Digital Public Health Podcast

Digital Public Health

In einer Welt, in der digitale Technologien tief in unseren Alltag eingebettet sind, steht die öffentliche Gesundheit an der Schwelle zu einer bedeutenden Transformation. Der "Digital Public Health Podcast" öffnet Dir die Tür zu den vielschichtigen Facetten dieses faszinierenden Wandels. In jeder Episode führen wir Gespräche mit führenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Politikerinnen und Politikern sowie Pionierinnen und Pionieren aus der Start-up-Szene, die an der Schnittstelle von digitaler Innovation und öffentlicher Gesundheitsförderung wirken.      Gemeinsam beleuchten wir nicht nur die Chancen, die digitale Gesundheitslösungen bieten – von verbesserter Informationsverfügbarkeit über die Stärkung präventiver Maßnahmen bis hin zum Kampf gegen globale Gesundheitskrisen. Wir setzen uns auch kritisch mit den Herausforderungen auseinander, die diese Technologien mit sich bringen, wie Ungleichheiten beim Zugang, Datenschutzprobleme und die Gefahr sinnloser Zusatzaufgaben oder gar Schäden durch die Nutzung digitaler Angebote.      Der "Digital Public Health Podcast" zielt darauf ab, ein Licht auf die Arbeit derjenigen zu werfen, die die digitale Transformation im Gesundheitswesen vorantreiben, und gleichzeitig einen kritischen Diskurs über die Notwendigkeit einer ethischen, gerechten und nachhaltigen Integration digitaler Technologien in die öffentliche Gesundheit zu fördern.      Egal, ob Du eine Expertin oder ein Experte auf dem Gebiet bist, oder einfach nur neugierig auf den Einfluss der Digitalisierung auf unsere Gesundheit, dieser Podcast bietet Dir tiefe Einblicke, Inspiration und anregende Diskussionen. Begleite uns auf dieser wichtigen Reise, denn das Thema betrifft uns alle.

  1. 5d ago

    Dark Patterns: Wenn Design deiner Gesundheit schadet

    Host Rasmus Cloes spricht mit Dr. Thomas Eßmeyer vom Digital Media Lab der Universität Bremen über manipulative Designs in sozialen Medien. Es geht um Amazons Kündigungs-Labyrinth, um Metas Griff nach unseren Kontakten und um Einsamkeit, die so schädlich wirkt wie Rauchen. Zum Schluss entwirft Thomas ein soziales Netzwerk, das hilft statt schadet. Ein leuchtender Button, künstliche Hürden beim Kündigen, der Griff nach den Telefonkontakten. Bei sozialen Medien zahlen wir nicht mit Geld, sondern mit Lebenszeit und persönlichen Daten. Das trifft die Gesundheit: Wohlbefinden und Psyche leiden, Einsamkeit wächst. Willenskraft hilft wenig, über 90 Prozent der Menschen scheitern an den Mustern, selbst wenn sie sie kennen. Thomas fordert deshalb Regeln, die für alle gelten, und entwirft ein soziales Netzwerk ohne Gewinnabsicht. Ein Fan sozialer Medien ist er trotzdem, er erzählt von einer Facebook-Gruppe, in der zwei Ärztinnen Migräne-Patient:innen beraten. Sein Satz zum Mitnehmen: Autonomie abzugeben ist in Ordnung, solange wir diesen Schritt selbst tun. Zum Gast Dr. Thomas Eßmeyer ist Postdoc im Digital Media Lab der Universität Bremen und forscht seit 2020 zu Dark Patterns in sozialen Medien. Zur Reihe „Digital Health Talks, der Live-Podcast zur Gesundheit der Zukunft” ist eine Reihe der Universität Bremen und des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS, gefördert vom BMFTR im Wissenschaftsjahres 2026 - Medizin der Zukunft. Aufgezeichnet am 31. August 2026 an Bord der MS Wissenschaft in Offenbach. Weitere Termine in Bremen, Fulda und Halle.

    Dark Patterns: Wenn Design deiner Gesundheit schadet
  2. Aug 24

    Wie wir mit VR unsere Gefühle zeigen können (Dr. Nadine Wagener)

    Host Rasmus Cloes spricht mit Dr. Nadine Wagener von der PPC-Gruppe am OFFIS Oldenburg über Virtual Reality als Werkzeug für die seelische Gesundheit: Proband:innen bauen sich darin ihren eigenen Happy Place, lösen Konflikte mit dem Chef in einer digitalen Feuerwelt und lernen, Emotionen zu benennen, die sie sonst nicht in Worte fassen können. Am Ende geht es um die Kehrseite: Wann wird die Nutzung unseres Smartphones eigentlich problematisch – und woran erkennt eine KI das früher als wir selbst? Nadine Wagener entwickelt VR-Anwendungen, in denen Nutzer:innen ihren eigenen "Happy Place" bauen: mit 3D-Objekten, Zeichnungen und Tieren gestalten sie eine Welt, die sie glücklich macht. Der Effekt reicht bis in den Alltag hinein – manche entdecken erst in der virtuellen Welt, was ihnen wirklich wichtig ist. Aus demselben Prinzip entsteht auch ein Werkzeug für Konflikte: Nutzer:innen bauen negative Emotionen als virtuelle Welt nach, etwa als Feuer, und lernen, sie über Techniken aus der Emotionsregulation wieder aufzulösen. Im zweiten Teil des Gesprächs geht es um die Kehrseite der Digitalisierung: problematisches Smartphoneverhalten. Wagener erklärt, warum der Begriff "Handysucht" wissenschaftlich noch nicht anerkannt ist, welche Warnsignale es trotzdem gibt und wie ein KI-gestützter Risk Score künftig zeigen könnte, wann genau unsere Nutzung kippt. Dr. Nadine Wagener leitet die PPC-Gruppe (Personal Pervasive Computing) am OFFIS – Institut für Informatik in Oldenburg. Sie promovierte an der Universität Bremen zum Einsatz von Virtual Reality für die seelische Gesundheit und forscht seit sieben Jahren im akademischen Bereich zur Schnittstelle von Alltagstechnologie, Wohlbefinden und Gesundheit.

    Wie wir mit VR unsere Gefühle zeigen können (Dr. Nadine Wagener)
  3. Aug 10

    IJCAI kommt nach Bremen: Was eine der wichtigsten KI-Konferenz der Welt für die Stadt bedeutet

    Host Rasmus Cloes spricht mit Prof. Dr. Tanja Schulz und Dr. Monika Michaelis. Die beiden haben gemeinsam mit anderen die IJCAI (International Joint Conference on Artificial Intelligence) – eine der ältesten und renommiertesten KI-Konferenzen der Welt, gegründet 1969 – nach Bremen geholt. Nach rund viereinhalb Jahren Vorbereitung kommt die Konferenz erstmals seit 43 Jahren wieder nach Deutschland. Rund 2.000 bis 3.000 Forschende aus aller Welt werden erwartet, zwei Drittel davon auf Doktorand:innen-Niveau. Die Kernkonferenz selbst richtet sich an ein Fachpublikum. Drumherum entsteht mit dem "Summer of AI" ein umfangreiches Programm für die interessierte Öffentlichkeit: ein öffentliches Panel zu KI-Agentensystemen mit Speaker:innen von Google, eine KI-Ethik-Vorlesung des australischen Forschers Toby Walsh in der Bremischen Bürgerschaft, KI-Lounges auf dem Domshof zu Arbeitswelt, Medienvertrauen und Bildung sowie Mitmachstationen für Schüler:innen und Auszubildende. Im Gespräch erklären Schulz und Michaelis, was KI-Agentensysteme eigentlich sind, warum ethische Leitplanken für selbstständig forschende KI-Systeme eine offene Forschungsfrage sind und weshalb Deutschlands strenge Datenregulierung – so hinderlich sie manchmal erscheint – langfristig zum Standortvorteil werden könnte. Ein Thema ist auch der europäische Gesundheitsdatenraum und der in Bremen entstehende "Biosignals-HUB", der Biosignale freiwilliger Bürger:innen sammelt. Und: Warum Windkraft und freie Flächen Bremen zu einem attraktiven Standort für Rechenzentren machen könnten. Ein persönliches Anliegen von Tanja Schulz: KI braucht aus ihrer Sicht "Sinne" für den Menschen. Ein Gespür für Empathie, Aufmerksamkeit oder Gefahr, um wirklich zu verstehen, was Menschen brauchen. Zum Abschluss geht es um die großen Fragen: Verliert Deutschland den Anschluss an die USA und China? Braucht es ein Tempo-Limit für die KI-Entwicklung? Und schafft künstliche Intelligenz am Ende wirklich mehr Jobs, als sie vernichtet?

    IJCAI kommt nach Bremen: Was eine der wichtigsten KI-Konferenz der Welt für die Stadt bedeutet
  4. Jun 1

    KI im Gesundheitswesen: Was wirklich funktioniert – und was nicht

    Künstliche Intelligenz soll die Medizin revolutionieren. Aber was davon ist Realität – und was ist Buzzword-Hype? In dieser Sonderfolge des Digital Public Health Podcasts dreht Christoph Wellbrock den Spieß um: Host Rasmus Cloes sitzt ausnahmsweise auf dem Gästestuhl. Nach rund 50 Gesprächen mit Forschenden, Startup-Gründerinnen, Ärztinnen, Pflegekräften und Datenwissenschaftlern zieht er Bilanz – und sortiert, was vom großen KI-Versprechen im Gesundheitswesen wirklich bleibt. In dieser Folge: ·      KI in der Pflege und Arztpraxis – wie künstliche Intelligenz Dokumentation automatisiert und Pflegekräften mehr Zeit für Menschen gibt ·      Gesundheitsdaten, elektronische Patientenakte (EPA) und der Europäische Gesundheitsdatenraum (EHDS) – warum „mehr Daten“ allein nicht reicht ·      KI-gestützte Diagnostik – kann ein Algorithmus Krankheiten früher erkennen als ein Arzt? ·      Prävention und digitale Gesundheits-Apps – von der Hautkrebserkennung bis zur Ausbruchsfrüherkennung bei Infektionskrankheiten ·      Personalisierte Gesundheitsinformationen statt Google-Recherche – wie KI den Unterschied macht ·      Wann „KI“ auf einem Produkt wirklich KI ist – und wann es nur Marketing ist Fragen, die diese Folge beantwortet: ·      Wie kann KI den Ärztemangel und Pflegenotstand abfedern? ·      Was bedeutet „Garbage in, garbage out“ für die Medizin der Zukunft? ·      Könnte KI die nächste Pandemie früher stoppen? ·      Macht digitale Gesundheitstechnologie uns abhängiger – oder gibt sie uns mehr Zeit füreinander zurück? Diese Folge richtet sich an alle, die Gesundheit ernst nehmen: ob Patient, medizinisches Fachpersonal, Digital-Health-Interessierte oder Forschende. #DigitalHealth #KI #KünstlicheIntelligenz #Gesundheitswesen #PublicHealth #Pflege #Digitalisierung #eHealth #Medizin #Prävention #ElektronischePatientenakte #HealthTech #Epidemiologie #DigitalPublicHealth Staff: Host: Rasmus Cloes & Christoph Wellbrock Redaktion: Maren Emde Regie: Sebastian Budde Kamera: Thomas Leleko Audio: Tristan Vogel Social Media: Leonie Hammen

    KI im Gesundheitswesen: Was wirklich funktioniert – und was nicht
  5. Apr 27

    Warum 75 % an Gesundheitsinfos scheitern und was KI damit zu tun hat (Prof. Dr. Kai Kolpatzik)

    In dieser Folge des Digital Public Health Podcasts geht es um eine der zentralen Fragen unserer Zeit: Wie finden wir verlässliche Gesundheitsinformationen – und warum fällt uns das oft so schwer? Host Rasmus Cloes spricht mit Prof. Dr. Kai Kolpatzik über Gesundheitskompetenz als unterschätzten Schlüssel für bessere Gesundheit und funktionierende Prävention. Kopfschmerzen googeln und beim Hirntumor landen. Ausgehend von dieser Alltagssituation wird schnell klar: Mehr Informationen bedeuten nicht automatisch bessere Entscheidungen. Im Gegenteil: Rund drei Viertel der Menschen in Deutschland haben Schwierigkeiten, Gesundheitsinformationen richtig zu verstehen, zu bewerten und für sich zu nutzen. Woran liegt das? Wir schauen uns an, wie sich die Informationssuche verändert hat – von der Apotheken Umschau über Google bis hin zu KI-gestützten Antworten und Social Media. Welche Chancen entstehen dadurch, wo liegen die Risiken und warum wird Vertrauen in Quellen immer wichtiger? Besonders spannend: Was passiert gerade, wenn KI Inhalte zusammenfasst und klassische Gesundheitsportale an Sichtbarkeit verlieren? Außerdem diskutieren wir, warum Gesundheitskompetenz nicht nur eine individuelle Aufgabe ist, sondern auch politisches Handeln erfordert. Von Nutri-Score über Prävention bis hin zu strukturellen Veränderungen im Gesundheitssystem: Welche Maßnahmen können wirklich etwas verändern? Eine Folge über die Zukunft der Gesundheitsinformation und darüber, was wir brauchen, um uns in einer immer komplexeren digitalen Welt gut orientieren zu können. Wir sind live! Am 30.05.2026 diskutieren wir mit euch in der Kassenhalle im Forum am Domshof in Bremen über ein mögliches Social-Media- und Smartphoneverbot für Kinder. Der Eintritt ist frei und im Anschluss gibt es kostenlose Snacks & Drinks. Außerdem wird das gesamte Panel live auf unserem Youtube-Kanal gestreamt! https://www.youtube.com/@DigitalPublicHealthPodcast Jetzt anmelden – die Plätze sind begrenzt! https://eveeno.com/digitalhealthtalks Die Veranstaltung wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt im Kontext des Wissenschaftsjahr 2026 gefördert.

    Warum 75 % an Gesundheitsinfos scheitern und was KI damit zu tun hat (Prof. Dr. Kai Kolpatzik)

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