Was, wenn Strategiearbeit nicht mehr in PowerPoint-Hinterzimmern stattfindet, sondern in einem laufenden System, das Markt, Ziele, Projekte und Menschen verzahnt? Darüber spreche ich mit Christian Underwood, Co-Founder von StrategyFrame und Betreiber dessen, was er selbst die weltweit erste voll-agentische AI-Strategieplattform nennt. Sein zweiter Besuch im Podcast nach zwei Jahren, in denen aus dem ersten Prototyp ein durchgängiges, AI-First aufgebautes Produkt geworden ist, das er dreimal komplett neu gebaut hat. Christians These ist klar: Strategieentwicklung ist heute kein Beratungsprojekt mehr, sondern ein Implementierungsprozess für ein neues System. Er nennt die Kategorie, die er gerade aufbaut, Strategic Decision Intelligence (SDI), die Lücke zwischen ERP und CRM, dort wo bisher PowerPoint, Excel und das stille Kämmerlein der Berater stehen. Wir sprechen darüber, warum klassische Strategiezyklen unter der heutigen Geschwindigkeit (Märkte, Wettbewerber, Zölle, Regulatorik) zusammenbrechen, warum 80–90 % Wahrheit aus den wirklich relevanten Daten meistens mehr wert sind als drei Jahre Stammdatenharmonisierung, und warum die Antwort eben nicht „wir brauchen erst den Kulturwandel“ lauten kann. Im Kern steht das 4-Layer-Modell, mit dem Christian SDI greifbar macht: Market Intelligence (Marktdaten crawlen und direkt im Vertrieb nutzbar machen), Strategic Intelligence (Strategy Frame, OKR und Projekt-Portfolio vereint, chat-basiert – inkl. OKR-Voice-Update vom Bauleiter auf der Baustelle), Organizational Intelligence (Strategievermittlung in vier Wochen Team-Meeting mit Pulse-Check per QR-Code) und Decision Intelligence (Decision Boards fürs C-Level mit These-Antithese-Synthese-Logik, 1-zu-1-Sparring auf den eigenen Daten, mobile-first). Was diese Folge besonders macht, ist die operative Tiefe: warum Halluzinationen kein Naturgesetz sind („eins plus eins ist zwei, man muss nur wissen, wie“), warum CRM-Daten meist nicht aussagen, wie viele Kunden ein Unternehmen wirklich hat, und warum klassische Berater-Pitches verloren werden, wenn der Inhaber das Menschenbild hat, seine Leute hätten „keine Zeit und seien zu blöd“ für Strategie. Christians wichtigster eigener Lern-Hebel beim Aufbau eines AI-Produkts: jeder im Team, CFO, CPO, Founder, begleitet mindestens einen Kunden im Jahr selbst. Zum Schluss der Blick nach vorn: Bauchentscheidungen bleiben, aber unreflektierte Daten-Lücken werden zur grob fahrlässigen Führungspraxis. Strategie demokratisiert sich, Beratungskosten halbieren sich, Entscheidungen werden mobil getroffen. Wer das jetzt nicht aufsetzt, läuft Gefahr, in fünf Jahren nicht mehr zu wissen, womit er eigentlich Geld verdient. Vernetze dich: 🧑 Christian Underwood auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/christianunderwood/ 🧑 Heiko Löffler auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/heiko-loeffler-digitalsuccess/ Mehr zu StrategyFrame: www.strategyframe.ai Christians eigener Podcast: „Hoffnung ist keine Strategie“