Foto-Dialog. Deutsche Fotografische Akademie

Deutsche Fotografische Akademie

Die Deutsche Fotografische Akademie diskutiert, zeigt und fördert künstlerische Fotografie. Im Podcast sprechen Mitglieder über ihre aktuellen Arbeiten und wir diskutieren mit Zeitzeugen und Forschern über die 100-jährige Geschichte der Fotografenvereinigung. Wir wünschen anregendes Bilderhören!

  1. Jul 11

    DFA#32 Dr. Otto Lossen: Enigma der Fotografie, Fotochemie und der legendären Weißenhofsiedlung

    Der Fotograf Dr. Otto Lossen (1875 - 1938) ist bekannt, aber im Grunde ein Rätsel. 1927 fotografierte er als einziger die legendäre Weißenhofsiedlung in Stuttgart. Sie ist eine Ikone der Architekturmoderne und damit sind auch Otto Lossens Fotos weltweit berühmt. Über den Fotografen hingegen wusste man bisher fast nichts. 1929 wurde Otto Lossen Mitglied der Gesellschaft Deutscher Lichtbildner. Zwei Forscher, die in mühevoller Kleinstarbeit zu Otto Karl Klaus Hermann Josef Maria Lossen geforscht haben, bringen nun erstaunliches Licht ins Dunkel. Beide sind Mitglied des Deutschen Werkbunds, der damals die Weißenhof-Bauausstellung initiierte. Der Architekturfotograf Wolfram Janzer (auch Mitglied der Deutschen Fotografischen Akademie) spricht im Podcast mit Corinna Weidner über Lossens Weg von der Fotochemie zur Fotografie und sein fotografisches Wirken in Baden-Württemberg. Inken Gaukel, Architekturhistorikerin und Ausstellungsmacherin, legt dar, wie sich Lossens Fotografien, die berühmten Architekturen und der Denkmalschutz zueinander verhalten. Die Ausstellung „Dr. Otto Lossen – Der Fotograf der Weißenhofsiedlung 1927“ ist noch kurze Zeit zu sehen: bis zum 19. Juli 2026, Weißenhofwerkstatt im Haus Mies van der Rohe, Stuttgart https://weissenhofmuseum.de/ Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/ Die DFA auf Youtube: youtube.com/@deutschefotografischeakademie

    DFA#32 Dr. Otto Lossen: Enigma der Fotografie, Fotochemie und der legendären Weißenhofsiedlung
  2. 07/02/2025

    DFA#29 Ruth Hallensleben: Höhenflug einer Auftrags- und Industriefotografin 1930er - 1970er Jahre

    Ruth Hallensleben (1898-1977) ist eine hochinteressante Fotografin des 20. Jahrhunderts. Sie ist Deutschlands bekannteste Industriefotografin, tätig ab Mitte der 1930er Jahre. Das Ruhr Museum zeigt aktuell eine Ausstellung, in der Hallenslebens gesamtes Schaffen unter dem Aspekt der Auftragsfotografie betrachtet wird. Hallensleben, die erst im Alter von 32 Jahren zur Fotografie fand, war eine immens erfolgreiche Berufsfotografin, die von Auftrag zu Auftrag eilte und neben der Schwerindustrie für verschiedenste Wirtschaftsunternehmen, Verlage und Bildagenturen tätig war. Unabhängig, erfolgreich, geschäftstüchtig und im fotografischen Handwerk nahezu perfekt. 1936 wurde sie Mitglied der Gesellschaft Deutscher Lichtbildner, heute Deutsche Fotografische Akademie. Im Podcast mit Corinna Weidner diskutiert die Leiterin der Fotografischen Sammlung am Ruhr Museum, Stefanie Grebe, Werk, Werdegang und Persönlichkeit von Hallensleben im Kontext des Nationalsozialismus. Ein Gespräch auch über das Inszenieren von Bildern, den Vergleich zu Albert Renger-Patzsch und das Glück gelungener Fachtagungen.  Das Ruhr Museum in Essen zeigt noch bis zum 24. August 2025 die Ausstellung „Bilder im Auftrag. Fotografien von Ruth Hallensleben 1931-1973“. https://ruhrmuseum.de/ausstellungen/aktuell/bilder-im-auftrag-fotografien-von-ruth-hallensleben-1931-1973 Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/ Die DFA auf Youtube: youtube.com/@deutschefotografischeakademie

    DFA#29 Ruth Hallensleben: Höhenflug einer Auftrags- und Industriefotografin 1930er - 1970er Jahre
  3. 07/03/2024

    DFA#28 Annegret Soltau: Körper, Kunst, Karriere

    Die Fotokünstlerin Annegret Soltau erlebt gerade große internationale Anerkennung und Würdigung ihres 50-jährigen Schaffens. Seit 1988 ist sie Mitglied der Deutschen Fotografischen Akademie. Einzigartig ist Annegret Soltaus künstlerische Handschrift. In den „Foto-Vernähungen“ collagiert sie zerrissene Stücke aus Fotos zu neunen, sinnhaften Bildern und vernäht diese mit einem Faden. Treffsicher sind ihre Themen: existenzielle menschliche Ich-Zustände, Lebenszyklen wie Alter und Geburt, Körper, Geschlecht und Identität. All dies setzt Annegret Soltau aus Frauenperspektive um und in Bezug zur Gesellschaft: Risse und was sie heilen kann. Im Gespräch mit Corinna Weidner spricht die Pionierin der feministischen Fotografie über: ihren eigenwilligen Weg, bahnbrechende Performances und das Spüren des Fadens; Hürden und Zensur (u.a. durch Siegfried Unseld / Suhrkamp Verlag), durchhalten und weitermachen; die Relevanz des Körpers und die Prägung des Kriegs. Und warum die Fotos „Generativ“ auch für ihre Mutter und Großmutter eine Befreiung darstellten. Das Städel-Museum in Frankfurt am Main widmet Annegret Soltau vom 7.5. - 17.8. 2025 eine umfassende Retrospektive. https://dfa.photography/portfolios?search=soltau https://www.annegret-soltau.de/ Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/ Die DFA auf Youtube: youtube.com/@deutschefotografischeakademie

    DFA#28 Annegret Soltau: Körper, Kunst, Karriere

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