Letzte Woche war ich auf dem Katholikentag in Würzburg und bin noch ganz erfüllt von den vielen Begegnungen an unserem Stand auf der Kirchenmeile, an dem wir mit Menschen über unsere Kurse ins Gespräch kamen. Mit unserem Glücksrad luden wir jeden - klein und groß - ein, zu entdecken, welcher Segen aus den biblischen Geschichten in unser Leben fließt. So manches Gesicht zieht noch durch meine Gedanken, manches Lächeln, manche Träne und manches Gespräch, das ganz ehrlich und tief war. Heute morgen mit dem Blick auf Pfingsten - auch der Geburtstag der Kirche genannt - sehe ich die vielen Menschen, die sich zu diesem „Kirchen-Fest“ versammelt hatten unter dem Motto „Habe Mut, steh auf“. Beides passt so sehr zu dem, auf das wir nun zugehen und in einigen Tagen feiern werden. Viele verschiedene Menschen kamen damals in Jerusalem zusammen. Jeder davon mit seinem persönlichen „Lebenspäckchen“, seiner Sehnsucht, seiner Suche nach Gemeinschaft, Hoffnung, Erlösung in einer Welt, die sicherlich nicht leichter zu tragen war als unsere heute. Die Jünger mit wenig Mut im Herzen, versammelt in ihrem „Obergemach“. Wartend, was kommen wird. Und dann kam der, den Jesus versprochen hatte: Es kam der Geist Gottes. Es kam der, der bleiben wird und nicht wieder gehen wird, der uns belebt und der uns tröstet - so hatte es Jesus seinen Jüngern versprochen. Der Geist kam, in einem Brausen, erfüllte die Jünger und sie hatten Mut, Kraft und Freude und standen auf, verließen ihr Haus, um von dem zu erzählen, das sie erlebt und erkannt hatten - von Jesus Christus, der Auferstehung und dem Leben. Bis heute erleben wir das: Der Geist Gottes kommt. Manchmal säuselnd wie bei Elia in der Höhle: sanft und zart, Wunden versorgend, dass wir wieder Lebensmut bekommen. Manchmal brausend und aufwühlend, wie damals bei den Jüngern: alles steht Kopf und wir können nicht anders, als zu bekennen: Jesus ist Herr! Manchmal mitten im Alltag mit einem kurzen Satz, der Situationen sprengen kann, ohne dass Beziehungen gesprengt werden. Manchmal mit Entspannung, weil ich wieder entdecke: ER ist der Herr, der HERR, der mich sucht, der mich findet, der mich stärkt, der mich hält, der mich versorgt und ich MUSS NICHT… Wo der Geist Gottes ist, lesen wir im Galaterbrief, da ist Freiheit, da ist Liebe, da ist Geduld, da ist Selbstbeherrschung, da ist Freude, Güte, Freundlichkeit, Sanftmut und Friede. Beim Katholikentag habe ich diesen Frieden und diese Freude in den Begegnungen erlebt: Der Friede zog beim Erzählen von Jesus, beim Segnen der Menschen im Herzen ein und ich hoffe und bete, dass diese Früchte weiter wachsen und sich vermehren zum Segen vieler - denn das ist Pfingsten: Der Geist ist spürbar und verbreitet die Gute Nachricht hinaus zu allen Menschen. Ich wünsche uns, dass wir Gottes Geist erleben - vielleicht ganz neu, ganz anders als bisher in diesen Pfingsttagen. Viele Grüße, Damaris Friedrich