaos, meiner schier unerschöpflichen Energie, meinen Gefühlsstürmen und meiner Begeisterung für immer neue Ideen, Hobbys und Herausforderungen. Aber auch von Reizüberflutung, Ablenkbarkeit, Impulsivität und der Schwierigkeit, manchmal einfach genug zu haben. Dabei geht es nicht nur darum, wie sich ADHS für mich anfühlt. Ich verrate euch auch, welche Strategien mir helfen, meinen Alltag zwischen Beruf, Familie, Sport und kreativen Projekten erfolgreich zu gestalten. In dieser Folge erfahrt ihr: Warum ich beim Aufräumen manchmal mit einem Arm voller Dinge dastehe und nicht mehr weiß, was ich eigentlich wollte. Weshalb mein Kopf ständig neue Ideen produziert, aber ein Tag trotzdem nur 24 Stunden hat. Wie ADHS mit Kreativität, Motivation, Belohnungsverarbeitung und emotionaler Regulation zusammenhängt. Warum ich einerseits unglaublich viel Stimulation brauche, andererseits grelles Licht und laute Geräusche kaum ertrage. Was es mit Hyperfokus, innerer Unruhe und meiner Neigung zum Übertreiben auf sich hat. Wie ich mit Ablenkungen, Chaos, intensiven Gefühlen und meiner überschäumenden Energie umgehe. Welche praktischen Strategien ihr für euren eigenen Alltag ausprobieren könnt – mit oder ohne ADHS. Diese Folge ist keine Anleitung zum perfekten Funktionieren und auch keine Verklärung von ADHS als Superkraft. Sie ist ein persönlicher Einblick in ein Leben, das manchmal anstrengend, oft chaotisch, aber auch unglaublich bunt und erfüllend ist. Denn manchmal ist einfach alles zu viel – und gleichzeitig das Leben viel zu kurz für all die Dinge, die wir noch erleben wollen.

    Immer zu viel und nie genug - Mein Leben mit ADHS
  2. Oct 18

    Mitochondrien statt Wundermittel - Trainiere deine Zellkraftwerke

    Was wäre, wenn wir unsere Energieproduktion auf Zellebene trainieren könnten? Unsere Mitochondrien sind weit mehr als kleine Kraftwerke: Sie beeinflussen unsere körperliche Leistungsfähigkeit, sind an Stressreaktionen beteiligt und spielen eine wichtige Rolle beim Altern. Und das Faszinierende: Sie können sich an unseren Lebensstil anpassen! In dieser Folge von Gönn dir Erfolg tauchen wir tief in die Welt unserer Zellkraftwerke ein. Wir klären, woher Mitochondrien eigentlich kommen, wie sie Energie produzieren und warum ihre Leistungsfähigkeit mit zunehmendem Alter nachlassen kann. Vor allem aber geht es um die Frage: Was können wir selbst tun, um unsere Mitochondrien fit zu halten? Wir schauen uns an, warum Ausdauertraining und HIIT so wirksam sind, was beim Fasten und bei ketogener Ernährung auf Zellebene passiert und wie unsere Zellen beschädigte Mitochondrien durch Mitophagie recyceln. Außerdem sprechen wir über die faszinierenden Anpassungen traditioneller Tauchervölker, die Wim-Hof-Methode und die Frage, ob Kälte und Sauna unsere Zellkraftwerke trainieren können. Dabei spielen auch Heat-Shock-Proteine eine Rolle, die unsere Zellen vor Proteinfehlfaltung und -aggregation schützen können. Und natürlich werfen wir einen kritischen Blick auf die Welt der Nahrungsergänzungsmittel: Was bringen NMN und NR für unseren NAD+-Stoffwechsel? Welche Rolle spielen Betain, B-Vitamine und Urolithin A? Und was ist tatsächlich wissenschaftlich belegt? Ich berichte auch von meinen eigenen Erfahrungen mit NMN und erkläre, warum ein plausibler biologischer Mechanismus noch lange kein Beweis für einen gesundheitlichen Nutzen ist. Viel Freude beim Zuhören und beim Entdecken deiner eigenen Zellkraftwerke!

    Mitochondrien statt Wundermittel - Trainiere deine Zellkraftwerke
  3. Oct 4

    Enjoy the Rhythm - Leben in Wellen

    Warum fühlt sich eine intensive Arbeitsphase manchmal völlig okay an – während uns ein scheinbar ganz normaler Alltag irgendwann wie ein Hamsterrad vorkommt? Unser Leben ist voller Rhythmen: Jahreszeiten, Wochenenden, Feste und Ferien. Auch viele Berufe haben ihre eigenen Hoch- und Ruhephasen. An Hochschulen wechseln sich zum Beispiel Semester mit intensiver Lehre, Prüfungszeiten, Forschungsphasen und Konferenzzeiten ab. In dieser Folge geht es darum, warum solche Wechsel psychologisch sinnvoll sein können – und warum Motivation nicht nur davon abhängt, wie viel wir leisten, sondern auch davon, ob wir Fortschritt, einen Abschluss und einen neuen Anfang erleben. Wir schauen unter anderem auf: • die Goal-Gradient-Hypothese und die Frage, warum eine sichtbare Ziellinie motivieren kann • proximale Ziele und die Bedeutung überschaubarer Etappen • den „Endowed Progress Effect": Warum uns schon das Gefühl motiviert, ein Stück geschafft zu haben • den Fresh Start Effect und die erstaunliche psychologische Kraft von Montagen, Geburtstagen, Neujahr oder einem neuen Semester • Temporal Landmarks und die Frage, warum Menschen Zeit in Kapitel einteilen • Recovery: Warum Erholung mehr sein kann als Nichtstun • den Wechsel unterschiedlicher Anforderungen und Tätigkeiten • die Gefahr von Arbeitsphasen, in denen auf jeden Peak einfach der nächste Peak folgt • und die Frage, ob wir Work-Life-Balance vielleicht grundsätzlich falsch denken. Denn vielleicht muss ein gutes Leben gar nicht jeden Tag perfekt ausbalanciert sein. Vielleicht entsteht Balance über die Zeit. Vielleicht brauchen wir Phasen, in denen wir Gas geben – aber auch einen Punkt, an dem etwas wirklich geschafft ist. Einen Wechsel. Ein Tal. Und irgendwann wieder einen neuen Anfang. Oder kurz gesagt: Vielleicht brauchen wir keine perfekte Balance. Vielleicht brauchen wir gute Wellen.

    Enjoy the Rhythm - Leben in Wellen
  4. Sep 27

    Angst macht engstirnig - Wege zu einem positiven Umgang

    Angst ist nicht einfach nur ein unangenehmes Gefühl. Sie verändert, worauf wir achten, wie wir Probleme lösen, welche Risiken wir sehen, wie kreativ wir sind – und sogar, wie wir andere Menschen interpretieren. Und das ist zunächst ziemlich sinnvoll: Unser Angstsystem soll uns vor Gefahren schützen. Schwierig wird es, wenn unser Gehirn auch eine kritische Mail, einen Vortrag, eine berufliche Entscheidung oder einen Konflikt behandelt, als müssten wir gerade vor einem Säbelzahntiger fliehen. In dieser Folge geht es unter anderem darum: • warum Angst unseren Aufmerksamkeitsfokus verengt • warum wir unter Stress funktionieren können – obwohl uns das viel mehr kognitive Ressourcen kostet • was die Attentional Control Theory damit zu tun hat • warum die berühmte Yerkes-Dodson-Kurve häufig zu einfach interpretiert wird • wie Angst Arbeitsgedächtnis, Problemlösen und Kreativität beeinflusst • warum wir unter Druck eher auf Bekanntes und Routinen zurückgreifen • wie Angst unsere Entscheidungen und unsere Risikowahrnehmung verändert • warum ein neutraler Kommentar plötzlich wie ein Angriff wirken kann • was Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol eigentlich mit der Stressreaktion zu tun haben • warum Cortisol nicht einfach „das böse Stresshormon" ist • wie Sexualhormone und Angst zusammenhängen können • warum manche Frauen im Verlauf ihres Zyklus Unterschiede in Angst und Stresssensitivität erleben • was sich während Pubertät, Schwangerschaft, Postpartum und Perimenopause verändern kann • warum Angststörungen bei Frauen häufiger diagnostiziert werden • was wir über Testosteron, Altern und Angst bei Männern wissen • warum Angst nicht immer mit einem Gedanken beginnt, sondern auch der körperliche Zustand eine Rolle spielen kann • was Schlaf, Koffein, Stoffwechsel, Darm-Hirn-Kommunikation und körperliche Belastung damit zu tun haben könnten • warum wir bei einfachen Hormonerklärungen vorsichtig sein sollten • und was „Choking under Pressure" darüber verrät, warum wir ausgerechnet dann Fehler machen können, wenn uns etwas besonders wichtig ist. Vor allem geht es aber um eine Frage, die im Berufsleben unglaublich hilfreich sein kann: Ist die Situation gerade wirklich gefährlicher geworden – oder betrachtet mein Gehirn sie gerade durch eine Gefahrenbrille?

    Angst macht engstirnig - Wege zu einem positiven Umgang
  5. Sep 20

    Kopf leer - Mir fällt nichts ein!

    Kopf leer - Mir fällt nichts ein Heute hatte ich keine Idee für eine Podcastfolge. Wirklich keine. Und irgendwann dachte ich: Cooles Thema! Denn Ideen brauchen wir überall: beim Schreiben, Forschen, Unterrichten, Problemlösen, Gestalten – und manchmal schon bei der Frage, was wir jemandem zum Geburtstag schenken sollen. Aber warum gibt es Tage, an denen unser Kopf scheinbar komplett leer ist? In dieser Folge geht es darum, warum kreative Flauten ganz unterschiedliche Ursachen haben können, weshalb ein voller und gestresster Kopf sich erstaunlich leer anfühlen kann, wie unser innerer Kritiker Ideen vernichtet, bevor wir sie überhaupt richtig wahrnehmen, warum zu viele Möglichkeiten Kreativität manchmal schwieriger machen, weshalb Einschränkungen und Constraints neue Ideen fördern können, was Fixierung und Functional Fixedness mit Ideenlosigkeit zu tun haben, warum Kreativität neuen Input braucht – aber manchmal auch gerade eine Pause davon, was der Inkubationseffekt ist, warum uns Lösungen so häufig beim Duschen, Laufen, Spazierengehen oder kurz vor dem Einschlafen einfallen, welche Rolle Mind-Wandering und reizärmere Momente dabei spielen, warum wir vielleicht nicht jede freie Minute mit Smartphone, Podcasts und anderem Input füllen sollten, und wann eine kreative Flaute möglicherweise gar kein Kreativitätsproblem, sondern ein Erholungsproblem ist. Außerdem gibt es eine kleine Kreativitäts-Notfallapotheke für Situationen, in denen die Idee trotzdem HEUTE kommen muss: schlechte Ideen produzieren, Probleme umdrehen, künstliche Grenzen setzen, Perspektiven wechseln, zufällige Verbindungen herstellen, das Medium wechseln, bewegen und inkubieren. Und natürlich geht es auch um KI und Kreativität. KI kann eine fantastische Divergenzmaschine sein: Sie liefert in Sekunden neue Perspektiven, Analogien und Ideen. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass ihre Vorschläge unser eigenes Denken verankern und viele Menschen auf ähnliche Ideen bringen. Das spannende Paradox: KI kann den Einzelnen kreativer machen und gleichzeitig die Vielfalt unserer Ideen verringern. Deshalb mein Vorschlag: Erst Mensch → dann Pause → dann Maschine → dann wieder Mensch. Denn vielleicht müssen wir die unangenehme Leere manchmal ein bisschen länger aushalten. Wenn wir nach acht Sekunden Ideenlosigkeit eine KI fragen, bekommen wir wahrscheinlich etwas Brauchbares. Aber wir werden nie erfahren, was uns nach acht Minuten selbst eingefallen wäre.

    Kopf leer - Mir fällt nichts ein!
  6. Sep 13

    Diskussionen - kämpfen, klären, aussteigen

    Muss ich wirklich jede Diskussion führen? Wann lohnt es sich, hart zu widersprechen – und wann ist es klüger, auszusteigen? Und ist eine Diskussion eigentlich dann besonders gut, wenn am Ende alle einer Meinung sind? In dieser Folge geht es um die Psychologie hitziger Diskussionen und um die Frage, wie wir aus ihnen möglichst viel herausholen können. Wir schauen uns an, warum Widerspruch erstaunlich produktiv sein kann, weshalb zu schnelle Konsenssuche manchmal sogar schadet und was hinter dem Ansatz der Constructive Controversy steckt. Außerdem geht es darum, wie wir erkennen, ob wir über Fakten, Interpretationen, Begriffe, Perspektiven oder Lösungen streiten, warum zwei Menschen manchmal beide recht haben und trotzdem aneinander vorbeireden, wann wir überhaupt versuchen sollten, jemanden zu überzeugen, wie sich Diskussionen mit Freund, Fremden und Vorgesetzten unterscheiden, ob Toughness tatsächlich kompetent wirkt, welche Rolle Macht, Status, Wärme und Kompetenz spielen, warum Schweigen manchmal stärker sein kann als das nächste Argument, wie wir falsche Aussagen korrigieren, ohne die gesamte Diskussion eskalieren zu lassen, warum „Das stimmt nicht" etwas völlig anderes ist als „Du lügst", wie Face-Saving eine festgefahrene Diskussion retten kann, wann eine Sache schlicht nicht zur Diskussion steht, und wie man ein Gespräch beendet, wenn das Gegenüber den Ausstieg nicht akzeptieren möchte. Mit dabei sind unter anderem Constructive Controversy nach Johnson & Johnson, Resistance to Persuasion und Reaktanz, Psychological Safety nach Amy Edmondson, das Warmth-Competence-Modell, Dominanz vs. Prestige sowie Goffmans Konzept von Face und Face-Work. Am Ende gibt es einen kleinen psychologischen Entscheidungsbaum für die nächste hitzige Diskussion: Was für ein Gespräch ist das? Was möchte ich erreichen? Was steht auf dem Spiel? Wer sitzt mir gegenüber? Und welche Gesprächsstrategie bringt mich meinem eigentlichen Ziel näher? Denn manchmal ist die beste Diskussion die, in der ich meine Meinung ändere. Manchmal entwickeln wir gemeinsam eine dritte, bessere Lösung. Manchmal bleiben wir unterschiedlicher Meinung. Und manchmal ist die klügste Antwort einfach: „Das diskutiere ich nicht."

    Diskussionen - kämpfen, klären, aussteigen

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