Tales From The Needle - Tattoo Podcast

Sebastian Heering

Willkommen bei Tales From The Needle! Ich bin Seb Fury One, und hier dreht sich alles um die Tattoo-Branche. Jeden Montag sprechen Künstler*innen über ihren Werdegang, Herausforderungen und Erlebnisse. Der Podcast inspiriert mit spannenden Geschichten und bietet abwechslungsreiche Einblicke für alle Tattoo-Interessierten.

  1. 2d ago

    Klaus Kummer: „Die Kalender sind nicht mehr so voll wie noch vor sieben Jahren"

    Diese Woche geht's nach Hessen: Klaus Kummer tätowiert seit fast 18 Jahren – und ist trotzdem heute zum allerersten Mal in einem Podcast. Dabei hätte sein Weg beinahe gar nicht in die Branche geführt. Tattoos gab es in seiner Familie nicht, einen Berufswunsch hatte er auch keinen, und erst beim eigenen ersten Tattoo fiel der Groschen: Wenn es Menschen mit Tätowierungen gibt, muss es ja auch die geben, die sie machen. Was folgte, war ein herrlich unglamouröser Start – Erzieherausbildung als Sicherheitsnetz, ein 1.100-Euro-Starterset aus den Kleinanzeigen, lose Single Needles, die er mangels Lötkenntnissen erstmal mit Sekundenkleber bearbeitete, und eine WG in Darmstadt voller geduldiger Punks, die sich für „wenn's scheiße wird, sieht's ja keiner" tätowieren ließen. Erst Jahre später merkte er, dass in dem Billig-Set eine Micky-Sharpz-Maschine lag. Nach 17,5 Jahren im selben Shop in Gießen ist er seit einem halben Jahr in Marburg bei Strange Fantasy Tattoo – und hat in den ersten vier Wochen dort mehr gezeichnet als im gesamten Jahr davor. Seb und Klaus sprechen über das, was zwischen Romantik und Realität liegt: über eine Branche, deren Niveau so hoch ist wie nie, in der aber gleichzeitig jedes Konzept nur ein schickes Label braucht, um als Stil durchzugehen. Über volle Kalender, die keine mehr sind, und über den Satz, dass einmal Tanken mittlerweile so viel kostet wie ein kleines Tattoo. Klaus erklärt, warum er sich ein bisschen mehr Gatekeeping und ein bisschen weniger Academy-Content wünscht, ohne dabei jemandem die Tür zuzuhalten, der wirklich brennt. Es geht um KI als Werkzeug statt als Abkürzung, um seine Arbeitsweise fast ohne Vorzeichnen („wenig Vorbereitung und viel Intuition"), um Home-Tattooing auf WG-Partys, das er ausdrücklich gut findet, und um die Frage, warum „Hast du Bock drauf?" eine nettere Frage ist, als es der Branche guttut. Dazwischen: Patchwork-Familie mit vier Kindern, Wasserfarbkleckse als Motivgenerator, Ringe aus Messing, Schmuck aus zerbrochenen Skate-Decks – und ein Mann, der jede Welle reitet, solange sie trägt, aber beim Tätowieren nie wieder aussteigen will. @klauskummervsb ⁠⁠⁠[ WERBUNG ]Bei unseren Werbepartnern könnt ihr richtig sparen - darunter bei Neonsfeer, Murostar, Killer Ink, Cheyenne Tattoo Equipment, CoalBlack oder Caos Nero! Alle Infos auf ⁠⁠⁠⁠⁠⁠www.tftn-podcast.com⁠⁠⁠⁠.

    Klaus Kummer: „Die Kalender sind nicht mehr so voll wie noch vor sieben Jahren"
  2. Sep 7

    Pino Cafaro: „Die einen, die sind gut genug und die anderen arbeiten"

    Es beginnt mit einer Sommergrippe und endet bei der Frage, was einen Menschen eigentlich zu einem Tätowierer macht. Pino Cafaro ist seit 31 Jahren in der Branche, geboren in Neapel, mit sieben Jahren nach Braunschweig gezogen – in einen „Urlaub", von dem seine Eltern ihm damals verschwiegen, dass er nie enden würde. Kein Strand, kein Sand, kein Wort Deutsch. Heute betreibt er dort mit seiner Frau Marijana die White Fox Gallery und hat sich einen Namen mit japanischer Tätowierung gemacht: großflächig, brachial, gewachsen aus Zeitschriftenbildern der 90er und zwanzig Jahren voller Japanreisen. Seb spricht mit ihm über den Hintergrund als Königsdisziplin – jenen Mörtel, den niemand sieht, ohne den aber kein Backsteinhaus steht –, über den goldenen Schnitt als unbewusstes Naturgesetz und darüber, warum Freiheit für Pino nicht heißt, an keine Regeln gebunden zu sein, sondern sich aussuchen zu dürfen, welchen man dient. Dann wird es unbequem. Pino erzählt von einer Ausbildung, die 1994 noch bedeutete: Telefonnummern für Nadel-Lieferanten kosteten 4.000 Mark, es gab keine Tür zum Anklopfen, und wer trotzdem reinkam, hat gewischt, gelötet, Kaffee geholt und den Pool des Chefs ausgeschachtet – nicht als Demütigung, sondern als Gegengewicht. Von dort ist es nicht weit zu seinem schärfsten Gedanken der Folge: dass jemand, der ein gutes Tattoo stechen kann, damit noch lange kein Tätowierer ist, sondern erstmal nur eine „Inking Person". Die beiden reden über Selbstkritik als möglicherweise seltene Begabung, über Menschen, die immer nur Applaus bekommen haben und es irgendwann glauben, über Social Media als Spiegelkabinett, in dem man sich nicht mehr spiegelt, sondern verliert – und über den Satz, an dem sich die Folge aufhängt: Es geht nicht um dich. Es geht darum, was du zurückgibst. Ihr findet Pino auf Instagram unter @pino_cafaro und sein Studio unter @whitefoxgallery. ⁠⁠⁠ [ WERBUNG ]Bei unseren Werbepartnern könnt ihr richtig sparen - darunter bei Neonsfeer, Murostar, Killer Ink, Cheyenne Tattoo Equipment, CoalBlack oder Caos Nero! Alle Infos auf ⁠⁠⁠⁠⁠⁠www.tftn-podcast.com⁠⁠⁠⁠.

    Pino Cafaro: „Die einen, die sind gut genug und die anderen arbeiten"
  3. Aug 31

    Fabian Langes: „Wir sind alle ohne Kontext geboren"

    22:26 Uhr, Mittwochabend, ein ganzer Tag Tätowieren in den Knochen – und trotzdem sitzen Seb und sein Gast noch im Studio und reden sich um Kopf und Kragen. Fabian Langes, von Seb liebevoll als „The Beast from Südtirol" angekündigt, ist frisch von der Nadel gestiegen und hat offensichtlich keine Lust auf Smalltalk. Was folgt, ist eine der wildesten Studio-Episoden bisher: ein Gespräch, das bei Wim-Hof-Atmung und kalten Duschen beginnt, sich durch Fabians Anfänge als Autodidakt frisst – zurück in die Zeit, als er sich Nadeln noch selbst gelötet hat und jede einzelne davon heilig war – und dann so richtig Fahrt aufnimmt. Fabian redet Klartext über Traditional als den ehrlichsten aller Stile, über ein Neo-Traditional, das ihm mittlerweile zu weichgespült ist, und über den Fineline-Boom, in dem er vor allem eins sieht: sehr viel Arbeit für die Cover-up-Abteilung der nächsten Jahre. Bitter ehrlich wird's, als er von einem preisgekrönten Tattoo erzählt, dessen feine Linien Jahre später schlicht nicht mehr da waren – und was ihn das über Detailverliebtheit gelehrt hat. Dazwischen ein Mann, der einfach nicht stillsitzen kann: Comics mit dem Bruder, Tiroler Tischkegelbretter, die er zusammen mit seinem Vater von Hand baut, Krampusmasken schnitzen, Aschenbecher modellieren, Gesangsunterricht, Laufen, Billard im Studio. Alles getrieben von dem Satz, der diese Folge trägt – Talent kommt von Wiederholung, Wiederholung kommt von Interesse – und von einer sehr ehrlichen Angst: stehenzubleiben. Dass die zweite Hälfte des Abends dann in Religionskritik, Simulationstheorie, Multiversen, die perfekte Pizza, Death Metal, Power Metal und eine wahre Geschichte über ein Meet & Greet mit David Hasselhoff abbiegt, ist genau das, was diese Folge so besonders macht. Zwei Leute, viel zu viele gemeinsame Interessen und ein Abend, der so voll war, dass ein zweiter Teil praktisch schon beschlossene Sache ist. Wer Fabian live erleben will: Ende Oktober ist er beim Invitational in Jena. Fabian findet ihr auf Instagram unter @fabianlanges ⁠⁠⁠[ WERBUNG ]Bei unseren Werbepartnern könnt ihr richtig sparen - darunter bei Neonsfeer, Murostar, Killer Ink, Cheyenne Tattoo Equipment, CoalBlack oder Caos Nero! Alle Infos auf ⁠⁠⁠⁠⁠⁠www.tftn-podcast.com⁠⁠⁠⁠.

    Fabian Langes: „Wir sind alle ohne Kontext geboren"
  4. Aug 25

    Ben Schwarzmaler: „Die Welt ist voll mit Blendern und Genies"

    Bevor Ben Schwarzmaler zur Maschine gegriffen hat, hatte er die Dose in der Hand. Graffiti in Frankfurt, Wände in Kassel, Workshops mit Kids aus Vierteln, die man gerne „sozial schwach" nennt – „Kanalarbeiter" haben sie sich damals selbst genannt, weil es darum ging, Frust in etwas Produktives umzuleiten. Eine Ausbildung zum Mediengestalter hatte er auch, nur war ihm der Job zu unehrlich: einem Teufel eine Maske bauen, damit ihn alle für einen Engel halten – das wollte er nicht. Heute, gut zwölf Jahre und etliche Studios später, macht er Black & Grey Realistik und Lettering, führt zwei Läden im hessischen Nirgendwo und bildet aus, weil er das Lehrersein ehrlich feiert. Seb und er reden über Freehand und Stencil, über KI als Werkzeug statt als Feindbild, über die Frage, wo Inspiration aufhört und Klauen anfängt, über Conventions von der familiären Invite-only-Runde in Dublin bis zum Testosteron-Backofen in Rom – und über die Sorte Kollegen, die die ersten zwei Google-Seiten „kleine Tattoos" ausdruckt und damit Häuser bezahlt. Dabei wird es auch unbequem: übersättigter Markt, zerfressene Preiskultur, Studios, die niemanden anmelden, und ein Publikum, das kein Unikat will, sondern einen Look, den schon jemand anders trägt. Bens Prognose ist trotzdem erstaunlich versöhnlich – der Markt siebt sich aus, übrig bleibt, wer es liebt. Eine Folge über Handwerk, Haltung und die Frage, was von einem Tattoo bleibt, wenn der Hype weg ist. @ben_schwarzmaler ⁠⁠⁠ [ WERBUNG ]Bei unseren Werbepartnern könnt ihr richtig sparen - darunter bei Neonsfeer, Murostar, Killer Ink, Cheyenne Tattoo Equipment, CoalBlack oder Caos Nero! Alle Infos auf ⁠⁠⁠⁠⁠⁠www.tftn-podcast.com⁠⁠⁠⁠.

    Ben Schwarzmaler: „Die Welt ist voll mit Blendern und Genies"
  5. Aug 17

    Christoph Adam: „So haben sich das auch alle einmal angucken können, wie ich auf die Fresse falle"

    Es gibt Gäste, die erzählen ihre Erfolgsgeschichte. Und es gibt Christoph Adam. Der Hagener tätowiert seit 1999, hat sich das Handwerk zwischen selbstgelöteten Nadeln und Spulenmaschinen praktisch selbst beigebracht und mit dem 101 einen Laden aufgebaut, vor dem die Leute bis auf den Parkplatz Schlange standen, nur um einen Termin abzugreifen – bei 18 Monaten Vorlaufzeit und Preisen, die er aus Prinzip fair gehalten hat. Seb und Christoph graben sich durch eine Zeit, in der dir Kollegen morgens vor der Haustür standen, um dir deine Maschinen wieder abzunehmen und dir noch schnell den Reifen aufzustechen. Es geht um das Ruhrgebiet, um Graffiti-Dosen aus dem Baumarkt, um die Tattoo-Touristen der TV-Show-Ära und um die ehrliche Frage, was von diesem Beruf eigentlich übrig bleibt, wenn er sich in eine Richtung entwickelt, mit der man selbst nichts mehr anfangen kann. Der zweite Teil geht dahin, wo die wenigsten Folgen hingehen. Christoph erzählt, wie er sein Klamottenlabel Altes Eisen ausgerechnet dann beerdigt hat, als es zu gut lief – und wie danach Trennung, alleinerziehender Vater, Ladenschließung, Corona und Insolvenz nacheinander eingeschlagen sind, während ein Großteil des Umfelds daneben stand und zugeguckt hat. Wie man da wieder rausklettert, warum er heute mit Ain't Like You, Ruhrcoast und einem Job mit Urlaubszettel ziemlich im Reinen ist und weshalb er das Wort „Lebensplanung" für einen Irrglauben hält, macht diese Folge zu einer der ehrlichsten am Tisch. @christoph_motherfucker ⁠⁠⁠[ WERBUNG ]Bei unseren Werbepartnern könnt ihr richtig sparen - darunter bei Neonsfeer, Murostar, Killer Ink, Cheyenne Tattoo Equipment, CoalBlack oder Caos Nero! Alle Infos auf ⁠⁠⁠⁠⁠⁠www.tftn-podcast.com⁠⁠⁠⁠.

    Christoph Adam: „So haben sich das auch alle einmal angucken können, wie ich auf die Fresse falle"
  6. Aug 10

    Jessica Svartvit: „Ich habe richtig Bock, wieder bei null anzufangen"

    Es gibt Gespräche, in denen jemand die Hosen runterlässt – und genau das passiert hier. Jessica Svartvit ist zurück im TFTN-Stuhl, diesmal nicht zwischen Messelärm und Factory Day, sondern von Zuhause aus, mit abgelaufenem Bier und erstaunlich viel Ehrlichkeit im Gepäck. Nach zwölf Jahren Tätowieren hat sie in diesem Jahr etwas verstanden, das viele in der Branche erst dann kapieren, wenn der Körper schon streikt: dass ihr Wert nichts mit ihrer Produktivität zu tun hat. Sie erzählt von dem Studio, das die Elbe geküsst hat, vom Svarthaus, das nach nur zwei Jahren wieder zumachte, und davon, wie sich das gefeierte Privatatelier für sie irgendwann wie ein goldener Käfig anfühlte – ohne Input, ohne Feedback, ohne jemanden, der sagt, ob man die Dinge eigentlich noch richtig macht. Dazwischen: Trauer, die sie mit sieben Arbeitstagen am Stück weggeschoben hat, ein Burnout, das nah genug war, um es zu riechen, und die Erkenntnis, dass ein Tag im Wald dem nächsten Backpiece mehr bringt als der zehnte Tag vor der Leinwand. Aber das hier ist keine Abrechnung, sondern ein Neuanfang mit Ansage. Jessica erzählt von der Kollabo mit Thorsten May in Tallinn – einem Blind-Date-Backpiece, das aus einem Wellnesshotel-Q&A entstand und richtig übel hätte schiefgehen können –, von ihrem freiwilligen Schritt zurück auf Anfang: ab Oktober arbeitet sie in Barcelona bei einem Argentinier, der seit 30 Jahren ausschließlich Full Body Suits sticht, quasi eine zweite Lehre. Sie und Seb nehmen außerdem den Contest-Zirkus auseinander, reden über schlafende Juroren, JOMO statt FOMO, das Content-Brain, das jede Kreativität kastriert, und einen Regenbogen in Kalifornien, den sie 2017 vierzig Minuten lang gefilmt statt angeschaut hat. Zum Schluss gibt's den vielleicht besten Tipp der Folge: einmal im Jahr etwas komplett Neues lernen. @jessicasvartvit ⁠⁠⁠[ WERBUNG ] Bei unseren Werbepartnern könnt ihr richtig sparen - darunter bei Neonsfeer, Murostar, Killer Ink, Cheyenne Tattoo Equipment, CoalBlack oder Caos Nero! Alle Infos auf ⁠⁠⁠⁠⁠⁠www.tftn-podcast.com⁠⁠⁠⁠.

    Jessica Svartvit: „Ich habe richtig Bock, wieder bei null anzufangen"
  7. Aug 3

    Dakota Weik: „I hate the word influencer, but I know it has to be attributed to me"

    He spent five years delivering groceries in California, ten hours a day in his car, when an idea hit him on a train between Switzerland and Liechtenstein — documentaries about tattoo artists from all over the world. Dakota Weik aka Inked Abroad tells Seb how a failed clothing brand, 200 videos that went nowhere, and an account he almost deleted turned into one of the biggest voices in tattooing — and why a globe he spun tens of thousands of times handed him 110,000 followers practically overnight. Dakota is refreshingly honest about the flip side of those numbers, about buying a camera on credit without ever having filmed anything in his life, and about why he can't stand the word "influencer" even though he knows it sticks to him. The second half goes deeper: Dakota talks about his new six-part series "Indigenous Revival" and the journey to Apo Whang-Od's grandnieces high up in the Philippine mountains, about why he builds friendships instead of conducting interviews, and why 500 of the right viewers mean more to him than millions of views. Plus: his unfiltered take on the Ignorant Style, the reality of his apprenticeship under Philo, hours spent on fake skin, the passport stamp signature style he's building for himself — and the upcoming Bosnia documentary on Sicanje, an almost forgotten tattoo practice Christian women used as protection against the Ottoman Empire. An episode about obsession, self-doubt, and the question of who a story really belongs to. @inkedabroad ⁠⁠⁠[ ADVERTISEMENT ]You can save big with our advertising partners — including Neonsfeer, Murostar, Killer Ink, Cheyenne Tattoo Equipment, CoalBlack and Caos Nero! All the info at ⁠⁠⁠⁠⁠⁠www.tftn-podcast.com⁠⁠⁠⁠.

    Dakota Weik: „I hate the word influencer, but I know it has to be attributed to me"
  8. Jul 27

    Angelina Mengel: „Ich habe den Shitstorm meines Lebens aus der Tattoo-Szene bekommen"

    Angelina Mengel hat ihre Karriere nicht geplant – sie hat sie sich erkämpft. Ihr Weg beginnt als Kaufhausdetektivin in Düsseldorf und endet dort abrupt mit einer gebrochenen Nase, führt über den Einzelhandel, in dem sie angespuckt und beleidigt wurde, bis in ein winziges, rosa-pink gestrichenes Zimmer in einem Friseursalon, in dem sie anfängt, Fingernägel zu machen. Von dort geht alles sehr schnell: ein selbstgebasteltes YouTube-Video geht um die Welt, russische und mexikanische Magazine berichten über sie, es folgen Sponsoring, eigenes Studio, Angestellte. Und dann – mitten im Erfolg – die Entscheidung, noch einmal ganz von vorne anzufangen. Beim Tätowieren wird sie von jedem Studio in der Umgebung abgelehnt, bringt sich die Basics mit einem befreundeten Tätowierer bei und spart sich ihre erste Cheyenne Thunder vom Nagelgeld zusammen, weil ihr damaliger Mann meinte, das lohne sich nicht. Sechs Monate später steht sie auf ihrer ersten Convention auf dem Podium. Seb spricht mit ihr über die Jahre, in denen sie jeden verdienten Euro wieder reingesteckt und Nächte durchgemacht hat – und darüber, warum genau diese Unruhe Fluch und Segen zugleich ist. Danach wird es unbequem: der Shitstorm nach „Pain & Fame", die Angst der Szene vor Weiterbildung, Hate als kalkulierter Reichweitenmotor – und der Preis der Sichtbarkeit bis hin zu Morddrohungen. Dazu medizinisches Tätowieren, Branding, KI und die Frage, die alles entscheidet: Warum sollte ein Kunde ausgerechnet zu dir kommen? Angelina findet ihr auf Instagram unter @angelinamengel. ⁠⁠⁠ [ WERBUNG ]Bei unseren Werbepartnern könnt ihr richtig sparen - darunter bei Neonsfeer, Murostar, Killer Ink, Cheyenne Tattoo Equipment, CoalBlack oder Caos Nero! Alle Infos auf ⁠⁠⁠⁠⁠⁠www.tftn-podcast.com⁠⁠⁠⁠.

    Angelina Mengel: „Ich habe den Shitstorm meines Lebens aus der Tattoo-Szene bekommen"

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