WORK IT OUT! Der Podcast über New Work

Anna-Maria Sperber und Nina Kohl-Haefke

New Work ist für viele gescheitert. Und vielleicht fühlt es sich auch so an: Zwischen Meeting-Marathon, KI-Hype und alten Strukturen. Aber was, wenn nicht die Idee gescheitert ist – sondern unsere Umsetzung? Genau deshalb gibt es WORK IT OUT! Anna-Maria Sperber & Nina Kohl-Haefke sprechen ehrlich, nahbar und fundiert darüber, wie sich Arbeit wirklich verändert. Mit Expert:innen, Studien und eigenen Learnings liefern sie Impulse und stellen die Fragen, die wir endlich beantworten müssen, um Arbeit besser zu gestalten.

  1. Sep 29

    #62 Beziehungsinvestor:innen meets WORK IT OUT! - mit Marielle & Mike über Elterngeldreform, Vereinbarkeit und die Realität in deutschen Unternehmen

    Deutschland diskutiert gerade eine Elterngeldreform, die Familien unter dem Strich weniger auszahlt als heute – während Geburtenraten sinken, der Gender Pay Gap ab 30 auf fast 30 Prozent anwächst und über die Hälfte der Väter weiterhin keine einzige Stunde Elternzeit nimmt. Vereinbarkeit von Familie und Beruf bleibt hierzulande ein Versprechen, das die Realität täglich bricht. In dieser Folge schauen wir auf beides: auf die konkreten Zahlen und Mechanismen hinter der geplanten Elterngeldreform – und auf die größere Frage, warum Vereinbarkeit in Deutschland so schwer zu leben ist. Was Arbeitgeber wirklich erwarten, wenn jemand Eltern wird, warum Väter kaum mehr Elternzeit nehmen als zwei Monate und was sich strukturell ändern müsste, damit Gleichberechtigung nicht nur auf dem Papier steht. Marielle und Mike sind die Beziehungsinvestoren: Podcast-Hosts, Berater, Speaker und selbst Eltern, die ihr eigenes Leben als gleichberechtigte Elternschaft organisiert haben. Seit 2016 helfen sie Paaren dabei, Elternzeit und Elterngeld selbstbestimmt zu gestalten – jenseits von Rollenklischees und Behörden-Verwirrung. Highlights aus Folge 62: Get to know Marielle & Mike in 3 Hashtags: #Teamwork, #Spielfreude, #EngagiertWie alles begann: Warum ein nervenzermürbender Elterngeldantrag und sechs Monate Chaos Marielle und Mike zu Elterngeld-Expertinnen gemacht habenWas Arbeitgeber wirklich denken: Die typische Reaktion, wenn Eltern ihre Pläne ankündigen.Der Referentenentwurf 2026 im Faktencheck: Von 14 auf 12 Monate, drei feste Partnermonate, Streichung des Partnerschaftsbonus Väter und Elterngeld: Über 50 Prozent der Väter nehmen gar keine Elternzeit – 75 Prozent derer, die sie nehmen, beschränken sich auf zwei Monate. Warum drei Pflichtmonate das allein nicht lösen werden.Was wirklich funktioniert: Island und Schweden zeigen es – mit Ersatzraten von 80 bis 100 ProzentWenn Marielle und Mike sich ein Wunschmodell für Deutschland designen könnten: Wie würde das aussehen? Solidargemeinschaft oder Eigenverantwortung: Mikes Argument auf den Punkt – wer Rente und Krankenversicherung selbstverständlich findet, kann bei der Familienförderung nicht plötzlich auf individuelle Entscheidungsfreiheit pochenKinderlos vs. Eltern: Kein Gegeneinander Mehr zum Thema: Website: Die Beziehungsinvestor*innen Mike und Marielle auf LinkedInDer Podcast von Mike und Marielle Werbung | Partner dieser Folge: Diese Folge wird unterstützt von Shure – Von kleinen Besprechungsräumen bis hin zu globalen Unternehmensstandorten unterstützt Shure Organisationen dabei, hybride Meetings einfacher, produktiver und inklusiver zu gestalten.Erfahrt mehr über moderne Collaboration-Lösungen unter ⁠https://www.shure.com/solutions

    #62 Beziehungsinvestor:innen meets WORK IT OUT! - mit Marielle & Mike über Elterngeldreform, Vereinbarkeit und die Realität in deutschen Unternehmen
  2. Sep 15

    #61 AI beyond the Broligarchy - mit Sirid Böhm für Sichtbarkeit von Tech-Frauen, Mikrofeminismus und FairAI

    Woran denkst du, wenn du an KI denkst? Und warum hattest du gerade das Bild von einem Mann vor Augen? Genau das ist das Problem, über das wir in dieser Folge sprechen: Sichtbarkeit von Frauen in Tech und speziell in KI. Nur rund 12 % der KI-Rollen sind weiblich besetzt. Und selbst die Frauen, die da sind, werden deutlich seltener gesehen, gehört und zitiert als ihre männlichen Kollegen. Denn wer die KI baut, entscheidet, für wen sie funktioniert – und das sind aktuell vor allem wenige, gleiche Männer. Stichwort: Broligarchie. Sirid Böhm setzt sich durch Projekte, Studien, Formate und Veranstaltungen aktiv dagegen an. Als Senior Program Managerin für Fair AI bei der ePIE Foundation kämpft sie für einen gerechteren Zugang zu KI und die Sichtbarkeit von Frauen in einer Technologie, die unsere gesamte Gesellschaft prägt. Im Gespräch mit Anna-Maria und Nina zeigt sie, warum das kein Frauenthema ist, sondern eine Systemfrage – und warum kleine Alltagshandlungen, der sogenannte Mikrofeminismus, tatsächlich Systeme verändern können. Highlights aus Folge 61: Get to know Sirid in 3 Hashtags: #Feministin, #Mama, #FacettenreichEin Einblick in Sirids Arbeit beim IPAI (Innovationspark Künstliche Intelligenz) und was sie mit dieser Stelle bewegen möchteSirid setzt sich nicht nur für Gleichberechtigung ein, sondern ist selbst mit ihrem Mann ein Vorbild für Vereinbarkeit. Was ist das Anstrengendste bei der Umsetzung des 50:50 Modells?Warum kennen wir eigentlich die Frauen in den großen KI-Firmen nicht? Die Ursachen struktureller Unsichtbarkeit von FrauenEigenverantwortung vs. Struktur: Was Frauen selbst tun können und wo die strukturellen Grenzen liegenMikrofeminismus: Wie kleine Alltagshandlungen größere Systeme verändern können – und warum das kein Widerspruch istWas ist eigentlich die Broligarchie und warum ist sie ein Problem für die gesamte Gesellschaft?KI als Gleichstellungsgefahr oder Chance? Sirid zeigt beide Seiten anhand konkreter Beispiele aus der Praxis.Warum Frauen in Tech die Branche verlassen: Insights aus der Tech2Stay-Studie Sirids Mutmacher zum Abschluss: Nicht jede Pflanze wächst in jedem Umfeld – und das sagt nichts über deine Kompetenz aus Mehr zum Thema: Sirid auf LinkedIn und ihre WebseiteePIE FoundationBuchtipp: „Unsichtbare Frauen" von Caroline Criado PerezBuchtipp: „Mythos Mutterinstinkt" von Annika RöslerTech2Stay Studie Werbung | Partner dieser Folge: Diese Folge wird unterstützt von Shure – Von kleinen Besprechungsräumen bis hin zu globalen Unternehmensstandorten unterstützt Shure Organisationen dabei, hybride Meetings einfacher, produktiver und inklusiver zu gestalten.Erfahrt mehr über moderne Collaboration-Lösungen unter https://www.shure.com/solutions

    #61 AI beyond the Broligarchy - mit Sirid Böhm für Sichtbarkeit von Tech-Frauen, Mikrofeminismus und FairAI
  3. Sep 1

    #60 Raus aus dem Optimierungswahn – mit Lena Wittneben ganz gelassen unperfekt erfolgreich sein

    Wie oft schreibst du eine E-Mail, die eigentlich schon fertig ist, noch ein drittes Mal um? Genau an diesem Beispiel, das uns unsere heutige Gästin aus dem Vorgespräch mitgebracht hat, wird schnell klar: Ein Großteil unserer Energie fließt gerade dort, wo sie am wenigsten bringt.Zu Gast ist Lena Wittneben, systemische Coachin, Moderatorin, Autorin, Speakerin und Kolumnistin aus Hamburg. Kennengelernt haben Nina und Lena sich Anfang des Jahres auf einem Netzwerk-Event, und aus diesem Gespräch entstand schnell der Wunsch, gemeinsam vor dem Mikro weiterzureden. Am 27. August erschien Lenas neues Buch „Ganz gelassen unperfekt – Erfolg und Zuversicht jenseits von digitalem Dauerrausch und Selbstoptimierung" im Campus Verlag, und genau darum geht es in dieser Folge.Gemeinsam sprechen wir darüber, warum Selbstführung etwas grundlegend anderes ist als Selbstoptimierung, weil Selbstoptimierung immer in den Mangel schaut, während Selbstführung fragt, wofür man seine Energie eigentlich einsetzen will. Am Beispiel des Oura Rings, den alle drei tragen, wird das sehr konkret: Dasselbe Tool kann Selbstfürsorge sein oder in Selbstoptimierungswahn kippen, je nachdem, wie man damit umgeht. Wir sprechen außerdem darüber, weshalb Produktivität im KI-Zeitalter neu gedacht werden muss, was digitalen Dauerrausch von einer bloßen Ablenkung unterscheidet und warum ausgerechnet das Kapitel zu Lenas eigenem Signature-Thema ihr beim Schreiben am schwersten fiel. Und wir klären, warum Sichtbarkeit nicht bedeuten muss, ständig verfügbar zu sein, und wo der Unterschied zwischen echter Zuversicht und toxischer Positivität liegt.Außerdem erzählt Lena, wie aus einem Serendipity-Moment auf einer Bühne beim Emotion Women's Day ihr Buchdeal beim Campus Verlag entstand, warum sie sich selbst mit den Hashtags zuversichtlich, flexibel und unperfekt beschreibt, und warum sie mit rund 3.000 bis 4.000 Followern bewusst in der Mikro-Reichweite unterwegs ist. Highlights aus Folge 60: Get to know Lena in 3 Hashtags: #zuversichtlich, #flexibel, #unperfektSelbstführung statt Selbstoptimierung: Warum Selbstoptimierung immer in den Mangel schaut – und was Selbstführung stattdessen fragtDer Oura Ring als Testfall: Werkzeug für Selbstfürsorge oder Einstieg in den Optimierungswahn?Digitaler Dauerrausch: Woran wir merken, dass wir mittendrin stecken – und warum KI das Problem verschärft statt löstDie Bowl-Technik: Eigenverantwortung, Monofokus und Pausen als Kontrastprogramm statt als weiteres OptimierungszielSichtbar, aber nicht dauerhaft verfügbar: Zwischen Bikini und Ritterrüstung – wie Lena die 253 Grautöne der Sichtbarkeit beschreibtIst Reichweite die neue Währung? Warum Lena mit Mikro-Reichweite lieber auf Resonanz setzt als auf FollowerzahlenZuversicht statt toxischer Positivität: Warum Lena bei Sätzen wie „Jeder ist seines Glückes Schmied" einen Würgereiz bekommtÜber Lena: ⁠https://www.lena-wittneben.de⁠Lena auf LinkedIn: ⁠https://www.linkedin.com/in/lena-wittneben-b80b3217/⁠⁠Buch⁠ „Ganz gelassen unperfekt" (Campus Verlag, https://campus.de/beruf-karriere/ganz-gelassen-unperfekt/CAM52228?srsltid=AfmBOorAIlRj0E8i881vOvLYbJy56fnQO_Mw0DnGioc1N8W9OTBvyfNO) Mehr zum Thema: Über Lena: ⁠https://www.lena-wittneben.de⁠Lena auf LinkedIn: ⁠https://www.linkedin.com/in/lena-wittneben-b80b3217/⁠⁠Buch⁠ „Ganz gelassen unperfekt" (Campus Verlag, https://campus.de/beruf-karriere/ganz-gelassen-unperfekt/CAM52228?srsltid=AfmBOorAIlRj0E8i881vOvLYbJy56fnQO_Mw0DnGioc1N8W9OTBvyfNO) Werbung | Partner dieser Folge: Diese Folge wird unterstützt von Shure – Von kleinen Besprechungsräumen bis hin zu globalen Unternehmensstandorten unterstützt Shure Organisationen dabei, hybride Meetings einfacher, produktiver und inklusiver zu gestalten.Erfahrt mehr über moderne Collaboration-Lösungen unter https://www.shure.com/solutions

    #60 Raus aus dem Optimierungswahn – mit Lena Wittneben ganz gelassen unperfekt erfolgreich sein
  4. Aug 18

    #59 Der gute Ton der Zusammenarbeit – mit Tobi Oberley über (virtuelle) Meetings, die endlich funktionieren

    „Kannst du mich hören?" – „Ich glaube, du bist gerade eingefroren." Diese Sätze kennst du garantiert aus deinem Arbeitsalltag. Und das, obwohl virtuelle und hybride Meetings längst Normalität sind und wir inzwischen sogar über KI in Meetings sprechen. Und trotzdem zeigt die Realität: Wirklich gute Meetings sind noch immer die Ausnahme. Es fehlt an der richtigen Technik – von Kamera über Ton bis zu Bildtechnologien –, an durchdachter Raumausstattung und an einer guten Kalender- und Meetingkultur. Denn an diesem ganzheitlichen Denken scheitern wir aktuell. Genau da setzt Tobi Oberley an. Seit über 18 Jahren ist er in der Collaboration- und Videokonferenzbranche unterwegs und hat dabei jede Seite kennengelernt: von der Technik bis zum Vertrieb, vom Mittelstand bis zum Großkonzern. Seit April verantwortet er das UC-Geschäft von Shure in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Und er sagt etwas, das erst mal überrascht: Für gute hybride Zusammenarbeit ist der Ton wichtiger als das Bild – und die beste Meetingtechnik ist die, die sogar unsichtbar für dich ist. Highlights aus Folge 59: Get to know Tobi in 3 Hashtags: #lösungsorientiert, #menschenbezogen, #geradeausWo stehen wir 2026 wirklich mit hybrider Zusammenarbeit – was hat sich seit Corona verändert, und was sind die Dauerbrenner-Probleme?Warum wir uns viel zu sehr am „Wo" abarbeiten und viel zu wenig am „Wie" der ZusammenarbeitWas ein Meeting wirklich gut macht und welche Meetings wir uns getrost sparen (oder asynchron lösen) könnenTipps zur Kalenderkultur: offene Kalender, Fokuszeit und die niedrige Hemmschwelle, mal eben ein Meeting einzustellenDie Königsdisziplin hybrides Meeting: Wie Menschen im Raum und remote wirklich gleichberechtigt teilnehmenWarum gute Technik unsichtbar sein muss und was ein moderner Meetingraum ganzheitlich können sollte (Technik, Möbel, Licht, Akustik)Warum der Ton wichtiger ist als das Bild Wie KI Einzug in unsere Meetings hält: vom Note-Taker bis zur Kamera, die den Raum versteht Mehr zum Thema: Tobi auf LinkedInShure UC / Meeting-Lösungen und Blogartikel: WebseiteStudienempfehlung: Illuminas-Umfrage in Kooperation mit Shure zu Meeting-Technologie

    #59 Der gute Ton der Zusammenarbeit – mit Tobi Oberley über (virtuelle) Meetings, die endlich funktionieren
  5. Aug 4

    #58 Keine Zeit zum Lernen? Mit Dr. Cornelia Hattula deine Lernsaboteure entlarven

    "Wir müssen lebenslang lernen." Diesen Satz hören wir alle seit Jahren. Nur: Wann eigentlich? Zwischen Meetings, To-do-Listen und vollen Kalendern bleibt Lernen oft genau das, was wir auf später verschieben – während wir gleichzeitig spüren, dass es heute wichtiger ist als je zuvor. Genau darüber sprechen wir in dieser Folge mit Dr. Cornelia Hattula, Learning & Development Strategin und Host des Podcasts "Was lernst Du?". Gemeinsam sprechen wir darüber, warum lebenslanges Lernen für viele inzwischen eher nach Druck als nach Neugier klingt, warum riesige Lernangebote ohne Kuration wie ein Marmeladenregal wirken, vor dem man nur ratlos steht, weshalb "Ich habe keine Zeit" meistens ein Lernsaboteur ist, der sich mit den richtigen Fragen entlarven lässt, und wie sich Learning & Development vom Trainingskatalog zum echten strategischen Business-Partner entwickeln muss. Außerdem verrät Conny, warum sie sich selbst als "Zeitoptimistin" bezeichnet, wieso der Vergleich von KI mit dem Taschenrechner zu kurz greift, und was ein gutes Restaurant über die Zukunft von Trainings verraten kann. Highlights aus Folge 58: Warum Lernen für Conny lange ein rotes Tuch war – und woher ihr Lernenthusiasmus heute kommtLebenslanges Lernen ist kein neues Phänomen – neu ist vor allem die Geschwindigkeit, mit der Themen auf uns einprasselnDer "Marmeladenregal-Effekt": Warum riesige Lernangebote ohne Kuration eher lähmen als helfenKI als Lernbegleiter: Wo sie wirklich hilft – und warum der Vergleich mit dem Taschenrechner zu kurz greiftLernsaboteure entlarven: Warum "Ich habe keine Zeit" selten das eigentliche Problem istZeitoptimistin vs. Zeitpessimistin: Wie viel Verantwortung liegt beim Einzelnen, wie viel beim Unternehmen?Vom Trainingsanbieter zum strategischen Partner: Wie sich die Rolle von Learning & Development verändern mussDas L&D-Ikigai: Was können wir gut, wofür brennen wir, was braucht die Organisation?Die Gastgeber-Analogie: Was ein gutes Restaurant Trainings über Willkommenskultur beibringen kannTiny Experiments statt großer Lernvorhaben: Wie ein erstes kleines Lernexperiment aussehen kannEin Appell an alle, die sich selbst zu Lernsaboteur:innen machen: Wie man Lernen ins "Nebenbei" integriertMehr zum Thema: Über Conny: www.corneliahattula.comConnys Podcast "Was lernst Du?": www.corneliahattula.com/podcastConny auf LinkedIn: linkedin.com/in/corneliahattulaConnys Newsletter "Learning Outside the Box": https://www.corneliahattula.com/newsletter Buchtipp aus der Folge: "Tiny Experiments" von Anne-Laure Le Cunff

    #58 Keine Zeit zum Lernen? Mit Dr. Cornelia Hattula deine Lernsaboteure entlarven
  6. Jul 21

    #57 Du bist nicht gescheitert, nur an falschen Erwartungen – mit Kirstine Fratz aus unseren Denkgefängnissen über Arbeit ausbrechen

    Warum halten wir das, was wir über Arbeit denken, eigentlich für normal? Und wer hat überhaupt entschieden, was „normal“ ist? Genau dieser Frage geht Zeitgeistforscherin und Autorin Kirstine Fratz in ihrem neuen Buch Denkgefängnisse nach. Passend dazu ist sie zurück bei WORK IT OUT! und stellt eine These in den Raum, die uns lange beschäftigt hat: Vielleicht scheitern wir gar nicht an unserem Leben, sondern an Erwartungen, die wir nie selbst gewählt haben. Gemeinsam sprechen wir darüber, warum der Arbeitsplatz vielleicht der letzte Ort direkter Machterfahrung ist, weshalb aktuelle Debatten über Return to Office oder Krankschreibungen mehr über Kontrolle als über Arbeit verraten und warum KI uns zwingt, unser Verständnis von Leistung, Produktivität und Zusammenarbeit neu zu denken. Außerdem erzählt Kirstine, wie aus einem Arbeitstitel der Name ihres Buches wurde – und warum ihre größte Stärke darin besteht, Menschen aus Denkgefängnissen herauszuholen. Highlights aus Folge 57: Was Denkgefängnisse sind – und warum wir sie oft gar nicht bemerkenWie der Titel von Kirstines neuem Buch entstanden istWarum Liebe, Ehe, Moral, Macht und Arbeit keine Naturgesetze, sondern kulturelle Konstrukte sindWeshalb der Arbeitsplatz heute vielleicht der letzte Ort direkter Machterfahrung istReturn to Office, Krankschreibung & Kontrolle: Was aktuelle Debatten über unser Arbeitsverständnis verratenFake Work, Präsentismus und performative Arbeit: Warum Beschäftigung oft wichtiger erscheint als WirkungVerhaltenskritik vs. Verhältniskritik: Warum „Die Menschen wollen nicht mehr arbeiten“ häufig die falsche Diagnose istKI, FOBO (Fear of Becoming Obsolete) und warum uns für die Zukunft kulturelle Referenzobjekte fehlenWarum wir den Geist von New Work nicht einfach wieder „zurück in die Flasche“ bekommenKirstines wichtigster Rat für alle, die sich ständig an fremden statt an ihren eigenen Erwartungen orientieren Mehr zum Thema: Über Kirstine Arbeit: https://zeitgeistforschung.comBuch Denkgefängnisse (Goldegg Verlag): https://www.goldegg-verlag.com/titel/denkgefaengnisse/Kirstine auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/kirstine-fratz-419175131/Zum Nachhören Folge #32 „Zeitgeist at Work“https://open.spotify.com/episode/3BvZFx5yolwfeBNy9Ub1X8

    #57 Du bist nicht gescheitert, nur an falschen Erwartungen – mit Kirstine Fratz aus unseren Denkgefängnissen über Arbeit ausbrechen
  7. Jul 7

    #56 Werde Schmied deines eigenen Jobglücks – mit Dr. Achim Pothmann den Montag lieben lernen

    Freust du dich am Montagmorgen auf das, was kommt? Nicht: Ist es okay. Sondern: Blickst du wirklich mit Freude und Motivation auf die neue Woche? Das ist die Kernfrage dieser Folge. Und sie klingt einfacher, als sie ist. Dabei haben die meisten von uns nie gelernt, Arbeit mit Glück zu verbinden. Jobglück gilt als Utopie, als Luxus, als Wohlfühlromantik und Arbeit ist doch einfach eine Pflicht. Unser heutiger Gast sagt: Falsch gedacht. Denn wer Arbeit nur als äußeren Zwang denkt, wird im Job nie wirklich glücklich werden. Jobglück beginnt bei der eigenen Haltung und es liegt mehr bei dir selbst als an äußeren Faktoren wie einem schicken Büro oder deiner Führungskraft. Unser heutiger Podcast-Gast und Experte für Jobglück, Dr. Achim Pothmann, sagt es sogar noch direkter: „Wer im Job unzufrieden ist, ist selbst schuld." Achim ist Wirtschaftswissenschaftler, Hochschuldozent und Autor von vier Büchern zu New Work und Jobglück. Heute zeigt er Unternehmen in der Praxis, dass glückliche Mitarbeitende und wirtschaftlicher Erfolg kein Widerspruch sind. Seine Botschaft ist klar: Jobglück ist der härteste Wettbewerbsvorteil überhaupt – mit messbarem ROI. Highlights aus Folge 56: Get to know Achim in 3 Hashtags: #Menschenorientiert, #Differenziert, #JobglückLebensglückWas ist Jobglück eigentlich – und was vielleicht auch nicht?Wie du „Schmied deines eigenen Jobglücks" werden kannstWie viel Jobglück liegt beim Unternehmen und bei Führungskräften? Ein realer Business Case für Jobglück: Wie ein Mittelständler mit 80 Mitarbeitern Kündigungen auf null und Krankenstände halbiert hatJobglück als neues New-Work-Instrument nur für Desk-Worker? Achim über Handwerk, Handel und Schichtarbeit – und warum diese Annahme grober Unfug istDer neuroplastische Transformationsprozess: Wie Unternehmen das Denken ihrer Menschen dauerhaft in Richtung Jobglück verändern können Mehr zum Thema: Achim auf LinkedInWebsite: www.drpothmann.deAchims Bücher, u.a. "Die Zukunft der Unternehmen - Warum wir Arbeit neu denken müssen"Studienempfehlung: Gallup Engagement Index 2025 (veröffentlicht März 2026)

    #56 Werde Schmied deines eigenen Jobglücks – mit Dr. Achim Pothmann den Montag lieben lernen
  8. May 26

    #55 Die Periode zu ignorieren kostet Unternehmen Millionen - mit Carolina Spiess zyklusbasiertes Arbeiten verstehen

    Warum verliert eine Frau durchschnittlich fast 9 Arbeitstage Produktivität pro Jahr – und trotzdem spricht kaum ein Unternehmen darüber? Weil es um ein schambesetztes Thema geht, das ein echtes Tabu in der Arbeitswelt ist. Und das, obwohl es vollkommen normal ist, sich jeden Monat wiederholt und rund 50 % der arbeitenden Bevölkerung betrifft. Es geht um den weiblichen Zyklus und die Periode. Dafür haben Nina und Anna-Maria die zertifizierte Menstrual Health Coach Carolina Spiess eingeladen. Sie coacht und berät Unternehmen vom Startup bis zum Großkonzern. Denn der Menstruationszyklus ist äußerst relevant für Führung und Wertschöpfung. Unternehmen, die das ignorieren, riskieren jährlich Millionen. Was zu Beginn wie ein Wellnessthema klingt, ist in Wirklichkeit eine strukturelle Frage: Unsere Arbeitswelt läuft im 24-Stunden-Takt – der biologisch für Männer designt ist, nicht für Frauen. Carolina erklärt, was Unternehmen an Produktivität konkret verlieren, wenn sie das ignorieren, was zyklusorientiertes Arbeiten wirklich bedeutet (und was nicht) – und warum das Thema auch für Männer relevant ist. Highlights aus Folge 55: Get to know Caro in 3 Hashtags: #Selbstführung, #Zyklusgesundheit, #NewWorkVon HPV-Diagnose zum Business Case: Wie Carolina aus einem Tabu-Thema ihre Mission gemacht hatDie vier Zyklusphasen erklärt: Von der inneren Beyoncé bis zur inneren Lana Del Rey und was das konkret für den Arbeitsalltag bedeutet.Zyklus als Self-Leadership-Tool: Wie Frauen ihre Stärken phasengerecht einsetzen können, auch bei DienstreisenFür alle CEOs: "PMS to ROI!" Warum 9 verlorene Produktiviteitstage pro Frau pro Jahr ein Unternehmensthema sind und kein WellnessprogrammMenstrual Leave ja oder nein? Warum eine einzelne Maßnahme ohne Aufklärungsarbeit ins Leere läuftStigmatisierung vs. Offenheit: Carolinas ehrliche Antwort auf die Angst, der eigenen Karriere durch Transparenz beim Zyklus zu schadenWie Carolina konkret mit Unternehmen arbeitet: von Vorträgen bis zur TeamentwicklungMänner & Zyklus: 3 konkrete Tipps, wie Männer das Thema nicht nur verstehen, sondern aktiv unterstützenMehr zum Thema: Carolina auf LinkedInConsulting und Coaching von CarolinaLiteraturempfehlung: Period Power von Maisie HillMcKinsey Studie zu Frauengesundheit (1 Dollar investiert - 3 Dollar wirtschaftliches Wachstum)

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New Work ist für viele gescheitert. Und vielleicht fühlt es sich auch so an: Zwischen Meeting-Marathon, KI-Hype und alten Strukturen. Aber was, wenn nicht die Idee gescheitert ist – sondern unsere Umsetzung? Genau deshalb gibt es WORK IT OUT! Anna-Maria Sperber & Nina Kohl-Haefke sprechen ehrlich, nahbar und fundiert darüber, wie sich Arbeit wirklich verändert. Mit Expert:innen, Studien und eigenen Learnings liefern sie Impulse und stellen die Fragen, die wir endlich beantworten müssen, um Arbeit besser zu gestalten.

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