Sie sind zurück! Nach einer Woche Urlaub kehren die beiden Podcast-Giganten zurück ans Mikrofon. Die Mikrofone haben sich erholt, die Welt hat sich weitergedreht und Benni ist noch immer ohne seinen geliebten Laptop. Die Voraussetzungen für eine neue Episode Ginjamins Welt könnten also kaum besser sein.Gin berichtet von seinem Kreta-Urlaub. Die Zusammenfassung fällt dabei angenehm übersichtlich aus: War gut. Mehr muss man über eine Reise vermutlich auch nicht wissen. Während Gin offenbar Erholung gefunden hat, ist Benni weiterhin im tiefsten Laptop-Elend gefangen. Das Gerät ist noch immer nicht zurück und Benni ist mittlerweile so zornig, dass selbst der Anwalt vermutlich langsam überlegt, ob er nicht lieber einen anderen Beruf ergreifen sollte. Der Laptop ist längst kein technisches Gerät mehr, sondern ein persönlicher Erzfeind. Ein stummer Bildschirm, der eine ganze Podcast-Redaktion in den Wahnsinn treibt.Doch dann erreicht die beiden eine Nachricht, die selbst den größten Unsinn für einen Moment verstummen lässt: Sir Patrick Stewart ist gestorben.Der legendäre Schauspieler, Captain Jean-Luc Picard, Professor X und eine absolute Ikone der Film- und Seriengeschichte, hat die letzte Reise angetreten. Gin und Benni sind traurig und erweisen dem großen Mann die Ehre. Es wird ein Schweigeschluck Sekt getrunken. Ein Moment der Stille für einen Mann, dessen Stimme Generationen begleitet hat.Doch während die Trauer noch im Raum steht, steigt die Vorfreude auf Avengers: Doomsday ins Unermessliche. Denn jetzt ist dieser Film nicht mehr einfach nur ein weiterer Marvel-Kracher. Jetzt ist es auch ein Abschiedsfilm. Ein letzter großer Auftritt, ein letztes Mal Professor X und ein weiterer Grund, warum die beiden Podcast-Recken vermutlich schon jetzt mit einer Mischung aus Vorfreude und emotionaler Überforderung auf den Kinostart warten.Make it so, Patrick. 🖖Doch Ginjamins Welt wäre nicht Ginjamins Welt, wenn die Episode nicht irgendwann wieder in die Untiefen des menschlichen Denkens abdriften würde.Benni hat nämlich etwas entdeckt, das ihn beinahe aus den Socken gehauen hat: „Mothering“ in Beziehungen.Offenbar können Gefälligkeiten, die man seinem Partner oder seiner Partnerin tut, als eine Form des „Mothering“ betrachtet werden. Man hilft dem anderen, kümmert sich, übernimmt Aufgaben und plötzlich soll das Ganze eine psychologische Bedeutung haben, die vermutlich niemand bestellt hat.Benni ist entsetzt. Gin vermutlich auch. Und die Menschheit fragt sich, ob wir inzwischen wirklich für jede nette Geste einen neuen englischen Fachbegriff benötigen.Ist es jetzt schon „Mothering“, wenn man dem Partner eine Tasse Kaffee bringt? Wenn man den Müll rausbringt? Wenn man den anderen daran erinnert, dass die Waschmaschine seit drei Tagen piept?Oder ist es einfach nur eine Gefälligkeit, weil man zusammenlebt und sich nicht gegenseitig in den Wahnsinn treiben möchte?Benni hält das Ganze jedenfalls für einen der größten Schwachsinnsbegriffe, die jemals das Licht der Welt erblickt haben. Und das will bei Ginjamins Welt wirklich etwas heißen. Hier wurde bereits über fliegende Autos, den Untergang des McRib und die Frage diskutiert, ob ein Einkaufswagen das Wahlrecht verdient. Aber „Mothering“? Das ist offenbar selbst für diese beiden Podcast-Giganten eine neue Dimension des Unfugs.Und so entfaltet sich Episode 168 zwischen Urlaubsberichten, Laptop-Wut, einem emotionalen Abschied von Patrick Stewart und einer Diskussion über Beziehungsgesten, die vermutlich selbst Sigmund Freud dazu gebracht hätte, sein Notizbuch zuzuklappen.Gin. Benni. Sekt. Ein Laptop, der nicht zurückkommt. Ein Captain, der fehlt. Und ein Begriff, der dringend wieder in die Mottenkiste gehört.Ginjamins Welt ist zurück.Die Mikrofone sind wieder an. Die Gläser gefüllt. Und der Wahnsinn hat endlich wieder ein Zuhause.Episode 168: Make it so. Aber bitte ohne Mothering.