OnTeamz // Der Ausbildungspodcast Strukturen, Impulse & echte Gespräche

Marc Fischer

OnTeamz – Der Ausbildungspodcast liefert klare Impulse, ehrliche Gespräche und direkt anwendbares Wissen für alle, die Ausbildung in kleinen und mittleren Unternehmen gestalten. Werde ein fester Teil dieser Community auf Patreon: https://patreon.com/onteamz?utm_medium=unknown&utm_source=join_link&utm_campaign=creatorshare_creator&utm_content=copyLink Ob Lehren, Lernen, Strukturen oder erlebnisorientierte Programme – jede Folge bietet praxisnahe Inhalte aus der DACH-Region, die zeigen, wie moderne Ausbildung wirklich funktioniert. Wechselnde Interviews mit engagierten Ausbildern, Bildungsexperten und Programmverantwortlichen machen OnTeamz zu einem inspirierenden Begleiter für alle, die Azubis ganzheitlich fördern wollen – nicht als Nummer, sondern als Mensch. Kontak kannst du gleich hier aufnehmen: https://www.linkedin.com/in/azubitrainer/ Wir sprechen über die Praxis: Wie baue ich eine gute Beziehung zu Azubis auf? Wie bleibe ich motiviert? Was brauchen junge Menschen wirklich? Und wie entwickelt sich ein starkes Team trotz Stress, Druck und Generationskonflikten? 🎯 Jede Folge bringt dich weiter – mit Erfahrung, Haltung und Klartext. Früher bekannt als „Teammensch“, jetzt als OnTeamz – der Name ist neu, die Mission bleibt: Ausbildung mit Sinn und Verbindung.

  1. 2d ago

    #266 Azubis sind keine Lückenfüller! Wenn Personalmangel Ausbildung zerstört

    Azubis sind keine Lückenfüller. Eigentlich ein selbstverständlicher Satz. Doch gerade dort, wo Personal fehlt, kann aus Ausbildung schnell etwas anderes werden: Der Azubi soll funktionieren, einspringen, Verantwortung übernehmen und plötzlich Aufgaben auffangen, für die eigentlich eine Fachkraft gebraucht würde. Genau darüber spreche ich in dieser Folge mit Kevin Schlesier. Kevin kennt die Gastronomie nicht aus Lehrbüchern. Er blickt auf rund 30 Jahre Erfahrung in der Branche zurück und spricht sehr offen darüber, was er selbst erlebt hat: enormen Druck, harte Hierarchien und eine Arbeitswelt, in der Funktionieren teilweise wichtiger war als Entwicklung. Heute will er genau dort etwas verändern. Kevin ist Gründer und Initiator des Culinary Apprentice Project, kurz cAp. Sein Ziel: Ausbildungsqualität verbessern, Ausbilder und Betriebe unterstützen und jungen Menschen Strukturen geben, bevor aus Überforderung Frust und aus Frust vielleicht ein Ausbildungsabbruch wird. Und Kevin macht im Gespräch deutlich: Personalmangel darf nicht auf dem Rücken der Azubis gelöst werden. Wir sprechen darüber, was passiert, wenn junge Menschen zu früh wie fertige Fachkräfte eingesetzt werden und weshalb gerade die ersten Monate einer Ausbildung entscheidend sein können. Aber wir diskutieren auch die andere Seite. Müssen wir die junge Generation einfach stärker fordern? Sind junge Menschen heute tatsächlich weniger belastbar? Oder versuchen wir manchmal, Ausbildung mit den Maßstäben einer Arbeitswelt zu gestalten, die es so längst nicht mehr gibt? Kevin sagt klar: Es geht nicht darum, Azubis in Watte zu packen. Es geht darum, Anforderungen mit guter Führung, klarer Kommunikation und echter Begleitung zu verbinden. Und dann stellt Kevin im Gespräch eine Frage, die bei mir hängen geblieben ist: Würdest du deinen eigenen Betrieb deinem eigenen Kind als Ausbildungsbetrieb empfehlen? Eine verdammt spannende Frage. Denn vielleicht müssen wir weniger darüber diskutieren, was mit der heutigen Jugend nicht stimmt. Und häufiger darüber, was gute Ausbildung heute eigentlich leisten muss. In dieser Folge sprechen Kevin und ich unter anderem über Personalmangel und seine Auswirkungen auf Ausbildung Azubis als Ersatz für fehlende Fachkräfte Druck und Überforderung in der Gastronomie Ausbildungsabbrüche und ihre Ursachen die Bedeutung der ersten Monate einer Ausbildung Hierarchien und Führung in Küche und Gastronomie warum junge Menschen heute häufiger nach dem Warum fragen Menschlichkeit ohne Kuschelpädagogik Kevins persönliche Erfahrungen aus rund 30 Jahren Gastronomie das Culinary Apprentice Project und die Frage, ob du deinen eigenen Ausbildungsbetrieb deinem eigenen Kind empfehlen würdest Eine Folge für Ausbilder, Ausbildungsleiter, HR Verantwortliche und alle, die Ausbildung nicht einfach verwalten, sondern junge Menschen wirklich entwickeln wollen. ÜBER KEVIN SCHLESIER Kevin Schlesier ist seit rund 30 Jahren in der Gastronomie tätig und Gründer sowie Initiator des Culinary Apprentice Project. Mit CAP setzt er sich für bessere Ausbildungsstrukturen in Gastronomie und Hotellerie ein. Im Mittelpunkt stehen Ausbildungsqualität, Kommunikation, Arbeitskultur, Prävention und echte Entwicklungsmöglichkeiten für junge Menschen. Sein Ansatz ist dabei bewusst praxisnah: Nicht mit dem Finger auf Ausbildungsbetriebe zeigen, sondern Strukturen schaffen, die Ausbilder und Azubis gleichermaßen unterstützen.

    #266 Azubis sind keine Lückenfüller! Wenn Personalmangel Ausbildung zerstört
  2. Sep 26

    #264 „Lern doch einfach!“ Warum dieser Satz bei Azubis nicht funktioniert

    „Du musst mehr lernen.“ Klingt logisch. Ist aber ziemlich nutzlos, wenn ein junger Mensch nie gelernt hat, wie Lernen eigentlich funktioniert. Genau darüber spreche ich in dieser Folge mit Patrik Rappo von BRAINY aus der Schweiz. Patrik kennt das Thema aus einer sehr persönlichen Perspektive. In der Schule gehörte er selbst nicht zu den Stärksten. Heute beschäftigt er sich intensiv damit, wie Kinder, Jugendliche, Lernende und Erwachsene Wissen tatsächlich aufbauen können. Und damit landen wir mitten in einem Problem, das auch viele Ausbildungsbetriebe betrifft: Wir erwarten Selbstorganisation, Lernbereitschaft, Planung und Eigenverantwortung. Gleichzeitig setzen wir häufig voraus, dass junge Menschen diese Fähigkeiten einfach mitbringen. Aber wo sollen sie diese eigentlich gelernt haben? Patrik arbeitet deshalb unter anderem mit Lernstrukturen, Lernplanung und konkreten Lerntechniken. Statt zwei Tage vor einer Prüfung möglichst viel Wissen in den Kopf zu pressen, lernen Jugendliche beispielsweise, eine Prüfung über mehrere Wochen vorzubereiten und Lernzeiten bewusst einzuplanen. Doch unser Gespräch geht noch deutlich weiter. Wir sprechen über Berufsorientierung und Berufswahl und darüber, warum Schulnoten vielleicht viel weniger darüber aussagen, welcher Beruf zu einem jungen Menschen passt, als wir denken. Ist jemand kreativ? Handwerklich? Detailverliebt? Technisch? Kommunikativ? Braucht jemand viele Menschen um sich herum oder fühlt er sich in einem kleinen Betrieb wohler? Vielleicht sollten wir Jugendlichen nicht zuerst die Frage stellen: „Welchen Beruf willst du machen?“ Sondern: „Welche Art von Arbeit passt eigentlich zu dir?“ Und dann wird es durchaus unbequem. Denn auch Unternehmen bekommen in dieser Folge ihren Teil ab. Wenn ein Azubi praktisch hervorragend arbeitet, aber Schwierigkeiten in der Berufsschule hat, können wir als Betrieb natürlich sagen: „Schule ist dein Problem.“ Oder wir verstehen Ausbildung tatsächlich als Entwicklung und überlegen, wie wir diesen jungen Menschen unterstützen können. Patrik formuliert dazu einen Gedanken, der sehr gut zu OnTeamz passt: Wir bilden junge Menschen nicht nur aus. Wir entwickeln und fördern sie. Genau deshalb sprechen wir auch über Lehrabbrüche, unbesetzte Ausbildungsplätze, die Attraktivität von Ausbildungsberufen und die berühmte Generation Z. Denn vielleicht ist diese Generation gar nicht so faul und arbeitsunwillig, wie ihr gerne vorgeworfen wird. Vielleicht will sie einfach stärker verstehen, warum sie etwas tut. Und vielleicht steckt darin sogar eine ihrer größten Stärken. Patrik erlebt junge Menschen als ideenreich, experimentierfreudig und innovativ. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht, wie wir sie wieder so bekommen wie frühere Generationen. Die spannendere Frage lautet: Wie gestalten wir Ausbildung so, dass ihre Stärken tatsächlich zum Vorschein kommen? Darüber sprechen wir in dieser Folge von OnTeamz, dem Ausbildungspodcast. Das erwartet dich in dieser Folge Du erfährst unter anderem: • warum „Lern doch einfach mehr“ keine Lernstrategie ist • wie Azubis sinnvolle Lernstrukturen entwickeln können • warum kurzfristiges Lernen vor Prüfungen häufig nicht nachhaltig funktioniert • weshalb Lernkompetenz auch Zeitmanagement und Selbstorganisation bedeutet • was LEGO und Klemmbausteine über Fähigkeiten und Interessen verraten können • warum Schulnoten bei der Berufsorientierung nicht alles entscheiden sollten • weshalb Jugendliche nicht sofort den perfekten Beruf, aber zumindest die richtige Richtung finden sollten • warum Ausbildungsbetriebe auch bei Problemen in der Berufsschule Verantwortung übernehmen können • weshalb Sinnhaftigkeit für junge Menschen in der Ausbildung eine wichtige Rolle spielt • warum Generation Z möglicherweise deutlich innovativer ist als ihr Ruf • wie Unternehmen Ausbildungsabbrüche und unbesetzte Lehrstellen anders betrachten können • warum Ausbildung mehr sein sollte als die Vermittlung fachlicher Fähigkei

    #264 „Lern doch einfach!“ Warum dieser Satz bei Azubis nicht funktioniert
  3. Sep 16

    #263 Probleme mit der Zeit in der Ausbildung

    Warum bekommt mein Azubi sein Zeitmanagement nicht in den Griff? Warum werden Termine vergessen, Aufgaben zu spät erledigt oder sogar Berufsschultage verpasst? Vielleicht liegt das Problem gar nicht an fehlender Motivation oder mangelnder Zuverlässigkeit. Vielleicht hat einfach nie jemand gezeigt, **wie gutes Zeitmanagement eigentlich funktioniert.** In dieser Folge von **OnTeamz, dem Ausbildungspodcast**, geht es um eine Fähigkeit, die wir von jungen Menschen oft selbstverständlich erwarten: **Selbstorganisation.** Am Beispiel eines einfachen Kalenders zeige ich dir, wie Ausbilder gemeinsam mit ihren Azubis ein funktionierendes System für Termine, Berufsschule, Arbeitszeiten, Lernphasen und Freizeit entwickeln können. Du erfährst unter anderem, warum sich Azubis auf ein Kalendersystem festlegen sollten, wie Farben für mehr Übersicht sorgen, weshalb Vorbereitungszeiten und Puffer genauso wichtig sind wie der eigentliche Termin und warum regelmäßige Kalenderzeiten zur Routine werden sollten. Und vor allem: **Zeitmanagement kann man trainieren.** Statt mit Prüfungsterminen und Pflichten zu beginnen, können Ausbilder gemeinsam mit ihren Azubis zunächst Freizeit, Sport, Hobbys und persönliche Termine planen. Danach kommen Berufsschule, Betrieb, Lernzeiten und wiederkehrende Termine hinzu. So wird der Kalender nicht zum Kontrollinstrument des Ausbildungsbetriebs, sondern zu einem Werkzeug, mit dem junge Menschen lernen, **Verantwortung für ihre eigene Zeit zu übernehmen.** Eine praktische Folge für Ausbilder, Ausbildungsbeauftragte und Ausbildungsleiter, die ihre Azubis nicht nur fachlich ausbilden, sondern bei ihrer persönlichen Entwicklung unterstützen wollen. **Themen dieser Folge:** Zeitmanagement für Azubis, Selbstorganisation in der Ausbildung, Kalender richtig führen, Berufsschule organisieren, Ausbildungsalltag strukturieren, Eigenverantwortung fördern und Azubi Entwicklung.

    #263 Probleme mit der Zeit in der Ausbildung
  4. Sep 15

    #262 Die übersehenen Helden der Ausbildung

    „Ausbildungsbeauftragte sind die Schizophrenie des deutschen Ausbildungssystems.“ Ein harter Satz. Aber Melanie Brender findet, dass er einen wunden Punkt ziemlich gut trifft: In der Ausbildung ist vieles geregelt, geplant und qualifiziert. Und dann gibt es ausgerechnet die Menschen, die in den Fachabteilungen einen riesigen Teil der Ausbildungsarbeit übernehmen. Praxisbetreuer, Ausbildungsbeauftragte, Praxisanleiter. Oft machen sie diese Aufgabe nebenbei, mit viel Herzblut und gleichzeitig mit der Frage: Was gehört eigentlich zu meiner Rolle und wie mache ich das richtig? Genau dort wird diese Folge spannend. Melanie bringt 25 Jahre Erfahrung im Ausbildungsbereich mit und spricht darüber, warum junge Menschen zunächst einmal ernst genommen und als Person wahrgenommen werden wollen, weshalb persönlicher Kontakt trotz Homeoffice wichtig bleibt und warum Ausbildung mehr braucht als Fachwissen. Es geht um Ausbildungsbeauftragte, Generation Z, moderne Ausbildung, Homeoffice, KI in der Ausbildung, Future Skills und lebenslanges Lernen. Und Melanie wird sehr konkret: Warum sie bei Problemen zuerst Fragen stellt, statt Druck aufzubauen. Warum Homeoffice in der Ausbildung begleitet werden muss. Warum der schnelle Griff zur KI nicht automatisch gutes Arbeiten bedeutet. Und warum junge Menschen Aufgaben brauchen, bei denen sie merken: Das hier trägt wirklich etwas bei. Eine Folge für Ausbilder, Ausbildungsleiter und HR, die nicht nur darüber diskutieren wollen, wie „die jungen Leute heute ticken“, sondern sich fragen: Was müssen wir eigentlich auf unserer Seite besser machen?

    #262 Die übersehenen Helden der Ausbildung
  5. Sep 10

    #261 Gute Ausbilder geben nicht alles vor

    Vielleicht bist du nicht das Problem. Jan war in der Schule nach eigener Aussage „gerottenschlecht“. Mit einem Realschulabschluss von etwa 3,4 bekam er zunächst keinen Ausbildungsplatz. Jahre später schloss er seinen Master in Erziehungswissenschaft mit 1,0 ab. Was ist da passiert? In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Menschen in unterschiedlichen Lernumgebungen völlig unterschiedlich aufblühen können – und was das für Ausbildung, Ausbilder, Azubis, Schule und berufliche Bildung bedeutet. Jan erzählt von seinem eigenen Bildungsweg und erklärt, warum für ihn nicht allein die Fähigkeiten eines Menschen entscheidend sind, sondern auch das Setting, die Motivation, die Selbstbestimmung und die Art, wie Lernen gestaltet wird. Wir sprechen außerdem über Prüfungsangst, Lernblockaden, Prokrastination und Motivation. Dabei geht es um die Frage, warum manche Menschen trotz guter Leistungen Schwierigkeiten beim Lernen entwickeln und warum vermeintlich „schlechte“ Schüler später enorme Entwicklungsschritte machen können. Ein weiterer Schwerpunkt ist Facilitation: Wie viel sollte ein Trainer, Ausbilder oder Lehrer eigentlich vorgeben? Und wann ist es sinnvoller, Menschen Raum zu geben, selbst aktiv zu werden, eigene Lösungen zu entwickeln und Verantwortung für den eigenen Lernprozess zu übernehmen? In dieser Folge geht es unter anderem um: Lernen und persönliche Entwicklung Ausbildung und moderne Ausbildungsarbeit Motivation von Azubis und Lernenden Prüfungsangst und Prüfungsstress Prokrastination und Lernblockaden Selbstbestimmtes Lernen Lernumgebungen und das richtige Setting Facilitation und moderne Lernbegleitung Schule, Studium und berufliche Bildung die Frage, warum Menschen oft mehr können, als ihre bisherigen Leistungen vermuten lassen Eine Folge für Ausbilder, Ausbildungsleiter, Lehrer, Trainer, Personalentwickler, Azubis und alle, die sich mit Lernen, Ausbildung und Entwicklung von Menschen beschäftigen. Denn vielleicht liegt die Lösung manchmal nicht darin, den Menschen zu verändern – sondern das Umfeld, in dem er lernen soll.

    #261 Gute Ausbilder geben nicht alles vor
  6. Aug 25

    #260 Lernen muss nicht schwer sein: Wie Azubis wirklich lernen | Andrea Luft

    Warum fällt Lernen manchen Menschen leicht und anderen scheinbar überhaupt nicht? Und was können Ausbilder tun, damit Azubis nicht nur Wissen aufnehmen, sondern wirklich verstehen, anwenden und behalten? Darüber spreche ich in dieser Folge mit Andrea Luft, Lerntrainerin, Mentaltrainerin, Ausbilderin und Expertin für Lernprozesse. Andrea verfolgt einen spannenden Ansatz: Lernen darf leicht sein. Nicht im Sinne von „ohne Anstrengung“, sondern im Sinne einer anderen Haltung zum Lernen. Denn natürlich braucht Lernen Disziplin, Durchhaltevermögen und Zeit. Aber es darf gleichzeitig Spaß machen, neugierig machen und Erfolgserlebnisse erzeugen. Und genau hier wird die Folge besonders interessant für alle, die mit Azubis, Auszubildenden, jungen Menschen und Ausbildung zu tun haben. Andrea erzählt von ihrem eigenen Weg: von der kaufmännischen Ausbildung über die Weiterbildung zur geprüften Bilanzbuchhalterin und ihre Tätigkeit als Leitung im Rechnungswesen bis hin zur Erwachsenenbildung und schließlich zur Arbeit mit Auszubildenden. Aus einer Anfrage für Rechnungswesen Schulungen wurde schließlich die Entscheidung, den sicheren Job aufzugeben und eine eigene Akademie aufzubauen. Dabei zeigt sich schnell: Auch ein Fach wie Buchführung kann plötzlich verständlich werden, wenn man das System dahinter richtig erklärt und die Lernenden nicht von Anfang an mit ihren eigenen negativen Erfahrungen alleine lässt. Wir sprechen darüber, warum Neugier einer der wichtigsten Einstiege ins Lernen ist, weshalb langweilige Lernprozesse dazu führen können, dass unsere Gedanken abschweifen und warum Emotionen, Konzentration und persönliche Lebenssituationen beim Lernen eine viel größere Rolle spielen, als viele Ausbilder vermuten. Andrea gibt außerdem konkrete Einblicke in effektive Lerntechniken. Es geht unter anderem um Active Recall, Mindmaps, die Feynman Technik, ABC Listen, Pomodoro und kurze konzentrierte Lernphasen. Besonders spannend ist ihr Ansatz, Wissen nicht einfach immer wieder zu lesen, sondern es aktiv abzurufen und dadurch die Erinnerung zu stärken. Auch das Thema Prüfungsangst kommt nicht zu kurz. Andrea erklärt, warum aktives Abrufen von Wissen nicht nur beim Lernen hilft, sondern auch dabei, den Stress vor Prüfungen zu reduzieren. Wer das Abrufen immer wieder trainiert, kennt den Weg zum eigenen Wissen besser und kann dadurch sicherer in eine Prüfung gehen. Besonders relevant für Ausbilder wird es beim Thema Generation Z und Ausbildung. Andrea plädiert nicht dafür, jungen Menschen weniger abzuverlangen. Im Gegenteil: Leistungsbereitschaft bleibt für sie wichtig. Der entscheidende Unterschied liegt für sie darin, wie Leistung entsteht. Junge Menschen wollen häufiger verstehen, warum etwas wichtig ist, Sinn erkennen und selbstwirksam handeln. Gleichzeitig dürfen sie lernen, dass Entwicklung auch Anstrengung, Disziplin und Durchhaltevermögen bedeutet. Daraus entsteht eine spannende Frage: Müssen wir unsere Ansprüche an Azubis verändern oder müssen wir vor allem unsere Art verändern, wie wir sie zu Leistung führen? Wir sprechen außerdem über Fehlerkultur, Vertrauen und die schnelle Bewertung von Azubis als „faul“, obwohl hinter mangelnder Leistung manchmal eine ganz andere emotionale Belastung stehen kann. Andrea beschreibt, wie Ausbilder einen geschützten Raum schaffen können, ohne gleichzeitig ihre Erwartungen und Grenzen aufzugeben. Und natürlich geht es auch um die andere Seite: Ausbilder selbst stehen häufig unter enormem Zeitdruck. Andrea kennt die Realität, dass Ausbilder neben ihrer Ausbildungsaufgabe noch weitere Verantwortlichkeiten haben und teilweise nur sehr wenig Zeit für einzelne Azubis zur Verfügung steht. Deshalb geht es nicht um theoretische Idealbedingungen, sondern um konkrete Tools, die sich in den Ausbildungsalltag integrieren lassen. Ein Gespräch über Lernen lernen, Ausbildung, Azubis, Motivation, Lerntechniken, Prüfungsangst, Mentaltraining, Generation Z und die Frage, wie wir Leistungsbereitschaft för

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