Ostwärts. Gespräche über ostdeutsche Identitäten

Nine-Christine Müller

Was heißt es eigentlich ostdeutsch zu sein und spielt das echt immer noch eine Rolle? Ich, Nine-Christine Müller, spreche hier mit Menschen, die ihre Herkunft reflektieren und Engagement zeigen. Gemeinsam erkunden wir, wie Herkunft unsere Identität beeinflusst und wie Chancengerechtigkeit und Mitbestimmung gefördert werden können.

  1. Zuhören als demokratischer Akt im Mansfelder Land - mit Grit Michelmann

    May 27

    Zuhören als demokratischer Akt im Mansfelder Land - mit Grit Michelmann

    In dieser Folge der Ostwärts-Podcast-Tour ist Nine an Station 2 von 5 – im Kunstkonsum Heiligenthal, einem ehemaligen Dorfladen im Landkreis Mansfeld-Südharz, mit Live-Publikum vor Ort. Zu Gast ist Grit Michelmann, freiberufliche Moderatorin und Prozessbegleiterin aus Halle, die in der Region Formate durchführt, bei denen Menschen vier Minuten ungestört sprechen und wirklich gehört werden. Das Gespräch berührt die Geschichte des Landkreises: 850 Jahre Kupferbergbautradition, das Kombinat Wilhelm Pieck mit einst 45.000 Beschäftigten und das abrupte Ende in den 90er Jahren, das nicht nur Arbeitsplätze, sondern die gesamte soziale und kulturelle Infrastruktur der Region auf einen Schlag vernichtete. Grit erzählt von Erzählcafés, in denen diese Geschichte wieder auftaucht und von zwei Frauen aus dem Lackdrahtwerk, deren stärkste Erinnerung an die chemischen Umweltbelastungen nicht die eigene Gesundheitsschädigung ist, sondern die Ungerechtigkeit, dass man die durch Säureregen löchrig gewordenen Nylonstrumpfhosen dort nicht erstattet bekam. Die Folge behandelt außerdem, was passiert, wenn AfD-Mitglieder in einem Erzählcafé sitzen, warum Zuhören nicht Zustimmen bedeutet und weshalb Beteiligungsformate Politikverdrossenheit erklären können, aber auch abbauen. Grits aktuelle Arbeit im Mansfelder Land wird finanziert durch den Flow Fund der Kinnings Foundation, die die gesamte fünfteilige Podcast-Tour ermöglicht. 00:25 Intro Tour-Station 2 Heiligenthal  02:20 Grit Vorstellung und Kontext  05:42 Format Sprechen und Zuhören  10:15 Wendetrauma und kollektives Vergessen  12:40 Nylonstrumpfhosen und Umweltschäden  15:11 Projektschmiede und kollektive Intelligenz  17:33 Mansfeld-Südharz: Struktur und Geschichte  22:18 ABM und Kombinat als Sozialstruktur  26:30 Film Maßnahme und Staatsverlust  28:20 AfD im Erzählcafé  30:22 Zuhören als demokratischer Akt  33:32 Moderation ohne Angst vor Konflikt  36:02 Zuhören heißt nicht zustimmen  39:11 Grits politische Biografie  43:19 Flow Fund und geloste Bürgerbeteiligung  46:09 Wünsche für Mansfeld-Südharz  48:16 Abschluss und Ausblick Großhennersdorf Über Ostwärts Was heißt es eigentlich, ostdeutsch zu sein,und spielt das echt immer noch eine Rolle? Genau diese Frage stellt sich Nine-Christine Müller, als Nachwendekind aus Thüringen. Im Podcast „Ostwärts: Gespräche über ostdeutsche Identitäten" erzählen Menschen ihre persönlichen Geschichten und geben in Interviews überraschende und oft nachdenkliche Einblicke und Perspektiven, die bisher wenig Gehör finden. Statt nur über den Osten zu sprechen und lokale Herausforderungen zu thematisieren, kommen Menschen vor Ort selbst zu Wort, um ostdeutsche Identitäten in ihrer Vielfalt, mit Tiefgang und Respekt zu beleuchten. Eine kritische und selbstkritische Auseinandersetzung mit dem Osten Deutschlands ist wichtig, gerade jetzt, denn es gibt anhaltende Unterschiede und Herausforderungen, die es zu adressieren gilt sowie eine historische und kulturelle Identität, die verstanden werden kann, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. https://www.ostwaerts-podcast.com/ Showlinks: Doku „Die Maßnahme“ (2009) der Filmakademie Baden-Württemberg: https://www.youtube.com/watch?v=gEtil2WHFDg Webseite von Grit Michelmann: https://gritmichelmann.de/ Ostwärts-YouTube-Kanal für die folgenden Folgen abonnieren: https://www.youtube.com/watch?v=i11T7BQqsxA&list=LL

    50 min
  2. Bleiben, wo’s brennt: Kahrola und der Mut zur Nachbarschaft

    Apr 30

    Bleiben, wo’s brennt: Kahrola und der Mut zur Nachbarschaft

    KAHROLA in Kahla: Franzi und Fabi über die Nachbarschaftsstube, ehrenamtliches Engagement und das Bleiben in einer Kleinstadt mit zwei Gesichtern In dieser Live-Folge von „Ostwärts" – aufgezeichnet zum Auftakt der Ostwärts-Tour durch fünf ostdeutsche Bundesländer – spricht Nine mit Franzi und Fabi von der Nachbarschaftsstube Kahrola und der antifaschistischen Initiative AIS in Kahla, Thüringen. Sie erzählen, wie aus einer alten Kneipe ein offener Ort ohne Konsumzwang wurde, der von zwölfjährigen Pokémon-Fans bis zu Konzertgästen alle willkommen heißt. Sie sprechen über die Burg 19, den AfD-Aufkleber an der Nachbarschaft und die Frage, wie man als weiblich gelesene, engagierte Person in einer Stadt mit organisierten Neonazi-Strukturen lebt. Über 5.000 Euro aus dem Flow Fund, mit denen Kahrola ein Jahr existieren kann. Und über die Frage, warum die beiden bleiben – obwohl Wegziehen einfacher wäre. Die Tour wird ermöglicht durch die Kinnings Foundation. 00:00 Sicherer Ort und klare Grenzen 00:49 Auftakt Ostwärts-Tour in Kahla 03:20 Wer ist Franzi, wer ist Fabi 05:13 Warum bleiben 07:07 Was ist Kahrola 09:00 Pokémon, Konzerte und Spielenachmittag 10:50 Kahla zwischen Saaletal und Porzellan 13:57 Krasnahorkai und die fiktive Kleinstadt 15:04 Burg 19 im Alltag 17:22 Angepöbelt werden als weiblich gelesene Person 19:38 Wie ICE und Kahrola entstanden 20:47 Konsumfrei und niedrigschwellig 22:00 Reaktionen aus der Stadt 23:19 Wie ein Sonntag bei Kahrola aussieht 25:37 Wer kommt nicht und warum 27:30 Was hält das Engagement am Laufen 29:27 Politisch oder nicht politisch 31:35 Klare rote Linien 33:38 Was Kahrola noch braucht 36:33 Vom Sonntagscafé zur größeren Kontinuität 40:08 Porzellan bemalen auf dem Weihnachtsmarkt 42:05 Was 5.000 Euro vom Flow Fund verändern 45:20 Spenden und Sichtbarkeit 47:01 Demokratiebildung studieren in Jena 49:49 Bleiben statt wegziehen 52:15 Was man Leuten mitgibt, die abgehängt sind 54:11 Lokale Strukturen unterstützen 55:35 Auch Weggegangene bleiben willkommen 56:18 Herkunft als Identität 57:48 Schlusswort und Verabschiedung 58:18 Vorschau Mansfeld mit Grit Über Ostwärts Was heißt es eigentlich, ostdeutsch zu sein,und spielt das echt immer noch eine Rolle? Genau diese Frage stellt sich Nine-Christine Müller, als Nachwendekind aus Thüringen. Im Podcast „Ostwärts: Gespräche über ostdeutsche Identitäten" erzählen Menschen ihre persönlichen Geschichten und geben in Interviews überraschende und oft nachdenkliche Einblicke und Perspektiven, die bisher wenig Gehör finden. Statt nur über den Osten zu sprechen und lokale Herausforderungen zu thematisieren, kommen Menschen vor Ort selbst zu Wort, um ostdeutsche Identitäten in ihrer Vielfalt, mit Tiefgang und Respekt zu beleuchten. Eine kritische und selbstkritische Auseinandersetzung mit dem Osten Deutschlands ist wichtig, gerade jetzt, denn es gibt anhaltende Unterschiede und Herausforderungen, die es zu adressieren gilt sowie eine historische und kulturelle Identität, die verstanden werden kann, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. https://www.ostwaerts-podcast.com/ Mehr zu Kahrola: - Webseite: https://kahrola.de/ - Webseite von AIS Saale-Holzland-Kreis steht für Antifaschistisch*Initiativ*Solidarischhttps: //ais-shk.de/ - Kontakt via: kahrola@posteo.de

    59 min
  3. Zwei Frauen, ein Bruch – was nach der Diagnose Krebs entsteht

    Apr 5

    Zwei Frauen, ein Bruch – was nach der Diagnose Krebs entsteht

    Mich interessiert, was Menschen aus dem machen, was sie sich nicht ausgesucht haben. Eine Krankheitsdiagnose gehört dazu – und was Anke und Katrin daraus gebaut haben, ist eine dieser Geschichten, die einen nicht loslassen. In diesem Oster-Special treffe ich die beiden Macherinnen des Eisvogel e.V., die beide an Lymphknotenkrebs erkrankt sind. Wir sprechen über Brüche, die das Leben neu sortieren – über das, was bleibt, was geht und was unerwartet entsteht. Über Gemeinschaft, die aus gemeinsamer Verletzlichkeit wächst. Und über eine Frage, die mich bei Ostwärts immer wieder beschäftigt: Wie viel Gestaltungskraft steckt in dem, was wir nicht gewählt haben? Anke erzählt, wie sie 2013 durch einen Zufallsbefund die Diagnose Morbus Hodgkin bekam – mitten in der Probezeit eines neuen Jobs. Katrin beschreibt, wie es sich anfühlt, monatelang auf Klarheit zu warten und dann doch vor einer Tür mit der Aufschrift „Onkologie" zu stehen und zu denken: das bin ich nicht. Beide reden über die schwierigen Momente, Familie und Freundeskreis einzuweihen, darüber, was wirklich hilft (Direktheit schlägt jede Floskel) – und warum nachwachsende Haare eben nicht bedeuten, dass wieder alles normal ist. Außerdem: Was Angehörige wirklich brauchen, warum Ehrlichkeit so entlastend sein kann und was Susan Sontag über die zwei Staatsbürgerschaften des Lebens zu sagen hat. Der Eisvogel e.V. ist deutschlandweit sowie in Österreich und der Schweiz aktiv. Er vermittelt Patenschaften zwischen Betroffenen, verschickt Mutmacherpakete und schafft Räume, in denen niemand allein ist – auch für Angehörige, die so oft unsichtbar bleiben. Hier geht's zum Podcast von Anke & Kathrin: Lebe Jetzt. Kapitel 00:00 Haare weg, nicht vorbei00:55 Intro und Thema03:52 Das Tabu Krebs und erste Reaktionen04:55 Was wirklich hilft09:05 Diagnose Anke – Morbus Hodgkin11:59 Diagnose Katrin – und der Schock danach14:06 Krebs sagen: der Moment mit Familie und Freunden17:56 Der Eisvogel e.V. – Verein und Patensystem22:23 Was bleibt und was sich verändert28:27 Freundschaft, Hilfe und die richtigen Worte33:09 Angehörige brauchen eigenen Raum35:38 Nach der Therapie ist nicht alles normal37:19 Wording, Wörter und heute krebsfrei39:12 Abschluss Dieses Oster-Special wurde ermöglicht durch die Sparda-Bank Berlin – seit 1990 die einzige Bank, die ausschließlich in Ostdeutschland tätig ist, mit über 400.000 Mitgliedern und Engagement für nachhaltige Ideen in der Region, unter anderem durch ihre Tochtergesellschaft Ostwerk. Die Sparda-Bank Berlin engagiert sich seit 14 Jahren im Kampf gegen Krebs und unterstützt Initiativen wie den Eisvogel e.V. Über Ostwärts Was heißt es eigentlich, ostdeutsch zu sein – und spielt das echt immer noch eine Rolle? Genau diese Frage stellt sich Nine-Christine Müller, Nachwendekind aus Thüringen. Im Podcast „Ostwärts: Gespräche über ostdeutsche Identitäten" erzählen Menschen ihre persönlichen Geschichten und geben überraschende, oft nachdenkliche Einblicke, die bisher in der Spannbreite wenig Gehör finden. Statt nur über den Osten zu sprechen, kommen Menschen vor Ort selbst zu Wort – ostdeutsche Identitäten in ihrer Vielfalt, mit Tiefgang und Respekt beleuchtet.

    40 min
  4. Demokratie ja, aber bitte anders: Über den Deutschlandmonitor und was er uns über Demokratie, Sicherheit und Veränderung zeigt

    Mar 23

    Demokratie ja, aber bitte anders: Über den Deutschlandmonitor und was er uns über Demokratie, Sicherheit und Veränderung zeigt

    Was wollen Menschen wirklich, wenn sie sich eine "starke Hand" in der Politik wünschen? Keine Diktatur, sondern Sicherheit. Einen Staat, der endlich wieder Probleme löst. Und das Gefühl, dass irgendjemand noch die Kontrolle hat. Tobias Jaeck forscht am Zentrum für Sozialforschung Halle und ist Mitautor des Deutschlandmonitors, einer der umfassendsten Studien zu politischen und gesellschaftlichen Einstellungen in Deutschland. In dieser Folge ordnen wir gemeinsam ein, was die Daten wirklich sagen – jenseits von Schlagzeilen. Wir sprechen darüber, warum lokales Vertrauen in Deutschland erstaunlich hoch ist, während die Einschätzung der gesamtgesellschaftlichen Lage fast diametral anders ausfällt. Über Polykrisen, Kontrollverlust und Anomie. Über die Frage, warum die eigentliche Trennlinie in Deutschland oft nicht zwischen Ost und West verläuft, sondern zwischen strukturschwachen und strukturstarken Regionen. Und darüber, was uns wirklich veränderungsbereit macht – Spoiler: Es ist nicht die Vergangenheit, sondern der Blick nach vorne. Außerdem: Wie funktioniert eigentlich eine Studie mit 8.000 Befragten? Was passiert in qualitativen Fokusgruppen? Und was kommt 2026 als nächstes Schwerpunktthema des Monitors? 00:00 Lokales Vertrauen hoch 00:49 Vorstellung und Thema 02:53 Sachsen Anhalt Identität 04:41 Was ist der Monitor 05:40 Sozialforschung erklärt 06:53 Werdegang und Perspektiven 10:46 Ost Identität und DDR 14:20 Deutschlandmonitor Methodik 17:47 Lokales vs Deutschland Bild 19:37 Polykrisen und Kontrollverlust 22:17 Autoritäre Offenheit 23:29 Sicherheit statt Freiheit 27:15 Signifikanz und Einordnung 34:02 Starker Staat Wunsch 36:44 Alltag und Staatsfrust 38:31 Strukturschwach vs stark 39:17 Strukturschwäche messen 40:24 Stadtviertel und Milieus 41:13 Land gegen Stadt Ost West 44:26 Ansiedlung und Abhängigkeiten 48:39 Beteiligung und Plebiszite 52:41 Quali Forschung erklärt 57:58 Zukunftsoptimismus treibt Wandel 01:03:39 Ambivalenz und Bewahrer 01:10:27 Wünsche an die Politik 01:13:59 Nächstes Thema Mobilität 01:15:56 Abschluss und Ausblick Über Ostwärts Was heißt es eigentlich, ostdeutsch zu sein,und spielt das echt immer noch eine Rolle? Genau diese Frage stellt sich Nine-Christine Müller, als Nachwendekind aus Thüringen. Im Podcast „Ostwärts: Gespräche über ostdeutsche Identitäten“ erzählen Menschen ihre persönlichen Geschichten und geben in Interviews überraschende und oft nachdenkliche Einblicke und Perspektiven, die bisher wenig Gehör finden. Statt nur über den Osten zu sprechen und lokale Herausforderungen zu thematisieren, kommen Menschen vor Ort selbst zu Wort, um ostdeutsche Identitäten in ihrer Vielfalt, mit Tiefgang und Respekt zu beleuchten. Eine kritische und selbstkritische Auseinandersetzung mit dem Osten Deutschlands ist wichtig, gerade jetzt, denn es gibt anhaltende Unterschiede und Herausforderungen, die es zu adressieren gilt sowie eine historische und kulturelle Identität, die verstanden werden kann, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. https://www.ostwaerts-podcast.com/

    1h 18m
  5. DDR-Plattenbau als Kunst? Martin Maleschka über das Schwinden der Heimat und warum Beton politisch ist

    Feb 28

    DDR-Plattenbau als Kunst? Martin Maleschka über das Schwinden der Heimat und warum Beton politisch ist

    DDR-Plattenbau als Kunst: Martin Maleschka über Ostmoderne, Identität und den Verlust der Heimat Im Podcast „Ostwärts“ spricht Gastgeberin Nine mit Martin Maleschka, Fotograf, Autor und Chronist der Ostmoderne und baubezogenen Kunst der DDR. Ausgehend von seiner Kindheit als „Plattenbaukind“ in Eisenhüttenstadt beschreibt er den Widerspruch, während des Architekturstudiums den Abriss seiner Heimat und den Verlust von Kunst am Bau mitzuerleben. Er erklärt, wie Kunstwerke in Plattenbauten, Schulen, Kindergärten und Betrieben durch Rückbau und „Modernisierung“ verschwinden, warum unsanierte Fassaden durch Fugenraster, Reliefs und Materialien charaktervoll sind und wie er seit 20 Jahren dokumentiert, recherchiert und über Social Media Hinweise erhält. Thema sind auch Eisenhüttenstadts falsches Image als reine Plattenbaustadt, internationale und junge Begeisterung für DDR-Baukultur, seine Auszeichnung mit der „Silbernen Halbkugel“ sowie sein Plädoyer, das Flächendenkmal als Chance offensiver zu nutzen. 00:00 Riesenmosaik Entdeckung 00:49 Intro Identität Plattenbaukunst 01:49 Martin Maleschka vorgestellt 03:10 Heimat wird abgerissen 06:02 Graffiti wird Dokumentation 06:38 Wohnkomplexe und Rückbau 12:19 Eisenhüttenstadt neu gesehen 16:52 Platte Platte Festival 21:11 Warum Mosaike Kunst sind 23:44 Modernisierung zerstört Details 29:06 Wohnen in Ostmoderne 31:43 Nostalgie oder Haltung 32:36 Heimat und Identität 33:16 Dokumentieren unter Zeitdruck 35:16 Recherche und Community Tipps 36:50 Gen Z und DDR Revival 38:12 Kunst aus dem Alten 41:08 Kritik und internationale Neugier 44:04 Inventarisierung und Social Media 46:47 Der größte Fundmoment 50:18 Vom Graffiti zum Denkmalschutz 57:32 Eisenhüttenstadt spricht 59:03 Erbe als Chance nutzen 01:01:19 Abschluss und Ausblick Links Instagram-Account von MartinBaubezogene Kunst in der DDR ⁠Über Ostwärts⁠⁠ Was heißt es eigentlich, ostdeutsch zu sein? Spielt das wirklich noch eine Rolle? Diese Fragen stellt sich ⁠⁠Nine-Christine Müller⁠⁠ als Nachwendekind aus Thüringen bei Ostwärts. Hier erzählen Menschen ihre persönlichen Geschichten und geben in Interviews überraschende und oft nachdenkliche Einblicke und Perspektiven, die bisher wenig Gehör finden. Eine kritische und selbstkritische Auseinandersetzung mit Ostdeutschland ist gerade jetzt wichtig, denn es gibt nach wie vor Unterschiede und Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt, aber auch eine historische und kulturelle Identität, die es zu verstehen gilt, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

    1h 2m
  6. Kapital mit Haltung – Wie Ostwerk Startups in Ostdeutschland stärkt

    Jan 30

    Kapital mit Haltung – Wie Ostwerk Startups in Ostdeutschland stärkt

    In dieser Folge spricht Nine-Christine Müller mit Johannes Ullrich, Mitgründer von Ostwerk, über eine Mission: Startups in Ostdeutschland eine echte Chance geben. Johannes erzählt, wie er von der Sparda-Bank Berlin aus eine Beteiligungsgesellschaft aufgebaut hat, die gezielt in junge Unternehmen in den ostdeutschen Bundesländern investiert – mit privatem Kapital und genossenschaftlichen Werten. Warum wird im Osten weniger gegründet als im Westen? Was brauchen Gründer:innen wirklich? Und wie sieht "empathisches Wirtschaften" konkret aus? Johannes gibt Einblicke in über 100 Startup-Gespräche, erzählt von innovativen Projekten wie Get2Germany und Altavo und erklärt, warum Mut manchmal wichtiger ist als das perfekte Businessmodell. Eine Folge über Netzwerke, Zuversicht und die Frage, wie man mit Kapital echte Veränderung schaffen kann – nicht nur in Berlin, sondern in ganz Ostdeutschland. 00:00 Einführung in den Podcast und Moderator 01:32 Vorstellung des Gastes: Johannes Ullrich 02:44 Johannes' persönlicher Hintergrund und Identität 05:59 Familiärer Einfluss und Karriereweg 09:12 Der Weg mit der Sparda-Bank Berlin 13:25 Die Rolle und Wirkung von Ostwerk 17:31 Investitionen und Startups: Get2Germany und Altavo 24:08 Herausforderungen und Chancen in Ostdeutschland 43:34 Die Zukunft von Ostwerk und Schlussbetrachtung Links & worüber wir noch so gesprochen haben Ostwerk & Portfolio: Ostwerk Bewerbung: https://ost-werk.de/bewerbung/Get2Germany: https://get2germany.com/deAltavo: https://www.altavo.eu/Startup-Förderung & Netzwerke nach Bundesländern: Mecklenburg-Vorpommern: Gründungswerft: https://gruendungswerft.com/Founders Bay (Remote-First-Accelerator): https://founders-bay.io/post/startup-map-mecklenburg-vorpommern-2025Sachsen: futureSAX (Innovationsplattform): https://www.futuresax.de/Sachsen-Anhalt: hier-we-go: https://hier-we-go.de/SIGUSA (Netzwerk für soziale Innovation): https://sigusa.de/Thüringen: STIFT (Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung): https://stift-thueringen.de/Investor Days Thüringen: https://investordays-thueringen.de/Brandenburg: Start-up-Zentren Brandenburg: https://www.gruenden-in-brandenburg.de/start-up-zentren-brandenburgIncubator Village Beeskow: https://incubator-village-beeskow.com/Übersicht Start-up-Zentren: https://mwaek.brandenburg.de/de/sechs-start-up-zentren-in-brandenburg-machen-junge-unternehmen-fit-f%C3%BCr-den-weltmarkt/brandenburg_06.c.865716.deBerlin: Science & Startups (Berlin University Alliance): https://www.science-startups.berlin/Podcast-Empfehlung: Brand1-Podcast "Empathisches Wirtschaften": https://open.spotify.com/episode/2uQtIsRjmH1Pxaf2Nr2VpD Über Ostwärts⁠ Was heißt es eigentlich, ostdeutsch zu sein? Spielt das wirklich noch eine Rolle?Diese Fragen stellt sich ⁠Nine-Christine Müller⁠ als Nachwendekind aus Thüringen bei Ostwärts. Hier erzählen Menschen ihre persönlichen Geschichten und geben in Interviews überraschende und oft nachdenkliche Einblicke und Perspektiven, die bisher wenig Gehör finden. Eine kritische und selbstkritische Auseinandersetzung mit Ostdeutschland ist gerade jetzt wichtig, denn es gibt nach wie vor Unterschiede und Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt, aber auch eine historische und kulturelle Identität, die es zu verstehen gilt, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

    50 min
  7. Roland Jahn über Anpassung und Widerstand, die Kraft der Erinnerung und den Dialog über Biografien

    12/18/2025

    Roland Jahn über Anpassung und Widerstand, die Kraft der Erinnerung und den Dialog über Biografien

    Roland Jahn ist einer der bekanntesten Dissidenten der DDR, DDR-Bürgerrechtler und späterer Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen. Er wurde zwangsausgebürgert, arbeitete aus West-Berlin weiter für die Freiheit im Osten und leitete später die Stasi-Unterlagen-Behörde. Doch sein Buch trägt den Titel "Wir Angepassten" – wie sich im Gespräch herausstellt, eine Einladung. In dieser Folge von Ostwärts spricht Roland Jahn über: Seinen Weg vom Pionier zum Staatsfeind – und warum das ein langer Prozess warDie Macht der Angst in der Diktatur und wie sie als "Kitt" das System zusammenhieltDie Grautöne zwischen Anpassung und Widerstand, die oft übersehen werdenWarum er für lange Haare ins Ministerium fuhr, aber nicht gegen die Mauer protestierteDie Frage des Wehrdienstes an der Grenze und die Last individueller VerantwortungHeimat vs. DDR: "Für mich war Heimat Jena, nicht die DDR"Warum es wichtig ist, Biografien zu verstehen, ohne die Diktatur zu relativieren"Auch in der Diktatur scheint die Sonne – wir haben ein schönes Leben geführt, nicht wegen des Staates, sondern trotz des Staates." Ein Gespräch über die Notwendigkeit des Erzählens, über die Räume zwischen Nostalgie und Diktaturerfahrung, und über die Frage: Wie hätten wir selbst gehandelt? Roland Jahn lädt uns ein, ohne Verurteilung, aber mit ehrlichen Fragen auf die DDR-Biografien zu schauen – auf die eigenen und die der anderen. 00:00 Einführung und persönlicher Hintergrund 00:58 Frühes Leben und Erfahrungen in der DDR 01:56 Der Prozess der Anpassung und des Widerstands 04:28 Biografien und Angst in einer Diktatur verstehen 07:57 Nostalgie und Alltag in der DDR 10:24 Jugendrebellion und persönliche Akte des Widerstands 24:10 Mit Konsequenzen konfrontiert und Herausforderungen an der Universität 33:24 Die Friedensgemeinschaft Jena und Aktivismus 39:57 Die Friedenskommission und der Weiße Kreis 41:42 Zwangsausgebürgert: Eine persönliche Geschichte 45:21 Flucht und Verhaftung in Jena 50:21 Ankunft in West-Berlin und Überwachung durch die Stasi 56:48 Die Bedeutung der Stasi-Akten 01:03:36 Versöhnung und Aufarbeitung 01:08:13 Die Zukunft der Stasi-Akten 01:14:07 Inspiration aus der Geschichte Berlins 01:15:03 Rückblick auf 35 Jahre deutsche Einheit 01:16:33 Die Komplexität der Ost-West-Identitäten 01:19:08 Respekt vor individuellen Biografien 01:20:02 Debatte über den Begriff „Ostdeutsch” 01:25:19 Stolz auf die Überwindung von Widrigkeiten 01:29:17 Persönliche Reflexionen und Bedauern 01:36:52 Solidarität und gemeinsame Erfahrungen 01:45:06 Die Bedeutung von Neugier und Dialog Über Ostwärts Was heißt es eigentlich, ostdeutsch zu sein? Spielt das wirklich noch eine Rolle?Diese Fragen stellt sich Nine-Christine Müller als Nachwendekind aus Thüringen bei Ostwärts. Hier erzählen Menschen ihre persönlichen Geschichten und geben in Interviews überraschende und oft nachdenkliche Einblicke und Perspektiven, die bisher wenig Gehör finden. Eine kritische und selbstkritische Auseinandersetzung mit Ostdeutschland ist gerade jetzt wichtig, denn es gibt nach wie vor Unterschiede und Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt, aber auch eine historische und kulturelle Identität, die es zu verstehen gilt, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

    1h 46m
  8. Katja Wolf: Aufgewachsen im Umbruch – Verantwortung als Kompass

    11/30/2025

    Katja Wolf: Aufgewachsen im Umbruch – Verantwortung als Kompass

    In dieser OSTWÄRTS-Folge begrüße ich Katja Wolf, Finanzministerin von Thüringen, ehemalige Oberbürgermeisterin von Eisenach – und jemand, dessen Lebensweg die Transformation Ostdeutschlands persönlich erfahren und politisch geprägt hat. Wir sprechen über:• ein Aufwachsen zwischen DDR-Kindheit und Nachwende-Umbruch• Identität, Verantwortung & politische Haltung• gerechte Strukturen, starke Kommunen und die Frage, was Vertrauen in Politik eigentlich bedeutet• warum Transformation für viele Ostdeutsche nicht abstrakt, sondern biografisch ist Ein sehr persönliches und tiefes Gespräch über Herkunft, Wandel und den Mut, Verantwortung zu übernehmen. Kapitelmarken 00:00 Einführung: Gerechteres Steuersystem 00:41 Willkommen zu Ostwärts: Über ostdeutsche Identitäten 02:42 Katja Wolfs Jugend und die Wendezeit 13:51 Politische Anfänge und Engagement 18:06 Herausforderungen und Erfolge als Oberbürgermeisterin 25:26 Kommunalpolitik und Finanzministerin 32:34 Visionen und Herausforderungen für Thüringen 43:05 Reflexionen über Deutsche Einheit und ostdeutsche Identität 52:47 Abschluss und Dankeschön Über Ostwärts Was heißt es, ostdeutsch zu sein – und warum spielt das noch eine Rolle?In „Ostwärts: Gespräche über ostdeutsche Identitäten“ spricht Nine-Christine Müller mit inspirierenden Persönlichkeiten über Herkunft, Wandel und Zukunft.Der Podcast erzählt neue Narrative aus dem Osten – über Techno-Wende-Kultur, Innovation, Gründungsgeist und Gestaltungskraft jenseits der Metropolen. 👉 Mehr Infos unter ⁠www.ostwaerts-podcast.com Die Folge ist im Rahmen der Tagesspiegel-Veranstaltung "Der Osten - Die Konferenz für Ideen und Macher" am 4.11. 2025 entstanden.

    53 min

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Was heißt es eigentlich ostdeutsch zu sein und spielt das echt immer noch eine Rolle? Ich, Nine-Christine Müller, spreche hier mit Menschen, die ihre Herkunft reflektieren und Engagement zeigen. Gemeinsam erkunden wir, wie Herkunft unsere Identität beeinflusst und wie Chancengerechtigkeit und Mitbestimmung gefördert werden können.

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