123C Podcast – Digitalisierung zum Hören

Harald Grabner, 123Consullting

Für Geschäftsführer, Eigentümer und Entscheider im Mittelstand: Harald Grabner spricht mit Menschen, die Digitalisierung nicht angekündigt, sondern durchgezogen haben. Was hat funktioniert. Was hat Geld gekostet. Was würden sie heute anders machen. Keine Bühnensprache, keine polierten Fallstudien. Jede Folge endet nicht bei einem Trend, sondern bei einer Entscheidung, die im eigenen Unternehmen ansteht.

  1. Sep 22

    Die stille Schuldenfalle: Warum wir beim Bezahlen den Überblick verlieren. (#36)

    Ein Klick, eine Rate, noch ein Abo – und plötzlich weiß niemand mehr genau, was eigentlich jeden Monat vom Konto geht. Christian Giehler sieht im Forderungsmanagement täglich, wie sich unser Umgang mit Konsum und Schulden verändert. Christian Giehler ist Managing Director von coeo Österreich und Schweiz. Im 123C Podcast spricht er über die Integration in einen börsennotierten Konzern, neue Regeln für Buy Now Pay Later, Bonität, Finanzbildung und darüber, wie künstliche Intelligenz das Forderungsmanagement verändert. In dieser Folge sprechen wir Klartext: > Warum Abos, Ratenkäufe und Konsumkredite eine neue Herausforderung für den finanziellen Überblick schaffen > Was Unternehmen beim neuen Verbraucherkreditrecht beachten sollten > Warum Geschäftsführer ihre eigene Bonitätsbewertung kennen sollten > Wo KI im Forderungsmanagement entscheiden darf – und wo bewusst Grenzen gezogen werden > Warum ein Geschäftsführer sein Handy eine Woche lang ausschaltet – und was Führung damit zu tun hat Außerdem geht es um die Frage, wie sich Inkasso zwischen wirtschaftlichem Auftrag, Kundenservice und gesellschaftlicher Verantwortung verändern muss – und warum Geschwindigkeit bei offenen Forderungen eine entscheidende Rolle spielt. Eine 123C Podcast Folge mit Christian Giehler über Schulden, Bonität, Buy Now Pay Later, KI und Führung – und darüber, warum Digitalisierung beim Geld nicht nur Prozesse verändert, sondern auch Verantwortung.

    Die stille Schuldenfalle: Warum wir beim Bezahlen den Überblick verlieren. (#36)
  2. May 21

    "Wir mussten 130 Kolleg:innen gehen lassen": Wie Niceshops aus der Krise zum 169-Millionen-Rekordjahr fand (#32)

    Christoph Schreiner, Geschäftsführer von Niceshops, spricht offen über die schwerste Krise seines Unternehmens: 130 Entlassungen Anfang 2024 – und ein Jahr später das Rekordjahr mit 169 Millionen Euro Umsatz, 8 Millionen EBITDA und 88 % Exportquote in 80 Länder. In dieser Episode gibt Schreiner exklusive Einblicke in die Turnaround-Strategie: Restrukturierung ohne Schuldenschnitt, Transparenz und Empathie als zentrale Krisenwerkzeuge und die Erkenntnis, dass Schönfärberei in schwierigen Phasen mehr schadet als nutzt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Müller-Story: Wie ein Zufallsbesuch in Bad Gleichenberg zu einer 26-Prozent-Beteiligung der Drogeriekette wurde – hemdsärmelig verhandelt, auf Augenhöhe abgewickelt. Schreiner gibt Einblicke in die operative Zusammenarbeit und das Vertrauensverhältnis zwischen Startup und Konzern. Schreiner spricht außerdem über das 6-CEO-Modell mit Konsent-Entscheidungen und Kreis-Organisation, die Drei-Säulen-Strategie mit über 20 spezialisierten Nischen-Shops, E-Commerce as a Service und eigene In-House-Brands, den KI-Einsatz im Unternehmen, warum Amazon für ihn kein Vorbild ist – und welche Erfolgsformel er Mittelständlern empfiehlt: „Eine Kombination aus Größenwahn und Respekt vor dem Mitbewerber." Was können Unternehmen daraus lernen? Schreiner spricht über Führung in Zeiten der Unsicherheit, Peer-Recruiting, den Wert echter Partnerschaften und die Erkenntnis: Be Nice bedeutet nicht, unangenehme Gespräche zu vermeiden – sondern sie auf Augenhöhe zu führen. Eine Episode über Krise und Comeback, Mut und Pragmatismus – und die Erkenntnis: Erfolgreiches E-Commerce entsteht durch Menschen mit Haltung, nicht durch perfekte Algorithmen.

    "Wir mussten 130 Kolleg:innen gehen lassen": Wie Niceshops aus der Krise zum 169-Millionen-Rekordjahr fand (#32)
  3. Apr 24

    Ein Ziel ist ein Traum mit Termin: Wie Österreichs jüngster CDO 180.000 Beamte digitalisiert (#31)

    Mit gerade einmal 30 Jahren ist Paul Zwiefelhofer Chief Digital Officer im Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) – einer der jüngsten CDOs der österreichischen Bundesverwaltung. Als Teil der ressortübergreifenden CDO-Task Force, in der alle 12 Ministerien vertreten sind, treibt er die digitale Transformation von 180.000 Bundesbediensteten voran. Sein Lebensmotto: "Ein Ziel ist ein Traum mit Termin." In dieser Episode gibt Paul exklusive Einblicke in seine Leuchtturmprojekte: die Nextcloud-Migration für 1.200 Mitarbeitende als Schritt zu mehr digitaler Souveränität und die Digitalisierung von 40 Millionen Seiten Papier beim Bundeswohnbaufonds – ausgezeichnet mit dem Österreichischen Verwaltungspreis 2025. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem KI-Konklave im März 2026 im Haus der Digitalisierung in Tulln: Paul war dabei, als die österreichische Bundesverwaltung unter dem Dachbegriff "Public AI" ihre KI-Strategie beschloss. Die konkreten Ergebnisse: GovGPT als souveräner KI-Assistent für alle Bediensteten, KI im ELAK für intelligente Aktenverwaltung, KAPA zur Unterstützung bei parlamentarischen Anfragen, KI-SUN als Wissensassistent für Schulungsunterlagen – und Agentische KI für autonome Prozessautomatisierung, stets mit menschlicher Aufsicht. Was können Unternehmen daraus lernen? Paul spricht über professionelles Change Management als entscheidenden Erfolgsfaktor, die Power-Question "Wer kontrolliert die Daten?", den drohenden Wissensverlust durch 45 % Pensionierungen bis 2036 – und warum digitale Souveränität kein Buzzword, sondern Business-kritisch ist. Eine Episode über Machertum, Pragmatismus und die Erkenntnis: Erfolgreiche Digitalisierung entsteht durch mutige Menschen mit Gestaltungswillen – nicht durch perfekte Systeme.

    Ein Ziel ist ein Traum mit Termin: Wie Österreichs jüngster CDO 180.000 Beamte digitalisiert (#31)
  4. Jan 26

    Der wütende Optimist: Zukunftsforscher Tristan Horx über Digitalisierung & Omnikrise (#30)

    In dieser Episode spricht Harald Grabner mit Tristan Horx, einem der gefragtesten Zukunftsforscher Europas, über die großen Fragen unserer Zeit – und darüber, warum die Zukunft vielleicht doch nicht so düster ist, wie viele glauben. Tristan nennt sich selbst einen "wütenden Optimisten" – voller Hoffnung, aber ohne Naivität. Der 1993 geborene Millennial und Co-Founder von The Future:Project steht seit seinem 24. Lebensjahr auf internationalen Bühnen. Als Sohn von Matthias Horx (Gründer des Zukunftsinstituts) und Oona Horx-Strathern (Forscherin zur Kindness Economy) ist er Teil einer Dynastie, die seit Jahrzehnten die Zukunftsdebatte im deutschsprachigen Raum prägt. Im Gespräch geht es um die Rache des Analogen: Skandinavien dreht die Schuldigitalisierung zurück, die Gen Z kauft Schallplatten als Statement, Spieleabende boomen. Tristan erklärt, warum diese Gegenbewegung keine Rückwärtsgewandtheit ist, sondern eine notwendige Korrektur – und warum "Digital First" niemals "Digital Only" bedeuten darf. Ein großes Thema ist KI im Alltag: Tristan prägt den Begriff "KI ist kein Entscheidungsträger, sondern ein Redundanzfilter". Wo macht KI in Unternehmen und Schulen Sinn? Warum ist Handschrift neurologisch wichtiger als Tippen? Und ist die 4-Stunden-Arbeitswoche Utopie oder realistische Zukunft? Besonders kontrovers: Social-Media-Verbote für unter 16-Jährige. Tristan, selbst Digital Native, spricht sich klar dafür aus – 82% der 18- bis 24-Jährigen in Deutschland unterstützen diese Forderung. Australien hat es umgesetzt. Wird die EU folgen? Das Gespräch führt in die Omnikrise – jene Zwischen-Ära, die bis zu 20 Jahre dauern kann. Tristans Antwort: der Human Upgrade – nicht als technologische Optimierung, sondern als innere Entwicklung durch Metakognition, emotionale Intelligenz und Systembewusstsein. Für Unternehmen erklärt Tristan die Digital First Agenda: Was lief in den letzten Jahren schief? Er stellt Good Future Companies vor – Unternehmen, die zeigen, dass Erfolg und Menschlichkeit zusammengehören. Das Konzept "Kopf, Hand, Herz" beschreibt, wie digitale Transformation ALLE Mitarbeitenden erreichen kann – nicht nur IT und Management Zum Abschluss wirft Tristan einen Blick auf Beyond 2026: Werden Humanoide Alltag? Wie wird die Generation Beta (die ersten KI-Natives) im Jahr 2045 arbeiten? Und warum ist Vintage für Gen Z ein politisches Statement? 🎧 Jetzt reinhören und erfahren, was die Zukunft für uns bringt und was wir daraus machen können.

    Der wütende Optimist: Zukunftsforscher Tristan Horx über Digitalisierung & Omnikrise (#30)

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Für Geschäftsführer, Eigentümer und Entscheider im Mittelstand: Harald Grabner spricht mit Menschen, die Digitalisierung nicht angekündigt, sondern durchgezogen haben. Was hat funktioniert. Was hat Geld gekostet. Was würden sie heute anders machen. Keine Bühnensprache, keine polierten Fallstudien. Jede Folge endet nicht bei einem Trend, sondern bei einer Entscheidung, die im eigenen Unternehmen ansteht.