hinten links außen

Elke Breitenbach und Klaus Lederer

"hinten links außen" ist der Podcast der linken Abgeordneten und ehemaligen Berliner Senator:innen Elke Breitenbach und Klaus Lederer. Mit spannenden Gäst:innen diskutieren sie immer abwechselnd aktuelle Herausforderungen, politische Entwickungen und Themen, die normalerweise zu kurz kommen. "hinten links außen" gibts auf Twitch, YouTube und überall, wo es Podcasts gibt.

  1. Queer & kommunal

    FEB 4

    Queer & kommunal

    Was bedeutet es, als queere und taube Person den „Tanker“ der Verwaltung von innen heraus zu verändern? Wie wird Antidiskriminierungsarbeit in einem Berliner Bezirksamt konkret umgesetzt? Und welche Rolle spielt das Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG) dabei, Bürger*innen eine Stimme gegen strukturelle Benachteiligung zu geben? Klaus Lederer spricht mit Martin Vahemäe-Zierold, dem Beauftragten für Queer und Antidiskriminierung im Bezirksamt Mitte, über die Herausforderungen und Chancen einer inklusiven Verwaltung. Es geht um den persönlichen Weg von der „geschlossenen Bubble“ der Gehörlosenschulen in der DDR bis hin zur Leitung einer kommunalen Beschwerdestelle, die tägliche Arbeit mit Gebärdensprachdolmetschenden und die Überwindung von Audismus im Berufsalltag. Martin Vahemäe-Zierold beleuchtet, warum Sichtbarkeit in der Verwaltung eine wichtige Vorbildfunktion hat und wie intersektionale Perspektiven helfen, die Überlagerung verschiedener Diskriminierungsformen besser zu verstehen. Er thematisiert zudem das Ringen um Fördergelder für queere Projekte, die Notwendigkeit von Schutzräumen in Stadtteilen wie Wedding oder Moabit und kritisiert das Konkurrenzdenken innerhalb marginalisierter Gruppen. Ein Gespräch über den mühsamen Prozess des strukturellen Wandels, die Kraft der Repräsentation und die Vision einer Stadtverwaltung, die so vielfältig ist wie die Menschen, für die sie arbeitet. Die Folge wurde am 02.02.2026 in Berlin aufgenommen.

    1 hr
  2. Kältehilfe: Warm ist nicht genug

    JAN 21

    Kältehilfe: Warm ist nicht genug

    Was bedeutet es, bei klirrender Kälte auf Berlins Straßen zu überleben? Wie hat sich die Kältehilfe in den letzten 30 Jahren von einer kleinen kirchlichen Initiative zu einem hochprofessionellen, aber oft anonymen System entwickelt? Und warum ist ein „warmes Bett“ für die Nacht allein noch lange keine nachhaltige Lösung gegen Obdachlosigkeit? Elke Breitenbach spricht mit Robert Veltmann, Mitbegründer der GEBEWO und langjähriger Experte der Berliner Wohnungslosenhilfe, über die aktuelle Situation der Kältehilfe und die strukturellen Mängel im Hilfesystem. Es geht um die historische Entwicklung von familiären Kirchengemeinde-Angeboten der 90er-Jahre hin zu heutigen großen Notübernachtungen, die zunehmende Diversität der Gäste – von wohnungslosen Familien bis hin zu internationalen Hilfesuchenden – und die spezifischen Herausforderungen wie Suchterkrankungen und psychische Belastungen. Robert Veltmann berichtet aus seiner aktuellen Praxis in der Nachtbereitschaft im Steglitzer Kreisel und reflektiert die Erfahrungen mit 24/7-Unterkünften während der Corona-Pandemie. Er beleuchtet, warum dauerhafte Perspektivarbeit in der klassischen Kältehilfe oft zu kurz kommt und welche Rolle Projekte wie „Housing First“ oder die Präventionsarbeit in den Bezirken spielen müssen, um Obdachlosigkeit nicht nur zu verwalten, sondern nachhaltig zu beenden. Ein Gespräch über die Grenzen der Akuthilfe, das Ringen um die menschliche Würde in überfüllten Schlafsälen und die Hoffnung auf ein System, das mehr bietet als nur den Schutz vor dem Erfrierungstod. Die Folge wurde am 19.01.2026 in Berlin aufgenommen.

    58 min
  3. Solidarische Städte, Gelebte Demokratie?

    10/08/2025

    Solidarische Städte, Gelebte Demokratie?

    Wie lässt sich Demokratie im Alltag leben – und was bedeutet Solidarität auf kommunaler Ebene ganz konkret? Mit Wenke Christoph, Politikwissenschaftlerin, ehemalige Berliner Staatssekretärin und Mitautorin des Buchs „Solidarische Städte“, spricht Elke Breitenbach über das Versprechen einer Stadt, die niemanden ausschließt. Es geht um Zufluchtsorte, City-IDs, Teilhabe und das Recht auf Daseinsvorsorge – unabhängig von Aufenthaltsstatus, Einkommen oder Pass. Was können Kommunen tun, wenn Bund und Länder sich abschotten? Wie schaffen Städte Räume, in denen Menschen miteinander statt nebeneinander leben – in denen Einsamkeit, Wohnungsnot und Ausgrenzung nicht einfach hingenommen werden?Anhand von Beispielen aus Berlin, Neapel und Barcelona geht es um gelebte Demokratie im Kleinen: um Begegnungscafés und Wärmeorte, um Bürgerhaushalte und lokale Beteiligung, um Netzwerke, die gegen soziale Kälte ankämpfen – und darum, wie politische Teilhabe wieder spürbar wird. Wie kann eine City-ID Türen öffnen, wo Bürokratie sonst Mauern baut?Warum brauchen wir eine vielfältige Verwaltung, die die Gesellschaft widerspiegelt?Und was verraten solidarische Städte über den Zustand unserer Demokratie? Ein Gespräch über konkrete Politik, zivilgesellschaftlichen Mut und die Hoffnung auf eine Stadt, in der Solidarität kein Slogan ist, sondern gelebte Praxis. Die Folge wurde am 06.10.2025 in Berlin aufgezeichnet.

    58 min

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"hinten links außen" ist der Podcast der linken Abgeordneten und ehemaligen Berliner Senator:innen Elke Breitenbach und Klaus Lederer. Mit spannenden Gäst:innen diskutieren sie immer abwechselnd aktuelle Herausforderungen, politische Entwickungen und Themen, die normalerweise zu kurz kommen. "hinten links außen" gibts auf Twitch, YouTube und überall, wo es Podcasts gibt.