Generationengerechtigkeit - der Podcast

Jörg Tremmel

Scheinbar ist nichts so beliebt wie das Reden und Schreiben über Generationengerechtigkeit – und gleichzeitig nichts so aussichtslos wie der Versuch, den Begriff konsensfähig und allgemeinverbindlich zu definieren. Da ‚Generationengerechtigkeit‘ offensichtlich ein positiv konnotierter Begriff ist, verwundert es wenig, dass ihn alle möglichen Akteure für ihre Zwecke einspannen wollen. Aber was wäre eine seriöse Definition? Dieser Podcast dient dazu, Experten und Expertinnen zu Wort kommen zu lassen, die sich richtig tief ins Thema eingearbeitet haben. In jeder einzelnen Podcast-Folge wird es immer um Mensch und Werk gehen, das heißt nicht nur das Werk wird vorgestellt, sondern auch mein Gast mit Biographie, Motiven und Forschungsinteressen.

Episodes

  1. Folge 2: Lukas Meyers Suffizienz-Theorie der Generationengerechtigkeit

    02/01/2025

    Folge 2: Lukas Meyers Suffizienz-Theorie der Generationengerechtigkeit

    In der zweiten Folge von „Generationengerechtigkeit – der Podcast” ist Lukas Meyer zu Gast. Professor Dr. Meyer, Jahrgang 1968, studierte Philosophie, Politikwissenschaften, Geschichte und Öffentliches Völkerrecht an den Universitäten Tübingen, Berlin, St. Louis, Oxford und Yale. Nach Forschungsaufenthalten unter anderem an der Columbia University und der Harvard University wurde er 2009 Professor für Philosophie an der Universität Graz, wo er seitdem den Arbeitsbereich Praktische Philosophie leitet. Seine wissenschaftliche Tätigkeit ist international ausgerichtet – Gastprofessuren führten ihn nach China, Brasilien und Deutschland.  Meyer ist ein führender Experte auf dem Gebiet der ‚Gerechtigkeit in Zeit und Raum‘, und damit auch der Generationengerechtigkeit, einem Thema, zu dem er seit vielen Jahren publiziert. Zudem war er als einer der ersten Philosophen am Weltklimarat (IPCC) beteiligt.  Mit Jörg Tremmel spricht er über eine Vielzahl an Themen, die für Theorien der Generationengerechtigkeit von zentraler Bedeutung sind: die von ihm vertretene Suffizienz-Gerechtigkeit, die er als Sicherung grundlegender Bedürfnisse sieht; die Frage nach den Rechten zukünftiger Generationen, sowie die Bedeutung, die in die Zukunft hineinreichende (und über unsere eigene Lebenszeit hinausreichende) Projekte für uns selbst haben. Auch die Rolle kulturellen Kapitals und dessen Weitergabe an kommende Generationen wird im Gespräch eingehend erörtert. Jörg Tremmel, der Host dieses Podcasts, hat eine außerplanmäßige Professur am Institut für Politikwissenschaft der EberhardKarls Universität Tübingen. Website: https://uni-tuebingen.de/de/76581 Er ist zudem Geschäftsführer der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen.  Website: https://generationengerechtigkeit.info /// Instagram: @gengerecht / LinkedIn: Stiftung für zukünftige Generationen

    35 min
  2. Folge 1: Dieter Birnbachers konsequenzialistische Theorie der Generationengerechtigkeit

    07/31/2024

    Folge 1: Dieter Birnbachers konsequenzialistische Theorie der Generationengerechtigkeit

    In der allerersten Folge von „Generationengerechtigkeit – der Podcast“ ist Dieter Birnbacher zu Gast. Professor Dr. Birnbacher, Jahrgang 1946, studierte Philosophie, Anglistik und Allgemeine Sprachwissenschaft in Düsseldorf, Cambridge und Hamburg. 1969 erwarb er den Bachelor of Arts in Cambridge, schon vier Jahre später (1973) erfolgte die Promotion in Hamburg. Von 1973 bis 1993 war er Wissenschaftlicher Assistent bzw. Akademischer Rat in Hannover und Essen. In diesem Zeitraum erfolgte 1988 seine Habilitation in Essen. 1993 wurde er Professor für Philosophie an der Universität Dortmund. Von 1996 bis 2012, dem Jahr seiner Emeritierung, war er Professor für Philosophie an der Universität Düsseldorf. Er ist weiterhin in vielen Gremien aktiv. Birnbacher vertritt eine konsequenzialistische Theorie der Generationengerechtigkeit, die er bereits in seiner Habilitation entwickelte. Mit Jörg Tremmel spricht er über eine große Bandbreite an Themen: analytische Philosophie, Verantwortung/Verantwortlichkeit, Utilitarismus, Das Nicht-Identitätsproblem, Kollektivrechte, Fortpflanzungspflichten, Klimaprotest und zivilen Ungehormsam sowie die Konzentration politischer Macht und Vermögen bei der Großelterngeneration. Jörg Tremmel, der Host dieses Podcasts, hat eine außerplanmäßige Professur am Institut für Politikwissenschaft der EberhardKarls Universität Tübingen.  Website: https://uni-tuebingen.de/de/76581 Er ist zudem Geschäftsführer der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen. Website: https://generationengerechtigkeit.info /// Instagram: @gengerecht / LinkedIn: Stiftung für zukünftige Generationen

    49 min

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Scheinbar ist nichts so beliebt wie das Reden und Schreiben über Generationengerechtigkeit – und gleichzeitig nichts so aussichtslos wie der Versuch, den Begriff konsensfähig und allgemeinverbindlich zu definieren. Da ‚Generationengerechtigkeit‘ offensichtlich ein positiv konnotierter Begriff ist, verwundert es wenig, dass ihn alle möglichen Akteure für ihre Zwecke einspannen wollen. Aber was wäre eine seriöse Definition? Dieser Podcast dient dazu, Experten und Expertinnen zu Wort kommen zu lassen, die sich richtig tief ins Thema eingearbeitet haben. In jeder einzelnen Podcast-Folge wird es immer um Mensch und Werk gehen, das heißt nicht nur das Werk wird vorgestellt, sondern auch mein Gast mit Biographie, Motiven und Forschungsinteressen.