Sone & Solche – Wie Menschen einander unterscheiden

Friederike Brinker

Menschen unterscheiden sich. Aber warum? Wann und Wo genau? Auf welche Art und Weise? Und wer unterscheidet da eigentlich?  Der Sonderforschungsbereich Humandifferenzierung geht diesen Fragen aus zahlreichen kulturwissenschaftlichen Perspektiven nach. In diesem Podcast erfahrt ihr mehr über unsere Arbeit. Monat für Monat interviewt die Wissenschaftskommunikatorin Friederike Brinker die Mitglieder des Sonderforschungsbereichs. Freut euch auf Beiträge aus der Soziologie, der Geschichtswissenschaft, der Ethnologie, Theaterwissenschaft, Amerikanistik, Sozialpsychologie, Afrikanistik, Translationswissenschaft, Linguistik und der Medienkulturwissenschaft. Neue Folgen gibt' s immer am ersten Freitag im Monat.  Der SFB 1482 Humandifferenzierung ist an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und am Leibnizinstitut für europäische Geschichte angesiedelt. Finanziert wird er von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.  Podcast Team: Host: Friederike Brinker Producer: Christian Albrecht, Zentrum für Audiovisuelle Produktion (ZAP)studentische Hilfskraft: Tamara Vitzthum Alle Infos zu unserem SFB findet ihr hier: Website: https://humandifferenzierung.uni-mainz.de/Instagram: https://www.instagram.com/humandifferenzierung/Bluesky: https://bsky.app/profile/sortingpeople.bsky.socialKontakt: fbrinker@uni-mainz.de

  1. 3d ago

    Wer erforscht wen? – Wissenschaftsgeschichte, die Suche nach „unserem“ Ursprung und die Entstehung von Kategorien

    Wie wird und wurde erforscht, wo wir herkommen? Wie beforscht man die eigene Fachdisziplin? Und wie geht man damit um, wenn man (momentan) niemanden zu ihren eigenen Erfahrungen befragen kann?  Kategorien von Menschen sind selbst menschengemacht – dazu forschen alle Projekte im Sonderforschungsbereich Humandifferenzierung. Manche Projekte befassen sich besonders damit, wie in der Wissenschaft selbst bestimmte Kategorien hervorgebracht wurden. Die Historikerin Malin Wilckens und der Ethnologe Matthias Krings sprechen in dieser Folge über ihre Projekte, die sich unter anderem mit Wissenschaftsgeschichte und konkreter mit der Geschichte von Disziplinen wie Anthropologie, Ethnologie oder Archäologie auseinandersetzen. Malin Wilckens ist Co-Leiterin des Projekts „Mensch werden, Mensch sein“ zur Wissenschaftsgeschichte der Menschheitsentwicklung am Leibniz Institut für Europäische Geschichte (IEG). Matthias Krings (JGU) untersucht als Co-Leiter des Projekts „Verflochtene Humandifferenzierung“ europäische und afrikanische Konstruktionen der Humankategorie „Pygmäe“ und war bereits in der ersten Phase des SFB am Projekt „Koloristische Humandifferenzierung“ beteiligt.   In beiden Projekten geht es darum, wie verschiedene Gruppen – die Vor- und Frühmenschen und die sogenannten „Pygmäen“ – erforscht wurden und werden. Dabei sprechen wir auch darüber, dass es hier nicht nur um „andere“ geht, sondern auch um „uns“ selbst und wissenschaftlich dominierende spezifische europäische Perspektiven.  Wir nehmen das Thema auch zum Anlass, über problematische Begriffe wie „Menschenrassen“ zu sprechen und wieso die Entstehung dieser Begriffe wichtig zu untersuchen ist. Kapitelmarken:00:00:00 Intro 00:00:42: Worum geht’s heute?00:01:49 Projektvorstellung00:03:16: Wie hängen Matthias Krings Projekte zusammen?00:06:12: Von den Ursprüngen der Frühmenschen zur Rassenklassifikation00:10:47: Gegenwärtige Menschen als "Repräsentanten" der Urform des Menschen 00:13:36: Der Begriff Humankategorie 00:16:12: Distinktionszonen 00:17:39: Transzendenz 00:23:54: Distinktionen  im Kongo - und ihr Umgang in der Forschung00:27:05: Umgang mit Archivmaterial00:30:34: Wer sind die Personen hinter den Bildern?00:31:39: Interdisziplinarität 00:36:08: Vom einzelnen Fund zum Bild des Urmenschen 00:37:17: Wie verändern sich unsere Annahmen durch wenige Befunde?00:40:17: Die Rolle von Genetik 00:43:22: Sensibilisierung innerhalb der Forschung 00:46:43: Prägende Narrative in der Disziplin00:50:18: Der Ursprung der Bezeichnung "Pygmäe"?00:52:43: Wie es mit den Projekten weitergeht01:03:08: OutroZum Weiterlesen:Mehr zu Malins Dissertation erfahrt ihr hier. Weitere Publikationen von Malin, Matthias und ihren SFB-Kolleg:innen findet ihr hier. Matthias erwähnt auch das IFEAS und die Ethnologin Erika Sulzmann, zur Geschichte des Instituts gibt es hier mehr Infos. Zum Weiterhören: Einblicke in Matthias Projekt „Koloristische Humandifferenzierung“ aus der ersten Phase unseres SFBs bekommt ihr in den Folgen 18 und 19 „Melanin Matters - Skin tone differentiation in Lagos, Nigeria“ mit Marion Grimberg. Matthias Kollege Nico Nassenstein hat mit uns in Folge 13 „Language in Rwanda and the Great Lakes Region“ über Linguistik, Politik und Identität gesprochen.  Die Folge wurde im September 2026 aufgezeichnet.  Über uns und unsere Arbeit bleibt ihr bei Instagram und Bluesky auf dem Laufenden. Host: Tamara Vitzthum (Sonderforschungsbereich 1482 Humandifferenzierung)Producer: Christian Albrecht (Zentrum für audiovisuelle Produktion) Wissenschaftliche Hilfskraft: Nurhan Yorulmaz (Sonderforschungsbereich 1482 Humandifferenzierung) Der SFB 1482 Humandifferenzierung ist an der Johannes Gutenberg-Universität und dem Institut für Europäische Geschichte in Mainz angesiedelt. Der SFB 1482 wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert.  Für Feedback, Fragen und Vorschläge schreibt uns gern eine Mail: sfb1482.kommunikation@uni-mainz.de Foto: privat (Krings), Barbara Mainz (Wilckens)

    Wer erforscht wen? – Wissenschaftsgeschichte, die Suche nach „unserem“ Ursprung und die Entstehung von Kategorien
  2. Jul 3

    Happy Birthday, Humandifferenzierung! 5 Jahre Sonderforschungsbereich

    Der Sonderforschungsbereich Humandifferenzierung feiert diesen Monat seinen fünften Geburtstag! Anstatt mit einer Runde Topfschlagen feiern wir das mit einer ganz besonderen Podcastfolge – und natürlich mit Kuchen! Mita Banerjee (Amerikanistik), Stefan Hirschauer (Soziologie) und Gabriele Schabacher (Medienkulturwissenschaft) aus unserem Vorstand setzen sich mit uns zusammen um darüber zu sprechen: Warum forschen wir eigentlich zur Humandifferenzierung? Und wieso gemeinsam in einem SFB? Sie berichten auch von konkreten Situationen, in denen sie Humandifferenzierung in den letzten Jahren selbst erlebt haben, etwa als während der Coronapandemie medizinische Einteilungen von Menschen plötzlich die gesamte Gesellschaft geprägt haben. Die Amerikanistin Mita Banerjee beobachtet die Spaltung der amerikanischen Gesellschaft und der Krieg in Gaza hat selbst uns als Sonderforschungsbereich polarisiert. Aber auch die interdisziplinäre Arbeit mit ihren Herausforderungen und Chancen ist Teil des Gesprächs. Co-moderiert hat Tobias Boll (Soziologie, Wissenschaftskommunikation), dem ihr in einigen vorherigen Folgen schon begegnet seid. Kapitelmarken: 00:00:00–Intro00:00:48–Der SFB und die Jubiläumsfeier: Worum geht's heute?00:03:55–Die Bedeutung von Humandifferenzierung00:05:59–Doing Difference – Wie Unterschiede entstehen00:07:50–Wie sich Differenzierung anfühlt00:09:05–Humandifferenzierung in Gesellschaft und Alltag00:13:55–Forschung mit gesellschaftlicher Wirkung00:16:11–Die Praxis des Vergleichens und die zweite Förderphase00:18:09–Wissenschaftliche Distanz00:20:42–Kontroversen und Perspektiven in der Humandifferenzierung00:25:35–Interdisziplinärer Austausch und unterschiedliche Meinungen00:30:10–Kritische Selbstreflexion: Sind wir wirklich so anders?00:31:43–Was die Forschungsthemen verbindet00:38:20–Die Auswahl der Teilprojekte00:41:58–Werbeblock: Publikation Humandifferenzierung im Vergleich00:43:07–Fünf Jahre Forschung00:44:58–Themen, die besonders gut ankommen00:48:14–Fünf Jahre Wissenschaftskommunikation00:50:20–Outro Zum Weiterlesen: Tobias Boll macht Werbung für unser Buch „Humandifferenzierung im Vergleich“ das ihr hier kostenlos herunterladen oder kaufen könnt. Weitere Publikationen findet ihr hier. Zum Weiterhören: Mehr über die Humandifferenzierung im Zuge der Corona-Pandemie erfahrt ihr in Folge 20: „Gefährdete Gefährder“ mit Aaron Hock und Clara Terjung. Einblicke in Mita Banerjees Projekt „Successful Aging“ aus der ersten Phase unseres SFBs bekommt ihr in Folge 17 „Granfluencer. Altern Influencer anders?“ mit Ruth Gehrmann und Folge 33 „Erfolgreich Altern im Paradies?“ mit Mita, Ruth und Marlene Winkler. Erwähnt wurde auch das Teilprojekt „Sprachliche Humandifferenzierung“ mit Damaris Nübling, ebenfalls aus der ersten Phase des SFBs. Damaris und ihre Mitarbeiterinnen Theresa Schweden und Lena Späth waren zuletzt in Folge 25 „Wie der Schneck zur Schnecke wurde. Tier-Mensch-Linguistik im Gespräch“ zu Gast. Auch unsere allererste Folge „Katzenmami und Hundemama. Wie sprechen Tiere auf Instagram?“ mit Miriam Lind bietet Einblicke in dieses Thema. Die Folge wurde am 19. März 2026 aufgezeichnet.Über uns und unsere Arbeit bleibt ihr bei Instagram und Bluesky auf dem Laufenden. Host: Tobias Boll und Friederike Brinker (Sonderforschungsbereich 1482 Humandifferenzierung)Producer: Christian Albrecht (Zentrum für audiovisuelle Produktion)Wissenschaftliche Hilfskraft: Tamara Vitzthum, Nurhan Yorulmaz (Sonderforschungsbereich 1482 Humandifferenzierung) Der SFB 1482 Humandifferenzierung ist an der Johannes Gutenberg-Universität und dem Institut für Europäische Geschichte in Mainz angesiedelt und wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert. Für Feedback, Fragen und Vorschläge schreibt uns gern eine E-Mail: sfb1482.kommunikation@uni-mainz.de Foto: Christian Albrecht

    Happy Birthday, Humandifferenzierung! 5 Jahre Sonderforschungsbereich
  3. Jun 5

    Bühne des Alltags – Rolle und Figur zwischen Theaterwissenschaft und Soziologie

    Wenn wir im Alltag darüber sprechen, ob jemand eine Rolle erfüllt oder nicht, verbinden wir gewisse Erwartungen mit einer Person. Doch wie entstehen und festigen sich Vorstellungen von Rollen und Figuren? Woher kommen diese Begriffe eigentlich? Und wie werden sie in Theaterwissenschaft und Soziologie verwendet?  Diese und weitere Fragen stellten sich Stefanie Husel und Peter Hofmann, die gemeinsam in unserem Sammelband „Humandifferenzierung im Vergleich“ einen von mehreren interdisziplinären Artikel schrieben.  Stefanie Husel ist Theaterwissenschaftlerin und leitet das Projekt „Theater im Wettbewerb: Diversität als Kriterium der Kulturförderung“, diese Podcastfolge bezieht sich aber vor allem auf ihre Theoriearbeit. Peter Hofmann ist Soziologe und Teil des Theorieprojekts des SFB Humandifferenzierung, das eine Schnittstelle für alle anderen Projekte ist.  Wir haben den Artikel zum Anlass genommen einmal zu hinterfragen, wo sich unsere alltagssprachliche Verwendung der Begriffe Rolle und Figur von der theoretischen Forschung unterscheidet. Wir werfen dabei auch einen Blick drauf, wie Theoriebildung und das interdisziplinäre Forschen in unserem Sonderforschungsbereich eigentlich funktionieren. Kapitelmarken:00:00:00-Intro 00:01:32-Projektvorstellung00:03:18-Bedeutet Rolle immer das Gleiche?00:07:49-Figur und Rolle00:09:44-Role taking und role making00:16:34-Historischer Kontext des Begriffs Rolle00:19:03-Entwicklung der Rollenbegriffs00:20:02-Rollenbegriff in der Soziologie00:22:54-Wahrnehmung verschiedener Rollen00:28:47-Wahrnehmung von fiktionalen Figuren00:31:03-Figuren als Vorbilder00:32:00-Sozialfigur 00:33:55-Stereotypisierung von Figuren00:39:14-Erwartungen vs. Realität00:44:15-Die Rolle der Humandifferenzierung00:49:41-Wie läuft die interdisziplinäre Theoriearbeit ab?00:56:26-Outro Zum Weiterlesen: Peter Hofman/Stefanie Husel (2025): „Rollen und Figuren in der Humandifferenzierung“, in: Anne Friedrichs/Stefan Hirschauer/Peter Hofmann/Gabriele Schabacher (Hg): Humandifferenzierung im Vergleich, Velbrück. Open Access Zugriff unter: https://www.velbrueck.de/Programm/Theorie-der-Gesellschaft/Humandifferenzierung-im-Vergleich.html Gerda Baumbach (2012): Schauspielstile. Historische Anthropologie des Akteurs, Leipzig: Universitätsverlag. Die Einträge "Rolle" von Ulrike Haß und "Figur" von Jens Roselt in: Erika Fischer-Lichte/Kolesch, Doris/Warstat, Matthias (Hg.) (2014): Metzler Lexikon Theatertheorie, Stuttgart: J.B. Metzler. Erving Goffmann (1959): The presentation of self in everyday life. New York: Doubleday & Company. Deutsche Ausgabe: Wir alle spielen Theater. Die Selbstdarstellung im Alltag. München: Piper. Stephan Moebius, Markus Schroer (Hg.) (2010): Diven, Hacker, Spekulanten. Sozialfiguren der Gegenwart, Suhrkamp.Sebastian J. Moser, Tobias Schlechtriemen (2018): „Sozialfiguren – zwischen gesellschaftlicher Erfahrung und soziologischer Diagnose“, Zeitschrift für Soziologie 47/3, S. 164-180. https://doi.org/10.1515/zfsoz-2018-1011  Über uns und unsere Arbeit bleibt ihr bei Instagram und Bluesky auf dem Laufenden. Host: Tamara Vitzthum, Friederike Brinker (Sonderforschungsbereich 1482 Humandifferenzierung)Producer: Christian Albrecht (Zentrum für audiovisuelle Produktion)Wissenschaftliche Hilfskraft: Nurhan Yorulmaz (Sonderforschungsbereich 1482 Humandifferenzierung) Der SFB 1482 Humandifferenzierung ist an der Johannes Gutenberg-Universität und dem Institut für Europäische Geschichte in Mainz angesiedelt und wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert. Für Feedback, Fragen und Vorschläge schreibt uns gern eine E-Mail: sfb1482.kommunikation@uni-mainz.de Foto (Podcastcover): Stephanie Füssenich

    Bühne des Alltags – Rolle und Figur zwischen Theaterwissenschaft und Soziologie
  4. May 8

    Erfolgreich Altern im Paradies?

    Wir alle wollen erfolgreich Altern. Aber was ist das eigentlich, erfolgreiches Altern? Das Konzept stammt aus der Medizin, übertragen in die Kultur wird es aber zu einer normativen Forderung. Denn ein erfolgreiches Altern impliziert auch ein gescheitertes Altern, für das jede:r selbst verantwortlich ist. Mita Banerjee, Ruth Gehrmann und Marlene Winkler beschäftigen sich in ihrem Projekt „Best Agers/Best Places“ damit, welche Vorstellungen von erfolgreichem Altern in den USA verbreitet sind und erforschen Orte, die damit werben, genau dies zu ermöglichen.  Sie fragen danach, wie dieses erfolgreiche Altern mit Wohlstand, Behinderungen und Gender zusammenhängt – und was Heidi Klum damit zu tun hat. Dazu untersuchen sie drei Orte, die versprechen, perfekt für erfolgreiches Altern zu sein: The Villages in Florida ist eine große Gated Community, gestaltet in verschiedenen nordamerikanischen Stilen, in der Menschen über 55 leben. Gerade die körperliche Fitness wird dort gefördert. Durch die Umgebung, die so gestaltet ist, wie es sich die (fast ausschließlich weißen) Bewohner:innen wünschen, werden The Villages auch mit einem Disneyland für Erwachsene verglichen – nur mit mehr Golfplätzen. Auch auf Kreuzfahrtschiffen verbringen zahlreiche Renter:innen ihren Lebensabend, sie sehen dort täglich neue Orte und leben in einem Dauer-Urlaub. Dabei ist diese Option oft günstiger als ein betreutes Wohnen. Zuletzt bieten einige Universitäten ein „university based retirement living“ an, bei dem Ältere in einem eigenen Areal in Campusnähe leben und Vorlesungen besuchen können. Hier wird vor allem Wert auf die geistige Fitness im Alter gelegt. Noch mehr über diese und ähnliche Themen erfahrt ihr in Folge 17 mit Ruth Gehrmann „Granfluencer. Altern Influencer anders?“ und Folge 5 „ Wie wir Menschen nach Leistung unterscheiden“ mit Mita Banerjee, Gregor Feindt und Benjamin Wihstutz. Marlene Winkler ist Co-Host des Podcasts „Make It Make Sense“, in dem sie gemeinsam mit Paulina Schlosser und Gäst:innen verschiedenen Facetten der Amerikanistik nachgeht. Kapitelmarken:00:00:00-Intro00:01:15-Projektvorstellung der Interviewten 00:03:48-Was bedeutet erfolgreiches Altern?00:11:03-Gibt es ein sucessful aging für Frauen? 00:16:37-Welche Körper kann man verjüngen?00:21:10-Was sind "best places" und wie entstehen sie? 00:27:37-Disneyworld für Erwachsene00:32:46-Community in den best places 00:35:08-Kreuzfahrtschiffe00:38:09-Globale Community von best agers auf Kreuzfahrtschiffen00:38:58-Der dritte Raum: Colleges 00:42:26-Selbstsegregation für best aging?00:48:00-Welche Faktoren für Segregation gibt es? 00:48:39-Zu wem haben die Villagers Kontakt?00:52:48-Hinter den Kulissen der Traumwelt00:56:15-Nur ein weiterer Trend? 00:58:21-Interviewmethoden01:03:36-Umgang mit Intersektionalität in der Forschungspraxis01:07:05-Outro Zum Weiterlesen: Rowe JW, Kahn RL. Successful aging. Gerontologist. 1997 Aug, 37(4):433-40. doi: 10.1093/geront/37.4.433. Gullette, Margaret Morganroth. Aged by Culture. Chicago University Press, 2005.Sontag, Susan. “The Double Standard of Aging.” The Saturday Review, September 23, 1972, pp. 29-38.Dokumentarfilm über The Villages: „Some Kind of Heaven“ (2020), Regie: Lance Oppenheim. Über uns und unsere Arbeit bleibt ihr bei Instagram und Bluesky auf dem Laufenden. Host: Tamara Vitzthum, Friederike Brinker (Sonderforschungsbereich 1482 Humandifferenzierung)Producer: Christian Albrecht (Zentrum für audiovisuelle Produktion)Wissenschaftliche Hilfskraft: Nurhan Yorulmaz (Sonderforschungsbereich 1482 Humandifferenzierung) Der SFB 1482 Humandifferenzierung ist an der Johannes Gutenberg-Universität und dem Institut für Europäische Geschichte in Mainz angesiedelt und wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert. Für Feedback, Fragen und Vorschläge schreibt mir gern eine E-Mail: sfb1482.kommunikation@uni-mainz.de Foto (Podcastcover): Stephanie Füssenich (Banerjee, Gehrmann), privat (Winkler)

    Erfolgreich Altern im Paradies?
  5. Apr 2

    Grenzen des Glaubens. Wie die spanische Monarchie Menschen nach Religion und Ethnizität unterschied, um Einwanderung in ihre amerikanischen Kolonien zu kontrollieren – und wie die Betroffenen sich diese Unterscheidungen zu Nutze machten.

    Die spanische Monarchie hatte in der frühen Neuzeit strenge Regeln für die Einreise in  ihre amerikanischen Kolonien. Um die koloniale Herrschaft und den Missionserfolg bei Indigenen nicht zu gefährden, durften nur in Spanien geborene Menschen einwandern, die seit Generationen katholisch waren. Damit waren nicht nur Landesfremde und Angehörige anderer Religionen, sondern auch zum Katholizismus konvertierte Untertan:innen des spanischen Königs sowie deren Nachfahr:innen von der Migration nach Amerika offiziell ausgeschlossen.Dennoch gelang vielen (ehemals) jüdischen, protestantischen und muslimischen Menschen die Überfahrt. Eine weitere Gruppe, die von den kolonialen Obrigkeiten als potenzielle Bedrohung für die gesellschaftliche Ordnung und die religiöse Reinheit des Gemeinwesens gesehen wurde, war nicht freiwillig eingewandert: Auch versklavte Menschen aus dem subsaharischen Afrika wurden von den Obrigkeiten mit Misstrauen beäugt und unter Zwang getauft.Thomas Weller untersucht, welche Rolle ethnische und religiöse Zuschreibungen für diese Menschen spielten, wie sie mit obrigkeitlichen Kategorisierungen umgingen und diese auch flexibel für sich nutzen konnten.Da religiöse und  ethnische Zuschreibungen sich in diesem Kontext überlagerten, sprechen wir auch über Ethnizität: Was ist das eigentlich, wie entstehen Ethnien, und warum verwenden wir diesen Begriff häufig vor allem für außereuropäische Gesellschaften?PD Dr. Thomas Weller ist Historiker am Leibniz-Institut für Europäische Geschichte und auf die Frühe Neuzeit sowie die Geschichte Spaniens und Lateinamerikas spezialisiert. In unserem Sonderforschungsbereich leitet er das Projekt „Religion und Ethnizität. Transatlantische Mobilität und Humandifferenzierung im kolonialen Hispanoamerika“.Kapitelmarken:00:00:00-Intro 00:00:55-Projektvorstellung 00:02:40-Warum wurde Minderheiten verboten, auszuwandern?00:04:30-Was ist eine Ethnie? 00:10:15-Jüdisches Leben und Konversion 00:14:40-Warum auswandern nach Südamerika? 00:19:40-Zwangskonversation und Identitätswechsel 00:23:30-Konflikte, Inquisition und Beweise 00:28:15-Wen interessiert die Inquisition?00:29:30-Religionswechsel versklavter Menschen00:34:30-Ethnizität in welchem Kontext? 00:36:20-transatlantische Archivarbeit 00:40:30-Outro Zum Weiterlesen:Thomas Weller empfiehlt zum Thema Race und Ethnizität in Lateinamerika folgendes Buch (open access): Wade, Peter. Race and Ethnicity in Latin America. 2nd ed.,2010, Pluto Press Er erwähnt auch den Artikel „The Inquisitor as Anthropologist“ von Carlo Ginzburg, dieser erschien in folgendem Band: Ginzburg, Carlo: Clues, Myth and the historical method, 1989, John Hopkins University Press. Auch in deutscher Übersetzung: Ginzburg, Carlo: Der Inquisitor als Anthropologe. In: Rebekka Habermas / Nils Minkmar (Hg.): Das Schwein des Häuptlings. Sechs Aufsätze zur historischen Anthropologie. Berlin: Wagenbach 1992, S. 42–55.Nico Nassenstein, der in dieser Episode leider krankheitsbedingt ausfallen musste, empfiehlt folgenden Artikel als Einführung zum Thema Ethnizität: Lynch, Gabrielle. "Ethnicity in Africa." Oxford Research Encyclopedia of African History.  April 26, 2018. Oxford University Press.   Über uns und unsere Arbeit bleibt ihr bei Instagram und Bluesky auf dem Laufenden. Host: Friederike Brinker (Sonderforschungsbereich 1482 Humandifferenzierung)Producer: Christian Albrecht (Zentrum für audiovisuelle Produktion)Wissenschaftliche Hilfskraft: Tamara Vitzthum (Sonderforschungsbereich 1482 Humandifferenzierung) Der SFB 1482 Humandifferenzierung ist an der Johannes Gutenberg-Universität und dem Institut für Europäische Geschichte in Mainz angesiedelt und wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert. Für Feedback, Fragen und Vorschläge schreibt mir gern eine E-Mail: sfb1482.kommunikation@uni-mainz.de Foto (Podcastcover): Angelika Stehle

    Grenzen des Glaubens. Wie die spanische Monarchie Menschen nach Religion und Ethnizität unterschied, um Einwanderung in ihre amerikanischen Kolonien zu kontrollieren – und wie die Betroffenen sich diese Unterscheidungen zu Nutze machten.
  6. Mar 6

    Was unterscheidet uns von Tieren und künstlicher Intelligenz? Ein Gespräch über die Außengrenzen des Menschlichen

    Tiere und auch die künstliche Intelligenz werden uns immer ähnlicher, zu beiden gehen wir teils persönliche Beziehungen ein. Es gibt viele Gemeinsamkeiten darin, wie wir die Grenze zwischen Mensch und Tier und zwischen Mensch und KI aufweichen – aber auch viele Unterschiede. So nähern wir Haustiere eher Kindern an, die KI eher Erwachsenen, insbesondere Dienstleister:innen. Mit der Germanistin Damaris Nübling und dem Soziologen Sascha Dickel sprechen wir darüber, wie die beiden über die Außengrenzen des Menschlichen forschen, welche Entwicklungen sie beobachten und darüber, was das eigentlich für die Kategorie „Mensch“ bedeutet.  Damaris Nübling leitet das Teilprojekt „Von Unpersonen und menschlichen Mangelexemplaren. Zur Versprachlichung von Kindheit und Behinderung“. In der aktuellen Folge bezieht sie sich allerdings eher auf ihr Projekt „Sprachliche Humandifferenzierung“ welches von 2021 von 2025 stattfand. Sascha Dickel leitet gemeinsam mit Herbert Kalthoff das Teilprojekt „Maschinelle Ent/Differenzierung. Künstliche Intelligenz in Hochschulbildung und digitaler Spieleindustrie“  00:00:00-Intro  00:01:40-Projektvorstellungen  00:02:50-Körperlichkeit  00:06:00-Intimität und Sprache  00:10:05-Haustiere verändern sich  00:14:20-Annäherung an Kinder oder Erwachsene?  00:18:15-Sprachliche Trennung   00:21:20-Wie KI in Kommunikation integriert wird  00:26:30-Moral und Werteunterscheidungen  00:31:20-Reborn Dolls und Haustiere als Kinder  00:35:40-Saschas Forschungvorhaben  00:37:30-Geschlecht bei Tieren  00:39:45-Was passiert mit der Kategorie Mensch?    Weitere Folgen aus den Projekten der beiden findet ihr hier: Folge 1 mit Miriam Lind: „Katzenmami und Hundemama: Wie sprechen Tiere auf Instagram?“ Folge 23 mit Marcel Thiel-Woznica: „Zwischen Cyberpsychos und Androiden“  Folge 25 mit Damaris Nübling, Theresa Schweden und Lena Späth: „Wie der Schneck zur Schnecke wurde“  Ebenfalls erwähnt haben wir:  Folge 22 mit Herbert Kalthoff: „Woher bekommen Roboter ihre Körper?“  Zum Weiterlesen:  Über Artificial General Intelligence könnt ihr hier mehr erfahren:  Dickel, Sascha. "Im Imitationsspiel. Über die Kommunikation mit Maschinen und das Streben nach Artificial General Intelligence" Zeitschrift für Soziologie, vol. 54, no. 2, 2025, pp. 190-206. https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/zfsoz-2025-2011/html?lang=de&srsltid=AfmBOoqnvbeu-Ah0dYQ_lfcvEW-ugkCxbb-faz7FOW54Hzj_vK5jVA7M Zum Thema der Devaluierung künstlicher Intelligenz empfiehlt Sascha Dickel:  Raj, M., Berg, J. M., & Seamans, R. (2026). The artificial intelligence disclosure penalty: Humans persistently devalue AI-generated creative writing. Journal of Experimental Psychology: General. Advanced online publication. https://psycnet.apa.org/fulltext/2027-12675-001.pdf Sascha Dickel empfiehlt weiterhin die Autorin Gesa Lindemann. Ihre Bibliografie findet ihr hier. Sascha Dickel, Damaris Nübling, Miriam Lind und Herbert Kalthoff haben gemeinsam den Artikel „Verähnlichungen an den Außenrändern des Humanen. Wie Tiere und Maschinen den Menschen angenähert werden“ publiziert. Erschienen ist dieser in: Stefan Hirschauer, Peter Hofmann, Anne Friedrichs und Gabriele Schabacher 2025: Humandifferenzierung im Vergleich. Velbrück Verlag. https://www.velbrueck.de/Programm/Theorie-der-Gesellschaft/Humandifferenzierung-im-Vergleich.html Über uns und unsere Arbeit bleibt ihr bei Instagram und Bluesky auf dem Laufenden. Host: Friederike Brinker (Sonderforschungsbereich 1482 Humandifferenzierung)Producer: Christian Albrecht (Zentrum für audiovisuelle Produktion)Wissenschaftliche Hilfskraft: Tamara Vitzthum (Sonderforschungsbereich 1482 Humandifferenzierung) Der SFB 1482 Humandifferenzierung ist an der Johannes Gutenberg-Universität und dem Institut für Europäische Geschichte in Mainz angesiedelt und wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert. Für Feedback, Fragen und Vorschläge schreibt mir gern eine E-Mail: sfb1482.kommunikation@uni-mainz.de Foto: Stephanie Füssenich

    Was unterscheidet uns von Tieren und künstlicher Intelligenz? Ein Gespräch über die Außengrenzen des Menschlichen
  7. Feb 6

    Die Nische lebt! Die Suche nach der (Geschlechts-)Identität, die passt

    Möglichkeiten geschlechtlicher Zugehörigkeit vervielfältigen sich – es gibt neue Kategorien und immer mehr Personen können für sich selbst entscheiden, mit welcher Kategorie sie sich wohl fühlen, oder ob sie vielleicht ganz ohne Geschlechtsidentität leben möchten.  Über dieses Thema sprechen wir diesen Monat mit:  Tobias Boll ist Juniorprofessor für Körpersoziologie und beschäftigt sich im Teilprojekt „Reflexive Humandifferenzierung. Selbst-Problematisierungen sexueller und geschlechtlicher Zugehörigkeit“ damit, wie Menschen etwa bei Stammtischen oder in Therapien ihre Geschlechtsidentität verhandeln.  Prof. Oliver Scheiding und Dr. Sabina Fazli sind Amerikanist:innen und Zeitschriftenforscher:innen und arbeiten im Projekt „Selbstformierungen kategorialer Begriffsunternehmer in Zine-Medien“. Sie interessieren sich dafür, wie Menschen Zines (selbstgemachte Zeitschriften in sehr kleiner Auflage, die ohne Gewinnabsicht getauscht, verkauft oder auch verschenkt werden) nutzen, um ihre Identitäten oder Interessen zu sprechen.  Wir sprechen unter anderem darüber, wie Medien und Geschlechtskategorien zusammenhängen: Wie beeinflussen Medien, wie Einzelne ihre Geschlechtsidentität definieren, und wie verhandeln wiederum Zinesters die medialen Angebote in ihrer kreativen Arbeit?  Übrigens: Mehr über Sabinas bisherige Forschung erfahrt ihr in Folge 14: „Warum der Playboy im Wirtschaftsregal steht. Wie unterscheiden Zeitschriften Menschen?“ Tobias war bereits zwei Mal zu Gast: In Folge 24: „Live aus der Ausstellung: Menschen Sort[ier]en“ sprechen wir über unsere Ausstellung „Menschen Sort[ier]en“ und in Folge 28: „Tee, Talk & Lieblingsfolgen - Unsere schönsten Podcast-Momente“ plaudern wir über diesen Podcast. Einen Einblick in sein Forschungsgebiet erhaltet ihr auch in Folge 29: „Forschen im Kontext von Behinderung - wie und warum?“ mit Maik Wiesen und Elena Backhausen.  00:00:00-Intro00:02:01-Projektvorstellungen00:06:50-Wie entwickeln sich Kategorien?00:11:55-Wissen ist zentral00:15:55-Zines basteln und Bastelidentität00:20:35-Entwicklung von Zines00:26:40-Individualisierung und Zugehörigkeit00:31:55-Generationen und Nichtbinarität00:36:25-Stammtische und Problematisierungen00:43:45-Counterculture00:45:15-Sprache und Begriffe00:53:55-Sprachlosigkeit und Bilder00:56:15-Entstehung der Folgeprojekte Zum Weiterlesen Falls ihr mehr zu Zines lesen möchtet, empfehlen wir euch folgendes Buch: Stephen Duncombe: Notes from Underground: Zines and the Politics of Alternative Culture, London and New York: Verso, 1997. 00:17:41 Zum Thema „Bastelidentität“ / „Patchworkbiografie“: Die Soziolog:innen Ronald Hitzler und Anne Honer analysieren mit dem Konzept der Bastelexistenz, wie Individuen in modernen, individualisierten Gesellschaften ihre Lebensführung aktiv und kreativ aus verschiedenen, oft heterogenen Elementen zusammenfügen. Dieses Modell betont die Notwendigkeit, in einer von Pluralität und Unsicherheit geprägten Welt handlungsfähig zu bleiben, indem Identität und Alltagspraxis flexibel und situativ gestaltet werden. https://www.ssoar.info/ssoar/handle/document/5602#  00:30:48 Einige Statistiken zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt nach Generation: STATISTA: Wer sich in Deutschland als LGBTQA+ identifiziert (https://de.statista.com/infografik/27440/anteil-der-befragten-die-ihre-sexuelle-orientierung-wie-folgt-angeben-nach-geburtsjahr/) / ipsos: Je jünger, desto queerer: Gen Z weitaus häufiger LGBTQ+ als ältere Generationen (https://www.ipsos.com/sites/default/files/ct/news/documents/2021-06/Ipsos-PI_LGBTQ_Pride_Jun2021.pdf) 00:42:00 Raewyn Connells Konzept der hegemonialen Männlichkeit beschreibt ein gesellschaftlich dominantes Männlichkeitsideal, das durch Attribute wie Stärke, Heterosexualität und wirtschaftliche Dominanz geprägt ist. Dieses Ideal sichert nicht nur die Vorherrschaft bestimmter Männer, sondern unterdrückt zugleich abweichende Männlichkeiten sowie Frauen und nicht-binäre Personen. Connell betont, dass hegemoniale Männlichkeit kein statisches Modell ist, sondern durch soziale Praktiken und Institutionen ständig neu hergestellt wird. Das Konzept gilt als zentral für die Analyse von Geschlechterverhältnissen in modernen Gesellschaften. http://www.raewynconnell.net/p/masculinities_20.html Ab 00:48:00 Feministische Sprachkritik und Pronomen: https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/themen/innen-innen-und-innen-feministische-sprachkritik 00:57:00 Von Identarisierung ist die Rede, „wenn Menschen sich in besonderen Lebenslagen veranlasst sehen, ihrem biografisch changierenden Selbstverstehen eine spezifische Form zu geben“ (Hirschauer, „Wozu Identität“, 2023, 3; https://publikationen.soziologie.de/index.php/kongressband_2022/de/article/view/1679) Hirschauer beschreibt Identarisierung als “Effekt eskalierender Humandifferenzierung“, 2023, 4), d.h. Selbstverständnisse und soziale Zugehörigkeiten werden als Teil der eigenen Identität konstruiert und politisiert (z. B. durch Diskriminierung, Stigmatisierung). Identarisierung verwandelt persönliche Merkmale in politisch relevante Kategorien, oft im Kontext von Identitätspolitiken zur Anerkennung von Gruppen. Als alternative Medien sind Zines Dokumente für identarisierende Selbstbeschreibungen und artikulieren „Identitäten“ häufig als Teil aktivistischer Strategien: https://jubri.jugendkulturen.de/files/jub/pdf/Bibliografie%20Zines.pdf Über uns und unsere Arbeit bleibt ihr bei Instagram und Bluesky auf dem Laufenden. Host: Friederike Brinker (Sonderforschungsbereich 1482 Humandifferenzierung)Producer: Christian Albrecht (Zentrum für audiovisuelle Produktion)Wissenschaftliche Hilfskraft: Tamara Vitzthum (Sonderforschungsbereich 1482 Humandifferenzierung) Der SFB 1482 Humandifferenzierung ist an der Johannes Gutenberg-Universität und dem Institut für Europäische Geschichte in Mainz angesiedelt und wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert. Für Feedback, Fragen und Vorschläge schreibt mir gern eine E-Mail: sfb1482.kommunikation@uni-mainz.de Foto: Stephanie Füssenich

    Die Nische lebt! Die Suche nach der (Geschlechts-)Identität, die passt
  8. Jan 2

    Forschen im Kontext von Behinderung - wie und warum?

    Unsere zweite Podcaststaffel startet mit dem Soziologen Maik Wiesen und der Theaterwissenschaftlerin Dr. Elena Backhausen. Beide forschen zum Thema Behinderung – allerdings in sehr unterschiedlichen Feldern.  Zu Elenas Forschung haben wir bereits eine Folge:  Folge 16: Warum sehbehinderte Läufer:innen Augenbinden tragen – wie die Paralympics Menschen sortieren, dort spricht sie über ihre Forschung zu Un:abhängigkeit im Sehbehindertensport bei den Paralympics. Wir legen daher in dieser Folge einen kleinen Fokus auf Maiks Arbeit zu sexualpädagogischen Angeboten für Menschen mit Behinderung. Dabei geht es etwa um Aufklärung, Flirten bis hin zu spezialisierten sexuellen Dienstleistungen. Wir sprechen darüber, was Behinderung eigentlich ist und stellen fest: Wir haben keine klare Definition für diesen Begriff. Dafür arbeiten die beiden mit verschiedenen Modellen, etwa dem relationalen Modell, das Behinderung als situativ und relational versteht. Das bedeutet, dass eine Behinderung je nach Situation mal mehr und mal weniger relevant ist.  Wir sprechen auch darüber, wie die beiden sich selbst positionieren und warum es wichtig ist, dass auch Menschen, die sich als nicht-behindert verstehen, zu diesen Themen forschen. 00:00:00-Intro 00:02:02-Maiks und Elenas Projekte 00:05:20-Behinderung definieren 00:14:30-Über Behinderung sprechen 00:20:10-Disziplinäre Unterschiede 00:25:40-Sexualität und Behinderung 00:34:00-Maiks Feldforschung 00:42:00-Elenas Forschungsziele 00:47:45-Als nicht-behinderte Person forschen 00:58:30-Mit wem spricht man? 01:04:00-Interviews und Zugang 01:12:00-Gesellschaftsbilder  Elena erwähnt am Ende des Gesprächs ihren Artikel „Kritik der Positionalität. Plädoyer für eine relationale Forschungspraxis und Verortung in den Sozial- und Kulturwissenschaften“, der in Thewis. Online-Zeitschrift der Gesellschaft für Theaterwissenschaft erschienen ist.  Maik hat gemeinsam mit seiner Kollegin Miriam Brunnengräber einen Artikel in einem Sammelband geschrieben. Wir ergänzen diesen, sobald er erscheint!  Über uns und unsere Arbeit bleibt ihr bei Instagram und Bluesky auf dem Laufenden. Host: Friederike Brinker (Sonderforschungsbereich 1482 Humandifferenzierung)Producer: Christian Albrecht (Zentrum für audiovisuelle Produktion)Wissenschaftliche Hilfskraft: Tamara Vitzthum (Sonderforschungsbereich 1482 Humandifferenzierung) Der SFB 1482 Humandifferenzierung ist an der Johannes Gutenberg-Universität und dem Institut für Europäische Geschichte in Mainz angesiedelt.  Für Feedback, Fragen und Vorschläge schreibt mir gern eine E-Mail: sfb1482.kommunikation@uni-mainz.de Fotos: Stephanie Füssenich

    Forschen im Kontext von Behinderung - wie und warum?

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Menschen unterscheiden sich. Aber warum? Wann und Wo genau? Auf welche Art und Weise? Und wer unterscheidet da eigentlich?  Der Sonderforschungsbereich Humandifferenzierung geht diesen Fragen aus zahlreichen kulturwissenschaftlichen Perspektiven nach. In diesem Podcast erfahrt ihr mehr über unsere Arbeit. Monat für Monat interviewt die Wissenschaftskommunikatorin Friederike Brinker die Mitglieder des Sonderforschungsbereichs. Freut euch auf Beiträge aus der Soziologie, der Geschichtswissenschaft, der Ethnologie, Theaterwissenschaft, Amerikanistik, Sozialpsychologie, Afrikanistik, Translationswissenschaft, Linguistik und der Medienkulturwissenschaft. Neue Folgen gibt' s immer am ersten Freitag im Monat.  Der SFB 1482 Humandifferenzierung ist an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und am Leibnizinstitut für europäische Geschichte angesiedelt. Finanziert wird er von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.  Podcast Team: Host: Friederike Brinker Producer: Christian Albrecht, Zentrum für Audiovisuelle Produktion (ZAP)studentische Hilfskraft: Tamara Vitzthum Alle Infos zu unserem SFB findet ihr hier: Website: https://humandifferenzierung.uni-mainz.de/Instagram: https://www.instagram.com/humandifferenzierung/Bluesky: https://bsky.app/profile/sortingpeople.bsky.socialKontakt: fbrinker@uni-mainz.de