Berufsjugendlich

Anna Grebe, Jendrik Peters

Ein Podcast für alle, die jugendpolitisch aktiv sind, mit jungen Menschen arbeiten und an junge Menschen glauben. Wir sind Jugendpolitiker:innen, Lobbyist:innen für die Themen junger Menschen und setzen uns dafür ein, dass diese eine Stimme bekommen und selbst erheben können. Mit unserem Podcast wollen wir alle 14 Tage über jugendpolitische Themen sprechen. Welche Entscheidungen stehen im Bundestag oder auch in den Ländern an? Welche Auswirkungen hat das auf die Strukturen? Was bewegt junge Menschen derzeit besonders? Wir kommentieren, analysieren und diskutieren mit und ohne Gäste über nichts weniger als die Zukunft der Jugendpolitik, Jugendbeteiligung und Jugendarbeit!

  1. Sep 27

    Folge 68: Krisenfest? Warum Bevölkerungsschutz Jugendpolitik ist

    In Folge 68 sprechen Anna und Jendrik darüber, warum Zivil- und Bevölkerungsschutz auch ein jugendpolitisches Thema ist. Gemeinsam mit Fabian Karstens von der THW-Jugend NRW und Christian Patzelt von der Deutschen Jugendfeuerwehr fragen sie, welche Rolle Kinder- und Jugendarbeit bei Krisenvorsorge und gesellschaftlicher Resilienz spielen kann. Dabei geht es um Extremwetter, Stromausfälle, hybride Bedrohungen und die Frage, wie junge Menschen auf Krisen vorbereitet werden können, ohne Ängste zu verstärken. Ein besonderer Blick liegt darauf, wie Kinder und Jugendliche beteiligt werden und Jugendverbände auch jenseits der klassischen Blaulichtorganisationen Verantwortung übernehmen können. Außerdem schauen Anna und Jendrik auf die Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Niedersachsen und darauf, wie unterschiedlich junge Menschen gewählt haben. Sie diskutieren, warum sich daraus weder ein pauschaler „Rechtsruck der Jugend“ noch eine einheitliche politische Entwicklung einer ganzen Generation ableiten lässt. Im jugendpolitischen Ticker geht es unter anderem um die mögliche neue Präsidentin der Bundeszentrale für politische Bildung, den Zugang von Kindern und Jugendlichen zu Plenarsitzungen des Bundestages, den neuen bayerischen Minister für „Jugend und Demokratie“ und den angekündigten EU Kids Act. Eine Folge über Krisenresilienz, politische Beteiligung und die Frage, wie Jugendpolitik junge Menschen nicht nur schützen, sondern ihnen auch echten Einfluss ermöglichen kann.

  2. Sep 13

    Folge 67: Berlin, Berlin - es sind Wahlen in Berlin

    In Folge 67 von „Berufsjugendlich“ schauen Anna und Jendrik, wo am 20. September gewählt wird und erstmals auch 16- und 17-Jährige bei der Abgeordnetenhauswahl ihre Stimme abgeben dürfen. Im Rahmen von „16× Jugendpolitik“ geht es um die vielfältige Berliner Jugendverbandslandschaft, Kinderarmut, Beteiligung, Jugendförderung, bezahlbares Wohnen und die Frage, wie jugendgerecht die Hauptstadt tatsächlich ist. Außerdem blicken wir auf die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zurück und fragen, was die Ergebnisse insbesondere bei jungen Wähler*innen über politische Bindungen, Enttäuschung und Polarisierung aussagen. Im jugendpolitischen Ticker beschäftigen wir uns mit dem Abschlussbericht der Expertenkommission zum Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt und den angekündigten nächsten Schritten von Bundesjugendministerin Karin Prien. Dabei schauen wir auch darauf, was junge Menschen selbst zu Social Media, Schutz und möglichen Altersgrenzen sagen und wie ihre Perspektiven in die Kommissionsarbeit eingeflossen sind. Ein weiteres Thema ist Ronald Rauhe, der neue Staatsminister für Sport und Ehrenamt, und die Frage, ob neben dem Sport auch die Herausforderungen des Ehrenamts ausreichend politische Aufmerksamkeit bekommen. Passend dazu werfen wir einen Blick auf neue Erkenntnisse zu Bürokratiebelastungen in gemeinnützigen Organisationen und diskutieren, was Ehrenamtliche tatsächlich entlasten könnte. Kritisch betrachten wir außerdem das geplante „Bayernjahr“ als neue freiwillige Gesellschaftszeit und fragen, warum nicht stärker in die bestehenden Freiwilligendienste investiert wird. Zum Schluss gibt es Veranstaltungstipps zum nationalen Kinder- und Jugendgipfel in Bonn und zum Bundeskongress Kinder- und Jugendarbeit 2027 in Hannover sowie einen kurzen Ausblick auf die Kommunalwahl in Niedersachsen.

  3. Jun 7

    Folge 62: Zwischen Dolce Vita und Dortmund: Neues aus der Jugendpolitik

    In Folge 62 von „Berufsjugendlich“ sprechen Anna und Jendrik über aktuelle Entwicklungen in der Jugendpolitik und blicken dabei von Italien bis nach Rheinland-Pfalz. Sie kritisieren die Übernahme des Vorsitzes der Kinderkommission des Bundestages durch die AfD und diskutieren die Bedeutung dieses Schrittes für Kinderrechte und gesellschaftliche Vielfalt. Zudem thematisieren sie eine neue UNICEF-Studie, die Deutschland beim Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen nur im unteren Mittelfeld internationaler Vergleiche sieht und große soziale Ungleichheiten aufzeigt. Ein weiterer Punkt im Ticker ist die Kritik an Feriencamps der Bundeswehr, die aus Sicht der beiden zur Militarisierung der Freizeit von Kindern und Jugendlichen beitragen. Positiv bewerten sie hingegen die Anpassung der Reform des Baugesetzbuches, durch die Kinder und Jugendliche weiterhin ausdrücklich als Teil der Öffentlichkeit bei Planungsverfahren genannt werden. Außerdem setzen sie sich mit der Debatte um eine mögliche BAföG-Erhöhung auseinander und kritisieren Aussagen von Bundesbildungsministerin Dorothee Bär, die die finanzielle Situation vieler Studierender verkennen würden. Im Schwerpunkt zur Jugendpolitik in Rheinland-Pfalz stellen sie rechtliche Fortschritte bei der Jugendbeteiligung, aber auch bestehende Defizite wie das fehlende Wahlalter 16 vor. Abschließend ziehen sie das Fazit, dass gute gesetzliche Grundlagen allein nicht ausreichen, sondern durch politische Prioritäten, ausreichende Ressourcen und echte Beteiligungsmöglichkeiten mit Leben gefüllt werden müssen.

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