Frankfurter Regulierungspodcast (FCCR) – mit Host Erkan Wisler

Frankfurt Competence Centre for German and Global Regulation (FCCR) by EW

Zielsetzung: Der Frankfurter Regulierungspodcast des Frankfurt Competence Centre for German and Global Regulation (FCCR) hat sich zum Ziel gesetzt, die branchenunabhängige Regulierung aus verschiedenen Blickwinkeln mit unterschiedlichen Podcast-Gästen zu beleuchten. Über Uns: Das FCCR ist ein - Interdisziplinäres Forschungszentrum der Frankfurt School of Finance and Management. - Es befasst sich im Allgemeininteresse, aber aus anwenderorientierter Perspektive, mit Regulierungsfragen. - Es fokussiert sich nicht nur auf die Gestaltung, sondern auch auf die Anwendung und Wirkung von Regulierung. FCCR Webseite: https://fccr.frankfurt-school.de/

  1. 6d ago

    Anna Issel, Chief Compliance Officer der LBBW

    Anna Issel ist Group Chief Compliance Officer der LBBW. Zuvor war sie bei der Deutschen Bank unter anderem in den Bereichen Strategie, Revision und Geldwäscheprävention tätig. Ihre Erfahrung verbindet damit regulatorische Anforderungen, Governance und deren praktische Umsetzung im Bankgeschäft. Diskussionsfragen Wie kann die tatsächliche Wirksamkeit von Compliance bewertet werden, wenn verhinderte Risiken und nicht eingetretene Schäden nur schwer messbar sind? 01:07 Wie sollten Unternehmen mit Zielkonflikten zwischen Datenschutz, Betrugsprävention und Kriminalitätsbekämpfung umgehen? 03:04 Unter welchen Voraussetzungen ermöglicht der risikobasierte Ansatz eine angemessene Priorisierung von Compliance-Maßnahmen? 04:54 Wo endet die Verantwortung der Compliance-Funktion, und wo beginnt die Verantwortung der Geschäftsbereiche bei der Umsetzung regulatorischer Vorgaben? 06:10 Welche indirekten Folgen von Regulierung, insbesondere zusätzliche Berichtspflichten und gebundene Ressourcen, sollten bei der Regulierung stärker berücksichtigt werden? 08:19 In welchen Bereichen kann künstliche Intelligenz die Risikoerkennung verbessern, und warum darf die abschließende Bewertung nicht an ein System delegiert werden? 10:16 Nach welchen Kriterien sollte überprüft werden, ob eine Regulierung ihre Ziele erreicht und weiterhin angemessen ist? 12:42 Wie können Banken Kunden wirksam vor Anlagebetrug schützen, ohne deren Entscheidungsfreiheit unverhältnismäßig einzuschränken? 14:17 Wie sollte Compliance mit Situationen umgehen, in denen ein Geschäft rechtlich möglich erscheint, die damit verbundenen Risiken jedoch den Risikoappetit des Instituts überschreiten? 17:52

    Anna Issel, Chief Compliance Officer der LBBW
  2. Feb 24

    Michael Theurer, Banken, Risiken & Resilienz: Was 2026 für die Finanzstabilität zählt.

    Zu Beginn spricht Herr Theurer ausführlich über aktuelle Risiken, die durch geopolitische Spannungen, politische Unsicherheiten (wie erratische US-Zollpolitik), geringes Wirtschaftswachstum sowie mögliche Blasen an den Börsen entstehen. Dabei nennt er explizit die Rolle der großen US-Tech-Konzerne und warnt vor einem Rückschlagspotenzial auf den Märkten. Ein großes Thema ist die Widerstandsfähigkeit, also Resilienz, die laut Herr Theurer durch solide Kapitalpuffer, vergleichbar mit dem Stoßdämpfer eines Fahrzeugs, gestärkt werden muss. In der Diskussion werden vier Schwerpunktrisiken hervorgehoben: geopolitische Herausforderungen inklusive hybrider Bedrohungen, die wachsende Staatsverschuldung (mit Bezug auf OECD- und IWF-Berichte), steigende Unternehmensinsolvenzen sowie das Risiko abrupter Preiskorrekturen an den Finanzmärkten. Ein weiteres zentrales Thema ist die Verwundbarkeit von Banken, insbesondere angesichts von Cyberrisiken und der großen Abhängigkeit von US-amerikanischen Cloud-Anbietern. Herr Theurer betont, dass Kreditrisiken und ein solides Risikomanagement für Banken in Zeiten wirtschaftlicher Anpassungen und Krisen unverzichtbar sind. Außerdem hebt er die Bedeutung einer klaren Governance innerhalb der Banken hervor – schlechte interne Unternehmensführung wird häufig als Auslöser von Schieflagen genannt. Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf sogenannten Nichtbanken, beispielsweise Fonds und Versicherungen, die zunehmend an Relevanz gewinnen. Risiken entstehen hier vor allem durch mangelnde Transparenz, Datenlücken und grenzüberschreitende Kapitalströme, zum Beispiel im Bereich „Private Credit“. Die Digitalisierung mit Fokus auf Cloud-Abhängigkeiten stellt eine weitere Herausforderung dar, bei der Banken insbesondere auf Datenhoheit, Vertragsmanagement und Exit-Strategien achten müssen. Auch Klima- und Transformationsrisiken werden als finanzielle Risiken angesprochen – mit dem Ziel, diese risikoorientiert und datenbasiert, nicht politisch motiviert, zu managen. Abschließend betont Herr Theurer, dass das deutsche Banken- und Finanzsystem grundsätzlich als widerstandsfähig gilt, die laufende Sicherstellung ausreichender Eigenkapitalpuffer und ein umsichtiger Umgang mit Digitalisierung, Governance und aufsichtsrechtlicher Komplexität aber unerlässlich bleiben. Der Podcast bietet somit einen umfassenden Überblick über die drängenden Themen moderner Bankenaufsicht, beleuchtet Hintergründe und Herausforderungen, und gibt praktische Einblicke in die tägliche Arbeit der Aufsicht und die Perspektiven für 2026.

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Zielsetzung: Der Frankfurter Regulierungspodcast des Frankfurt Competence Centre for German and Global Regulation (FCCR) hat sich zum Ziel gesetzt, die branchenunabhängige Regulierung aus verschiedenen Blickwinkeln mit unterschiedlichen Podcast-Gästen zu beleuchten. Über Uns: Das FCCR ist ein - Interdisziplinäres Forschungszentrum der Frankfurt School of Finance and Management. - Es befasst sich im Allgemeininteresse, aber aus anwenderorientierter Perspektive, mit Regulierungsfragen. - Es fokussiert sich nicht nur auf die Gestaltung, sondern auch auf die Anwendung und Wirkung von Regulierung. FCCR Webseite: https://fccr.frankfurt-school.de/

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