Manchmal sitze ich da und merke, wie ich gerade dabei bin, mich selbst zu verlieren. Nicht in irgendeinem großen Drama. Sondern in all den Dingen, die ich angeblich tun müsste, damit etwas gelingt. Heute ist so ein Morgen. Ich sitze im Pyjama vor dem Mikrofon, mein Buch „Was, wenn heute dein letzter Tag wäre?“ erscheint in wenigen Tagen, und ich bin irgendwo zwischen unfassbarer Vorfreude, Dankbarkeit, innerem Kritiker und diesem ziemlich lauten Gedanken: Jetzt musst du aber auch etwas dafür tun, dass es erfolgreich wird. Mehr Sichtbarkeit. Mehr Marketing. Mehr Menschen erreichen. Mehr, mehr, mehr. Und gleichzeitig spüre ich, wie sich etwas in mir dagegen wehrt. Denn dieses Buch ist nicht entstanden, weil ich damit irgendetwas erreichen wollte. Genauso wenig wie meine Kunst oder dieser Podcast. All das ist entstanden, weil etwas in mir nach draußen wollte. Weil ich etwas zu sagen, zu teilen, in die Welt zu geben hatte. Und jetzt, wo es tatsächlich hinausgeht, soll ich plötzlich anfangen, alles zu kontrollieren? In dieser Folge nehme ich dich mit in einen ziemlich ehrlichen inneren Dialog. Über Selbstzweifel, Erfolgsdruck, Sichtbarkeit und die Angst, sich auf dem eigenen Weg irgendwann selbst zu verlieren. Über die Grenzen unserer Komfortzone, über persönliches Wachstum und darüber, wie schwer es manchmal ist, Kontrolle loszulassen und dem Leben wirklich zu vertrauen. Ich erzähle dir auch von einem Gedanken aus Michael A. Singers Buch „Die Seele will frei sein“, der mich schon lange begleitet: Wie sehr wir unsere eigene Wirklichkeit durch das begrenzen, was wir über uns selbst zu wissen glauben. Und was vielleicht möglich wird, wenn wir bereit sind, über diese vertrauten Grenzen hinauszugehen. Vielleicht kennst du dieses Gefühl ja auch. Du wünschst dir etwas von ganzem Herzen. Du gehst los, gibst alles, was du geben kannst. Und irgendwann stehst du an einem Punkt, an dem du nicht mehr weißt, ob du noch deinem Herzen folgst oder längst versuchst, ein bestimmtes Ergebnis zu erzwingen. Und was dann? Während ich diese Folge aufnehme, passiert etwas Schönes: Ich finde meine Antwort nicht vor der Aufnahme. Sondern mittendrin. Vielleicht muss ich gar nicht wissen, was als Nächstes kommt. Vielleicht darf ich meine Arbeit tun, meine Samen in die Welt werfen und dann einfach schauen, wo etwas zu blühen beginnt. Vielleicht wartet das Leben ja gerade hinter den Türen auf uns, durch die wir uns noch nicht zu gehen trauen. Und vielleicht müssen wir gar nicht immer alles im Griff haben. Wenn du aufhörst, das Leben zu jagen, findet es dich. Die Bücher aus dieser Folge: 📖 Was, wenn heute dein letzter Tag wäre? – Eileen O’Rourkehttps://link.amazon/B0hJSiFdR 📖 Die Seele will frei sein – Michael A. Singerhttps://link.amazon/B0iSScpJl Ein Podcast von Eileen O’RourkeNeue Folgen wöchentlichAls Video-Podcast auf Spotify & YouTube Mehr zu mir & meinem Buch:www.orourke.deInstagram: @o.rourke.eileen Fotocredit: Ulla Schreiber Love, Eileen 🤍