Digital Public Health Podcast

Digital Public Health

In einer Welt, in der digitale Technologien tief in unseren Alltag eingebettet sind, steht die öffentliche Gesundheit an der Schwelle zu einer bedeutenden Transformation. Der "Digital Public Health Podcast" öffnet Dir die Tür zu den vielschichtigen Facetten dieses faszinierenden Wandels. In jeder Episode führen wir Gespräche mit führenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Politikerinnen und Politikern sowie Pionierinnen und Pionieren aus der Start-up-Szene, die an der Schnittstelle von digitaler Innovation und öffentlicher Gesundheitsförderung wirken.      Gemeinsam beleuchten wir nicht nur die Chancen, die digitale Gesundheitslösungen bieten – von verbesserter Informationsverfügbarkeit über die Stärkung präventiver Maßnahmen bis hin zum Kampf gegen globale Gesundheitskrisen. Wir setzen uns auch kritisch mit den Herausforderungen auseinander, die diese Technologien mit sich bringen, wie Ungleichheiten beim Zugang, Datenschutzprobleme und die Gefahr sinnloser Zusatzaufgaben oder gar Schäden durch die Nutzung digitaler Angebote.      Der "Digital Public Health Podcast" zielt darauf ab, ein Licht auf die Arbeit derjenigen zu werfen, die die digitale Transformation im Gesundheitswesen vorantreiben, und gleichzeitig einen kritischen Diskurs über die Notwendigkeit einer ethischen, gerechten und nachhaltigen Integration digitaler Technologien in die öffentliche Gesundheit zu fördern.      Egal, ob Du eine Expertin oder ein Experte auf dem Gebiet bist, oder einfach nur neugierig auf den Einfluss der Digitalisierung auf unsere Gesundheit, dieser Podcast bietet Dir tiefe Einblicke, Inspiration und anregende Diskussionen. Begleite uns auf dieser wichtigen Reise, denn das Thema betrifft uns alle. 

  1. 049 - Dr. Stefan Trapp: Elektronische Patientenakte (ePA): Fortschritt oder Baustelle im Praxisalltag?

    1D AGO

    049 - Dr. Stefan Trapp: Elektronische Patientenakte (ePA): Fortschritt oder Baustelle im Praxisalltag?

    Schreib uns eine Nachricht In der neuen Folge spricht Rasmus mit Dr. Stefan Trapp über die elektronische Patientenakte (ePA). Die ePA soll medizinische Informationen digital bündeln und den Austausch zwischen Praxen, Kliniken und Patienten erleichtern. So sind Befunde, Laborwerte und Verordnungen zentral verfügbar und das kann Behandlungen koordinieren, Doppeluntersuchungen vermeiden und besonders bei chronischen Erkrankungen den Überblick verbessern. Gleichzeitig zeigen sich jedoch klare Schwächen: fehlende Anbindungen, nicht durchsuchbare Dokumente oder eine mangelnde Standardisierung. Statt eines intelligenten Systems ist die ePA oft noch ein digitaler Aktenordner. Hinzu kommen sensible Fragen zu Datenschutz und Zugriffsrechten, besonders bei Kindern und Jugendlichen. Ist die ePA also ein echter Fortschritt für die Versorgung, oder bleibt sie hinter ihren Möglichkeiten zurück? Und was müsste passieren, damit sie ihr Potenzial wirklich entfaltet?  Genau darüber sprechen wir mit Dr. Stefan Trapp in dieser Folge! Staff:  Host: Rasmus Cloes Redaktion: Maren Emde Regie: Sebastian Budde Kamera: Thomas Leleko Audio: Tristan Vogel Social Media: Leonie Hammen Abonniere den Kanal, um keine Folge zu verpassen, und hinterlasse uns gerne Feedback in den Kommentaren oder folge uns auf Instagram @digitalpublichealthpodcast #PublicHealth #healthtech #gesundheit #digitalpublichealth

    41 min
  2. 048 - Dr. Serge Autexier: Können Technik und KI älteren Menschen den Alltag erleichtern?

    MAR 8

    048 - Dr. Serge Autexier: Können Technik und KI älteren Menschen den Alltag erleichtern?

    Schreib uns eine Nachricht In der aktuellen Folge des Digital Public Health Podcast spricht Host Rasmus Cloes mit Dr. Serge Autexier, dem Leiter des Bremen Ambient Assisted Living Lab (BAALL) am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Bremen. In einer nachgebauten Wohnung erforscht das Team, wie Künstliche Intelligenz im Gesundheitswesen und Assistenzsysteme Menschen im Alltag unterstützen können.  Serge erklärt, warum das Living Lab nicht „Smart-Home-Spielzeug“ zeigt, sondern Alltagstauglichkeit prüft: Welche Technik hilft wirklich? Was ist intuitiv bedienbar? Und was braucht es, damit eine Umgebung „intelligent“ wird – ohne dass sie Menschen überfordert oder ihnen Entscheidungen abnimmt, die sie selbst treffen wollen? Ein zentrales Thema ist die Lücke zwischen Forschung und Produkt. Im BAALL entstehen Demonstratoren, die Besuchende oft sofort überzeugen – inklusive der typischen Frage: „Warum gibt es das nicht zu kaufen?“ Serge beschreibt, warum Projektlogiken, Zuständigkeiten und Marktreife oft verhindern, dass gute Ideen direkt als Produkt landen – auch wenn Teilideen später an anderer Stelle wieder auftauchen. Konkretes Beispiel: Sturzprävention mit einem „smarten Rollator“. Aus der Praxis kam der Hinweis, dass falsch genutzte Rollatoren mit höherem Sturzrisiko zusammenhängen. In einem Projekt wurden Bewegungsdaten aufgenommen, durch Physiotherapeut:innen bewertet und genutzt, um eine KI zu trainieren, die Fehlbedienung erkennt und Hinweise geben kann. Das zeigt, wie nah KI im Gesundheitswesen an echter Prävention sein kann – und wie schnell man dann bei Fragen nach Medizinproduktanforderungen, Evidenz und Finanzierung ankommt. Auch geht es um Datenintegration: Wie kann man Krankenhausdaten und Alltagsdaten zusammenbringen, um Prognosen zu verbessern – etwa zur Steigerung der Lebensqualität bei Menschen nach einer Krebstherapie? Serge macht deutlich, warum das in der Praxis so schwer ist: Daten sind oft nicht verfügbar, Fragen im Kontext von Ethik und IT-Sicherheit kosten Zeit, und am Ende bleibt in vielen Projekten zu wenig Raum für saubere Evaluation. Zum Schluss ordnet Serge den KI-Hype ein: Große Sprachmodelle sind im BAALL nicht „einfach Teil der Lösung“ – Datenschutz, lokale Verarbeitung und Zuverlässigkeit sind gerade bei vulnerablen Gruppen entscheidend. Der Fokus liegt deshalb auf robusten, sicheren Systemen, die auf kleinen Geräten laufen können, nicht „mithören“ müssen und im Alltag nicht plötzlich ausfallen. Und er erklärt, warum viele Assistenzideen nicht an der Technik scheitern, sondern an Umsetzungspfaden: Wer baut es? Wer haftet? Wer bezahlt? Und wer weist den Nutzen nach? Staff:  Host: Rasmus Cloes Redaktion: Maren Emde Regie: Sebastian Budde Kamera: Thomas Leleko Audio: Tristan Vogel Social Media: Leonie Hammen Abonniere den Kanal, um keine Folge zu verpassen, und hinterlasse uns gerne Feedback in den Kommentaren oder folge uns auf Instagram @digitalpublichealthpodcast #PublicHealth #healthtech #gesundheit #digitalpublichealth

    31 min
  3. 047 - Dr. Felix Holl: Katastrophenschutz digital: Was funktioniert wirklich?

    FEB 22

    047 - Dr. Felix Holl: Katastrophenschutz digital: Was funktioniert wirklich?

    Schreib uns eine Nachricht In der aktuellen Folge des Digital Public Health Podcast spricht Host Rasmus Cloes mit Dr. Felix Holl über digitale Technologien im Krisenfall. Felix ist promovierter Medizininformatiker, seit 2024 stellvertretender Leiter des Instituts DigiHealth an der Hochschule Neu-Ulm – und Berater für Gesundheitsinformationssysteme beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) sowie Delegierter für internationale Nothilfe. Im Gespräch geht es um Katastrophenschutz, Telemedizin, digitale Dokumentation und die Frage, was davon im Krisenfall wirklich hilft.  Felix verbindet Informatik mit Notfallmedizin. Früh engagiert im Rettungsdienst, später in internationalen Einsätzen für das DRK und die Weltgesundheitsorganisation, erforscht er heute digitale Systeme für Krisenfälle. Er erklärt, warum Qualitätssicherung in Katastrophen überlebenswichtig ist – und wie digitale Reportings helfen, Fehlentwicklungen früh zu erkennen. Als positives Beispiel führt er das Red Cross Red Crescent Health Information System (RCHIS) an: ein elektronisches Dokumentationssystem für internationale Notfalleinsätze. Es funktioniert offline, synchronisiert später – und ermöglicht Telemedizin selbst unter schwierigen Bedingungen. Auch Deutschland steht im Fokus des Gesprächs: Corona-Warn-App, Cell Broadcast, elektronische Patientenakte. Was funktioniert? Wo scheitert es an Föderalismus, Finanzierung oder fehlender Wartung? Felix plädiert für ein Umdenken: Nicht nur neue Fahrzeuge und Zelte finanzieren – sondern auch „unsichtbare“ digitale Infrastruktur. Am Ende bleibt die Kernfrage: Sind wir bereit für die nächste Krise? Digitale Public Health kann helfen – wenn sie nachhaltig gedacht, finanziert und evaluiert wird. Timestamps 00:00 Einführung & Thema: Digitale Technologien im Krisenfall 06:01 Qualitätssicherung & Haiti-Beispiel  11:24 Telemedizin & Quarantänezentren  22:04 Informationsfluss beim Zugunglück & Koordinationsprobleme  26:37 Cell Broadcast & Warnsysteme  Weiterführende Literatur zum Thema  Holl, Felix and Clarke, Lauren and Raffort, Thomas and Serres, Elvire and Archer, Laura and Saaristo, Panu (2024) The Red Cross Red Crescent Health Information System (RCHIS): an electronic medical records and health information management system for the red cross red crescent emergency response units. Conflict and Health, 18, Art. 28. ISSN 1752-1505  Holl, Felix and Kircher, Jennifer and Herelendy, Attila J. and Sukums, Felix and Swoboda, Walter (2024) Tanzania’s and Germany’s Digital Health Strategies and Their Consistency With the World Health Organization’s Global Strategy on Digital Health 2020-2025: Comparative Policy Analysis. Journal of Medical Internet Research: JMIR (26), Paper e52150 (Digit. P). ISSN 1438-8871  Holl, Felix and Campbell, Elizabeth and Magrabi, Farah (2024) Climate change and global health informatics: What are the opportunities and challenges? In: AMIA 2024 Annual Symposium, November, 9-13, 2024, San Francisco, CA, USA.  Holl, Felix and Schobel, Johannes and Swoboda, Walter (2024) Mobile Apps for COVID-19: A Systematic Review of Reviews. Healthcare, 12 (2). p. 139. ISSN 2227-9032 Holl, Felix and Flemisch, Fabian and Swoboda, Walter and Schobel, Johannes (2022) Apps for Covid-19 in Germany: assessment using the German Mobile App Rating Scale. JAMIA Open, 5 (4), Art. Paper ooac082. ISSN 2574-2531  Stitz, Marcel S.A. and S Staff:  Host: Rasmus Cloes Redaktion: Maren Emde Regie: Sebastian Budde Kamera: Thomas Leleko Audio: Tristan Vogel Social Media: Leonie Hammen Abonniere den Kanal, um keine Folge zu verpassen, und hinterlasse uns gerne Feedback in den Kommentaren oder folge uns auf Instagram @digitalpublichealthpodcast #PublicHealth #healthtech #gesundheit #digitalpublichealth

    32 min
  4. 046 - Clara Weritz: Zwischen App und Alltag: So funktioniert digitale Pflegehilfe

    FEB 8

    046 - Clara Weritz: Zwischen App und Alltag: So funktioniert digitale Pflegehilfe

    Schreib uns eine Nachricht In der aktuellen Folge des Digital Public Health Podcast spricht Host Rasmus Cloes mit Clara Weritz über digitale Hilfe in der häuslichen Pflege. Weritz arbeitet bei „fabel“, einer App, die Angehörige im Alltag entlasten, Organisation erleichtern und Wissen bündeln will. Im Gespräch geht es um Verantwortung, Überforderung und um die Frage, wie viel Technik Pflege wirklich braucht. Pflege findet in Deutschland meist im Verborgenen statt: zu Hause, zwischen Job, Familie und Schlafmangel. Millionen Menschen kümmern sich um Angehörige, oft ohne professionelle Unterstützung. Clara schildert, warum genau hier digitale Lösungen ansetzen müssen: nicht als Ersatz für menschliche Nähe, sondern als Werkzeug gegen Chaos und Überforderung. Clara erklärt, wie „fabel“ Pflege strukturiert. Termine, Medikamentenerinnerungen, Aufgabenverteilung, Wissenssammlung – alles soll an einem Ort zusammenlaufen. Die App wird zur digitalen Schaltzentrale für Familien, die oft improvisieren müssen. Entscheidend ist für sie dabei: Die Anwendung bleibt bewusst einfach. Technik soll helfen, nicht zusätzlich belasten. Ein Schwerpunkt des Gesprächs liegt auf der Frage, wie „fabel“ entwickelt wird. Nutzerinnen und Nutzer liefern Feedback, testen Funktionen, melden Probleme zurück. Clara beschreibt, wie aus Rückmeldungen konkrete Verbesserungen entstehen. Pflege, so wird deutlich, lässt sich nicht standardisieren. Jede Familie hat andere Bedürfnisse – und jede App muss darauf reagieren. Auch wirtschaftliche und ethische Fragen kommen zur Sprache. Die Nutzung bleibt für Angehörige kostenlos. Finanziert wird das Angebot über Partner und Kampagnen. Gleichzeitig betont Clara die Bedeutung von Datenschutz und Datensparsamkeit. Sensible Informationen sollen geschützt bleiben. Vertrauen ist in der Pflege kein Nebenthema, sondern Voraussetzung. Zum Abschluss richtet sich der Blick nach vorn. Rasmus und Clara diskutieren, wie digitale Pflegeangebote künftig stärker mit Wissenschaft und Versorgung verzahnt werden könnten. Es geht um Wirksamkeitsnachweise, politische Rahmenbedingungen und langfristige Perspektiven. Claras Ziel ist klar: „fabel“ soll zur ersten Anlaufstelle werden, wenn Pflege plötzlich Teil des eigenen Lebens wird. Timestamps 00:00 – Begrüßung und Einführung in das Thema häusliche Pflege  01:00 – Was ist „fabel“ und wie unterstützt die App Angehörige?  04:00 – Zentrale Funktionen: Organisation, Wissen, Koordination  08:30 – Finanzierung, Werbung und Datenschutz  21:50 – Wissenschaft, Zukunft und Vision digitaler Pflege Staff:  Host: Rasmus Cloes Redaktion: Maren Emde Regie: Sebastian Budde Kamera: Thomas Leleko Audio: Tristan Vogel Social Media: Leonie Hammen Abonniere den Kanal, um keine Folge zu verpassen, und hinterlasse uns gerne Feedback in den Kommentaren oder folge uns auf Instagram @digitalpublichealthpodcast #PublicHealth #healthtech #gesundheit #digitalpublichealth

    25 min
  5. 045 - Dr. Thomas Cordes: Bewegung und Pflegebedürftigkeit - kann KI alte Menschen trainieren?

    JAN 18

    045 - Dr. Thomas Cordes: Bewegung und Pflegebedürftigkeit - kann KI alte Menschen trainieren?

    Schreib uns eine Nachricht In dieser Folge des Digital Public Health Podcasts spricht Host Rasmus Cloes mit Dr. Thomas Cordes, Sportwissenschaftler an der Universität Bremen, über ein Thema, das für die Zukunft der Altenpflege zentral ist: Wie kann gezieltes Training den Abbau bei pflegebedürftigen älteren Menschen bremsen – und welche Rolle kann Künstliche Intelligenz dabei spielen? Thomas erklärt, dass seine Promotion zeigt, wie selbst hochaltrige, multimorbide Bewohner:innen in stationären Pflegeeinrichtungen von strukturierten Trainingsprogrammen profitieren. Zwar entstehen keine großen Leistungssprünge, doch Motorik, Kognition und psychosoziales Wohlbefinden bleiben stabil – während Menschen ohne Training im gleichen Zeitraum deutlich abbauen. Im Projekt KI-aktiv untersucht Thomas nun, wie ein Chatbot als digitaler Trainingsassistent eingesetzt werden kann. Die KI soll Pflege- und Betreuungskräfte bei der Planung und Anpassung von Übungen unterstützen – nicht als Ersatz für menschliche Kompetenz, sondern als Assistenzsystem, das Vorschläge macht, die anschließend fachlich geprüft werden. Gleichzeitig wird deutlich, wo heutige Systeme noch an ihre Grenzen stoßen. Besonders problematisch ist das fehlende Erinnerungsvermögen über längere Zeiträume hinweg. Ein individuelles Training lebt davon, dass frühere Belastungen, Fortschritte oder Rückschritte präsent bleiben – genau hier zeigt sich aktuell die größte Schwäche. Überraschend offen reagieren Pflegekräfte auf diese neue Technologie. Obwohl viele bislang kaum mit Tablets oder Chatbots gearbeitet haben, berichten sie in Interviews von Neugier und Interesse. Sie sehen die KI weniger als zusätzliche Belastung, sondern als Chance, ihr eigenes Handeln trainingswissenschaftlich zu verbessern. Am Ende zeichnet Thomas eine Vision, in der Pflegekräfte per KI in Sekunden Übungsvideos abrufen, Alternativen für gestürzte oder mobilitätseingeschränkte Bewohner:innen erhalten und perspektivisch sogar direktes audiovisuelles Feedback zur Übungsausführung bekommen. Prävention wird so skalierbar – und Bewegung rückt endlich dorthin, wo sie hingehört: in den Alltag der Altenpflege. Timestamps  Training wirkt auch bei Pflegebedürftigkeit: 02:19–04:20 KI als Assistenz, nicht als Ersatz: 04:27–07:48 Grenzen heutiger Systeme: 08:00–10:21 Offenheit in der Pflegepraxis: 13:13–14:09 Vision: Videos, Feedback, Prävention: 23:02–25:34 Staff:  Host: Rasmus Cloes Redaktion: Maren Emde Regie: Sebastian Budde Kamera: Thomas Leleko Audio: Tristan Vogel Social Media: Leonie Hammen Abonniere den Kanal, um keine Folge zu verpassen, und hinterlasse uns gerne Feedback in den Kommentaren oder folge uns auf Instagram @digitalpublichealthpodcast #PublicHealth #healthtech #gesundheit #digitalpublichealth

    32 min
  6. 044 - Dr. Jan Demmerle: Digitalisierung in der Zahnmedizin: Was in der Praxis wirklich hilft

    JAN 4

    044 - Dr. Jan Demmerle: Digitalisierung in der Zahnmedizin: Was in der Praxis wirklich hilft

    Schreib uns eine Nachricht In dieser Folge des Digital Public Health Podcast spricht Rasmus Cloes mit Dr. Jan Demmerle, Oralchirurg in Bremen, über den Stand der Digitalisierung in der Zahnmedizin. Jan schildert, wie digitale Prozesse heute vom Empfang bis zum Behandlungsstuhl Einzug halten und welche Veränderungen im Alltag einer Zahnarzt- und oralchirurgischen Praxis tatsächlich spürbar sind. Ein Schwerpunkt liegt auf digitaler Anamnese und Aufklärung. Patientinnen und Patienten erfassen ihre Angaben zunehmend digital, Aufklärungsgespräche werden visuell unterstützt und direkt dokumentiert. Jan beschreibt, dass dies nicht nur Abläufe vereinfacht, sondern auch das Verständnis für Behandlungen verbessert und die Kommunikation auf Augenhöhe stärkt. Auch diagnostisch zeigt sich der Wandel: 3D-Röntgen, digitale Abformung und bildgestützte Planung ermöglichen präzisere Entscheidungen und helfen, Eingriffe besser zu erklären. Gleichzeitig macht Jan deutlich, dass Digitalisierung in der Zahnmedizin nur dann funktioniert, wenn sie flexibel bleibt und unterschiedliche Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten berücksichtigt. Beim Thema elektronische Patientenakte ordnet Jan ein, welchen Nutzen strukturierte Informationen über Medikamente und Vorbehandlungen im Praxisalltag haben können. Gerade in der Zahnmedizin, wo Wechselwirkungen und Vorerkrankungen relevant sind, kann die ePA helfen, Risiken zu reduzieren – sofern Technik, Einwilligungen und Prozesse zusammenspielen. Zum Abschluss richtet sich der Blick nach vorn: Künstliche Intelligenz unterstützt bereits heute bei Recherche, Dokumentation und administrativen Aufgaben. Jan betont jedoch, dass KI in der Zahnmedizin vor allem entlasten soll – während die eigentliche Behandlung weiterhin Erfahrung, handwerkliches Können und ärztliche Entscheidung erfordert. Timestamps 00:01:02:18 – Wie digital sind Zahnarzt- und oralchirurgische Praxen? 00:04:12:09 – Diagnostik, Bildgebung und digitale Planung 00:09:12:07 – Elektronische Patientenakte in der Zahnmedizin 00:18:35:12 – Künstliche Intelligenz im Praxisalltag 00:20:22:17 – Fazit und Ausblick Staff:  Host: Rasmus Cloes Redaktion: Maren Emde Regie: Sebastian Budde Kamera: Thomas Leleko Audio: Tristan Vogel Social Media: Leonie Hammen Abonniere den Kanal, um keine Folge zu verpassen, und hinterlasse uns gerne Feedback in den Kommentaren oder folge uns auf Instagram @digitalpublichealthpodcast #PublicHealth #healthtech #gesundheit #digitalpublichealth

    20 min
  7. 043 - Prof. Dr. Hajo Zeeb: Digital Public Health erklärt: Das erste große Handbuch zur Zukunft unserer Gesundheit

    12/07/2025

    043 - Prof. Dr. Hajo Zeeb: Digital Public Health erklärt: Das erste große Handbuch zur Zukunft unserer Gesundheit

    Schreib uns eine Nachricht In der aktuellen Folge des Digital Public Health Podcast spricht Host Rasmus Cloes mit Professor Dr. Hajo Zeeb über das erste umfassende Handbuch zu Digital Public Health. Das Buch trifft den Zeitgeist, behandelt aber ein wichtiges Thema nur am Rande.  Im Gespräch erklärt Hajo, wie das Handbuch aufgebaut ist: Es beginnt mit übergreifenden Themen wie Gleichheit, Ungleichheit und Gerechtigkeit, führt dann in zentrale Herausforderungen wie Datenschutz und Ethik ein und widmet sich schließlich technologischen Perspektiven. Digitalisierung bietet Chancen, aber auch Risiken. Hajo beschreibt ein Verhältnis von „55:45 zugunsten der Chancen“ – aber nur, wenn Risiken aktiv adressiert werden. Auch die Grenzen digitaler Tools sind Thema. Hajo betont, dass Gesundheit ein Vertrauensbereich ist, in dem persönliche Interaktion weiterhin eine große Rolle spielt. Digitalisierung kann unterstützen, ersetzt aber nicht alle analogen Formen. Gleichzeitig zeigt das Handbuch, wie wichtig gemeinsame Sprache in interdisziplinären Teams ist – vom Glossar des Campus bis zur Frage, was ein Data Lake eigentlich bedeutet. Zentral im Gespräch ist zudem, was im Handbuch fehlt: Cybersecurity und Evaluation. Beides sind Bereiche, die Hajo als entscheidend für die Zukunft bezeichnet, aber die im Buch nur angerissen werden. Evaluation wird immer wichtiger – nicht nur Wirksamkeit, sondern vor allem Nutzung, Alltagstauglichkeit und echte Effekte auf Gesundheit. Digitalisierung entwickelt sich schnell, und klassische Studiendesigns reichen dafür oft nicht mehr aus. Zum Schluss sprechen sie über Zukunftsszenarien. Das Handbuch entwirft optimistische und pessimistische Bilder einer digitalen Gesundheitswelt. Die Wissenschaft sieht sich als Gestalterin und Begleiterin, die Entwicklungen testet, Missinformation bekämpft und gesellschaftliche Aufnahme beobachtet. Digitalisierung passiert – die Frage ist, wie wir sie formen. Genau dafür soll das neue Handbuch Orientierung geben. Timestamps 00:58 – 03:33 Chancen, Risiken & Gerechtigkeit digitaler Gesundheit  03:33 – 08:43 Analog vs. digital & gemeinsame Sprache im Campus  08:43 – 16:05 Fehlende Themen: Cybersecurity & Evaluation  16:05 – 21:32 Zukunftsszenarien & Rolle der Wissenschaft Staff:  Host: Rasmus Cloes Redaktion: Maren Emde Regie: Sebastian Budde Kamera: Thomas Leleko Audio: Tristan Vogel Social Media: Leonie Hammen Abonniere den Kanal, um keine Folge zu verpassen, und hinterlasse uns gerne Feedback in den Kommentaren oder folge uns auf Instagram @digitalpublichealthpodcast #PublicHealth #healthtech #gesundheit #digitalpublichealth

    22 min

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