Tiefgründig: Nachhaltigkeit im Infrastrukturbau

Isabelle Armani

Ich möchte Dich einladen mit mir in die Tiefen des Baugewerbes einzutauchen! In meinem Podcast "Tiefgründig" lenke ich den Fokus auf den oft übersehenen Infrastrukturbau und gebe den Expert:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik eine Bühne, um Impulse für eine nachhaltige Entwicklung zu teilen. Mit über 10 Jahren Erfahrung in der Branche habe ich ein klares Bild davon, wo die Potenziale liegen und bin bestens vernetzt. Dieser Podcast ist deine Chance davon zu profitieren. Tiefbau ist anspruchsvoll, vielseitig und vielleicht sogar innovativer und nachhaltiger als Du denkst? Finden wir es gemeinsam heraus!

  1. Oct 18

    061 Bodenplatte ohne Beton: Wie Schaumglas werterhaltendes Bauen ermöglicht

    Helge Bo Flöge bezeichnet sich selbst als Baufluencer. Der Bauingenieur und Kommunikationsprofi, auch bekannt als Baufluencer Bo, zählt zu den profilierten Stimmen der nachhaltigen Bauwelt. Als Entwickler der zirkulären, betonfreien Urban Mining Bodenplatte zeigt er, dass gute Innovationen nicht nur technisch funktionieren müssen. Sie müssen verstanden werden, Vertrauen schaffen und die richtigen Menschen erreichen. Im Mittelpunkt steht eine Bodenplatte, die ohne klassischen Stahlbetonaufbau auskommt. Druckfeste Schaumglasplatten aus 100% Recyclingglas übernehmen dabei wesentliche Funktionen der konventionellen Konstruktion. Das Ergebnis ist ein Aufbau, der Ressourcen schont, Bauprozesse vereinfacht und sich am Ende seiner Nutzung nicht in ein kaum trennbares Gemisch verwandelt. Denn das Material bleibt, was es ist: rückbaubar, wiederverwendbar und kreislauffähig. Die Vorteile sind ebenso technisch wie wirtschaftlich: • bis zu 70 Prozent weniger CO₂ gegenüber einer konventionellen Stahlbetonbodenplatte • je nach Projekt bis zu 20 Prozent geringere Kosten • kurze und trockene Bauprozesse • kein Beton und kein XPS in der Bodenplattenkonstruktion • sortenreiner Rückbau und cradle to cradle circularity Gold zertifiziert  Das Beste: Die Konstruktion wird objektbezogen geplant und statisch nachgewiesen. Besonders im Holzbau lässt sie sich in vertraute Abläufe integrieren. Das Neue liegt dabei weniger in komplizierten Verfahren als in der klugen Verbindung bereits vorhandener Materialien und Kompetenzen. Doch technische Plausibilität allein genügt nicht. Viele nachhaltige Lösungen scheitern nicht an ihrer Funktion, sondern daran, dass sie zu wenig bekannt sind, zu spät erklärt oder nicht von den richtigen Entscheidern aufgegriffen werden. Flöges Überzeugung lautet deshalb: Resonanz entsteht dort, wo Menschen aus Architektur, Industrie, Baupraxis, Politik und Finanzierung miteinander ins Gespräch kommen. Dort, wo aus einer technischen Idee ein gemeinsames Verständnis und schließlich ein gebautes Projekt wird. Dabei geht es nicht allein um Nachhaltigkeit. Es geht um Werterhalt. Ein Gebäude, das langlebig, rückbaubar und anpassbar ist, schont nicht nur Ressourcen. Es bewahrt auch materielle Werte, reduziert langfristige Risiken und eröffnet neue wirtschaftliche Perspektiven. Wie sieht dein Weg zu nachhaltigem Bauen aus? Wartest du noch auf Gesetze oder experimentierst du bereits? 🎧 Hör jetzt rein und erfahre alles darüber, wie wir zukunftig Gebäude puzzeln und welche Anwendungsfälle es auch im Infrastrukturbereich gibt! 00:00:05 - Baufluencer: Authentische Kommunikation im Bauwesen 00:03:21 - Vom Beton zum Schaumglas: Nachhaltige Bodenplatten 00:12:49 - Glasschaum im 300-Meter-Ofen 00:14:53 - Betonfreie Bodenplatte mit Schaumglas 00:20:26 - Schaumglasplatten als Alternative zur Betonplatte 00:35:00 - Eigeninitiative statt Regulierungen im Bauwesen 00:38:32 - Wissen vermitteln statt Messeglanz 00:41:09 - Schaumglas-Bodenplatten revolutionieren den Bau 00:55:44 - Schaumglas als günstige Alternative zur Betonplatte 00:58:26 - Werterhaltendes Bauen statt Nachhaltigkeit 01:01:43 - Nachhaltige Baustoffe in öffentlichen Ausschreibungen 01:04:55 - Betonfreie Bodenplatte und nachhaltige Baustoffe ___________________________________ Mach die frei von den Launen des Algos, abonniere noch heute meinen Newletter auf der Podcast Webseite und verpasse keine Infos mehr! 📧 Folge mir uns meinem Podcast gerne auch auf LinkedIn!

    061 Bodenplatte ohne Beton: Wie Schaumglas werterhaltendes Bauen ermöglicht
  2. Oct 11

    060 RoadPartner: Wie zwei Jugendfreunde die Beschaffung im Straßenbau digitalisieren [Werbung]

    Die Straßenbaubranche ist 2025 noch überraschend analog. Claas und Moritz, zwei Jugendfreunde mit unterschiedlichen Backgrounds, haben das erkannt. Der eine Bauingenieur, der andere Finanzexperte. Zusammen gründeten sie das Unternehmen Asphalt Partner und starteten nebenbei den Podcast "Road Talk", um ihre Branche transparenter zu machen. Das Kernproblem, das sie täglich auf Baustellen sahen: Bestellungen, Angebotsanfragen, Personalvermittlung – vieles läuft noch per Telefon und E-Mail. Dabei kostet jeder dieser Anrufe kostbare Arbeitszeit. Und Zeit ist Geld. Ihre Lösung: Roadpartner digitalisiert genau diese Prozesse. Eine B2B-Plattform, auf der Straßenbauunternehmen und Kommunen nicht nur Materialien, sondern auch Dienstleistungen und Maschinen buchen können. Kostenlos für Käufer, provisioniert für Anbieter. Aber hier die wichtigste Erkenntnis: Der größte Reibungspunkt war nicht die Technologie. Es war das Vertrauen. In einer konservativen, wenig digitalisierten Branche. Datenschutz, Preishoheit, Glaubwürdigkeit – diese Fragen mussten erst gelöst werden. Was sie überraschte: Selbst kleine Bauunternehmen wünschen sich keine Standardsoftware. Sie brauchen branchenspezifische Anpassungen. Also entwickelten sie eine passgenaue Branchenlösung, nicht ein Standardprodukt. Die nächste Innovation steht bereits in der Pipeline: Ein Marktplatz für Mitarbeiter, um Personalausfälle flexibel zu kompensieren. Ein alltägliches Problem mit großem Lösungspotenzial. 00:00:00 Straßenbau trifft digitale Innovation 00:06:14 Vom Bankier in den Straßenbau 00:08:23 Die Gründung von AsphaltPartner 00:10:07 Technik und Vertrauen aufbauen 00:12:40 Einkaufsplattform für effiziente Beschaffung 00:18:25 Zielgruppen und aktuelle Nachfrage im Straßenbau 00:24:06 Zeitersparnis und Qualität durch strukturierte Prozesse 00:25:39 Nachhaltigkeit in der Webseite bewusst zurückhaltend 00:27:58 Nachhaltigkeit durch bessere Baustellenplanung 00:30:59 Neutralität und Nachhaltigkeitsbewertungen im Marktplatz 00:34:06 Marktplatz für Personalvermittlung im Bau 00:37:08 Nachhaltigkeit im Straßenbau vorantreiben 🎧 Hör rein und erfahre mehr darüber, wie transparent eine neutrale Plattform sein sollte und ob Nachhaltigkeitsbadges die Marktplatzposition gefährden oder bereichern. Diese Folge enthält Werbung durch Produktnennungen und wird unterstützt von meinem heutigen Gast und seinem Unternehmen. Vielen Dank!

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  3. Oct 4

    059 Rohstoffströme über Gewerke hinweg neu denken: regional, vernetzt, zirkulär

    Die Bauindustrie verursacht über die Hälfte des deutschen Abfallaufkommens und verbraucht mehr als 60 Prozent unserer natürlichen Rohstoffe. Klingt dramatisch? Das ist es auch. Gleichzeitig schlummert hier ein enormes Potenzial. Genau darüber spreche ich in der aktuellen Podcastfolge mit Ole Weber, der an am IWARU - FH Münster zu diesem Thema forscht. 🫣 Die unbequeme Wahrheit: Eine 90-Prozent-Verwertungsquote klingt beeindruckend, ist aber Augenwischerei. Große Mengen landen in Verfüllungen, was kaum besser ist als Deponierung. Die echte Substitutionsquote durch Recyclingmaterialien beträgt nur etwas mehr als 10 Prozent. Das Kernproblem ist nicht die Technik, sondern die Kommunikation. Baustoffhersteller, Bauunternehmen, Planer und Recyclinganlagen verfügen oft nicht über die relevanten Informationen zur richtigen Zeit. Was sich ändern muss: ♻️ Selektiver Rückbau statt Massenabbruch Die Qualität von Recyclingmaterialien steigt drastisch, wenn sie beim Rückbau sorgfältig getrennt werden. ♻️ Regionale Denke statt globale Logistik Bei Transportradien über 40 Kilometern übersteigen die CO₂-Emissionen häufig bereits den Materialwert. Dezentrale Recyclinganlagen sind nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll. ♻️ Anreizmechanismen statt starre Quoten Öffentliche Ausschreibungen sollten Recyclingmaterialien bevorzugen. Praxisorientierte Regelwerke, die einfach umsetzbar und flexibel steuerbar sind, ändern mehr als starre Vorgaben. ♻️ Sekundärmaterialien als Rohstoffe denken, nicht als Abfall Sprache schafft Realität. Wer von „Demontage, Rückbau und Sekundärrohstoffen" spricht, verändert die Wahrnehmung. Die Chancen sind wirtschaftlich: Selektiver Rückbau sichert Wertströme und senkt Entsorgungskosten. Jede Region braucht ein strategisches Stoffstrommanagement, das ähnlich wie die kommunale Wärmeplanung funktioniert. Mit den richtigen Netzwerken zwischen Herstellern und Recyclingunternehmen können kreislaufwirtschaftliche Marktmechanismen in Gang gesetzt werden. Die Grundlagen existieren bereits. Wir müssen nur ins Handeln kommen. Wie nehmt ihr das Thema Kreislaufwirtschaft in euren Projekten an? 🎧 Hört jetzt rein und erfahrt mehr über den aktuellen Stand der Forschung! 00:00:07 - Bauabfälle als Rohstoffquelle nutzen 00:02:25 - Bauschutt als größter Abfallstrom Deutschlands 00:04:55 - Verwertungsquoten im Baubereich kritisch hinterfragen 00:09:58 - Mineralische Stoffströme im Bauwesen 00:13:12 - Transportentfernung und CO2-Emissionen bei Rohstoffen 00:15:49 - Ineffizienzen in Baustoffverwertung und Recycling 00:18:30 - Regionale Bewirtschaftung und Hoch- und Tiefbau 00:22:15 - Zirkuläre Bauwirtschaft und Akteure der Wertschöpfung 00:25:27 - Sprache schafft Realität: Ressourcen statt Abfall 00:29:32 - Materialkataster und Stoffstromprognosen 00:39:16 - Hotspots für Sekundärrohstoffe in Ballungsräumen 00:42:30 - Transportdistanzen und Sekundärrohstoffe 00:44:59 - Regionales Stoffstrommanagement und Sekundärrohstoffe 00:48:45 - Stakeholder-Rollen im Kreislaufbau-Ökosystem 00:51:25 - Netzwerke als Schlüssel zur Kreislaufwirtschaft ___________________________________ Mach die frei von den Launen des Algos, abonniere noch heute meinen Newletter auf der Podcast Webseite und verpasse keine Infos mehr! 📧 Folge mir uns meinem Podcast auch gerne auf LinkedIn!

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  4. Sep 20

    058 Grau, blau, grün: Wie wir Wasser in Städten neu denken müssen

    Die unsichtbare Infrastruktur unserer Städte ist ihr größtes Vermögen und ihre größte Herausforderung. Das erklärt Stephan Ellerhorst von Sweco. Während wir insbesondere über sichtbare Stadtentwicklung, also nachhaltige Gebäude, Nahverkehrsanbindungen oder Beschattung sprechen, funktionieren die Kanalsysteme unter der Erde rund um die Uhr. Sie werden für etwa hundert Jahre geplant und sind oft das größte kommunale Vermögen. Gleichzeitig sind sie vielerorts in kritischem Zustand. 🤔 Das Kernproblem? Ein Paradigmenwechsel, den viele Kommunen noch nicht vollzogen haben. Jahrzehntelang lautete die Strategie, das Regenwasser schnell aus der Stadt abzuleiten. Heute wissen wir es besser. Der moderne Ansatz heißt dezentrales Wassermanagement. Das bedeutet Regenwasser dort versickern zu lassen, wo es anfällt, Stadtbäume mit Wasser zu versorgen und gleichzeitig Hitze zu reduzieren. Das klingt logisch, doch die Umsetzung scheitert oft an fehlender interdisziplinärer Zusammenarbeit. Wasserwirtschaftler, Grünplaner und Verkehrsexperten planen noch zu häufig isoliert voneinander. Kopenhagens Cloudburst-Plan zeigt, was möglich ist: Nach einem verheerenden Hochwasser 2011 investierte die Stadt 1,5 Milliarden Euro über 20 Jahre in 300 Projekte. Nicht zur Schadensbekämpfung allein, sondern zur Schaffung multifunktionaler Flächen. Das Ergebnis? Weniger Überflutungsrisiko UND mehr Lebensqualität. Die zentrale Erkenntnis daraus lautet, dass Infrastrukturinvestitionen zur Klimaanpassung keine Lasten, sondern Chancen für lebenswertere Städte sind. Drei konkrete Erkenntnisse aus diesem Austausch: 🏡 Grüne und blaue Infrastruktur nicht als separate Projekte, sondern als integriertes System zusammen denken 🖥️ Der Großteil der Nachhaltigkeitsmöglichkeiten liegt in der Planungsphase, nicht in der Umsetzung 🛣️ Mut und Experimente sind notwendig, z.B. Pop-up-Radwege, die zeigen, dass verschiedene Nutzungen koexistieren können Die größte Herausforderung liegt nicht im fehlenden Willen, sondern in der Finanzierungslücke zwischen kommunalen Budgets und notwendigen Investitionen. 🎧 Neugierig, wie wir Wasser in unseren Städten neu denken können? Dann hör rein! 00:00:07 - Regenwasser- und Abwassermanagement in der Infrastruktur 00:03:43 - Unterirdische Infrastruktur und Nachhaltigkeit 00:06:14 - Nachhaltige Infrastruktur und Umweltschutz in Städten 00:10:11 - Naturnaher Wasserhaushalt statt Ableitung 00:12:14 - Wasser und Lebensqualität in Städten 00:16:12 - Kommunale Infrastruktur und Gewässerschutz 00:21:07 - Oberflächenmodelle und Starkregen-Gefahrenkarten 00:40:22 - Nachhaltige Stadtplanung mit Grün und Wasser 00:42:56 - Mobilitätskonzepte und interdisziplinäre Stadtplanung 00:46:37 - Infrastruktur-Sanierungsstau und Finanzierungsfragen 00:49:24 - BIM im Tiefbau und Nachhaltigkeit 00:53:12 - Nachhaltigkeit im Tiefbau: Mut statt Ladenhüter 00:56:27 - Mut zur Veränderung in Kommunen ________________________________ Mach die frei von den Launen des Algos, abonniere noch heute meinen Newletter auf der Podcast Webseite und verpasse keine Infos mehr! 📧 Folge mir und meinem Podcast auch gerne auf LinkedIn.

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  5. Sep 6

    057 Das „Wo“ entscheidet: Warum Infrastruktur GIS braucht

    [Werbung] 80% aller Informationen haben einen geografischen Bezug, aber wie viele Infrastrukturprojekte nutzen dieses Potenzial wirklich? Im Gespräch mit Nora Vögele von ESRI wird klar, dass die Integration von BIM und GIS nicht nur technisch möglich, sondern auch essentiell für bessere Entscheidungen ist. BIM schafft kooperative Arbeitsräume für alle Stakeholder anhand von Bauwerksmodellen. GIS bildet das räumliche "Wo" und die Wechselwirkungen ab. Zusammen ermöglichen sie Transparenz über komplexe Beziehungen zwischen Infrastruktur, Umwelt und Menschen. Ein schwedisches Energietrassenprojekt zeigt die Praxis: Über 200 geografische und Umweltfaktoren wurden von Anfang an digitalisiert und allen Projektbeteiligten verfügbar gemacht. Das Ergebnis? Schnellere Planung, weniger Fehler, bessere Entscheidungsgrundlagen. Die größte Hürde ist nicht technisch, sondern organisatorisch und kulturell. Bauingenieur:innen arbeiten heute oft isoliert von Geodaten. Leitungskataster, Umweltdaten und Klimarisiken bleiben separate Informationsinseln statt integrierter Grundlagen. Was sich ändern muss: • Geodaten als Standard in Ausbildungslehrplänen verankern • Daten nicht sammeln, sondern zweckgerichtet nutzen • Mit konkreten Pain-Points starten, nicht mit einer Datenflut • Auswirkungen auf Klimaresilienz, Mobilität und Stadtentwicklung ganzheitlich denken Die Digitalisierung im Bauwesen fokussierte sich bisher stark auf einzelne Bauwerke. Die wahre Transformation liegt jedoch in der vernetzten Sicht auf die Infrastrukturnetze für Wasser, Strom, Verkehr und Daten. Wie siehst du die Rolle von Geodaten in deinen Projekten? Nutz du GIS bereits systematisch in der Planungsphase? 🎧 Hör rein und erfahre mehr über den Wert von GIS für Nachhaltigkeit im Infrastrukturbau! 00:00:05 - GIS, BIM und digitale Zwillinge erklärt 00:02:37 - BIM und GIS: Methoden der Digitalisierung 00:06:27 - GIS und BIM für Infrastrukturplanung verbinden 00:10:57 - GIS über den gesamten Infrastruktur-Lebenszyklus 00:14:43 - BIM und GIS Integration für Nachhaltigkeit 00:18:54 - Starkregen und Klimaanpassung in Städten 00:22:24 - Digitalisierung als Grundlage für Großprojekte 00:26:32 - GIS-BIM Integration und offene Standards 00:30:08 - Geodaten-Standards und organisatorische Herausforderungen 00:33:13 - Geodaten und GIS im Bauingenieurwesen 00:37:26 - Ganzheitliche Digitalisierung statt Einzellösungen 00:43:09 - Daten sammeln ohne echte Erkenntnisse 00:48:35 - Datenqualität und Zielstellung in Projekten 00:51:33 - Nachhaltigkeit im Infrastrukturbau ist Ladenhüter _____________________________________ Diese Folge enthält Werbung durch Produktnennungen und wird unterstützt von meinem heutigen Gast und seinem Unternehmen. Vielen Dank an Esri Deutschland, dass ihr meine Arbeit ermöglicht! 💚

    057 Das „Wo“ entscheidet: Warum Infrastruktur GIS braucht
  6. Aug 31

    056 Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im InfZuG: Zwischen Beschleunigung und Naturschutz

    [Werbung] Das Infrastruktur-Zukunftsgesetz beschleunigt Bauprojekte. Aber zu welchem Preis für unsere Natur? Naturschutz bei Infrastrukturprojekten ist nicht optional, sondern Gesetz. Wie funktioniert das System wirklich? Max-Kasper von Sandrart von green account erklärt das neue Infrastruktur-Zukunftsgesetz. Das Bundesnaturschutzgesetz gibt vor, dass jeder Eingriff in die Natur kompensiert werden muss. Die Priorität ist eindeutig: Vermeidung vor Minimierung vor Kompensation. Ausgleichsmaßnahmen müssen gleichartig vor Ort stattfinden, Ersatzmaßnahmen sind gleichwertig, wenn direkte Wiederherstellung unmöglich ist. Ein Einblick in die Realität: Ökopunkte bilanzieren Natureingriffe wie eine Währung. Verschiedene Biotoptypen haben unterschiedliche Werte. Bauherren müssen ihre Eingriffe berechnen und durch geeignete Maßnahmen ausgleichen. Klingt einfach? Die Herausforderung liegt in der Umsetzung. Das neue Gesetz vereinfacht dies: Vorhabenträger können nun Ersatzgeldzahlungen leisten statt echte Kompensationsflächen zu sichern. Schneller genehmigt, aber mit dem Risiko für Verzögerungen beim tatsächlichen Naturschutz, weil die Mittel nun über mehrere Behörden fließen. Die kritische Frage: Wie stellen wir sicher, dass diese Gelder wirklich in Naturschutzmaßnahmen fließen? 🎧 Hör rein und mache dir ein eigenes Bild von den Veränderungen, die das InfZuG mit sich bringt! 00:00:04 - Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Infrastrukturbau 00:04:04 - Ausgleich, Ersatz und Ökopunkte erklärt 00:07:32 - Kompensation von Eingriffen bei Infrastrukturprojekten 00:12:09 - Naturkapital: Wert der Ökosystemleistungen 00:15:29 - Naturkapitalmarkt und das Infrastruktur-Zukunftsgesetz 00:18:40 - Naturschutzausgleich durch Ersatzgeld und Realkompensation 00:21:42 - Beschleunigung von Infrastrukturprojekten durch neues Gesetz 00:25:56 - Frühe Zusammenarbeit bei Ausgleichsmaßnahmen 00:29:26 - Öko-Konten: Chancen für Anbieter und Landwirte 00:32:35 - Naturschutz durch konstruktive Zusammenarbeit umsetzen _____________________________________ Diese Folge enthält Werbung durch Produktnennungen und wird unterstützt von meinem heutigen Gast und seinem Unternehmen. Vielen Dank an green aacount, dass ihr meine Arbeit ermöglicht!💚

    056 Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im InfZuG: Zwischen Beschleunigung und Naturschutz
  7. Aug 16

    055 Wenn der Schlauch platzt: Das unterschätzte Ölproblem auf Baustellen

    [Werbung] Wir sprechen ständig über CO₂-Reduktion, aber selten über das, was direkt auf der Baustelle passiert. Zum Beispiel, wenn ein Schlauch platzt.💥 Wusstest du, dass ein Liter Hydrauliköl bis zu einer Million Liter Grundwasser kontaminieren kann? Das ist kein theoretisches Zahlenspiel. Das passiert quasi täglich auf Baustellen, wenn Hydraulikschläuche an Baggern platzen. Nadine Lottermoser und Christoph Sauer von Oilfix haben mir in einem aufschlussreichen Gespräch gezeigt, wie groß dieses übersehene Problem wirklich ist. Maschinist:innen kennen das Problem gut, aber die Folgen wie Umweltschäden, Bodensanierungen (oft 20.000+ Euro), Maschinenstillstand oder Arbeitsschutzrisiken durch heiße Ölfontänen, werden häufig verharmlost. Die Einsicht folgt oft erst dann, wenn ein großer Schaden eingetreten ist. Christoph erkannte früh, dass die Recyclingquote von Hydrauliköl in der mobilen Hydraulik erschreckend niedrig ist. Es fließt viel mehr Öl in die Branche als zurückkommt. Die Schlussfolgerung, dass es in die Umwelt gelangt, liegt also nahe. Das Wasserhaushaltsgesetz verpflichtet zur Sanierung, aber schwache Kontrollen führen dazu, dass Verursacher oft ungestraft davonkommen, wenn sie darauf verzichten. Das Team von Oilfix entwickelte deshalb ein Sicherheitsventil, das die Ölzufuhr nach Schlauchdefekten sofort unterbricht. Nicht irgendwann. Sofort. Das System lässt sich nachrüsten und amortisiert sich meist beim ersten Schlauchplatzer. Oilfix ist also ein Nachhaltigkeitsprodukt mit klarem ROI. Es ist unmittelbares Risikomanagement, das die Umwelt und das Unternehmen vor Haftungs- und Kostenrisiken schützt. Prävention kostet, Schadensbekämpfung auch – aber Letztere ist teurer. 🎧 Hör rein und erfahre mehr darüber, was Schlauchplatzer anrichten und wir man sie verhindern kann. 00:00:05 - Hydraulikölleckagen: Ein unterschätztes Nachhaltigkeitsproblem 00:02:29 - Schlauchplatzer: Mehr als nur technische Störung 00:04:00 - Hydraulikschläuche: Risiken und Lösungen 00:06:29 - Oilfix nachrüstbar in bestehende Maschinen 00:07:46 - Hydraulische Herausforderungen bei modernen Baggern 00:09:51 - Hydrauliköl-Leckagen: Ein unterschätztes Umweltproblem 00:12:59 - Nachhaltigkeit im Bau über CO2 hinaus 00:15:02 - Gesetze und Meldepflichten bei Leckagen 00:17:06 - Prävention vs. Schadenskosten im Bauwesen 00:20:23 - Kosten und Risiken von Schlauchplatzern 00:22:39 - Olfix als Game Changer für Maschinenführer 00:24:38 - Kommunikation mit OEMs und Stakeholdern für Hydrauliksicherheit 00:26:40 - Recyclingquote von Hydrauliköl drastisch verbessern Hier geht's direkt zum Short auf YouTube (sehr beeindruckend!): [LINK] Und hier kannst du dir die Schlauchplatzer Simulation mit und ohne Oilfix im Detail auf YouTube ansehen: [LINK] _____________________________________ Diese Folge enthält Werbung durch Produktnennungen und wird unterstützt von meinem heutigen Gast und seinem Unternehmen. Vielen Dank an OILFIX, dass ihr meine Arbeit ermöglicht!💚

    055 Wenn der Schlauch platzt: Das unterschätzte Ölproblem auf Baustellen
  8. Aug 2

    054 Bauwende und Stadtentwicklung: Wie Behörden zu Möglichmachern werden

    Bauwende und Stadtentwicklung: Kann die Verwaltung wirklich zum Möglichmacher werden? Andrea Fuchs ist davon überzeugt. Sie hat einen beeindruckenden Weg von der Architektur über die Stadtplanung bis zur Systemebene in der Verwaltung zurückgelegt. Als Amtsleiterin im Umweltschutzamt weiß sie: Echte Veränderung passiert nur durch strukturelle Reformen. Besonders spannend wird es hier auch beim Thema Tiefbau. Nahwärmenetze bieten eine großartige Gelegenheit, Nachhaltigkeit, Schwammstadtprinzipien und grüne öffentliche Räume ganzheitlich zu integrieren. Ein Ansatz, den sie in Tettnang bereits erfolgreich umgesetzt hat. Durch interdisziplinäre Zusammenarbeit und lösungsorientierte Ansätze gelingt aus ihrer Sicht die Transformation. Sie setzt auf drei Säulen: Werte vorleben, gezielte Weiterbildung in Biodiversität und Kreislaufwirtschaft, sowie intensive Vernetzung. Dabei betont sie immer wieder die zentrale Bedeutung von Bürgerbeteiligung, gerade wenn nun beschleunigte Verfahren kommen, die traditionelle Partizipationsmöglichkeiten gefährden. 🎧 Neugierig auf ihre Vision für 2035? Dann hör rein! Die Folge im Überblick: 00:00:07 - Nachhaltigkeit in der Stadtentwicklung 00:03:15 - Nachhaltige Stadtentwicklung durch Tiefbau 00:06:29 - Nachhaltige Stadtentwicklung durch Führung und Vernetzung 00:14:32 - Nachhaltige Stadtentwicklung und Wärmenetze 00:17:43 - Gestaltungsbeiräte und Baukultur in Städten 00:22:38 - Umbau statt Neubau: Nachhaltiges Bauen im Bestand 00:25:02 - Frühzeitige Planung für bessere Lösungen 00:28:51 - Photovoltaik und Bauwende standardisieren 00:31:59 - Nachhaltigkeit in Ausschreibungen und Kreislaufwirtschaft 00:34:32 - Frauen in Führungspositionen und technischen Rollen 00:36:56 - Frauen in männerdominierten Branchen 00:41:36 - Lebenszyklusanalyse für nachhaltiges Bauen 00:43:35 - Inspiration durch Bücher und mutige Vorbilder ______________ Du willst nichts mehr verpassen und spannende Zusatzinfos? Dann melde dich zu meinem exklusiven Podcastnewsletter an oder informieren dich über meine Webseite (www.tiefgruendig.com), wie wir zusammenarbeiten können. Mein Springer essential zum Thema Nachhaltigkeit im Infrastrukturbau kannst du hier erwerben.

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