Digital Success | Erfolgreich den Wandel meistern

Heiko Löffler

Tauche mit mir ein in die Welt erfolgreicher Digitalisierungs- und Innovationsprojekte. In jeder Folge erkunde ich wirksame Methoden, echte Erfahrungen sowie die Herausforderungen und Chancen der digitalen Transformation. Meine Gäste sind Experten mit verschiedensten Hintergründen, die ihre Erkenntnisse und Strategien für den Erfolg teilen. Von Projektmanagement über Technologie-Adoption, Kulturwandel bis hin zu datengesteuerter Entscheidungsfindung: Dieser Podcast ist dein Leitfaden, um den Wandel erfolgreich zu meistern!

  1. 12h ago

    #101 Digitalisierung im Spannungsbogen von AI und Souveränität: Wie Sennheiser die Welten zusammenbringt, mit Rüdiger Hein, CIO @ Sennheiser​

    KI-Hype auf der einen Seite, wachsende geopolitische Abhängigkeiten auf der anderen, wie navigiert man als Industrieunternehmen dazwischen? In dieser Folge spreche ich mit Rüdiger Hein, CIO von Sennheiser, über Digitalisierung im Spannungsbogen von AI und digitaler Souveränität.​ ​ Rüdiger spannt den Bogen von ELIZA 1966 bis zur heutigen datengetriebenen Kognition: Wir erleben keine neue Technologie, sondern die vierte industrielle Revolution, sie automatisiert erstmals kognitive Arbeit. Auf dem Shop Floor trennt er dabei sauber Hype von Realität: Echten Business Value liefert KI heute in der Root Cause Analysis, wenn hunderte Variablen zusammenspielen und die Fehlerquelle in Sekunden isoliert wird. Humanoide Roboter dagegen bewegen absehbar vor allem Paletten von A nach B.​ ​ Beim Thema Souveränität greift Sennheiser auf Lehren aus der COVID-Krise zurück: vertikale Integration (die eigene Leiterplattenfertigung hielt die Produktion handlungsfähig) und horizontale Diversifikation bei kritischen Komponenten. Übertragen auf die Cloud- und KI-Welt heißt das: kein Vendor Lock-in, geschäftskritische Logik künftig über eigene KI-Agenten, und ein ehrlicher Blick auf europäische Cloud-Anbieter, denen nicht die Technologie fehlt, sondern Skalierung, Kapital und regulatorischer Freiraum.​ ​ Dazu: IT als Wertschöpfung statt Cost Center, mit dem digitalen Backbone des Audio-Flaggschiffs SPECTERA, bei dem die IT an vorderster Front der Produktentwicklung steht, und der SennAI Platform mit drei Modulen (Pro, MacroSense, Connect) für Produktivität unter voller eigener Kontrolle.​ ​ Zum Schluss der Blick auf die Politik: Souveränität im KI-Zeitalter braucht skalierende europäische Anbieter und bezahlbare Energie, und, frei nach Alan Kay: Die beste Art, die Zukunft vorherzusagen, ist, sie zu erfinden.​ ​ Vernetze dich:​ 👨 Rüdiger Hein auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/drruedigerhein/​ 🧑 Heiko Löffler auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/heiko-loeffler-digitalsuccess/​

    #101 Digitalisierung im Spannungsbogen von AI und Souveränität: Wie Sennheiser die Welten zusammenbringt, mit Rüdiger Hein, CIO @ Sennheiser​
  2. 5d ago

    #100 KI-native Organisation: Damit KI in Kernprozessen landet und nicht beim E-Mail-Sortierer endet, mit Tobias Grosse-Puppendahl, KI-Architekt & Mitgründer archmax​ ​

    Gewinnbringend KI einsetzen heißt nicht, die Inbox besser zu sortieren. Tobias Grosse-Puppendahl hat einen seltenen Rundumblick auf das Thema: Grundlagenforschung, Postdoc bei Microsoft Research in Cambridge, KI-Architektur im Konzernumfeld und ein eigenes Open-Source-Startup. In dieser Folge sprechen wir darüber, was eine KI-native Organisation wirklich ausmacht.​ ​ Tobias beschreibt drei Stufen von Gen-AI im Business: Sprache transformieren, Dokumente und Wissensbasen nutzen — und als entscheidende dritte Stufe KI, die tief in Daten und Kernprozesse integriert ist. Sein Warnbild: Wer einen schlechten Prozess mit KI überzieht, hat am Ende einen vergoldeten schlechten Prozess. Erst Grundprozess digitalisieren, Datenstruktur und Logik bauen, dann KI für das einsetzen, was sie wirklich kann.​ ​ Wir sprechen über Governance, die befähigt statt bremst: Computational Governance statt manueller Steuerkreise, Evolution statt Vorab-Gremien. Und über die Organisation: Die Fachlichkeit schlägt die Technik, die neuen Helden sind BWLer, die ihre Bereiche selbst mit KI transformieren.​ ​ Technologisch liefert Tobias die Checkliste: von der operativen Datenschicht (ERP) über die analytische Schicht zum Semantic Layer (Open Semantic Interchange), der Agenten erklärt, wie Daten und Metriken zusammenhängen, bis zur Agentenplattform mit Workflows. Dazu der Praxis-Case: ein gewachsenes ERP mit über 1.000 Tabellen, per KI-Agent auf die 155 relevanten reduziert. Und die Würgefeigen-Analogie: eine intelligente Schicht um das Altsystem bauen, statt es im Big Bang zu ersetzen — die Systeme werden headless.​ ​ Zum Schluss: was Tobias mit archmax als Open-Source-Lösung für den Mittelstand baut (Vibe-Coding-Plattform mit Live-Dashboards plus Semantic Layer) und seine mutigste These: Der 10x-Boost aus dem Software Engineering kommt in alle Disziplinen, die Fachlichkeit übernimmt wieder die Kontrolle.​ ​ Vernetze dich:​ 👨 Tobias Grosse-Puppendahl auf LinkedIn​: https://www.linkedin.com/in/tobias-grosse-puppendahl-54a6b2121/🧑 Heiko Loeffler auf LinkedIn​: https://www.linkedin.com/in/heiko-loeffler-digitalsuccess/

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  3. Sep 29

    #99 History repeats: Was der SaaS-Boom uns über die KI-Revolution verrät, mit Gregor Schumacher, AI-native Organizations @ Riverty​

    In dieser Folge spreche ich mit Gregor Schumacher, AI-native Organizations bei Riverty und Gründer des Think Tanks Cloud Ahead. Gregor ist Technologie-Historiker mit Cloud-Transformations-Buch im Rücken und hat das Talent, große Disruptionen in ein Muster zu packen. Aufgenommen nach unserem Vor-Ort-Termin in Lissabon.​ ​ Wir starten mit Gregors Lieblings-These: „Disruptive Technologien entfalten ihre volle Wirkung erst dann, wenn Unternehmen ihre Infrastruktur, Prozesse und Geschäftsmodelle wirklich anpassen.“ Er nimmt uns mit auf eine Tour von der holländischen Windmühle im 16. Jahrhundert über die Aquädukte des alten Roms bis zum Wechsel von der Dampfmaschine zum Elektromotor: 20 Jahre brauchten die Fabriken, um wirklich rund um den Elektromotor neu gebaut zu werden. Erst dann ist der ROI gekommen.​ ​ Die Brücke zur KI: Wie Cloud nicht den Server, sondern den Bestellprozess disruptiert hat, drückt KI die Grenzkosten von Intelligenz auf Null. Wasser im alten Rom, IT in der Cloud, jetzt Intelligenz: Bei Grenzkosten von Null entstehen Geschäftsmodelle, die vorher nicht denkbar waren. Welche kognitiven Wasserfestspiele KI bringt, weiß heute niemand.​ ​ Gregors Schlüssel-Metapher: KI ist der Elektromotor, der Mensch ist die Dampfmaschine. Mensch stark im Kontext, KI stark in der Skalierung. Aktuell sitzt der Mensch vor der KI, kopiert SAP-Daten und Mails zusammen, gibt Kontext, holt Ergebnisse zurück. Produktiver ja, aber ersetzt niemanden, weil das Skalierungs-Versprechen am Engpass scheitert.​ ​ Dieser Engpass heißt Governance. Menschliche Governance-Prozesse (Feedback, HR, Betriebsrat, Arbeitsgericht) haben wir über 400 Jahre verfeinert. Sie sind langsam, beziehen viele ein, aber sie funktionieren. Auf KI angewendet zerbrechen sie sofort. Gregors Pointe: „Die Governance muss eigentlich auch eine KI sein.“ Daran scheitern Corporates aktuell, und genau da liegt der nächste Transformations-Hebel: Identity Access Management, Context Engineering, Auditability.​ ​ Zum Schluss zwei Praxisbrücken. AI-native Geschäftsmodelle entstehen, wenn man von der Kunden-Experience her denkt mit KI im Zentrum und deterministischer Software an den Grenzen. Für die deutsche Industrie: weniger das fertige Modell, mehr die Chance, mit KI globale Software um die eigenen Geräte zu bauen. Und Gregors Praxistipp: Innovation Adoption Curve ernst nehmen, Innovatoren schützen, Laggards links liegen lassen.​ ​ Vernetze dich:​ 👨 Gregor Schumacher auf LinkedIn​: https://www.linkedin.com/in/gregorschumacher/ 🧑 Heiko Loeffler auf LinkedIn​: https://www.linkedin.com/in/heiko-loeffler-digitalsuccess/

    #99 History repeats: Was der SaaS-Boom uns über die KI-Revolution verrät, mit Gregor Schumacher, AI-native Organizations @ Riverty​
  4. Sep 15

    #98 Das ABC-Team: Warum jede KI-Transformation ein A-Team braucht, mit Dr. Jörg Sommer, Business CDO @ Bosch Home Comfort Group​ ​

    In dieser Folge treffe ich Dr. Jörg Sommer zum zweiten Mal, CDO bei Bosch Home Comfort Group. Beim ersten Mal haben wir das ABC der Digitalisierung diskutiert und daraus wurde unser gemeinsames Buch. Diesmal die Perspektive, die alles trägt: die Organisation dahinter. Welches Team braucht es, damit das ABC im Alltag umgesetzt werden kann und wirkt?​ ​ Unsere Analogie ist nichts anderes als: das A-Team (die Analogie funktioniert erstaunlich gut und kam uns bei einem Vortrag, den wir gemeinsam gehalten haben). Vier Charaktere, die jeweils sehr unterschiedlich sind aber ohne die kein Programm produktiv wird. Hannibal als Stratege und Orchestrator. Face als Business-Übersetzer und Stakeholder-Architekt (die meist unterschätzte Rolle). Murdoch als Data- und AI-Genie. Und BA als Plattform-Kraft, die POCs zu Produktion skaliert.​ ​ Kernbotschaft aus über 100 Podcast-Folgen und Jörgs Führungserfahrung: Technologie ist heute verfügbar. Die Engpässe sitzen fast immer in der Organisation. Fehlende Priorisierung, fehlendes Stakeholder-Management, fehlende technische Tiefe, fehlender Maschinenraum. Für jede Lücke steht einer der vier Charaktere.​ ​ Wir gehen alle vier Rollen im Detail durch: was sie ausmacht, was sie brauchen, was passiert wenn sie fehlt, und die Frage make or buy. Kurze Version: Hannibal und Face intern (Verantwortung kann man nicht einkaufen). Murdoch teilweise extern. BA am ehesten mit Partnern, aber Architekturprinzipien und Betrieb bleiben intern.​ ​ Der organisatorische Rahmen aus dem Buch: das ABC Value Office. Nicht das nächste PMO, nicht das nächste AI-Lab, sondern die eine Einheit, die dafür sorgt, dass AI, Big Data und Cloud auf messbaren Wert einzahlen. Mittelstand: 2-3 Leute in Personalunion starten. Konzern: gleiche vier Rollen als Team-Leads, integriert statt nebeneinander.​ ​ Zum Schluss die fünf Diagnose-Fragen: Habt ihr jemanden, der entscheidet (Hannibal)? Der überzeugt (Face)? Der Daten und AI beherrscht (Murdoch)? Der skaliert (BA)? Und arbeiten diese Rollen als Team? Wo eine Frage nicht klar beantwortbar ist, sitzt der Engpass.​ ​ Vernetze dich:​ 👨 Dr. Jörg Sommer auf LinkedIn​: https://www.linkedin.com/in/sommer-joerg/ 🧑 Heiko Loeffler auf LinkedIn​: https://www.linkedin.com/in/heiko-loeffler-digitalsuccess/

    #98 Das ABC-Team: Warum jede KI-Transformation ein A-Team braucht, mit Dr. Jörg Sommer, Business CDO @ Bosch Home Comfort Group​ ​
  5. Sep 8

    #97 Führung im KI-Zeitalter | Warum Kommunikation wichtiger ist als der beste Technologie-Stack, mit Daniela Hermle Daniela Hermle@Schunk​

    In dieser Folge spreche ich mit Daniela Hermle von Schunk. Daniela verantwortet dort Digitalisierung und KI, kommt aber nicht aus der IT: Werbekauffrau, Eventmanagement, Marketing, dann das Digital-Haus bei Schunk aufgebaut und Schunk-GPT aufgesetzt. Dieser Kommunikations-Background prägt ihren Ansatz und macht die Folge zu einem der ehrlichsten Change-Gespräche zuletzt.​ ​ Wir starten mit der Titel-These: KI-Transformation ist zu 80 Prozent Kommunikation und Führung, nicht Technologie. Daniela erzählt, an welchem Moment ihr klar wurde, dass sie kein IT-Projekt macht. Und warum ihr kommunikativer Hintergrund Vorteil ist, wenn andere sich am perfekten Tech-Stack festbeißen.​ ​ Der Praxis-Baukasten aus drei Jahren Schunk: Tech Talks (8 Veranstaltungen, 25 Themen), Leadership-Dialoge und das KI-Ambassador-Programm mit Empowerment statt Kontrolle. Ihre Diagnose: In den meisten Unternehmen läuft die Kommunikation strukturell der Technologie hinterher, dort entstehen die Adoptionsprobleme.​ ​ Dann gehen wir ins „Eingemachte“: Führungskräfte, sollen loslassen und KI als Werkzeug sehen und damit auch Leadership-Ansätze neu denken und gestalten. Wir sprechen darüber, wie das glaubwürdig geht, und übersetzen die McKinsey-30-Prozent- und die 10x-Engineering-Zahlen von Siemens, Bosch, Schaeffler in echten Führungsalltag.​ ​ Persönlich am stärksten: der Generations-Gap. Auf der einen Seite berentet sich Fachwissen von 30-40 Jahren, auf der anderen Nachwuchs, der vibe-codet statt zu programmieren. Human-in-the-Loop klingt schön, aber wer prüft noch wirklich, wenn niemand mehr die Grundlagen kennt?​ ​ Zum Schluss der Ausblick auf Agentic AI und Danielas Kernbotschaft: KI-Transformation ist eine Kommunikations- und Führungsaufgabe. Wer das versteht, hat den entscheidenden Hebel.​ ​ Vernetze dich:​ 👩 Daniela Hermle auf LinkedIn​ 🧑 Heiko Loeffler auf LinkedIn​

    #97 Führung im KI-Zeitalter | Warum Kommunikation wichtiger ist als der beste Technologie-Stack, mit Daniela Hermle Daniela Hermle@Schunk​
  6. Sep 1

    #96 Von Projekten zu Produkten zu KI: Wie PAYBACK 35 Mio. Kunden mit KI und dezentralen Crews bedient, mit Stefan Schultz @ PAYBACK​

    In dieser Folge spreche ich mit Stefan Schultz, Mitglied der Geschäftsleitung bei PAYBACK, der Lieblings-App der Deutschen, die jeder Zweite nutzt. Über 35 Mio. Nutzer, hunderte Partner, und dahinter eine Organisation, die den Sprung von Projekten zu Produkten zu KI konsequent gegangen ist. Stefans Grundthese: Die besten Initiativen versanden ohne organisatorischen Rahmen, in dem sie Effekt und Relevanz erzeugen.​ ​ Thema eins: Organisation-das Trinity-Modell und die dezentrale Produktorganisation. Standing Crews nach „You build it, you run it", der Gamechanger „Scale on Demand". Und der Zielkonflikt, den jede Organisation kennt: Teams dauerhaft auslasten vs. nach Prioritäten arbeiten.​ ​ Thema zwei: KI-Enablement in drei Elementen. Top-Down die Strategie (AI wo immer sinnvoll), Bottom-Up der horizontale Layer in der Roadmap (jeder weiß: jedes Tool ist freigegeben und compliant). Dazu klares Data Ownership mit Zugriff, Rechten, Rollenkonzept. Formate wie Best-Practice-Sharing bringen den Einsatz in die Breite.​ ​ Meine Lieblings-Learnings: „Rehhagels Law" statt Conways Law, mit den Menschen arbeiten, die man hat. Capability Building statt Tool-Sammlung. Und der Satz, der bleibt: „Technologie beschleunigt nur, was organisatorisch möglich ist." ​ ​ Zum Abschluss Stefans Botschaft an den Mittelstand: Klarheit über den USP schaffen (was bauen, was einkaufen) und die Organisation aufs digitale Zeitalter vorbereiten: schnell, beweglich, autark im Rahmen klarer Ziele. ​ ​ Vernetze dich:​ 👨 Stefan Schultz auf LinkedIn​ 🧑 Heiko Loeffler auf LinkedIn​

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  7. Aug 25

    #95 Die Security-Checkliste für AI-Agents: Was du wissen musst, bevor dein Agent in Produktion geht, mit Frank Geisler, Microsoft Data Platform MVP​

    In dieser Folge spreche ich zum zweiten Mal mit Frank Geisler, Microsoft Data Platform MVP. Nach unserer Folge zu Real-Time Intelligence & Agentic AI nehmen wir uns das Thema vor, das niemand sexy findet und trotzdem entscheidet: Security von AI-Agents.​ ​ Unbequeme Diagnose: Security steht zu weit hinten. FOMO treibt Mitarbeitende dazu, an der IT vorbei OpenClaw, Copilot Studio & Co. zu nutzen. Parallel macht KI die Angreiferseite massiv stärker, Schwachstellen werden mit KI aufgespürt, Cyber-Attacken sind fast Vibe-codbar.​ ​ Dann die Angriffsvektoren. Prompt Injection als neuer Standard-Angriff: Weiß formatierter Text in einer Lead-Mail reicht, damit der CRM-Agent dem Angreifer die Kundenliste exportiert. Dazu manipulierte Datenquellen, Supply-Chain-Risiken über Plugins, Privilege Escalation über zu breite Systemkonten und Data Exfiltration über die eigenen Werkzeuge.​ ​ Die Lösungs-Bausteine: Least Privilege als Pflicht, saubere Sicherheitsgruppen, Microsoft Purview mit automatischen Sensitivity Labels, Defender for Agents (Inventur + Filter), Defender for Cloud (Whitelist SaaS-AI), GitHub Copilot Business statt Free (Free trainiert mit deinen Daten!), Microsoft Foundry mit Observability für nachvollziehbares Reasoning.​ ​ Franks Lebenszyklus: Strategie und ehrlicher Use-Case-Check (manchmal reicht eine Outlook-Regel), dann Sandbox mit Human-in-the-Loop, erst dann produktiv. Plus Red-Teaming vor Go-live. Wichtig: Microsoft erlaubt jetzt eigene Agentenkonten. Behandle den Agenten ab Tag 1 wie einen digitalen Mitarbeiter, nicht wie einen Praktikanten mit Admin-Zugriff.​ ​ Franks Hausaufgabe für jedes Unternehmen: sichern, klassifizieren, wegschmeißen, verifizieren. Sein Closing-Take: KI ist Werkzeug. Wer Agentic AI sicher beherrschen lernt, baut die Fähigkeit auf, die in den nächsten 12 Monaten entscheidet, ob du hebelst oder gehebelt wirst.​ ​ Vernetze dich:​ 👨 Frank Geisler auf LinkedIn​ 🧑 Heiko Loeffler auf LinkedIn​

    #95 Die Security-Checkliste für AI-Agents: Was du wissen musst, bevor dein Agent in Produktion geht, mit Frank Geisler, Microsoft Data Platform MVP​
  8. Aug 20

    #94 KI greift an, KI verteidigt: Was Unternehmen jetzt wirklich wissen müssen, mit Dr. Sven Niedner, Mitgründer @ Cyberlope​

    In dieser Folge spreche ich mit Dr. Sven Niedner, Mitgründer von Cyberlope, einem europäischen Anbieter für Product Cybersecurity. Aufgenommen vor Ort in Lissabon. Sven ist Physiker, ehemals 7 Jahre Technologie-Strategie bei der Deutschen Telekom, danach IT-Leitung in mehreren Branchen, seit gut einem Jahrzehnt fokussiert auf Cybersicherheit.​ ​ Wir starten mit einem unbequemen Lagebild: Bevor wir über KI als Verteidiger reden, geht es um Fixed Basics. Viele Unternehmen kämpfen noch mit technischen Schulden aus der Vergangenheit. Auf diese ungelöste Hausaufgabe trifft jetzt KI-basierte Automatisierung. Angriffe, die früher Wochen dauerten, laufen mit Tools wie Claude Mythos in Stunden ab. Das klassische Freitag-15-Uhr-bis-Montag-9-Uhr-SOC-Modell ist faktisch tot.​ ​ Sven pointiert: „Wir haben es nicht geschafft, vor die Welle zu kommen.“ Und: KI ist mittlerweile Hygienefaktor in der Verteidigung, ohne hat man verloren, nur mit KI gewinnt man aber auch nicht. Autonome Response ist zweischneidig, kann selbst zum Risiko werden. Spannend auch sein Blick auf den Hackback, der wieder auf die Tagesordnung kommt.​ ​ Der eigentliche Hebel sitzt tiefer, bei den Produkten. Bei industriellen Steuergeräten kommen oft 95% des Codes aus fremden Bibliotheken und Open-Source-Komponenten. Sven erklärt an Log4j (Weihnachten 2022, ein halbes Jahr bis zur Kontrolle) und der XZ-Bibliothek (Social-Engineering durch staatliche Akteure), warum die SBOM kein Compliance-, sondern Überlebensthema ist.​ ​ Dann zur Regulatorik: NIS2 und Cyber Resilience Act. Svens Einordnung: kein Fluch, sondern Chance. Drei Pflichten aus dem CRA: Security by Design samt Risikobewertung, SBOM als Teil der technischen Dokumentation, garantierte Sicherheitsupdates über eine Support-Periode (im industriellen Umfeld 20-30 Jahre). Ab Ende 2027: kein CE-Kennzeichen ohne CRA-Konformität.​ ​ Svens Rat an Unternehmen, die jetzt starten: zwei Dinge sofort. Eine ehrliche Risikoanalyse pro Produkt aus Angreiferperspektive plus eine SBOM-Nullmessung. Und eine positive Botschaft: KI ist auch im Cyber-Bereich eine Chance, Start-ups bauen Werkzeuge, die Inhouse-Teams nie selbst entwickeln könnten. Wer Mut hat, Lösungen reinzuholen, gewinnt Geschwindigkeit zurück.​ ​ Vernetze dich:​ 👨 Dr. Sven Niedner auf LinkedIn​ 🧑 Heiko Loeffler auf LinkedIn​

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