SALTY Trailrunning Podcast

SALTY Trailrunning

Profi-Athlet:innen, Gäste aus der Community, Veranstalter:innen, Coaches und viele mehr sprechen mit uns über aktuelle Themen, Sichtweisen sowie ganz persönliche Meinungen - authentisch, ehrlich und inspirierend!

  1. Oct 1

    #41 Johannes Dörr und die bemerkenswerte Alltagstauglichkeit des Longruns

    Johannes Dörr tauchte 2025 beim Innsbruck Alpine Trailrun Festival auf und gewann einfach mal den 110er. In seiner Wahlheimat. Gegen ziemlich schnelle Leute. Wer ihn vorher nicht auf dem Zettel hatte, durfte danach erstmal einen Stift suchen. Mittlerweile ist einiges passiert. Johannes ist seit diesem Jahr DYNAFIT-Athlet, sein Training strukturierter und Trailrunning endgültig ein ziemlich großer Teil seines Lebens. Wobei man bei ihm den Eindruck bekommt, dass ein Longrun ungefähr denselben organisatorischen Stellenwert besitzt wie bei anderen Menschen der Gang zum Bäcker. Könnte man morgen eigentlich direkt wieder machen. Wir sprechen darüber, wie Johannes überhaupt zum Trailrunning gekommen ist. Wie sich sein Training verändert hat und was ein Sportwissenschaftsstudium mit einem macht, wenn der eigene Körper gleichzeitig das interessanteste Versuchsobjekt ist. Es geht um Freunde, mit denen aus ein paar Kilometern schnell ein halber Tag werden kann. Um den Trubel nach Innsbruck. Um Erwartungen, die mit Ergebnissen wachsen. Und darum, wie Johannes seinen eigenen Weg durch einen Sport findet, der plötzlich deutlich genauer hinschaut. Ein bisschen Gegenwart gibt’s natürlich auch: Am Wochenende steht Johannes beim OTF presented by DYNAFIT am Start und wird sich den Sudelfeld Trail vornehmen. Was in seinem Fall vermutlich bedeutet, dass es für einen gemütlichen Samstag eher wenig Argumente gibt. Wohin das alles führt? Weiß Johannes noch nicht ganz genau. Nur länger laufen dürfte ziemlich sicher Teil der Sache bleiben. Wir sehen uns Samstag, Johannes. Vorher Sudelfeld, nachher kühles Blondes und Afterparty. Auch das ist Periodisierung.

    #41 Johannes Dörr und die bemerkenswerte Alltagstauglichkeit des Longruns
  2. Sep 1

    #40 Rosanna Buchauer und die erstaunliche Normalität einer Weltklasse-Ultraläuferin

    Rosanna Buchauer war bei uns im SALTY Hub. Eine der besten Ultraläuferinnen der Welt. Vollzeitprofi. Ein Beruf, der von außen ungefähr so aussieht: Berge, Startnummern, Sponsoren, Training bei Sonnenaufgang. Tatsächlich gehört aber auch die eher unangenehme Frage dazu, ob man gerade gut genug ist, um das alles weiterhin machen zu dürfen. Rosanna nennt es trotzdem ein Privileg. Und sorgt ziemlich bewusst dafür, dass ihr Leben nicht vollständig zwischen Longrun, Strava und Recovery-Shake stattfindet. Ein großer Teil ihres Freundeskreises hat mit Trailrunning wenig am Hut. Da geht es um normale Dinge und gelegentlich um Probleme, die sich nicht mit Carbs pro Stunde lösen lassen. Als Speakerin steht Rosanna außerdem regelmäßig in Unternehmen auf Bühnen. Ein ziemlicher Kontrast zum Ultralaufen. Und offenbar ein sehr guter. Wir sprechen über Leistungsdruck und Fokus. Über ihre Arbeit mit einer Mentaltrainerin. Und über dieses schwer messbare Urvertrauen, dass die Dinge schon irgendwie gut werden. Nicht als Kalenderspruch. Sondern als etwas, das Rosanna hilft, wenn es darauf ankommt. Natürlich schauen wir auch unter die Motorhaube. Rosanna trainiert mit Trainer. Wir sprechen darüber, was sich dadurch verändert hat, wie sie Rennen vorbereitet und warum man freiwillig ein Etappenrennen im Himalaya läuft. Dinge, die in gewissen Kreisen offenbar keiner weiteren Erklärung bedürfen. Und wir sprechen über Frauen im Trailrunning. Darüber, welches Bild der Sport von ihnen zeichnet, wer dieses Bild eigentlich zeichnet und was sich noch ändern darf. Eine Folge über Profisport, ohne den Menschen dahinter versehentlich wegzuoptimieren.

    #40 Rosanna Buchauer und die erstaunliche Normalität einer Weltklasse-Ultraläuferin
  3. Jul 23

    #38 The North Face Großglockner Ultra-Trail Special

    Während wir diese Zeilen schreiben, wird in Zell am See-Kaprun gerade fast alles gleichzeitig fertig. Jemand sortiert Startnummern nach Nachnamen, jemand anders sucht seit zwanzig Minuten denselben Kabelbinder. Verpflegungskisten wandern von A nach B und kurz darauf wieder zurück. Ein Streckenposten fehlt noch in einer Excel-Liste, irgendwo piept ein Funkgerät, und mindestens ein Banner hängt bereits perfekt, nur leider am falschen Ort. Ganz normaler Ausnahmezustand. Mitten im Aufbau haben wir uns drei Menschen geschnappt, ohne die der The North Face Großglockner Ultra-Trail heute nicht das wäre, was er ist. Lisa Loferer kennt den GGUT aus Sicht einer Gastgeberin. Als Geschäftsführerin von Zell am See-Kaprun Tourismus. Und als jemand, der selbst lieber in Trailrunning-Schuhen unterwegs ist als in Besprechungsräumen. Johannes Überbacher begleitet den Sport seit Jahren. Nicht nur als Brand Manager von The North Face DACH, sondern als einer, der die deutschsprachige Trailrunning-Szene mit aufgebaut hat. Lange bevor sie überhaupt Szene genannt wurde. Und Markus Amon? Der hat beim GGUT schon so ziemlich alles gemacht. Er gewann die erste Ausgabe, kennt das Rennen seit seinen Anfängen und trägt heute als Race Director eine Verantwortung, die deutlich über Streckenprofile und Startzeiten hinausgeht. Wenn am Berg das Wetter kippt, Wege gesperrt werden oder Entscheidungen schnell fallen müssen, landet vieles bei ihm. Klingt weniger romantisch. Ist aber der wichtigste Job des Wochenendes. Wir sprechen darüber, warum Menschen so viel Zeit, Energie und Herzblut in ein Rennen stecken. Was sich im Trailrunning verändert hat. Was besser geworden ist. Was schwieriger. Und warum ein gutes Event meistens schon lange vor dem Startschuss beginnt. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass ein Rennen nie nur aus Kilometern und Höhenmetern besteht. Sondern aus vielen Menschen, die sich darum kümmern, dass andere für einen Tag einfach nur laufen dürfen.

    #38 The North Face Großglockner Ultra-Trail Special
  4. Jun 1

    #36 Niclas Bock und der kleinste gemeinsame Nenner verschwitzter Kulturräume

    Niclas Bock war schon vieles. Profi-Triathlet. Podcaster. Moderator. Medienmensch. Einer, der wahrscheinlich mehr Wettkampfverpflegung konsumiert hat als der durchschnittliche Mensch Nudeln. Und trotzdem hatten wir während unserem Gespräch nie das Gefühl, mit jemandem zu sprechen, der sich über Leistung definiert. Eher im Gegenteil.  Diese Folge dreht sich um den kleinsten gemeinsamen Nenner aller Sportarten. Nicht Pace. Nicht Watt. Nicht VO2max. Sondern die ziemlich einfache Tatsache, dass Menschen Sport lieben. Weil er verbindet. Weil er Räume schafft. Weil man sich in ihm manchmal besser erkennt als im restlichen Alltag.  Wir sprechen mit Bocki über Sport als Kultur. Über Gemeinschaft statt Leistungsgesellschaft. Über die Frage, warum Menschen stundenlang laufen, fahren oder schwimmen, obwohl ihnen dabei regelmäßig der Kreislauf die Freundschaft kündigt.  Es geht um Medienreichweiten. Um Identifikation. Um Community. Um Kunst. Um Werte. Und immer wieder um dieselbe Frage: Was bleibt eigentlich übrig, wenn man den ganzen Zahlenkram mal kurz leiser dreht?  Herausgekommen ist kein klassischer Sportpodcast. Eher ein Gespräch über Menschen, die im Sport etwas suchen, das deutlich größer ist als Sport selbst. Und über die vielleicht schönste Erkenntnis: Dass man sich trotz Medienreichweiten, Leistungsdiagnostik und sehr teurer Sportuhren manchmal einfach nur daran erinnern möchte, warum man überhaupt angefangen hat.

    #36 Niclas Bock und der kleinste gemeinsame Nenner verschwitzter Kulturräume

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