Konfliktgespräche

Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung

In den Konfliktgesprächen greifen wir Beobachtungen und Erkenntnisse zu zentralen gesellschaftlichen Konflikten auf. Dabei geht es um Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts, der politischen Partizipation, der Demokratie und des Friedens: Wie stabil oder fragil sind Gesellschaften? Wo und wie eskalieren Konflikte zu Gewalt? Wie entstehen Radikalisierungen? Wie können Konflikte konstruktiv bearbeitet werden? Wie können Konflikte zu positiven Veränderungen führen? In verschiedenen Themenreihen diskutieren wir dazu mit Expert*innen aus unterschiedlichen Perspektiven. Für mehr spannende Informationen aboniert gerne auch unsere anderen beiden IKG-Podcasts "Behind the Science" & "Über Rechtsextremismus reden". In "Behind the Science" gibt es einen Einblick hinter die Kulissen von Wissenschaft - und speziell des IKG. In "Über Rechtsextremismus reden" wird Wissen über die extreme Rechte vermittelt und werden Ergebnisse der Arbeit des Wissensnetzwerks Rechtsextremismusforschung (Wi-REX) vorgestellt.

  1. Was Vergebung leisten kann – und warum es so schwer ist, zu vergeben

    09/23/2025

    Was Vergebung leisten kann – und warum es so schwer ist, zu vergeben

    Auf dem Weg zu einer gesunden Konfliktkultur: Was Vergebung leisten kann und warum es so schwer ist zu Vergeben Vergebung – ein großes Wort, das uns alle betrifft. Was bedeutet es eigentlich, zu vergeben? Warum fällt Vergebung oft so schwer – und welche gesellschaftliche Funktion hat sie? In der aktuellen Folge der Konfliktgespräche spricht Gerrit Weitzel mit Dr. Sonja Fücker, wissenschaftlicher Mitarbeiterin bei ConflictA an der Universität Bielefeld, über Vergebung in ihrer individuellen wie gesellschaftlichen Dimension. Es geht um die Emotionen, die dabei eine Rolle spielen, darum, weshalb Rache in modernen Rechtssystemen keinen Platz hat, und um die Frage, ob es Taten gibt, die sich im Grunde niemals vergeben lassen. Am Ende macht Sonja Fücker deutlich: Echte Vergebung lässt sich nicht einfordern, sie kann nur freiwillig geschehen und gerade so ebnet sie den Weg zu einer gesunden Konfliktkultur. Weitere Infos & Ressourcen: Veröffentlichungsdatum: 23.09.2025 Aufnahmedatum: 16.09.2025 Fücker, Sonja. (2025). Vergebung revisited – Plädoyer für eine andere Konfliktkultur, In: Urlike Peisker, Umgang mit emotionaler Verletzlichkeit und Verletzungen. Karl Alber Verlag, S. 177-199 Fücker, Sonja. (2020). Vergebung: Zu einer Soziologie der Nachsicht. Frankfurt a.M.: Campus Fücker, Sonja & von Scheve, Christian. (2017). „Welch’ eine arme Sau“: Fremdverstehen, Emotionsregulation und die kommunikative Konstruktion interpersonaler Vergebung, Zeitschrift für Soziologie 46(1): 22-38. Hier ist ein Presseartikel zum Thema. Mehr über Dr. Sonja Fücker finden Sie hier.

    42 min
  2. Über Konflikte erzählen – Journalismus zwischen Verantwortung und Schlagzeile

    07/22/2025

    Über Konflikte erzählen – Journalismus zwischen Verantwortung und Schlagzeile

    Journalismus sollte nicht nur neutral berichten, sondern sich auch seiner Wirkung bewusst sein. Medienschaffende sollten genau hinschauen, wie Konflikte entstehen, wie Machtverhältnisse verteilt sind, welche Dynamiken sie haben und vor allem, wie die Berichterstattung diese Dynamiken beeinflusst. In der aktuellen Folge der Konfliktgespräche spricht Anna-Lisa Müller vom Institut für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) mit der Journalistin Sigrun Rottmann, die wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Journalistik (TU Dortmund) ist, über konfliktsensiblen Journalismus. Gemeinsam diskutieren sie, welche Rolle der Journalismus in einer Gesellschaft spielt, in der Konflikte allgegenwärtig sind. Und wie man jenseits von reißerischen Schlagzeilen verantwortungsvoll über Debatten, Auseinandersetzungen und sogar Kriege berichten kann. Zudem wird thematisiert, warum konfliktsensibler Journalismus in der journalistischen Ausbildung bislang kaum vorkommt, welche strukturellen Veränderungen in Redaktionen nötig wären und was Mediennutzer:innen selbst zu einer kritischeren Öffentlichkeit beitragen können. Weitere Infos & Ressourcen: Veröffentlichungsdatum - 22.07.2025 Aufnahmedatum - 12.06.2025 Hier ein lesenswerter Essay von Sigrun Rottmann zum Thema: „Friedensjournalismus reloaded – Plädoyer für eine bessere Berichterstattung über Debatten, Streit und gesellschaftliche Konflikte“ erschienen in Journalistik. Zeitschrift für Journalismusforschung, Heft 1/2024, S. 87–93 (Herbert von Halem Verlag) DOI: 10.1453/2569-152X-12024-13934-de Mehr zu Sigrun Rottmann.

    40 min
  3. Migration, Identities, and Social Cohesion: Insights from research and practice

    03/11/2025

    Migration, Identities, and Social Cohesion: Insights from research and practice

    Migration and social cohesion are key topics in political discourse in Germany. While migration is sometimes perceived as a challenge to social cohesion, it is also presented as a cornerstone of a diverse and democratic society. In this episode of the Conflict Talks, social psychologists Dr. Elif Sandal Önal (moderator / IKG Bielefeld) and Dr. Aydin Bayad (guest IKG Bielefeld / FGZ) discuss the complex relationship between migration and social cohesion, including transnational influences and migrant identities. Literature: Sandal-Önal, E., Bayad, A., Zick, A., & Düzen, N. E. (2022). Transnational influences on migrant identities and social cohesion: A study protocol. Genealogy, 6(1), 9. https://doi.org/10.3390/genealogy6010009  Bayad, A., Sandal-Önal, E., & Düzen, N. E. (2022). How Diaspora Policies of Turkey are Reflected in the Media: A Content Analysis. TransMIGZ Working Paper Series No. 01, Transnational Conflicts, Belongings, and Social Interactions-Focus: Turkish Postmigrants. https://doi.org/10.4119/unibi/2967223 Düzen, N. E., Sandal-Önal, E., & Bayad, A. (2022). Almanya ile Türkiye arasında Türklük ithalat-ihracatı: Sahipli ve sahipsiz milliyetçilikler. Birikim Dergisi, 398– 399, 177–185. https://birikimdergisi.com/dergiler/birikim/1/sayi-398-399-haziran-temmuz-2022/10074 Additional information: Publishing date: 11.03.2025 Recording date: 04.03.2025 More about the TransMIGZ Project: https://www.uni-bielefeld.de/zwe/ikg/projekte/transmigz-1/#comp

    47 min
  4. Theater trifft Konfliktforschung

    02/11/2025

    Theater trifft Konfliktforschung

    Wie funktionieren Theater als Orte der Begegnung in der heutigen Zeit? Wie kann Theater als Instrument der Konfliktbearbeitung gedacht werden? In der heutigen Folge spricht PD Dr. Anna-Lisa Müller (IKG, Universität Bielefeld) mit der Theater- und Filmwissenschaftlerin Esther Rüßler (ConflictA, Universität Bielefeld) im Themenschwerpunkt „Raum & Konflikt“ darüber, wie das Theater zur Konfliktbearbeitung und Wissenschaftskommunikation beitragen kann. Dabei berichtet Esther Rüßler von der Klimabahn Bielefeld - dem fahrenden Theaterlabor - das sich mit der Frage beschäftigt hat, wie Theater in Zeiten von Klimakrise und Verkehrswende zur Konfliktlösung beitragen kann. Worum es in den Dialogen der Fahrgäste ging, welche Herausforderungen in der Vorbereitung zu meistern waren und wie das rollende Theaterlabor zum Nachdenken angeregt hat, erfahrt ihr in dieser Folge. Literatur: Roderer, Johannes & Vobruba, Martha. (2023). Konfliktfelder bei der Mobilitätswende im Wrangelkiez. Open access: https://www.researchgate.net/publication/372167005_Konfliktfelder_bei_der_Mobilitatswende_im_Wrangelkiez#fullTextFileContent Weitere Infos: Veröffentlichungsdatum: 11.02.2025 Aufnahmedatum: 18.12.2024 Details zum ConflictA-Projekt sind unter folgendem Link verfügbar: https://conflict-a.de/ Informationen zum Klimabahn-Projekt der Scientists4Future Bielefeld gibt es hier: https://de.scientists4future.org/klimastadtbahn-fur-bielefeld/ Ein Überblick über Klimabahn-Projekte in Deutschland findet sich unter: https://de.scientists4future.org/klimabahnen/ Weitere Informationen zum Theaterworkshop „Das ist MEIN Raum. MEINER auch!“ stehen hier bereit: https://aktuell.uni-bielefeld.de/event/das-ist-mein-raum-meiner-auch-wie-kann-theater-konfliktloesung-in-zeiten-von-klimakrise-und-verkehrswende-unterstuetzen/  Mehr zur Theaterwerkstatt Bethel, dem Kooperationspartner des Workshops, ist hier zu finden: https://www.theaterwerkstatt-bethel.de/de/start.html Die Filmreihe ConFlicks wird unter folgendem Link vorgestellt: https://www.uni-bielefeld.de/zwe/ikg/projekte/filmclub/index.xml

    36 min
  5. Wie war 2024 und was erwartet uns 2025: Jahresrückblick, Ausblick und persönliche Einblicke aus Sicht eines Konfliktforschers

    01/16/2025

    Wie war 2024 und was erwartet uns 2025: Jahresrückblick, Ausblick und persönliche Einblicke aus Sicht eines Konfliktforschers

    In der aktuellen Folge der Konfliktgespräche mit Gerrit Weitzel und Prof. Dr. Andreas Zick (IKG Universität Bielefeld) gibt Prof. Dr. Andreas Zick persönliche Einblicke in seinen wissenschaftlichen Werdegang, blickt auf prägende Ereignisse des Jahres 2024 zurück und reflektiert mögliche Entwicklungen für das Jahr 2025 sowie die damit verbundenen Herausforderungen und Chancen für Forschung und Gesellschaft. Prof. Dr. Andreas Zick ist der Direktor des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) sowie Professor für Sozialisation und Konfliktforschung an der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Bielefeld. Zudem ist er der wissenschaftliche Leiter der im April 2023 ins Leben gerufenen Konfliktakademie ConflictA an der Universität Bielefeld. Weitere Infos: Veröffentlichungsdatum: 16.01.2025 Aufnahmedatum: 09.01.2025 Weitere Informationen über das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) findet ihr unter: https://www.uni-bielefeld.de/zwe/ikg/ Einen Einblick in die Uncertainty Studies und ihre interdisziplinäre Forschung zu Unsicherheiten gibt es hier: https://www.uni-bielefeld.de/einrichtungen/ceus/ Erfahrt mehr über das Projekt ConflictA, das innovative Ansätze zur Konfliktlösung erforscht: https://www.uni-bielefeld.de/zwe/ikg/projekte/conflicta/ Informationen zum Radira-Projekt, das radikalisierende Räume untersucht, findet ihr hier: https://radikalisierende-raeume.de/en/home/

    1h 13m
  6. Nebeneinander in Unterschiedlichkeit: Öffentliches Leben auf dem Georg-Büchner-Platz in Darmstadt

    10/15/2024

    Nebeneinander in Unterschiedlichkeit: Öffentliches Leben auf dem Georg-Büchner-Platz in Darmstadt

    Öffentliche Plätze sind besondere Orte: Der Georg-Büchner-Platz in Darmstadt liegt als Freiraum mit Wasserspiel & Sandkastenanlage zwischen Fußgängerzone & Staatstheater. Er wird nach dem Einkaufsbummel aufgesucht, vom Theaterbalkon aus beobachtet oder dient als Schlafplatz und Lebensmittelpunkt. In der heutigen Folge der Konfliktgespräche diskutiert Gerrit Weitzel mit der Geografin Anna-Lisa Müller (beide Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung, Universität Bielefeld), wie Architektur und öffentliche Räume soziale Teilhabe in unterschiedlicher Form ermöglichen. Dazu analysiert Anna-Lisa Müller am Beispiel des Georg-Büchner-Platz die Raum- und Wissensproduktion in der Migrationsgesellschaft. Weitere Infos: Veröffentlichungsdatum: 15.10.2024 Aufnahmedatum: 31.10.2023 Literatur: Müller, Anna-Lisa (2024): Migration? Klare Antworten aus erster Hand. München: UVK Verlag Müller, Anna-Lisa (2020): Migration, Materialität und Identität. Stuttgart: Franz Steiner Verlag Zur Person: https://annalisamueller.de/ Näheres zum Projekt "Räume der Migrationsgesellschaft (RäuMig)": https://www.dezim-institut.de/projekte/projekt-detail/raeume-der-migrationsgesellschaft-raeumig-7-15/ Für mehr spannende Information hört gerne auch in unsere anderen beiden IKG-Podcasts "Behind the Science" & "Über Rechtsextremismus reden" rein. In "Behind the Science" gibt es einen Einblick hinter die Kulissen von Wissenschaft - und speziell des IKG. In "Über Rechtsextremismus reden" wird Wissen über die extreme Rechte vermittelt und werden Ergebnisse der Arbeit des Wissensnetzwerks Rechtsextremismusforschung (Wi-REX) vorgestellt.

    45 min

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