The State of Innovation

Martin Pattera

Martin talks to innovators from various industries about their personal 'state of innovation'. - What are the key topics that are currently of most concern? - What has changed recently in the way innovation is done? - How will innovation change in the future? Together with his interview partners from companies and the innovation community, we provide insights into what (doesn't) work in practice, inspire for new approaches to innovation, provide decision support and connect innovation experts. Talks are either in English or German, depending on the interviewee.

  1. Sep 29

    #59 Wie KI Innovationsprozesse der Deutschen Telekom von 12 Monaten auf 1 Monate reduziert

    Warum dauern Innovationen oft über ein Jahr? Weil Teams die meiste Zeit nicht ins Bauen stecken, sondern ins Überzeugen. In dieser Episode spreche ich mit Dominik Lauf über Innovation auf Höchstgeschwindigkeit. Seit über 25 Jahren ist er bei der Deutschen Telekom, verantwortet heute die Breitbandinnovation und hat zuvor Magenta Gamingaufgebaut. Dominik gewährt Einblicke, welcher Hebel es der Deutschen Telekom ermöglicht, durch KI den Innovationsprozess von zwölf Monaten auf einen Monat zu reduzieren. In dieser Episode erfahren Sie: Warum ein schlechter Prozess auch mit KI nicht besser wird, ein guter Prozess mit KI dagegen unschlagbarWie Success- und Kill-Kriterien von Anfang an helfen, Projekte zu stoppen, bevor sie „too big to fail" werdenWie die Telekom mit synthetischen Kundenmeinungen schon in einer Woche vom Rohkonzept zum anfassbaren Erlebnis kommtWie aus WLAN-Signalen, Edge AI und einem Agentic-AI-Router völlig neue Services im Zuhause entstehen Drei zentrale Takeaways: Erst der Prozess, dann die KI: Klare Leitlinien und kurze Entscheidungswege sind die Voraussetzung, KI ist der Beschleuniger.        Schnell stoppen zu können ist wertvoller als schnell zu starten: Kill-Kriterien schützen vor teuren Sackgassen.„KI ist nicht mehr nur ein Werkzeug, das hilft. Sie wird zum integralen Bestandteil des Denkens." Dominik zeigt am Beispiel des Troubleshooting-Routers, wie kundenorientierte KI konkret aussieht: ein Agentic-AI-Assistent direkt im Router, der Geräte selbstständig wieder verbindet, Passwörter und WLAN-Einstellungen aktuell hält und sogar älteren Geräten neue Funktionen verleiht. Ein kleiner, nie schlafenderService-Techniker im eigenen Zuhause. Eine Episode für alle, die verstehen wollen, warum die Zukunft der Innovation nicht in mehr Technologie liegt, sondern in der Art, wie wir sie in unsere Prozesse einweben.

    #59 Wie KI Innovationsprozesse der Deutschen Telekom von 12 Monaten auf 1 Monate reduziert
  2. Sep 8

    #58 Wie HR Innovation im Unternehmen strategisch möglich macht

    Warum scheitern 70 Prozent aller Veränderungsprojekte?Nicht an der Technik, nicht am Budget. Am Menschen, den niemand mitgenommenhat.   In dieser Episode spreche ich mit Thomas Kronsteiner darüber, wie HR vom Verwalter zum echten Mitgestalter von Innovation wird. Als Director Strategy & Growth Österreich bei Abacus Umantis, einem Hersteller von HR-Software, verbindet er als Wirtschaftspsychologe und systemischer Coach Technologie mit einem ganzheitlichen Blick auf Veränderung. Seine provokante These: Die wirksamsten Durchbrüche entstehen nicht in endlosenAbstimmungsrunden, sondern wenn gestandene Bankdirektoren plötzlich mit Legosteinenam Tisch sitzen, weil Worte manchmal mehr blockieren, als sie klären.   In dieser Episode erfahren Sie: Warum Innovation ohne Messbarkeit ins Leere läuft und wie sich selbst weiche Themen wie Kultur greifbar machen lassen, etwa über Fluktuation und KrankenständeWeshalb 70 Prozent der Change-Projekte am Faktor Mensch scheitern und warum das Dreieck aus Mensch, Organisation und Technologie der Schlüssel istWieso ein HR-Projekt ohne Rückendeckung des Top-Managements scheitert und Software erst dann zum Fliegen kommt, wenn die Endanwender sie gerne nutzenWelche Rolle KI künftig im Recruiting spielt und wo der Mensch trotzdem entscheiden muss  Drei zentrale Takeaways: Erst messbar machen, dann verändern: Ohne klare Ist-Soll-Analyse und KPIs bleibt Innovation reines Bauchgefühl.Technologie ist nur ein Drittel: Das beste Tool bringt nichts, wenn Mensch und Organisation nicht mitgenommen werden, denn die Personalarbeit machen am Ende die Führungskräfte, nicht die HR."KI ist wie ein hochbegabter Mitarbeiter, der noch nichts kann, aber behauptet, alles zu wissen."  Thomas zeigt am Beispiel von Lego Serious Play, wie echtes Alignment gelingt: Skeptische Bankdirektoren kippten in die Methode hinein und kamen über Symbole zu einem Konsens, den tausend Worte nichthergegeben hätten.  Eine Episode für alle, die wissen wollen, warum echte Veränderung nicht mit Softwarebeginnt, sondern mit den Menschen, die sie tragen.

    #58 Wie HR Innovation im Unternehmen strategisch möglich macht
  3. Jul 28

    #56 Innovation only matters when it scales

    Warum hat Europa kein Skalierungsproblem bei den Ideen – sondern bei der Konsequenz? Und was muss sich ändern, damit Energieinnovation aus Europa heraus globale Wirkung entfaltet? In dieser Episode spreche ich mit Franz Zöchbauer⁠, Managing Director von VERBUND X, der Innovations- und Venture-Einheit von VERBUND – dem führenden Energieunternehmen in Österreich und einem der größten WasserkrafterzeugerEuropas. Seine zentrale These: Europa hat kein Innovation-Gap. Europa hat ein Scaling-Gap. In dieser Episode erfahren Sie: Warum Innovationserfolg bei VERBUND bedeutet,Projekte loszulassen – und wie eine Innovationseinheit bewusst darauf ausgelegt ist, Themen in die Business Units abzugeben, statt sie zu behalten Wie VERBUND X als Orchestrator undImpulsgeber gleichzeitig agiert: vom konzernweiten Innovationsmonitoring bis hin zu AI Nightmare Competitor Workshops mit den Business Units Warum Corporate Venturing bei VERBUND auch in potenzielle Wettbewerber investiert – und was dahinter steckt Wie KI die Innovationsarbeit verändert: als Hebel für Superworker, nicht als Autopilot – und warum das gerade in der realen Infrastrukturwelt der Energiewirtschaft entscheidend ist Drei zentrale Takeaways: 1. Innovation only matters when it scales: Ideen, Forschung und Startups sind in Europa reichlich vorhanden – was fehlt, ist dermutige Schritt zur Skalierung: mehr Kapital in späten Phasen, mehr öffentliche Beschaffung bei jungen Unternehmen. 2. Kräfte bündeln statt isolieren: Initiativen wie das EnergyLaunchpad zeigen, wie Top-Universitäten, Corporates und Energieunternehmen aus der DACH-Region gemeinsam ein neues Ökosystem aufbauen können. 3. Die Entscheidung fällt jetzt: Europas Wettbewerbsfähigkeit in der Energiezukunft wird nicht in zehn Jahren entschieden – sondern durch die Weichen, die heute gestellt werden. Franz Zöchbauer zeigt am Beispiel von VERBUND, wie Innovationsmanagement in einem Unternehmen mit kritischer Infrastruktur, gesellschaftlichem Auftrag und globalem Wettbewerbsdruck wirklich funktioniert. Eine Episode für alle, die verstehen wollen, warum Europa beim Skalieren aufwachen muss – und was es dafür braucht.

    #56 Innovation only matters when it scales
  4. Jul 7

    #55 Warum Innovation auf Schienen langsamer wirkt und schneller ist

    Wie gestaltet man Innovation in einem der komplexesten Mobilitätssysteme Europas – und warum ist Bahnfahren eigentlich ein Designproblem? In dieser Episode spreche ich mit Peter Schindlecker, Head of Innovation bei der ÖBB, den österreichischen Bundesbahnen. Seine zentrale Überzeugung aus Jahren im Innovationsmanagement: Wer wirklich etwas verändern will, muss aufhören, Produkte zu denken – und anfangen, Systeme zu gestalten. In dieser Episode erfahren Sie: Warum Industriedesign und Innovationsmanagement mehr gemeinsam haben, als man denkt – und was es bedeutet, „wünschbare Zukünfte zu designen" Wie das Open Innovation Team der ÖBB als internes Consulting arbeitet: dort einsteigen, wo ein Problem noch keine Lösung hat, und den Weg von der Ursache bis zur Pilotphase gemeinsam beschreiten Warum KI das Prototyping revolutioniert hat – und weshalb Prozesskompetenz trotzdem wichtiger denn je ist Wie aus einer Innovationsinitiative ein vollständig neues Geschäftsmodell entstand: ÖBB 360 als integriertes Mobilitätsangebot für Unternehmen und Gemeinden Drei zentrale Takeaways: 1. System statt Produkt: Innovation in der Mobilität bedeutet nicht, ein neues Feature zu bauen – sondern zu verstehen, wie man ein komplexes System mit gezielten Interventionen anregt, sich weiterzuentwickeln. 2. Nah am Business bleiben: Wer Innovation nur von außen denkt, wird vom Immunsystem des Unternehmens ausgestoßen. Der Schlüssel liegt darin, Outside-In-Perspektive und interne Stakeholder-Logik zu verknüpfen. 3. Komplexität und Kompliziertheit sind nicht dasselbe:Wer den Unterschied versteht, trifft bessere Entscheidungen – schneller. Peter Schindlecker zeigt am Beispiel der ÖBB, wie Innovation in einem Unternehmen mit gesellschaftlichem Auftrag, kritischer Infrastruktur und einem System voller Abhängigkeiten tatsächlich gelingt. Eine Episode für alle, die verstehen wollen, warum Innovation auf Schienen langsamer wirkt – und trotzdem schneller ist.

    #55 Warum Innovation auf Schienen langsamer wirkt und schneller ist
  5. Jun 16

    #54 Vom Traditionsblatt zum Innovationstreiber: Die Wiener Zeitung im Wandel

    Wie transformiert man eine der ältesten Tageszeitung der Welt – gegründet 1703 – in eine digitale Medienorganisation des 21. Jahrhunderts? Und was passiert, wenn der Gesetzgeber von heute auf morgen das Geschäftsmodell grundlegend verändert? In dieser Episode spreche ich mit Martin Mair, Chief Information Officer und Member of the Board der Mediengruppe Wiener Zeitung. Seine zentrale Erkenntnis aus über sieben Jahren mitten in dieser Transformation: Innovation entsteht nicht durch Abwarten auf perfekte Informationen – sondern durch den Mut, mit dem zu entscheiden, was man jetzt weiß. Und dann: anpassen. In dieser Episode erfahren Sie: Warum der Shift von Output- zu Outcome-Orientierung der eigentliche Gamechanger in der Transformation der Wiener Zeitung war Wie ein Bundesunternehmen mit 300-jähriger Geschichte lernt, agile Teams aufzubauen, die selbstorganisiert Entscheidungen treffen – und warum das funktioniert Weshalb Unsicherheit kein vorübergehender Zustand mehr ist, sondern die neue Normalität – und wie man als Organisation damit umgeht Wie die Wiener Zeitung vom reinen Medienhaus zum Partner der gesamten österreichischen Medienlandschaft wird: mit einem Media Innovation Lab, einem Journalistinnen-Traineeship und einem Zentrum für Medienwissen Drei zentrale Take-aways: 1. Einfach machen: Nicht auf alle Informationen warten – die kommen nie vollständig. Kleine Dinge ausprobieren, direkt zu den Betroffenen gehen und lernen. 2. Entscheidungen gehören dorthin, wo die Arbeit passiert: Teams, die täglich mit Kunden, Startups und Nutzern arbeiten,treffen die besseren Entscheidungen – wenn man sie lässt. 3. Raus aus der Komfortzone –wirklich: In einerZeit, in der eine Krise die nächste ablöst, reüssieren jene, die Risiken eingehen und aktiv gestalten statt zu jammern. Martin Mair zeigt am Beispiel der Wiener Zeitung, wie echte organisationale Transformation gelingt: nicht als einmaliges Projekt, sondern als permanente Haltung. Eine Episode für alle, die verstehen wollen, wie Innovation unter öffentlichem Druck, gesetzlichem Auftrag und gesellschaftlicher Verantwortungtatsächlich funktioniert – und warum das Motto „Einfach machen" mehr ist als eine Floskel.

    #54 Vom Traditionsblatt zum Innovationstreiber: Die Wiener Zeitung im Wandel
  6. May 26

    #53 Open Innovation - Kundennnähe statt Bauchgefühl

    Warum innovieren viele Unternehmen am Kunden vorbei?Weil sie auf ihre eigenen Kompetenzen schauen – statt auf die Probleme, die ihr /eKund:in wirklich lösen will.  In dieser Episode spreche ich mit Christoph Knogler über Open Innovation als Überlebensstrategie. Als CEO der KEBA Gruppe verantwortet er ein internationales Technologieunternehmen mit 28 Standorten in 16 Ländern. Seine klare These: Innovationohne Kundeneinbindung ist Glücksspiel. Wer echte Zukunfts-Fitness will, muss raus aus der eigenen Komfortzone – rein in den Dialog mit Kunden, Partnern und Märkten, die man noch gar nicht kennt.  In dieser Episode erfahren Sie:  Warum Innovation kein Selbstzweck ist, sondernkonsequentes Risikomanagement für die Zukunft  Wie KEBA aus bestehenden Technologie-Bausteinen immer wieder neue Märkte erschlossen hat – von Bankautomaten über Paketstationen bis zu KI-gestützter Überwachung  Was es bedeutet, Open Innovation nicht als Methode,sondern als gelebtes System mit bis zu 80 Partnern gleichzeitig zu betreiben  Warum der erste Schritt in unbekanntes Terrain immermit einem bekannten Kunden beginnen sollte – und wie man dann ins offene Meer springt Drei zentrale Takeaways:  1.  Innovation braucht einen Ort: Damit Open Innovation wirklich funktioniert, braucht es physische Räume für fokussierten Austausch – wie KEBAs eigenen InnoSpace in Linz.  2. Bekannte Partner, neue Ideen: Die erfolgreichsten Innovationen entstanden bei KEBA aus bestehenden Kundenbeziehungen heraus – als Sprungbrett in völlig neue Märkte.  3. „Innovation muss man nicht nur denken – man muss sieauch erleben können."  Eine Episode für alle, die verstehen wollen, warumKundennähe keine Soft Skill ist – sondern der härtesteWettbewerbsvorteil, den ein Unternehmen haben kann.

    #53 Open Innovation - Kundennnähe statt Bauchgefühl
  7. May 5

    #52 Artificial Intelligence im Verlag

    Warum scheitern KI-Projekte nicht an fehlender Technologie, sondern daran, dass wir zu viele starten und zu wenige zu Ende bringen?   In dieser Episode spreche ich mit Vivienne Goizet über KI-Innovation im größten deutschen Boulevardmedium. Als Project Lead Editorial AI bei BILD verantwortet sie die Schnittstelle zwischen Newsroom und Technik – und kennt beide Welten von innen. Ihre nüchterne Erkenntnis nach zwei Jahren KI-Aufbau: Nicht wer die meisten Initiativen startet, gewinnt. Sondern wer den Mut hat, konsequent loszulassen.   In dieser Episode erfahren Sie: Wie BILD aus über 125 KI-Ideen ein schlankes Portfolio von 8 konkreten Projekten formte – und was auf diesem Weg verworfen, gescheitert und gelernt wurdeWarum ein halbes Jahr Entwicklung an automatisierten Spielberichten mit einer klaren Grundsatzentscheidung endete: Kein Text bei BILD geht ohne einen Menschen onlineWie das AI-Lab mitten im Newsroom funktioniert – als physischer Ort, an dem Redakteure Ideen einbringen und sofort auf KI-Kompetenz zugreifen könnenWarum Reichweite, Qualität und Effizienz die drei Kriterien sind, an denen sich jede KI-Initiative bei Axel Springer beweisen muss  Drei zentrale Takeaways:   Loslassen ist eine Strategie: Wer zu lange an nicht funktionierenden Projekten festhält, verliert den wertvollsten Rohstoff der KI-Ära – Zeit.Fokus schlägt Vollständigkeit: Eine Aufwands-Impact-Matrix ist kein Tool, sondern eine Haltung. Wenige Projekte, konsequent umgesetzt.„Alles, was automatisiert werden kann, wird automatisiert werden." – Die Frage ist nicht ob, sondern wie man dabei die Qualität sichert.  Eine Episode für alle, die KI nicht nur ausprobieren, sondern wirklich implementieren wollen – und verstehen möchten, wie Innovation zwischen Fokus und Loslassen gelingt.

    #52 Artificial Intelligence im Verlag

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