In dieser Folge von Behind the Experts spricht Lutz Hanus mit Eva Stetefeld, Managing Creative Director bei Jung von Matt Neckar, über Kreativität in einer Werbewelt, die sich gerade grundlegend verändert. Die beiden kennen sich bereits seit der Schulzeit, haben sich viele Jahre aus den Augen verloren und sind sich schließlich zufällig in Hamburg wieder über den Weg gelaufen. Eva blickt auf ihren Weg durch einige der bekanntesten Agenturen Deutschlands zurück und erzählt, warum sich ihre Rückkehr zu Jung von Matt für sie wie Nachhausekommen anfühlt. Gleichzeitig sprechen die beiden darüber, wie sich Kreation vom großen TV-Spot hin zu Social First, Plattformen und kleinteiligeren Content-Formaten entwickelt hat – und warum sich trotz neuer Kanäle, Tools und KI an einer Sache wenig geändert hat: Am Anfang braucht es immer noch eine starke Idee. Außerdem geht es um mutige Kampagnen, kreative Entscheidungsfreiheit und die Frage, wie Agenturen und Unternehmen eine Vertrauensbasis schaffen können, auf der außergewöhnliche Arbeit überhaupt möglich wird. Am Beispiel des legendären BVG-Sneakers sprechen Eva und Lutz darüber, warum gute Ideen nicht nur Mut bei der Entwicklung brauchen, sondern auch Menschen, die bereit sind, Gegenwind auszuhalten. Und warum gibt es in der Werbewirtschaft eigentlich keinen Negativ-Award, wie in der Filmbranche den Razzie Awards? Eva, da müssen wir was tun! Wie sich kreative Arbeit vom großen TV-Spot hin zu Social First und fragmentierten Plattformen verändert hat. Warum KI Möglichkeiten eröffnet, Ideen umzusetzen, die früher technisch oder finanziell kaum realisierbar gewesen wären. Weshalb kreative Entscheidungsfreiheit und Selbstwirksamkeit für Eva eine wichtige Rolle spielen. Was hinter dem BVG x adidas Sneaker steckt und warum außergewöhnliche Ideen Mut brauchen. Warum starke Kampagnen auch Gegenwind aushalten müssen. Weshalb Agenturen möglichst früh in strategische Entscheidungen eingebunden werden sollten. Warum Awards zwar ein wichtiges Schaufenster sind, aber nicht die einzige Währung für gute kreative Arbeit sein sollten. Welche Energie Eva von den Cannes Lions mitgenommen hat und warum sie dort deutlich mehr Optimismus gespürt hat als aktuell in Teilen der deutschen Kreativbranche. Highlights der Folge Gute Kreation entsteht nicht dadurch, dass man Kampagnen für Awards baut, sondern indem man echten kreativen Impact schafft. KI macht gute Ideen nicht überflüssig – außergewöhnliche Kreation wird dadurch eher noch wichtiger. Mut bedeutet nicht nur, eine ungewöhnliche Idee freizugeben, sondern auch hinter ihr zu stehen, wenn Kritik kommt. Geschwindigkeit in Social Media funktioniert nur, wenn zwischen Kunde und Agentur ausreichend Vertrauen besteht. Die besten kreativen Leistungen sind nicht zwangsläufig diejenigen, die am Ende die meisten Preise gewinnen. Wertvolle Takeaways Neue Kanäle und Technologien verändern die Werkzeuge – die grundlegende Aufgabe von Kreation bleibt gleich. Gute kreative Arbeit braucht klare Leitplanken und gleichzeitig ausreichend Entscheidungsfreiheit. Agenturen können bessere Ergebnisse liefern, wenn sie früh in strategische Entscheidungen eingebunden werden. Kreativer Erfolg sollte nicht ausschließlich über Awards definiert werden. Kreativität ist ein Muskel: Wer dauerhaft außergewöhnliche Arbeit machen will, muss ihn kontinuierlich trainieren. Eine Folge über Kreativität, Social First, KI, mutige Ideen und eine Werbebranche im Wandel – und darüber, warum außergewöhnliche Arbeit am Ende nicht durch neue Tools entsteht, sondern durch Menschen, die Lust darauf haben, eine Idee wirklich zu knacken. Ein Studio Noix Original.